Hitzebeobachtungen

1. Samstagmittag ist alles wie ausgestorben. Es fährt kaum ein Auto vorbei, niemand ist auf der Straße, niemand werkelt, niemand sitzt draußen und quatscht, kein Kind spielt. Es ist eine ganz besondere Stille, schaurig schön.

2. Es riecht nach Zwiebelrostbraten; irgendjemand völlig durchgedrehtes werkelt offenbar doch und steht hinterm heißen Herd, um das unsommerlichste Gericht aller Zeiten zu kochen.

3. Einen skandinavischen Krimi zu lesen, der im Winter spielt, bringt keine geistige Abkühlung. Man ist und bleibt „hitzeblöd“ im Kopf und man kann sich kaum konzentrieren.

4. Der kühlste Raum dieser Wohnung ist das Klo.

5. Nebenan wird eine „Hocketse“ gefeiert mit volkstümlicher Musik und Radau. Ich schunkele vom Balkon aus mit, ungeschminkt und klebrig. Was haben die teilnehmenden Frauen für ein Make Up bitte?

6. Als nächstes lege ich mir so ein Blumensprühding zu und besprühe mich minütlich, bevor ich verwelke.

7. Solche Tage sind der Grund, warum ich im Winter geheiratet habe. Ich bemitleide jede heutige Braut aufrichtig. Ich würde durchdrehen.

8. Ich bin sehr froh, dass diese Hitzewelle am Wochenende stattfindet. Dadurch finde ich sie sogar ein bisschen schön. Ich kann ja hier zu Hause rumlaufen wie ein halbnackiger Penner und faul sein wie die Sünde. Und wenn ich in der Nacht nicht pennen kann, ist es auch egal, ich muss ja morgen nicht vor den Hühnern aufstehen.

Schönes Wochenende noch, keep cool und so! ;)

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Hip Hop, Hitze, Heiterkeit!

Mich besuchte ja dieses Wochenende wieder eine Freundin, die extra 560km pro Strecke fuhr, um mit mir das grandiose Stuttgarter Festival „HipHop Open“ zu erleben. Wir verbrachten also den gestrigen ganzen Tag in der sengenden Hitze bei geilen Beats und kühlem Bier. Es war SO heiß, dass wir uns sehr erwachsen verhielten, um nicht wie viele andere abzuklappen: Wir saßen regelmäßig in einer Menge anderer Vernünftiger im Schatten unter Bäumen, mischten unser Bier mit Wasser und betrachteten das Spektakel von dort aus. Zwischendrin feierten wir mit Blumentopf mal ganz vorne mit und hörten uns Megaloh an der zweiten, kleineren Bühne an, aber so richtig in Fahrt kamen wir erst, als die Sonne langsam tiefer stand und Marteria begann, das Tanzbein in Fahrt zu bringen.

Marsimoto

Auch die Beginner brachten die Stimmung zum Kochen, man konnte überhaupt nicht anders als abgehen wie ein Zäpfchen! Der Wu-Tang Clan brachte gegen 22 Uhr den Abschluss und auch hier fiel das Feiern leicht, doch die anderen Auftritte des Tages haben mich tatsächlich mehr in ihren Bann gezogen.

Mit Sonnenbrand, müden Gliedern und stehend vor Festivaldreck genossen wir dann noch die laue Sommernacht auf unserem Balkon und ließen das Geschehene Revue passieren. Ich weiß nicht, ob meine Freundin da jetzt noch einmal unbedingt hingehen würde, ist ja auch ein Stück zu fahren. Aber solange ich in dieser Stadt wohne, wird es mir schwerfallen, die kommenen Hip Hop Open nicht zu besuchen. Ich fand’s mega!

Hip Hop Open

12 von 12 im Juli

Weil ich ein tolles, partylastiges Sommerwochenende mit meiner Freundin hatte, kommen meine 12 von 12 vom Freitag erst heute. :wave:

Guten Morgen Sonnenschein!
Morgensonne

Wundervoll sommerliche Fahrt zur Arbeit
Morgensonne

Ausstempeln zum superfrühen Feierabend
Feierabend

Vorratsauffüllung
Einkaufen

Perfekt auf die Wochenendsbesucherin vorbereitet!
Vorrat

Neue Sorte ausprobieren…
Nespresso

…unter dem perfekten Sommerhimmel.
Sommerhimmel

Snacken am PC
Kirschen

Mein Mann ist heute Küchenchef und kocht vor für’s Wochenende.
Bolognese

Endlich ist sie angekommen: Begrüßungssekt mit der Freundin
Sekt

Sommernacht auf dem Balkon
Sommernacht

Sie, ich und unsere Laster.
Sommernacht

So schmeckt der Sommer!

