12 von 12 im September

Hier findet ihr wie immer die anderen Mitmacher bei dem Projekt „12 von 12“. Und nun folgt mein 12. September in 12 Fotos…

Heute fiel mir erst spät ein dass der 12. ist, nämlich als ich die Kita-Trennungszeit von dem Kleinen im Auto verbrachte.

Im Regen von der Kita zum Auto – die Raupe wie jeden Tag dabei. :)

Das Kind schläft und ich packe ein Päckchen und den kleinen Einkauf von der Trennungszeit aus.

Mittagspause mit Nervennahrung von MTEs Erzieherin, denn bei mir flossen heute auch Tränen…

Spielzeit bis der Papa kommt und mich ablöst.

Nach dem Abendbrot sind Küche und Keller meine Aufenthaltsräume…

…während die beiden Männer sich im Bad aufhalten. :)

Nach dem Regenwetter wird am Abend doch noch der Himmel blau.

Zeit für Gemütlichkeit.

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Wären wir doch nur in Düsseldorf geblieben…

Naja, ganz so schlimm isses auch nicht, mir schwirrt nur dieses Lied im Kopf herum, seit ich mit meinem Kleinen am Wochenende in Düsseldorf war… ;)

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Direkt gegenüber von unserer Wohung fand letztes Wochenende das alljährliche Weinfest statt. Früher sind wir dort gewesen und haben uns schön einen hinter die Binde gekippt, heute fliehen wir nur noch vor dem tagelangen Lärm. So isses halt mit Kleinkind an der Backe. ;) Wir nutzten diesen Umstand letztlich optimal: MTM hatte ein Auszeit-Wochenende allein in unserer Bude und MTE und ich machten besagten Wochenendtrip nach Düsseldorf, zu meiner Cousine. Dieser Besuch war sowieso längst überfällig und er blieb eine super Idee, wie sich herausstellte.

Ein bisschen Gedanken machte ich mir ja schon bezüglich dieses Wochenendes. Die lange Fahrt, die Einraumwohnung meiner Cousine, die ganze Aufregung der Kita-Eingewöhnung und nun auch noch so ein aufregendes Wochenende… Aber meine Ängste waren alle unbegründet. Wir hatten eine wirklich schöne und unkomplizierte Zeit!

Nach einer recht ätzenden Fahrt kamen wir am Freitagnachmittag an und MTE freute sich sofort, meine Cousine zu sehen. Er sprang wie wild durch die kleine Bude und spielte mit ihr und lachte, das war wirklich schön. Das Wetter war beschissen, also blieben wir zu Hause und vertrieben uns die Zeit. Wir wurden sehr lieb umsorgt mit Bio-Lebensmitteln, einer Spielecke für das Kind und Sekt für die Erwachsenen. Und dann überraschte MTE mich auch wieder einmal mit einem absolut unkomplizierten Zubettgehen. Perfekt! Meine Cousine und ich konnten die Wohnung ja nun wegen des schlafenden Kindes nicht mehr nutzen und machten es uns auf dem Balkon gemütlich.
Samstags wurde mir dann eine kleine Auszeit nach dem Frühstück gegönnt, denn mein Kind und seine „Tante“ gingen zusammen einkaufen und spazieren. Herrlich! Ich konnte mich in Ruhe fertigmachen und dann sogar noch lesen. Mittagsschlaf machten wir dann alle gemeinsam und danach kam Gott sei Dank doch noch ein bisschen die Sonne raus, sodass wir noch zwei Stündchen in der Stadt verbringen konnten. Diese haben wir auch optimal genutzt: Frozen Yogurt, Augenbrauen wachsen und färben (ich), spazieren und Gänse beobachten (MTE und Cousinchen), den Blick vom Rheinufer genießen. Der Samstagabend verlief genauso gut wie der Abend zuvor – wir machten und einen schönen Abend auf dem Balkon und der Kleine pennte.
Und plötzlich war es sonntags. Ich bekam nochmal eine kleine Auszeit, diesmal zum Fertigmachen und leider schon wieder packen. Dann waren wir mittags noch etwas essen (Kind isst keine normalen Pommes, aber Süßkartoffelpommes. Hipser.) und schon war die schöne Zeit vorbei. Die Heimreise verlief immerhin etwas angenehmer und am Abend besuchten wir als wiedervereinte Familie sogar doch noch das Weinfest, zumindest zum Abendessen und für ein „Viertele“. ;)

Ich war vor 11 Jahren das erste und letzte Mal in Düsseldorf, damals bei einer Freundin. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich die Stadt besonders toll fand, aber wahrscheinlich hatte ich da auch noch einen anderen Blick auf alles. Ich bin jedenfalls jetzt doch ganz schön angetan, mir hat’s da richtig gut gefallen!

