Geocaching – erste Versuche

Nun hatte ich mir ja dieses neue Hobby auserkoren, da ich mit Kind viel spazieren gehen sollte, aber einfach schon nicht mehr weiß, wohin überhaupt noch. In meinem Stadtteil ist nicht so viel geboten, was man als „Ziel“ betrachten könnte. Klar, die Weinberge abwandern, das kann man machen und das ist auch was tolles. Aber erstens ist das mit Kinderwagen unheimlich anstrengend, jedes Mal da rauf zu latschen, und zweitens wird es auch irgendwann langweilig. Ich gehe lieber raus, wenn ich ein Ziel habe. Kleine „Schätze“, die es zu suchen gilt, sind tolle Ziele. Und trotzdem – es ist schon einige Zeit vergangen, seit ich mich als Geocacherin angemeldet habe, dennoch bin ich nicht besonders eifrig dabei. Es liegt zum Einen an der Hitze, ich kriege wirklich eine Macke und schwitze seit der Geburt auch direkt nach 3 Schritten wie ein Vieh, wenn es nicht klirrend kalt draußen ist. Ich hoffe, die dafür verantwortlichen Hormone verpissen sich bald mal, es ist nicht mehr feierlich. Zum Anderen ist in meinem Stadtteil tatsächlich das Problem, dass viele Caches gar nicht mit dem Kinderwagen zu erkunden sind. In den Weinbergen liegen Caches scheinbar gerne an extrem steilen und extrem unausgebauten Wegen, für die ganzen Wanderer. Hm, das nervt mich schon wieder ein bisschen. Und ehrlich gesagt nerven mich auch so Multi-Caches und Rätsel und alles. Ich möchte am liebsten nur zu einem Ziel und dort bisschen suchen. Das Suchen ist schon peinlich genug, vor allem wenn es wie bei meinem allerersten – und bisher auch einzigen – gefundenen Cache ablief:

Es war so ein Rätsel-Ding, aber das Rätsel ließ sich superschnell lösen. Die erste Station war ein paar Meter von meiner Wohnung entfernt, dort musste ich ein paar Zahlen notieren und die Koordinaten ausrechnen, fertig. Ich lief gleich zum Ziel, das ich schnell fand. Dort angekommen schlief mein Kind erfreulicherweise, so stellte ich es ab und suchte. Und suchte. Und suchte. Als das Kind wach wurde, dackelte ich enttäuscht wieder ab. Ich studierte das Online-Logbuch von vorne bis hinten und suchte nach Hinweisen. Weiter kam ich damit aber auch nicht. Am selben Tag fuhr ich mit MTM nochmal hin und wir suchten bestimmt 30 Minuten. Wir hoben Gullideckel an und alles, echt mal! Kein Stein war vor uns sicher, alles wurde umgedreht und abgegrast. Aber nichts. Also fuhren MTM und ich ein paar Tage später nochmal dort vorbei. Irgendwie hatten wir ein gutes Gefühl diesmal. Wir suchten auch wirklich exakt bei den angegebenen Koordinaten, das war ein Tipp irgendwo im Logbuch. Nichts. War denn das zu fassen?! Nee, ich konnte das nicht auf mir sitzen lassen, also ging ich nochmal mit dem Kinderwagen hin, ein paar Tage später. Ich suchte wieder wie eine Blöde und fand verdammt nochmal gar nichts. Ich war echt wütend und lief wieder unverrichteter Dinge davon; per Handy-App suchte ich einen anderen Cache in der Nähe, weil ich unbedingt irgendwas finden wollte an diesem Tag! Bei jenem anderen Cache stand dann ein Hinweis, den ich auf den nicht gefundenen bezog: „Man muss für diesen Cache keine schweren Steine heben oder ähnliches.“ Ich drehte mich wieder um, kam zum nunmehr FÜNFTEN Mal zum Versteck und dachte, nee, das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Auch wenn ich NATÜRLICH sämtliche Steine schon angehoben hatte. Aber was auch immer es in dem Moment war, ein Geistesblitz oder was auch immer: Ich steuerte auf den Stromkasten zu, den ich auch schon abgetastet hatte, packte den Stein, den ich auch schon angefasst (aber nicht verrückt!) hatte, zog ihn vor und da war er, mein erster Schatz:

