Das Wetter ist mir wohlgesinnt

Schnee im Oktober

Dieser morgendliche Blick aus dem Fenster an diesem Oktobersamstag macht meine Wochenendvorhaben nur noch schöner. Denn bei welchem Wetter bitte lässt es sich besser zu Hause bleiben, chillen, einkuscheln, gemütlich machen? Und ganz nebenbei habe ich so viel geschafft heute, was an den aktiveren letzten Tagen und auch Wochen liegen blieb: Papierkram sortieren und erledigen, massenhaft Wäsche waschen, Menükarten für unsere Hochzeit gestalten, Rechnungen bezahlen, weitere Hochzeitslistenpunkte abarbeiten… Selbst mein simples Frühstück heute sehr früh am Morgen, fast noch im Dunkeln, war für mich eine gemütliche Wonne. Unter der Woche habe ich diese Ruhe und Zeit morgens gar nicht, da hetze ich wie eine arme Irre nach dem Badgang los, ohne Kaffee, ohne nix.

Frühstück

Am Wochenende ist das alles anders. Und heute war es besonders schön. So früh wach zu sein, aber eben ausgeschlafen, und noch so viel vom Tag zu haben und sich auf so einen ruhigen Tag zu freuen, das hat was. Und auch wenn das Wetter dazu einlädt, keinen Fuß vor die Tür zu setzen, habe ich es trotzdem getan. Ich musste eine Kleinigkeit erledigen, aber die Schritte durch den nassen Tag, dick eingemurmelt in Winterklamotten, die waren gar nicht schlimm. Es riecht so schön winterlich und rein draußen und diese frische Luft tut dem Körper gut.

Nun geht es weiter mit dem inaktiven Wochenendprogramm, ick freu mir! :D

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Freitagsfüller

1. An manchen Tagen muss man sich mal etwas gönnen, zum Beispiel ein Häufchen frischer Pilze aus der Markthalle.

2. Daniel Craig ist ein sehr attraktiver James Bond.

3. Gestern war ein langer, langer, langer Tag mit einem langen, langen, langen Telefongespräch als Highlight am Abend.

4. Heute und auch morgen und auch übermorgen mache ich es mir wahlweise mit Buch, Blog oder DVD so richtig gemütlich.

5. Am 31. Oktober freue ich mich auf das Ausschlafen am nächsten Tag.

6. Ich brauche dringend seeehr lange Urlaub und zwar so schnell wie möglich.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Pilze mit Kartoffelbrei, morgen habe ich chillen geplant und Sonntag möchte ich auch chillen!

(Gefangen bei Barbara)

Schlagerüberdosis!

Ich hatte am Wochenende meine Cousine zu Besuch, weil am Sonntag unser großer 7-Stunden-Marathon in der Schleyerhalle in Stuggi stattfand: Die große Schlagerstarparade! :D Da war vielleicht was los!

Schlagerstarparade Stuttgart

Es war ein wunderbarer Sonntag, wir hatten so viel Spaß mit all diesen Schlagerstars und uns. Wir haben getanzt wie verrückt und bei unserem geliebten Roli gebrüllt wie am Spieß und mitgesungen bis die Stimmen wegblieben. Er war einfach der beste Sänger des Abends, er hat die schönsten Lieder gespielt und sich so echt über den Beifall gefreut. Toll, ich hab das vermisst! Es wird mal wieder Zeit für ein richtiges Roli-Konzert…

Roland Kaiser

Aber auch viele andere Auftritte waren toll und haben uns sehr gut unterhalten. Der blöde Wendler kam dann zum Schluss, da haben wir uns nur die beiden Lieder angehört, die wir kennen und sind dann abgedampft wie auch viele andere. Ich glaub, auf den kann sogar die Schlagerwelt verzichten. Lieber haben wir ein nächtliches Pizzaessen in der Kneipe nebenan veranstaltet und endlich mal was alkoholfreies konsumiert. Kurz vor 23 Uhr lagen wir fix und fertig im Nest und haben glücklich geschlummert, wie es sich gehört für einen Sonntag, auch wenn der Montag für uns beide ein freier Tag war. Ich hab nach diesem Schlagermarathon und dem Samstagabend vorher (der natürlich auch mit Feierei gefüllt war) erstmal fast 11 Stunden durchgepennt. :D

Freitagsfüller

1. Auch du je, die Zeit rast wie irre und schon bald bin ich eine verheiratete Frau, die den Stress einer 13-monatigen Planungsphase hinter sich lassen kann.

2. Meine Damen und Herren, heute sinkt für Sie: Das Niveau.

3. Nebeneinkünfte könnte ich gebrauchen, um mir meinen neuesten Fahrzeugschwarm zuzulegen.

4. Ein neuer Job im neuen Jahr ist vielleicht doch möglich.

5. Aufpassen, ich bin zur Zeit ein hochexplosives Nervenbündel!

6. Ich habe noch absolut keinen Kopf für Weihnachtsgeschenke.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den edlen Sekt, den mein Freund erstanden hat, um mir eine Freude zu machen, morgen habe ich den freudigen Empfang meines Besuches geplant und Sonntag möchte ich in der Schleyerhalle sieben Stunden lang abgehen zu Roli, Matze und Co.!

