Große Meilensteine

Über die Windelfreiheit tagsüber konnten wir uns ja schon Anfang des Jahres freuen. Direkt zum 3. Geburtstag ging es langsam los und wenige Wochen später war das Thema auch gegessen. Das ist einfach irgendwie passiert, ohne großes Zutun unsererseits. Zum Glück, denn erzwingen wollte ich nichts. Und genauso lief es dann auch mit der nächtlichen Windel. Eines Abends war der Kleine mit seinem Papa alleine und erklärte ihm, er brauche keine Windel für die Nacht. Der Papa, ziemlich unerschrocken, zuckte mit den Schultern und nahm das so hin. Ich muss gestehen, ich hätte vermutlich anders (und falsch!) reagiert, hätte die Windel „zur Sicherheit“ doch noch angezogen und gewartet, ob sie wirklich nun jeden Morgen noch trocken ist… Tja, das war dann wohl eine glückliche Fügung, denn der Kleine ist seither komplett windelfrei. Tagsüber passieren eigentlich gar keine Unfälle mehr, nachts nur alle paar Wochen mal einer. Abgehakt!

Und der nächste große Meilenstein folgte auf dem Fuße: Das Kind hat nun keinen Schnuller mehr. Er brauchte ihn schon lange nur noch nachts, selbst beim Mittagsschlaf konnte er darauf verzichten. Aber nachts? Niemals! Doch als wir für einen Kurztrip auf Mallorca waren, trug es sich zu, dass er sich an irgendeinem harten Brotkanten den Gaumen etwas aufgerieben hatte. Dann tat ihm das nächtliche Schnullern weh und er verzichtete. Da wir uns in Urlauben immer zusammen mit ihm hinlegen und ihn so beim Einschlafen begleiten, waren wir ein guter Trost. Wir waren gespannt, wie das zu Hause weiterlaufen würde, bereiteten ihn auch vor dass wir jetzt am besten den Schnuller mal ganz abgeben und bestachen ihn natürlich mit einer entsprechenden Belohnung (im Spielzeugladen eine Sache aussuchen – egal was). Die ersten Abende waren einschlaftechnisch etwas unruhig, aber es ging. Nach ein paar Tagen spielte er auf einmal abends „Baby“, und Babys brauchen ja einen Schnuller. Die Erklärung, dass Babys aber auch Windeln brauchen und keine feste Nahrung und auch diverse Impfungen noch vor sich haben (ja, sorry, war echt fies), zog dann aber schon. Und nach einer Woche ohne Schnuller zogen wir gemeinsam mit der Oma, die gerade zu Besuch war, los in die Stadt. Die Schnullis hängten wir hoch in einen Baum und erklärten, dass Vogelküken sich die Schnullis holen, wenn sie sie brauchen. Dann ging es in den Spielzeugladen und erfreulicherweise fiel die Wahl nur auf einen großen Krankenwagen und nicht auf den Riesen-Steiff-Teddy (=Kredit aufnehmen unverzichtbar). Damit war die Sache geritzt. Die Schnuller waren weg und es war somit auch klar, dass man nicht mehr danach fragen oder gar Baby spielen konnte. Es war wirklich leichter, als vermutet. Nur das ausgiebige Schmusen morgens am Wochenende, das fehlt mir. Denn diese Ausdauer hat er nun ohne Schnulli nicht mehr und somit fällt die Schmusezeit stark verkürzt aus. Aber sei’s drum, das Gebiss wird’s uns danken und wir sind sowieso seit der Geburt unseres kleinen Quälgeistes erzwungenermaßen Frühaufsteher. ♥

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Urlaube

Also, nee, ich pack das gerade gar nicht mehr mit meinen eigentlich traditionellen ausführlichen Urlaubsberichten. Im Mai war der letzte längere Urlaub, jetzt ist gleich September und es folgt der nächste. Und zwischendrin gab es ein paar kleine aber feine Austritte aus dem Alltag. Wir sind ja Meister im Urlaubstagelegen, ich finde es immer sehr geil, wie viele Erlebnisse uns die paar Tage im Jahr trotzdem ermöglichen…

Im Mai/Juni waren wir also an der Ostsee, wie eigentlich jedes Jahr seitdem Papa nicht mehr lebt. Dieser Urlaub findet immer über seinen Geburtstag statt und auch wenn es immer Kühlungsborn ist, wird es uns nicht langweilig. Diese Woche Auszeit am Meer genießen wir immer sehr, wir alle 4: Der Kleine, MTM, meine Mutti und ich. ♥

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Ende Juni sind wir dann mal ganz kurz nach Mallorca geflogen. Das war ursprünglich nicht im Jahresplan, aber es hatte sich eben so ergeben. Meine Freundin aus Hamburg hatte dort für 2 Wochen eine Finca mit ihrer kleinen Familie, und wir besuchten sie. Es waren vier so wunderschöne, entspannte und außergewöhnliche Tage, ich würde das jederzeit wieder genauso machen.

