Wie ich meinem Kind die Fortbewegung lehrte

Wie manch einer vielleicht weiß, finde ich Füße doof. Ich finde meine Füße doof, ich finde andere Füße doof, ich finde hässliche Füße doof und auch schöne Füße finde ich doof. Ich hasse es auch sehr, wenn irgendjemand oder etwas meine Füße berührt. Und wenn was zwischen meine Zehen kommt, das kann auch nur ein Sockenfaden sein, drehe ich am Rad. Wenn ich mir eine Pediküre vorstelle, wird mir schwindelig. Ich pflege natürlich trotzdem meine Quanten, obwohl ich alle Gründe hätte, sie stiefmütterlich zu behandeln.

Nun ist es so, dass jener kleine Mann, der meinen Lenden entsprungen ist, scheinbar gar nichts von meiner Fußabneigung hält. Im Gegenteil, er fährt komplett auf Füße ab. Am meisten auf meine. Jetzt hab ich ein Problem. Es ist einerseits absolut zuckersüß, wie das Kind, ähnlich einer Katze, die einen Wollknäuel jagt, meinen Füßen folgt. Wenn ich im Kreis um ihn rum gehe, dreht er sich wie ein kleiner Verrückter um die eigene Achse mit. Andererseits ist es mir höchst unangenehm, wenn er meine Füße erwischt. Dann macht er Geräusche wie ein wildes Tier, was seine Beute nun verschlingt, und beißt mir dabei in die Zehen. Oder schlabbert dran rum.

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Gut, was blieb mir nun anderes übrig, als es erstens zu ertragen und somit meiner absoluten Abneigung von Fußberührungen auch ein bisschen Herr zu werden. Und zweitens: Etwas nützliches mit der Situation anzufangen. Damit wären wir endlich beim Titel angelangt: Ich lehrte meinem Kind das Kriechen. Bis vor kurzem, etwa Mitte August, hat er sich mittels Rollen durch den Raum bewegt. Das war ja aber nichts Halbes und nichts Ganzes und passierte nur selten wirklich gezielt. Oft lag er aber auf dem Bauch und zeterte, weil er versuchte zu robben, aber nicht vorwärts kam. Ab und zu zog er sich mal ein kleines Stück nach vorn, mehr aber auch nicht. Irgendwann nahm ich mal meine Füße zur Hilfe, lockte ihn damit ein Weilchen und siehe da, er kroch zu ihnen. Er robbte nicht, er kroch wie eine langsame, schwere Echse. Aber er kam vorwärts, biss mir wieder erfreut in die Zehen und von da an übte er fleißig das Kriechen. Ich denke, das Robben hat er übersprungen, das war ihm wahrscheinlich zu anstrengend, weil er ja schon so groß und damit auch schwer ist. Lieber kriecht er, inzwischen immer schneller, und er kniet auch schon ab und zu und streckt sein Ärschchen in die Höhe. Bald krabbelt er bestimmt. Und ich behaupte nun mal: Das alles wegen meiner ollen Füße! :D

Mittlerweile ist er so flink, dass ich das Zimmer immer nur kurz verlassen kann, bevor er in der Nähe irgendeiner Gefahrenquelle ist. Aber eben noch nicht flink genug, um richtig blitzschnell zu sein. Er wechselt auch fleißig die Räume der Wohnung, kommt entweder uns hinterher oder guckt hier und da mal rum. Tja, jetzt ist es vorbei mit der Ruhe. Da habe ich den Salat!

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P.S.: Die einzigen Füße, die ich absolut vergöttere, in die ich reinbeiße und die ich küsse, sind klein und stecken an den Beinen meines Sohnes. ♥

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Da war vielleicht was los…

…im Leben der Bellona! Ich hatte in den letzten Tagen so einen vollen Terminkalender, ich war selber leicht überfordert. Aber irgendwie war alles, was drin stand, schön oder wichtig oder beides. Und deshalb hab ich mir gesagt: „Augen zu und durch!“ Ja, das musste ich, denn auch wenn ich Lust auf die meisten Vorhaben hatte, hab ich mir schon Gedanken gemacht, wie mein Baby das alles so mitmacht UND wie ich das alles bei bis zu 38 Grad überstehen soll. Ich verachte so eine Hitze zutiefst.

