"Zieh’n Stock ausm Arsch und dann ergib dich dem Fieber!"

Mein großer, laaaaanger Jahresend-Hochzeits-Urlaub begann schonmal geil, nach der Ankunft in meiner Heimat. Ich glaube, ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so geschwitzt wie gestern bei diesem schweinegeilen Seeed-Konzert! Was war das perfekt, exzessiv und tanzbar! Meine beste Freundin (und Trauzeugin) und ich hatten das ja schon einmal in Dresden, damals Open Air mit sehr viel Regen und trotzdem (oder gerade deshalb) suuupergeil. Nun hatte ich ihr zum 30. Geburtstag die Karten für dieses Konzert gestern in Leipzig geschenkt und wir fieberten dem jetzt schon etliche Wochen entgegen.

Seeed Leipzig

Es war natürlich einfach nur der Hammer. Diese Band, diese Show, diese extrem tanzbare Mucke, dieses Publikum, diese Stimmung…ich würde jederzeit und immer wieder auf Seeed-Konzerte gehen, weil sie sich so verdammt lohnen! Und man verbrennt ordentlich Kalorien beim Abhotten und bei diesen Hallentemperaturen, das kann ich euch sagen.

Natürlich ist es etwas heftig: Gestern das Konzert mit 2 Stunden Fahrt pro Strecke, nachts halb 3 erst zu Hause, heute morgen seit kurz nach 7 wach wegen der Aufregung in mir, die unserem heutigen Polterabend gilt. Ich geb mir quasi die volle Dröhnung an diesem Wochenende, aber das steck ich locker weg. ;)

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Erste Male

Das erste Mal seit langer langer Zeit durfte ich heute wieder einen köstlichen Eintopf essen, weil ich mich selbst herangewagt habe, ihn möglichst omagetreu nachzukochen. Es ist das letzte ruhige Wochenende für MTM und mich, bevor eine trubelige (aber garantiert schöne) Zeit losgeht. Wir nutzen es zum Ausruhen, Entspannen und für Kochexperimente, die etwas aufwändiger sind. Und so ergab es sich, dass ich meiner Sehnsucht nach Omas „Grünen Bohnen“ nachgab und mich am Zubereiten dieses Gerichts versuchte. MTM ließ ebenfalls Kenntnisse und Tipps einfließen und das Ergebnis ist richtig gut geworden. Und bei diesen Temperaturen lässt sich so ein gesunder Eintopf herrlich genießen…

Grüne Bohnen Eintopf

Zutaten für ca. 10 Portionen

2 Markknochen
1 Stück Brustfleisch vom Rind (Suppenfleisch)
2 Packungen Grüne Bohnen TK
5 mittelgroße Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Bund frisches Suppengrün
3 Lorbeerblätter
5 Wacholderbeeren
5 Pimentkerne
Salz, Pfeffer, Bohnenkraut (getrocknet)
2 EL Mehl
1,5 EL Butterschmalz

Zubereitung

Die Markknochen mit kaltem Wasser gründlich abspülen. Die Zwiebel schälen, halbieren und auf den beiden Schnittseiten in einen großen Topf legen. Den Topf auf die Herplatte stellen und heiß werden lassen, damit die Zwiebelunterseiten ordentlich anrösten. Währenddessen das Suppengrün waschen, in grobe Stücke schneiden und gemeinsam mit den Markknochen ebenfalls in den Topf geben. Nun vorsichtig mit kaltem (!) Wasser den Topf aufgießen bis er voll ist. Dazu noch die Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Pimentkerne geben und alles aufkochen. Wenn die Brühe kocht, die Hitze runterdrehen, damit sie dann nur noch ganz leicht vor sich hinköchelt. Das Suppenfleisch abwaschen und am Stück mit in die Brühe geben. Etwas Salz und Pfeffer dazu und dann ca. 2 Stunden alles leicht köcheln lassen.

Nach zwei Stunden müsste das Fleischstück schön zart sein, es kann nun aus der Brühe genommen, zerkleinert und zur Seite gestellt werden. Den restlichen Topfinhalt durch ein Sieb gießen, so dass nur noch die klare Fleischbrühe übrig bleibt. In diese kommen nun die angetauten Bohnen und werden langsam geköchelt, bis sie gar sind. Währenddessen die Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und separat in ungesalzenem Wasser kochen (ca. 8 Minuten).