Ist es nicht herrlich? Ich liebe die Sonne vor allem frühmorgens, wenn alles noch frisch ist und die Stadt langsam erwacht. Und ich liebe sie noch mehr abends. Abendsonne! Gibt es was schöneres, als einen lauen Sommerabend mit nackten Füßen, ohne Jacke und einem Cocktail in der Hand??

Melonenmojito

Gestern Abend belohnten MTM und ich uns genau so nach einem harten Arbeitstag. Er hat ca. 10 Stunden beim Holzhacken geholfen, ich hab ca. 10 Stunden lang die Bude von Baudreck befreit. Ja, das neue Bad ist endlich fertig!
Wir beide waren fix und alle, aber sehr zufrieden mit unserem produktiven Tag. Den lauen Sommerabend in der Innenstadt bei Melonen- und Rosmarin-Mojitos und leckerer Pasta konnten wir so gleich doppelt genießen.

Auch am Freitag genossen wir den Sommer und all seine Vorzüge auf unserem Balkon. Der Limoncello ließ noch ein bisschen Gardasee-Feeling hochkommen, vor allem als die Flasche dann leer war! ;)

Nachtisch

Und am Donnerstag, da fingen wir eigentlich schon an mit unseren Sommeraktivitäten. Da haben wir beide immer unseren langen Arbeitstag und im letzten Sommer hatten wir dann so eine Art „Stammtisch“ zu zweit eingeführt. Jetzt ist es dafür auch endlich wieder an der Zeit. Also schnell die Arbeitstaschen in die Ecke geflackt und losgelaufen zur Weinstube um die Ecke. Im dortigen Biergarten ist es so gemütlich und man kann herrlich Schwafeln, was mit MTM sowieso Spaß macht. Eines unserer Themen war der ultimative Sommergeschmack: Eis am Stiel! Mein Gott, was haben wir als Kinder für Mengen an Eis vertilgt, oder? Erinnert ihr euch an Bum Bum, Flutschfinger, Manhattan und Co.? Vieles gibt’s immer noch und meine Lieblingssorte (bis heute!) hat sich auch gehalten. Ich sag nur: „Nogger dir einen!“

Und ihr so? :D

Darum bin ich keine Bahnfahrerin!

Ich bin in den letzten 7 Monaten genau 4 Mal mit dem ICE gefahren. Davon wurde ich 2 Mal gezwungen, über eine Stunde blöd rumzuwarten. Einmal im Dezember bei Minusgraden nach unserer Hochzeitsreise und einmal heute. Das ist doch kein Zufall?! Das ist eine Wahrscheinlichkeit von 50%! Hinzu kommt ja die Kutscherei mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln, bis man am jeweiligen Hauptbahnhof und wieder zu Hause ist. Und diese Kutschei ist mit Warterei verbunden, die mich waaaaahnsinnig macht! Wenn ich auf Arbeit mit Bus und Bahn fahren würde, würde ich inkl. aller Warterei mehr Zeit verpulvern, als im Auto inkl. Stau. Und Nerven würde ich auch verpulvern. NERVEN! Wenn Bus und Bahn voll mit Schulkindern sind (so wie heute, Klassenausflug, fragt nicht… :|), kriege ich zu jeder Tageszeit die Krätze. Mein Auto hingegen ist MEIN Reich. Ich liebe mein Auto, wirklich, ich liebe es. Danke Deutsche Bahn für die Lehren, die ich aus dir ziehen durfte, du kannst mich echt mal kreuzweise.

Zum Glück hatte ich das dickste Buch der Welt dabei, so konnte ich mir die Zeit vertreiben. Jetzt braucht mir aber keiner damit als Gegenargument kommen. Wenn ich jeden Tag so einen Schinken mit mir rumschleppen würde von Haltestelle zu Haltestelle, bekäme ich einen Haltungsschaden allererster Sahne!

Wenigstens hat sich der heutige Tag insofern gelohnt (neben der Leserei natürlich), dass ich, statt in meinem stickigen Büro zu sitzen, einen raschen Blick auf eine neue Stadt werfen konnte.

Mannheim

Ohne den Bahnhof im Nacken und mit dem Auto an meiner Seite wäre ich so flexibel gewesen, den Blick noch ein bisschen zu erweitern. Könnte sich lohnen, glaube ich!