Freestyle

Meine Mutti ist gestern hier angekommen und bleibt für ein paar Tage. Es ist einfach schön, sie hier zu haben, das findet natürlich auch ihr Enkelsohn. Er schläft wieder bei ihr, also im Reisebettchen in seinem Zimmer, sie daneben auf der Schlafcouch. In dem Reisebtt in seinem Zimmer macht er auch seinen Mittagsschlaf meistens. Nun überlegen wir, die Gelegenheit zu nutzen, und ihn nun auszuquartieren. Das heißt, wenn meine Mutti wieder weg ist, wollen wir ihn weiterhin abends in sein Zimmer legen und schauen, wie er es auffasst, dass er morgens allein ist. Nachts schläft er in den allermeisten Fällen durch. Sein richtiges Bett steht ja noch bei uns im Schlafzimmer, weil wir das schön finden. Deshalb fällt es uns auch schwer und wir hadern noch mit uns, ob wir das wirklich machen wollen. Wir sind einfach gerne zusammen, zu dritt, in der Nacht. Und es ist schön, wenn er morgens die Augen aufschlägt und ganz ruhig daliegt und uns beobachtet, bis wir auch die Augen aufmachen. Dann freut er sich und springt auf und will rüber zu uns ins Bett zum Kuscheln. Echt schön. Allerdings gehe ich ja bald wieder arbeiten und dann stehen MTM und ich um 5 auf, da wäre es sehr praktisch, wenn er nicht auch aufwacht vom Wecker und wir wenigstens noch ein paar Minuten haben. Aktuell wird er mal wach vom Wecker und mal nicht. Spätestens um 6, meistens eher halb 6, ist bei ihm eh die Nacht rum. Momentan ist aber eben noch Zeit zum Kuscheln und rumliegen da, ab Oktober muss er dann halt mit aufstehen. Nun, wie dem auch sei, wir werden es nun wohl mal probieren. Mit Babyfon auf dem Nachttisch und vielen Schritten, wenn doch mal was ist. Eigentlich will ich es nicht. Aber uneigentlich muss es wohl mal sein…

Gerade sind Mutti, MTM und der Kleine untewegs für ein paar Besorgungen. Die Gunst der Stunde nutze ich mal für einen schnellen Kaffee und diesen undurchdachten Blogeintrag, aber gleich muss ich wieder in die Küche, um das Mittagessen vorzubereiten. Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich über Muttis Besuch sehr freue? Gestern saßen wir lange auf dem Balkon mit unseren Weingläsern und haben geschwatzt. Heute wird das wahrscheinlich auch nicht anders werden. Wir werden abends essen gehen und es uns dann hier zu Hause gemütlich machen. Morgen ist dann ein großes Familientreffen angesagt, schon wieder verbunden mit einem Restaurantbesuch. Und am Montag und Dienstag hat MTM Urlaub, da hauen wir wieder ab, wie letztes Jahr. Das war damals unser erster kindfreier Ausflug mit Übernachtung, das erste Mal dass der Kleine eine Nacht nur mit seiner Oma verbracht hatte. Sie war auch damals extra deswegen angereist, um uns das zu ermöglichen. Diesmal ist es genauso. Wir fahren wieder nach Ulm, feiern uns die Ärsche ab, fallen ins Hotelbett und pennen richtig aus, denn Frühstück  haben wir extra nicht dazugebucht. Ich freu mich sehr auf die Zeit nur mit meinem Mann. ♥

