Auf Tour

In dieser Woche war ich ein klein wenig beruflich unterwegs und somit konnte ich das hübsche kleine Städtchen Aalen kennenlernen, das am Rande der Schwäbischen Alb gelegen ist.

Aalen

Ich hatte genug Zeit, um mit einer Kollegin durch die Stadtmitte zu schlendern, zum ersten Mal Roseneis zu essen (schmeckt wie Parfüm, ohne Witz) sowie bei einem Cocktail unter freiem Himmel zu schnacken und Leute zu beobachten. Was für ein Hobby! Und die Kollegin hatte das auch ganz gut drauf…

Mit dem Wetter hatten wir großes Glück die letzten Tage, deshalb unterlasse ich es jetzt einfach mal, mich darüber zu beschweren, dass pünktlich zum Wochenende das größte Rotzwetter aller Zeiten über uns kam und sich dieses schon ein bisschen störend auf meine Vorhaben ausgewirkt hat.

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Smashed Pumpkins

Ich habe also am Sonntag zur Entspannung meine erste Kürbissuppe überhaupt gekocht. Wollte ich schon lange mal machen, und nun ist sie endlich wieder da, die Kürbiszeit. Also habe ich mich im Vorfeld von mehreren Rezepten bisschen inspirieren lassen und dann doch mal freestyle losgelegt. Hier ist sie also, Kürbissuppe á la Bellona:

Zubereitung Kürbissuppe Zubereitung Kürbissuppe

1 Hokaido-Kürbis
1 Butternut-Kürbis
5 Kartoffeln
1 Ingwerknolle
1 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1 Liter Instant-Gemüsebrühe
200ml Saure Sahne
200ml Pseudosahne (Rama Cremefine)
Salz, Pfeffer

…zu schnippelndes schnippeln, alles zusammenhauen, kochen, pürieren, fertig. Ah, und geröstete Schinkenwürfel noch in die fertige Suppe tun. Schmeckt geil und reicht für viele!

Kürbissuppe

Sonntagsausflug ins Blaue

…und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Am letzten Sonntag nutzten wir das wieder einmal wunderbare, spätsommerliche Wetter für einen Ausflug zu einem hübschen Fleckchen in der Nähe von Ulm: Blaubeuren. Dort, in diesem schnuckeligen kleinen Örtchen, kann man den Blautopf besichtigen. Diese wundersame, leuchtend blaue Quelle hatte durchaus etwas Magisches an sich. Das Geplätscher des Wassers war so beruhigend und die leuchtenden Farben waren so prächtig, dass man sich sofort erholt und zufrieden fühlte!

Blautopf

Nachdem wir genug gestaunt hatten, gingen wir griechisch essen, weil wir das schon lange nicht gemacht hatten. Und ich liiiiieeeebe ja Zaziki, Metaxasauce und Co. ;)
Kurzentschlossen machten wir uns dann am Nachmittag von dort aus noch auf den Weg ins nicht mehr weit entfernte Ulm. Ich war bisher ein Mal dort, vor 4,5 Jahren, als MTM und ich gerade mal ein paar Wochen zusammen waren. Damals besuchte ich meine Freundin, die in der Nähe von Ulm ein Praktikum machte. Ich hatte zu der Zeit eine kleine Tour gemacht: Von Dresden nach Düsseldorf zu einer Freundin, dann nach Ulm zu der anderen Freundin, und dann zum ersten Mal nach Stuttgart, zu MTM. Hach, das waren Zeiten… Ich weiß noch, wie ich staunend mit MTM durch Stuggi gelaufen bin, die neue Stadt, die neuen Eindrücke in mich aufsaugend. Und jetzt wohne ich hier, schon über 7 Monate, und alles ist schon ganz normal für mich geworden…

Wie dem auch sei, weiter im Text: In Ulm schlenderten wir dann ein bisschen durch die City und besichtigten das Ulmer Münster mit seinem höchsten Kirchturm der Welt. Ich war zum wiederholten Male sehr beeindruckt von dem Erscheinungsbild dieses Bauwerkes. Auch das Innere ließ mich staunen, solche imposanten Kirchen erwecken immer so eine Ehrfurcht in mir. Seltsam irgendwie.

Ulmer Münster

Einen schönen Ausflugssonntag haben wir also mal wieder erlebt. Und wieder konnten wir erholt und mit neuen Kräften in die Arbeitswoche starten. Die Kräfte gehen jetzt schon langsam wieder zur Neige, aber bald steht ja auch schon wieder das Wochenende vor der Tür. Ich glaube, da werde ich mal durchweg so richtig schön abgammeln, um meine Kräfte und meinen Geldbeutel zu schonen. Denn in ein paar Tagen beginnt das Stuttgarter Volksfescht und ich habe schon etliche „Prost-ihr-Säcke“-Verabredungen. ;)

Dieses Stuttgart und sein Wein…

Am Freitagabend habe ich den Beginn des Wochenendes mit meinem Süßen und ein paar anderen Leuten begossen. Und zwar auf höherem Niveau, nähmlich mit gutem, echtem Uhlbacher Wein. In diesem verschlafenen, kleinen, hübschen (ja, verflucht, IDYLLISCHEN) Stuttgarter Stadtteil fand an diesem Wochenende nämlich eine traditionelle „Kirbe“ statt, die ich mal ganz salopp mit einem Weinfest vergleiche. ;) Natürlich gab es nur Wein aus Uhlbach, wie es sich gehört, und dieser ist bei uns sehr wohl für seinen guten Geschmack bekannt.