Dienstag und Mittwoch war ich ja ganztags im Freibad, das ist schon entspannend, weil man halt nicht zu Hause ist und somit keine Pflichten zu erfüllen hat. Das Kind ist auch entspannt, weil es immer jemanden um sich herum hat, da beschäftigt es sich auch prima alleine. Aber irgendwie bleiben dann eben die Sachen auf der Strecke, die man zu Hause gemacht hätte. Das wurde dann am Donnerstag tagsüber erledigt mit einem recht unentspannten Baby an der Backe, darf er ja auch mal sein. Die Hitze machte meinem Aussehen zu schaffen, ich konnte mich kaum vernünftig stylen, wo ich doch abends in der Stadt verabredet war. MTM übernahm den kleinen Schreihals und ich zog los, um mit meiner Teamkollegin essen zu gehen und auf dem Stuttgarter Weindorf Wein zu schlürfen. Es war ein wunderschöner Abend, wir hatten sooo viel zu quatschen und merkten gar nicht, wie uns der Wein immer mehr zu Kopfe stieg. Ich fuhr recht angelumpert mit der letzten Bahn nach Hause, schlief im Wohnzimmer auf der Couch und stand am nächsten Morgen 5:30 Uhr parat, als MTM aufstehen musste. Ich fand Vater und Sohn zusammen im großen Bett vor, total süß. Zum Glück brauchten MTM und ich nur tauschen und der Kleine schlief dann an meiner Seite noch weiter bis halb 8. Dann ging es gleich wieder los ins Freibad an diesem heißen Freitag, dorthin kam MTM nach der Arbeit auch und wir blieben total lange bis abends, sodass wir uns dann sputen mussten, damit das Kind nicht im Auto einpennt oder vor Hunger garstig wird. Abends durfte ich noch einmal alleine pennen auf der Gästecouch, MTM übernahm wieder die Nacht und ich schlief total erschöpft wie ein Stein von 23 bis 7:30 Uhr durch. Das hatte ich echt schon lange nicht mehr und brauchte es auch für den Samstag, vor dem mir ein bisschen graute: Um 10 Uhr hatte ich einen Friseurtermin in der Stadt, was ja schon bisschen ungeil ist bei diesen Temperaturen. Bei 35 Grad noch ein Geschenk in der kochenden Kesselstadt zu besorgen, war dann auch echt scheiße, vor allem da mir die frische Haarfarbe vom Kopf tropfte und die Frisur vom Schwitzen komplett ruiniert war. Fast dankbar kam ich dann im klimagekühlten Supermarkt an und kaufte noch ein, weil bei den ganzen Freibadbesuchen natürlich auch kein Kühlschrank aufgefüllt werden konnte. Dann machte ich mich zu Hause frisch und düste weiter zum Familienkaffee mit anschließender Poolparty bei MTMs Cousine. Dort warteten Mann und Kind auch schon. Das ganze Familiending war lustig aber auch echt anstrengend, vor allem mit dem Kleinen. Jeder will mal, jeder weiß was besser, jeder redet durcheinander… An seinen Nachmittagsschlaf war nicht zu denken, MTM ging sogar um 17 Uhr noch in den Pool mit dem Kind und ich war froh, als es dann endlich Abendbrot- und Schlafenszeit war. Der Kleine hat wirklich super mitgemacht, er mochte den Trubel, aber trotzdem hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil seine Augen schon total klein waren und er einfach mehr als bereit fürs Bett war. Das Schlafenlegen in die mittlerweile superenge Kinderwagenwanne in einem Nebenzimmer klappte problemlos, trotz lauter Musik vor der Tür. Er schlief auch super bis nachts halb 2, dann gingen wir mit einem wachen Kind im Wagen nach Hause und ich hatte mich mittlerweile um zwei Kinder zu kümmern, mein großes Kind aka Ehemann war nämlich partout nicht dazu zu bewegen, eher nach Hause zu gehen und trank bis dahin im Pool Gin Tonic *manstellesicheinenaugenrollsmileyvor*. Zu Hause schlief der Mann auf der Couch und ich schläferte das Baby wieder ein bei mir im Schlafzimmer. Klappte Gott sei Dank, trotzdem war die Nacht natürlich äußerst kurz. Und natürlich konnten wir am Sonntag nicht einfach chillen wie früher, früher is nich mehr! Kind versorgen, Wäsche machen (auch das kommt zu kurz bei so einem vollen Terminkalender), Essen kochen, tageslichttauglich werden… Wir waren ganz schön fertig nach der Hälfte des Tages, aber wir gönnten uns dann auch zu dritt einen Nachmittagsschlaf auf der Couch, das tat vielleicht gut! Und dann ging es auch schon weiter, wir waren zum Geburtstag eingeladen und reisten auch dort natürlich wieder mit dem kleinen Racker hin. Und wieder hat er prima mitgemacht. Im Auto hat er noch rumgemotzt, aber sobald er unter Leuten war, war er der übliche Sonnenschein. Nach dem Abendbrei ging es wieder in ein Nebenzimmer in den Kinderwagen, die Lichter waren schnell aus bei ihm und wir konnten bis 22 Uhr schön mitfeiern. Vernunft und Müdigkeit ließen uns dann aufbrechen, sodass wir alle drei um 23 Uhr in unseren Betten lagen und bis 5:30 Uhr den Schlaf der Gerechten schliefen (auch alle drei, Gott sei Dank!).