Wenn die Bohnen gar sind, die Kartoffeln und die Fleischstückchen mit in die Suppe geben und alles mit ordentlich Bohnenkraut, Salz und Pfeffer würzen.

Nun noch in einer kleinen Pfanne den Butterschmalz heiß werden lassen, 2 EL Mehl dazugeben und unter Rühren leicht bräunlich werden lassen (nennt man bei uns „Mehlanbrenne“). Diese Mehlanbrenne nun noch unter Rühren in die heiße Suppe geben, was zunächst ein bisschen herumzischt, dann aber das ganze ein wenig trüber und dicker werden lässt. Für meinen Geschmack reicht es mit der Menge, die ich genommen habe, so dass es trotzdem noch grundsätzlich eine dünne und recht klare Suppe bleibt. Andere mögen’s trüber und dicker.

Nun kann serviert werden. Bei mir gibt’s dann am Esstisch noch einen EL Essig in meinen Suppenteller, passt super dazu. Hab ich von Mutti. ;)

12 von 12 im November

Hier wie immer die anderen Mitmacher bei diesem entzückenden Endlosprojekt. :) Bei mir aus Versehen diesmal nur 11 Bilder:

Heut werden die neuen Wintertreter ausgeführt!
Bikerboots

Aufräumen am ersten Arbeitstag nach längerer Abstinenz.
Mails

Aufputschversuch im Nachmittagstief
Kaffeesüß

So duster ist der Feierabend heute…
Duster

Kleiner Notrationskauf am Straßenstrand gegenüber
Obststand

Feierabendbelohnung durch den Griff in die Keksdose
Keksdose

Launenhebung durch Beschallung…
Musik

…mit den am Wochenende endlich zugelegten Lappy-Boxen für ordentlich Bums! :D
Notebookboxen

Kühle Herbstabende schreien nach heißen Suppen
Mutschelmehlklößchensuppe

Beene hoch und Couching!
Couching

Jetzt nur noch das tägliche Abendritual und dann gehts ab in die Falle!
Gesichtspflege

Freitagsfüller

1. Heute bin ich gesünder und fitter als letzten Freitag.

2. Isch abe gar keine Visitenkarten.

3. St. Martin musste ich jetzt googeln und dabei stellte ich fest, dass der Martinstag auf einen weiteren heiligen Tag fällt: Dem Beginn der geliebten fünften Jahreszeit.

4. Ist es ein Zeichen von Beklopptheit wenn man trauert, weil man den Beginn der Karnevalssaison in diesem Jahr zwangsläufig verpasst?
5. Beamen müsste mal jemand erfinden.

6. Im übrigen wäre das Beamen in die Vergangenheit, um coole Momente nochmal zu erleben, ebenfalls ein Hit (ich denke gerade an die Love Parade 2002, Hammer!).

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Ankunft einer lieben Freundin, morgen habe ich einen chilligen Freundinnentag geplant und Sonntag möchte ich noch mehr Zeit mit meiner Freundin verbringen!

(Gefangen bei Barbara)

Käsebrot und Co. ;)

Heute war ich eeeendlich mal wieder vor der Tür, ganz alleine und zu Fuß! Die letzten Tage habe ich zu Hause hauptsächlich gelegen oder gesessen oder bin ab und zu mal rumgeschlichen. Am Sonntag hat MTM mit mir eine Spazierfahrt mit dem Auto gemacht, weil ich schon recht knatschig wurde und mal was anderes als die eigenen 4 Wände sehen wollte.

Herbstblätter

Inzwischen geht es mir besser, ich kann relativ mühelos und in normalem Tempo laufen, so lange ich will. Was man am liebsten alles zu Hause machen würde, wenn man schon so viel Zeit hat, ist noch recht mühselig und grenzenaufzeigend, damit muss ich wohl leben. Aber immerhin habe ich heute einen schönen Spaziergang durch meinen Stadtteil machen können, nachdem ich das Fädenziehen beim Hausarzt hinter mich gebracht habe. So konnte ich heute noch einmal den Herbst ein bisschen genießen und schöne, kalte, frische Luft schnappen. Das tat so unglaublich gut!

