Jahresendeintrag

Dieser Dezember war wunderschön, aber auch anstrengend und sehr feierlastig. Nicht zuletzt die Weihnachtszeit und dieses „zwischen den Jahren“ schlauchten ordentlich. MTM und ich verbrachten die letzten Tage in meiner Heimat:

23.12. Weihnachtsmarkt und viele Glühweine mit meiner Cousine und ihrem Freund in Dresden mit anschließendem Absacker in einer Bar.

24.12. Ein lustiges und schönes Weihnachtsfest mit meiner Familie, Orangenpunsch und lustigen Spielen.

25.12. Große Fresserei mit der ganzen Familie im Restaurant und abends eine richtig fette Party in unserer Provinzdisse mit haufenweise Freunden und Bekannten, die man das ganze Jahr nicht sieht.

26.12. Große Ganztagsfresserei nur mit MTM und meinen Eltern, den ganzen Tag in Jogginghosen und auf der Couch.

27.12. Großer Shoppingtag in Dresden mit Millionen von anderen Schnäppchenjägern! Erfolgreich haben wir einen beachtlichen Teil unseres Weihnachtsgeldes auf den Kopp gekloppt, nämlich durch den Erwerb von neuen Kissen, einem Bräter und einer tollen neuen Pfanne.

28.12. Nachträgliche Grillparty zu meinem 30sten im Garten meiner Eltern mit dem Motto „90er“. Viele gingen diesmal leider schon früh (so um 2), aber MTM, ich, meine Cousine und ihr Freund hielten bis 6 Uhr die Stellung. ;)

29.12. So beschissen ging es mir lange nicht nach einer Party, obwohl ich ausschließlich Weißwein getrunken hatte. Nur über die Menge bin ich mir nicht ganz im Klaren, vermutlich lag’s daran.

30.12. Rückfahrt nach Stuggi und langes Auspacken der Koffer und Verstauen der Geschenke.

Und heute? Ey, chillen! :D

Wir haben schon zwei Mediamarktbesuche hinter uns, das ist an Silvester natürlich besonders clever, vor allem wenn man ein Raclettegerät kaufen will. In einem Media Markt waren tatsächlich alle Geräate ausverkauft! Im anderen gab es noch eins, zum Glück. Bei der Gelegenheit haben wir uns gleich noch einen weiteren Wunsch mithilfe unseres Weihnachtsgeldes erfüllt und nun schon zwei köstliche Espresso á la George Clooney hier zu Hause trinken können.

Ich sinniere jetzt vor „Dinner for One“ im TV noch ein bisschen über 2012, in dem ich wunderschöne Tage und Stunden verlebt habe. Ich hatte zwei tolle Urlaube, habe ein paar neue Städte kennengelernt, Konzerte besucht, viel gefeiert, Zeit mit Freundinnen und der Familie verbracht und meine ganz persönliche Traumhochzeit genossen. Das Jahr hat es gut mit mir gemeint, dafür bin ich sehr sehr dankbar.

Gelesen habe ich diesmal nicht so viel wie im letzten Jahr, ich hinke im Vergleich genau 5 Bücher hinterher. Das liegt vor allem an der wenigen Zeit, die ich in den letzten Wochen des Jahres hatte wegen all der aufregenden Ereignisse. Ich habe schon wieder sechs neue Bücher im Regal stehen, deren Lektüre ich kaum erwarten kann. Nun wird es ja wieder etwas ruhiger und ich freue mich auf gemütliche, ruhige Schlechtwetterlesetage im Januar und Februar.

Bücher 2012

Euch allen einen solchen Rutsch ins Jahr, wie ihr ihn euch wünscht!

