Kastanienbewegung 2017/18

Ich habe keine Ahnung, wie lange ich schon bei der herrlichen Blogaktion „Kastanienbewegung“ mitmache, so ein fester Bestandteil ist sie in meinem Leben geworden. Mittlerweile machen nicht mehr nur Blogger mit, sondern auch ganz normale Leute! ;) Meine Mutti und mein Papa haben sich davon ebenfalls anstecken lassen und wenn Mutti das hier liest, wird sie spätestens auch wieder dran denken und eine Kastanie suchen.

In diesem Jahr war ich gar nicht selbst meines Kastanienglückes Schmied, sondern mein kleiner Wirbelwind. Fast neben unserem Wohnhaus steht eine riesige Kastanie, mitten im Außenbereich eines Restaurants. Man hört es dort zur Zeit nur scheppern und ich glaube, kein Mensch kann gerade ruhigen Gewissens unter diesem Baum etwas essen oder trinken. Der ganze Hof ist voller Kastanien und täglich sieht man dort während der Schließzeiten Kinder herumspringen und Kastanien sammeln. Wir haben diese Woche spontan vorbeigeschaut, als gerade eine Angestellte die Blätter und Kastanien zusammenkratzte, um Ordnung für die nächste Öffnungszeit zu schaffen. Sie hatte nichts gegen die Sammelaktion meines Kindes, das völlig außer Rand und Band war und vermutlich ohne Weiteres bis zum Folgetag hätte sammeln können. :D

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Irgendwann musste ich dem ein Ende setzen, unter Protest natürlich, wie bei ihm aktuell üblich. ;) Zu Hause horten wir jetzt alle Kastanien in einer Duplo-Kiste und ich hab mir heute eine kleine, süße Handschmeichlerin herausgesucht, die mich nun durch Herbst und Winter in meiner Jackentasche begleitet. ♥

Wer ganz genau wissen will, was sich hinter dieser Aktion verbirgt, klickt einfach oben auf den Link und liest sich rein. Wer schon längst Bescheid weiß und mitmachen will, schreibt am besten einen Eintrag und präsentiert damit stolz seine Handschmeichlerin für die Winterjackentasche! Einen Link zu dem Eintrag solltet ihr der lieben Theo zukommen lassen, am besten hier als Kommentar. Sie ist die Erfinderin dieser wunderbaren Bewegung und freut sich über jeden, der mitmacht!

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Jetzt isser wohl endgültig angekommen

Das wird nun vermutlich der letzte Kita-Eintrag, zumindest was die Eingewöhnung angeht. ;) Denn, am gestrigen Mittwoch ist es erstmalig geschehen: Das Kind hat nicht geweint morgens, als ich gegangen bin. Er war ja schon gut eingewöhnt, machte alles super mit, weinte nicht mehr im Laufe des Tages, aber morgens, da hatte er schon noch ein bisschen Herzschmerz. Das scheint nun vorbei zu sein und es fühlt sich so gut an. Denn er hat eindeutig die Kita in seiner täglichen Routine akzeptiert, fühlt sich wohl, hat Spaß. Auch wenn es sehr schwer war, ist es gut, dass er anfangs so doll geweint hat. Es musste einfach auch raus, es musste verarbeitet werden, das muss man ihm (und mir) doch auch zugestehen. So hat er in gewisser Weise auch das Tempo mitbestimmt und im Endeffekt sind wir jetzt alle schlauer: Es wird alles gut, es braucht nur seine Zeit und die entsprechende Geduld dazu.
Gestern hat er schon noch ein bisschen das Gesicht verzogen und Anstalten gemacht, loszuweinen, ich denke auch ein bisschen aus Gewohnheit. Aber er hat es nicht getan, hat sich gleich ablenken lassen und einfach akzeptiert, dass er nun dort ohne mich ist.