 

7.1.82 – 3.12.82 – 7.1.16 – 3.12.16

Der September ist echt nicht ohne für uns alle. Denn es wird nicht nur unser Kindchen in die Kita eingewöhnt, nein, es ist auch an fast jedem Wochenende mächtig was los. Letztes Wochenende zum Beispiel hatten wir ganz seltenen Besuch aus Berlin, auf den wir uns sehr gefreut haben. Ich hab die Geschichte schon mal erzählt, die mich und meine Großcousine noch mehr verbindet, als unsere gemeinsame und intensive (positiv und auch mal negativ) Vergangenheit: Wir sind beide im gleichen Jahr geboren und unsere Söhne sind ebenfalls im gleichen Jahr geboren. Das allein ist natürlich reichlich unspektakulär, doch mein Sohn kam an ihrem Geburtstag und ihr Sohn an meinem! Ich halte das ja für ein kleines Wunder. ♥ Unsere Jungs sind eigentlich Großgroßcousins (gibt’s das überhaupt?), aber für uns sind es Cousins, wie wir Cousinen sind. Und sie ist zusätzlich noch die Patentante meines Sohnes, also, enger geht diese Konstellation eigentlich nicht mehr. :)

Diese kleine Familie kam uns nun also erstmalig zusammen besuchen. Sogleich erfreut war ich, dass mein Kind, das ja nun offenbar seine Angst vor Babys und Kleinkindern abgelegt hat, so unglaublich angetan von seinem Cousin war. Sie sind fast ein Jahr auseinander, der kleine Besuch ist gerade 9 Monate alt. Aber MTE fand ihn cool und hat ihn ständig angegrabscht, ist mit ihm gekrabbelt und hat in seinem Kinderwagen mit ihm gesessen. Das war alles total süß, auch wenn es natürlich auch anstrengend war. Man muss ganz schön auf der Hut sein bei so grobmotorischen Kleinkindern wie MTE. :)

Wir haben uns jedenfalls alle eine schöne Zeit zusammen gemacht: Am Samstagabend konnten meine Cousine und ich endlich mal wieder seit gefühlten Ewigkeiten alleine lange quatschen und vor allem’ne Pulle Sekt köpfen. Am Sonntag verbrachten wir die Zeit bis zum Nachmittag stressfrei zu Hause, frühstückten ausgiebig, versorgten unsere Kinder, genossen die Mittagspause… Und dann fuhren wir in die Stadt, spazierten bei strahlendem Sonnenschein noch ein wenig herum und gingen danach noch essen. Der Abend endete auf unserem Balkon zu viert mit ein paar Getränken und dann war die Zeit auch schon wieder vorbei. Es war trubelig, aber es tat auch allen sehr gut! Am Montagmorgen trennten sich unsere Wege – MTM ging arbeiten, ich ging mit MTE in die Kita und unser Besuch reiste weiter in den Urlaub.

Zeit zum Verschnaufen ist nun aber nicht. Die Eingewöhnung ist nicht ohne und verlangt mir und dem Kleinen schon ein bisschen was ab. Und am Freitag schwänzen wir die Kita, um einen Mutter-Kind-Wochenendtrip zu machen. Diesmal ist wieder eine Cousine von mir im Spiel. Und Düsseldorf. :D

Ich hab jetzt’n Kita-Kind

Gestern war der erste Kita-Tag für mein Söhnchen. Na gut, „Tag“ ist stark übertrieben. Die Eingewöhnung läuft wie zur Zeit üblich sehr langsam und zaghaft ab, was mir sehr recht ist. Ja, mir als Mutti, ich muss mich ja auch erst eingewöhnen in die neue Situation. Und ich bin froh, dass man die Kinder da nicht mehr so ins kalte Wasser plumpsen lässt, ich könnte das mit meinem Gewissen schlecht vereinbaren. Na, jedenfalls waren wir gestern dort. Ich hab meine Hausaufgaben gründlich gemacht und schonmal alles mitgebracht, was auf der Liste stand, und das war allerhand: Windeln, Wundcreme, Matschsachen, Gummistiefel, Hausschuhe, Wechselsachen, Schnuller, 6 kleine Fotos vom Kind, ein selbstgebasteltes Fotoalbum von unserer Familie (wenn er mal traurig ist, gucken sie das Album mit ihm an mit Mama und Papa und Oma drin, das finde ich total rührend).