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Flitterende

Nun war sie also vorbei, unsere Flitterwoche. Die letzte Nacht war sehr kurz, wir wurden bereits morgens um 4:30 Uhr abgeholt und zum Flughafen gebracht. Zu der Zeit war in der Stadt die HÖLLE los, es war ja eine Nacht vom Samstag zum Sonntag. Die Straßen waren voller junger und offensichtlich absolut schmerzfreier Menschen, denn die waren bei Minusgraden so leicht bekleidet (Sandaletten, Miniröcke, Shirts, keine Jacken…), dass ich schon vom bloßen Anblick fast erfroren wäre. Mit ziemlicher Sicherheit kann ich behaupten, dass ca. 99% dieser Leute irgendwas zwischen angetüdelt und stinkbesoffen waren. Grölend tanzten sie um diese Uhrzeit noch umher und verursachten einen Partylärm sondergleichen. Ich bedauerte in dem Moment, dass wir erstens schon wieder auf der Heimreise und zweitens zu krank zum Feiern waren. Beim nächsten Mal mach ich da mit, aber mit Jacke und geschlossenem Schuhwerk. ;)

Die Heimreise gestaltete sich wegen des „Schneechaos“ schwierig. Erst kreisten wir 30 Minuten über Frankfurt, weil die Landebahn erst einmal geräumt werden musste, dann verspätete sich unser Zug um knapp eine Stunde und wir saßen da in der Kälte rum. Aber wir kamen glimpflich davon, es wurden an dem Tag ja noch ganze Flüge und Zugfahrten gestrichen und was weiß ich noch alles.

Zu Hause angekommen erwartete uns eine weihnachtlich dekorierte und saubere Wohnung. Wofür wir im Hochzeitsstress keine Zeit hatten, hatten meine Eltern für uns nach dem ganzen Trubel noch erledigt, bevor auch sie wieder ihre Heimreise antraten. Das war sowas von lieb und für uns auch wirklich eine große Erleichterung.

Den Abend verbrachten wir damit, Geld zu zählen Hochzeits- und Geburtstagsgeschenke auszupacken. Es gab so viele schöne Ideen, liebe Worte, Großzügigkeiten, dass wir diese Freude beim Auspacken und Bestaunen bis in die halbe Nacht hinein zelebrierten.

Hafen der Ehe

Unsere letzte Urlaubswoche nutzten wir dann hauptsächlich zur Erholung und Genesung. Eigentlich ärgerlich, wenn man im Urlaub nicht die Bäume ausreißen kann, die man ausreißen möchte (den Partybaum zum Beispiel).

Flittern – 6. Tag

Unser letzter Urlaubstag war angebrochen, am folgenden Morgen sollte es schon wieder zurück ins derzeit tatsächlich kältere Deutschland gehen. Zum Glück hatten wir trockenes und sonniges Wetter sowie an diesem Tag noch nichts geplant. Wir genossen einfach Reykjavik, zogen durch die Straßen, shoppten ein bisschen, aßen hier und da, tranken Kaffee und entspannten einfach. Aber als allererstes starteten wir in den Tag mit dem letzten ausgiebigen Hotelfrühstück, das keine Wünsche übrig ließ.

Unser Weg führte uns dann zu dem See Tjörnin, wo wir zwischenzeitlich von massenhaft Enten, Gänsen und Schwänen (garstige Viecher!) belagert wurden. Bis eine Frau mit einer Brottüte kam und die Schar zu sich lockte. ;)

ReykjavikTjörnin Reykjavik

Weiter ging es zum Hafen, um noch einmal ganz tief die Meeresluft einzuatmen und bei dem schönen Wetter die schneebedeckten Berge in der Ferne zu bestaunen. Ich hatte auch endlich einen Leuchtturm gefunden und konnte von seinem Anblick nicht genug kriegen.

Berge Reykjavik
Leuchtturm Reykjavik

Wo wir gerade in der Nähe waren, mussten wir doch auch gleich noch einmal – zum dritten und letzten Mal – diese geile Hummersuppe beim „Seabaron“ essen. Ein Gedicht!

Hummersuppe

Weiter ging es mit unserem Fußmarsch durch die Stadt, ein bisschen Sightseeing hier und da musste ja auch sein. Es macht aber auch Spaß, durch Reykjavik zu laufen und dieses Flair der Stadt in sich aufzunehmen.

