Diese Woche war…

…gefühlsmäßig bitter.
…erlebnismäßig schön.
…muddimäßig anstrengend.

Gesehen: „Alles steht Kopf“ per Heimkino (Amazon Prime) zum Freitagabend mit dem Ehemann.
Gehört: In die 90er rein und laut im Auto mitgesungen („I’m the one who wants to be with you, deep inside I hope you feeeeel it too!“)
Gelesen: Das Elternbegleitbuch der Stadt Stuttgart, nicht so spannend.
Getan: Mein Kind beim herzzerreißenden, beängstigenden, laaaangen Abend-nach-der-Impfung-Geschrei gehalten, gestreichelt, getröstet.
Gegessen: Mal wieder die beste Pizza Stuttgarts, ganz spontan mit meiner Elternzeit-Freundin.
Getrunken: Bisschen zu viel Wein mit MTM, meiner Elternzeit-Freundin und meiner Tante.
Gefreut: Auf den Besuch von meiner Tante und meinem Onkel aus der Heimat.
Geärgert: Über die Absagementalität einer Bekannten.
Gelacht: Mit meinem Kleinen, so schön!
Gedacht: In den 90ern war meine Welt noch in Ordnung.
Geplant: Irgendwie gar nichts, weil’s irgendwie gar nicht geht.
Gekauft: Ein Geschenk für MTM zum Vatertag. ♥

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Termine einhalten mit Baby

Heute hatten MTE und ich einen Termin. Ich habe uns zum Kurs „Babymassage“ angemeldet und der sollte um 11:30 Uhr starten.

Auch wenn wir beide bis 9:30 Uhr gepennt haben und die Zeit bisschen knapp wurde (um 11 sollten wir losgefahren sein), schafften wir alles prima: Das Kind war gewaschen und angezogen, ich ebenfalls. Ich hübschte mir bisschen die Schnute auf und schlang ein schnelles Frühstück und ein paar Schlucke Kaffee herunter. Die Wickeltasche war gepackt, meine Handtasche auch. Nun musste nur noch das Baby gefüttert werden und dann konnten wir los.

Während des Trinkens erkannten meine Ohren und Nase, dass gerade ein Häufchen in die Windel gemacht wurde. Kein Problem, eine Windel ist schnell gewechselt, das bisschen Kacke geht auch schnell weg. Denkste.

Ab und zu schafft es mein Kind, aus einem kleinen Häufchen ein großes Problem zu machen, das wahlweise hinten, vorne, rechts oder links aus der Windel quillt. So ein Tag war heute. 5 vor 11 stand ich am Wickeltisch und wusste nicht, ob ich lachen oder heulen sollte. Der Rücken war vollgekackt, das Outfit musste gewechselt werden. Und das Kind ist so mobil, dass es sich auch direkt noch ein bisschen Kacke an die Arme und Füße geschmiert hat. Als der kleine nackige Scheißer dann endlich sauber und die Wickelunterlage gewechselt war und ich vor lauter Stress und Schweißausbrüchen sehr unkonzentriert, passierte es natürlich. Es passiert immer dann, wenn man nicht dran denkt (und man denkt sonst halt eigentlich IMMER dran): Er pullerte. Im hohen Bogen. Kind nass, Wickelunterlage nass, Boden nass. Zum Glück blieb die Mutter trocken. (Geht auch anders: Seinem Vater hat er neulich in den Nacken gepinkelt, als der eine Windel aus dem unteren Schubfach geholt hat. :D)

Um 11:15 Uhr bin ich mit Kind und dem ganzen Kladderadatsch, den man mit sich rumschleppen muss, runtergehechtet. Da hier die Straße gemacht wird, steht mein Auto natürlich nicht vorm Haus sondern ca. in Buxtehude-Süd. Schweißgebadet konnte ich beim Anlassen und Losfahren das erste Mal wieder durchatmen.

Ich nahm natürlich noch jede rote Ampel auf der Strecke mit und kam zu spät. Ich hasse das. Die anderen Muddis saßen schon im Kreis mit ihren Babys und warteten nun, bis ich den Kleinen ausgepackt und uns platziert hatte. Aber natürlich ist man verständnisvoll. Und erfreulicherweise kam dann sogar noch eine Muddi NOCH später als ich. HA!