Zack! Themawechsel. Ich brauche eine neue Digitalkamera. Ich hatte diesen Kaventsmann hier, den ich echt super fand. Leider ist das Ding nach 3,5 Jahren kaputt gegangen, ich hab aber durch eine Garantieverlängerung und den Verkauf des defekten Geräts bei Ebay fast die Kohle wieder drin, die ich damals ausgegeben habe. Nun hatte ich überlegt, mir nur ein neues Handy zuzulegen (ich brauche da auch eins, meins hat die Spider-App) mit einer superduper Kamera drin. Meistens fotografiere ich eh damit. Aber da es mir ehrlich gesagt auf den Sack geht, ständig das Handy vor dem Kind in der Hand zu haben und vor allem auch erst rumzutippen, bevor die Kamera aufgeht, hab ich mich nun umentschieden. Die Smartphones, die mir zu Zeit vorschweben, sind sowieso unverschämt teuer, da warte ichmal noch bis zu meinem Geburtstag im Dezember, bis dahin hab ich noch bisschen Geld dafür gespart (mache ich per PayPal, ich spare alles Geld was ich durch Ebay-Verkäufe kriege) und kriege auch noch Geburtstagsgeld, vermute ich mal. So, jedenfalls will ich dann jetzt erstmal eine Kamera. Die Handyfotos sind eben auch nie so gut, wie sie mit einer Kamera geworden wären, das ist einfach so. Und natürlich renne ich nicht den ganzen Tag mit der Digicam rum, klar, aber Schnappschüsse mit dem Handy sind ja auch okay. Besondere Begebenheiten fotografiere ich jedoch lieber richtig: Feiern, Ausflüge, Urlaube. Und die „12 von 12“ übrigens auch. :D
Kann mir denn nun jemand helfen? Nutzt noch jemand eine Digicam und kann mir ein Modell empfehlen? Ich fand an der Sony den krassen Zoom super, aber ganz so viel muss es trotzdem nicht sein. Ich will tolle, klare Fotos und vor allem auch vernünftige Aufnahmen in dunkleren Räumen oder abends. Das konnte die Sony ganz gut, aber auch noch nicht so richtig gut. Sie war mir, so im Nachhinein betrachtet, dann doch auch etwas zu klobig. Ich hätte es gerne handlicher.

So. Nun muss ich in die Küche, die Pflicht ruft, gleich sind meine Leute wieder da und wollen reinspachteln. :D

Das Wochenende in Bildern

Huch, schon wieder Montag. Gestern wollte ich diesen Eintrag eigentlich noch abends schreiben und hier mal wieder nach langer Zeit ein bisschen bei meinen Blogfreunden lesen. Pustekuchen. 21:17 Uhr lag ich im Bett, passend zu meiner Hüftzerrung, wie ein altes Omchen.

Inspieriert durch Mama will Schoko mache ich nun auch mal so einen bebilderten Wochenendeintrag. Finde ich ganz cool, les und gucke ich bei ihr auch gerne. :)

Samstag:

MTM und ich hatten fast den ganzen Tag frei, weil wir im Vorfeld schon seine Tante als Tagesmutti organisiert hatten. Das war nun eine Tante, bei der MTE noch nie alleine war, aber es lag uns sowieso am Herzen, das mal auszuprobieren, weil sie eben auch eine sehr aufopfernde Person ist – die Tochter von MTMs herzensguter, leider nicht mehr lebenden Oma eben. Von 9 bis 18:30 Uhr kümmerte sie sich total süß um den Kleinen, hatte schon alle Mahlzeiten vorbereitet, hatte Pläne geschmiedet für den Tag, hat das ganze alte Spielzeug ihrer Tochter geputzt und bereitgestellt, hat ihr Bett für den Mittagsschlaf frisch bezogen… Und es lief absolut problemlos. Das war so schön für uns, vor allem weil sie selbst so entspannt war, als wir den Kleinen nach dem Abendbrot abholten. Sie hatte all ihren Kram, Hausarbeiten und sonstwas, links liegen lassen und sich ihre ganze Zeit für ihn genommen. Das ist für so kleine Scheißerchen doch das Größte. Nicht mal den Schnuller brauchte er, außer zum Schlafen. Gut, nun aber zu den Bildern, zu UNSEREM Tag:

Zuerst fuhren wir nach Pforzheim, um unser neues Auto abzuholen:

Als wir wieder in Stuttgart ankamen, war es schon wieder früher Nachmittag und wir hatten  noch 4 Stunden Zeit, die wir im ältesten Stadtteil Bad Cannstatt verbringen wollten.