Regirungsgebäude Reykjavik

Immer wieder sah man irgendwo in der Ferne diese schönen Berge hervorgucken und war einfach entzückt von dieser Schönheit. Und auf der Hauptshoppingstraße Laugavegur war es sowieso hochinteressant. Die Stadt war ja auch hübsch weihnachtlich geschmückt und an diesem Samstag war auch ordentlich was los auf den Straßen. Wir konnten somit auch die Eigenart der Einwohner beobachten, aus dem Auto raus einen Schaufensterbummel zu machen und schnell anzuhalten, wenn man etwas gesehen hat, was man kaufen möchte. Dies hatten wir im Reiseführer schon gelesen und es war „in echt“ wirklich so!

Reykjavik Laugavegur

Nach dem Bummeln und Käffchenschlürfen wurden wir wieder hungrig und wollten es uns am letzten Abend natürlich noch einmal richtig gutgehen lassen. Zum Glück ergatterten wir den letzten freien Tisch in dem Restaurant, das uns zwei Tage zuvor mit seinem köstlichen Lamm- und Pferdefleisch überzeugt hatte. Diesmal probierten wir noch Rentier-Tartar, kriegt man ja auch nicht alle Tage. Unsere Gaumen wurden hier erneut wieder sehr verwöhnt und uns lechzte nach dem Restaurantbesuch nach mehr, allerdings in flüssiger Form. ;) Also zogen wir noch ein bisschen durch die Stadt und ließen uns in einer sehr witzigen Bar nieder, die Waschsalon, Bücherei und Café in einem war. Wir gönnten uns noch ein paar Cocktails und beobachteten die langsam aufkommende Partystimmung auf den Straßen. Es soll ja in Reykjavik ordentlich die Post abgehen am Wochenende, jedoch waren wir einfach noch zu schwach von unserer schlimmen Erkältung, weshalb wir diese Erfahrung wohl ein andermal werden machen müssen.

Rentier-Tartar The Laundromat Café

Flittern – 5. Tag

Dieser Tag stand ganz im Zeichen des Abenteuers, inklusive einer 10-stündigen gebuchten Tour und strömendem Regen den ganzen verdammten Tag lang. ;) Wir hatten uns ja extra solche Wind- und Wetterjacken zugelegt, die nun nützlicher denn je waren. Leider hatten wir nicht solche Hosen, weshalb unsere Jeans nach dem ersten Tourstop bereits bis auf die Schlüpper durchnässt waren und es vor allem auch blieben.

Jener erster Zwischenstop wurde für eine extrem ungemütliche (wegen des Wetters) Geltscherwanderung gemacht. Meine arme Kamera hat so viel Wasser abgekriegt, dass die Fotos nicht so schön sind, aber immerhin erkennt man das Erlebte, welches wirklich eine tolle Erfahrung war.

Gletscher Island Gletscher Island

Wir besichtigten danach noch zwei große, schöne Wasserfälle, die bei Sonnenschein bestimmt einen Regenbogen erzeugen. Aber Sonnenschein blieb uns an diesem Tag ja gänzlich verwehrt… ;)

Wasserfall iSland

Besonders wild und aufregend zeigte sich uns dann noch die schwarze Südküste. Strandurlaub in den Flitterwochen halt, völlig normal! ;D

Schwarzer Strand Island

Als die Tour am Abend vorbei war, waren wir sowas von badewannenreif, das kann man sich kaum vorstellen. Die klatschnassen Klamotten mussten endlich runter vom Körper und die Strapazen des Tages mussten wieder gutgemacht werden. Wir aßen nach der Erholung auf dem Zimmer im Burgerrestaurant nebenan noch etwas und zogen uns dann zum Revuepassierenlassen der Eindrücke wieder zurück ins gemütliche, warme Hotelbett mit Wein und Süßigkeiten. Solche Abende liebe ich einfach, weil sie so behaglich sind.

Flittern – 4. Tag

Wir hatten für diesen Tag eine 9-stündige Tour namens „Golden Circle“ gebucht, die morgens halb 9 losging. Wir hatten den ganzen Tag absolutes Goldwetter, schweinekalt zwar, aber herrlich sonnig und klar. Nachdem wir noch im Dunkeln ein Kraftwerk besucht hatten und uns die letzten Erdbeben auf Island anhören durften, fuhren wir durch eine traumhafte Winterlandschaft der Morgendämmerung entgegen.

Island

Wir besichtigten in der absoluten Ruhe des isländischen Winterwunderlandes einen Krater und die erste Kirche des Landes.

