Flammende Sterne

Auf den Sonntagabend freute ich mich schon das ganze Wochenende. Ruhig hatten wir es am Freitag und Samstag schon: freitags schauten wir eine DVD („Männer, die auf Ziegen starren“ – Das Geilste an dem Film war George Clooney.) und samstags waren wir im Autokino („Inception“ – Irgendwie krass, irgendwie gut, irgendwie kacke (offenes Ende, ich HASSE das!)).

Am Sonntag gingen wir dann endlich nach Ostfildern zum Feuerwerksfestival „Flammende Sterne“, um ein bisschen zu flanieren und später das Musikfeuerwerk der deutschen Mannschaft anzuschauen. Zwischendurch sah das Wetter gar nicht mehr so gut aus, wie an den vergangenen Tagen, doch hielt es sich Gott sei Dank. Es tröppelte nur mal kurz ein bisschen. In dieser Zeit machte ich es mir mit Bowle und meinem großen Schirm auf einer Hängematte gemütlich. MTM flanierte währenddessen weiter und schaffte uns Futter und weitere Getränke heran.

Spät abends gab es dann endlich das Musikfeuerwerk zu sehen. Und ich sage euch, ich war vielleicht ergriffen! Wie das alles gepasst hat mit der Musik und den Lichtern am Himmel! Es wirkte fast, als hätte das Feuerwerk zur Musik getanzt. Das Ganze war einfach wahnsinnig schön anzuschauen. Die Besuchermenge saß oder stand still auf der Wiese und starrte hinauf. In den meisten Köpfen ging bestimmt das gleiche wie in meinem vor: Unfassbar!

Flammende Sterne

Ich habe ungelogen noch nie so ein wundervolles Feuerwerk gesehen. Das Zusammenspiel von Musik und „Sternen“, also ich weiß gar nicht mehr, was ich noch sagen soll. Gänsehaut pur! ♥

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Brechreizerregende Idylle ;)

Gestern waren wir also auf unserer Radtour. Ungefähr 5 Stunden waren wir unterwegs, da sind aber auch ein ausgedehntes Päuschen im Biergarten und diverse Zwischenstopps an Brunnen und Bänken zur Abkühlung/Erholung inbegriffen. Der Plan, in nicht so bergiger Gegend zu fahren, hatte sich dann auch erledigt. Spätestens, als wir mitten in den Weinbergen landeten. Ich glaube, man hat mich bis Heidelberg fluchen hören. ;)
Unsere völlig unverplante Tour führte uns ins benachbarte Remstal, wo wir einige Dörfer passierten, wo die Großstadt meilenweit entfernt zu sein scheint (aber doch so nah ist), wo es Landwirtschaft noch und nöcher gibt, wo man sich vorkommt wie im Schlaraffenland vor lauter Obst- und Gemüsefeldern…
Kennt ihr „Rehleinfilme“? Diese Heimatfilme, in denen man fast das Kotzen kriegt vor lauter Idylle? Wo Rasen und Bäume grüner sind als sonstwo, es an jeder Ecke glückliche Tiere gibt, jedes Haus aussieht wie gemalt, überall freundlich lächelnde Menschen aufkreuzen. Leute, im Ernst, ich befand mich gestern in einem Rehleinfilm. Nur meine Wenigkeit störte ein wenig dieses perfekte Bild, glaube ich (schwitzend, keuchend, fluchend – wie das eben so ist, wenn ein Flachlandkind mit dem Rad über BERGE gescheucht wird).

Remstal

Und wie gesagt, wir kamen uns vor wie im Schlaraffenland. Nur, dass man den Obstbauern ja nicht einfach ihre Ernte klauen darf. Dieser Aspekt hatte mich sehr frustriert, als wir auf einer Bank ein Päuschen machten und ich den PERFEKTEN Apfel bemerkte. Ganz oben am Baum. Nun, selbst wenn wir ihn hätten klauen wollen, wir wären nicht rangekommen. Nicht mal mein riesiger Freund. Wozu ist man eigentlich so groß, wenn man nicht mal ohne Leiter einen Apfel pflücken kann?! Nun ja, letztendlich fiel vor meiner Nase ein anderer, auch recht hübscher Apfel von diesem Baum. Den hab ich dann mal mitgenommen, ihn quasi vorm Verfaulen bewahrt. Das ist doch nobel, oder? Das ist doch dann kein „Mundraub“, nicht?! Ich meine, wäre er vor Ort gewesen, ich hätte dem Besitzer auch 1€ gezahlt. Dann hätte ich aber jenen perfekten Apfel von ganz oben noch dazu gewollt!