Der Kleine war kurz etwas reserviert, als wir das „Nest“ betraten – so heißt der Raum, in dem die Kleinsten sich meistens aufhalten. Ich hab ja wirklich mit allem gerechnet, schließlich fremdelt er ganz schön doll und hatte auch plötzlich und schon seit ein paar Monaten totale Angst vor anderen Kindern. Mit Erwachsenen wurde er meistens irgendwann warm, mit Kindern gar nicht. Oh man. Aber schon am letzten Wochenende bemerkte ich eine Veränderung, als er bei einer Familienfeier plötzlich total fixiert auf seine Großcousine (2 Jahre) war und sie immer anfassen wollte und sich dann auch noch seinen ersten Kuss (!) bei ihr abgeholt hat. Bei dieser Feier bekam er übrigens auch seinen ersten Haarschnitt, ich sage euch, ich als Mutter habe hier echt auch einiges zu verkraften. ;)

Jedenfalls war ich wirklich auf alles vorbereitet, aber nicht darauf, dass der Kleine innerhalb weniger Minuten anfängt, mit anderen Kindern zu kommunizieren und dann auch zu spielen. Die Erzieherin hat ihn nicht besonders interessiert und ich saß auch eher im Abseits. Ab und zu kam er zu mir und nahm kurz meine Hand, und dann war er wieder weg und erkundete das Nest. Total schön. Ich war echt so froh, ihn so freudig zu sehen, und die Erzieherinnen waren auch recht überrascht. Es waren noch 4 andere Jungs zwischen 1,5 und 3 jahren da und ein Mädchen, unverkennbar, da ganz in pink gekleidet. Drei Mal dürft ihr raten, wem er am meisten auf die Pelle gerückt ist? Dieser kleine Schwerenöter! :D Nach etwas über einer Stunde war unser erster Kita-„Tag“ aber auch schon wieder vorbei. Auf dem Weg zum Auto bekam er von mir unser Kita-Start-Geschenk. Mit seiner neuen Zieh-Raupe ging er ganz stolz sowie vor allem konzentriert und vernünftig den Gehweg entlang, echt süß.

Am Montag bleiben wir dann 2 Stunden und wenn das wieder gut läuft, werde ich am Dienstag schon 20 Minuten abwesend sein, mich aber im Haus aufhalten. Nun hoffen wir mal das Beste, vor allem dass keine Kita-Krankheit uns einen Strich durch die Eingewöhnungsrechnung macht. Die Erzieherin rechnet so mit 2 Wochen, Zeit haben wir um die 4 Wochen. Wäre ja echt krass, wenn alles so glatt geht, dass ich noch 2 Wochen „frei“ habe, bevor die Arbeit wieder losgeht. Aber ich erwarte mal nicht zu viel. Der Teufel ist ein Eichhörnchen. ;)

Kurzurlaub am Bodensee

Ich hatte MTM zum Geburtstag ein paar Tage am Bodensee geschenkt, mit mir und unserem Söhnchen natürlich. Das kam ganz gut an und da die Wetteraussichten auch noch super waren (was ja wirklich nicht selbstverständlich ist für Ende August), freuten wir uns sehr auf den kleinen Tapetenwechsel. Das Gute am Bodensee ist für uns, dass er quasi umme Ecke liegt und wir deshalb schon öfter dort waren. MTM war auch als Kind schon häufig im Sommerurlaub dort. Das bedeutet, wir hatten absolut keinen Zwang, irgendwas zu sehen oder irgendwas besonderes zu unternehmen. Deshalb haben wir einfach einen richtigen Badeurlaub gemacht.