P.S.: Die Babymassage war ganz nett. Manche Babys sind wohl bisschen irritiert am Anfang, andere genießen es total. Meinem Baby war es glaub ich total Wurst. Der hat sich den Kopf halb ausgerenkt vor lauter Rumguckerei. Er hat alles angeguckt, nur nicht mich. ;) Und er hat seinem Bewegungsdrang zügellos nachgegeben, sich von einer Seite zur anderen gedreht und gestrampelt und seine Fäustchen bis zum Anschlag in den Mund geschoben… Und das alles irgendwie als einziges Baby. Naja, aber es tat uns beiden trotzdem gut, mal wieder rauszukommen und andere Mütter/Babys zu sehen. Glaub ich. ;)

12 von 12 im April

Heute mal wieder ein Zwölfter aus meiner schönen brandenburgischen Heimat, wo ich seit ein paar Tagen und noch für ein paar Tage verweile. Die anderen Mitmacher bei dem Projekt „12 von 12“ findet ihr wie immer bei Caro. Aber erstal guckt ihr hoffentlich bei mir… ;)

Der Kleine ist erbarmungslos: Er übt seit neuestem Quieken und Kreischen, und das auch frühmorgens, wenn die Mutti übernächtigt ist, weil sie erst um 2 im Bett war.Da hilft nur aushalten und kuscheln, bis…

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…die kleinen Äuglein wieder zufallen. Normalerweise kann dann noch mitgeschlummert werden, aber heute wird die Zeit dazu genutzt, tageslichttauglich zu werden.

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Der Kleine wird im provisorischen Wickelbereich nun auch noch tagesfertig gemacht. Wie man sieht, habe ich die Qual der Wahl, weil ich seinen ganzen Kleiderschrank mitgeschleppt habe.

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So, wir sind bereit zur Abfahrt, wir haben nämlich ein Date…

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…zum Frühstück bei einer Freundin.

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Die beiden Racker lernen sich bisschen kennen. Der Altersunterschied von 6 Monaten ist allerdings deutlich spürbar. ;)

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Ein ausgedehnter Spaziergang zu sechst muss auch sein!

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Wieder zu Hause angekommen, geht meine Mutti auch nochmal mit MTE spazieren und ich und Papa essen Eis auf seiner „Liegewiese“.

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Jetzt machen wir noch ein Mittagsschläfchen, ich mit der geilsten Erfindung überhaupt: Dem Stillkissen. :D

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MTE ist nun zurück und übt noch bisschen Bauchlage mit seinem Opa.

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Die Geheimwaffe, um wache Babys müde zu machen: „Bade bade“. Und wenn das Kind fertig und im Bett ist, springt die Mama gleich noch rein in die Wanne.

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Und jetzt noch Familienchillen mit einem köstlichen Roten…

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Fortsetzung: Meilensteine

Wieder sind so ein paar ehemals „undenkbare Szenarien“ geschafft. Nein, gemeistert. Und wieder sind MTM, MTE und ich ein paar Schritte weiter. Und ich ein bisschen selbstbewusster in meinem mütterlichen Dasein:

  1. MTM und ich waren am Ostersamstag zum ersten Mal zu zweit aus seit der Geburt unseres Kindes. Da wir in der Heimat waren, passte meine Mutti auf MTE auf, badete ihn und brachte ihn ins Bett. Es klappte ohne Probleme. :)
  2. Ich bin vor 5 Tagen zum ersten Mal mit MTE alleine die 560km in meine Heimat gefahren, um hier 10 Tage mit meiner Familie zu verbringen. Wir fuhren morgens 5:45 Uhr los. Er hatte um 4:30 Uhr seine „Nachtflasche“ bekommen und hat dann im Auto, hinten in seiner Liegewanne, 4 Stunden durchgepennt. Erst kurz vor Dresden musste ich anhalten und ihm ein Fläschchen geben, da hatte ich ja nur noch wenige Kilometer vor mir. Ich bin sehr erleichtert, dass das so gut geklappt hat.
  3. Am Freitag bin ich relativ spontan zu meiner Freundin in die Nähe von Potsdam gefahren. Mit MTE. Über Nacht. Ich war vielleicht aufgeregt, weil ich nicht wusste wie mein Kind die neue Schlafumgebung nun verkraftet! Aber wir wollten uns unbedingt sehen, es war schon viel zu lange her. Und meine Mutti hatte Nachtschicht, ich war die letzten Nächte schon alleine mit dem Kleinen im großen Haus, da konnte ich wenigstens diese eine Nacht in Gesellschaft verbringen. Tja, was soll ich sagen? Die 1,5-Stunden-Fahrt hinzu lief so mittelgut, er hat zwischendrin ganz schön gemeckert. Die Rückfahrt hingegen lief wieder perfekt. Und der Abend, die Nacht und der Morgen bei meiner Freundin verliefen supergut. MTE hat sich von seiner besten Seite gezeigt und dann auch seelenruhig alleine geschlafen, bis ich mich in der Nacht dazulegte. Wir konnten grillen und Sektchen schlürfen und stundenlang quatschen… Schön!
  4. Ich war zum ersten Mal mit meinen Hühnern hier in der Heimat aus, gestern Abend nämlich haben wir es beim Griechen krachen lassen. Und das auch deutlich länger in die Nacht hinein als damals mit meinem Mann. Die Omi hat wieder aufgepasst, gebadet, gefüttert und ins Bettchen gebracht. Wieder verlief alles ohne Probleme. Gut, MTE hat ziemlich geschrien als er fertig gebadet war und gerade da musste ich los. Er hatte aber nur Hunger gepaart mit Müdigkeit, die Missstimmung konnte schnell behoben werden. ;)