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Ich hab mich vor Freude fast nicht mehr eingekriegt. Ich hatte nicht mal einen Kuli dabei und musste mit dem unpraktischen Stift aus der Dose den Logbucheintrag machen, aber ich war so erleichtert und stolz, schön war das! Und trotzdem: Diese Suche war so anstrengend, dass ich eigentlich gleich mal keinen Bock mehr so richtig habe. Ich könnte derzeit ja auch in meiner Heimat Geocaching machen, aber mir ist es hier, wo man sich kennt, echt zu doof, rumzusuchen. Ich erkenne viele Verstecke sogar allein von der Beschreibung her, aber nee, irgendwie ist das nix. Und nun gebe ich es auch einfach mal zu: Diese Pokémon-Scheiße hindert mich jetzt auch. Ja, ich spiele das. Ich habe mir das Spiel vor 3 Tagen erstmalig angeguckt und seitdem bin ich im Fieber. Ich laufe mindestens genauso viel wie bei der Suche nach Caches, wenn nicht sogar noch mehr. Ich latsche alle Pokestops ab, sammle dort die Sachen ein, muss dafür nur ein paar mal auf dem Handy rumtippen und gut. Und wenn ein Pokémon vorbeikiekt, vibriert es und ich kann es schnell fangen, auch ohne irgendwelche auffälligen Bewegungen. ;) Tja, so ist das gerade. Geocaching ist salonfähig, das kannste erzählen, Pokémon ist albern und wird von allen Seiten belächelt. Aber es macht so Spaß! Und wenn ich vielleicht Samstag mal zu der einen Stelle hier in der Nähe gehe, verbinde ich beides. Denn dort ist ein Cache UND ein Pokestop zu finden! ;D

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Und nochmal ohne Kind unterwegs…

MTMs zweiwöchiger Urlaub startete ja super: Wir waren von Montag bis Dienstag in Ulm, sind am Mittwoch zusammen mit meiner Mutti in meine brandenburgische Heimat gedüst (den Urlaubstag kann man auch getrost aus dem Kalender streichen, lange Autofahrten sind scheiße) und hatten den gestrigen Donnerstag schon wieder fast für uns alleine!

Gestartet habe ich den Tag ungewöhnlich früh. Normalerweise weckt mich mein Kind zwischen 5 und 6 Uhr, dann gebe ich ihm die Flasche und halte seine Aufgewecktheit so lange aus, bis er nochmal einschläft für ca. ein Stündchen. Dieses kleine Schläfchen schlafe ich dann nochmal mit, das heißt, wir kommen meistens nicht vor 9 aus dem Bett. Wenn meine Mutti in der Nähe ist, schaffe ich den Kleinen nach der Flasche zu ihr ins Bett und penne weiter. ;) An diesem Morgen jedoch sprang ich trotz akuter Müdigkeit auf, machte mich fertig und stand kurz nach 7 Uhr im Supermarkt, womöglich das erste Mal überhaupt in meinem Leben. Krasses Gefühl irgendwie. Ich musste jedenfalls Lebensmittel für die Breichen meines Kindes kaufen und auch sonst noch ein paar Babypflegeprodukte. Im Anschluss folgte ein Notar-Termin und dann konnten MTM und ich auch schon aufbrechen in einen weiteren kinderlosen Urlaubstag. Mutti hatte frei und übernahm gerne wieder ganztags den MTE-Dienst. So konnten wir uns wieder mal „wie früher“ fühlen und ins Tropical Islands reisen. Das hatten wir 2012 schon einmal gemacht, als wir auf Heimaturlaub waren. Damals sparten wir MTMs Eintritt, weil er Geburtstag hatte. Diesmal blechten wir den kompletten, unfassbar hohen Eintritt und ärgerten uns auch ein bisschen. So richtig lohnt sich das unserer Meinung nach nicht, vor allem weil man drinnen auch arm wird, wenn man den ganzen Tag vor Ort ist und essen und trinken möchte.