Am Montag den 21.8.17 kamen wir in unserer Ferienwohnung in einem klitzekleinen Dorf an und fuhren dann auch gleich weiter an den See zum ersten Füße-Reinhalten sowie in den Supermarkt zum Lebensmitteleinkauf. MTM kochte zum Abendessen und der Kleine überraschte uns mit sofortigem Nachtschlaf, ohne Irritation ob der fremden Umgebung. Sehr gut. Der erste chillige Abend war gesichert.

Am Dienstag holten der Kleine und ich frische Brötchen im „Dorfladen“ und danach brachen wir auf zum Strandbad, in dem MTM viele Sommer seiner Kindheit verbracht hatte. Und dort blieben wir, bis abends. Das Wetter war sonnig, aber vergleichsweise frisch, und trotzdem gut zum Baden und Chillen. Abends holten wir noch schnell ein paar Sachen im Supermarkt und machten dann selbst Pizza. Das war übrigens MTEs erste Pizza und er hat reingehauen wie sonstwas. :) Der Abend verlief wieder sehr gut: Friedlich schlafendes Kind und chillende Eltern.

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Den Mittwoch verbrachten wir genauso wie den Dienstag, mit dem Unterschied, dass es deutlich heißer war und es abends Pasta statt Pizza gab. Es war einfach wirklich sehr entspannend, nichts vorzuhaben, außer den morgendlichen Bäckerbesuch und den Tag am Strand. MTM konnte sich an beiden Tagen auch mal abseilen auf ein Bier beim Strandkiosk, so wie sein Vater früher, und ich freute mich einfach über ein bisschen Ruhe, während das Kind im Buggy sein Mittagsschläfchen hielt.

Am Donnerstag war der Kurztrip leider schon wieder vorbei. Es war ein wirklich unerträglich heißer Tag, aber wir wollten auch nicht so sang- und klanglos verschwinden aus unserem Urlaub. Also fuhren wir nach der Übergabe der Ferienwohnung noch einmal nach Wallhausen, aber nicht um zu baden, sondern um mit der Fähre rüber nach Überlingen zu fahren.

Dort gingen wir das erste Mal in diesen Tagen essen, statt uns selbst zu versorgen, und ärgerten uns auch direkt über hohe Preise und schlechte Leistungen. Wir gehen eigentlich echt gerne essen, aber irgendwie war es diesmal richtig schön und so’n bisschen rustikal, sich die Kohle zu sparen, selbst gemütlich „zu Hause“ zu kochen und zu essen. Wir wären jedenfalls an diesem Mittag echt besser mit einem Döner drangewesen, ärgerlich. Das leckere Eis hinterher und der kleine Spaziergang an der Promenade entschädigten uns dann wieder etwas.

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Dann war es auch schon wieder an der Zeit, in See zu stechen und zurück nach Wallhausen zu fahren. ;) Es folgte noch ein kleiner Einkauf von köstlichem Bodensee-Obst und -Gemüse und schon fanden wir uns auf der Autobahn Richtung Stuttgart wieder, in einem tobenden Gewitter. Fazit: Alles richtig gemacht, fast!

 

 

Freitagsfüller

1. Heute könnte es ruhig etwas weniger heiß sein für meine Begriffe.

2. Es heißt, „Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen.“, und unlängst kam das Sprichwort mal wieder ganz passend zur Sprache. (Matthäus-Effekt)

3. Bald können wir uns wieder einkuscheln – ich freu mich so sehr auf meine liebste Jahreszeit!

4. Es ist nicht immer einfach, ich zu sein, echt nicht.

5. Berlin wäre für mich kein Ort zum Wohlfühlen, wenn ich dort keine Herzmenschen hätte.

6. Vor langer Zeit führte ich ein Studentenleben, das ich heute nicht ganz gerechtfertigt durch die rosarote Brille sehe.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf unsere (ja, jetzt erst) neu entdeckte Serie „Sherlock“, morgen habe ich geplant, den Tag bei angesagten 32 Grad auf einem Geburtstag zu überstehen und Sonntag möchte ich dem Kindsvater seinen Sohn vom Leib halten, bis er ausgeruht ist (denn er wird samstags auf der Party bleiben, wenn ich mit dem Kleinen heim gehe).

Gefangen bei Barbara.