Heute kam seine kleine Freundin, vor der er bis vor kurzem noch solche Angst hatte, um die Ecke, als ich ihm gerade die Hausschuhe anzog. Sie war gestern nicht da. Er sah sie und erstrahlte! Er freute sich so sie zu sehen, nahm sie an die Hand und lief davon. Ohne sich nach mir umzudrehen. „Tschüss“ und Küsschen und alles hab ich ihm hinterhergeworfen, aber das brachte heute wohl nur mir etwas. ;)

Riesengroße Herbstliebe

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Mit unserer ersten hausgemachten Kürbissuppe ist die Herbstsaison bei uns eröffnet, und ich freu mich des Lebens! Ich hab plötzlich irgendwann angefangen, den Herbst total zu lieben. Er ist eigentlich meine Lieblingsjahreszeit geworden. Die frische Herbstluft zu atmen, ist toll. Das Sonnenlicht ist anders, so warm, nicht so stechend. Die Herbstfarben sind so schön stimmungsvoll. Es wird gemütlicher zu Hause, man schwitzt nicht mehr nachts und kann sich wieder so schön einkuscheln. Wenn es regnet, ist der Herbst für mich trotzdem noch voll okay, denn dann liebe ich mein kuscheliges Zuhause noch mehr. Ich gehe wieder gerne in die Badewanne. Die Eintopf- und Suppenzeit geht wieder los und so wärmen wir uns schön und lecker von innen. Also, ich bin ein Fan dieser Jahreszeit, wie man merkt. ♥

 

Schnipsel

Was man in wenigen Stunden kindfreier Zeit am Vormittag schafft, ist der Wahnsinn. Mir ging das schon bei 2,5-Stunden Kitazeit so, inzwischen sind wir bei 6 Stunden und ich drehe fast durch, weil ich plötzlich alles mögliche noch schaffen will und glaube, dass ich das mit der ganzen Zeit auch kann! Ich befürchte aber, ich übernehme mich mit meinen To-do-Listen.

Ach komm, was soll’s, hier ist meine lange Liste:
Steuererklärung (!!!)
Bude entrümpeln
Bude superdupergründlich putzen
Arbeitszimmer entrümpeln und putzen
Keller entrümpeln und putzen
Babykisten entrümpeln
Verkaufenswertes Zeug bei Ebay reinstellen
Restliches Zeug zum Sperrmüll oder in die Altkleidersammlung geben
Zahnarzttermin machen
Papierkram erledigen
Alten Papierkram ausmisten
Übergangsschuhe und Wintermantel shoppen
Zum Friseur gehen
Mit einer Freundin frühstücken
Geschenkeplanung Geburtstage/Weihnachten anfangen
Alleine in einem bestimmten Café sitzen und eine Weile lesen
Bloggen und Blogs lesen

Die Kita gefällt mir ganz gut. Die drei Erzieherinnen der Kleinen sind türkisch, italienisch und serbisch. Die anderen Erzieherinnen sind ebenfalls multikulti, natürlich auch deutsch. Der Umgang ist sehr liebevoll und den Kindern, die natürlich auch alle unterschiedliche Nationalitäten haben ist das ja eh so herrlich scheißegal.

Schräge Beobachtung in der Kita: Mutter parkt die Einfahrt zu, steigt augenrollend und im Pyjama (!) mit bröckeliger Schminke von gestern im Gesicht aus. Tochter steigt aus und hat ein sehr hässliches Tütü an (in solchen Momenten freu ich mich, einen Jungen zu haben) und quasselt irgendwas. Mutter rollt immer wieder mit den Augen. Mutter sagt zu der Erzieherin am Empfang: „Ey, heute hab ich frei, ich steig den ganzen Tag nicht aus dem Pyjama, ich hab so die Schnauze voll!“. Steigt wieder ins Auto, Kippe an und ab.

