New York City – Tag 1

Es war Sonntag, wir mussten nach einer heißen Volksfescht-Nacht morgens halb sechs aufstehen, um pünktlich zum Flughafen zu kommen. Mir ging es reichlich beschissen, was ich auf das Lángos schiebe (obligatorisch nach dem Verlassen des Festzeltes in der Nacht), nicht etwa auf das Bier. Mein ursprünglicher Plan war ja, heftig zu feiern und dann den langen Flug vor Erschöpfung zu verpennen. Tja, daraus wurde nichts. Wie soll man so eingepfercht zwischen zwei Menschen und im Sitzen pennen können? Ich muss ja immer in der Mitte sitzen, weil MTM wegen seiner langen Beine einen Gangplatz braucht. Neben mir saß so ein Flegel, der sich breit gemacht hat wie sonstwas. Die allgemeine Enge im Flugzeug trägt dann natürlich noch zum Unwohlsein bei.
Wie dem auch sei, ich überstand den Flug trotz meiner lángosbedingten Übelkeit und wurde in der letzten Stunde mit einem Platzwechsel zum Fenster belohnt. Mein allererster Blick auf Amerika erfüllte mich mit Freude. Endlich Urlaub!

Blick auf Amerika

Am Flughafen Newark kamen wir an, einen Shuttle hatten wir organisiert und schnell erreichten wir unser Hotel und unsere Wohngegend für nunmehr eine Woche. Das „Business-Hotel“ nahe der Wallstreet erfüllte unsere Erwartungen, wir fühlten uns wohl; doch auch wenn das Bett regelrecht nach uns schrie, lockte die aufregende Stadt mehr. So zogen wir nach dem Auspacken los, um uns in der näheren Umgebung umzuschauen und zurechtzufinden. Und zu staunen, nach oben zu glotzen, Genickstarre zu kriegen.

NY Financial District

Das Wetter war bombastisch und sollte sich so auch die ganze Woche halten. Wir konnten deshalb an der nahegelegenen Uferpromenade einen herrlichen Sonnenunterhang genießen und – was noch viel aufregender war – das erste Mal Lady Liberty erblicken. Sie war weit weg, aber nicht zu verkennen und entlockte mir ein erfreutes Quieken. Wir waren in New York City, verdammte geile Scheiße! :D

NY Promenade

Die Suche nach einem Abendessen gestaltete sich dann nicht so einfach, da das Financial District am Wochenende ein bisschen wie ausgestorben ist, zumindest im Vergleich zu den Wochentagen. Erschwerend kam hinzu, dass wir uns in dem Straßenwirrwarr noch nicht gut zurechtfanden. Letztendlich landeten wir in „Murphy’s Tavern“ neben unserem Hotel und genehmigten uns unser erstes Amifutter (MTM: Chicken Club Sandwich, ich: Ceasar Salad). Wir gingen sehr zeitig – nach neuer Zeit – ins Bett, ich glaube es war erst 21 Uhr, und schliefen völlig erledigt tief und fest. Am nächsten Morgen starteten wir erfrischt um 5 Uhr morgens in den zweiten und diesmal kompletten Urlaubstag.

29 Gedanken zu „New York City – Tag 1

  1. Danke für den Bericht.

    Mit den Eco-Sitzen ist es so eine Sache. Nach CA waren die in meinen Fällen immer sehr bequem. Eco plus oder Business schon seeehr komfortabel. Aber vielleicht sind es doch andere Flieger, es sind ja doch ein paar tausend km mehr.

    Das mit dem Abendessen ist wohl in NY auch keine so einfache spontane Sache. Entweder Fast Food oder schweineteuer. Bin gespannt, wie deine Erfahrungen weiterhin sind.

    Aber geil geil geil. Die Eindrücke sind auch in NY einfach atemberaubend !