Der perfekte Apfel

Was also auch auffält: Kaum ein Obst-/Gemüsebauer hatte einen Zaun um seine Felder. Hier rechnet man offenbar gar nicht damit, dass irgendwer mal zugreift. Es scheint hier ausschließlich ehrliche, freundliche, lächelnde Menschen zu geben. Und ein natürliches Urvertrauen in das Gute im Menschen. Ich sag ja, Rehleinfilm.

Kurz vorm Ziel, nachdem wir viel geradelt waren, geschwitzt hatten, und unsere Gesichter sich mit knallroten, sonnenverbrannten Nasen schmückten, kreuzte ein Brunnen unseren Weg. Also Füße rein und ausdampfen.

Abkühlung am Brunnen

Das war ein abkühlender Segen, der mich die letzten Kilometer nach Hause begleitet von Jubelschreien fahren ließ. Das Jubeln könnte aber auch daran gelegen haben, dass es plötzlich richtig steil bergab ging und ich quasi ca. 50km/h OHNE das Zutun von Muskelkraft fuhr. Gott, war DAS geil! Allein dafür hat sich dieser Ausflug gelohnt. Und für die Pferdchen. Und den Ausblick. Und die Berge, den Apfel, das Grün, die freundlichen Menschen… Ja, verdammt, ich STEH auf brechreizerregende Idylle!!

Unser kleiner Urlaub. :)

Wir waren ja ein paar Tage in meiner Heimat, um im sturmfreien Haus meiner Eltern ein bisschen zu urlauben. Letztendlich mussten wir uns ein paar ruhige Stunden hart erkämpfen, weil irgendwie immer was los war. Aber schön war es so eben auch. Ich war für meine Begriffe schon lange nicht mehr zu Hause…

Am Donnerstag gab es ein paar schöne Stunden bei recht angenehmem Wetter in unserer kleinen Oase, dem Garten meiner Eltern. Gott, ich liebe es, genau dort zu sein. Später wurden Freundinnen getroffen, neue Erdenbürger besichtigt und ein Weiberabend zu zweit auf der Terrasse folgte. MTM war damit einverstanden, sich zu verkrümeln. Der hat halt auch gerne mal seine Ruhe vor mir. ;)

Garten zu Hause

Am Freitag hatten wir bei uns einen schönen Grillabend mit Freunden, der auch wieder bis in die Puppen ging. Das Wetter war kacke, aber wir saßen ja geschützt.

Wir hofften nur, dass sich das Wetter bis zum Samstag wieder beruhigen würde. Denn an diesem Tag wollten wir zur Qualifikationsrunde des Red Bull Air Race auf dem Lausitzring, direkt bei uns umme Ecke. Wir hatten das Training der Flieger schon hautnah mitbekommen, die sind nämlich ständig über unser Haus gedüst. Nun freuten wir uns auf den VIP-Bereich, für den wir Karten hatten. Zu dritt, mit der Kartenschenkerin, meiner Cousine, machten wir uns auf den Weg. Bei richtig schön beschissenem Wetter. Tja, was soll ich sagen? Wir haben mit mehreren Unterbrechungen die Hälfte der Teilnehmer beim Fliegen bestaunen können. Irgendwann gegen 17:30Uhr wurde dann komplett abgebrochen. Sicherheit, Wind, Regen und so. Wir waren dann auch schon durchnässt bis auf die Schlüpper. Aber immerhin gab es für jeden eine Lunchbox und alle Getränke umsonst. Ich möchte nicht wissen, wie viel Red Bull (für uns Frauen gemischt mit Sekt) wir insgesamt vernichtet haben. Es muss viel gewesen sein, wir waren jedenfalls ZIEMLICH wach. ;)

Red Bull Air Race

Den Abend verbrachten MTM und ich dann ganz gemütlich bei strömendem Regen dick eingemurmelt und geschützt auf der Terrasse mit dem restlichen Grillzeug vom Vorabend, Wein, meinem Buch und seinem Film im TV. Jap, auf der Terrasse meiner Eltern kann man Flimmerkiste glotzen!

Am Sonntag wurde das Race bei herrlichem Wetter fortgesetzt, leider hatten wir für diesen Tag keine Karten. Also fuhren wir rauf zu den Windrädern, wo man einen ganz guten Blick auf den Ring hat. Ein Fernglas wäre gut gewesen, aber okay, die Flieger hat man auch so ganz gut gesehen. Später fuhren wir zum See und entspannten dort auf einer Decke mit genügend Lesestoff. Urlaub halt. Abends ging es dann noch kurz zu Freunden auf einen Plausch und dann folgte wieder das Rumhängen auf der Terrasse, diesmal mit Mutti, denn meine Eltern kamen an diesem Tag aus ihrem Urlaub wieder.