Und jetzt ist erstmal Pause! Ich habe keinen einzigen Termin bis Donnerstag. Ich kümmere mich jetzt um unser Zuhause, um den Kleinen und um meinen Blog. ;)

Wasserratten-Zucht

Also, ich züchte ja mit Absicht eine Wasserratte heran. Ich hoffe, mein Plan geht auf. Der kleine MTE soll jedenfalls keine Angst im Wasser haben und am besten auch schon ganz zeitig schwimmen lernen, damit auch wir weniger Angst haben müssen.

Wir haben relativ zeitig damit angefangen, das Kind öfter zu baden als das empfohlene „höchstens ein Mal pro Woche, sonst nur waschen“. Klar muss man einen ganz frischen Säugling nicht dauernd baden, das haben wir auch nicht gemacht, aber irgendwann, so im 4. Monat, haben wir eher so gehandelt wie wir dachten. Immerhin hat sich das Kind ja dann auch regelmäßig ziemlich vollgekackt und es wurde auch wärmer und mehr geschwitzt. Sobald er nicht mehr so klitzeklein und schon etwas robust war, sind wir auf die große Wanne umgestiegen und ich gehe seitdem so alle 3 Tage mit ihm rein zum fleißigen Plantschen. Zwischendurch duschen wir auch noch ab und zu. Mit allem konnte er sich ziemlich schnell anfreunden, was mich ziemlich froh machte. Ist doch herrlich, so ein Baby plantschen zu sehen…

Nun sind wir auch endlich einen Schritt weiter gegangen und haben mit dem Babyschwimmen angefangen. Als MTE kürzlich genau 7 Monate alt geworden ist, waren wir zur ersten Schnupperstunde. Ich war echt aufgeregt, man weiß ja auch immer nicht, wie die Kleinen reagieren. Es war außerdem genau zur Vormittagsschläfchenzeit und er war schon auf dem Hinweg eingepennt, so dass wir ihn wecken mussten… Aber hey, alles scheinbar kein Problem, Wasser lenkt ab (und macht müüüde im Nachhinein, herrlich!). Er hat 45 Minuten toll mitgemacht, mir war natürlich wieder wie heulen, alles also völlig normal. ;D Wir waren letzten Samstag wieder dabei, diesmal schon um 8 Uhr, um MTEs Vormittag nicht ganz so durcheinander zu bringen. Und jetzt haben wir ein neues Hobby gemeinsam mit unserem Sohn.

Da das Schwimmbad nun aber Sommerpause hat, muss MTE anderweitig dem Wasser treu bleiben. Was liegt denn bei DEM Hochsommerwetter gerade näher, als das Freibad?! Genau, nichts. Also bin ich am Dienstagmorgen um 9 vollgepackt wie ein Packesel im Freibad in der Nähe eingetroffen. Die Nacht war scheiße, ich war hundemüde und morgens zu spät ausm Bett raus, hatte nichts gegessen und unterwegs schnell meinen Kaffee hintergeschüttet. Vom Packen und Vorbereiten und Schleppen war ich komplett durchgeschwitzt als in ankam, aber was soll’s. Freibadstyle. Ich hätte mir ja auch mehr Zeit lassen können, aber ich war mit zwei Mutti-Freundinnen verabredet, die auch zum ersten Mal diesen Schritt wagten. Und wegen des Schattenmangels musste natürlich ein perfekter Platz her! Wir waren alle recht aufgeregt, aber wir hatten letztlich einen schönen Tag in unserem gemütlichen Strandmuschellager mit unseren Babys. Die waren größtenteils auch recht zufrieden, konnten sich rumwälzen und rumkriechen, einmal plantschen (im Babybecken war es aber echt so saukalt, dass wir rein ins Hallenbad gehen mussten…seltsam), viel rumgucken, Gras in den Mund stecken… Baby sein muss echt herrlich sein! :D