Schräges Gespräch mit unbekannter zweifacher Mutter auf dem Wochenmarkt. Ihre Aussage, die ich in keiner Weise forciert habe: „Ah, na dann werden unsere Kinder auch in der Schule nichts miteinander zu tun haben, haben ja alle ein ganz unterschiedliches Alter. Tja, man muss dann ja auch überlegen, ob man sie runter in die Ganztagsschule gibt und sie somit den ganzen Tag abschiebt, oder ob man sie hoch in die Vormittagsschule gibt und dann flexibel noch dazubucht, je nachdem wie man arbeiten möchte.“ Aha.

Internationales Kinderfest im Stadtteil nebenan. Mein Kind (1 Jahr und 8 Monate) wird auf dem Klettergerüst ohne Vorwarnung, ohne Grund, völlig bewusst und sehr doll gestoßen. So vorne gegen die Brust, mit beiden Händen. Von Timo, ca. 4 Jahre alt. MTM und ich total perplex und überrascht, trösten unser wie am Spieß brüllendes Kind, das sich total erschrocken hat und auch umgefallen ist. Mutter von Arschlochtimo: „Jetzt reicht’s, jetzt kommsch da runter.“ Arschlochtimo: „Nein!“. Ich ärgere mich, dass wir so überrumpelt waren, dass wir ihn nicht angeschnauzt haben, damit der mal von irgendeiner Seite’ne Ansage kriegt, dass man sowas nicht macht! Die Mutter steht wahrscheinlich heute noch an dem Gerüst und wartet dass er runterkommt. Wenn mein Kind sowas mal macht, ist Polen offen, echt.

 

 

 

Die Aussteiger

Am letzten Wochenende bin ich einfach mal aus meinem Leben ausgestiegen, mit Ansage. Schon einige Monate vorher hatte ich für meine Freundin und mich ein Appartment in einem Hotel gebucht, und zwar in der Mitte zwischen unseren beiden Wohnorten. Die Mitte ist der Wintersportort Oberhof in Thüringen, für jeden um die 280km zu fahren. Wir hatten viel geplant: Quatschen, essen, trinken, chillen. Dieses unsagbare Pensum haben wir auch tatsächlich bewältigt und nichts anderes gemacht. Nein, wir waren am Samstag nicht ein einziges Mal vor der Appartmenttür. Warum auch? Wir hatten am Freitag haufenweise süßen und salzigen Schweinkram eingekauft, hatten Sekt, Havana, Cola, Kippen und uns. Frische Luft gab’s auf dem Balkon, Gemütlichkeit auf der Couch, Wellness im Bad. Ja, ein bisschen Beauty gehört zum Chillen dazu, ich hab eine Wellnessecke errichtet und wir machten unsere Behandlungen einfach selbst. Das hatten wir an unserem zerknirschten Samstag dann auch nötig, denn der Freitagabend wurde standesgemäß bis nachts um 3 zum ausgiebigen Labern und Anstoßen genutzt. Wir haben schon so lange keine Zeit zu zweit verbracht, was glaubt ihr, wie viele Worte sich da angestaut haben?! Eigentlich gingen sie uns bis Sonntag nicht aus… ;) Abgeschlossen haben wir unser Wochenende dann beim Griechen, wieder unter den Lebenden also, ohne Asi-Palme aufm Kopp und mit Schminke im Gesicht.

Es war einfach sooo herrlich! Wir haben wirklich jede Sekunde sowas von genossen, bei mir ging es eigentlich schon mit der Autofahrt los. Ich hatte mir extra eine CD gebrannt und einen großen Kaffee mitgenommen. Alleine im Auto zu sitzen, ist für mich der Hammer. Der Bass wurde wieder hochgedreht und los ging es, laut singend und ein wenig sitztanzend.