Dort besuchten wir zunächst den unserer Meinung nach schönsten Biergarten Stuttgarts, direkt am Neckar.

Und anschließend trieb es uns zu einem frühen Abendessen zum Griechen, und zwar einer, den ich mal empfohlen bekam und schon lange mal ausprobieren wollte. Hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Das Kindchen mache beim Schlafenlegen, wie schon seit recht langer Zeit (auf Holz klopf!) keine Anstalten, und wir hatten nun schon wieder Zeit für uns. Die verbrachten wir ganz unspektakulär auf der Couch. :)

Sonntag:

Von diesem Tag gibt es tatsächlich nur ein Foto: Vom Garten in den Weinbergen, der MTMs Cousin gehört und in dem ein Grillerchen veranstaltet wurde. Diesmal war die andere Familienseite dran und auch sie kümmerten sich alle lieb um den Kleinen. Mama und Papa konnten also schön mit der Partycrowd (die mit bei Jan Delay war) abhängen. :D

 

Wie mir Facebook zu meinem Glück verhalf

Mir geht ja Facebook in letzter Zeit ganz schön auf den Wecker. Ich hab das eigentlich immer ganz gerne genutzt, die Posts meiner Freunde interessierten mich, ich hab auch selbst gerne was gepostet. Inzwischen nutzt diese Plattform aber kaum noch jemand so wie vorher – ich sehe kaum noch nette Einträge oder Fotos, sondern  nur noch stinklangweilige Sachen wie: Manchmal lustige, aber oft kitschig-sentimentale Sprüchebilder (ääätzend!), „lustige“ Videos (laaangweilig!), geteilte Beiträge zu den Themen Politik, Lifestyle, Ernährung, Kindererziehung, oft mit gewissem Aluhut-Charakter (schnaaarch) und an welcher Veranstaltung irgendjemand teilnimmt (aha, toll!). Letzteres sollte mir nun aber plötzlich doch etwas bringen, nämlich einen AB-SO-LUT fantastischen Abend! Und das trug sich so zu:

Ich sah letzten Sonntag auf meiner Timeline, dass Jan Delay beim derzeit stattfindenen Jazzopen in Stuttgart ein Konzert geben wird, und zwar schon in 4 Tagen. Warum ich das sah, registrierte ich noch nicht wirklich, denn erst einmal war ich total von der Rolle, weil ich die Musik von Jan Delay und auch den Beginnern unglaublich feiere. Ich hatte die Beginner mal live beim HipHop Open in Stuttgart gesehen und die gingen sowas von ab, dass ich da heute noch von schwärme. Also suchte ich erst mal herum, ob es noch Karten gibt, und fragte eine Freundin, deren Musikgeschmack auch in diese Richtung tendiert. Sie konnte leider nicht so spontan. Geknicht scrollte ich noch ein bisschen durch die Veranstaltungsseite auf Facebook und sah dann plötzlich, wieso ich das überhaupt auf meiner Timeline gesehen hatte: Eine Bekannte, die ich durch MTMs Cousinen kenne, nahm daran teil! Und noch ein Bekannter aus ihrer „Gang“! Mit beiden bin ich schon partyerprobt und ich konnte mir gut vorstellen, dass ich mich da unkompliziert einklinken kann. Und so war es, sogar noch unkomplizierter als gedacht: Die beiden waren mit einer Gruppe von Leuten zu dem Konzert verabredet, in der sogar MTMs Cousin und seine Freundin vertreten waren (mit den beiden bin ich auch sehr partykompatibel, alles schon ausgetestet :D). Und die beiden hatten sogar noch eine Karte übrig. Gebongt!