Krater Island Kirche Island

Im Anschluss ging es weiter zu dem herrschaftlichen Wasserfall Gullfoss, dessen Anblick einem den Atem raubte. Dort gab es zum Mittagessen traditionelle Lammsuppe, bevor es schon wieder weiter ging.

Gullfoss

Unterwegs konnte man nur über diese aufregende Andersartigkeit dieses Landes und seiner Natur staunen. Man sah teilweise Wohnhäuser, wo sonst einfach nur nichts war, und überall in den Bergen und Tälern Herden von Islandpferden und Schafen. Diese beiden Tierarten werden in Island neben Fisch übrigens so häufig gegessen, wie in Deutschland Rind und Schwein. Die Schafe werden in der Sommerzeit in den Bergen freigelassen, wo sie machen können was sie wollen und den ganzen Tag die guten Kräuter futtern. Im September ist dann immer die große „Einsammelaktion“, die ein paar Tage geht und an der sogar Touristen teilnehmen können, weil vermutlich auch jede Hilfe nötig ist. Man rennt dann bei Wind und Wetter den ganzen Tag durch die Berge und fängt Schafe.

Für unsere Reisegruppe ging es nun weiter zu den Geysiren, auf die ich ja besonders scharf war. Wir besuchten ein regelrechtes „Geysirfeld“ mit vielen rauchenden kleinen und großen Quellen. Gerade bei unserer Ankunft schoss der Strokkur-Geysir in die Höhe, was er so ca. alle 10 Minuten tut. Ich hab direkt gequiekt wie blöde, so faszinierend war das!

Strokkur-Geysir

Später standen wir ganz nah dran und beobachteten mehrere solcher Ausbrüche und das Brodeln davor und das Zurückziehen danach. Ich hätte wirklich Stunden dort stehen können und bin aus dem Staunen nicht mehr heraus gekommen.

Strokkur-Geysir
Strokkur-Geysir

Weiter ging es zum Nationalpark Pingvellir, wo man in Form der Silfra-Spalte die Nordamerikanische und Eurasische Kontinentalplatte auseinanderdrifen sehen kann.

Pingvellir

Von weiter oben hatte man einen wahnsinnig schönen Blick auf den ganzen Park, den großen See und die Thingstätte der Wikinger, auf welcher eines der ältesten Parlamente der Welt entstand.

Pingvellir Pingvellir

Nun wurde es schon wieder schnell dunkel und unsere Tour war auch beendet, weshalb wir die Heimfahrt antraten. Wir besuchten an diesem Abend noch ein vom Reiseführer wärmstens empfohlenes Restaurant, bei dem man das seiner Meinung nach beste isländische Lamm und auch das beste isländische Pferd essen konnte. Beides war zwar fast in jeder Gaststätte im der Speisekarte zu finden, aber hier wollten wir aufgrund der Empfehlung unseren „Anfang“ machen. Wir wurden letztendlich nicht enttäuscht und haben wirklich vorzüglich und merklich gute Qualität gegessen.

Isländisches Pferd Isländisches Lamm

Der Abend endete wieder in unserem gemütlichen Hotelzimmer, schließlich waren wir noch immer kränklich, zudem hatten wir am nächsten Tag schon wieder eine laaaange Tour geplant. Außerdem geht in Reykjavik sowieso nur am Wochenende die Post ab, aber dann richtig.

P.S.: Frohe Weihnachten! :D

Flittern – 3. Tag

Zu unserem 3. Urlaubstag in Reykjavik gibt es ein Wort, was eigentlich alles sagt: PISSWETTER! Wir hatten an diesem Tag „frei“, also keine Tour geplant, und wollten ein bisschen durch die Stadt bummeln. Das taten wir nun also bei ströööömendem Regen, denn im Hotelzimmer hocken war auch keine Option für uns. Es war sehr kalt, windig und nass, also rannten wir geradezu durch die Straßen, bis wir nicht mehr konnten und in einem der unzähligen Cafés einkehrten. Wir hatten einen guten Blick auf die Hallgrímskirkja, die wir am Tag zuvor schon besichtigt hatten, und blieben sehr lange dort bei Kaffee und Kuchen sitzen, um uns aufzuwärmen.

