Bellona = Frau Lehrerin

So, ich habe die ersten zwei Arbeitstage gut überstanden!

Gestern Morgen ging es mir so schlecht vor Aufregung, das kann sich keiner vorstellen. Therese nannte es richtig „die Angst vor dem Unbekannten“. Um 14 Uhr hatte ich dann meinen ersten Kurs, mit sehr ruhigen und schüchternen Erstsemestlern. Trotzdem haben sie schön mitgemacht, und es war alles halb so wild. :) Dann hatte ich um 18 Uhr noch einen Kurs, diesmal mit erfahreneren Studenten aus dem zweiten Jahr, und das war dann ein ganz anderes Kaliber. Die haben Deutsch geredet wie die Weltmeister, so auch der Kurs, den ich heute Morgen um 9 hatte. Ich bin begeistert, das muss ich sagen. Alle Studenten sind sehr nett, viele auch echt witzig („D steht für ‚Damen‘, weil ich Damen mag!“ – und das war sogar ein Erstsemestler!!). Und es macht schon Spaß, das Unterrichten. Es geht in den Spoken German-Kursen eben auch ein bisschen lockerer zu, denn die Studenten sollen ja vor allem das Sprechen lernen und üben. Das ist schon was anderes als so ein Grammatik-Kurs, denke ich. Also ich fühle mich bis jetzt noch wohl mit meinem Aufgabenbereich, ich hoffe dass das so bleibt.

Gestern kam ich dann abends nach Hause, und Therese hatte bereits gekocht für uns und den Wein kalt gestellt. Sie war selbst ganz aufgeregt, weil ich sie den ganzen Sonntag so wuschig gemacht. Sie hat sich so gefreut, dass alles gut lief, das war echt total lieb. Sie ist so eine tolle, warmherzige und lebensfrohe Frau, es hätte uns wirklich nicht besser treffen können hier in Dublin.

Morgen habe ich keinen Kurs, ich muss nur eine Vorlesung besuchen, dann gehen wir ins Goethe-Institut, haben noch ein Begleitseminar bei unseren Mentorinnen, und abends geht’s mit selbigen und noch einer Österreich-Lektorin (die in unsere Büro mit sitzt) ins Pub. Der Gärtner (der hier irgendwie regelmäßig im Haus von Therese rumspringt und unglaublich viel redet) hat mir erzählt, dass morgen wohl Oktoberfest in Temple Bar (so eine Kneipenstraße in Dublin City) sein muss, und er sich dort mehrere Maß in den Hals stellen wird („So don’t try to call me on thursday!“). Ich hoffe, dass wir die Gelegenheit haben werden, uns das mal anzuschauen. Obwohl mir diese Oktoberfest-Manie ja total auf den Kranz geht, muss ich mal so sagen. Aber es ist sicher interessant, wie die Iren diese Idee umsetzen.

Am Donnerstag hab ich dann wieder einen Kurs zu halten und eine Vorlesung zu besuchen, und dann muss ich mich seelisch und moralisch auf das Landeskunde-Tutorium am Freitag vorbereiten, dass ich ja auf Englisch halten muss. Wie auch immer – ich glaube das wird ein klitzekleines Desaster.

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