Endlich war dann der Donnerstagabend gekommen, an dem MTM gerne den Kleinen übernahm (er steht nicht so auf Konzerte) und ich mit dieser Gruppe zu Jan Delays Disko No. 1, Denyo und Samy Deluxe abgehen konnte. Und so kam es natürlich auch: Es war eine geile Party mit durchweg geiler Musik, mit einer geilen Stimmung und einer sehr textsicheren Bellona! :D

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Beim Herumspringen und Tanzen ruinierte ich mir nicht nur meine Frisur (hab wie beim härtesten Training geschwitzt, fragt nicht), sondern irgendwie auch irgendwo was an meiner Hüfte. Ich hab seitdem eine Zerrung, glaube ich, und humple bisschen. Alte Frau. ;) Aber das war es wert, wirklich, es war Hammerhart. :D

 

 

12 von 12 im Juli

Husch husch, ich bin hundemüde, nur noch schnell die 12 Fotos vom heutigen 12.! :) Die Anderen wie immer bei Caro!

Guten Morgen! Das Kind hat schonmal paar Bücher angeguckt, während ich noch paar Mal weggenickt bin.

Nach dem üblichen Morgenkram (aufräumen, frisch machen, frühstücken) wird mal im Kinderzimmer statt im Wohnzimmer gespielt.

Im Keller „hilft“ das Kind mal wieder fleißig beim Wäschemachen. :)

Mama kocht und Kind macht Tupperparty.

Kam super an, bei uns beiden. :)

Wohlverdiente Mittagspause in der Horizontalen und mit Nachtisch! :)

Erst tanken, dann vorm Wochenmarkt stehen und warten bis es aufhört zu schütten.

Passend zum Wetter wurden meine neuen Treter geliefert. ;)

Papa ist endlich zu Hause und nach ausgiebigem Spielen ist chillen und fernsehen auf der Couch bis zum Abendbrot erlaubt.

Nach dem Abendbrot gehen wir, also der Kleine und ich, zusammen in die Wanne. ;)

Schon mal beautytechnisch bisschen vorarbeiten für morgen, will schön sein für Jan Delay!

Um halb 9 fällt mir doch tatsächlich auf, dass ich frische Zutaten, aber morgen keine Zeit zum Kochen habe. Also: Linseneintopf angesetzt.

Eintopf fertig und ich auch. Gute Nacht, bis denn! :)

 

 

Die Woche war…

…mir viel zu heiß!

Gesehen.: Ein paar Folgen meiner neu entdeckten Serie („Life in pieces“).
Gehört.: Meine liebe Freundin aus Hamburg, endlich mal wieder live am Telefon, statt nur als Sprachnachricht.
Gelesen.: „Bridget Jones‘ Baby“, fast in einem Zug.
Getan.: Die Freibadsaison eröffnet.
Gegessen.: Vegan zum Sonntag, selbstgekocht und lecker.
Getrunken.: Cocktails und Wein mit meinem Mann in der Stadt.
Gefreut.: Dass es mit der Tante als Babysitterin wieder gut geklappt hat.
Geärgert.: Über vermummte Flachwichser mit nichts als Scheiße im verkümmerten Hirn.
Gelacht.: Mit dem Kindchen am Abendbrottisch, und zwar ohne erkennbaren Grund (er hat angefangen!). :D
Gedacht.: Dass ich keine besonders gute Mutter bin.
Geplant.: Recht spontan einen Konzertabend in der nächsten Woche.
Gekauft.: Ein Auto.

Tagespensum

Da ja unser Kind zwischen 5 und 6 Uhr erwacht jeden Morgen, beginnt unser Tag auch am Wochenende sehr früh. Gestern hatten wir einiges vor und sahen das als tagesfüllend an. Doch am Nachmittag wussten wir schon nicht mehr, was wir noch machen sollen bis zum Abendessen, und die Zeit verging echt sowas von gar nicht! Es klingt gemein, aber es ist halt bei uns wirklich so, dass wir den ruhigen Abendstunden auch ziemlich entgegenfiebern. Es ist schön, gemeinsam mit dem Kind die Welt zu entdecken und das Leben zu leben, aber es ist auch unheimlich anstrengend, den ganzen Tag parat zu stehen und aufmerksam zu sein und kreativ und behütend und tröstend und und und…
Während wir gestern dann aufm Spielplatz mal eine kleine Verschnaufpause hatten, weil der Kleine sich minutenlang und sehr konzentriert mit einem Stock beschäftigte, fassten wir mal unseren Tag zusammen und was wir alles schon gemacht und geschafft hatten und was noch kommt bis zum Schlafengehen. Wir konnten es kaum fassen, dass bei diesem Pensum immer noch Raum für „Wann ist es endlich abends?!“ war.