Unsere Männer haben dieses Wochenende allein mit unseren Kindern natürlich super hingekriegt. Wir wurden auch fleißig informiert und mit Fotos versorgt, denn bei all der Ausstiegsfreude haben wir natürlich vor allem unsere Söhnchen vermisst. Ein bisschen. ;)

Kita-Story, lang

Mittwoch, 10:45 Uhr, und ich sitze hier am PC mit einem Kaffee. Allein. Was sagt uns das? Richtig, mein Söhnchen ist in der Kita und ich habe genug Zeit für ein paar Worte. Es sieht ganz so aus, dass die Eingewöhnung morgen abgeschlossen sein wird, also nach 3 Wochen. Nach den ersten 3 Tagen, an denen ich mit dem Kleinen zusammen immer für so 1-2 Stunden in der Kita war und alles einfach super lief, begann das Drama. In der ersten Trennungsstunde akzeptierte er mein Gehen ohne zu weinen. Nach 10 Minuten fiel er bisschen unglücklich hin und brüllte bitterlich los. Er ließ sich Gott sei Dank beruhigen von seiner Bezugserzieherin, aber dann umarmte das einzige Mädchen in  der Gruppe ihn zu heftig und beide fielen mit einem Knall um. Da war es vorbei. Mein Kind ließ sich nicht mehr anrühren, schrie, beruhigte sich nicht und brauchte seinen Schnuller. Später weinte er dann noch einmal einfach so auf dem Arm der Erzieherin. Als ich zurückkam, hatte ich überhaupt nicht damit gerechnet, mein Kind mit so verheulten Äuglein anzutreffen und war erstmal total durch den Wind. Die Erzieherin bat darum, trotzdem weiterzumachen, denn das Weinen gehöre dazu und es sei gut dass er sich von ihr trösten lasse. Okay, ich bin kein Profi und wenn ich nur auf meine Gefühle hören würde, würde ich wahrscheinlich erst wieder arbeiten gehen wenn er 18 ist… Also hab ich ihr vertraut und das gemacht was sie sagte. Am nächsten Tag schrie er schon, als ich noch nicht mal aus der Tür raus war. Mit Schnuller und auf dem Arm der Erzieherin beruhigte er sich, aber er weinte im Laufe der Stunde immer wieder kurz. Als ich zurückkam, fiel er mir in die Arme und freute sich unglaublich. Wir nahmen beide noch am Mittagessen teil, das klappte super. Dann kam der Freitag, an dem wir eine Pause einlegten und übers Wochenende nach Düsseldorf fuhren. Der darauffolgende Montag war schlimm. Das Kind hatte plötzlich wieder panische Angst vor den kleinen Kindern (vor den großen komischerweise nicht), vor allem vor dem Mädchen mit dem er umgefallen war. Er klebte an mir und weinte immer mal wieder, wenn das Mädchen ihm zu nahe kam, und als ich nach 1 Stunde nur sagte, dass ich jetzt gehe, brüllte er los. Wieder ließ er sich trösten, aber weinte im Laufe der Trennungsstunde immer wieder und klebte an der Erzieherin, sodass sie nicht mal aufs Klo konnte. Das Mittagessen, an dem ich wieder teilnahm, klappte wieder gut und er war wieder gut drauf. Am Folgetag dann mein persönlicher Supergau. Morgens alles wie gehabt, also Kind weinerlich sobald wir den Raum betraten (bis dahin ist immer alles gut, auch beim Betreten der Kita und beim Umziehen), klebte an mir… Dann sagte die Erzieherin nach 30 Minuten, dass es so nichts bringt und sie keine Verbindung zu ihm herstellen kann, wenn ich da bin. Sie ist wirklich ganz lieb, und sie hatte ja Recht. Ich ging also, das Kind schrie und ich brach draußen vor einer Erzieherin, der Köchin und einer türkischen Mutti in Tränen aus. Oh man, also doch, so eine Mutter bin ich. Ich wurde umarmt und die Mutti weinte auch gleich mit mir mit, ich