Ich blieb sogar alleine noch dort, als die anderen schon gegangen sind, weil ich zu Hause auch nichts besseres zu tun hatte. Und am Folgetag ging ich gleich wieder ins Freibad, diesmal woanders und mit anderen Müttern mit schon 1-jährigen Kindern. Das tat aber nichts zur Sache, alles andere war wie am Vortag: Zu spät dran, durchgeschwitzt und mit schmerzenden Packeselmuskeln ankommen, chillen, plantschen (diesmal in warmem Wasser), quatschen,  durchgeschwitzt zukrück zum kochend heißen Auto kommen, zu Hause den ganzen Abendkram erledigen und dann fertig und regungslos auf der Couch liegen. Der einzige Unterschied war, dass MTE am Vortag Punkt 19 Uhr ohne zu murren eingepennt ist und diesmal leider auf der Rückfahrt im Auto eingepennt und dann natürlich völlig aufgedreht und bestens gelaunt war, was zu Einschlafbemühungen unsererseits bis 20:20 Uhr führte. Mannometer. Und nein, er wachte deshalb natürlich nicht später auf am Morgen. ;)

Wie dem auch sei, heute haben wir eine Plantschpause gemacht und morgen geht’s wieder ins Freibad. MTM kommt 13 Uhr nach der Arbeit auch hin, was nicht nur einen fröhlichen Familientag, sondern auch für mich am Ende des Tages weniger Schleppen bedeutet. Oh, und vielleicht kann ich ja sogar mal ins ERWACHSENENBECKEN?! :D

 

 

Die Woche war…

…aktiv!

::gesehen:: Meine Kollegen beim Besuch mit Baby auf Arbeit.
::gehört:: Auch wenn es die erwachsenen Ohren echt schnell nervt: Kinderliederradio über Amazon Prime.
::gelesen:: Immer noch im selben Buch wie seit Wochen, ach was rede ich, MONATEN!
::getan:: Ein paar Stunden „kindfrei“ vertrödelt und genossen.
::gegessen:: Vegane Dinkelpizza, überraschenderweise echt lecker.
::getrunken:: Wasser, Wasser, Wasser.
::gefreut:: Über MTEs Erwachen um 5:45 Uhr.
::geärgert:: Über MTEs Erwachen um 4:30 Uhr.
::gelacht:: Ganz herzhaft zusammen mit meinem kleinen Spatz.
::gedacht:: Ich muss echt aufhören, mich wuschig machen zu lassen durch Vergleiche meines Kindes mit anderen.
::geplant:: Freibadbesuche, Ausgehen und Muttitreffen für die kommende Woche.
::gekauft:: „Gestreifte Bete“ für Babybrei, noch nie vorher gesehen.

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Es ist Samstag!

In meiner Elternzeit machen Wochentage ja eigentlich nicht so viel aus, aber das Wochenende ist genauso geil wie damals, vor gefühlten Urzeiten, als ich noch arbeiten war. Denn am Wochenende steht MTM nicht um 5:15 Uhr auf, ist nicht den ganzen Tag fort, fehlt dem Kleinen nicht als Papa und mir nicht als Ehemann und Babysitter. Ich liebe das Wochenende! Ich bin jetzt nicht unbedingt ausgeruhter, denn jede nächtliche Regung vom Baby kriege weiterhin NUR ich mit und nie er, aber zufriedener bin ich irgendwie.

Nachdem ich gestern schon einen sehr erfolgreichen aber auch langen Tag als Vollblutmutter hatte (vormittags spazieren und einkaufen und dann von 13 bis 23 Uhr (!) Babybreie auf Vorrat kochen), viel zu spät im Bett war und auch nicht sonderlich gut schlief, ging es heute direkt so anstrengend weiter. Aber auch schön, denn viel selbstbestimmter als unter der Woche, wo das Baby einem schon auch mal einen Strich durch die Rechnung machen kann.

