Wie mir Facebook zu meinem Glück verhalf

Mir geht ja Facebook in letzter Zeit ganz schön auf den Wecker. Ich hab das eigentlich immer ganz gerne genutzt, die Posts meiner Freunde interessierten mich, ich hab auch selbst gerne was gepostet. Inzwischen nutzt diese Plattform aber kaum noch jemand so wie vorher – ich sehe kaum noch nette Einträge oder Fotos, sondern  nur noch stinklangweilige Sachen wie: Manchmal lustige, aber oft kitschig-sentimentale Sprüchebilder (ääätzend!), „lustige“ Videos (laaangweilig!), geteilte Beiträge zu den Themen Politik, Lifestyle, Ernährung, Kindererziehung, oft mit gewissem Aluhut-Charakter (schnaaarch) und an welcher Veranstaltung irgendjemand teilnimmt (aha, toll!). Letzteres sollte mir nun aber plötzlich doch etwas bringen, nämlich einen AB-SO-LUT fantastischen Abend! Und das trug sich so zu:

Ich sah letzten Sonntag auf meiner Timeline, dass Jan Delay beim derzeit stattfindenen Jazzopen in Stuttgart ein Konzert geben wird, und zwar schon in 4 Tagen. Warum ich das sah, registrierte ich noch nicht wirklich, denn erst einmal war ich total von der Rolle, weil ich die Musik von Jan Delay und auch den Beginnern unglaublich feiere. Ich hatte die Beginner mal live beim HipHop Open in Stuttgart gesehen und die gingen sowas von ab, dass ich da heute noch von schwärme. Also suchte ich erst mal herum, ob es noch Karten gibt, und fragte eine Freundin, deren Musikgeschmack auch in diese Richtung tendiert. Sie konnte leider nicht so spontan. Geknicht scrollte ich noch ein bisschen durch die Veranstaltungsseite auf Facebook und sah dann plötzlich, wieso ich das überhaupt auf meiner Timeline gesehen hatte: Eine Bekannte, die ich durch MTMs Cousinen kenne, nahm daran teil! Und noch ein Bekannter aus ihrer „Gang“! Mit beiden bin ich schon partyerprobt und ich konnte mir gut vorstellen, dass ich mich da unkompliziert einklinken kann. Und so war es, sogar noch unkomplizierter als gedacht: Die beiden waren mit einer Gruppe von Leuten zu dem Konzert verabredet, in der sogar MTMs Cousin und seine Freundin vertreten waren (mit den beiden bin ich auch sehr partykompatibel, alles schon ausgetestet :D). Und die beiden hatten sogar noch eine Karte übrig. Gebongt!

Endlich war dann der Donnerstagabend gekommen, an dem MTM gerne den Kleinen übernahm (er steht nicht so auf Konzerte) und ich mit dieser Gruppe zu Jan Delays Disko No. 1, Denyo und Samy Deluxe abgehen konnte. Und so kam es natürlich auch: Es war eine geile Party mit durchweg geiler Musik, mit einer geilen Stimmung und einer sehr textsicheren Bellona! :D

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Beim Herumspringen und Tanzen ruinierte ich mir nicht nur meine Frisur (hab wie beim härtesten Training geschwitzt, fragt nicht), sondern irgendwie auch irgendwo was an meiner Hüfte. Ich hab seitdem eine Zerrung, glaube ich, und humple bisschen. Alte Frau. ;) Aber das war es wert, wirklich, es war Hammerhart. :D

 

 

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26 Gedanken zu “Wie mir Facebook zu meinem Glück verhalf

  1. Das klingt erfreulich. :-) Delay-Fan bin ich nicht unbedingt, aber Samy Deluxe hätte ich mir eventuell auch angetan. Ich bin konzerttechnisch aber eher so geartet, wie dein Mann.
    Irgendetwas Gutes muss Fazebuch ja auch haben… ;-)

    • wow, also dass du nun ausgerechnet samy deluxe magst, das überrascht mich schon. also, im vergleich zu jan delay, der ja ziemlich tanzbare big-band-musik alleine macht. :)

      ich stehe ehrlich gesagt auch nicht so total auf konzerte. mich nerven vorbands und ewiges rumstehen an einem guten platz und dann durst haben weil man den platz nicht verlassen will… aber so geh ich nun auch nicht mehr zu konzerten. bei jan delay sind wir mitten bei der 2. vorband erst reingeschlappt und standen bequem ohne gedränge seitlich, aber trotzdem recht weit vorne. mir ging es vor allem ums tanzen. :D

  2. Du weisst ja, dass es mir genau so geht (aus nahezu identischen Gruenden!!) aber ab und zu ist halt doch mal was dabei, was man ohne Facebook nicht (oder zu spaet) entdeckt haette. Mein bestes ist und bleibt meine Jerusalemreise – die waere ohne Facebook nie passiert! (Fahrt Ihr jetzt eigentlich nach Tel Aviv? Du hattest da mal eine Einladung erwaehnt…)

  3. Ich bin noch ziemlich aktiv auf Facebook und habe alle,die es nicht mehr sind einfach entfernt ;-) die meisten Kontakte hat man ja über WhatsApp auch.

    Konzerte sind geil! Toll,dass du es mal wieder zu einem geschafft hast.

    • ich hab letztens auch einen rundumschlag gemacht und 100 leute von meiner freundesliste entfernt. nicht nach dem kriterium, wie aktiv jemand ist, sondern danach: 1. hab ich die person schonmal angefasst? (blogfreunde mussten daher leider gehen.) 2. interessiert mich die person wirklich? 3. freue ich mich, wenn ich die person mal (wieder) treffen würde?

      ich hatte einfach das gefühl, ich verliere die kontrolle, weil ich eben auch hier und da mal was poste und ich irgendwie nicht mehr wollte, dass hinz und kunz aus meinem bisherigen leben daran teilhaben kann. :)

      • Geht mir ganz genauso.ich poste auch gern Fotos und wo ich gerade bin.Ich hab jetzt tatsächlich noch 39Facebook-Freunde und ich bin vermutlich noch nicht am Ende des Kürzens angekommen.
        Gleichzeitig kann ich mich trotzdem nicht von trennen.Sämtliche Events findet man ja fast nur noch dort.Und ich bin aktiv in so Gruppen wie „Neu in Stadt xyz“.

        • oh, siehste, ich hab noch 130. :D aber selbst damit ist man ja wirklich einer der zurückhaltendsten freundesammler. ;)

          gruppen nutze ich fast gar nicht dort. außer die von unserem abijahrgang.

  4. Pingback: Das Wochenende in Bildern | Zum Glück bin ich anders!

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