Ostsee – Tag 3

Der Tag begann bewölkt, aber immerhin trocken. Wir entschieden morgens spontan, mit der Molli-Bahn (oder mit MTMs Worten: „Zügle“) zu fahren – diesmal mit Mutti und ihren Krücken im Schlepptau, Zug fahren kann man schließlich auch mit Gips. Das sollte MTEs erste Zugfahrt sein und sein Vater war deshalb besonders aufgeregt. MTE war leider, wie immer vormittags, ziemlich müde. So richtig viel Begeisterung zeigte er zunächst nicht, eher wäre er fast in meinem Arm eingenickt. Wir fuhren nur bis Bad Doberan und wieder zurück, ohne auszusteigen. Im Zug machten wir mit dem Kind ein Picknick zum Mittagessen und danach drehte es auch wieder bisschen auf und guckte mit seinem Papa alles genau an. Als wir dann wieder in Kühlungsborn aus dem „Zügle“ ausstiegen, dauerte es nicht lange und MTE schlief selig im Buggy. Wir Erwachsenen verbrachten diese Mittagspause mit belegten Brötchen auf einer Bank an der Strandpromenade und genossen die Sonnenstrahlen, die dann doch noch rauskamen. Wir gingen weiter in ein Eiscafé und pünktlich, als unsere Eisbecher kamen erwachte der Kleine und verlangte Kostproben.

Nachdem wir uns alle in der Wohnung frisch gemacht hatten, gingen wir ohne Mutti nochmal raus, und zwar ins „Vielmeer“, unsere liebste Lokalität vor Ort. Dort genossen MTM und ich ein leckeres Getränk im Strandkorb und unser Kind spielte im Sand. (Er blieb natürlich nicht so brav im Schatten sitzen die ganze Zeit und war dann wegen der vielen Sonnencreme regelrecht paniert. :D)

Zum Abendessen holten wir meine Mutti wieder ab und als wir danach den Kleinen im Bett hatten, brachen MTM und ich noch einmal auf.

Wieder ging es ins „Vielmeer“ für einen Abend zu zweit im Strandkorb. Der Erdbeer-Daiquiri dort macht süchtig, ich sag’s euch! Lange hielten wir nicht durch, wir waren einfach hundemüde. Zwar schlief der Kleine die ganze (!) Woche bei seiner Oma im Zimmer und wir hatten demnach absolut erholsame Nächte, doch wir kamen meistens eher spät ins Bett und die Nacht war trotzdem spätestens kurz nach 7 vorbei. Und da hatte meine Mutti die Kuschelei mit dem Kleinen schon ordentlich rausgezogen, er war halt auch im Urlaub meistens um 6 rum wach. Zum Glück hat sie das nicht gestört, im Gegenteil, sie bestand auf die Nächte und Morgen mit ihrem kleinen „Pupsi“. :)

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30 Gedanken zu “Ostsee – Tag 3

    • oh wie schön, der gardasee hat mir sooo gefallen, es ist einfach wundervoll dort. ihr wart da schonmal oder? bin gespannt wie es mit den jung sklappt, freu mich auf deine berichte danach! aber nun erstmal einen schönen urlaub euch!

    • so eine sorgsame oma ist wirklich gold wert. es wäre natürlich noch schön, MTMs eltern hier in stuttgart zu haben, die hätten das auch prima gemacht (aber natürlich nicht so prima wie meine mutti, versteht sich :D). aber man kann die dinge ja nicht ändern sondern nur das beste draus machen. :)

      • Und das macht Ihr.

        Wir haben damals als unser Kind noch klein war, meine Eltern mit nach Dänemark eingeladen. Das ging gerade so. Nach einem 2. Urlaub zusammen, haben wir es nicht mehr gemacht.

        Wenn es bei Euch passt, habt Ihr richtig Glück.

        • es gibt immer mal reibereien und meinungsverschiedenheiten, aber nichts belastendes. wir wissen, wie wir den anderen zu nehmen haben und finden unser verhältnis sehr gut, auch wenn wir uns mal ankeifen. :)

          wir fingen ja 2013 am gardasee damit an, mit meinen eltern in den urlaub zu fahren. es hatte sich so ergeben und das blieb so, das es gemeinsame urlaube gab. nach dem gardasee folgte mallorca, da hatte papa seine diagnose schon (gebucht hatten wir es aber vorher), dann kam ungarn. seit er nicht mehr lebt, ist es eben die ostsee um seinen geburtstag rum und da ist ja selbstverständlich, dass mutti dabei ist. das wäre auch so, wenn wir den kleinen nicht hätten. ♥

  1. Die kleinen Problemchen gehören ja dazu, wenn man so ein kleines Kerlchen hat. Omis können wirklich Gold wert sein… Schön, dass ihr zu viert so einen harmonischen Urlaub verbringen konntet.
    Wenn ich deine Tagesberichte so lese, dann kann ich mir alles sehr gut vorstellen. Du schreibst in einem Stil, der mir überaus angenehm ist. :-)

    • bei „kinderschnitzel“ muss ich immer an meine frühere nageltante denken. nicht sehr helle, die gute. hat in der schwangerschaft gequalmt, weil: „je mehrich aufhören wollte, desto mehr hab ich geraucht!“ und ging mit ihrem kleinkind sregelmäßig zum frühstück zu mäcces, wo er die guten „kinderschnitzel“ (nuggets) bekam.

      aber deine interpretation ist auf jeden fall auch gut. ;D

  2. Im Vielmeer war ich mit den Weibern damals auch. Ich weiß nicht mehr, was ich gegessen hatte, aber es war seeeeeehr lecker. Wir sind damals übrigens mit dem Rad zum Leuchtturm gefahren, da war auch ein Restaurant. Und irgendwo gabs Schwarzlicht-Minigolf. Das war auch witzig :)

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