Hallgrímskirkja

Es wurde an diesem Tag gar nicht richtig hell und es war wahrlich kein Vergnügen, zu „bummeln“, aber wir hatten es uns ja so ausgesucht und mit so einem Wetter mussten wir rechnen. Im Grunde hatten wir ja auch Glück, dass es nicht jeden Tag so war. Wir zogen also noch ein bisschen durch die Straßen und wärmten uns alle 5 Minuten in irgendeinem Geschäft auf, bis wir die Nase voll hatten und am Nachmittag den Weg zum Hafen auf uns nahmen. Warum? Na, weil wir noch einmal diese geile Hummersuppe haben mussten! :D MTM hat sich aus dem Frischfischregal noch einen Heilbutt ausgesucht und grillen lassen, und dann war es Zeit zum Aufwärmen und Genießen.

Frischfischregal Heilbutt

So, nach dem herrschaftlichen Mahl hatten wir die Nase voll vom Frieren im Regen, also gingen wir ins Hotel, packten unsere Badesachen und fuhren mit dem Taxi in jenes Freibad, welches wir am vorigen Tag bei der Stadtrundfahrt besichtigt hatten. Wir taten es also den Isländern gleich, nahmen den Weg von der Tür bis zum Hotpot bei -1°C und nach wie vor Regen auf uns (fragt nicht, HÖLLE!) und ließen uns dann in 40°C heißem Wasser nieder. Das war Entspannung pur! Regen und Kälte machten dem Kopf nichts aus, weil der heiße Dampf alles recht warm hielt. Wir wanderten immer mal wieder von Hotpot zu Hotpot, jeder hatte ja eine andere Temperatur (38-42°C) und einer war mit heißem Salzwasser gefüllt. Sich dann zum Schwimmen in 30°C kaltem ;D großen Schwimmbecken durchzuringen, war schon nicht leicht, aber auch das taten wir, weil es einfach guttat.

So ging ein oller Tag wunderbar zu Ende, wir kamen tiefenentspannt ins Hotel zurück, gingen noch schnell was essen und machten es uns dann gemütlich. Am nächsten Morgen mussten wir nämlich wieder zeitig aufstehen, denn wir hatten eine 9-stündige Tour gebucht…

Flittern – 2. Tag

Wir wurden an jenem 2. Tag morgens um 8:30 Uhr zur gebuchten Stadtrundfahrt abgeholt. Wir mussten also sehr früh aufstehen, was aber nicht schlimmer war, als späteres Aufstehen, weil es ja so oder so stockdunkel war. ;) Die Stadtrundfahrt begann mit dem Besuch eines der unzähligen Freibäder in Reykjavik. Der Isländer geht nämlich so passioniert ins Freibad, wie der Franzose ins Café! Alle Bäder werden durch natürliche heiße Quellen betrieben, weshalb sowohl die Schwimmbecken, als auch die Hotpots (auf dem Bild rechts zu sehen) angenehm warm bis heiß sind. Auch bei Minusgraden geht der Isländer oftmals sogar täglich (draußen!) schwimmen und/oder in diese Hotpots, morgens vor der Arbeit oder abends danach. Die Bäder sind Treffpunkte, um mit anderen zu politisieren, zu diskutieren und Neuigkeiten auszutauschen.

Freibad Island mit Hotpots

Es ging danach erst einmal raus aus Reykjavik ins Randgebiet. Dort besichtigen wir eine Kirche, von der ich leider vergessen habe, was genau nun daran besonders war. Schön sah sie in der langsam aufkommenden Morgendämmerung (es war so ca. 10 Uhr) aus, genau wie der tolle Blick auf die Lichter der Stadt. Und diese unglaubliche Ruhe, die dort herrschte, war richtig stimmungsvoll. Es war knackig kalt, man hörte nur den Wind und sonst nichts.