(Gefangen bei Barbara)

12 von 12 im Oktober

Die Erfinderin und andere Mitmacher wie immer hier: http://draussennurkaennchen.blogspot.de/2012/10/12-von-12-oktober.html

Nach einem ungewöhnlich langen Arbeitstag zum Freitag und Frau Merkels Besuch in Stuttgart konnte ich mich direkt in den herbstlichen Monsterstau stellen…
Stau Stuttgart

Zeitvertreib während der sehr zähen Fahrt mit Su Böregi aus der türkischen Bäckerei.
Su Böregi

Gemeinsame Begutachtung unserer Errungenschaften beim getrennten Shopping. (Ich war am Donnerstag, MTM am Freitag unterwegs.)
Hemd Pulli

Einen ersten Teil der Winterausrüstung habe ich mir nun auch beschafft.
Mütze und Schal

Nicht für MTMs Augen: Eine weitere Hochzeitsanschaffung. ;)
Hochzeitsanschaffung

Der ultimative Genuss, den wir uns ab und zu gönnen, perfekt zum Einläuten des Wochenendes: Flugmango!
Flugmango Flugmango

Nachdem ich zwei Mal an diesem Tag in einen heftigen Regenschauer kam, hieß es am Abend: Schadensbegrenzung!
Haarstyling

Auswahl des Mitbringsels zur Essenseinladung bei Freunden.
Blanc de Noir

Die neuen Schuhe schnüren und auf in den Freitagabend!
Schnürschuhe

Das perfekte Dinner mit dem perfekten Service. :)
Parmesan hobeln

kopffreispazieren

Manchmal raffe ich mich nach Feierabend auf, zieh mir Sportzeug an und laufe los. Gehen, nicht joggen. Ich hasse joggen. Rundherum haben wir hier jedenfalls herrliche Weinberge, durch die man streifen kann. Man hat die Wahl zwischen endlos vielen Wegen, so kann jeder Spaziergang anders sein. Meistens steht man an einer Wegkreuzung und hat die Wahl zwischen bergauf und bergauf. Es ist schön (und extrem anstrengend), die „Stäffele“ zwischen den Reben hinauf zu stapfen, bis man den nächsthöheren Weg erreicht. Und man hört nichts als Stille und ab und zu einen Weinbauern auf seinem kleinen Traktor. Im Sommer hört man Grillen zirpen, jetzt im Herbst ist es irgendwie einfach nur still oder sie zirpen irgendwie leiser. ;)

Gut tut sowas nach einem Tag im Büro. Man kann die Gedanken schweifen lassen und kriegt den Kopf richtig frei. Man pumpt frische Luft in die Lungen und hascht mit der Haut warme Pigmente, sofern die Sonne scheint.

Weinberg

Ich wünschte, ich könnte mich öfter als „manchmal“ aufraffen nach einem frühen Feierabend wie heute. Beim nächsten Hadern mit mir selbst lese ich vielleicht einfach diesen Eintrag zur Motivation.

Mein Junggesellinnenabschied :)

Na, das war mal eine Überraschung! Ich bin ja seit Dienstag in der Heimat und hatte abends mit einer Freundin noch ein „kleines“ Stelldichein mit einigen Flaschen Sekt. Ich wusste ja nicht, was mich am Feiertag (Mittwoch, 3.10.12) erwarten würde und sie konnte mich ja auch schlecht nach Hause schicken, sonst hätte ich Verdacht geschöpft. Am nächsten Morgen war ich ein bisschen verkatert, hatte mich aber ganz gut im Griff. Schließlich stand ein gemeinsamer Tag mit meiner Mutter und meinen zwei Cousinen an, dachte ich zumindest. Meine Mutter hatte mich im Vorfeld informiert, dass ich diesen Tag für sie und die Cousinen freihalten sollte. Sie habe mit uns einen Ausflug nach Dresden geplant, werde uns aber mit dem Tagesprogramm überraschen. Wir sind also gegen halb 12 losgedüst und meine Cousinen (23 und 16 Jahre) gaben sich total aufgeregt und neugierig, weil ja auch sie (vermeintlich) wissen wollten, was der Tag so bringt. Wir hielten am Bahnhof Dresden Neustadt, wo sich ein Lidl befindet, der auch sonntags und an Feiertagen geöffnet hat. Dort wollte meine Mutter Piccolos für uns kaufen, also stiefelten wir Drei ihr hinterher. Im Lidl auf Höhe des Wurstregals :D stand ich plötzlich alleine da und sah Menschen, die sich Schilder vors Gesicht hielten. Zusammen ergaben sie den Schriftzug „From (Abkürzung alter Name) to (Abkürzung neuer Name), Welcome to your JGA“. Plötzlich fingen die 12 Weiber an zu schreien und zu jubeln, und dann fiel der Groschen auch bei mir. Sogar meine Freundin, die ich aus Stuttgart kenne, ist extra angereist! Nun gut, es war natürlich alles sehr aufregend, wir drückten uns alle und draußen vorm Lidl gabs dann erstmal Geschnatter und natürlich Sekt und ich bekam mein T-Shirt. Wir trugen alle dieselben, nur mit den persönlichen Namenskürzeln. Meines hatte natürlich zweierlei Kürzel, das jetzige und das zukünftige.

