Bellona informiert: Ideensammlung Familienkost

So, jetzt mache ich mich endlich mal an den Eintrag, den ich schon so lange schreiben wollte. Meine Blogfreundin Sternenkratzer hat das schon vorgemacht und mal in einem Eintrag Tipps gegeben für das Kochen für Kleinkinder. Ich verspreche mir jetzt davon einerseits natürlich, dass der Eintrag irgendeinem Leser etwas nützt, andererseits schreibe ich ihn auch ein bisschen für mich als meine Ideensammlung. Hattu Kopp wie Sieb muttu aufschreiben! ;)

Mein Sohn ist nun fast 16 Monate alt und kann grundsätzlich alles am Tisch mitessen. Er tut’s natürlich nicht pauschal, aber er probiert erfreulicherweise erstmal alles. Ich koche eigentlich immer frisch zum Mittagessen oder serviere etwas, das ich mal frisch gekocht und eingefroren hatte. Die hier aufgelisteten Gerichte kamen allesamt gut an und sind natürlich für Groß und Klein etwas. Ich koche so gut wie nie irgendwas extra für den Kleinen; wenn es mal Döner o.ä. gibt, was er nicht isst, dann kriegt er etwas aus der Tiefkühltruhe aufgewärmt. Ich würze nun das Essen gar nicht mehr mit Salz, sondern nur mit Pfeffer und Kräutern und so. Wir Erwachsenen salzen unsere Portionen dann separat auf dem Teller.

Ich zähle hier einfach mal auf, was auf den Tisch kommt und was drin ist – die meisten Sachen gehen schnell und sind einfach zuzubereiten. Wenn jemanden explizit ein Rezept interessiert, kann er das gerne erfragen. Ich bin aber eher freestyle in der Küche unterwegs, vernünftige Mengenangaben darf man von mir nicht erwarten. ;)

Suppen
(Bei Suppen müssen zwingend Stückchen auf jedem Löffel sein, findet mein Kind. Nur Suppe, egal ob cremig oder nicht, führt gerne mal zu einem Wutanfall. Das Kind will kauen! Brühe machen wir immer selbst, kann man auch gut auf Vorrat kochen und einfrieren.)
Kartoffelsuppe
(Suppengrün und Kartoffeln püriert, Blumenkohl und Wiener in Stückchen, Majoran, Petersilie)
Nudelsüppchen
(Hühnerbrühe, Suppennudeln, TK-Suppengemüse, ggf. Ei)
Baskischer Fischeintopf
(Kabeljau, Lachs, Kartoffeln, Dosentomaten, Paprika, Zwiebel, Knoblauch, Olivenöl, versch. Kräuter)
Pastinaken-Kartoffel-Suppe mit Hackbällchen
(Pastinaken, Kartoffeln, Zwiebel, gekochte Hackbällchen mit Ei, Brot, Kräutern)
Omas Hochzeitssuppe
(Hühnerbrühe, Suppennudeln, Erbsen, Möhren, Blumenkohl, Konserven-Champignons und -Spargel, Ei)
Gaisburger Marsch (urschwäbisch, seltsam, saulecker!)
(Fleischbrühe, Spätzle, Kartoffeln, Tafelspitz, Bockwurstscheiben)

