Hotel Mama

Seit fast 2 Wochen bin ich nun schon mit Kind aber ohne Mann in meiner Heimat. Ursprünglich wollte ich am Montag, nach 10 Tagen, schon zurück fahren. Dann hab ich auf Dienstag verlängert und dann noch mal auf morgen, Donnerstag. Ich kann mich gerade ganz schlecht lösen, weil es wohl das letzte Mal ist, dass ich für längere Zeit allein mit dem Kleinen in meiner Heimat bin. Denn bald geht der „Ernst des Lebens“ (haha, als wäre die Elternzeit das nicht…) wieder los. Zum Glück ist mein Mann verständnisvoll und gewährte mir diese 4 Tage Aufschub noch, obwohl er natürlich seinen Sohn schmerzlichst vermisst.

Hier bei Mutti hatte ich nun fast zwei Wochen Urlaub, wenngleich dieser natürlich, wie immer, in Freizeitstress ausartete. Die letzten, verlängerten Tage hier habe ich nun genutzt, um mal bisschen runter zu kommen, mehr Schlaf zu kriegen und noch bisschen Zeit mit Mutti zu verbringen.

Und so sah mein Heimataufenthalt im Detail aus:

Getan
…Klassentreffen
…Steuererklärung meiner Mutti gemacht
…mit einer Freundin beim Griechen geschlemmt
…in unserem neuen Outletcenter eingekauft
…die Verwandtschaft im Erzgebirge nach Jahren mal wieder besucht
…mit einer Freundin auf der Terrasse bis nachts gequatscht
…einen Tag in Berlin mit meinem Kindchen bei meiner Cousine und ihrem Kindchen verbracht
…Hühnerabend auf der Terrasse abgehalten
…einer Freundin zugehört, die auch ihren Papa verloren hat
…21 Stunden wach gewesen wegen eines völlig durchgeknallten Junggesellinnenabschiedes in Berlin
…mit Kind meine Tante und ihren Labrador (Kind Angst vor Tier) und ihre 3 Katzen (Tiere Angst vor Kind) besucht
…zwei Mal mit Freundinnen und ihren Kindern gefrühstückt (Kind Angst vor Kindern, oh man!)
…dem Kind neue Sachen beigebracht (Wo ist das Zipfele? Wo ist der Piep? Wie macht der Fisch? Wie macht die Katze? Wie macht der Löwe?)
…geweint, weil ich so weit weg von „Heeme“ wohne

Nicht getan:
…geputzt
…gekocht
…TV geguckt
…gelesen
…unruhig geschlafen (Oma bei Kind, ich allein, geil!)

So, und da soll man nicht wehmütig werden, wenn man wieder zurück dorthin fährt, wo so eine unterstützende Familie und so viele Freunde nicht sind?

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42 Gedanken zu “Hotel Mama

    • ach, immer, stimmt gar nicht! :) beim JGA hättest du micht nicht treffen wollen, glaube mir (pinke schärpen, muss ich mehr sagen?)! und bei dem besuch bei meiner cousine, ja, da ist wirklich kein raum für irgendwas außer uns und unsere kinder. wir sehen uns viel zu selten. du könntest allerdings einfach mal nach südbrandenburg kommen, wenn ich da bin, da krieg ich dich schon auch noch unter zwischen die ganzen dates. :D

      (berlin wird dieses jahr nicht mehr drin sein, denke ich. bin im august noch mal ein paar tage mit mann und kind in der heimat und dann bis dezember nicht mehr. könnte heulen bei dem gedanken.)

        • Kind Angst vor diesem Tier, Kind Angst vor diesem Kind. Nicht vor allen Tieren und Kindern. Klingt für mich nach nem schlechten Tag, den der Kleine hatte. Und vor „allem“ Angst haben, ist schon ne Schippe heftiger. Dann hätte er ja wirklich vor allem Angst und wär nicht lebensfähig.

              • Stimmt. Vor Mama und Papa nicht.

                Ich will nicht mit dir streiten.
                Kinder haben eine Fremdelphase in diesem Alter, aber es schadet auch nicht, sie mal Situationen auszusetzen, in denen sie merken müssen, das das Leben nicht bissig ist.

                Aber auch das darfst du gern anders sehen.

                • Warum denkst Du, dass ich streiten will? *wunder* Ich sag nur, was ich zu Deinem Kommentar denke. Man kann nicht immer gleicher Meinung sein.

                • na sage mal, plietschie, dass du hier so über mein kind urteilst… du schließt aus „angst vor hund und angst vor kleinen kindern“, dass er nur „vor mama und papa“ keine angst hat? du, es gibt noch einige personen mehr in seinem leben als uns. und er fremdelt stark, ja, aber taut auch auf nach einer weile und dann klebt er auch nicht mehr an uns.

                  ich sehe das durchaus auch so, dass man keine situationen vermeiden sollte, nur weil die kinder sie nicht mögen und oder angst haben. aber in diesen situationen bin ich der sichere hafen, zu dem er immer kommen kann, wenn ihn was ängstigt. ich zwinge mein kind auf keinen fall zu irgendwas, weil das nach hinten losgeht. wenn er soweit ist, das habe ich schon oft gemerkt in solchen fremdel-situationen, dann geht er von alleine auf die leute zu. gibt ihnen irgendwas, zeigt ihnen irgendwas, spielt mit ihnen.