Gelbe lange Frucht

Seit einiger Zeit ist bei der Kommunikation zwischen MTM und mir ein lustiges Phänomen zu beobachten: Die Chiffresprache. Nun sind die Dinge, die wir sagen, nicht besonders geheimnisvoll für sprachlich voll entwickelte Menschen. Aber für klitzekleine Menschen, die gerade erst das Sprechen lernen, aber dafür schon viel mehr verstehen als man denkt, sind unsere Codes (noch) belangloses Blabla. Das machen wir uns zu Nutze, wenn wir nicht wollen, dass unser kleiner MTE sich durch einfache Wörter zu Forderungen und bei Nichterfüllung zum Weinen verleiten lässt. Es gibt nämlich Dinge, die nur angesprochen werden müssen, damit er sich daran erinnert, wie gerne er diese mag und wie gerne er diese vor allem JETZT, also auch im ungünstigsten Moment, haben, angucken oder machen will:

„gelbe lange Frucht“ – Banane

„rote runde Bällchen“ – Tomate

„das Gerät“ – Schnuller

„großes weißes Keramikgefäß“ – Badewanne

„speisen“ – essen

„getigertes Tier“ – Katze

Selbstverständlich kann man alles auch einfach mal normal aussprechen und dem Kind erklären, dass es das jetzt nicht gibt (abgesehen vom Schnuller, dieses Heiligtum wird am besten nie erwähnt, wenn wir nicht ein permanent schnullerndes Kind haben wollen). Aber in etlichen Momenten machen wir es uns einfach leichter und amüsieren uns dabei auch noch prächtig. Diese Codes kommen ja nicht von ungefähr, die kommen ja auch von der kleinen Macke, die MTM und ich haben. Wenn wir am Abendbrottisch sitzen und MTM mich fragt: „Geht’s heut ins große weiße Keramikgefäß oder wird nur gewaschen?“, könnte ich mich jedes Mal totlachen. Ich bin humoristisch eben sehr einfach gestrickt. ;D

1 Woche „heeme“

Wir haben Urlaub. Also, MTM hat Urlaub, da ich ja (noch) nicht wieder in Lohn und Brot stehe. Aber für mich ist das auch Urlaub, wenn ich tagsüber nicht mehr allein verantwortlich für den kleinen Pups bin. Und da wir die erste Urlaubswoche auch noch in  meiner Heimat, bei meiner Mutti, verbrachten, war es gleich noch mal mehr wie Urlaub für mich. Da brauche ich dann fast nix machen, Pups‘ Omi kümmert sich liebend gern um frische Windeln, Schlafenlegen, Baden, Bücher angucken, Spazieren usw. usf.. :) Nur am ersten Tag nach unserer Ankunft musste MTM nochmal als alleiniger Babysitter herhalten, ansonsten konnten wir uns entweder zu zweit oder doch zusammen in Familie eine schöne Zeit machen:

Freitag, 11.8.17
Tagsüber war erst einmal ausruhen angesagt, schließlich hatten wir eine schreckliche Nachtfahrt mit 2 Stunden Stau und Ankunft kurz nach 3 Uhr morgens hinter uns. Und für den Abend musste zumindest ich fit sein, denn es ging zum drölfzigsten Mal mit meiner Mutti, Tante und meinen Cousinen zu unserer geliebten Kaisermania ans Dresdner Elbufer. ♥


Samstag, 12.8.17 & Sonntag, 13.8.17
Beide Tage standen ganz im Zeichen der Hochzeit meiner Freundin, die wir am Samstag feierten und am Sonntag verkrafteten. ;) Das Frühstücken und Aufräumen am nächsten Morgen/Mittag war aber auch noch lustig, erst am frühen Abend waren wir wieder zu Hause bei meiner Mutti und unserem Kind.

Montag, 14.8.17
MTMs 37. Geburtstag! Wir hatten einen ruhigen Vormittag und nach dem Mittagsschlaf des Kleinen besuchten wir gemeinsam mit meinem Onkel meine Tante bei der Reha. Dort war die Wiedersehensfreude groß, wir spazierten ein Stück, versuchten mit dem Kleinen Schritt zu halten und gingen sehr lecker italienisch essen. Am Abend gab es noch einen kleinen Umtrunk ganz in Familie auf der Terrasse, während das Kindchen friedlich schlief.