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Fakt ist aber, dass wir wirklich gefühlt Urlaub hatten. Wir hatten alle Zeit der Welt, badeten immer mal wieder, lagen viel auf unseren Liegen, tranken Bier, quatschten, schliefen und lasen in unseren Büchern. Ich habe so viel gelesen wie seit MTEs Geburt nicht mehr. Wir blieben bis 22 Uhr und machten uns dann wieder auf den Heimweg. Hundemüde, aber ziemlich erholt fielen wir neben unserem Kleinen ins Bett

Bei der nächsten Gelegenheit werden wir uns wohl dieses kostenintensive Südseegefühl sparen und einfach an den See in der Nachbarstadt fahren. Aber sonst machen wir alles genauso!

28 Stunden kinderloses Ehepaar

Wir haben es gewagt! Nun, da MTE über 6 Monate alt ist, haben wir ihn einen Tag und eine Nacht allein gelassen, also, nicht ganz allein natürlich, sondern bei seiner Omi.

Meine Mutti kam schon am Freitag mit der Mitfahrgelegenheit wieder zu uns nach Stuggi, sodass wir am Samstag ja bereits auf eine Geburtstagsgartenparty gehen konnten. Den Sonntag nutzten wir zum Ausruhen und Vorbereiten und am Montag sollte es endlich soweit sein. So sehr wir unser Kind lieben (und so sehr wir es auch tatsächlich vermisst haben), wir freuen uns trotzdem immer über ein bisschen Freiheit, auf ein bisschen „wie früher“.

MTM hat seit diesem Montag Urlaub und der erste Urlaubstag war zufällig auch der „Schwörmontag“ in Ulm. Letztes Jahr waren wir auch dort, ich schwanger und nicht partytauglich, aber wir haben es sehr genossen und wie man an meinem Blogeintrag von damals sehen kann, dachten wir tatsächlich schon an ein Hotelzimmer beim nächsten Mal. ;)

Wir hatten also eines der letzten freien Zimmer gebucht und düsten sehr aufgeregt am Montag nach dem Mittagsbrei los. Die erste Amtshandlung: Musik unvernünftig laut aufdrehen. Ich hatte extra eine CD gebrannt. ;D In Ulm checkten wir dann kurz ein und machten uns direkt auf den Weg zur Donau, suchten uns einen guten Platz und beobachteten das Spektakel des „Nabadens“:

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Danach gingen wir zum gleichen Italiener wie im letzten Jahr und genossen dort lange bei Wein und Bier die extrem laute Musik von dem Mischpult nebenan. Dann waren wir bereit und liefen durch die Stadt, an jeder Ecke Party, total viele Menschen, die überall tanzten! Also, ich war endlich mal wieder voll in meinem Element und hab trotz Hitze die Beine geschmissen. MTM ist ja nicht so der Tänzer, aber er hat die ganze Party auch sichtlich genossen.

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Wir feierten bis zum Schluss (0 Uhr) mit und liefen dann völlig erschöpft und auch ordentlich angesäuselt zurück zum Hotel. Die Nacht war herrlich, einfach weil wir unser kleines Wesen, für das wir die Verantwortung tragen, nicht neben uns liegen hatten. Wir konnten bis in die Puppen schlafen, mussten das Zimmer erst um 12 verlassen und hatten auch das Frühstück schon vorsorglich abbestellt. Das musste doch ausgenutzt werden!

Wir genossen auch nach Verlassen des Hotels die Zweisamkeit noch ein bisschen, schlenderten durch Ulm (sehr hübsches Städtchen übrigens) und aßen mit Blick auf die Donau zu Mittag. Dass die Restaurantwahl ein Reinfall war, vergessen wir einfach mal schnell wieder. Irgendwas ist wohl immer. Lieber erinnern wir uns an den Besuch im Ulmer Münster und an die Kerzen, die wir für unsere verstorbenen Lieben angezündet haben. Und an die Heimfahrt bei lauter Musik. Und auch an die Wiedersehensfreude, die wir beide ganz extrem verspürt haben. Kurz vor der Ankunft zu Hause konnte ich es nicht mehr erwarten, endlich wieder mein Kind im Arm zu halten.