                  • Ich urteile nicht über dein Kind und ich werde hier keine Diskussion gegen ein fremdelndes Kleinkind lostreten, schon gar nicht in einer Menge junger Mütter :)

                    Angst ist grundsätzlich etwas Gutes, nämlich Schutz und wenn er dich als rettenden Hafen ansieht oder du es so nennst, ist es auch okay.

                    Trotzdem ist es meiner Meinung besser, dem Kind in diesen Situationen zu zeigen, zu beweisen, dass es keine Situationen sind, um sich zu ängstigen und je mehr man als Eltern darauf eingeht, desto mehr wird es vom Kind auch wahrgenommen.

                    Was spricht dagegen, dass ein Kind auch mal schlechte Erfahrungen wahrnimmt ? Warum muss es in Watte gepackt werden ?

                    Schlechte Erfahrungen sind genauso wichtig wie gute Erfahrungen. Nur daran bildet sich eine kleine Persönlichkeit aus.

                    • das kind beweist es sich doch selbst, indem es eben doch auf den angstmacher zugeht, wenn es selbst soweit ist und sich einen überblick verschafft hat. gut, das ist jetzt beim hund nicht passiert, aber das kommt vielleicht noch, wenn der kleine nicht mehr kleiner als der labrador ist. und selbst wenn nicht, angst vor hunden ist nun kein so großes problem meiner meinung nach. und beim fremdeln sitze ich ja nicht da und rede zustimmend auf ihn ein, dass er zurecht angst hat. ich bleibe locker und kommuniziere mit den personen wie ich will und irgendwann frage ich ihn, ob er der person mal, was weiß ich, sein spielzeug zeigt oder so. und dann ist das eis meistens gebrochen. sowas braucht halt seine zeit, das geht nicht mit fremden an der supermarktkasse, aber da ist es mir auch latte, ob er freundlich mit den leuten kommuniziert oder eben das nicht möchte. ich finde es sogar eher nervig, wenn die leute ständig weiter versuchen, ihn zum lächeln oder winken zu animieren, als ob er ein zirkustier ist. gut, das ist nun wieder eine andere sache.

                      schlechte erfahrungen sind wichtig, das stimmt. aber es gibt da einen unterschied. macht mein kind eine schlechte erfahrung beispielsweise mit einem hund oder einem menschen, weil man es zu irgendwas drängt, geht das nach hinten los. hat es schlechte erfahrungen mit finger einklemmen, hinfallen, kopf stoßen usw., lernt es was draus und das ist auch anzustreben.

          • richtig.

            schlechter tag eher nicht. er fremdelt zur zeit stark, aber taut dann auch auf nach einer weile. nur bei kleineren kindern nicht so richtig, bei größeren schon. ich glaube, ihm sind hunde und kleine kinder nicht geheuer, weil sie so offensiv und schwer einzuschätzen sind. vor ziegen und katzen hat er keine angst, das kann ich schonmal sagen. und vor kaltem wasser auch nicht. :D

            • Das sind halt so Phasen, muss man durch, der Kleine und auch ihr. Das vergeht und irgendwann isses vielleicht ganz weg. Ich finds auch nicht schlimm, wenn man Angst vor einem Lebewesen hat, das deutlich größer ist als man selbst, oder vorfremden, lauten Blagen. ;)

    • er hat nicht vor allem angst. er hat z.b. vor katzen, ziegen und kaltem wasser keine angst. er hat vor großen hunden und kleinen kindern angst und ich denke, dass das daran liegt, dass beides sehr offensive lebewesen sind, die er nicht einschätzen kann. warum das bei ihm so ist und bei anderen nicht, kann ich nicht beantworten, es ist eben einfach so. und ich nehm ihn an wie er ist und geb ihm halt wenn er den braucht. :)

  1. Oh, das klingt aber nach einer wunderbaren Zeit, trotz vieler Aktivitäten! :-) Hoffentlich kannst Du dann noch lange davon zehren und der „Ernst des Lebens“ wird dadurch versüßt. LG, H.

    • du musst dir solche abende nehmen, ganz rigoros. mein mann (und in dem fall meine mutti, war ja in der heimat) hat zwar null probleme damit, aber wenn ich nicht selbst ständig solche auszeiten plane, wird da halt auch nichts draus. :)

    • zurück nach dresden, was nur 60km entfernt ist, das auf jeden fall. das ist mein großer wunsch. in die heimat vielleicht auch, der gedanke ist aber noch recht fern, weil das stadtleben mir auch gut gefällt. aber wenn wir mal ein haus wollen, dann kommen wir dort am günstigsten. ;)

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