musste dann echt die Flucht ergreifen und hab mir draußen im Auto die Zeit vertrieben, unter Tränen. Diesmal aß der Kleine mittags alleine mit und das klappte super. Immerhin. Aber natürlich hatte er in den nunmehr 2 Stunden ohne mich viel, jedoch immer nur kurz, geweint. Mit den Kindern hat er gar nicht gespielt und die Angst vor dem Mädchen blieb. Die Woche zog sich weiter so hin, ich bin einen Tag noch mal 30 Minuten geblieben bevor ich ging und dann schlug ich selbst vor, einfach gleich zu gehen, was die Erzieherin begrüßte. Es brachte einfach auch nichts, wenn ich noch blieb. Am Ende der Woche waren wir also bei 2,5 Stunden, von 9 bis 11:30 Uhr. Das Weinen wurde nicht weniger, dafür aber immer kürzer, und das Essen klappte weiterhin super. Am Samstag fand ein Kulturenfest in der Kita statt, zu dem mein Mann mit dem Kleinen ging. Da verhielt er sich schon etwas aufgeschlossener. Er hatte zwar immer noch Angst vor den Kleinen, aber spielte mit den Großen und tanzte und schwang Tücher dabei, total süß. Und am Ende passierte das Undenkbare: Er lief mit dem kleinen Mädchen, vor dem er solche Angst hat, Hand in Hand zum Ausgang! Ich legte große Hoffnungen in den Montag und ich wurde nicht enttäuscht: Ich blieb von 9 bis 12 weg, er weinte natürlich beim Gehen, aber in der Trennungszeit definitiv weniger als vorher. Er taute langsam auf, spielte auch ein kleines bisschen mit den anderen Kleinen, ging wieder Hand in Hand mit dem Mädchen zum Essen, aß wieder super und chillte dann bis 12 (Essen gibt’s um 11) noch mit der Erzieherin im Ruheraum, während die anderen Kinder schliefen. Sie war total zufrieden und meinte, sie würde es am Folgetag mal mit dem Mittagsschlaf ausprobieren. Dieser Tag war gestern, und der war vielleicht aufregend für mich! Ich saß zu Hause wie auf Kohlen, weil wir ausgemacht hatten, dass sie mich anrufen, wenn es nicht geht. Und dann rief die Erzieherin um 12:15 Uhr an und sagte mir total glücklich, dass der Kleine schläft! Plumps! Mir fiel so ein Stein vom Herzen! Er schlief nur 1 Stunde (zu Hause immer so um die 2 Stunden), aber das ist trotzdem super. Nach dem Schlafen ließ er sich von der anderen Erzieherin anziehen und guckte mit einem anderen Kind, das auch schon wach war, ein Buch an. Als ich kam, freute er sich, aber unbedingt mitkommen mit mir wollte er nicht. :D Er spielte noch total schön und streichelte ständig das andere Kind am Kopf und an den Händen und war einfach gut drauf. Geweint hatte er zwar vormittags auch wieder (auch noch immer wenn ich gehe), aber auch immer nur kurz und viel weniger als letzte Woche. Heute hole ich ihn noch einmal direkt nach dem Schlafen ab und ab morgen muss ich Vesperdosen befüllen, denn dann bleibt er bis 15 Uhr und ist eingewöhnt. Für mich ist das unglaublich, dass das nun doch so flott ging und dass ich nun noch ein paar Tage für meine Seit-Januar-unveränderte-To-Do-Liste habe, bevor ich wieder arbeiten gehe. Sofern er nicht krank wird, natürlich. Wir ziehen es jetzt auch so durch, von 9 bis 15 Uhr, und wenn ich arbeite dann von 7:30 bis 15 Uhr. Ich habe schon das Bedürfnis, ihn eher zu holen, solange ich Zeit habe, aber ich will auch, dass er sich dran gewöhnt. Wenn ich arbeite, habe ich 2 Tage in der Woche frei und diese werden dann die besonderen Tage, an denen er morgens mehr Zeit mit Mama hat und mittags eher geholt wird. ♥