Fleisch
(Ist bei MTE noch schwierig. Er mag die Konsistenz oft nicht so ganz, wahrscheinlich weil er noch nicht genug Zähne zum ordentlichen Zermalmen hat. Aber er isst anfangs mit großem Hunger meistens was davon und dann halt drumherum.)
Pasta Bolognese
(Vollkornnudeln, Soße aus Hackfleisch, Tomaten, Olivenöl und Gemüse z.B. Zucchini, Champigons, Möhren, Paprika, Aubergine, Sellerie)
Toskanischer Hähnchenauflauf
(Hähnchenbrustfilet eingelegt, Kartoffeln, Tomaten, Zwiebel, Knoblauch, Rosmarin, Thymian, Olivenöl)
Hühnerfrikassee mit Reis
(Naturreis, Hühnerbrühe, Hähnchenfleisch, Konserven-Champignons und -Spargel, Erbsen, Möhren, Sahne, Zitrone, Mehl, Butter)
Lasagne mit Fleisch und Gemüse
(Lasagneplatten, Hackfleisch-Tomaten-Soße, Möhren, Champignons, Zucchini, Spinat, Olivenöl)
Maultaschen mit Gemüse
(Maultaschen, gedämpftes Gemüse z.B. Blumenkohl, Möhren, Kohlrabi)
Linsen mit Spätzle und „Saitenwürschtle“ (urschwäbisch, seltsam, lecker ;))
(Linsen angedickt mit Zwiebel, Möhren und Rauchfleisch, Spätzle, Wiener Würstchen)
Pasta mit Hähnchenragout
(Vollkornnudeln, Hähnchenbrustfilet, Tomatensoße, Spinat, Olivenöl)
Hackbällchen mit Kartoffeln und Gemüse
(Hackbällchen mit Ei, Brot und Kräutern, Kartoffeln, gedämpftes Gemüse z.B. Brokkoli, Blumenkohl, Möhren, Kohlrabi)
Schinkennudeln
(Gabelspaghetti, Erbsen, Mais, Schinken, Sahne, Zitrone)
Pasta mit Zitronencarbonara und Hühnchen
(Vollkornnudeln, Hähnchenbrustfilet, Erbsen, Eier, Zitrone, Parmesan)
Chinakohl-Lasagne
(Lasagneplatten, Chinakohl, Hackfleisch, Frischkäse, versch. Kräuter, Olivenöl)
Hähnchengeschnetzeltes mit Reis
(Naturreis, Hähnchenbrust, Frühlingszwiebeln, Champignongs, saure Sahne, Zitrone, Butterschmalz)

Fisch
(Klappt bei uns meistens super in allen Variationen.)
Lachs mit Kartoffelbrei und Erbsen
(Lachsfilet, Kartoffelbrei mit etwas Milch, TK-Erbsen mit Petersilie und Butter)
Zitronenrisotto mit Lachs und Gemüse
(Lachsfilet, Risottoreis, Schalotte, Gemüsebrühe, Zitrone, Parmesan, gedämpftes Gemüse z.B. Möhren)
Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Gemüse
(Fischstäbchen mit Vollkornpanade, Kartoffelbrei mit etwas Milch und Butter, gedämpftes Gemüse z.B. Erbsen, Brokkoli, Blumenkohl, Möhren, Kohlrabi)
Reis mit Garnelen-Tomatensoße
(Naturreis, Garnelen, Tomatensoße mit Zucchini, Olivenöl)

Vegetarisch
(Von unserem Kind werden diese Gerichte eigentlich immer im Affenzahn verschlungen, die gibt’s auch viel öfter, weil sie am schnellsten zuzubereiten sind.)
Pellkartoffeln mit Quark
(Pellkartoffeln, Quark, Petersilie, Schnittlauch, Leinöl)
Spinat mit Kartoffeln und Rührei
(Spinat gehackt, Kartoffeln, Ei)
Pasta mit Tomatensoße
(Vollkornnudeln, Tomatensoße mit oder ohne Gemüse wie Zucchini, Möhren etc.., Olivenöl)
Pasta mit Brokkoli
(Vollkornnudeln, Brokkoli, Milch, Rapsöl)
(Petersilien-)Kartoffeln mit Gemüse
(Kartoffeln, evtl. frische Petersilie, gedämpftes Gemüse wie Brokkoli, Blumenkohl, Erbsen, Möhren, Bohnen, Butter)
Risi-Bisi
(Naturreis, Erbsen, Möhren, Blumenkohl, Petersilie, Milch, Rapsöl)
Rote-Linsen-Curry mit Reis
(Naturreis, rote Linsen, Süßkartoffel, Frühlingszwiebel, Kokosmilch, Tomatenmark, Kurkuma, Olivenöl)
Grießauflauf mit Brokkoli
(Grieß, Brokkoli, Hüttenkäse, Ei, Milch, geriebener Käse)

