Das erste Weihnachten…

…ohne meinen Papa aber mit meinem Sohn. Es waren schöne Tage. Und anstrengende Tage. Das „Baby“ forderte uns alle eigentlich unentwegt, sodass hier wenig Raum war zum Nachdenken. So war es gut – auch wenn mein Kind plötzlich extrem fremdelt, auch bei altbekannten Gesichtern, und das immer mal wieder mit urplötzlich auftretenden Schreiattacken mitteilt, da muss nur ein Lachen besonders laut und irritierend für ihn sein. Komisch. Ich versuche mal, mir nicht zu viele Gedanken drum zu machen. Fällt schwer, ich hab nämlich ständig Schiss, dass ich nicht richtig mit sowas umgehe und er’ne Macke kriegt oder so. ;)

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Heilig Abend machten wir die Bescherung zu viert mit meiner Mutti recht kurzfristig bevor der Rest der Familienbande kam. Wir haben gemerkt, dass das mit Kind schon alles bisschen anders laufen muss in Zukunft. Diesmal hat der Kleine natürlich nicht viel geschnallt, fand das Geschenkpapier cooler als die Geschenke und steuerte immer mal wieder gefährlich auf den Baum zu. ;) Aber in Zukunft muss da einfach mehr Zeit sein, damit nicht ein Geschenk nach dem anderen aufgerissen wird, ohne die Zeit damit zu spielen. Und es müssen ja nunmal alle mitspielen mit so einem kleinen Kind, wenn es alleine unter Erwachsenen ist! Gut, das Abendessen war lecker, Würstchen, Kartoffelsalat, Kasseler. Für den Kleinen gab’s Toast ohne alles, Tomaten und seinen Abendbrei. Alle waren zufrieden, und als ich das Kind dann im Bett hatte, konnte ich mich auch entspannen. Es wurde ein feucht-fröhlicher Familienabend.

Gestern aßen wir in der gleichen Familienkonstellation auswärts zu Mittag. Früher fand der erste Feiertag immer bei meiner Oma und meinem Opa statt, wir haben uns die Bäuche vollgeschlagen und dann dort bis abends rumgehangen und Fernsehen geguckt. Zum Abendbrot servierte Oma Schnittchen. Es waren schöne Zeiten, aber auch solche Zeiten sind irgendwann vorbei. Nun gehen wir immer essen an diesem Tag, ist auch okay, machen scheinbar viele Leute. Diesmal gingen wir in ein Nachbardorf in den Gasthof, ein bisschen war es wie in der „Zone“, so altbacken der Saal und das Geschirr, so einfach aber auch lecker die Suppe und der Gänsebraten. Die Bude war voll, viele Gesichter kannte man. Es war ein gutes Weihnachtsmahl. :) Den Rest des Tages verbrachten wir mit Märchen vor der Glotze oder spielnd auf dem Boden.

Und der heutige Tag ist der traditionelle Gammeltag. Keine Schminke, keine tageslichttauglichen Klamotten, keine Verpflichtungen. Wenn man mal von der Kinderbetreuung absieht. Es gab Hirschgulasch zum Mittagessen, Spielbesuch für den Kleinen kam am Nachmittag (den er leider mit mehreren Heulkrämpfen quittierte), und als es dunkel war, wagten wir uns mal kurz raus für einen Spaziergang. Die Weihnachtsdeko der Anderen interessiert uns nämlich immer sehr. ;)

 

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39 Gedanken zu “Das erste Weihnachten…

    • nee andersrum wird ein schuh draus. wenn der säbelzahntiger kam, wurde gebrüllt, damit die menschen das kind beschützen konnten. ob das nun erfolgreich geschah oder nicht, weiß ich nicht. ;) in der steinzeit war es übrigens wie auch bei vielen tieren üblich, dass kinder immer an den eltern hingen, immer bei ihnen schliefen. da gab’s keine gitterbetten und eigene zimmer und kitas mit fremden betreuern wenn überhaupt, dann gab es deshalb keine schreikinder. mte ist auch fast immer ruhig oder beruhigt sich, wenn er auf meinem arm ist.

      • Och…bockige Kinder gab’s damals bestimmt auch schon 😁

        Aber schau dich in der Natur um, bei Gefahr wird sich leise und mucksmäuschenstill verhalten.

