Lissabon – Tag 4

Nun ging es mir wieder ein bisschen besser, zum Glück, denn wir hatten einen weiteren Ausflug vor. Es ging mit der Straßenbahn in den Vorort Belém, wo viele Sehenswürdigkeiten Lissabons zu finden sind. Eine Million andere Touristen fuhren ebenfalls mit dieser Bahn; zum Glück stiegen wir schon in der ersten Station ein und bekamen noch einen Platz, denn die Fahrt dauerte ca. 30 Minuten. Als wir ausstiegen und ein Stückchen liefen, erblickten wir den Torre de Belém:

Torre de Bel?m

Das Wahrzeichen Lissabons gehört zum Weltkulturerbe und wollte von uns besichtigt und bestiegen werden. Im Inneren war es ziemlich eng und beklemmend, aber wir ließen uns nicht abhalten und guckten uns alle Etagen und den herrlichen Ausblick an. Danach liefen wir zum „Denkmal der Entdeckungen“, was ja nicht wirklich alt ist und eigentlich an das Salazar-Regime erinnert. Für uns war es irgendwie künstlich, wir mochten das nicht so. Der Blick auf die Ponte 25 de Abril(wie in San Francisco) und die Christus-Statue (wie in Rio de Janeiro) war aber herrlich und sehr lohnenswert.

Ponte 25 de Abril

Gleich hinter uns befand sich das Hieronymitenkloster, ebenfalls Weltkulturerbe. Wir schauten uns nur die Kirche von innen an, das Kloster war uns zu teuer und zu anstrengend. Im Nachhinein weiß ich, es wäre sicher sehenswert gewesen. Aber in diesem Moment mit Krankheit und Hitze und müden Beinen war es einfach nichts für uns.

Mosteiro dos Jeronimos

Als wir wieder zurück in der Innenstadt waren, entschieden wir uns, uns an die Schlange vor dem Fahrstuhl „Elevador de Santa Justa“ anzustellen. Es ging eigentlich recht schnell und schon waren wir drin und fuhren hoch in die Oberstadt (Bairro Alto).

DSC04651

Der Ausblick vom oberen Ende des Fahrstuhls war wirklich wunderbar, dafür hat es sich allemal gelohnt. Und man musste halt nicht die vielen Stufen latschen, ein Vorteil den man nicht von der Hand weisen kann. ;)

Lissabon Aussicht

Lissabon Aussicht

Im Bairro Alto liefen wir zunächst ein bisschen herum, wir waren schließlich zum ersten Mal hier oben und hatten schon so viel gelesen von engen Gässchen und gemütlicher Atmosphäre. Der Hunger trieb uns in die Taverne „Cervejaria da Trindade“, vom Reiseführer empfohlen aufgrund der gutbürgerlichen portugiesischen Küche und der schönen Innenverzierung mit typischen Kacheln. MTM entschied sich für irgendeine Pfanne mit Kartoffeln, Ei und Stockfisch. Ich hatte „Pica-Pau“, ein traditionelles portugiesisches Fleischgericht. Sehr lecker war’s!

Pica-pau

Es war nun schon spät und wir nahmen diesmal nicht den Fahrstuhl, sondern liefen zurück in die Unterstadt. Die Schlange vorm Fahrstuhl war immer noch lang, wie man auf dem Bild unten sieht. Die Stadt wurde jetzt stimmungsvoll zum Abend, aber ich erwähnte ja schon, dass wir uns lange Abende aufgrund meiner Erkältung abgeschminkt hatten. War aber auch nicht schlimm, wir sind sowieso immer total kaputt nach einem ganzen Tag Rumgerenne durch so’ne Stadt und freuen uns dann auf das große, weiche Hotelbett und ein bisschen Pause. :)

Baixa Chiado Lissabon

21 Gedanken zu „Lissabon – Tag 4

  1. Die Einträge von Bellydancer und dir haben mir jetzt richtig Lust auf Lissabon gemacht. :)
    Hast du mal den Roman „Nachtzug nach Lissabon“ gelesen? Der hat mir sehr gefallen und da spielt diese Stadt auch eine sehr große Rolle.

  2. Ich ärgere mich immer so sehr, wenn ich etwas verpasst habe, wie du bei dem Kloster. Ich hoffe, ihr wiederholt die Reise nochmal – nicht zwingend dieses Jahr, oder nächstes (ich könnte ja auch nicht jedes Jahr an den gleichen Ort zum Urlaub machen fahren), aber danach das Jahr vielleicht, und dann bist du NICHT erkältet und guckst dir das Kloster an.

    Aus dem Grund steht Prag immer noch auf meiner Liste. Dort war ich im September 2006 auf Abi-Abschussfahrt. Einen Tag vor der Abreise habe ich mir zwei Zehen am rechten Fuß gebrochen, und als wir dann auf der Prager Burg waren, konnte ich irgendwann nicht mehr laufen und bin irgendwo sitzen geblieben, bis meine Gruppe zurückkam. Ich hab bis heute keine Ahnung, wo der Prager Fenstersturz genau war, oder wie das Goldene Gässchen aussieht. Aber irgendwann hol ich das nach. Ohne gebrochene Zehen.

  3. Es ist so lustig. Die Fotos habe ich 1:1 auch gemacht. Nicht alie. Aber viele 😄😄😄😄😄 den elevador habe ich allerdings ausgelassen. Wäre auf jeden Fall eine gute Alternative zu den Treppen gewesen.

    • das hat eine andere blogfreundin auch schon geschrieben, dass sie viele fotos von denselben dingen und häusern gemacht hat. naja, die stadt ist klein. :D

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