Lesen am See Chillen am See

Am Montag fuhren wir dann auch schon wieder weiter nach Dresden zu meiner Cousine/Freundin. Gemeinsam besuchten wir eine gute Freundin von der Unizeit, bummelten durch die Innenstadt, begutachteten das Elbehochwasser und kauften dann für einen Grillabend ein. Dieser wurde mit Schach (die Männer) und Rommé (die Frauen) sehr spaßig. Und das Romméspielen setzten wir dann zu dritt auf dem Balkon meiner Cousine fort. MTM, sie und ich. Bis – ohne Scheiß – nachts um 4! Gott, was sind wir Freaks! ;)

Hochwasser Dresden Dresden Altstadt
Schaut mal, bei Bild 2 sieht es aus, als würden da ganz viele echte Menschen auf dem Gebäude stehen! Anklicken macht größer!

Nachdem wir uns am Dienstag völlig fertig aus dem Bett geschält hatten, traten wir auch schon wieder unsere Heimreise an. Ab nach Stuggi. Ich habe mich tatsächlich auf mein eigenes Heim gefreut. Doch von einer Wehmut wurde und werde ich natürlich auch geplagt. Die schöne Heimat, das schöne Dresden, meine Leute, mein Dialekt. Mir geht das Herz auf, wenn ich dran denke. ♥

München!

So, jetzt habe ich mich endlich von dem vergangenen Wochenende auskurieren können und somit wird es Zeit für einen Blogeintrag. Jap, ich bin ja nun auch nicht mehr die Jüngste, ich brauche so meine Zeit, um ein grandioses Wochenende mit viel Sekt und wenig Schlaf zu verkraften. ;)

Nun, wie zu erwarten war, waren die Tage bei meiner Freundin im schönen München einfach wunderbar. Es gab so viel zu sehen und zu erleben, zu quatschen und zu tanzen, und wir beide haben es richtig genossen, zusammen zu sein. So saßen wir am Freitag bis 4 Uhr morgens auf dem Balkon und beredeten all die tiefsinnigen Dinge, die Freundinnen zu bereden haben. ;) Am Samstag konnte ich mir die Münchener City bei strahlendem Sonnenschein anschauen. Wir liefen alles zu Fuß ab und ich staunte nicht schlecht über die Schönheit der Stadt, aber auch über die unglaubliche Masse an Touristen vor Ort.

München

Wir waren also den ganzen Tag auf den Beinen, und am Abend ging es auch schon weiter. Mit mehreren Leuten gab es zunächst eine kleine Balkonparty um dann mitten in der Nacht (2:15Uhr) noch in einen Club zu gehen. Als wir dort wieder rauskamen, sagte der Türsteher „Guten Morgen“ zu uns und die Sonne strahlte in unser Gesicht. Nach einem sehr seltsamen Heimweg (falsche Bahn, uns verfolgende Freaks, blutig getanzte Hacken) fielen wir kurz nach 7 Uhr halb tot ins Bett. Wie das immer so ist, konnten wir aber aufgrund unseres körperlichen und geistigen Zustandes ab 11:30 Uhr partout nicht mehr schlafen. Also schleppten wir uns mit großen Sonnenbrillen im Gesicht am Sonntag in den Englischen Garten, um auf der Wiese zu liegen, unsere Füße in den Eisbach zu halten und leise zu leiden. Beim abendlichen DVD-Gucken schnarchten wir dann natürlich schon nach den ersten 10 Minuten des Films.

Am Montag machte ich mich nach einem schönen Frühstück auf den Weg zu einem besonderen Blogfreund, den ich mittlerweile 4 Jahre kenne. Nun war ich schon einmal in München, also konnte ich es mir doch nicht entgehen lassen, den herzallerliebsten Cookie endlich mal persönlich kennen zu lernen. Ganze 5 Stunden blieb ich und ich fühlte mich augenblicklich richtig wohl bei und mit ihm. Ich wurde wunderbar bekocht und bebacken ;), wir haben unendlich viel geschnattert und uns einfach richtig gefreut, uns endlich mal zu sehen. Mein Lieber, es war total schön bei dir und ich hoffe, wir sehen uns irgendwann einmal wieder. Du weißt, du bist in Stuggi herzlichst willkommen! ♥