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Im Juli hatten wir auch noch einmal zwei Urlaubstage, die nehmen wir schon jahrelang immer zur gleichen Zeit, nämlich wenn das „Ulmer Nabada“ stattfindet. Letztes Jahr hatte ich davon gar nichts berichtet, aber es ist ja auch immer ungefähr gleich abgelaufen: Das Spektakel anschauen und dann feiern bis in die Nacht hinein. Dieses Jahr war etwas anders. Wir haben uns das Spektakel nämlich nicht angeschaut, sondern waren ein Teil davon! Wir haben tatsächlich gemeinsam mit einem befreundeten Paar mitgemacht, mit einem 4er-Schlauchboot, in der Donau, zusammen mit tausenden anderen Bekloppten! War das eine geile Scheiße, sag ich euch! :D Und nächstes Jahr werden wir genau das wieder tun.

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So, und im August hatten wir wieder zwei Urlaubstage, die wir in die Kita-Schließzeit gelegt hatten. Aber nicht wegen der Kinderbetreuung, nein, denn unser Kind befand sich zwei ganze Wochen in den Ferien bei Oma in Brandenburg. Wir hätten gerne ein bisschen mehr die kindfreie Zeit und vor allem die zwei Urlaubstage genossen, aber diese sollten ja auch nicht „verplempert“ sein und es gibt so Dinge, die müssen halt auch mal… Nun ja. Wir haben renoviert. Ich möchte eigentlich nicht weiter drüber reden, es war halt ätzend. :D

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Und jetzt ist der August schon fast rum, der Sommer schon fast vorbei (naja, gerade ist er eigentlich noch da und ich finde ihn superschön) und unser Jahresurlaub steht bevor. Im letzten Jahr waren wir erstmalig in Südfrankreich und wir wiederholen das einfach in diesem Jahr wieder. Gleiche Zeit, gleicher Ort, aber ein bisschen mehr Gesellschaft für uns und den Kleinen. ♥

 

Knastschwester

Meine kleine Midlife-Crisis hatte am 3.6. ihren (vorläufigen) Höhepunkt:

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Lange hab ich schon davon geträumt, mein 18 Jahre altes Tattoo (das dunklere in der Mitte) nachstechen und erweitern zu lassen. Nicht überstechen, das wollte ich nicht. Ich hab mich mit 18 dazu entschieden und deshalb sollte es auch bleiben, aber es sah halt nicht mehr schön aus. Also hab ich mir zum Geburtstag nur Geld gewünscht und seither bisschen gespart. Nun sollte es soweit sein, und ich hab es zwar während der 4,5 Stunden Stechzeit bitter bereut, war aber hinterher umso glücklicher und stolzer. Mach ich aber nicht mehr, so einen Mist, echt nicht. Auch nicht in 18 Jahren wieder, da bin ich 54, da ruhe ich hoffentlich genug in mir, um alles hinzunehmen wie es dann ist. ;)

P.S.: Klitzekleine Tattoos auf Mallorca sind vom Vorhaben, sowas nicht mehr zu machen, natürlich ausgenommen. ;)

Äh… Mai?!

Mein letzter Eintrag war im April, der Mai ist nun schon rum. Wo zum Henker bleibt denn bitte die Zeit? Kommt nur mir das extra-schlimm vor in diesem Jahr? Nun, sei’s drum, wir haben Juni, der Sommer ist so halbherzig da, ich werd mich sicher nicht weniger rar machen als im letzten Jahr… Aber ganz fort bleiben kann ich dann doch nicht. Also, kurz und knapp, der Mai, das wettertechnische Arschloch dieses Jahres:

Er begann so:

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Ging mit einem 4-tägigen Mutter-Sohn-Urlaub im Feriendorf weiter, und zwar hauptsächlich so:

 

(Jap. Schnee.)

