Gottgegebener Familientag

Unser Kind wurde ja letzten Sommer getauft, weil das meinem Mann wichtig ist. Nun flatterte neulich eine Einladung zum Familiengottesdienst mit anschließendem Brunch im Gemeindehaus in unseren Briefkasten. Mein Mann hätte sie ignoriert; auf die Idee, sie anzunehmen, ist seine konfessionslose Frau gekommen. Warum auch immer, ich bin jetzt auch nicht so der Typ für sowas, aber irgendwie fand ich die Idee einfach nett. Zudem war ich selbst noch nie bei einem Gottesdienst „außer der Reihe“ und da mein Kind ja nunmal ein kleiner Katholik ist, wollte ich irgendwie auch dazu stehen. Ich kann es schwer beschreiben, was mich dazu bewegt hat, zuzusagen. Auch wenn ich verfressen bin – das Essen war es jedenfalls nicht (nur). ;)

Wir  mussten uns dann heute Morgen ganz schön beeilen, um kurz nach 9 losfahren zu können. Mein Mann war niedlich, weil er bisschen aufgeregt war. Bloß nicht zu spät in die Kirche kommen! Bloß nicht zu weit hinten sitzen, wenn alle sich eher vorne verteilen! Und immer fein das Gesangsbuch aufschlagen, auch wenn wir nicht mitsingen. ;) So ein Gottesdienst ist natürlich für Leute wie mich etwas befremdlich, aber er war trotzdem ganz nett. Es spielte eine Kirchenband und daher wirkten die (vielen, vielen) Lieder auch schon etwas flotter. Und da der Hunger sich breit machte, war es dann auch schön dass er vorbei war und wir rüber ins Gemeindehaus gehen konnten.

Dort waren wirklich alle Teilnehmer beim Brunch sehr nett. An unserem Tisch saßen Eltern eines kleineren Kindes und noch die Kita-Erzieherin, was ich fast schon als Wink des Schicksals empfand. Wer weiß, vielleicht klappt es ja wegen unseres netten Miteinanders mit einem Kita-Platz?! Angemeldet sind wir auch in dieser Kita, wie in einigen anderen, aber Bescheid gibt’s erst im März/April und die Warteliste ist lang.
Wir aßen ziemlich lecker, und das kostenlos. Der Kleine zog wie so oft viele Frauen an, auch wenn er ja inzwischen nur noch skeptisch statt freundlich guckt und sich auch gerne bei Blickkontakt mit Fremden an mich presst (Kuscheleinheit, ich find’s auch bisschen schön, ehrlich gesagt). Auch wenn alle wirklich nett waren, so hab ich trotzdem festgestellt, dass die Leute, vor allem die Frauen, einfach nicht zu mir passen für einen engeren Kontakt. Sie leben für die Familie und die Kirchengemeinde, sie sind alle irgendwie so unfetzig, sie sind einfach nicht bekloppt genug. Ich glaube, wenn ich im Gespräch von meinen Weiberabenden, Festivalwochenenden und Karnevalspartys erzählen würde, würde da Keine mit ins Schwärmen kommen, und andersrum wäre ich vermutlich auch nicht sehr angetan von deren Geschichten. Aber das ist ja auch nicht schlimm. Es gibt genug Bekloppte für mich da draußen und ein warmherziges Miteinander beim katholischen Kirchengemeindenbrunch ist nicht das Schlechteste, was mir und meiner Familie zum Sonntag passieren kann. ;)

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Nach dem Mittagessen mussten wir schnell aufbrechen, da das Kind total müde war. Wir spazierten eine Stunde herum, so dass er pennen konnte. MTM und ich quatschten währenddessen ununterbrochen über das Erlebte und allen möglichen anderen Kram. Als der Kleine dann  wach war, fuhren wir weiter auf der Suche nach einem geöffneten Eiscafé – leider erfolglos um diese Jahreszeit. So suchten wir uns dann eben ein anderes Café, aßen dort noch ein Stück Kuchen und tranken Kaffee, bevor wir nach Hause düsten. Hier angekommen, wetzte unser Sohn direkt los und stillte seinen Bewegungsdrang. Das ist nun eben auch anders als damals, als er noch so klein war. Eigentlich kann man gar nicht mehr so lange ohne Spiel- und Bewegungsmöglichkeit unterwegs sein mit ihm.Vielleicht wird es doch Zeit, dass es wärmer wird, er laufen kann und wir draußen herumtollen. Auch wenn ich den Winter echt irgendwie schon vermisse. Ich mag ihn. :)

