Flitterende

Nun war sie also vorbei, unsere Flitterwoche. Die letzte Nacht war sehr kurz, wir wurden bereits morgens um 4:30 Uhr abgeholt und zum Flughafen gebracht. Zu der Zeit war in der Stadt die HÖLLE los, es war ja eine Nacht vom Samstag zum Sonntag. Die Straßen waren voller junger und offensichtlich absolut schmerzfreier Menschen, denn die waren bei Minusgraden so leicht bekleidet (Sandaletten, Miniröcke, Shirts, keine Jacken…), dass ich schon vom bloßen Anblick fast erfroren wäre. Mit ziemlicher Sicherheit kann ich behaupten, dass ca. 99% dieser Leute irgendwas zwischen angetüdelt und stinkbesoffen waren. Grölend tanzten sie um diese Uhrzeit noch umher und verursachten einen Partylärm sondergleichen. Ich bedauerte in dem Moment, dass wir erstens schon wieder auf der Heimreise und zweitens zu krank zum Feiern waren. Beim nächsten Mal mach ich da mit, aber mit Jacke und geschlossenem Schuhwerk. ;)

Die Heimreise gestaltete sich wegen des „Schneechaos“ schwierig. Erst kreisten wir 30 Minuten über Frankfurt, weil die Landebahn erst einmal geräumt werden musste, dann verspätete sich unser Zug um knapp eine Stunde und wir saßen da in der Kälte rum. Aber wir kamen glimpflich davon, es wurden an dem Tag ja noch ganze Flüge und Zugfahrten gestrichen und was weiß ich noch alles.

Zu Hause angekommen erwartete uns eine weihnachtlich dekorierte und saubere Wohnung. Wofür wir im Hochzeitsstress keine Zeit hatten, hatten meine Eltern für uns nach dem ganzen Trubel noch erledigt, bevor auch sie wieder ihre Heimreise antraten. Das war sowas von lieb und für uns auch wirklich eine große Erleichterung.

Den Abend verbrachten wir damit, Geld zu zählen Hochzeits- und Geburtstagsgeschenke auszupacken. Es gab so viele schöne Ideen, liebe Worte, Großzügigkeiten, dass wir diese Freude beim Auspacken und Bestaunen bis in die halbe Nacht hinein zelebrierten.

Hafen der Ehe

Unsere letzte Urlaubswoche nutzten wir dann hauptsächlich zur Erholung und Genesung. Eigentlich ärgerlich, wenn man im Urlaub nicht die Bäume ausreißen kann, die man ausreißen möchte (den Partybaum zum Beispiel).

18 Gedanken zu „Flitterende

  1. Seufz… Da warst Du ja mal wieder ganz nah…

    Es scheint eine Merkwürdigkeit zu geben: Im Süden beobachte ich Frauen, die schon eine Strickjacke tragen, wenn es noch sehr angenehm warm ist. Und im Norden trägt man Sandalen im Schnee.

    Witzig! :)

    • Das ist Gewöhnungssache. Ich hab mal einen aus Sibirien kennengelernt, der hat überhaupt keine Jacke, glaube ich. Auch im Winter immer im T-Shirt. Für den sind -10 Grad nicht kalt, der kennt -50. Und ein Arbeitskollege aus Ghana hatte nun wirklich immer einen dicken Wollpulli an, auch im Hochsommer.

  2. Ist das auch schon wieder vorbei, meine Güte ey, die Zeit rast … ich freu mich, dass Ihr so ne tolle Zeit hattet, Bella.

    Machen die Mädels in England genau so, da latschen die bei – Graden bei Eis und Schnee in offenen Heels und nackten Beinen durch die Gegend. Hab ich einmal gemacht, vor paar Jahren an Silvester und dann kein Taxi nach Hause gekriegt. :roll:

  3. Wie jetzt? Ihr hattet noch Geld übrig? Ihr habt was falsch gemacht ;)
    Schön, daß ihr so eine erlebnisreiche und tolle Woche hattet und zu Hause so wunderbar empfangen wurdet.

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