Dienstag, 15.8.17
Wir hatten einen kompletten Tag in Dresden mit meiner Cousine, ihrem Mann und ihrem Baby-Söhnchen vor uns, auf den wir uns sehr freuten. Nach anfänglicher Fremdelei und der üblichen Baby-Kleinkind-Angst wurde unser Kleiner dann auch endgültig warm mit allen Beteiligten, was einfach total schön anzusehen war. Wir trafen uns morgens in der Dresdner Neustadt auf einen leckeren Kaffee und ließen uns danach für ein ausgiebiges Picknick und den Mittagsschlaf der Kinder im Großen Garten nieder. Dann trennten sich unsere Wege nach Geschlechtern: Die Jungs gingen in den Zoo, wir zwei Mädels gingen zu einer Stadtführung. Nach einer Stunde seilten wir uns von dieser mit einer Ausrede ab, weil uns an diesem heißen Tag ein kühles Radler und vor allem ein wenig Zeit zu zweit zum Quatschen plötzlich sehr viel attraktiver erschienen. Erst um 18:30 Uhr verließen wir Dresden, ich ging gleich im Anschluss zu meinem bei jedem Heimataufenthalt obligatorischen „Hühnertreffen“ und MTM ließ sich bei dem Mann einer meiner Hühner mit ein paar Bier im Schlepptau nieder. Das Kindchen blieb gerne bei „Ama“ (=Oma♥).


Mittwoch, 16.8.17
Der Tag begann sehr regnerisch und grau, aber trotzdem erfüllte mein Mann seine Schwiegersohn-Pflichten und ackerte bis nachmittags im Garten (Hecken schneiden, Sträucher absägen & Co.). Am Vormittag fuhren Mutti, Kindchen und ich mal ins neue Outletcenter, um für den Kleinen Klamotten zu kaufen. Im Buchladen besorgte ich noch ein Geschenk und natürlich auch ein Buch für das Kind, davon kriegt er nie genug. Nach dem Mittagsschlaf „half“ auch er dann mit im Garten, denn ganz unerwartet kam die Sonne doch noch raus. Den trockenen Abend nutzten MTM und ich dann noch einmal für uns, denn so schnell werden wir demnächst keinen abendlichen Babysitter haben. Wir besuchten meine Hühnerfreundin und ihren Mann, mit dem MTM schon am Vortag das Vergnügen hatte. Wir hatten einen herrlichen Terrassenabend und mussten uns für die Rückfahrt ein Taxi nehmen. ;)

Donnerstag, 17.8.17
Erstmal passierte nicht viel bei uns. Meine Mutti hat uns diesmal ein richtiges Ausschlafen gegönnt. Sie schlief die ganze Woche zusammen im Zimmer mit unserem Sohn und wir alleine im Schlafzimmer. Aber diesmal ließ sie ihn uns nicht mal um 7:30 Uhr wecken und bestand auch nicht auf ein gemeinsames Frühstück. Das war sehr lieb und uns wirklich nicht unrecht nach dem vorangegangenen Abend. ;) Am Nachmittag fuhren wir alle gemeinsam in die nächste Stadt in ein hochgelobtes Eiscafé, und das Kind bekam seinen ersten eigenen Eisbecher. Natürlich von mir zusammengestellt, eine Kugel Eis und Erdbeeren. Ich fand jetzt nicht, dass bei dem geilen Eisgenuss noch Sahne und Smarties und wasweißichnochalles mit drauf mussten, wo er doch gerade erst diese süßen Geschmäcker kennenlernt. Und schließlich bekam er auch ein wenig Sahne vom Papa ab. ;) Abends machten wir ein spontanes Grillerchen auf der Terrasse. Wir zauberten aus ein paar Bratwürsten und den vorhandenen Resten im Kühlschrank ein echt schönes Abendessen.

Und damit hatten wir auch einen schönen Heimaturlaubsabschluss. Am Freitag machten wir uns wieder auf den Weg nach Stuttgart, leider. Ich werde wirklich immer wehmütiger, mit jedem Mal. Wahrscheinlich auch, weil ich bald wieder arbeite und dann nicht mehr so frei längere Heimataufenthalte planen kann. Hilft eigentlich nur ein Umzug, aber wer weiß ob und wann dieser Fall eintritt.