12 von 12 im September

Hier findet ihr wie immer die anderen Mitmacher bei dem Projekt „12 von 12“. Und nun folgt mein 12. September in 12 Fotos…

Heute fiel mir erst spät ein dass der 12. ist, nämlich als ich die Kita-Trennungszeit von dem Kleinen im Auto verbrachte.

Im Regen von der Kita zum Auto – die Raupe wie jeden Tag dabei. :)

Das Kind schläft und ich packe ein Päckchen und den kleinen Einkauf von der Trennungszeit aus.

Mittagspause mit Nervennahrung von MTEs Erzieherin, denn bei mir flossen heute auch Tränen…

Spielzeit bis der Papa kommt und mich ablöst.

Nach dem Abendbrot sind Küche und Keller meine Aufenthaltsräume…

…während die beiden Männer sich im Bad aufhalten. :)

Nach dem Regenwetter wird am Abend doch noch der Himmel blau.

Zeit für Gemütlichkeit.

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Wären wir doch nur in Düsseldorf geblieben…

Naja, ganz so schlimm isses auch nicht, mir schwirrt nur dieses Lied im Kopf herum, seit ich mit meinem Kleinen am Wochenende in Düsseldorf war… ;)

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Direkt gegenüber von unserer Wohung fand letztes Wochenende das alljährliche Weinfest statt. Früher sind wir dort gewesen und haben uns schön einen hinter die Binde gekippt, heute fliehen wir nur noch vor dem tagelangen Lärm. So isses halt mit Kleinkind an der Backe. ;) Wir nutzten diesen Umstand letztlich optimal: MTM hatte ein Auszeit-Wochenende allein in unserer Bude und MTE und ich machten besagten Wochenendtrip nach Düsseldorf, zu meiner Cousine. Dieser Besuch war sowieso längst überfällig und er blieb eine super Idee, wie sich herausstellte.

Ein bisschen Gedanken machte ich mir ja schon bezüglich dieses Wochenendes. Die lange Fahrt, die Einraumwohnung meiner Cousine, die ganze Aufregung der Kita-Eingewöhnung und nun auch noch so ein aufregendes Wochenende… Aber meine Ängste waren alle unbegründet. Wir hatten eine wirklich schöne und unkomplizierte Zeit!

Nach einer recht ätzenden Fahrt kamen wir am Freitagnachmittag an und MTE freute sich sofort, meine Cousine zu sehen. Er sprang wie wild durch die kleine Bude und spielte mit ihr und lachte, das war wirklich schön. Das Wetter war beschissen, also blieben wir zu Hause und vertrieben uns die Zeit. Wir wurden sehr lieb umsorgt mit Bio-Lebensmitteln, einer Spielecke für das Kind und Sekt für die Erwachsenen. Und dann überraschte MTE mich auch wieder einmal mit einem absolut unkomplizierten Zubettgehen. Perfekt! Meine Cousine und ich konnten die Wohnung ja nun wegen des schlafenden Kindes nicht mehr nutzen und machten es uns auf dem Balkon gemütlich.
Samstags wurde mir dann eine kleine Auszeit nach dem Frühstück gegönnt, denn mein Kind und seine „Tante“ gingen zusammen einkaufen und spazieren. Herrlich! Ich konnte mich in Ruhe fertigmachen und dann sogar noch lesen. Mittagsschlaf machten wir dann alle gemeinsam und danach kam Gott sei Dank doch noch ein bisschen die Sonne raus, sodass wir noch zwei Stündchen in der Stadt verbringen konnten. Diese haben wir auch optimal genutzt: Frozen Yogurt, Augenbrauen wachsen und färben (ich), spazieren und Gänse beobachten (MTE und Cousinchen), den Blick vom Rheinufer genießen. Der Samstagabend verlief genauso gut wie der Abend zuvor – wir machten und einen schönen Abend auf dem Balkon und der Kleine pennte.
Und plötzlich war es sonntags. Ich bekam nochmal eine kleine Auszeit, diesmal zum Fertigmachen und leider schon wieder packen. Dann waren wir mittags noch etwas essen (Kind isst keine normalen Pommes, aber Süßkartoffelpommes. Hipser.) und schon war die schöne Zeit vorbei. Die Heimreise verlief immerhin etwas angenehmer und am Abend besuchten wir als wiedervereinte Familie sogar doch noch das Weinfest, zumindest zum Abendessen und für ein „Viertele“. ;)