Dann hob sich die Stimmung trotz des Wetters, und zwar so:

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Und dann endete der Mai, Gott sei Dank so:

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Wie in jedem Jahr seit Papas Tod verbrachten wir die letzte Maiwoche an der Ostsee. Und ich hab mir fest vorgenommen, davon noch ausführlicher zu berichten. Urlaubsblogeinträge hab ich doch immer irgendwie hingekriegt… :)

Der erste Flug

So, nun ist mein Kind auch endlich mal geflogen. Wir haben bisher noch keine Flugreise unternommen, weil uns Reisen mit Kind immer mit dem Auto lieber waren. Jetzt war es aber an der Zeit: Über Ostern sollte diesmal also nicht die Oma per Flugzeug zu uns kommen, sondern wir per Flurgzeug zur Oma. Karfreitag flogen wir los – erst abends und inklusive einer Stunde Verspätung, sodass wir reichlich spät erst in Dresden ankamen. Die Flugzeit war perfekt, 45 Minuten haben für diese vielen ersten Eindrücke ausgereicht. Der Kleine konnte ja auch sowieso nix sehen, obwohl er einen Fensterplatz hatte, denn er ist einfach noch zu klein. Nun ist er jedenfalls gut gewappnet für den nächsten, etwas längeren Flug. Der geht nämlich im Juni nach Mallotze! :D

Wir hatten zwei wirklich schöne Tage in meiner Heimat, und das endlich auch mal ohne diesen ätzenden Osterverkehr auf den Autobahnen, der meiner Meinung nach der schlimmste im ganzen Jahr ist. Wir waren fast durchweg zusammen in Familie, haben am Feuer gesessen, Ostereier gesucht, getrunken, gegessen, genossen. Vor allem dieses bombastische Wetter.

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Am Ostersonntag ging es schon wieder mit dem Flieger zurück nach Stuttgart, aber auch erst abends. Es war schade, dass wir nur so wenig Zeit zu Hause hatten, aber wir haben sie effektiv genutzt. Und ich freute mich auch sehr auf den Ostermontag, den wir zu dritt und ohne Termine und ohne Autofahrstress in unserem Zuhause hatten. Der Kleine durfte dort auch noch mal suchen, das kleine Trampolin in unserem kleinen Garten hat er natürlich nicht wirklich finden müssen. Der Osterhase war wirklich großzügig – aber was macht man, wenn das Kind 2 Wochen nach Weihnachten Geburtstag hat und im Winter nunmal nichts mit einem Trampolin im Garten anfangen kann? Er hat sich jedenfalls gefreut und wir uns auch. Das Wetter genossen wir auch in Stuggi sehr an diesem Tag, abends haben wir dann auch noch superlecker gegrillt. Es waren sehr schöne und irgendwie entspanntere Feiertage als sonst.

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Besucht Erfurt!!!

Was hatte ich für ein schönes letztes Märzwochenende in was für einer wundervollen Stadt! Also, ich bin wirklich schwer begeistert und schäme mich auch ein bisschen, dass ich so gar keine Ahnung davon hatte, wie toll dieses Erfurt ist!

Ich hatte mein alljährliches (so ist es zumindest mal geplant) Muttiwochenende mit meiner Freundin aus Hamburg. Wir suchten wieder einen Treffpunkt so ungefähr in der Mitte – letztes Jahr wurde es Göttingen. Dieses Jahr entschieden wir uns für Erfurt – ohne große Erwartungen. Wichtig ist uns die Zeit zusammen, egal wo. Trotzdem suchten wir uns ein Hotel mitten in der Altstadt heraus, was sich als sehr sehr gute und praktische Idee entpuppte.

Ich kam am Freitag schon um 15 Uhr an und musste auf meine Freundin bis 20:30 Uhr warten. Das Wetter war toll und nach dem Einchecken stürmte ich sofort nach draußen, um mich schonmal umzuschauen und vor allem auch, um meinen Hunger zu stillen. Was soll ich sagen? Ich war total angetan! Ich streifte ein bisschen durch die Straßen, entdeckte entzückende Läden und Cafés, aß eine köstliche frische Zimtschnecke auf der Krämerbrücke und genoss einfach die Zeit mit mir. Muss man können – ich kann es Gott sei Dank. Das tat so gut! Später schmiss ich mich ins Hotelbett, guckte TV, las, machte im Handy rum, plünderte die Minibar… Herrlich! :D Als meine Freundin kam, gingen wir noch schnell einen Döner essen und streiften noch ein bisschen durch die nunmehr dunklen Straßen. Sie war genauso begeistert und wir freuten uns sehr auf den Samstag, an dem wir bei bestem Wetter alle Zeit der Welt hatten. Und die nutzten wir. Shopping, ein unglaublich leckeres Schokoladeneis (ja, ich möchte sagen, es war das beste Eis das ich jemals gegessen habe), Sektchen, Essen – und vor allem staunen!