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10 Tage „Normalität“

MTM ist nun seit zehn Tagen wieder arbeiten und irritierenderweise kommt mir seine 2-monatige Elternzeit vor, als wäre sie vor Ewigkeiten gewesen. Langweilig wurde mir jedenfalls nicht. Da war sofort am ersten Morgen ohne MTM ein Termin in der Kinderneurologie zum EEG (nicht der Rede wert, alles gut), davor hatte ich schon bisschen Respekt. Dann hatte MTE am Tag drauf seinen ersten Zahnarzttermin. Dann gab es ein Treffen und Mittagessen bei IKEA mit plärrendem Kind (Hunger verbunden mit Langsamkeit der Mutter) und die Freude über einen 20 Euro-Gutschein aus dem Adventskalender. MTMs Tante passte mal für 3 Stunden auf den Kleinen auf – erfreulicherweise ohne Probleme – während ich alleine einen Arzttermin (und heimlich noch ein Mittagessen beim Lieblingsdönermann mit meinem Buch :D) wahrnahm. Dann waren MTE und ich mal wieder beim „Krabbel-Babbel“, was er die letzten Wochen immer mit seinem Papa gemacht hat. Ich merkte dabei, dass ich in der Gruppe nicht wirklich Anschluss finde, was sehr untypisch für mich ist. Mit anderen Müttern tue ich mich echt schwer…
Was mich besonders freut: Mein Kind ist nun, da alles wieder seine geregelten Bahnen geht, ein Mittagschläfer! Es klappt einfach plötzlich, er kann ohne auszuflippen wach bleiben bis zum Mittagessen (außer wenn man im Auto oder mit Buggy unterwegs ist), er lässt sich hinlegen und schläft mal ohne Zetern ein und mal muss ich 2-3 Mal rein gehen. Nichts im Vergleich zu den Dramen, die sich hier schon abgespielt haben.
Ansonsten wäre noch erwähnenswert, dass ich innerhalb einer Woche überdurchschnittlich oft mit Kacke in Berührung kam. Also, öfter als so schon (wickeln und so…). Zunächst war in unserem Haus was verstopft und im Keller schwammen Klopapier und Exkremente. Wir müssen nicht weiter drauf eingehen, aber eins muss ich noch sagen: Eine Rohrreinigung reinigt Rohre. Und schmiert Kacke an Türen, grabscht mit den Kackeflossen alles an und lässt Kacke auf auf dem Boden kleben, wenn sie nicht von alleine wieder in die Untiefen der Kanalisation versickert. Handschuhe, Chlorreiniger, ein Schrubber den ich danach entsorgt habe – das war meine Ausrüstung, mit der ich dann den Keller wieder betrat. Und als wäre das nicht schon genug Scheiße für mindestens ein Jahr, hat mein Kind auch noch ein Häufchen ins Badewasser gemacht. Zum ersten Mal. Und ratet mal, wer mit drin saß. *lippenzittersmileyvonblog.de*

Und mit diesen Worten schließe ich den schriftlichen Teil dieses Eintrages und lasse euch mit euren Gedanken allein… :D Vielleicht hilft euch ja der bildliche Teil, schnell den Schleier des Vergessens drüber legen zu können. Und zwar zeige ich einfach mal ein paar Handyfotos der letzten 10 Tage. Die Idee hab ich von meiner Blogfreundin Culbia abgekupfert.

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Freitagsfüller

1. Wir könnten mal wieder zu zweit ausgehen, MTM und ich, das fehlt mir gerade sehr.

2. Ich verachte zutiefst Strumpfhosen.

3. Ich habe gerätselt, monatelang, was wie den Schlaf des Kindes beeinflusst und was nicht – ohne irgendein stichhaltiges Ergebnis.