    • von stuttgart aus fliegt nur ein „kleiner“ flieger nach nyc, hab ich mir sagen lassen. daran lag’s wohl.

      abendessen ist in nyc ja grunsätzlich schon spontan möglich, wenn man nicht superschick essen möchte. es gibt ja alles zuhauf und überall. und auch wenn es fast food ist, hatte vieles trotzdem eine gewisse rafinesse, die ich so nicht kannte (die sandwiches waren z.b. richtig toll und frisch und mit so viel leckeren sachen belegt; die pizzastücken sind meiner meinung nach der hammer; die burger waren auch immer richtig frisch und lecker). wir jedenfalls hatten nicht den anspruch, schick essen zu gehen, man muss da ja auch fast immer reservieren und so. in solchen pubs und tavernen haben wir immer was gekriegt, einmal sogar doch richtig hochklassig.

      nur am wochenende im financial district, da ist tote hose und viele schnellfressläden haben geschlossen.

  2. BOAH !!! Wie geil ist das denn !!!!!!!!!!!!!! ICH WILL DA AUCH HIN !!!! Schreibe weiter mit viel Bildern, dann bin ich ja so ein bisschen da ;)

    Das muss doch irgendwie wie ein Traum gewesen sein …. Awwwwwwwwww !!!!

  3. Super, super, super!

    Was hast du denn mit dem Flegel gemacht, dass du noch an einen Fensterplatz kamst? („Flegel“ ist übrigens ein reizendes altmodisches Wort, das man nicht mehr oft hört. Sehr schön.)

    Der Sonnenuntergang ist toll. Ich werde doch noch ein Fan von Sonnenuntergängen auf meine alten Tage.

    In der City of London wäre es übrigens nicht anders. Am Wochenende bekommt man kaum etwas zu essen und alles ist wie ausgestorben (naja, fast).

    • der flegel ;) hatte nichts mit dem fensterplatz zu tun. es war so: wir saßen in der letzten reihe und auf der gegenüberliegenden seiten waren 3 plätze frei, die die flugbegleiter als ruhezone nutzten, mit vorhang und so. ca. 1 stunde vor der landung machten sie den vorhang weg und hatten erbarmen mit mtm und seinen langen beinen und mir und boten uns die reihe an. ich saß dann am fenster, mtm wieder am gang und zwischen uns lag die FREIHEIT! :))

      mochtest du sonnenuntergänge bisher nicht? zu kitschig?

      also das mit den „leergefegten straßen“ (mal abgesehen von den touris) am WE ist in nyc nur in jenem financial district so. in den anderen stadtteilen geht weiter der punk ab. ;)

      • Ja, das meine ich. Die „City of London“ ist der „financial district“ von London und da ist es genauso. Im Rest der Stadt geht jederzeit der Punk ab. :yes:

        Als ich Teenie war war mein Zimmer voller Poster von Sonnenuntergängen. Da habe ich mich wahrscheinlich sattgesehen. ;) Aber auf unserer Schiffsreise neulich habe ich wie eine Wilde Fotos von Sonnenauf- und -untergängen geschossen. Konnte gar nicht mehr aufhören.

        Diesen Sonnenuntergang finde ich toll (nicht von mir): musst runterscrollen, Foto von Tom Clifton, Pier Sunset.

        • aha, jetzt verstehe ich. :D

          das ist wirklich ein traumhaftes sonnenuntergangsbild! ich hatte als teenie nie solche poster, bei mir hingen david hasselhoff und take that an der wand. :DD

  4. Tolle Fotos, tolle Berichte, weiter so! :D

    Ich hasse Langstreckenflüge (auch wegen der langen Beine), schlafen kann ich überhaupt nicht, während die Gattin schon wegratzt, bevor sie festgeschnallt ist. :roll:

    • danke spieli, ich mach auch weiter, ich bin gut in form gerade, ein bericht folgt hier dem nächsten! :D

      ich wünschte, ich könnte es der gattin gleichtun. auf dem flug nach island hat es geklappt, hat hatte ich aber eine hochzeit hinter mir, nur 2 stunden gschlafen und angina. :))

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