Wie konnte es sein, dass wir von dieser Perle mitten in Deutschland nichts wussten? Ein imposantes Gebäude nach dem Anderen, Fachwerk ohne Ende, und, Zitat Freundin: „Alter, jetzt haben die auch noch einen Dom!“ :D Und die Läden! Die Leckereien! Diese wirklich angenehmen, freundlichen Leute! Ich befürchte fast, nächstes Jahr wird es wieder Erfurt für uns – wir sind jetzt schließlich auch in dem Alter angekommen, in dem man immer zum selben Urlaubsort fährt. :D

Den Samstagabend ließen wir bei einem späten und hervorragenden vietnamesischen Essen auklingen – auf den Straßen und in den Kneipen wäre noch genug los gewesen, wenn wir gewollt hätten. Aber wir waren einfach platt vom vielen Laufen und vielen Staunen, sodass es für uns ins Hotelbett ging. Reden können wir ja eh nie genug; selbst nach zwei gemeinsamen Tagen hatten wir das Gefühl, gar nicht alle Themen besprochen zu haben. Ich und meine Freundinnen, immer. ♥

Bisschen Kultur…

…muss auch mal sein. Deshalb geht die gebildete Frau von heute auch ab und an mal auf eine Lesung. Das ist so erwachsen!

Die gebildete Frau, die ich bin, will aber eigentlich gar nicht so erwachsen sein. Kultur ist auch nicht so sehr ihres, es sei denn, es ist irgendwie schräg. Deshalb hab ich nicht nein gesagt, als ich gefragt wurde, ob ich Bock hab, Bela B von den Ärzten beim Lesen zuzuhören. Der hat doch so eine geile Stimme! Und seine Lieder haben so geile Texte! Wenn der ein Buch schreibt, kann es doch nur gut sein. Und lustig. Und seeehr seehr schräg.

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Also, gestern ging es also für mich nach Mannheim. Ich hatte mir frei genommen und verbrachte den Tag mit meiner Ex-Kollegin. Die Stadt ist zum Shoppen und Genießen übrigens auch sehr empfehlenswert! Ich mag den etwas – Verzeihung – abgefuckten Charme von Mannheim sehr. Und den Dialekt. :)

Nun gut, abends traf ich mich mit einer anderen Freundin in der Alten Feuerwache, wo nun also die Lesung stattfinden sollte. Das Buch hatte ich bereits gekauft und angefangen zu lesen, aber besonders weit war ich nicht gekommen. Das fand ich dann eigentlich ganz gut, denn so wurde ich durchaus noch überrascht. Überhaupt nicht überrascht war ich hingegen davon, dass das wirklich witzige anderthalb Stunden waren. Bela B hat jedenfalls das Zeug dazu, das Publikum zum Lachen zu bringen und ist dabei so sympathisch und anziehend wie auch als Bandmitglied der Ärzte.

Übrigens, falls irgendjemand auch, wider besseren Wissens, sich gefühlt mit den Ärzten „etwa in einem Alter“ wähnte, weil er mit ihnen und ihrer Musik aufgewachsen ist: Bela B ist süße 56 Jahre jung. Meine Mutti ist 58. :D

Der erste Bibliotheksbesuch

Neulich hat unser Kind seinen ersten Kinobesuch erlebt. Wer ins Kino gehen kann, ist auch alt genug für die Bibliothek! Also starteten wir eine Woche später am Samstag durch und besuchten zu dritt die eindrucksvolle Stadtbibliothek Stuttgarts.