Randgebiet Reykjavik Randgebiet Reykjavik

Weiter ging es dann zum Perlan in der Nähe des Flughafens von Reykjavik, von dem aus man einen schönen Blick auf die Stadt hatte. Es war halb 11 und so langsam konnte man von Helligkeit sprechen. ;)

Reykjavik

Wir fuhen dann zurück in die Innenstadt und schauten uns alle möglichen Ecken aus dem Bus heraus an. An der Hallgrímskirkja hielten wir noch einmal an, um sie zu besichtigen. Sie ist ein Wahrzeichen Reykjaviks und ragt so aus der Stadt empor, dass man sie von allen möglichen Standpunkten aus sehen kann.

Hallgrímskirkja

Zur Mittagszeit war die Stadtrundfahrt beendet und wir zogen los zum alten Hafen, denn wir hatten nun schon mehrmals vom Sea Baron und seiner legendären Hummersuppe gehört. Das konnten wir uns nicht entgehen lassen! Die kleine Gaststätte glich einem Imbiss und man sah zu Sitzen umfunktionierte Tonnen und fischige Deko und Kühlregale voller frischem und verpacktem Fisch. Wir waren durch unseren Reiseführer bereits vorbereitet und gingen trotzdem mutig hinein. Hätte man sonst vielleicht nicht getan.

Sea Baron Reykjavik

Enttäuscht wurden wir nicht, eher erleuchtet! Neben einer absolut delikaten Hummersuppe hatte MTM sich aus dem Kühlregal noch einen Monkeyfish-Spieß ausgesucht, der für ihn gegrillt wurde. Es war sowas von lecker und jede Isländische Krone wert! (Was ist eigentlich Monkeyfish? Ich find gerade auf die Schnelle nix bei Google!)

Hummersuppe Monkeyfish

Nach diesem herrlichen Mahl spazierten wir noch weiter durch die Stadt, das Wetter war gut und das mussten wir ausnutzen. Zunächst schauten wir uns noch ein wenig am Hafen um…

Hafen Reykjavik

…und liefen dann lange in die andere Richtung, um dort noch einmal das Meer zu sehen sowie die einzige katholische Kirche in Reykjavik.

Katholische Kirche Reykjavik
Strand Reykjavik

Wir waren langsam ziemlich durchgefroren, also liefen wir wieder Richtung Innenstadt, wo wir noch diverse putzige Dinge sahen, wie dieses „Weihnachtshäuschen“ (?) hier.

Reykjavik

Wir ließen uns lange in einem Café nieder, was der Isländer übrigens auch sehr gerne macht, neben dem Baden. Cafés und auch Restaurants gibt es in Reykjavik sehr reichlich, sowas finde ich ja total schön. Die Stadt ist so klein, dass man alles ablaufen kann, aber es ist wirklich sehr viel geboten.

Der Abend endete sehr ruhig, wir gingen noch schnell nebenan beim Italiener eine Kleinigkeit essen und dann machten wir es uns auf dem Zimmer gemütlich mit der teuersten Flasche Wein, die ich je getrunken habe. Diese hatten wir nämlich noch schnell in einem der staatlichen Alkoholläden erstanden, die schon um 18 Uhr schließen (und anderswo gibt’s nix).

Flittern – 1. Tag

Unser erster ganzer Tag in Island, der 3. Dezember, war auch gleichzeitig mein besonderer Geburtstag: Der 30. als Bellona und der 1. als Ehefrau.

MTM und ich schälten uns um 8:30 Uhr aus dem Bett, was im absolut stockdunklen Reykjavik nicht so leicht war. Es sollte erst gegen 11 Uhr taghell werden! Sehr außergewöhnlich, aber auch nicht weiter störend, eher kuschelig! ;) MTM hat mir nach dem verschlafenen „Happy Birthday“-Gesang Geschenke von ihm und meiner Familie überreicht, über die ich mich sehr freute. ♥

Wir gingen erst gegen 10 Uhr zum Frühstück, aber stockdunkel war’s ja immer noch, also was soll’s. Es war superlecker und es gab alles, sogar Lachs und Lebertran.

Nach dem Frühstück ging es los zu unserer ersten gebuchten Tour. Für diesen besonderen Tag haben wir uns auch etwas besonderes ausgesucht, nämlich den Aufenthalt in der Blauen Lagune. Man will ja im Alter auch was für Gesundheit und Schönheit tun, nicht!?