Das Wochenende verbrachten wir recht unspektakulär, denn eigentlich sind wir schon wieder auf dem Sprung. Morgen geht es noch ein paar Tage in die andere Richtung in den Urlaub: MTM bekam von mir 4 Tage am Bodensee geschenkt. Wir freuen uns schon!

12 von 12 im August – Hochzeitsedition

Ich bin spät dran mit meinen 12ern, aber dafür sind sie mal was ganz anderes. Oft bisschen unscharf, da auf die Schnelle mit dem Handy gemacht, aber immerhin voller Glück. Liebesglück! :)

Nach dem Frühstück gleich im Bad verschwinden und das große Beautyprogramm starten.

Den feinen Zwirn anziehen, denn heute wird geheiratet!

Noch schnell den Wasserhaushalt regulieren, mit dem schönen Becher vom schönen Konzertabend gestern. 

Die kommunikative Überlandfahrt durchs Brandenburger Land zu viert und ohne Kind über die Bühne bringen.

Am Ziel angekommen, nach altem Brauch als Hochzeitsgesellschaft mit dem Brautpaar zur Kirche laufen. 

Hier und da ergreifend, hier und da lustig und locker – das war eine schöne Zeremonie.

Im Autokorso beim Festsaal ankommen und erst mal alles begutachten. 

Find ich auch!

Die Speisekarte lässt den Zahn tropfen, zu Recht, es war köstlich!

Selfies müssen sein, solange die Frisur und die Schminke noch sitzen. ;)

Ein Wasser zwischendurch hält fit und verringert den Kopfschmerz am nächsten Tag. ;)

Und ein bisschen schummeln muss auch mal erlaubt sein: Dieses Bild von dem Rest der Hochzeitstorte ist erst heute, beim Frühstück, entstanden. 

Die anderen Mitmacher findet ihr wie immer bei Caro.

Papas Linseneintopf

Mein Papa hat in unserem Leben eine große Lücke hinterlassen, die sich niemals schließen wird, niemals. Manchmal habe ich Momente, da kann ich es auf einmal wieder nicht fassen, was ihm und unserer Familie widerfahren ist. So ein Moment ist gerade, und das ist auch genau der richtige Moment, um meinem Papa hier zu gedenken. Ja, mit einem banalen Rezept. Warum nicht? Wir alle denken ständig an ihn, in jeder Situation, und vor allem in Situationen, die uns dann echt traurig machen. Aber wenn ich Linseneintopf esse, der nach seinem Rezept gekocht ist, dann muss ich mit einem Lächeln an ihn denken. Gut, gerade beim Schreiben jetzt, ist mir gar nicht nach lächeln zumute. Aber so ist es eben, das gehört dazu zum Vermissen und Trauern, wenn man den Menschen so geliebt hat, wie ich meinen Papa geliebt hab.

Zutaten:
1 Stk. Kasseler, 2 Knacker, Suppengrün, 1 Packung Tellerlinsen, Kartoffeln, 1 Zwiebel

Zubereitung:
Den Kasseler mit dem Suppengrün (gewaschen, ungeschnitten) und der Zwiebel (geschält, ungeschnitten) weich kochen. Alles aus der Brühe herausnehmen und die Linsen darin kochen bis sie weich sind. Nebenher ein paar geschälte Kartoffeln in Stückchen bissfest kochen. Die Linsen schon beim Kochen abschmecken mit Salz, Pfeffer, Essig und Zucker. Zum Schluss noch kurz die Knacker in Scheiben mitkochen lassen. Wenn die Linsen weich sind (bei mir sind sie bissfest, ich mag das so), werden das kleingeschnittene Kasselerfleisch sowie die Möhren vom Suppengrün in Scheibchen dazugegegben. Fertig. Mein Papa hatte das ganze noch ein bisschen angedickt mit einer sogenannten „Mehlanbrenne“. Das habe ich aber gelassen, weil es als klarer Eintopf auch lecker und dann nicht ganz so schwer und fettig ist.

So, das war eine typische Beschreibung nach Bellona-Art. Wir sind ja hier nicht bei Chefkoch.de. ;) Und mein Kind liebt dieses Gericht heiß und innig, letztens hat er richtig irre gelacht, als er das vorgesetzt bekam. :D Mein Papa würde vor Stolz platzen!