4. Diesen Punkt ignoriere ich, also bin ich wohl ein wenig ignorant.

5. Heute ist mal ausnahmsweise kein Feinstaubalarm dank des Regens.

6. Käse mit Trauben ist öfter mein Snack am Abend.

7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf chillen in der geputzten Wohnung, morgen habe ich einen Besuch im Rinderbesen geplant und Sonntag möchte ich lecker brunchen und nehme dafür sogar den Familiengottesdienst vorher in Kauf. ;)

12 von 12 im Februar

Ich leg mal los, die anderen Mitmacher findet ihr bei Caro, und hier sind meine 12 Fotos vom heutigen Zwölften. :)

Guten Morgen Welt!

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Ein absoluter Ausnahmefall: MTM hat Brötchen geholt!

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Der restliche Kaffee wird im Bad getrunken, damit’s schneller geht, denn wir haben heut was vor.

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Ja also, ich bin offensichtlich nicht der Beifahrer heute. ;)

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Auf geht’s, wir nehmen uns heute den Stuttgarter Zoo vor!

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Auch die Eltern haben beim Mittagsschlaf eine Pause verdient. :)

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Die beiden machen auch Mittagspause, über Kreuz!

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Nach fast 6 Stunden bildet das Aquarium den Abschluss des heutigen Ausfluges.

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Zu Hause noch schnell die Wäsche einräumen.

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Heute hatte MTM Küchendienst nach dem Abendbrot und ich war fürs Baden und Schlafenlegen zuständig.

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Kind pennt ohne Zetern wie ein Murmeltier und ich beseitige die Reste vom Plantschen. (Das ist übrigens „sein“ Weihnachtsgeschenk für mich, weil wir oft zusammen baden und ich so auf Batman stehe. ;D)

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Darauf hab ich mich sooo gefreut: Beine hoch, Ehemann an meiner Seite, Wein, Orangenorgie, Glotze.

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Bellona informiert: Beikost

Es ist wieder samstags, es ist wieder morgens, und ich trinke wieder meinen Kaffee am PC. MTM hält sich drinnen mit dem Kleinen auf (drinnen deshalb, weil unser Arbeitszimmer mit dem PC außerhalb der eigentlichen Wohnung liegt). Das Essen für heute hab ich gestern schon gekocht – Samstag ist ja „Eintopftag“ und die Kartoffelsuppe schmeckt eh viel besser wenn sie einen Tag durchgezogen ist. Womit wir auch schon bei meinem heutigen Thema wären. Meine Blogfreundinnen Nougatcornflake und Sternenkratzer hatten beide schon Einträge zum Baby- und Kleinkindfutter gemacht und ich wollte auch schon lange mal niederschreiben, wie das bei uns ablief und abläuft. Einerseits ist es ganz cool für mich, später sowas nachlesen zu können, andererseits findet vielleicht jemand diese Informationen auch ganz nützlich. :) Aber keine Angst, zu einem reinen Mamablog wird die Seite hier jetzt nicht verkümmern, bald ist Karneval und dann gibt’s endlich mal wieder einen Partyeintrag! :D

Die Beikost führten wir ganz langsam mit Beginn des sechsten Monats ein; vorher fand ich es einfach nicht notwendig und vor allem die Flaschennahrung viel praktischer. Ich hatte mich im Vorfeld echt seeehr intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, hab Infomaterial vom Arzt und ein Kochbuch durchgewälzt, mir Stichpunkte gemacht und einen ungefähren Ablaufplan. Ich brauchte das, weil ich das Thema so unübersichtlich fand. Und im Nachhinein, jetzt wo der Kleine komplett am Familientisch mitisst und das alles echt gut klappt, weiß ich wohl, dass das der richige Weg für uns war, obwohl ich ständig gezweifelt habe wenn mal was nicht so glatt lief.

