Lissabon – Tag 1

Am Sonntag, den 10. Mai, flogen wir am frühen Vormittag los. Germanwings, Smarttarif (mehr Beinfreiheit und oller Snack), pünktlicher Abflug, das war schon mal ein guter Start in den Urlaub. In Lissabon erwartete uns wunderbares Wetter und eine Gruppe Deutsch-Portugiesen, die allesamt ein Rad ab hatten. Gemeinsam warteten wir auf den Aerobus und meine Nerven wurden leicht überspannt („Was habt ihr bezahlt für das Ticket? Weil, wir sind nämlich PORTUGIESEN und da haben wir das bestimmt billiger gekriegt!“). Im Bus selbst, schön eng und laut, stand ich kurz vorm Amoklauf („Guck, DAS ist Portugal! Wir waren schon SO oft hier! Und wie wir AUTO fahren, da müssen wir uns in Deutschland immer komplett wieder umgewöhnen! Nee, dieser Bus fährt nur diese EINE Station an, ich weiß das, bin damit ja schon HUNDERTMAL gefahren!“). Gott sei Dank stiegen diese grenzdebilen Kloppis an ihrer tollen Station aus und dann hatten wir den Bus, der selbstverständlich noch bis zu unserer Station im Finanzviertel fuhr, für uns alleine.

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Unser Hotel befand sich nämlich etwas außerhalb der Innenstadt, aber mit super Verkehrsanbindungen und wunderbarem Ausblick aus unserem Zimmer im 8. Stock. Wir schauten direkt auf das Aquädukt, so konnten wir gleich eine Sehenswürdigkeit abhaken, was sich wirklich anbietet, wenn man nur 5 Tage Zeit hat und neben Sightseeing auch noch ein bisschen Flanieren und Entspannen will.

Aquädukt Lissabon

Eigentlich hatten wir vor, wie immer bei unseren Städtereisen am Ankunftstag die Gegend um das Hotel rum zu erkunden. Das lohnte sich hier aber gar nicht, denn das Finanzviertel war wie ausgestorben zum Sonntag und es gab auch wirklich nicht so viel zu sehen, geschweige denn nette Lokale. nach der Begutachtung des Hotels und des Pools auf dem Dach machten wir uns also mit der Metro vertraut und düsten los ins Zentrum.

Praca do Comercio

Am Praça do Comércio starteten wir unser Kennenlernen mit der Stadt, es gab gleich erstmal einen kühlen Drink und einen landestypischen Snack (eine Art Fischfrikadelle mit flüssigem Käse drin, der beim Reinbeißen direkt rausspritzt, vorzugsweise auf Shirt und Hose), bevor wir ziellos umherbummelten und uns erste Eindrücke verschafften.

Lissabon

Dabei trafen wir auch schon gleich zufällig auf eine Sehenswürdigkeit, die wir unbedingt anschauen wollten: Den freistehenden Fahrstuhl „Elevador de Santa Justa“, der Unter- und Oberstadt miteinander verbindet. Echt eine tolle Konstruktion, allerdings mit langer Schlange davor und deshalb an diesem Abend nichts, was mein Nervenkostüm noch ausgehalten hätte nach dem Deutsch-Portugiesen-Koller. ;) Der Blick auf das Prachtstück reichte fürs Erste:

Elevador de Santa Justa

Wir hatten jetzt richtig Hunger und machten uns auf zum Rossio, einem weiteren wichtigen innerstädtischen Platz. Dort besuchten wir ein Restaurant, weil es uns viel frischen Fisch versprach. Und das Versprechen wurde gehalten, die Fischplatte war der Hammer und genau das war es, was ich vom Essen in Portugal erwartete. Dass ich plötzlich Halsschmerzen bemerkte, war dann erst mal nebensächlich, zunächst genoss ich den Abend mit meinem Mann, die Erkältung war nun mit Rumärgern auch nicht mehr aufzuhalten.

Gegrillter Fisch Lissabon

24 Gedanken zu „Lissabon – Tag 1

  1. Das verspricht interessant zu werden, denn in dem Finanzviertel waren wir rein gar nicht – wir haben in Alfama gewohnt, und sind die ganze Zeit in der Innenstadt geblieben, ausser einem Tagesausflug nach Belem, wo wir das Kloster und die Museen gesehen haben.

    Bei den anderen Fotos wird mir jedoch richtig warm ums Herz, denn genau da sind wir auch gewandelt…

    Auf dem Fahrstuhl waren wir leider weder im Sommer noch Weihnachten – wir hatten es uns fest vorgenommen, aber je-des-mal wenn wir dort vorbei kamen guckten wir auf die gleiche lange Schlange und haben es wieder verschoben. Das wird dann wohl einfach so sein…

    Ich bin richtig gespannt wo Ihr noch alles gewesen seid…

  2. Na solche Leute kann ich ja leiden. Legen die es echt drauf an, einem die Stimmung zu vermiesen? Vollidioten!

    Der Blick aus dem Zimmer war ja echt Hammer! :)

    Freu mich auf den Rest :)

  3. oh die platte sieht hammer aus! da hätte ich eine alleine verdrücken können! Tolle Bilder jetzt möchte ich auch mal da hin, aber vorher sollte ich erstmal Berlin schaffen :DD

    habt ihr hotel seperat gebucht? und wie viel gepäck darfst du beim smarttarif mitnehmen?

  4. Das beste an deinen Einträgen ist, neben den wundervollen Bildern, daß ich immer was Neues lerne.
    Ein Fahrstuhl für 2 Stadtteile – wie cool ist das denn !
    Seid ihr später doch noch damit gefahren?

    • übel, oder? wir haben alles aufgefressen! :)) also, den großteil hat mtm verschlungen, ich esse diese ganzen tintenfische da nicht und habe von dem anderen zeug auch nicht alles geschafft.

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