Geplant
(Aus Kochbüchern/dem Internet/meinem Hirn rausgefischt und auf die To-cook-Liste gesetzt.)
Kichererbsen-Gemüse-Muffins
Nudeln mit Bärlauchpesto
Fischfrikadellen mit Kartoffelbrei
Möhrenrisotto
Pannfisch
Wirsingrouladen mit Kartoffelbrei
Zucchini-Schinken-Pfannkuchen
Brotsalat mit Feta, Oliven, Tomaten und Gurken
Kartoffelbrei mit Rührei und Gurkensalat
Kartoffeln mit Frankfurter Grüner Soße und Ei
Eierfrikassee

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Freitagsfüller & Freitagsfoto

1. Keine Spur von Bock auf den alten Job, aber auch keine Spur von Motivation für die Suche nach einem neuen.

2. Ich hab richtige Muttihände und könnte echt mal’ne Maniküre vertragen.

3. Wenn ich aus dem Fenster schaue, isses zappenduster, sogar der Nachbar hat die Glotze schon ausgemacht.

4. Der Kauf der ersten Schuhchen für den kleinen Neu-Läufer war in dieser Woche bisher ein Highlight.

5. Im Gartencenter trifft mich garantiert keiner!

6. Sauerbraten, so wie Mutti ihn Ostern serviert hat und so wie Omi ihn früher immer gemacht hat, muss ich unbedingt bald mal selber machen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf noch bisschen bloggen, noch bisschen Grauburgunder und später hoffentlich nicht nur ein bisschen schlafen, morgen habe ich geplant, erstmal schön und in Ruhe in Familie zu frühstücken und Sonntag möchte ich mir auf dem Frühlingsfest mit meinen Kollegen den Arsch abfeiern!

Gefangen bei Barbara

Abriss: Ostertage / Heimatwoche

Blogmäßig war ich die letzten Tage ja ordentlich ausgeknockt. Freunde und Familie dürfen nicht zu kurz kommen, wenn ich in der Heimat bin. Also kommen andere Hobbys zu kurz, damit kann ich leben. Auch wenn ich in unserem schönen Gemeinschaftsblog der Ex-Blog.de-Blogger so viel verpasst habe. Da ist ganz schön was los zur Zeit (guckt ruhig mal rein), und ich kriege alles gerade nur am Rande mit. Doch erst einmal möchte ich meinen eigenen kleinen, geliebten Blog auf den neuesten Stand bringen, wenn auch nur mit einem kurzen und prägnanten Abriss. ;)

Zeit zu zweit: Restaurantbesuch zum Abendessen mit MTM; ruhige Nächte durch Zimmertausch mit meiner Mutti.
Familienoverkill: Karfreitagskaffee; Karfreitagsfeuer im Garten; Grillen am Samstag; Ostersonntagsbrunch bis nachmittags.
Party: Erster Besuch der heimatlichen Provinzdisse seit 2,5 Jahren (schräg).
Küchenfreuden: Täglich gemeinsam frühstücken und mittagessen mit Mutti, MTM und MTE; Muttis überraschende Kochkünste genießen (Spargel mit Schnitzel, Sauerbraten und DDR-Kindergartennudeln – ein Traum!); selbst die Familie verköstigen und gelobt werden.
Zeit für Freunde: Sechsstündiges Frühstück mit der Hühnergruppe; Samstagsfeuer bei einer Freundin; Familientreffen mit einer anderen Freundin; mit Letzterer noch ein Ewig-nicht-gesehen-Abend zu zweit von 18 bis 3 Uhr nachts (Sie redet wie ein Maschinengewehr und ich bin auch nicht ohne. :D).
Schönes mit Kind: Total spaßiges Radfahren mit Kind vorne im Sitz; Schaukel und Sandkasten ausprobieren; ständig Spielbesuch bekommen; mit Matschsachen den Garten unsicher machen; eeendlich Laufenlernen (sooo süß!).
Es ist nicht immer alles blumig: Lange Autofahrten mit dem Kleinen sind auch nicht mehr das was sie mal waren; mehrmals in den Regen/Hagel gekommen; Feiertagsstress ohne Familienfoto aber mit Tränen; Trotz- und Wutphasen des Kindes vom Feinsten; „aggressive Grundstimmung“ (O-Ton MTM) auch bei den zwei weiblichen Erwachsenen im Haus vertreten; Papa fehlt nun fast schon ein Jahr.