Heute Morgen wachte der Knirps erstmalig um 4:22 Uhr auf, zwei Mal Schnuller geben, gut war es wieder. Für ihn. Für mich nicht, ich war wach und bekam jede Regung von ihm mit und hoffte, er würde noch ein bisschen schlafen. Das tat er auch, bis 5:30 Uhr. Dann war er wach, nichts zu machen. Das erkannte ich daran, dass er einfach lachte. Im Stockdunkeln, worüber auch immer, er lachte einfach. Dann lag er auf dem Bauch und guckte herum. Schluss mit der Ruhe, aber auch so süß, denn es gibt ja auch andere Arten aufzuwachen, heulen zum Beispiel. Nach dem Morgenfläschchen ruhten wir noch zu dritt ganz in Familie im Ehebett, das Baby blieb wach aber ruhig, auch als MTM schonmal aufgestanden war und ich nochmal einnickte und sogar träumte. Aber dann, um 6:45 Uhr, hieß es: Aufstehen! Schnell Baby und mich fertig machen und dann schon losdüsen, um 8 Uhr hatten wir Babyschwimmen, was sowas von niedlich und toll ist, ich kann das echt nur empfehlen. Ich war diesmal nur schwitzende Dekoration am Beckenrand (mit Klamotten in einem tropisch heißen Hallenbad, ganz toll), um Videos und Fotos zu machen. Außerdem hatte ich noch was vor (nunmehr mit schwitzigen Haaren und bisschen verwischter Schminke, aber was soll’s).

Nach dem Schwimmen kümmerte sich MTM ganztags um unser Kind, er wischte zu Hause sogar noch Staub und saugte und wischte den Boden, ganz ohne Anweisung meinerseits. Ich muss gestehen, so fleißig bin ich selten, wenn ich „Babydienst“ habe. Ein guter Mann. ;) Ich jedenfalls frönte dem Stadtleben, war frühstücken, bummeln und bei der Kosmetik mit meiner Freundin, ging dann noch Lebensmittel einkaufen und kam um 16 Uhr ziemlich kaputt zu Hause an. Bei meinem fröhlichen, zuckersüßen Kind und meinem lieben, zuckersüßen Mann. Schön war das. Um das Abendessen und den Abendbrei kümmerte ich mich wieder, auch das Bettfertigmachen und Schlafenlegen übernahm ich natürlich, denn das macht MTM schon immer unter der Woche. Er ist nun unterwegs mit Kumpels in der Stadt und ich sitze hier, trinke Wein, blogge. Der Kleine pennt und ich bin eigentlich auch sowas von scheißmüde, aber ich geniiieeeße die kleine abendliche Freiheit so, Herrgott, ich finde wieder kein Ende. Irgendwann muss ich mal mit meinem Kind um 7 ins Bett gehen und richtig viel schlafen. Mach ich auch, ganz bestimmt. Kurz bevor ich vor Müdigkeit abklappe, mindestens. ;)

Roland Kaiser, was wäre mein Leben ohne dich?

Den Titel gab’s hier schonmal im Blog, glaube ich. Ich war ja nunmehr auf 9 Konzerten von „Roli“, und ich höre vermutlich auch nicht auf, weiter auf seine Konzerte zu gehen. Da passt der Titel ziemlich gut. :)

Das vergangene Wochenende haben wir verlängert und in meiner Heimat verbracht. Grund dafür war nicht nur Roli am Freitag den 12.8.(deshalb sind auch die „12 von 12“ ausgefallen, zu viel Trubel, zu oft das Knipsen vergessen), sondern auch MTMs Geburtstag am 14.8.. Wir hatten eine schöne Zeit mit haufenweise „Freizeitstress“, wie irgendwie immer in der Heimat. MTM war beim Football in Dresden und beim Autocross, ich bei Roli, bei meiner besten Freundin zum Geburtstag und Babygucken; dazu noch die Vorbereitungen für das Geburtstagsgrillen, das Kümmern um unseren kleinen Quälgeist, Zusammensein mit der Familie… Ja, ist immer was los zu Hause.