Ich war vor 11 Jahren das erste und letzte Mal in Düsseldorf, damals bei einer Freundin. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich die Stadt besonders toll fand, aber wahrscheinlich hatte ich da auch noch einen anderen Blick auf alles. Ich bin jedenfalls jetzt doch ganz schön angetan, mir hat’s da richtig gut gefallen!

 

7.1.82 – 3.12.82 – 7.1.16 – 3.12.16

Der September ist echt nicht ohne für uns alle. Denn es wird nicht nur unser Kindchen in die Kita eingewöhnt, nein, es ist auch an fast jedem Wochenende mächtig was los. Letztes Wochenende zum Beispiel hatten wir ganz seltenen Besuch aus Berlin, auf den wir uns sehr gefreut haben. Ich hab die Geschichte schon mal erzählt, die mich und meine Großcousine noch mehr verbindet, als unsere gemeinsame und intensive (positiv und auch mal negativ) Vergangenheit: Wir sind beide im gleichen Jahr geboren und unsere Söhne sind ebenfalls im gleichen Jahr geboren. Das allein ist natürlich reichlich unspektakulär, doch mein Sohn kam an ihrem Geburtstag und ihr Sohn an meinem! Ich halte das ja für ein kleines Wunder. ♥ Unsere Jungs sind eigentlich Großgroßcousins (gibt’s das überhaupt?), aber für uns sind es Cousins, wie wir Cousinen sind. Und sie ist zusätzlich noch die Patentante meines Sohnes, also, enger geht diese Konstellation eigentlich nicht mehr. :)

Diese kleine Familie kam uns nun also erstmalig zusammen besuchen. Sogleich erfreut war ich, dass mein Kind, das ja nun offenbar seine Angst vor Babys und Kleinkindern abgelegt hat, so unglaublich angetan von seinem Cousin war. Sie sind fast ein Jahr auseinander, der kleine Besuch ist gerade 9 Monate alt. Aber MTE fand ihn cool und hat ihn ständig angegrabscht, ist mit ihm gekrabbelt und hat in seinem Kinderwagen mit ihm gesessen. Das war alles total süß, auch wenn es natürlich auch anstrengend war. Man muss ganz schön auf der Hut sein bei so grobmotorischen Kleinkindern wie MTE. :)

Wir haben uns jedenfalls alle eine schöne Zeit zusammen gemacht: Am Samstagabend konnten meine Cousine und ich endlich mal wieder seit gefühlten Ewigkeiten alleine lange quatschen und vor allem’ne Pulle Sekt köpfen. Am Sonntag verbrachten wir die Zeit bis zum Nachmittag stressfrei zu Hause, frühstückten ausgiebig, versorgten unsere Kinder, genossen die Mittagspause… Und dann fuhren wir in die Stadt, spazierten bei strahlendem Sonnenschein noch ein wenig herum und gingen danach noch essen. Der Abend endete auf unserem Balkon zu viert mit ein paar Getränken und dann war die Zeit auch schon wieder vorbei. Es war trubelig, aber es tat auch allen sehr gut! Am Montagmorgen trennten sich unsere Wege – MTM ging arbeiten, ich ging mit MTE in die Kita und unser Besuch reiste weiter in den Urlaub.

