kopffreispazieren

Manchmal raffe ich mich nach Feierabend auf, zieh mir Sportzeug an und laufe los. Gehen, nicht joggen. Ich hasse joggen. Rundherum haben wir hier jedenfalls herrliche Weinberge, durch die man streifen kann. Man hat die Wahl zwischen endlos vielen Wegen, so kann jeder Spaziergang anders sein. Meistens steht man an einer Wegkreuzung und hat die Wahl zwischen bergauf und bergauf. Es ist schön (und extrem anstrengend), die „Stäffele“ zwischen den Reben hinauf zu stapfen, bis man den nächsthöheren Weg erreicht. Und man hört nichts als Stille und ab und zu einen Weinbauern auf seinem kleinen Traktor. Im Sommer hört man Grillen zirpen, jetzt im Herbst ist es irgendwie einfach nur still oder sie zirpen irgendwie leiser. ;)

Gut tut sowas nach einem Tag im Büro. Man kann die Gedanken schweifen lassen und kriegt den Kopf richtig frei. Man pumpt frische Luft in die Lungen und hascht mit der Haut warme Pigmente, sofern die Sonne scheint.

Weinberg

Ich wünschte, ich könnte mich öfter als „manchmal“ aufraffen nach einem frühen Feierabend wie heute. Beim nächsten Hadern mit mir selbst lese ich vielleicht einfach diesen Eintrag zur Motivation.

18 Gedanken zu „kopffreispazieren

    • find ich auch, auch wenn ich das heimatliche flachland immer noch mehr liebe. :)

      (nee, gar nicht. da kreuzen ja ab und zu auch mal andere leute meinen weg, wenn auch viel weniger als am wochenende. und dann sind da noch die weingärtner hier und da. und gärten sind da oben am rand, da hört man die leute kilometerweit schnattern, so ruhig isses da. im dunkeln hätte ich schiss, aber das mach ich ja eh nicht.)

  1. Setz dir feste Termine, dann ist der Schweinhund leichter zu besiegen. Leider wird es in nächster Zeit wohl ohnehin weniger werden weil es schon so früh dunkel wird. Hin und wieder raffen wir uns abends auch noch auf und gehen ein paar Schritte, das geht im Wohngebiet auch wenn es schon dunkel ist. Es tut einfach gut.

  2. Letztes Jahr hatte ich eine Phase, in der ich nach Feierabend immer in die Dämmerung gelaufen bin. Ich liebe diese Stimmung, wie auch die am Morgen. Aber es hapert auch bei mir an der Motivation. Wie doof ist das, oder?

    Ich wünsche Dir, dass aus manchmal öfter wird :)

  3. Hach. Habe ich in stressigeren Zeiten auch sehr gern gemacht :yes: Vielleicht kann ich mich demnächst auch mal wieder aufraffen? Nur leider hab ich nicht so eine schöne Umgebung wie du (zumindest noch nicht^^)

      • Wenn sie schön sind, ja :yes:
        Ich habe früher in einem kleinen Ort an er holländischen Grenze gewohnt, etwa drei Jahre lang, da war alles einfach nur…schön. Nur eine „große“ Straße, ansonsten alles ruhig und gemütlich. Da bin ich mit meiner damals besten Freundin stundenlang durch die Gegend gewandert…

    • trotzdem schade, das mit dem erneuten umzug. :) naja, ich guck bestimmt ab und zu mal bei dir rein. es ist nur nicht so leicht, dran zu denken, wie hier.

      ich hoffe, dir gehts gut lotty und wünsch dir alles gute. :)

    • P.S.: Ich kann leider in deinem neuen Blog nicht kommentieren. Deshalb guck ich bei diesen Anbietern auch so selten. Ich habe keines der angegebenen Konten/Profile, mit denen man kommentieren kann. Einfach ein anonymer Kommentar mit Angabe der E-Mail-Adresse oder so, das ist auf deinem Blog nicht erlaubt oder dein Anbieter erlaubt es nicht.

      Deshalb jetzt hier mein Kommentar zu deinen 12 von 12 im Oktober:

      „Schöner 12er-Eintrag, endlich mal wieder von dir! :) Hab das vermisst…

      Mich würde wirklich sehr interessieren, was mit dir los ist. Ist es schlimm? Wird es wieder gut? Auf jeden Fall scheinst du einen sehr guten Appetit entwickelt zu haben, das ist ein gutes Zeichen, finde ich. :)“

      • Ja, ich habe mir auch erstmal eine Blogroll gebaut damit ich weiterhin hier mitlesen kann ;)

        Wenn man mal 2 Monate nicht online ist sind auf einmal Mailkonten gesperrt und alles irgendwie im Internetzschenchaos verschwunden.

        Das mit dem Essen ist mir bei den 12 von 12 auch so richtig aufgefallen, aber inzwischen bin ich wieder so lecker angefuttert das mir nicht mehr bei jedem Windhauch schwarz vor Augen wird.

        Ziemlich dankbar bin ich den Ärzten das sie nach 8 Wochen ach eigentlich nach 6 Monaten endlich festgestellt haben das eine autoimmmun Krankheit habe und jetzt sind wir dabei die richtigen Medikamente zu finden und zu dosieren das ich wieder am normalen Leben teilnehmen kann… es dauert und es geht mir viel zu langsam :))

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