Die sieben Heimattage vergingen wie im Flug, wie immer. Ich freue mich, trotz des letzten Punktes, auf die nächste gemeinsame Zeit mit meiner kleinen Familie und meiner Mutti, dann sogar an der wundervollen Ostsee. Man kann immer etwas besser machen und was man nicht ändern kann, muss man eben akzeptieren. ♥

12 von 12 im April

Ich bin etwas spät dran, weil ich voll im Freizeitstress bin, wie immer wenn ich in meiner Heimat verweile. Am Mittwoch, den 12. April, war ich aber noch in Stuggi und hab fleißig geknipst. Hier sind meine 12 Fotos von diesem Tag:

Heute verlassen wir die Wohnung früh und deshalb unaufgeräumt. 

Wir sind nämlich hier zum Frühstück verabredet.

Nicht nur die Spielecke für die Kleinen ist hier ein großer Vorteil, sondern auch der Ausblick über den Dächern der Stadt.

Meine frisch verheiratete und geflitterte Kollegin/Freundin und ich genießen jetzt erstmal einen Cappu und haben viel zu bequatschen. :)

Mittagspause für uns und Mittagsschlaf für den Kleinen an einem lauschigen Plätzchen mitten in der Stadt.

Nach dem Aufwachen interessierte das Kind nur eines: Der gelbe Bagger! („Dooodooooo!“)

Seit Tagen ist schlechtes Wetter angesagt, ich sehe hier aber nur einen perfekten Himmel. ♥

Zu Hause muss schnell die trockene Wäsche aus dem Keller geholt werden, um in die Koffer zu wandern. 

Das Kind hat toll „geholfen“ beim Packen. ;)

Da macht man tolle Kinder-Minipizzen zum Abendbrot und das Kind verschmäht sie (im Gegensatz zu den Eltern)…

…und greift lieber zu Altbewährtem.

Heute wird im Auto gepennt, auf geht’s zu Omi nach Brandenburg!

Mehr über das Projekt „12 von 12“ kann man hier lesen.

Großstadtrand

In Stuttgart ist die Innenstadt, wenn man an den Baustellen vorbei ist, recht hübsch und sehenswert. Rundherum wird’s dann auch mal bisschen oll. Aber einige Stadtteile am Rand haben dann wieder was zu bieten, vor allem was die Natur angeht. Im Ländle gibt’s nämlich auch genug Land, trotz der hohen Einwohnerzahl und der Wohnungsnot. ;) Und wenn man mit Kind unterwegs ist, nimmt man auch gerne mal neue Wege oder Ziele in Angriff, um keine Langeweilge aufkommen zu lassen. Die letzten sonnigen Frühlingstage waren perfekt fürs Draußensein, sogar meine erste Sonnenallergie dieses Jahr hat sich gezeigt. Mir egal, die Sonne tut mir trotzdem gut. Und meinem Auge:

Hier führt es uns täglich vorbei, denn irgendwo da hinten wohnen wir.

 

An einem Tag machten wir nach dem Besuch bei der Post mal einen Abstecher nach oben in die Weinberge:

 

Zwar sonnig, aber plötzlich knackig kalt war es am Donnerstag, als der Kleine und ich mein Auto zur Durchsicht schafften. Zuerst zu Fuß und dann noch ein Stück mit dem Bus ging es zurück, sonst bin ich hier immer nur im Auto unterwegs gewesen.

 

Der herrlich sonnige und nicht mehr kalte Samstag wurde für einen Ganztagesaufenthalt auf dem Erlebnisbauernhof genutzt. Ja, auch diese Weiten gibt es hier, und auch wenn es schon arg außerhalb ist: Die Anschrift liegt immer noch in Stuttgart. :) Das Kind jedenfalls hatte seine helle Freude, vor allem auf dem Strohspielplatz. (Wie das Stroh schlussendlich bis in die Windel kam, wird mir immer ein Rätsel bleiben.) Für uns Eltern war es auch wie eine kleine Auszeit. Man brauchte eigentlich nur beim Spielen und Entdecken zugucken.