Zeit zum Verschnaufen ist nun aber nicht. Die Eingewöhnung ist nicht ohne und verlangt mir und dem Kleinen schon ein bisschen was ab. Und am Freitag schwänzen wir die Kita, um einen Mutter-Kind-Wochenendtrip zu machen. Diesmal ist wieder eine Cousine von mir im Spiel. Und Düsseldorf. :D

Ich hab jetzt’n Kita-Kind

Gestern war der erste Kita-Tag für mein Söhnchen. Na gut, „Tag“ ist stark übertrieben. Die Eingewöhnung läuft wie zur Zeit üblich sehr langsam und zaghaft ab, was mir sehr recht ist. Ja, mir als Mutti, ich muss mich ja auch erst eingewöhnen in die neue Situation. Und ich bin froh, dass man die Kinder da nicht mehr so ins kalte Wasser plumpsen lässt, ich könnte das mit meinem Gewissen schlecht vereinbaren. Na, jedenfalls waren wir gestern dort. Ich hab meine Hausaufgaben gründlich gemacht und schonmal alles mitgebracht, was auf der Liste stand, und das war allerhand: Windeln, Wundcreme, Matschsachen, Gummistiefel, Hausschuhe, Wechselsachen, Schnuller, 6 kleine Fotos vom Kind, ein selbstgebasteltes Fotoalbum von unserer Familie (wenn er mal traurig ist, gucken sie das Album mit ihm an mit Mama und Papa und Oma drin, das finde ich total rührend).

Der Kleine war kurz etwas reserviert, als wir das „Nest“ betraten – so heißt der Raum, in dem die Kleinsten sich meistens aufhalten. Ich hab ja wirklich mit allem gerechnet, schließlich fremdelt er ganz schön doll und hatte auch plötzlich und schon seit ein paar Monaten totale Angst vor anderen Kindern. Mit Erwachsenen wurde er meistens irgendwann warm, mit Kindern gar nicht. Oh man. Aber schon am letzten Wochenende bemerkte ich eine Veränderung, als er bei einer Familienfeier plötzlich total fixiert auf seine Großcousine (2 Jahre) war und sie immer anfassen wollte und sich dann auch noch seinen ersten Kuss (!) bei ihr abgeholt hat. Bei dieser Feier bekam er übrigens auch seinen ersten Haarschnitt, ich sage euch, ich als Mutter habe hier echt auch einiges zu verkraften. ;)

Jedenfalls war ich wirklich auf alles vorbereitet, aber nicht darauf, dass der Kleine innerhalb weniger Minuten anfängt, mit anderen Kindern zu kommunizieren und dann auch zu spielen. Die Erzieherin hat ihn nicht besonders interessiert und ich saß auch eher im Abseits. Ab und zu kam er zu mir und nahm kurz meine Hand, und dann war er wieder weg und erkundete das Nest. Total schön. Ich war echt so froh, ihn so freudig zu sehen, und die Erzieherinnen waren auch recht überrascht. Es waren noch 4 andere Jungs zwischen 1,5 und 3 jahren da und ein Mädchen, unverkennbar, da ganz in pink gekleidet. Drei Mal dürft ihr raten, wem er am meisten auf die Pelle gerückt ist? Dieser kleine Schwerenöter! :D Nach etwas über einer Stunde war unser erster Kita-„Tag“ aber auch schon wieder vorbei. Auf dem Weg zum Auto bekam er von mir unser Kita-Start-Geschenk. Mit seiner neuen Zieh-Raupe ging er ganz stolz sowie vor allem konzentriert und vernünftig den Gehweg entlang, echt süß.

Am Montag bleiben wir dann 2 Stunden und wenn das wieder gut läuft, werde ich am Dienstag schon 20 Minuten abwesend sein, mich aber im Haus aufhalten. Nun hoffen wir mal das Beste, vor allem dass keine Kita-Krankheit uns einen Strich durch die Eingewöhnungsrechnung macht. Die Erzieherin rechnet so mit 2 Wochen, Zeit haben wir um die 4 Wochen. Wäre ja echt krass, wenn alles so glatt geht, dass ich noch 2 Wochen „frei“ habe, bevor die Arbeit wieder losgeht. Aber ich erwarte mal nicht zu viel. Der Teufel ist ein Eichhörnchen. ;)