Schön war’s, Ulm, wir kommen wieder! Gerne mal so zu Besuch, oder zur Fasnet, aber auf jeden Fall nächstes Jahr zum Nabada. Wir wollen ein Floß bauen und mitmachen! :)

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Die Woche war…

…Party! :D

Gesehen.: MTMs Bruder beim heutigen Besuch im Eiscafé.
Gehört.: Wummernde Beats direkt vom Mischpult auf der Gartenparty.
Gelesen.: WhatsApp-Nachrichten, sonst nüscht.
Getan.: Zum ersten Mal tagsüber zwei Stunden mit dem Kind mitgeschlafen.
Gegessen.: Den obligatorischen Rettungsdöner nachts um 2.
Getrunken.: Zu viel und zu lange mit meiner Freundin in der Stadt.
Gefreut.: Auf meine Mutti und ihre Babysitterdienste, die wir seit gestern wieder in Anspruch nehmen können.
Geärgert.: Ach, irgendwie über nichts, ich erinnere mich jedenfalls nicht.
Gelacht.: Ganz viel beim Abtanzen, weil ich das so genossen habe.
Gedacht.: Ich muss ins Bett aber ich will nicht! (Mehrmals diese Woche. ;))
Geplant.: Öfter mit der Freundin auszugehen, aber möglichst weniger verkatert zu sein am Folgetag. ;)
Gekauft.: Wieder sehr süße Babyklamotten beim Bummeln mit Mutti.

12 von 12 im Juli

Sehr babylastig heute, aber was willste machen, ist nun mal Elternzeit. ;)

Die anderen Mitmacher findet ihr bei Caro. Und hier sind meine 12 Fotos vom 12. Juli 16:

Kind ist fertig, Mutti ist fertig, nun erst mal eine Tasse Kaffee und eine Folge „New Girl“, denn die 6 „Nanny“-Staffeln bin ich durch… ;)

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Aus den Vorräten Pastinakenmus fischen, damit es bis zum Mittag auftauen kann.

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Mein Mittagessen auch schonmal vorbereiten, damit nacher nur noch der Ofen angemacht werden muss.

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Kleine Runde durch den Stadtteil zum Bäcker und Biosupermarkt (mehr Geschäfte gibt’s hier auch nicht).

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Ausbeute schonmal fürs nächste Babybrei-Vorkochen bereitlegen.

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Heute gab’s mal einen vegetarischen Mittagsbrei (Pastinake-Kartoffel-Mandelmus), war im Nu verputzt!

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Spazieren mit den Mutti-Freundinnen.

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Wie immer, wenn ich in dieser Gegend bin: Schnell mal bei DM vorbeigeschaut.

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Bei Kaffee und Kuchen noch ein bisschen den Kindern beim Spielen zugeschaut.

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Wieder zu Hause mit hundemüdem Kind, schnell noch den ekligen Abendbrei zubereiten und füttern (alle finden den lecker, ich hasse aber so Milch-Wabbel-Zeug).

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MTM bringt den Kleinen ins Bett und ich mache im Keller die Wäsche.

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Noch ein bisschen Fotos kleben und die 12 von 12 bloggen, bevor es in die Falle geht. Ich bin kaputt. :)

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Das süße Sommerleben

IMG-20160710-WA0021Gestern hatten wir einen langen und perfekten Sommersonntag, und das sogar recht unerwartet. Also, dass das geplante Frühstück mit meiner Kollegin/Freundin und ihrem Freund schön werden würde, war mir schon klar. Aber dass der Tag so lang wird und vor allem unser Kind so prächtig mitmacht, das haben wir nicht erwartet.

Wir hatten einen Groupon-Deal an Land gezogen und trafen uns in einem hübschen Café um 10 Uhr zum vergünstigten Frühstück. Es war schon ganz schön warm, aber noch angenehm. Es war schön, einfach mal zum Sonntag schon aufgebrochen zu sein um diese Zeit. Das passiert nicht so häufig bei uns, wir waren ja schon vorm Elternsein bisschen faul und sind die Dinge – vor allem am Wochenende – gerne ruhig angegangen. Aber jetzt kommt ja noch ein Menschlein hinzu, das fertig sein muss. Und nicht nur das, die Wickeltasche packen mit allen möglichen Utensilien, inzwischen sogar noch mit Breichen und dem ganzen Drumherum, das gehört ja auch noch dazu. Jedenfalls mussten wir uns diesmal eben bisschen drehen und es war richtig schön, dann durch den noch frischen Morgen zu spazieren und im Café zu sitzen.