Das Highlight des Wochenendes war aber einfach die „Kaisermania“. Die Karten sind immer ruckzuck ausverkauft, obwohl es immer vier Konzerte am Elbufer in Dresden gibt. Wir sind nun schon ganz aufgeregt, ob und für wann wir wohl für 2017 Karten kriegen, der Vorverkauf startet heute. Nein, wir kriegen einfach nicht genug. Die Stadt, die Kulisse, wir 5 Mädels (meine Mutti, meine Tante, meine Cousinen und ich) und Roli zusammen, das ist einfach immer bisschen magisch.

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Letztes Jahr war ich schwanger und hab das Ganze bei 40 (!) Grad trotzdem durchgezogen. Da fand ich es dieses Jahr tatsächlich angenehmer, obwohl es leider alle halbe Stunde regnete und wir mit unseren Regencapes bisschen lustig aussahen. Es lohnte sich trotzdem; sogar Maite Kelly trat diesmal mit auf und unterhielt das Publikum super.

Auf Verständnis für diese Roli-Liebe stößt man irgendwie nur in meiner Heimat oder Dresden oder vielleicht auch allgemein im Osten. Zumindest häufiger, als sonstwo. Die meisten Leute, die ich außerhalb dieser Gegend kenne, sind immer bisschen irritiert. Ich weiß noch, was ich für Spott im Blog über mich ergehen lassen musste, aber das macht mir alles nix, I love Roli forever! ;D

Vau ef Beheee!

Leute, ich hab endlich mal was anderes zu erzählen als von Babykram, Pärchenkram und Mutterdasein! ;D Zwar hat der Ursprung des Ganzen doch mit allen drei Themen zu tun, aber den reiße ich nur kurz an, weil wir, meine Freundin und ich, der Renner mit unserer Story waren an diesem Abend. Wir konnten nämlich Folgendes erzählen: Wir sind beide in Elternzeit und unsere Männer hatten sich überlegt, uns mal einen schönen Abend zu bereiten. Deshalb, jetzt kommt’s, haben sie uns Karten besorgt zum ersten Spiel des VfB Stuttgart in dieser Saison. Die Männer passten auf die Kinder auf und wir konnten zum allerersten Mal überhaupt die Mercedes-Benz-Arena besuchen. Und wir sind nicht mal Fans des VfB, meine Freundin steht auf den FCB und ich stehe auf nüscht, ich drücke nur, wenn ich dran denke, Stuttgart und Cottbus die Daumen und bin immer gegen Bayern. :D Aber die Idee fanden wir total süß, denn Interesse haben wir eigentlich schon lange daran, mal ins Stadion zu gehen, wenn es schon umme Ecke ist. Jedenfalls haben die Leute, die wir zu Hauf an diesem Abend kennenlernten (sehr kommunikativ so ein Fußballspiel), nicht schlecht gestaunt und fast alle sowas wie „Haha, verkehrte Welt, die Frauen gehen ins Stadion und die Männer machen Babydienst!“ gesagt. Tja, so sind sie, unsere Männer! Kann sich manch Einer durchaus mal’ne Scheibe abschneiden. Von den unhöflichen Pauli-Fans direkt am Zaun zum Beispiel, an dem wir dummerweise saßen, da es keine anderen Karten mehr gab:

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Selbstverständlich waren da nicht alle doof, und die haben für ihre 600 Mann (das Stadion war ausverkauft, 60000 Zuschauer!), die sie gerade mal waren, ganz schön Stimmung gemacht. Ich hab mir sagen lassen, dass die Stimmung in der Ultra-Kurve des VfB auch bombastisch war, ich hab aber leider nur die Pauli-Fans gehört (abgesehen von den Momenten in denen der VfB seine zwei Tore schoss). Jedenfalls waren da aber ein paar Exemplare direkt am Zaun, die hatten direkt mal Beißschienen dabei, haben ihre unansehnlichen Bierbäuche nackig gemacht, sind fast über den Zaun gestiegen und haben unschöne Dinge zu unserer Seite gerufen. Die waren wirklich wie so aggressive Tiere im Zoo. :D Sehr amüsant.