Hier im Stadtteil gibt nur ganz wenige kleine Läden: Bäcker, Fleischer, Saftladen (ohne Witz), Weinverkauf und Bioladen. In letzterem hat man aber eine gute Auswahl und er ist zwar teuer aber dafür um die Ecke. Da unser Kühlschrank leer und MTM nicht da ist, habe ich mich dort ein bisschen eingedeckt und konnte zu Hause eine schöne Brotzeit machen mit Kartoffelbrot, Räucherkäse und Möhrengouda. Ich finde ja ein simples Käsebrot total befriedigend. :D

Brotzeit

Später durfte ich dann auch noch ein Überraschungspaket entgegen nehmen, aus dem mich ein herrlicher Blumenstrauß anlächelte. Die Spannung, bis man die zugehörige Karte gefunden hat, ist ziemlich lustig. Da fragt man sich minutenlang: ‚Hääää?!‘, und rechnet schon mit heimlichen Verehrern… Beim Lesen der Karte erkennt man dann, dass man eine unglaublich liebe beste Freundin hat und fragt sich, womit man das eigentlich verdient hat. ♥

Blumenstrau?

Freitagsfüller

1. Den 1. November hätte ich eigentlich gerne anders verbracht, als ich es letztendlich habe.

2. Weil ich damit zur Zeit kaum den Boden berühre, habe ich dauerhaft warme Füße.

3. Wenn ich in Amerika wählen dürfte, würde ich ja dort leben und das möchte ich mir eigentlich nicht vorstellen.

4. Das Üben des Walzers muss ich als nächstes dringend erledigen.

5. Draussen vor der Tür geht das trubelige Leben ohne mich weiter.

6. Ich lese derzeit eifrig meine letzte Internet-Bestellung.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Kuscheln mit meinem privaten Krankenpfleger, morgen habe ich Genesung geplant und Sonntag möchte ich weiter gesund werden!

(Vorlagen jeden Freitag bei Barbara!)

"Bis du heiratest, ist alles wieder gut."

Das hat meine Omi immer gesagt, wenn ich mir wehgetan habe. Dem Timing nach könnte, nein SOLLTE, dieser Spruch diesmal auch hinhauen. Ich komme nämlich gerade aus dem Krankenhaus…

Am Dienstagabend 18 Uhr ging es mir plötzlich so schlecht, dass MTM mit mir in die Notaufnahme fuhr. Nach mehreren Untersuchungen und dem Wechsel in ein anderes Krankenhaus lag ich dann 23:30 Uhr auf dem OP-Tisch und konnte es nicht fassen, was für eine unerwartete Wendung dieser Tag doch genommen hatte.

Dieses Arschloch von Blinddarm hatte sich entzündet und musste in dieser Notoperation entfernt werden. Das ganze wurde Gott sei Dank nicht mit einem Bauchschnitt gemacht wie früher üblich, sondern ich bekam eine Laparoskopie. Am gestrigen Morgen konnte ich schon wieder langsam mobilisiert werden und heute fielen die Blutuntersuchungen gut aus und auch sonst lief alles wieder wie es sollte ;), weshalb ich entlassen werden konnte. Ich habe da auch ein bisschen drauf gedrängt und mich sehr angestrengt, auch wenn das Krankenhaus inkl. Personal und auch Essen wirklich toll war. Mein Zimmer lag im 8. Stockwerk und es gab einen wahnsinnig schönen Ausblick, vor allem der Sonnenuntergang war toll.

Morgen muss ich zum Hausarzt um mich weiter krankschreiben zu lassen, vermutlich die ganze nächste Woche noch. Ich habe noch Schmerzen von der OP und bin eingeschränkt in meinen Bewegungen. Nun lieg ich hier auf der Couch und MTM umsorgt mich total lieb.

Wir können es beide irgendwie noch gar nicht richtig fassen, dass ich echt notoperiert wurde und nun auch schon wieder daheim bin und das alles so knapp vor der kritischen Hochphase der Hochzeitszeit passiert ist. Ich mag mir gar nicht vorstellen, dass das auch hätte 3 Wochen später passieren können. Denn heut in einem Monat heiraten MTM und ich! Und schon eine woche vorher gehts heftig los mit Polterabend und der Trauung beim Standesamt.

Zwischendrin muss ich wenigstens noch eine Woche auf Arbeit, um das Zeug abzuarbeiten, was während der Krankheit anfiel und meinen langen Jahresurlaub vorzubereiten, der am 22.11. losgeht. Aber jetzt erstmal gesund werden…