Zunächst kaufte ich für teures Geld einen Babykostbereiter, der mir zwar gute Dienste leistete, aber recht schnell kaputt ging. Das Austauschgerät hab ich dann gleich verkauft, weil ich nun genug Routine hatte und merkte, dass ein Dämpfeinsatz für den Kochtopf und ein guter Pürierstab (den wir sowieso mal brauchten) völlig ausreichend sind. Der Mittagsbrei, den wir zuerst einführten, gelang so ausgezeichnet. Ich führe das jetzt nicht weiter aus, die meisten Mütter wissen Bescheid: Zuerst ein paar Tage ein oder zwei Gemüsesorten ausprobieren, dann Kartoffel dazu für ein paar Tage, dann Öl und Fleisch. Bis der Mittagsbrei komplett die Flasche ersetzt hatte, verging ein Monat bei uns. Ich habe diesen Brei immer komplett selbst gekocht und nur in seltenen Fällen ein Gläschen gegeben. Das musste ich einfach nur sehr selten, weil ich ab und zu regelrechte Breikochorgien veranstaltet hatte und Unmengen an verschiedenen Breisorten im Tiefkühlfach hatte. Es hat mir echt Spaß gemacht, die einzelenen Zutaten wild zu kombinieren. Ich habe immer Gemüse, Kartoffeln und Fleisch zusammen gedämpft, püriert und den kompletten Brei dann in Einzelportionen abgefüllt. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt und letztendlich haben wir alles ausprobiert: Möhre, Pastinake, Zucchini, Rote Bete, Fenchel, Sellerie, Süßkartoffel, Kürbis, Gurke, Broccoli, Blumenkohl, Erbsen, Tomaten, Kohlrabi, Steckrübe, Linsen, Avocado (diese natürlich nicht gegart) – kombiniert mit Kartoffel (oder ab und zu auch mal mit Naturreis oder Vollkornnudeln) – kombiniert mit Pute, Lamm, Kalb, Rind, Schwein, Huhn, Lachs, Kabeljau und einmal pro Woche fleischlos mit Haferflocken, Mandelmus oder Hirse (Eisenlieferanten) – kombiniert mit Beikostöl (später auch mal Leinöl oder Olivenöl) – und noch etwas später dann auch mit frischen Kräutern. Das Öl kam immer erst kurz vorm Essen in den jeweiligen Brei und dazu anfangs noch etwas Obstsaft – später hab ich das gelassen und lieber Nachtisch serviert. Dieser bestand aus zunächst gedämpftem und püriertem Obst, aber recht bald dämpfte ich es nicht mehr und pürierte frisches Obst. Das Obst ist dazu da, die Eisenaufnahme zu unterstützen durch das enthaltene Vitamin C, daher ist frisches Obst in meinen Augen hierfür sinnvoller.
Als nächster Brei kam der Abendbrei, davor graute mir ziemlich. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass der Kleine einfach so auf die Abendflasche verzichten würde. Aber so war es. Wir gaben den Abendbrei erstmalig, er mochte und aß ihn, und ging ohne Flasche ins Bett. Am Schlafen änderte dieser Brei gar nichts, auch wenn die weitverbreitete Meinung ist, dass der Brei „schön sättigt“ und die Kinder dann endlich durchschlafen bzw. länger schlafen. Nein. MTE schlief unabhängig von den Essmengen mal länger und mal kürzer. Mal musste die Morgenflasche um 4 Uhr sein und mal erst um 6. Die Breimenge, die er am Abend aß, war immer ungefähr gleich. Ich habe oft gelesen, dass das Durchschlafen eine Sache der Entwicklung und nicht eine Sache der Sättigung ist und das so auch akzeptiert (und die anderen Mütter reden lassen…). Okay, der Abendbrei war schnell gemacht: Ich habe sofort Vollmilch benutzt und MTE hat es gut vertragen. Also die Milch habe ich aufgekocht, abgekühlt, dann kamen Vollkorngetreideflocken (zunächst Reis, dann auch Hafer, Hirse, Mehrkorn, Dinkel, Grieß…) dazu und etwas Obstmus (das habe ich meistens auch selbst gemacht, wie den Nachtisch mittags). Instantflocken ergeben einen fluffigen Milchbrei, Schmelzflocken einen schleimigen. Bei MTE kam alles gut an. :D
Dann ging es auch schon weiter mit dem Nachmittagsbrei, der bei uns auch ganz schnell die Flasche ersetzte. Er bestand aus ebenjenen Getreideflocken, die wir schon vom Abendbrei kannten, Wasser, Obstmus und Beikostöl. Wie auch beim Nachtisch am Mittag habe ich zunächst Obst gedämpft und püriert und später frisch püriertes Obst genommen. Gegartes Obstmus war insofern einfacher, als dass man es gut vorbereiten und einfrieren konnte. Frisch püriertes Obst sollte halt frisch püriert werden. ;) Aber das ist eigentlich auch kein so großer Akt. Ich habe durchaus auch pure Obstgläschen zur Zubereitung genommen ab und zu, aber oft hat mich einfach angekotzt, dass man ganz schön suchen musste, bis man mal was ohne Zusätze wie Reismehl, Obstsaft o.ä. gefunden hat – was für mich eben kein PURES Obstpürree ist. Das bringt sicherlich kein Baby um, aber ich fand es einfach scheiße. Diverse Bio-Marken konnten es ja auch, einfach reines Obst anbieten, und die Konsistenz war genauso gut und die Süße reichte aus. Und naja, da ich Spaß hatte an der Selbstzubereitung, war es jetzt auch kein großes Ding für mich. Es gibt auch fertige Gläschen als Nachmittagsbrei, da empfand ich aber den Getreideanteil als zu gering und meistens war auch kein Öl zugesetzt. Probiert habe ich irgendwann auch mal sowas, aber MTE hat es nicht gemocht.