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Die Stuttgarter Fankurve und deren „Choreographien“ und deren Stimmung bekamen wir nur von weitem mit, aber schön anzusehen war es auf jeden Fall. Die Hoffnung war im ausverkauften Neckarstadion natürlich groß nach dem Abstieg in die zweite Bundesliga. Allzu einfach hat es der FC St. Pauli dem VfB echt nicht gemacht; zuerst kassierte der VfB ein Gegentor und wir waren schon echt angenervt, dass die Tiere hinterm Zaun jetzt auch noch’ne größere Fresse hatten. ;) Außerdem wollten wir uns natürlich über Tore freuen bei unserem ersten Stadionbesuch. Die Gelegenheit hatten wir, der Ausgleich folgte in der zweiten Halbzeit und kurz vor Schluss ging der VfB in Führung. Schön war das, ich war ganz schön heiser am Folgetag.

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Nach dem Spiel waren wir noch lange nicht bereit, nach Hause zu gehen, also gingen wir in die einzige Bar weit und breit. Dort ist nach den Spielen immer ordentlich was los und sogar Kevin Großkreuz schaute mal vorbei. Wir sind ja jetzt nicht so die Autogrammjäger und genossen lieber unsere Getränke und schauten dem Spektakel zu. Erst um 1 Uhr war ich zu Hause und der Folgetag wurde, wie eigentlich immer, wenn man es gar nicht gebrauchen kann, babymäßig extrem anstrengend. Aber darüber wollte ich heute nicht berichten, dies bleibt ein weitestgehend babyfreier Eintrag. :)

Der Urlaub, der längst vorbei ist

Mensch, da war doch noch was. Der Heimaturlaub. Er bestand natürlich nicht nur aus kindfreien Tagen für MTM und mich, nee, wir haben auch einen schönen Familienurlaub gehabt. Natürlich ist es praktisch, wenn die Omi einem immer mal wieder eine Auszeit verschafft, aber sie musste ja auch arbeiten und so mussten wir uns auch zu dritt beschäftigen. Ist nicht allzu schwer, denn immer wenn wir in der Heimat sind, herrscht sozusagen „Freizeitstress“. Zu viele Vorhaben und Dates für zu wenig Zeit. Man trifft immer viele Freunde und doch nicht alle. Zum Beispiel die „alten“ Freunde, die ich schon ewig nicht gesehen habe, aber so gerne mal wieder sehen möchte, die bleiben auf der Strecke. Und zu dem ganzen Freundekram gesellen sich dann noch Sehnsüchte nach Ruhe, Garten, Sonne, Lesen, Schlafen, Ausflüge machen… Nicht so einfach unter einen Hut zu bringen. Wir haben es trotzdem ganz gut gemeistert. Wir hatten schöne Abende mit Freunden in Dresden und in der Heimat und mit der Familie, waren mehrmals lecker essen, haben den Stadthafen besucht, Eis gegessen, waren im Tierpark. Ich habe immer bisschen im Garten gelesen, wenn meine Mutti mit dem Kleinen spazieren war. Ich war auch im Pool zwei Mal, einmal davon 5:30 Uhr morgens nach einer schweißgebadeten durchwachten Nacht.

Blog

Es war jedenfalls eine schöne Zeit zu Hause, die wie immer viiieeel zu schnell verging. Und wie immer habe ich Heimweh nach so ein paar Tagen dort, wo ich herkomme. Aber schon am nächsten Wochenende geht’s für 4 Tage wieder hin. Und dann, 3 Wochen später, bin auch schon wieder für längere Zeit dort. Die Elternzeit und damit (in gewisser Hinsicht) Freiheit muss ja genutzt werden. :)

Freitagsfüller

  1. Ich bin noch mit den Gedanken im Heimaturlaub, obwohl der schon wieder seit einer Woche vorbei ist.

2. Ich habe diese Woche viele kleine schöne Plätze gesehen, und das nur wegen meiner Pokémon-Jagd!

3. Was macht eigentlich einen guten Kinderarzt aus? Ich glaub ich hab für mich die Antwort gefunden.

4. Gestern lieben Besuch und heute einen Matschkopf gehabt, aber das war es wert.

5. Früher oder später raffe ich mich immer auf, mache die Steuererklärung und frage mich, wieso ich die solange vor mir hergeschoben hab.

6. Ich habe keinen Plan von irgendwelchen Instagram Stories .

7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das einsame Abarbeiten meiner To-do-Liste, morgen habe ich eine Schnupperstunde beim Babyschwimmen geplant und Sonntag möchte ich irgendwas in Familie machen!