MTE war einfach prima, er hat wie immer unsere Freunde bezaubert, hat gar nicht gemeckert, obwohl er ganz schön geschwitzt hat (ich könnte da permanent nur meckern), hat zwischendrin einfach’ne ganze Weile im Kinderwagen gepennt, sein Mittagsbreichen hat er auch „priiiima“ gegessen… ;D Ich war begeistert. Auch von meiner Brei-Lösung, da ich immer noch die Gläschen verweigere und aber ein bisschen Bedenken hatte mit Seltgekochtem bei der Hitze. Aber hat alles gut geklappt, der Brei blieb kühl und wurde am Tisch kurz vorm Füttern aufgewärmt. Viel wichtiger war aber, dass die Zeit wie im Flug verging und wir vier Erwachsenen einfach total leckere, amüsante, schöne Stunden hatten.

Am frühen Nachmittag verließen wir erst das Café, aber nur um ein paar Schritte weiter in den Biergarten zu gehen, den wir schon immer mal besuchen wollten. So ließ es sich leben trotz der nunmehr ganz schön heftigen Hitze: Im Schatten mit einem kühlen Radler und weiterhin netter Gesellschaft. Und das Kind? Ja, hat weiter NICHT gemotzt, im Kinderwgen gespielt und erneut gepennt… Ein Traum. (Die Quittung dafür kam heute, er war wirklich unausstehlich, aber lassen wir das, ist unwichtig, heute lag nichts an.)

Erst um 16 Uhr verabschiedeten wir uns voneinander. Ich freue mich schon auf den nächsten Groupon-Deal oder vielleicht einfach nur Cocktail-Abend bei uns oder so. Wir sind nämlich noch gar nicht so lange befreundet, wir Vier, aber es passt einfach total gut und ich glaube, das hat Zukunft mit uns. ;)

Jedenfalls sind MTM und ich noch mit dem Kleinen spaziert, haben ihm die Flasche im Park gegeben und seine Füßchen in einem Brunnen abgekühlt. Wir merkten, dass wir noch nicht fertig waren mit diesem Tag und außerdem inzwischen wieder Hunger hatten. Spontan düsten wir nach Esslingen zu einem Italiener, der uns empfohlen wurde, und aßen Pizza. Wir waren mutig, irgendwann könnte das Baby ja auch mal genug haben. Hatte es aber nicht. Wieder wurden wir überrascht, wieder spielte der Kleine ganz entspannt im Kinderwagen und ließ uns in Ruhe essen. Klar, wir haben ihn auch mal rausgeholt, damit er was sieht von der Welt. Das hat er auch dankbar angenommen, aber ohne (wie z.B. heute) zu motzen wenn er wieder liegen sollte. Hach, das war echt schön, ein richtig schöner, heißer, entspannter Sommersonntag. ♥

 

 

Ein halbes Jahr.

Puh. Ich bin gerade ganz schön sentimental. Denn heute auf den Tag genau ist mein Kind 6 Monate alt. Heute vor 6 Monaten begann eine Zeit, die ich irgendwie so erwartet hatte, mir aber eigentlich doch nie so hätte vorstellen können. Wie soll man das beschreiben? Und vor allem, wie soll ich jetzt weiterschreiben ohne zu heulen? (Sind das immer noch die Hormone oder sind Mütter einfach so?!)

Vor einem halben Jahr hatte ich ein hilfloses, teilnahmsloses Häufchen im Arm, das mir große Angst machte und mich doch so sehr faszinierte. Das war es also, was MTM und ich fabriziert haben! :D Heute fasziniert der Kleine uns noch viel mehr. Er ist so menschlich geworden, reagiert auf uns, lacht total viel und herzhaft, krallt sich an uns fest, zappelt mit den Füßen vor Freude. Und was er schon alles kann. Greifen, auf den Bauch drehen, seit heute auch wieder zurück drehen, Brei essen… Und er hat schon sein erstes Zähnchen! Als ich das entdeckt habe, hab ich auch geheult, oh man. Und wie süß er ist! Ja, findet jede Mutti, wäre ja auch schlimm wenn nicht. Und trotzdem, wir sind immer noch ganz erstaunt WIE süß er ist. Ich könnte ihn ehrlich gesagt auffressen diesen kleinen süßen Spatz. Oder zumindest gaaaaanz doll knuddeln und abknutschen.

