Alltag, eingependelt.

Inzwischen zeichnet sich schon sowas wie ein Rhythmus ab, zumindest was den Morgen und den Abend angeht. Tagsüber braucht es auch keinen wirklichen Rhythmus, finde ich. Habe ich ja auch nicht und wenn man mal einen Termin oder ein Date hat, ist eh wieder alles durcheinander. Zudem darf mein Baby schlafen und essen, wann es ihm passt und so ist jeder Tag aufs Neue spannend, weil man nicht weiß, zu was man so kommt. Schläft er länger? Oder will er bespaßt werden? Oder braucht er mal mehr Nähe und will kuscheln (in dem Fall lasse ich alles stehen und liegen, das kommt zu selten vor und muss genossen werden)? Die einzige Konstante ist eigentlich die frische Luft, die es einmal am Tag gibt, außer an Mistwettertagen. Aber auch da ist der Zeitpunkt immer abhängig davon, was ich vorhabe oder wann er schläft. Letztlich ist es trotzdem ein recht eingependelter Alltag, weil ich mich an die Ungewissheit des Tages gewöhnt habe. Wenn ich was vorhabe, mache ich das einfach und er macht eigentlich bisher immer prima mit.

Wie sieht denn ein Tag ohne Vorhaben bei uns so aus momentan?
Zwischen 1 und 3 wird er wach und ich damit auch, er lässt sich aber mit dem Schnuller schnell wieder einschläfern. Zwischen 3 und 5 gibt’s ein Fläschchen. Danach wird er bei Bedarf (riecht man schon…) gewickelt oder auch nicht und kommt mit in mein Bett. Manchmal erzählt er noch bisschen was, vor allem, wenn er gewickelt und damti richtig wach gemacht wurde. Letztlich schlummern wir beide dann aber nochmal ein. Manchmal bis MTM auf Arbeit geht (7:15 Uhr), manchmal auch noch ein bisschen länger. Dann gibt es die nächste Flasche, noch im Bett, wenn er danach verlangt. Danach lasse ich ihn noch ein bisschen liegen und erzählen und mache mich schnell fertig, wasche die Fläschchen ab und sterilisiere sie und räume alles so hin, wie ich es haben will hier in der Bude (I love Ordnung). Dann wird der Kleine tagesfertig gemacht und dann sieht man, wie er so drauf ist. Meistens liegt er unterm Speiletrapez oder im Stubenwagen und spielt oder schlummert nochmal ein bisschen, während ich meinen Kaffee trinke und „Die Nanny“ gucke oder am Laptop sitze. Dann will er meistens meine Aufmerksamkeit, also spielen/singen/quatschen wir, er in meinen Armen, auf meinem Bauch oder auf meinem Schoß. Wenn er genug hat, wird er wieder abgelegt, das will er oft tatsächlich und zeigt das durch Meckern. ;) Mein Mittagessen erledige ich zwischendrin, wenn es gerade passt und er zufrieden irgendwo liegt. Im Laufe des restlichen Tages schläft er manchmal recht viel (heute z.B.), manchmal gar nicht. Irgendwann gehen wir dann mit dem Kinderwagen raus oder fahren mit dem Auto irgendwo hin, um was einzukaufen z.B.. Ich weiß hier schon fast nicht mehr, wohin ich noch laufen soll, aber wenigstens habe ich ein gutes Training. Man kraucht ja dann irgendwann doch oben auf den Weinbergen rum, wenn man unten alles abgelatscht hat.

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Die Zeit, bis MTM nach Hause kommt, kriegen wir auch noch irgendwie rum, meistens mit Bespaßung des Kindes durch mich. Und dann ist Papa-Zeit. Ich mache Abendessen, bereite schonmal die Nacht vor (Bettchen machen, Fläschchen mit Wasser abfüllen, Flaschenwärmer an, Pulver portionieren…), lege die Klamotten für den nächsten Tag hin (das macht einfach Spaß und der Schrank ist so voll, da brauche ich kurz meine Ruhe um das Outfit auszuwählen ;)). Meistens macht MTM den Kleinen dann bettfertig und bringt ihn auch ins Bett zwischen 19 und 20 Uhr. Alle paar Tage baden wir ihn vorher noch oder ich mit ihm zusammen.