Das war es dann auch schon mit der Beikost, es gab nun noch frühmorgens und vormittags ein Fläschchen und dann mittags, nachmittags und abends Brei. Und auch wenn ich anfänglich die Flaschen vermisste, weil es für unterwegs so einfach war, haben wir uns ganz gut arrangiert. Den Mittagsbrei habe ich für unterwegs aufgewärmt im Fläschchen-/Beikostwärmer und in einen Thermobecher gefüllt. Da ich nicht stundenlang unterwegs war, bis es den Brei gab, und da ich ihn schon recht heiß gemacht hatte, hatte er immer eine ganz gute Temperatur beim Essen. Den Nachmittagsbrei habe ich für unterwegs auch immer vorbereitet und in einen Thermobecher gefüllt – denn dieser hält nicht nur warm, sondern auch kühl. :) Einzig den Abendbrei habe ich nie vorbereitet, wir waren also entweder nicht mehr unterwegs abends, was eigentlich meistens der Fall war, oder aber ich hab so fertiges Getreide-Milchbrei-Pulver mitgenommen und dort wo wir waren mit Wasser angerührt. Da hatte ich meistens ein schlechtes Gewissen, aber es war ja nicht sehr oft und ich wollte auch nicht päpstlicher sein als der Papst (hab das außerdem brav als Bio-Produkt gekauft, damit ich mich besser fühlte ;D).

Ein Problem stellte bei uns immer das Wassertrinken dar, was man ja mit Einführung der Beikost auch angewöhnen sollte. MTE hat einfach so gut wie nichts getrunken, weshalb ich lange noch die Vormittagsflasche (verdünnt) als Zwischenmahlzeit vormittags gab, obwohl viele auch hier schon irgendwas anderes gegeben haben wie Obst oder Joghurt. Ich habe mir total die Platte gemacht, habe beim Breifüttern immer Wasser in den Brei gerührt, auch mal Wasser mit dem Löffel gegeben… Der Kinderarzt meinte, ich soll cool bleiben, das kommt schon alles, das Kind trinkt wenn es durstig ist und Flaschen und die Breikost haben erstmal genug Wasser in sich. Auf die leichte Schulter konnte ich es trotzdem nicht nehmen, aber ganz so verrückt machte ich mich nun nicht mehr. Zwingen konnte ich den Kleinen ja nun auch nicht zum Trinken und Saft wollte ich nicht geben, auch nicht als Schorle (wovon der Arzt auch dringend abgeraten hat). Und siehe da, das Thema ist nun auch erledigt. Nachdem wir alle möglichen Becher und Schnabeltassen und Flaschen ausprobiert haben, trinkt der Kleine nun am Liebsten aus (unseren) Gläsern. Abends am Bett trinkt er aus der Trinkflasche noch ein paar Schluck Wasser. Und es kam ganz von selbst, als die die Breikost durch die Familienkost abgelöst wurde.

Und um diese geht es dann im nächsten Eintrag unter der neuen, aufregenden Rubrik „Bellona informiert“! :D

Freitagsfüller

1. Unser Lied für Kiev hat mir nicht genug Bums!

2. In der kurzen Mittagsschlafpause mache ich das, was ich dann mache schnell und effektiv

3.  Ich lese gerne aber aktuell leider viel zu selten.

4. Bei mir hilft absolut NÜSCHT gegen rauhe Winterhände.

5. Wenn mir richtig kalt ist, geh ich in die Wanne, baden ist sowieso mein Hobby.

6. Bei Partymusik, möglichst laut, bin ich sofort besser drauf.

7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Moment, in dem ich einen Punkt auf meiner To-do-Liste abhaken kann, morgen habe ich einen Gewöhnungbesuch (für hoffentlich baldige Kindermädchendienste) mit Kind bei einer von MTMs Tanten geplant und Sonntag möchte ich ertsmal auf mich zukommen lassen!