Wenn ich an die Anfangszeit zurückdenke, ist mir immer noch komisch. Alles war so aufregend, überfordernd, auch traurig (Stillprobleme und Hormone, ich sage euch eine teuflische Kombi). Ich hatte solchen Schiss vor allem möglichen, vor jedem neuen Schritt. Und jetzt ist alles ganz normal.

Was ich immer mit der Anfangszeit verbinden werde, ist „Der Tatortreiniger“. Wenn ich schon die Titelmelodie höre, ist mir ganz anders zumute, dann fühle ich mich total zurückversetzt. Den haben MTM und ich nämlich in den ersten Wochen immer mal geguckt, wenn das Baby bei uns auf der Couch eingeschlafen war. Und ich hab nebenbei abgepumpt, wie ich das gehasst habe. Aber der Tatortreiniger tat gut, er war täglich ein kleiner Ausflug ins Land des Abschaltens und Nichtdenkens.

Und jetzt ist das alles schon so lange her. Ich kann mir kaum die Fotos und Videos angucken vom Anfang, weil es so krass ist, wie klein er mal war und weil es mir wie eine andere Welt vorkommt. Wir haben schon so viel gemeinsam erlebt und so viel bewältigt. Die Zeit verging wie im Flug.

Und ich befürchte, in nicht allzu ferner Zukunft krabbelst du mir davon, kleiner MTE. Jetzt muss ich wirklich weinen. Werd bloß nicht so schnell groß. ♥

Blog

Nachtrag: Zähnchen Nummer zwei ist durch. Mein kleiner großer Junge!

Tun wir doch einfach mal so, als wäre heute Freitag.

…ich weiß, das fällt nicht so leicht an einem Montag, aber wisst ihr, meine Mutti hat den Freitagsfüller von letzter Woche ausgefüllt und ich will das einfach festhalten. Schließlich ist dieser auch eine super Überleitung zum nächsten großen Erlebnis: Der Taufe meine Sohnes. Aber seht erstmal selbst, der Freitagsfüller by Mutti:

  1. Es reicht jetzt langsam mit der Hitze.
  2. Beikost ist meine neueste Entdeckung im Bereich leckeres Essen.
  3. Wiederholt sich eigentlich nur Schlechtes?
  4. Aperol Sprizz ist ein echt cooles Sommergetränk.
  5. Mit der linken Hand gelingt mir nichts.
  6. Gewalt an Kindern finde ich echt fies.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Omapflichten, morgen habe ich einen aufregenden Fußballabend geplant und Sonntag möchte ich in der Kirche bei der Taufe meins Enkels möglichst nicht so viel heulen!

Richtig, unser kleiner MTE ist nun ein kleiner Katholik. Meinem Mann ist das sehr wichtig und auch wenn ich konfessionslos bin, so bin ich nicht gottlos und habe eingewilligt. ;)

Ich war sehr aufgeregt, weil ich mich in der Kirche nicht so gut auskenne. Aber es lief alles gut, ich habe mich nicht blamiert und MTE hat nicht einmal gemeckert oder geweint. Im Gegenteil, die Sache mit dem Weihwasser fand er irgendwie recht amüsant. :D

Dieser Tag war aber auch ziemlich traurig für Mutti und mich, weil wir meinen Papa schmerzlichst vermisst haben. Das tun wir ja immer, aber bei der ersten Familienfeier ohne ihn ist es nochmal anders. Er war nicht kirchlich, aber er wäre trotzdem stolz gewesen wie verrückt auf seinen Kleinen. Puh, es ist nicht leicht.

Nach dem kirchlichen Teil feierten wir mit MTMs und meiner Familie in einer Sportgaststätte, aßen superlecker griechisches Mittagessen und sündigten mit tollen Kuchen, von diversen Familienangehörigen gebacken. Gegen 18 Uhr war die Feier dann vorbei und MTM, ich und MTE rechtschaffen müde, erledigt und glücklich, weil alle einen schönen Tag hatten. ♥