Frühstücken.
Kind waschen und anziehen.
Aufräumen.
Duschen und fertigmachen.
Kurz paar Kleinigkeiten einkaufen.
Mittagessen für uns alle als Picknick vorbereiten.
Nach Pforzheim fahren.
Autos angucken und probefahren und Beratungsgespräche führen.
Picknick am Straßenrand im offenen Kofferraum.
Zurück nach Stuggi fahren.
Beim Maultaschen-Werksverkauf einkaufen.
Nach Hause fahren, Maultaschen einfrieren, Kind wickeln und umziehen.
Kaffee und Kuchen beim Stadtteilfest nebenan.
Seeehr langsam ein Stück spazieren.
Auf dem Spielplatz abhängen: Schaukeln, rutschen, Klettern, im Sand spielen.
Nochmal seeeehr langsam ein Stück spazieren.
Am Aussichtspunkt mit Blick auf unseren Stadtteil abhängen und Traktoren beobachten.
Griechisches Abendessen in „unserer“ Sportgaststätte.
Wäsche aus dem Keller holen und einräumen.
Kind baden, bettfertig machen und schlafenlegen.
Aufräumen.
19:15 Uhr: Aufatmen!
Couch, Film, Bett.

Heute ist es natürlich wieder völlig anders. Nach einem schönen Frühstück in Familie trinke ich mal schnell meinen Kaffee allein am PC und die Zeit rast davon. Jetzt ist es schon gleich 10 Uhr und ich muss meinen Mann ablösen gehen… :)

Freitagsfüller

1. Vorübergehend ist mein schlechtes Gewissen wegen der baldigen „Fremdbetreuung“ in der Kita etwas abgeschwächt – gut so, das brauchte ich jetzt.

2. Auf Pinterest fand ich was Neues zum baldigen Ausprobieren: Avocados vom Grill.

3. Ich könnte mal wieder schreiend im Kreis rennen, weil wir ein Auto kaufen müssen und mir das derart auf die Nerven geht!

4. Weil ich die ruhigen Stunden am Abend sooo genieße, kann ich einfach nicht früh ins Bett gehen, egal wie müde ich bin.

5. Mein Rezept für „Gurkenkartoffeln“ ist besonders nah dran an Omas Variante und nach wie vor eins meiner Lieblingsgerichte.

6. Diverse Ansichten zur gleichgeschlechtlichen Ehe finde ich so zum Kotzen, aber ich freu mich einfach trotzdem.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf noch ein bisschen vom dem leckersten Roséwein, morgen habe ich geplant, einen schönen Familientag zu verbringen und Sonntag möchte ich meine Jungs alleine fortschicken und hier mein Ding machen!

Gefangen bei Barbara

Hotel Mama

Seit fast 2 Wochen bin ich nun schon mit Kind aber ohne Mann in meiner Heimat. Ursprünglich wollte ich am Montag, nach 10 Tagen, schon zurück fahren. Dann hab ich auf Dienstag verlängert und dann noch mal auf morgen, Donnerstag. Ich kann mich gerade ganz schlecht lösen, weil es wohl das letzte Mal ist, dass ich für längere Zeit allein mit dem Kleinen in meiner Heimat bin. Denn bald geht der „Ernst des Lebens“ (haha, als wäre die Elternzeit das nicht…) wieder los. Zum Glück ist mein Mann verständnisvoll und gewährte mir diese 4 Tage Aufschub noch, obwohl er natürlich seinen Sohn schmerzlichst vermisst.