Blaue Lagune Island

An diesem wunderschönen, sonnigen, arschkalten Tag boten sich uns schon im Bus tolle erste Blicke auf das Land des Feuers und des Eises. Alles war so aufregend anders! Auf die Blaue Lagune waren wir natürlich besonders gespannt und ich freute mich auch wahnsinnig darauf, einfach stundenlang die Seele baumeln zu lassen und mich zu erholen. Und genau das ließ sich wunderbar dort verwirklichen, am Ende waren wir absolut tiefenentspannt sowie sehr überwältigt von den Eindrücken, die wir gewonnen hatten.

Blaue Lagune Island

Das Wasser war sehr salzig, wunderbar warm und an manchen Stellen richtig heiß; der Dampf hielt den Kopf warm; die Kieselerdetöpfe in manchen Ecken boten die Möglichkeit für pflegende Gesichtsmasken; die Bar bot kühle Getränke im heißen Wasser… Es war einfach ein Traum, ich hätte dort ewig bleiben können. In der Tat hielten wir uns sehr sehr lange im Wasser auf und „spazierten“ durch das Wasser, bis wir jede Ecke gesehen hatten.

Am frühen Abend, überflüssig zu erwähnen, dass es bereits wieder stockdunkel war, fuhren wir zurück zum Hotel und machten uns noch ein bisschen hübsch. Denn baden macht hungrig und schließlich hatte ich Geburtstag! Also ab ins Hummer-Haus, man gönnt sich ja sonst nichts…

Hummer-Haus Reykjavik

Im Allgemeinen sind die Preise in Island in nahezu allen Bereichen sehr hoch, hier jedoch wurden all unsere Rekorde gebrochen. :DD Es war wirklich köstlich und ich hatte es erfreulicherweise in dreißig Lebensjahren endlich geschafft, Hummer zu probieren! Im Allgemeinen kann man in Reykjavik übrigens sehr gut essen, da hat uns unser Stadtführer nicht zu viel versprochen. Fast überall, wo wir aßen, war das Essen frisch zuvereitet und außergewöhnlich gut.

Hummerschwänze

Nach dem Essen schlenderten wir noch durch diese kleine, entzückende Hauptstadt (die nördlichste der Welt übrigens…), in der es unter der Woche abends ganz ruhig und gemütlich ist. An den Weihnachtslichtern erfreute ich mich einmal mehr, sogar der besagte Hotdog-Stand war weihnachtlich hergerichtet. :D

Reykjavik

Hotdog Reykjavik

Sehr erschöpft fielen wir dann nur noch in unser Hotelbett. Ich habe diesen runden Geburtstag sehr genossen, er war so anders als die anderen Geburtstage, so ruhig und entspannt und dennoch spannend. Natürlich wird trotzdem noch eine fette Party steigen demnächst, das gehört sich in meinen Augen so. ;)

Flitterwoche :)

Kürzlich haben MTM und ich ja eine kleine Reise getätigt, aus Gründen. ;) Ich konnte diese Woche im hohen Norden noch gar nicht richtig gedanklich Revue passieren lassen, weil so viel anderes anlag, seit wir wieder zu Hause sind. Zum Beispiel hatten wir viele wunderschöne Geschenke zu begutachten und dann ist ja auch noch dieses Weihnachten bald, wo man auch etwas unter den Baum legen möchte. Nun habe ich es heute endlich geschafft, knapp 800 (!) Bilder zu sichten und zu sortieren. Das heißt, meine Urlaubsberichte hier im Blog können losgehen, worauf ich mich schon sehr freue. Es war bei meinem letzten Urlaub auf Kreta im Frühjar auch so, dass ich beim Schreiben der Urlaubseinträge noch einmal richtig eintauchen konnte in die Erinnerungen.