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P.S.: Hier in Brandenburger Land ist der Frühling noch nicht so weit wie in Stuggi, aber er ist unverkennbar da. Das Spazierengehen mit Kinderwagen macht nun nicht nur Spaß, weil es so schön eben ist, sondern auch weil es so schön schön ist draußen, meistens. :)

Ostern noch schnell ;)

Die Zeit rennt mir davon und ich komme zu nüscht. Zum Beispiel wollte ich doch noch kurz über Ostern berichten. Wollte erzählen, dass die 560km-Fahrt in die Brandenburger Heimat am Gründonnerstag super klappte, weil wir abends 19:30 losfuhren. Unser Kind hat durchgepennt in seiner Liegewanne, herrlich. Die Rückfahrt am Ostermontag war aber schrecklich, tagsüber, über 9 Stunden, da hatte dann auch das Baby bald keinen Bock mehr.

Wir verbrachten eigentlich alle Tage in Dresden, da mein Papa derzeit dort im Krankenhaus liegt. Ganz typisch für uns und unsere Situation haben wir einfach das Beste draus gemacht. Gut, dass wir das können.

Wir waren am Karfreitag blasphemischerweise ordentlich Fleisch essen in einem Restaurant. Später kam noch mehr Verwandtschaft ins Krankenhaus zum Kaffeetrinken und es wurde ein sehr lustiger Nachmittag. Der Karfreitag war eigentlich der schönste der Feiertage. Es war mit uns allen irgendwie wie immer, nur eben im Krankenhaus. Wir haben schöne Stunden verlebt und ich denke, jeder hatte so ein paar Minuten, immerhin, in denen er mal kurz vergessen hat, wieso wir dort sind.

Den Samstag haben wir ruhiger angehen lassen, ohne den Rest der Verwandtschaft. Wir haben den Osterbraten einfach vorgezogen und Kaninchen, Rotkohl und Kartoffeln in einer Wärmebox ins Krankenhaus bugsiert. Die Zeit zu fünft haben wir genossen, vor allem meinen Papa mit seinem Enkel zu sehen, war schön. Und wichtig für uns alle. Der Samstagabend gehörte mir und MTM. Meine Mutti hat zum ersten Mal auf MTE aufpassen dürfen, hat ihn alleine gebadet und ins Bettchen gebracht, alles ohne Probleme. Da ist man auch gleich mal bisschen stolz, auf Kind und Omi. ;) MTM und ich waren in einer Gaststätte ein paar Ortschaften weiter und haben es bisschen krachen lassen. Vorspeise, Hauptgang, Nachspeise und diverse Wein/Bier/Longdrinks (hatten uns meine Cousine als Taxi organisiert). Das tat so gut. Und war so schön. Und der Hammer: An unserem ersten Ausgehabend zu zwei seit der Geburt unseres Kindes haben wir die Hälfte der Zeit über selbiges gesprochen. So ändern sich die Themen, so ändert sich das Leben… :)

Am Ostersonntag waren wir wieder mit Papa essen, diesmal Sushi, ganz unkonventionell (hätte am Karfreitag besser gepasst, wa). Am Nachmittag kam wieder die Verwandtschaft zum Kaffee ins Krankenhaus. Und am Abend saßen wir alle, außer eben Papa, bei uns zu Hause und haben Sektchen geschlürft und uralte Fotos von Oma und Opa und Uroma und Mutti und Tante und sonstwem angeguckt. Zeitreise total, und so lustig und schön! Und unser Baby? Hat uns freundlicherweise gewähren lassen und friedlich gepennt. Da haben wir ganz schön Glück mit ihm. Und so ist es eben. Freud und Leid liegen viel zu nah beieinander. ♥

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Freitagsfüller – Samstagnacht um 3

1. Jetzt könnte und sollte ich ins Bett gehen, aber ich bin noch so aufgedreht von dem schönen Mädelsabend in der Stadt.

2. Der Wein floss heute in Mengen von oben nach unten. ;)

3. Im Fernsehen läuft bei mir gerade ausschließlich „Die Nanny“.

4. Die spanischen Erdbeeren sind nicht mit den deutschen zu vergleichen, denn die schmecken noch nicht richtig süß.

5. Wenn ich nach rechts schaue, sehe ich mein Haushaltsbuch, in das ich allein von diesem Freitagabend horrende Summen eintragen muss.

6. Heute beim Abendessen in der City gab es ihn in grün und mit Ziegenkäse – den ersten Spargel.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Bettseite meines Mannes, der heute auf meiner Seite bei unserem Sohn schläft, morgen habe ich im Gegenzug für heute den Babydienst am Abend (MTM geht dann aus) geplant und Sonntag möchte ich nach der Kommunion eines verwandten Kindes nur noch mit Mann und Sohn zu Hause chillen!