Hier bei Mutti hatte ich nun fast zwei Wochen Urlaub, wenngleich dieser natürlich, wie immer, in Freizeitstress ausartete. Die letzten, verlängerten Tage hier habe ich nun genutzt, um mal bisschen runter zu kommen, mehr Schlaf zu kriegen und noch bisschen Zeit mit Mutti zu verbringen.

Und so sah mein Heimataufenthalt im Detail aus:

Getan
…Klassentreffen
…Steuererklärung meiner Mutti gemacht
…mit einer Freundin beim Griechen geschlemmt
…in unserem neuen Outletcenter eingekauft
…die Verwandtschaft im Erzgebirge nach Jahren mal wieder besucht
…mit einer Freundin auf der Terrasse bis nachts gequatscht
…einen Tag in Berlin mit meinem Kindchen bei meiner Cousine und ihrem Kindchen verbracht
…Hühnerabend auf der Terrasse abgehalten
…einer Freundin zugehört, die auch ihren Papa verloren hat
…21 Stunden wach gewesen wegen eines völlig durchgeknallten Junggesellinnenabschiedes in Berlin
…mit Kind meine Tante und ihren Labrador (Kind Angst vor Tier) und ihre 3 Katzen (Tiere Angst vor Kind) besucht
…zwei Mal mit Freundinnen und ihren Kindern gefrühstückt (Kind Angst vor Kindern, oh man!)
…dem Kind neue Sachen beigebracht (Wo ist das Zipfele? Wo ist der Piep? Wie macht der Fisch? Wie macht die Katze? Wie macht der Löwe?)
…geweint, weil ich so weit weg von „Heeme“ wohne

Nicht getan:
…geputzt
…gekocht
…TV geguckt
…gelesen
…unruhig geschlafen (Oma bei Kind, ich allein, geil!)

So, und da soll man nicht wehmütig werden, wenn man wieder zurück dorthin fährt, wo so eine unterstützende Familie und so viele Freunde nicht sind?

Klassentreffen

Mein erster Blogeintrag als „Bellona“ (vorher hatte ich unter einem anderen Namen auch schon 2 Jahre geblogt) handelte von meinem ersten Klassentreffen. 5 Jahre Abitur hatten wir damals. Nun war ich beim „15-Jahre-Abi-Treffen“. Unglaublich. Ich bin seit 10 Jahren Bellona, die Bloggerin. Und seit fast 12 Jahren so allgemein Bloggerin.

Davon weiß von meinem Abijahrgang natürlich niemand was, außer meine beste Freundin, die das aber nicht sonderlich interessiert. Mit dieser (seit der 7. Klasse Gymnasium kennen wir uns, auch unglaublich) und einer weiteren Freundin, mit der nach wie vor Kontakt besteht und Treffen stattfinden, gingen wir also etwas aufgeregt zum Treffen. Von 75 Mann waren 35 dort, und noch ein paar Lehrer. Es ist so schade, dass man nicht mehr Leute zusammenkriegt, aber was soll’s. Es war trotzdem schön und die Aufregung war eigentlich direkt verflogen. Es war schon ein bisschen wie früher. Wir sind irgendwie nicht so eine Truppe, die sich die Taschen bei solchen Treffen vollhauen muss. Klar fragt jeder und erzählt jeder, aber eigentlich ohne zu verurteilen oder zu rechtfertigen. Es gibt natürlich immer vereinzelte Personen, die da doch ein bisschen anders ticken, die nicht ganz dicht in meinen Augen sind, aber die wird es immer geben und die lassen auch kein Neid bei irgendwem aufkommen, auch wenn sie es vielleicht gerne so hätten.

Wir starteten um 17 Uhr und um 2 Uhr gingen die Letzten nach Hause. Darunter natürlich auch ich, hallo, manche Dinge ändern sich nie. ;) Was sich änderte war, dass wir diesmal keine flotte Sohle aufs Parkett legten, sondern wirklich nur zusammensaßen und quatschten. Das war ein bisschen schade, aber irgendwie auch nicht schlecht. So konnte man sich wirklich mit fast jedem einmal ausführlich unterhalten, das hat mir eigentlich ganz gut gefallen.