Dieses Uhlbach ist wie ein Dorf in der City, das Fest war also auch wie ein Dorffest. Die Dorfjugend war versammelt vor dem Festzelt und auf den Straßen und alle hatten diese schönen Weingläser in der Kralle. Bisschen anders ist das zwar schon (bei uns gibts Pappbecher und die meisten trinken sowieso Gerstensaft), aber der Rest ist wie überall: Viel Geschnacke, viel Gelalle, und eine Gafferversammlung gab es auch, als die Dorffeuerwehr mit Tatütata fortissimo aus einem mir bis heute nicht bekannten Grund eintraf.

Rathaus Uhlbach
Uhlbacher Kirbe Uhlbacher Kirbe

Die Stuttgarter und ihr Wein haben es mir sehr angetan, schließlich finden die immer wieder neue Gründe, diesen zu feiern und somit auch zu konsumieren. Das Weindorf findet ja gerade in der City statt und in nahezu jedem Stadtteil gibt es zur Zeit Kirben. Man weiß gar nicht mehr, wo einem der Kopf steht, ehrlich gesagt. Man will ja am liebsten auf jeder Hochzeit tanzen. ;)

Jedenfalls hatte ich einen supertollen Freitagabend, mit gutem Wein und lieben Leuten um mich herum und auch neuen Ossi-Bekanntschaften, mit denen ich offenbar ziemlich lange und ausschweifene Gespräche geführt habe. Nachts um 3, als mir schon ein wenig mulmig im Bauch war von dem vielen Wein, konnte ich mich dann mal loseisen. Das Taxi brachte MTM und mich gut nach Hause und der Samstag wurde nach der halbherzigen Erfüllung von ein paar Pflichten (Auto in Uhlbach holen, Futter bei Oma holen, Hose bei der Schneiderei holen) hauptsächlich auf der Couch zugebracht. Eigentlich wollte ich ja unbedingt in so einen Club in der City zur 90er-Party. Aber ich werde wohl alt oder sowas. Früher hätte ich das locker hingekriegt, auch 5 Tage hintereinander. Heute reicht mir eigentlich ein Partytag aus, und schon schreien Körper und Geist nach Ruuuuuhe. Und deshalb fand ich unseren eher langweiligen Samstagabend trotzdem schön und auch nötig. Denn so konnten wir heute frisch und frei in den sonnigen Sonntag starten, von dem ich morgen dann berichte. Morgen früh halb 6 ist die Nacht rum, ich muss jetzt wohl ins Nest.

Heute schmecken die Forellen nur noch gut aus edlen Quellen…

Nun ist der wunderbare Sonntagsbericht tatsächlich bis heute auf der Strecke geblieben. Das ist natürlich kein Zustand, gerade weil unser soooonniger Sonntag so toll war!

Und zwar sind MTM und ich aufs Land gedüst. So richtiges, RICHTIGES Land, noch ländlicher als beim letzten Mal; da gibts nicht mal einen Dönermann! Jedenfalls trafen wir uns dort mit Freunden und Bekannten zum Forellenessen. Dieses findet nur ein paar Mal im Jahr auf so einem putzigen kleinen Familienanwesen („Forellenstube“ – Ich find da nix im Netz. Da haben wir’s wieder: Rehleinfilm! Die scheißen auf Technik und die verfluchte moderne Welt!) an einem angrenzenden Forellenteich statt. Es war eine superlustige Runde, in der Jung, Älter und sehr Alt vertreten waren.
Und diese Räucherforellen erst! Leute, war DAS pornös!

Räucherforelle

Allein das Futtern war schon ein Erlebnis, doch es ging ja nach der Völlerei noch weiter: Erkundung der Rehlein-Gegend. Zu Fuß war fast die ganze Truppe unterwegs auf Feldern, im Wald, bei Kühlein und Flüsslein und Brombeerchen und Apfelbäumchen und frischem Lüftlein… Oberkrasse Idylle, schon wieder!

Vorderwestmurr Fautspach

Nach unserem kleinen Gruppenspaziergang (hätte ich sportlicheres Schuhwerk getragen, hätte ich es Wanderung genannt) trennten sich dann unsere Wege und MTM und ich fuhren wieder nach Stuttgart, und zwar extrem erholt und glücklich. Das war einfach ein perfekter Sonntag und ein optimaler Wochenabschluss. So konnte die neue Arbeitswoche auch fröhlich, frisch und frei beginnen.

Big City Life

Gestern Nachmittag stürzten MTM und ich uns einfach mal ins Citygetümmel. Bei Sonnenschein und blauem Himmel bisschen hier und da gucken, bisschen was erledigen, bisschen die „Mutterstadt“ genießen…

Summer in the city…

Schlossplatz Stuttgart

Markthallenstaunen…

Markthalle Stuttgart Markthalle Stuttgart

Gemütlichkeitskäffchen…

Milchkaffee

Stuttgarter Köstlichkeit: Wein Wein Wein…

Stuttgarter Weindorf

Ich liebe dieses Großstadtleben einfach. Das Dorfkind in mir bleibt für immer, aber die Großstadt, die gehört schon lange zu meinem persönlichen Glück dazu.