        Der wird schon, ist die Phase. Und es wird noch lustiger 😁

  1. Huhu! Bei uns war es ganz ähnlich. Die Maus fremdelt momentan ganz doll und jedes plötzlich auftretende Geräusch (große Cousine packt Geschenke aus) versetzt sie in eine kleine (manchmal große) Schreiattacke. Von jetzt auf gleich, zack. Hallo Entwicklungssprung…
    Ich frage mich auch jedes Mal, ob ich da richtig reagiere … cool bleiben? Trösten? Drüber „lachen“? Von allem etwas 😊 sind ja auch sehr viele Eindrücke für die Kleinen.
    Ein Gammeltag tat dann sicher euch alle richtig gut, oder? Den hatten wir auch 😉
    Viele Grüße

    • ja, geräusche sind bei unserem kleinen auch schon seit längerem gefährlich. anfangs hat ihn nichts gejuckt, aber dann ging es los mit dem staubsauger, dem fön, husten, schneuzen, niese, lautem rufen…diesmal hat er sogar wegen lauten lachens geheult. ;)

      ich tröste und nehme ihn sofort an mich, geb ihm sicherheit. aber ich vermeide diese situationen nicht. und das fühlt sich richtig an, aber ich frage mich, ob ich nicht ihm doch einfach auch zu viel zumute. ob ich auch mal rausgehen sollte. oder weniger vorhaben und dates mit ihm zuammen durchsetzen sollte. weiß nicht.

    • ach ja, eine sache noch: es gibt menschen, die haben wenig verständnis dafür, dass man das kind das tröstet. das finde ich ärgerlich. als würde man ein weichei erziehen. mag sein, aber wenn mein kind mir signalisiert, dass es was nicht will, und zwar sehr LAUT (das organ meines sohnes ist unfassbar ohrenbetäubend), kann ich ihn doch nicht einfach dieser „gefahr“ aussetzen!

    • ach, ich schwanke sowieso immer zwischen sorgen und nicht sorgen. letztendlich hab ich eh kaum einfluss drauf. er entwickelt sich, wie er sich entwickelt. ich hab ihn nie in watte gepackt im letzten jahr, hatte ihn immer dabei, hab ihn von anderen leuten halten lassen, bin selbst sehr offen. und trotzdem femdelt er, dann ist es eben so. er ist trotzdem mein ganz fantastischer, geliebter sohn. :)

      • Unser Weihnachten war auch sehr schön, friedlich mit Mutter und Schwester.
        Tatsächlich bin ich wirklich so still. Kreative Schaffenspause? Eher weniger, nennen wir es also mal ausbleibendes Schreibfieber. Passiert immer mal, ist meist nur von kurzer Dauer und ich rechne stark damit, dass es nach den Prüfungen, die ich im Januar habe, wiederkommt… 😉

          • Nächsten Donnerstag ist wieder eine der Jahresprüfungen für die Osteopathie-Ausbildung. Hab das zweite von sechs Jahren rum… 😱
            Vielen Dank für’s Daumen drücken, dass kann ich gebrauchen. 😊

            • oh, osteopathie, ich war damals mit meinem 3-wochen-alten kind auch beim osteopathen, bin nicht abgeneigt. :) 6 jahre sind echt heftig. und zahlen musst du auch selber oder?

              • Genau, aber mein Chef unterstützt mich finanziell. Gottseidank!
                Ich hoffe, Du hast gute Erfahrungen mit dem Osteopathen gemacht und dass es nichts ernstes mit MTE war.

                • nein es war nur ein leicht überstreckter nacken und nach 2 sitzungen war das wieder gut. der osteopath war sehr nett und ich würde es auch wieder versuchen bei eventuellen problemen. :)

                    • hab ich auch schon gehört. ich wüsste nur nicht so recht, wo ich anfangen soll. meine krankenkasse zahlt 120€ im jahr dafür. sind 3 sitzungen, das reicht doch niemals bei z.b. knochenhartem nacken und rückenschmerzen, oder?

                    • 3 Sitzungen sind tatsächlich etwas wenig. Aber es ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich wie lange es braucht, bis sich eine Besserung einstellt. Da spielen so viele Dinge eine Rolle, dass man das nicht pauschalisieren kann. Ansonsten kannst Du es ja mal mit normaler Physiotherapie probieren. Da gibt’s für Kassenpatienten zwar auch nicht wirklich ne Menge (pro Rezept 6 x 20 Minuten) aber da kann man dem ganzen vielleicht schon mal auf den Grund gehen.

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