Gefangen bei Barbara

Blogeintrag! Um 9:04 Uhr!

Na, guten Morgen alle miteinander! Ich sitze hier mit meinem Kaffee am PC, wie früher, und blogge, wie früher. :D

Mein Mann ist mit dem Kleinen zum letzten Mal beim Babyschwimmen, obwohl er ja kein Baby mehr ist. Aber wir hatten noch eine Stunde offen und schon bezahlt, also plantscht MTE mit den ganzen kleinen Würmchen herum und wehrt sich gegen alle Übungen, weil er am liebsten sein Ding machen will. ;)

Ich bin ziemlich gut gelaunt, wahrscheinich weil der frühe Vogel doch den Wurm fängt. Heute haben wir nicht ewig zu dritt im Bett rumgekuschelt, sondern haben den Morgen gleich gestartet. Meine Erkältung, die sich gestern angekündigt hat, ist heute schon wieder nicht mehr so ätzend – wahrscheinlich haben mich die Stunden in der Wanne gestern Abend (beste Freundin am Telefon, Flasche Sekt, wisster Bescheid) ein bisschen kuriert.

MTMs Elternzeit ist nun fast vorbei, Montag ist der letzte Tag, und ich bin schon ganz schön traurig. Es waren tolle zwei Monate, mit Heimat, Urlaub, Familienzeit, Vater-Sohn-Zeit, Zeit für mich (!). Das wird mir ganz schön fehlen, dass ich die Jungs einfach allein in den Zoo oder in die Stadt schicken und hier mein Ding machen kann. Zu „meinem Ding“ gehört halt auch der Haushalt, ich schaukle mir hier ja nicht nur die Eier, aber auch die Erledigung dessen befriedigt mich und ist echt nicht so einfach, wenn so ein kleiner Quälgeist hier rumtobt. Das wird also nun wieder alles anders, bzw. normal, ich hab den ganzen Tag die Verantwortung, ziehe wieder meine Struktur durch, quäle mich durch jedes Mittagsschlafdrama und hinzu kommt nun neuerdings auch noch, dass ich kochen muss. Nix mehr mit Brei auftauen und los, das Kind isst am Familientisch mit und fordert das auch ein. Ein bisschen umstrukturieren muss ich deshalb nun auch, aber das kriege ich schon hin. Ich werde trotzdem ein bisschen wehmütig auf mein „Lotterleben“ der letzten zwei Monate zurückblicken. :)

Ich bin froh, dass MTM die Elternzeit genommen hat, auf mein Drängen hin. Und er ist auch froh, denke ich. Diese zwei Monate, gerade jetzt, wo der Kleine ein Jahr alt ist und so viel mitkriegt und so viel Neues lernt, waren wichtig für uns. Wir haben gemeinsam eine extreme Fremdelphase durchgestanden, ein paar Erkältungen und Magen-Darm, zwei Impfungen, eine plötzliche Einschlafproblem-Phase, unruhige Nächte.. Und auf der anderen Seite erlebten wir gemeinsam einen wunderschönen Urlaub, viele ruhige Nächte, MTEs erste Stehversuche ohne sich festzuhalten, die erste eigenständige Kontaktaufnahme zu anderen Kindern, neue Worte (Teddy, Wau Wau, Alle alle), Experimente am Familientisch, die erste Schlittenfahrt… MTM hat das Ganze sehr ernst genommen und sich wirklich wunderbar und ganz viel um unser Kind gekümmert in seiner Elternzeit. ♥

Heute hab aber mal wieder ich, nach dem Schwimmen, MTE-Dienst. MTM schreibt am Nachmittag an seiner Masterarbeit und geht abends zu einem Geburtstag. Ich bin auch gerne mal alleine abends, solange der Knirps mitspielt und ruhig pennt.

Vielleicht sitze ich dann ja wieder am PC, wie früher, und blogge, wie früher. :D