Meine Mutti fuhr dann wieder nach Hause und wir liefen dann in die Kneipe „Scheune“ in der Dresdner Neustadt, um superlecker zu brunchen. Dort verbrachten wir ein paar Stunden damit, zu essen, zu trinken, zu tratschen, und allerhand Fotos zu machen.

Nach ein paar Besuchen in einer „Fotokiste“, die am Straßenrand stand, holte uns dann unser persönlicher Busfahrer mit einem kleinen schwarzen Bus ab. Wir tourten stundenlang durch Dresden, total entspannt und fröhlich. Der Busfahrer erzählte bisschen was, aber wir kennen die Stadt ja und hauptsächlich dröhnten uns aus den Boxen laut Roland Kaiser, Michael Jackson, Deichkind und Co. entgegen und wir sangen alle lauthals mit. Das war einfach sowas von perfekt, herrlich! Wir machten einige Stops an meinen persönlichen „Hotspots“ in Dresden, zum Beispiel die Uni, die beiden Wohnungen die ich mal bewohnt habe… Der Busfahrer zeigte uns dann auch noch einen Punkt mit toller Aussicht, einen Pavillon hoch über der Elbe. Dort erlebten wir einen traumhaften Sonnenuntergang. Der Busfahrer war übrigens ein richtiges Herzchen, ein ganz lieber, lustiger Mann. Mit dem hatten wir echt Glück.

Während des Busfahrens gab es zwischendrin auch noch ein Quiz, bei dem es nur um mich ging. Jede Freundin musste abwechselnd Fragen beantworten. Bei der richtigen Antwort musste sie einen Schnaps trinken, bei der falschen zwei. Ich war dann meistens die, die jeweils den zweiten Schnaps hinterkippen musste. :D Zum Abendessen machten wir dann bei meinem absoluten Lieblingsdönermann Halt, was ich total witzig fand. Nirgends schmeckt der Dürüm wie dort und ich vermisse das Zeug in Stuggi echt. Wenn ich an Dresden vorbeifahre während Heimatreisen, mache ich dort ohne Scheiß nur wegen des Döners manchmal Halt, fahre extra von der Autobahn ab und durch die halbe Stadt durch. Das wissen die Weiber natürlich und so speisten wir dort alle unsere leckeren Dürüms und bekamen sogar noch Raki aufs Haus, was dem Dönermann ein Ständchen bescherte („Ein Hooooch auf unsern Dönermann, Dönermann, Dönermann…“). Dieses Ständchen hörte der Busfahrer auch ständig, ich glaube er mochte es. ;)

Der letzte Halt war dann eine Karaokebar. Beim Ausstieg kam zufällig Roxette im Radio, so stoppten wir alle und blieben im Bus stehen und brüllten sangen wie die Heidelerchen unser Abschiedsständchen. Der Busfahrer war vermutlich auch bissl froh, als wir endlich weg waren, hihi. Naja, in der Karaokebar konnten wir dann all unsere Stimmgewalt rauslassen, was wir auch taten. Es sind ein paar Mädels gegen 10 gefahren, weil sie arbeiten oder mütterliche Pflichten erfüllen mussten am nächsten Tag. Der harte Kern blieb übrig, denn für uns war ein Hostelzimmer in der Neustadt reserviert, das wir dann gegen halb 2 bezogen. Wir waren total fertig von diesem Tag, der ja schon mittags mit Sekt begann und mit Mixgetränken in der Karaokebar endete. Heiser, gerichtet und todmüde fielen wir ins Bett. Ich konnte allerdings nicht einpennen, weil ich sowas von glücklich über diesen Tag war und ständig alles gedanklich Revue passieren lassen musste. Es war einfach absolut perfekt! Es hat solchen Spaß gemacht, die Ideen mit dem Brunch und dem Bus und der Karaoke waren voll mein Ding. Ich hatte kein Krönchen auf, keine Schärpe um und musste nichts aus dem Bauchladen verkaufen. Es gab keinen Stripper und auch sonst nichts peinliches. Sowas wollte ich nie, weil ich es einfach banane finde.

Zum Glück habe ich diese Trauzeugin und diese Freundinnen, die so einen schönen, gemeinsamen Tag möglich machen und auch aus Stuttgart, München und Berlin anreisen. Ich weiß das sehr zu schätzen und bin ihnen allen von ganzem Herzen dankbar. Könnt direkt heulen wenn ich so dran denke… :)