Und am Wochenende ist dann ganz viel Papa-Zeit und ich mache bisschen mehr mein Ding. Oder halt Familienzeit und wir machen zusammen unser Ding. MTM kann auch mal sein Ding machen, wenn er will, aber bisher hat er noch keinen Anspruch angemeldet. ;)

30 Gedanken zu „Alltag, eingependelt.

  1. Ach, das sieht ja schön aus bei euch. Aber klar: weil es so klein ist, hat man irgendwann jede Ecke fünf mal gesehen und dann wird es öde. Gibt es bei euch einen Spielplatz? Wenn der Kleine erstmal laufen kann, dann kannst du dich irgendwo sonnen, während er rumrennt ;)

    • es ist tatsächlich ein kleiner stadtteil. ich meine, es ist immer noch stuttgart, aber da wir quasi aufm berg wohnen, kommt man überall nur mit einem großen kraftakt hin. in den einen nächsten stadtteil (wo GAR nichts ist außer eine sehenswürdigkeit) geht’s noch weiter bergauf und in den anderen bergab, wo man ja aber wieder hoch muss, wenn man nach hause will. ;)

      ja es gibt einen spielplatz. mir graut schon davor. die muddis dort sehen auf den ersten blick nicht so ganz nach meinem ding aus. ;)

      • Haha, das hab ich mir gedacht, als ich das erste Mal die Runde meines geburtsvorbereitungskurses betrachtet habe. Die haben sich am Schluss alle in eine Liste eingetragen, um sich danach als Spiel- oder Stillgruppe zu reorganisieren – ich bin abgehauen ;) Auf dem Spielplatz würde mir das wohl ähnlich ergehen wie dort und wie dir :D Wir sind auch echt die einzig normalen Muttis.

        • ich hab kontakt mit drei mädels aus dem geburtsvorbereitungskurs, und wir sind auch alle froh dass wir uns haben und dass wir normal sind. ;) ist sehr angenehm, sich auszutauschen, aber eben ohne dieses „mein kind kann das und das schon“. wir sind alle zum ersten mal mutter geworden und teilen sehr unsere ängste und sorgen und helfen uns auch. aber solche angenehmen mütter muss man eben auch erstmal finden. ;)

  2. Das klingt doch alles super und ihr wirkt schon sehr routiniert – manchmal weiß man halt nicht, wie die Kinder so drauf sind und dann muss man halt gucken. Ich finde ja, dass rausgehen immer Wunder wirkt, auch an Tagen an denen die Kleinen knarzig sind – meistens geht es danach ganz gut.
    Und es hat auch sein Gutes, dass MTE nicht soooooo kuschelig ist – das kann nämlich enorm belastend sein und ich kenne ein paar Babys die monatelang nur AUF der Mama schlafen wollten – und dann muss man das ja irgendwann abgewöhnen.
    Bezüglich Spaziergang hattest du doch mal überlegt, ob du Geocaches suchen magst – hast du mal geguckt, ob welche in eurer Nähe sind?

    • ja ich weiß, man will ja immer was man nicht haben kann. ich bin natürlich froh dass ich ihn nicht nur rumschleppen muss oder nur mit ihm auf dem bauch schlafen kann. ;) ab und zu reicht schon, ich weiß ja trotzdem dass er mich braucht. ;D

      ja an geocaches habe ich auch schon gedacht letztens. wo muss ich da nochmal gucken?

    • genießen geht nicht immer, man ist auch mal genervt von allem oder wenn das baby genervt ist. aber das gehört dazu, denke ich. ich wünschte inzwischen, ich hätte das wochenbett mehr genießen können. jetzt, mit der zurückgewonnenen selbstsicherheit und lockerheit, würde ich das alles gern nochmal erleben, die ersten wochen. so wie sie waren waren sie schon echt sehr anstrengend und nervenaufreibend.

      • Genervt sein gehört mich Sicherheit dazu…
        Was das Wochenbett betrifft,bist du wahrscheinlich nicht die erste,die das beim ersten Kind so empfindet…Man muss da doch erst rein wachsen…

        • ja schade aber, bei einem eventuellen zweiten kind hat man ja das erste auch noch und kann sich nicht mehr so intensiv beschäftigen mit dem baby, wie man es gerne tun würde und beim ersten mal wegen der ganzen aufregung und unsicherheit auch nicht machen konnte…

  3. Das klingt, als hättet ihr euren Rhythmus gefunden und ich finds schön, dass MTM seine Zeit mit dem Kleinen hat und diese auch nutzt. Das ist fürs Kind, glaube ich, auch ganz, ganz wichtig.

    Ich weiß noch, wie wir uns früher immer auf Papa gefreut haben, wenn er endlich von der Arbeit heim kam. :)

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