Grüße aus der sozialen Isolation

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Wir sind seit 16 Tagen bei meiner Mutti, mein Klötzchen am Bein Kind und ich. Hier isolieren wir uns weitestgehend und haben genug Auslauf. Ich wollte, dass wir bei einer eventuellen Ausgangssperre eben hier im großen Haus mit schönem großen Garten sein können. Nun haben wir die Kontaktsperre, das ist besser, denn so können wir uns trotzdem zu zweit (oder auch mal ich alleine) jeden Tag draußen bewegen, Rad fahren, spazieren. Das machen wir auch. Und meine Mutti und ich können uns mit dem Kümmern um den Kleinen abwechseln mit dem positiven Nebeneffekt, dass sie hier in so einer Situation nicht alleine ist mit der Ungewissheit, wann wir uns wieder sehen können. Mein Mann ist in Stuttgart in unserer kleinen, gemütlichen, aber für die Isolation zu dritt nicht so gut geeigneten Wohnung geblieben, macht dort Home Office und bleibt ebenfalls weitestgehend daheim. Wir wissen alle noch nicht so richtig, wie es weitergeht. Ich bin wegen der fehlenden Kinderbetreuung bis Ostern freigestellt auf Arbeit, mit Sonderurlaub und Überstunden. Homeoffice bekomme ich nicht genehmigt. Danach geht’s in die Minusstunden, paar Tage kann ich da schon verkraften, die krieg ich wieder rein. Wann wir aber zurück nach Stuttgart fahren, ist noch nicht klar. Man lebt irgendwie von Tag zu Tag und guckt, was noch so entschieden wird von der Politik. Lähmender Zustand irgendwie.

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Dem Kleinen fehlen andere Kinder zum Spielen, das merkt man sehr. Wir haben einfach nicht diese Fantasie, die Kinder untereinander haben. Aber wir geben unser Bestes. Er wird überall miteinbezogen: Gartenarbeit, Kochen, Friedhofsgänge („Opa besuchen“). Nur beim Einkaufen natürlich nicht, soll man ja auch nicht, und außerdem ist das mein Highlight der Woche. ;)
Ansonsten wird gemalt (da oben z.B. der #regenbogengegencorona fürs Fenster), vorgelesen, gespielt: Fange, Fußball, Verstecken, Puzzeln, Kartenspiele, Rollenspiele („Tiger und Hyäne“) und das für mich anstrengendste: Paw Patrol. Im Wechsel ist jeder von uns irgendein Viech von dieser Serie und muss solche Sachen sagen wie „Wuff Wuff! Seilbinde!“ Oh man… Zum Glück hört er auch sehr gerne Hörspiele und chillt dabei. Und natürlich wird auch täglich die Glotze angemacht. Hier haben wir kein Netflix oder Prime, also müssen wir uns nach Sendezeiten richten (was für’ne Umstellung, aber irgendwie auch cool – ich mag KIKA echt). Es wird hier jeden Vormittag 45 min unsere Neuentdeckung „Yakari“ geguckt, jetzt gerade auch; die Zeit nutze ich seither mit Kaffee am Laptop (auch ungewohnt, den hab ich lange nicht mehr so viel genutzt). Leider leider sind 45 Minuten immer sooo schnell vorbei. :D

13 Gedanken zu „Grüße aus der sozialen Isolation

    • Aaaalter! :D PJ Masks kennt er noch nicht, ich finde die auch doof. Und Superwings ist gerade im Kommen, das ist EXAKT das Gleiche wie Paw Patrol, nur mit Flugzeugen statt mit Hunden. Ich will das alles nicht mehr! :D

  1. Jetzt verstehe ich warum Du sagtest, das sei auch anstrengend, zumal der Gatte in Stuggi sein muss.

    Das Regenbogenbild ist so toll, habs ja schon komplett gesehen. Su bunt und fröhlich. Hast Du ihm das vorgemalt? Ja, ne?!

  2. Kennt ihr noch nicht wuselstunde.de? Den Tipp habe ich von Sternenkratzer. Da wird vormittags ein Buch live vorgelesen. Besorg ansonsten deiner Mutter mal ein netflix Abo – geht ja gar nicht dieser Zustand ;)

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