 

Lasagne, pornös

Guck mal, das Wort „pornös“ hab ich schon sooo lange nicht mehr benutzt, dabei fand ich das immer sehr witzig. Biste Mutti, biste halt nicht mehr pornös, nicht mal in Gedanken! :D

So, das war die Einleitung. Heute geht’s ums Essen. ;) Auf den Freitagsfüller hatte ich keine Lust, aber die Fotos dieser Kochorgie schlummerten noch im Archiv und da dachte ich, zeig ich sie euch mal. Mit bisschen Text natürlich.

Und zwar trug es sich vor ein paar Wochen zu, dass ich auf Instagram ein Video sah. Jemand, dem ich folge, machte eine Lasagne auf seine Art und zeigte diese im Schnelldurchlauf. Es war abends, ich lag auf der Couch und mir tropfte augenblicklich der Zahn. Wenige Tage später folgte ich dem Beispiel und bereitete meine eigene Gemüse-Fleisch-Porno-Lasagne zu. Es ist nicht so, dass ich sonst nur normale Lasagne gemacht hätte. Oft war auch viel Gemüse dabei, aber alles halt direkt in die Soße geschnippelt und ohne den Spinat. Meine Lasagne schmeckte auch immer gut, aber diesmal haben Kochen und Essen noch mehr Spaß gemacht:

Lasagne1

Zuerst machte ich die Soße aus Hackfleisch, passierten Tomaten und Karotten. Und dann ging es schon ans Schichten, total freestyle. Keine Ahnung ob es da eine bestimmte Reihenfolge gibt damit es perfekt wird, ich finde nicht dass Essen perfekt sein muss. Bei mir gab es zum Schichten neben Lasagneplatten und der Soße: Zucchini, frische Champignons, Blattspinat und Creme fraiche. Ich mag nämlich Bechamelsoße nicht. Obendrauf Mozzarella. Und das Ergebnis haben sich alle, auch der Kleinste (mein wichtigster Kritiker ;D), absolut schmecken lassen.

Lasagne

Vielleicht ist das ein guter Startschuss für den nächsten noch ausstehenden Eintrag: Die Ideensammlung für große und vor allem auch klitzekleine Leckermäuler. Wollte ich schon längst geschrieben haben, aber lieber leg ich mich mittags zusammen mit dem Kleinen hin und schmuse mit ihm. Und wenn nicht, dann hab ich haufenweise andere, weniger schöne Dinge zu tun während er pennt. :)

 

Familienfrühlingsabend

Der Samstag ist bei uns meistens dazu da, dass MTM Zeit mit MTE nachholt, die ihm unter der Woche fehlte und ich Zeit mit mir nachhole, die mir unter der Woche fehlte. Wir handhabten das auch wieder so tagsüber; Vater und Sohn waren einkaufen und ich konnte in Ruhe meinen Kaffee trinken und einen Blogeintrag tippen. Die Zubereitung des Mittagessens obliegt auch am Wochenende meistens mir, was ich aber auch genieße, weil ich das dann wenigstens ganz in Ruhe machen kann. Nach dem Mittagsschlaf des Kindchens fuhren die beiden nochmal los zu Mr. Wash, was ewig dauerte wegen des Andrangs, aber für den Kleinen total das Erlebnis war. Als die Jungs dann um 17 Uhr wieder zu Hause ankamen, hatte ich schon einen beachtlichen Teil meiner Zeit in die Körperpflege investiert (geht halt so auch nur am Wochenende) und sprang nur noch ins Auto. Wir fuhren nach Esslingen, wozu wir nur wenige Minuten brauchen. Eigentlich ein Unding, dass wir dort, in dieser echt schönen Stadt, so selten sind!

