Wasserratten-Zucht

Also, ich züchte ja mit Absicht eine Wasserratte heran. Ich hoffe, mein Plan geht auf. Der kleine MTE soll jedenfalls keine Angst im Wasser haben und am besten auch schon ganz zeitig schwimmen lernen, damit auch wir weniger Angst haben müssen.

Wir haben relativ zeitig damit angefangen, das Kind öfter zu baden als das empfohlene „höchstens ein Mal pro Woche, sonst nur waschen“. Klar muss man einen ganz frischen Säugling nicht dauernd baden, das haben wir auch nicht gemacht, aber irgendwann, so im 4. Monat, haben wir eher so gehandelt wie wir dachten. Immerhin hat sich das Kind ja dann auch regelmäßig ziemlich vollgekackt und es wurde auch wärmer und mehr geschwitzt. Sobald er nicht mehr so klitzeklein und schon etwas robust war, sind wir auf die große Wanne umgestiegen und ich gehe seitdem so alle 3 Tage mit ihm rein zum fleißigen Plantschen. Zwischendurch duschen wir auch noch ab und zu. Mit allem konnte er sich ziemlich schnell anfreunden, was mich ziemlich froh machte. Ist doch herrlich, so ein Baby plantschen zu sehen…

Nun sind wir auch endlich einen Schritt weiter gegangen und haben mit dem Babyschwimmen angefangen. Als MTE kürzlich genau 7 Monate alt geworden ist, waren wir zur ersten Schnupperstunde. Ich war echt aufgeregt, man weiß ja auch immer nicht, wie die Kleinen reagieren. Es war außerdem genau zur Vormittagsschläfchenzeit und er war schon auf dem Hinweg eingepennt, so dass wir ihn wecken mussten… Aber hey, alles scheinbar kein Problem, Wasser lenkt ab (und macht müüüde im Nachhinein, herrlich!). Er hat 45 Minuten toll mitgemacht, mir war natürlich wieder wie heulen, alles also völlig normal. ;D Wir waren letzten Samstag wieder dabei, diesmal schon um 8 Uhr, um MTEs Vormittag nicht ganz so durcheinander zu bringen. Und jetzt haben wir ein neues Hobby gemeinsam mit unserem Sohn.

Da das Schwimmbad nun aber Sommerpause hat, muss MTE anderweitig dem Wasser treu bleiben. Was liegt denn bei DEM Hochsommerwetter gerade näher, als das Freibad?! Genau, nichts. Also bin ich am Dienstagmorgen um 9 vollgepackt wie ein Packesel im Freibad in der Nähe eingetroffen. Die Nacht war scheiße, ich war hundemüde und morgens zu spät ausm Bett raus, hatte nichts gegessen und unterwegs schnell meinen Kaffee hintergeschüttet. Vom Packen und Vorbereiten und Schleppen war ich komplett durchgeschwitzt als in ankam, aber was soll’s. Freibadstyle. Ich hätte mir ja auch mehr Zeit lassen können, aber ich war mit zwei Mutti-Freundinnen verabredet, die auch zum ersten Mal diesen Schritt wagten. Und wegen des Schattenmangels musste natürlich ein perfekter Platz her! Wir waren alle recht aufgeregt, aber wir hatten letztlich einen schönen Tag in unserem gemütlichen Strandmuschellager mit unseren Babys. Die waren größtenteils auch recht zufrieden, konnten sich rumwälzen und rumkriechen, einmal plantschen (im Babybecken war es aber echt so saukalt, dass wir rein ins Hallenbad gehen mussten…seltsam), viel rumgucken, Gras in den Mund stecken… Baby sein muss echt herrlich sein! :D

Ich blieb sogar alleine noch dort, als die anderen schon gegangen sind, weil ich zu Hause auch nichts besseres zu tun hatte. Und am Folgetag ging ich gleich wieder ins Freibad, diesmal woanders und mit anderen Müttern mit schon 1-jährigen Kindern. Das tat aber nichts zur Sache, alles andere war wie am Vortag: Zu spät dran, durchgeschwitzt und mit schmerzenden Packeselmuskeln ankommen, chillen, plantschen (diesmal in warmem Wasser), quatschen,  durchgeschwitzt zukrück zum kochend heißen Auto kommen, zu Hause den ganzen Abendkram erledigen und dann fertig und regungslos auf der Couch liegen. Der einzige Unterschied war, dass MTE am Vortag Punkt 19 Uhr ohne zu murren eingepennt ist und diesmal leider auf der Rückfahrt im Auto eingepennt und dann natürlich völlig aufgedreht und bestens gelaunt war, was zu Einschlafbemühungen unsererseits bis 20:20 Uhr führte. Mannometer. Und nein, er wachte deshalb natürlich nicht später auf am Morgen. ;)

Wie dem auch sei, heute haben wir eine Plantschpause gemacht und morgen geht’s wieder ins Freibad. MTM kommt 13 Uhr nach der Arbeit auch hin, was nicht nur einen fröhlichen Familientag, sondern auch für mich am Ende des Tages weniger Schleppen bedeutet. Oh, und vielleicht kann ich ja sogar mal ins ERWACHSENENBECKEN?! :D

 

 

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22 Gedanken zu “Wasserratten-Zucht

  1. Haben wir mit unserer auch so gemacht. Nebenbei haben wir sie noch abgehärtet, in dem wir nach dem Baden einen Becher kaltes Wasser über den Rücken haben laufen lassen, anfangs lauwarm und dann immer kälter werden. Als sie dann allein duschen konnte, hat sie selbst immer kalt abduschen wollen. :) Sie war deutlich weniger krank als Gleichaltrige.
    Ihr Schwimmabzeichen hatte sie dann mit 4: Wasserratte ist sie bis heute geblieben, ob es die Freizeitgestaltung betrifft oder Urlaubsorte. :)

    • ich auch. ich hab letztens von einem unglücksfall gelesen: 21-jährige mutter lässt kind in neckar fallen, springt hinterher, bringt sich aber selber in gefahr weil sie nicht schwimmen kann. nun weiß ich nicht, woher die mutter kam, aber wenn sie hier aufgewachsen ist und nicht schwimmen kann, dann ist das echt krass. gibt es bestimmt viele junge leute.

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