So hab ich von dem Tratschthema schlechthin gar nichts mitgekriegt, nämlich, dass zwei zusammen auf einmal abgehauen sind, die das echt nicht sollten. Aber Arschloch bleibt einfach Arschloch, und das trifft auf beide zu. Und überrascht hat es mich persönlich auch nicht wirklich.

Ich freu mich jedenfalls schon auf „20 Jahre Abi“! (…und demnach 15 Jahre Blogbellona, hihi)

Schon bessere Ideen gehabt

Gestern hatten wir ja einen Feiertag (Fronleichnam), also war MTM zu Hause. Morgens sind wir wie immer mit den Hühnern aufgestanden, weil das Kind einfach gnadenlos ist, wenn es kurz nach 5 Uhr wach ist. :) Wir entschieden, vormittags was in Familie zu unternehmen und nachmittags getrennte Wege zu gehen, weil ich noch die Koffer für den Kleinen und mich packen musste. Da wir beide Dauerkarten für die Wilhelma, den Stuttgarter Zoo, haben und meine Karte erst ein einziges Mal zum Einsatz kam, schlug ich also einen Vormittag und ein Mittagessen im Zoo vor. Kack Idee. Es war sowas von heiß, die Sonne bretterte gnadenlos runter, es waren natürlich Unmengen von Zoobesuchern vor Ort (Feiertag plus Ferien in Stuttgart, Parkhaus halb 10 schon fast voll, kannste echt knicken) und das Kind war fast durchweg grätig weil müde, schwitzend, überfordert von den Menschen, was weiß ich. Je grätiger das Kind wurde, desto angepisster wurden auch wir. Als die Zeit endlich reif fürs Mittagessen war, ließen wir uns nieder und gönnten uns ein Kantinenessen für 30€. Wasser hatten wir auch vergessen, außer für den Kleinen, da mussten auch noch mal 5€ für zwei kleine Glasflaschen liegenbleiben. Was wir durch die Dauerkarten gespart hatten, haben wir so wieder zunichte gemacht. Als wir endlich im klimatisierten Auto saßen und das Kind fast sofort einschlief, resümierten wir den Vormittag, stellten fest dass wir keinen einzigen schönen Moment hatten (hab dann aber noch ein Bild gefunden worauf der Kleine sich freut, immerhin) und lernten für die Zukunft:

Keine Aktivitäten bei Hitze, außer rumliegen/baden/chillen.

Im Zoo nur noch picknicken mit mitgebrachtem Futter.

Für jeden eine Trinkflasche für unterwegs kaufen und immer befüllt mitnehmen.

Feiertage/Sonntage/Ferien sind einfach kacke im Ballungsraum, weil alle gängigen Anlaufpunkte für Unternehmungen überfüllt sind und wir Drei offenbar Menschen hassen. ;)

Ich war dann echt ein wenig traurig; so richtig hinnehmen konnte ich nicht, dass die Hälfte des Tages so wenig erinnernswert war. Als das Kindchen im Auto schlief, entschieden wir spontan, die Schlafenszeit für eine Fahrt nach „nebenan“ zu nutzen –  auf einen schönen Eisbecher im schönen Ludwigsburg. Und das war dann wieder eine der besseren Ideen. ;) Wir saßen in einem tollen Eiscafé im Schatten, blickten auf den Marktplatz, aßen köstliches Eis und hatten uns alle wieder lieb. So wurde unser „Angrillen 2017“ abends auf dem Balkon auch total schön – der Kleine futterte wie ein Scheunendrescher und uns schmeckte es ebenfalls ganz hervorragend. Das Packen hab ich dann so nebenher erledigt, damit der Kleine und ich heute Morgen schön früh starten konnten. Wohin? Na, schon wieder in meine Heimat, zu meiner Mutti und seiner Omi. ♥