Natürlich hatten wir ein wenig die Zeit im Nacken, Abendessen und Schlafenlegen verschieben wir beim Kleinen ungern. Zu heilig ist uns unser ruhiger Abend. ;) Aber ein bisschen spazieren konnten wir noch durch den Teil Esslingens, den man auch „Klein-Venedig“ nennt. Die Straßen waren voller Menschen, die auch sonnen- und erlebnishungrig waren. Zum Glück bekamen wir gegen 18 Uhr noch einen Tisch bei dem Italiener mit den Wagenrad-Pizzen, bei dem sich MTM zu essen gewünscht hatte (in dem Haus auf dem Foto oben). Es ist ja immer ein bisschen spannend, ob das Kind so einen Restaurantbesuch gut mitmacht, vor allem abends wenn auch Müdigkeit eine Rolle spielt. Naja, das tut sie aber mittags ja auch. Der Kleine war jedenfalls extrem ungeduldig, denn das Sitzen im Hochstuhl bedeutet: Essen! Jetzt! leider kam MTMs superheiße Riesenpizza zuerst, und das Geheul war groß. Es wäre aber noch größer gewesen, wenn das Kind so ein heißes Stück im Mund gehabt hätte, das weiß ich aus Erfahrung. Zum Glück war es richtig schön laut im Restaurant, niemand dürfte sich gestört gefühlt haben vom Gemecker des Prinzen. ;) Seine Bambini-Pasta mit milder Tomatensauce kam dann auch bald und ich fragte mich schon, was daran bitte eine Kinderportion sein soll. Sein Teller war voller als meiner! Und der Hammer war, dass MTM und ich wirklich keinen Bissen abstauben konnten, weil das Kind seine Portion quasi inhaliert hat! :D Er durfte mit den Fingern essen und tat das auch sehr prima, die Sauerei war jedenfalls nicht groß, weil ja fast ausnahmslos alles in seinem Mund landete. Natürlich ist so ein Restaurantbesuch mit Kind nicht so entspannt wie alleine, aber wir genossen es trotzdem so gut wir konnten und freuten uns einfach, dass es so gut klappte. Meinen Wein musste ich dann zwar hinterkippen (spare ich mir beim nächsten Mal), aber was soll’s. Nach 45 Minuten hatten wir schon wieder gezahlt und hatten dann sogar noch etwas Zeit zum Spazieren in der Abendsonne über den Marktplatz.

Das Kind war dann doch etwas später als sonst im Bett, aber alles lief friedlich und wir konnten unseren Abend nach unseren Wünschen gestalten: Ich mit Sekt und in der Blogosphäre, er mit Bier und vor der Glotze. Wir gestehen uns solche getrennten Abende auch gerne mal zu, warum auch nicht. :)

Die Woche war…

…Frühling pur!

 

Gesehen.: Einige Folgen „Sex and the City“, manchmal auch mit Tränen in den Augen.
Gehört.: Eigentlich möchte ich nicht drüber sprechen wegen akuter Ohrwurmgefahr, aber…ja, Kinderlieder. Noch und nöcher.
Gelesen.: Mal wieder für eine Stunde in meinem Buch auf dem Balkon bei Sonnenschein und Kaffee.
Getan.: Erstmalig mit MTE auf den Spielplatz gegangen.
Gegessen.: Pellkartoffeln und Quark aus der Tupperdose, als Picknick auf einer Bank in der Stadt, während der Kleine seinen Mittagsschlaf im Wagen hielt.
Getrunken.: Sekt auf der Terrasse einer Freundin an einem lauen Frühlingsabend.
Gefreut.: Über ein gelungenes Abendessen zu dritt im Restaurant.
Geärgert.: …und auch geheult wegen der kompletten städtischen Absage für das „Kitajahr 2017/18“.
Gelacht.: Über die Lache meines Sohnes. Zum Schießen! :D
Gedacht.: Bis zum Schluss, dass wir auf jeden Fall einen Kitaplatz bekommen. Dämlich.
Geplant.: Den Kampf für unser Recht!
Gekauft.: Outdoorklamotten fürs Kind und für alle möglichen Witterungen.

Suchbilder

Na, wo ist MTE? :D Unser kleines Scheißerchen läuft ja mit seinen fast 15 Monaten noch nicht, weshalb er aber kein Fauler ist! Er krabbelt schnell wie der Blitz, klettert fleißig auf alles mögliche, erkundet alles und macht vor nichts, aber auch gar nichts Halt. Es ist echt bisschen anstrengend, aber auch sowas von zum Schießen! :D

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Bald erkundet er, erstmal mit uns, aber dann irgendwann bestimmt auch alleine (nichtdrandenkennichtdrandenken), die ganze Welt, höchstwarscheinlich nicht mehr krabbelnd sondern fest und sicher auf beiden Beinen. ;) Deshalb hat ihm sein Taufpate diese Karte geschenkt, auf der er mit kleinen Fähnchen all die Länder markieren kann, die er schon gesehen hat. Und hey, ein paar Fähnchen stecken schon drin! Seht Ihr, wo er schon überall war? Ist es denn geschummelt, wenn er davon in zwei Länder im Bauch mitgereist ist? ;)