Unser Anreisetag war nun allerdings nicht so toll, was einfach daran lag, dass er eine echte Tortur war. Das hat nichts mit der Planung der Reise oder dem Ziel an sich zu tun, sondern mit den Umständen: Unsere „Hochzeitsnacht“ war kurz. Wir hatten zwei Stunden Schlaf, bevor wir um 7 Uhr wieder aufstehen mussten. Beide hatten wir Husten und Schnupfen wie verrückt, nun kam die Krankheit raus, die wir am Vortag erfolgreich mit Chemiekeulen unterdrückt hatten. Wir wurden von meinem Vater zum Bahnhof gebracht und fuhren zunächst eine Stunde mit dem ICE zum Flughafen Frankfurt. Dort mussten wir hier und da anstehen und warten, bis wir ins Flugzeug einsteigen konnten. Ich nahm Platz und schlief sofort ein. Mir war alles egal. Meine natürliche, aber nur leichte Angst vorm Fliegen war wie weggeblasen, ich war einfach in komatösem Zustand. Selbstverständlich hatte ich keinen tiefen, wohltuenden Schlaf, also fühlte ich mich auch nicht besser, als wir nach 3,5 Stunden landeten. Die Busfahrt zu unserem Hotel dauerte nochmals eine Stunde. Viel konnte man im nachmittags schon stockdunklen Island ♥ nicht sehen, aber eines erfreute mich sofort: Weihnachtslichter überall in den Fenstern! Schwibbogen, Lichterketten, Sterne, beleuchtete Tannen in Vorgärten! Genau so habe ich mir unser Traumreiseziel in der Adventszeit vorgestellt, perfekt! Denn unter Palmen liegen im Advent konnte ich mir noch nie vorstellen…

Wir kamen gegen 18 Uhr in unserem schicken Innenstadthotel in Reykjavik an und bezogen unser ebenfalls schickes, kleines, gemütliches Zimmer. Das Haus war sehr nordisch-kühl-modern gehalten, aber gar nicht ungemütlich! Unsere Aussicht war das einzige, was mich zunächst sehr störte, wir schauten nämlich in einen sehr unschönen Hinterhof. Jedoch war das eigentlich auch egal, da wir die 5 Tageslichtstunden des isländischen Dezembertages sowieso draußen und nicht auf dem Zimmer verbrachten.

Radisson Blu 1919

Neben unserem Hotel befand sich ein sehr berühmter Hotdog-Stand mit dem angeblich besten Hotdog Europas, den sogar schon Bill Clinton probiert und gelobt hat. Nun, wir gingen also noch mal kurz raus, zum Abendessen. ;) Es war durchaus lecker und so passend unkompliziert. Schnell waren wir wieder auf dem Zimmer, ich landete direkt in der großen Badewanne und dann auch schon im Bett. Unseren ersten ganzen Urlaubstag und meinen Ehrentag wollte ich schließlich ausgeschlafen antreten!

12 von 12 im Dezember ZWÖLF :)

Was für ein Datum heute, wa?! Mir wurde von vielen Brautpaaren vor den Rathäusern berichtet. Zum Glück hab ich den Stress hinter mir, und „mein“ Datum gefällt mir auch viel besser. ;) Das Wetter hat ja heute herrlich mitgemacht, wie auch an meinem Hochzeitstag. Schön für die vielen Brautpaare! Nun aber zu meinem 12.12.12 und wie immer auch den anderen Mitmachern.

An einem Dezembermittwoch bei Tageslicht und wunderschöner Morgensonne aufwachen, das geht nur wenn man Urlaub hat.
Morgensonne

Erstmal einen Salbeitee gegen den hartnäckigen Husten schlürfen.
Tee

Gemütliches spätes Frühstück um 10 Uhr, ich liebe es.
Frühstück

Am Nachmittag mit dem Ehemann ein paar Weihnachtsbesorgungen in der City machen.
Stuttgart

Der erste Weihnachtsmarktbesuch in diesem Jahr!
Weihnachtsmarkt Stuttgart

…natürlich nicht ohne den ein oder anderen Glühwein. ;)
Glühwein

Ach, mir g’fällt’s hier im Ländle! :D
Ländle

Die perfekte Weihnachtsmarktsünde: Käsesuppe!
Käsesuppe

Kurzes Aufwärmen und Begutachten.
Kindle Fire HD

Wieder zu Hause angekommen, den Mann erst einmal mit Medizin und heißer Zitrone versorgt.
Medizin

Den Abend genossen und an den herrlichen neuen Weihnachtslichtern erfreut. ♥
Weihnachtspyramide Frauenkirche

Schwibbogen Seiffen