 

Mutter-Tochter-Enkel-Schwiegersohn

In der ganzen letzten Woche hatten wir sie, diese perfekte Kombi. Meine Mutti ist nun schon wieder fast eine Woche zu Hause, und wir vermissen sie immer noch ganz schön. Aber wir zehren auch von der Zeit mit ihr. Wir haben, während mein Mann arbeitete, viel zu dritt unternommen, aber auch erledigt. Wir konnten wirklich zufrieden sein. Ich bin sowieso sehr dankbar, wenn jemand sich erbarmt und meine Fenster putzt und meine Balkonkästen bepflanzt. Das ist Arbeit, die ich einfach nicht gerne mache, meine Mutti hingegen steht drauf. Und sie ist ja auch froh, wenn ihre vermaledeite Tochter, die sich nicht an dreckigen Scheiben und vertrockneten Balkonpflanzen stört, es wieder schön hat. :D

Mutti

Mein Mann und ich profitierten natürlich als Ehepaar auch sehr vom Besuch meiner Mutti. Ab Donnerstag schlief der Kleine drei Nächte im Kinderzimmer, wo auch seine Omi nächtigte. Sein Bett steht noch bei uns im Schlafzimmer, weil MTM und ich das beide noch so wollen. Wir fühlen uns so, zu dritt in einem Raum schlafend, einfach noch wohler. Dennoch war es natürlich auch mal schön, ihn für drei Nächte in guten Händen zu wissen und mal wieder alleine und vor allem tief und fest durchschlafen zu können. Aber meine Mutti hat uns nicht nur diese drei ruhigen Nächte beschert. Am Donnerstagabend konnten MTM und ich nämlich auch ENDLICH mal wieder zu zweit ausgehen. Wir suchten uns in der Innenstadt spontan ein kleines afrikanisches Restaurant aus und aßen und tranken ganz vorzüglich. Als wir um 8 zahlten, fiel uns schon beiden fast der Kopp auf den Tisch, so müde waren wir. Aber nix da – ich bestand auf ein paar Drinks in unserem Lieblingsschuppen! Dort schafften wir es gerade noch so, die Augen offen zu halten, tranken unseren London Mule / Cuba Libre fast schon ein bisschen gequält hinter, und traten den Heimweg an. Halb 11 waren wir zu Hause, um 11 lagen wir im Bett. So sieht’s aus, wenn Eltern eines Kleinkindes unter der Woche weggehen, weltklasse oder? ;)

Am Samstag haben wir dann, nach zwei ruhigen Nächten, besser durchgehalten. Wir waren auf der Hochzeit meiner Freundin/Kollegin, die ich so herbeigesehnt hatte. Fast ein ganzer Tag und eine ganze Nacht waren wir als Paar unterwegs, nicht als Eltern mit Kleinkind. Das war Luxus pur, und ich schäme mich auch nicht, das so zu sagen. Selbstverständlich ist alles in Familie total schön, aber an diesem Tag hätte ich mir keine Minute mit dem Kleinen vorstellen können. So eine Hochzeitsfeier ist für mich kein Kleinkindding, schon gar nicht wenn es keine weiteren Kinder bei der Feier gibt. Mit größeren Kindern ist das was anderes (wobei ich persönlich wahrscheinlich auch dann eher eine Babysitter-Lösung suchen würde), aber er ist eben erst 15 Monate. :) Und wir genossen das alles wirklich in vollen Zügen: Hübsch angezogen und zurechtgemacht, nette Leute, leckeres Essen, guter Wein, ungezwungenes Tanzen, und nach der Feier betrunken ins Hotelbett plumpsen. Ein Träumchen! :D

Am Sonntagmittag waren wir wieder alle vereint, aber dann wurde am Nachmittag unsere traumhafte Mutter-Tochter-Enkel-Schwiegersohn-Kombi auseinandergerissen. Aber Ostern sehen wir uns schon wieder, und wir alle freuen uns aufeinander! :)