Ich muss gestehen, das war gar nicht MTEs erster Bibliotheksbesuch so generell, denn die Kita machte schon öfter Ausflüge zur Bibliothek nach Esslingen. Aber in der riesigen Stuttgarter Bücherei war mein Kind noch nicht, und vor allem hatte es bis dahin auch noch keinen eigenen Bibliotheksausweis! ;) Wir meldeten ihn also an und stöberten dann lange durch die Kinderliteratur. Unglaublich, dieser Vorrat an unterschiedlichsten Medien! Und bis zum 18. Geburtstag bezahlt man nicht mal eine Gebühr für den Ausweis. Wenn wir mal nicht wissen, was wir mit dem Kleinen machen sollen, setzen wir uns eben ins Auto oder in die Bahn (liebt er sowieso), machen einen kleinen Ausflug in die Innenstadt, geben Bücher zurück und leihen uns neue aus. Zeitfüllend kann man ja auch dort noch verweilen und lesen/angucken oder im Café oben Kuchen essen oder auf der Terrasse oben in der Sonne bisschen rumkieken. Und falls man was zu erledigen hat, ist Stuttgarts größtes Einkaufszentrum direkt nebenan. Ich mag dieses zugegebenermaßen überhaupt nicht, aber praktisch ist es in diesem Zusammenhang allemal. Also, es hat ja alles seine Vor- und Nachteile, aber ich bin eh überzeugte Stadtleberin und das unter anderem wegen solcher Möglichkeiten. Hashtag Stuggilove. ;)

 

Freitagsfüller

Freitags-Füller Grafik

1. Mein Frühstück heute bestand aus zwei großen Milchkaffee.

2. Ich saß heute auf dem Balkon in der Sonne, und zwar endlich ohne Socken.

3. Unter dem Sofa liegen garantiert die ganzen klitzekleinen Spielzeugteile, die wir ständig suchen.

4. Bausa ist gerade der Favorit auf meiner Playlist.

5. In ungefähr 10 Jahren wird mein Kind wohl in der Pubertät sein – aaah!

6. Eine Reise nach Erfurt wird mein Highlight in der nächsten Woche.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf gefüllte und überbackene arabische Fladenbrote, morgen habe ich geplant, nach einem neuen Auto zu schauen, Familienzeit zu verbringen und mir anschließend nachts den Arsch abzufeiern und Sonntag möchte ich mir den Arsch abchillen!

Der erste Kinobesuch

Ich hab es ja schon in einem anderen Eintrag erwähnt: Dieses Alter ist irgendwie echt anstrengend, aber auch sehr toll. Erziehung und Konsequenzen und der ganze Kram nerven echt, aber was muss das muss. Man lernt sich selbst auch ganz neu kennen, was nicht immer besonders toll ist, ehrlich. Und das Kind ist auch so ein herrlicher Spiegel für die Eltern, unglaublich. Oft ist das lustig, oft aber auch irritierend, manchmal beängstigend. Naja, sei’s drum, kommen wir zu den tollen Seiten dieses Kindesalters. Er ist nun über 3 Jahre alt und erlebt ganz viele Dinge zum ersten Mal und ganz intensiv. So zum Beispiel seinen gestrigen ersten Kinobesuch. Ich wäre von alleine jetzt noch gar nicht auf die Idee gekommen, ihn ins Kino zu schleppen – mir sind die meisten aktuellen Filme auch zu dolle irgendwie. Er reagiert z.B. auf dramatische Situationen (große, weinende Disney-Augen, ganz übel) sehr empfindlich und emotional. Aber es gibt ein paar Sachen, die gehen. Das Dschungelbuch (die alte, weniger bunte, weniger dramatische Version) liebt er. Paw Patrol ist super, Fuerwehrmann Sam auch. Und von „Madagaskar“ haben wir inzwischen schon alle 3 Teile geguckt, das lief super – und seither bin ich eigentlich nur noch das Zebra, der Papa ist die Giraffe, er selbst ist der Löwe – und die Oma das Nilpferd. :D

Jedenfalls haben wir hier einen Stadtteil weiter eine kleine, alte Kinothek, die nur ausgewählte Filme zeigt. Es gibt 2 Säle, einer mit Bar und Getränkeabstellfläche und Lampen und so (hier hatte ich vor Ewigkeiten mal davon berichtet). Und ein ganz kleiner, in dem waren wir, denn dort lief „Der kleine Drache Kokosnuss“! Das konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen. Wir haben bereits ein Buch vom kleinen Drachen Kokosnuss, das lieben wir irgendwie alle. Da macht das Vorlesen richtig Spaß und es wird definitiv nicht unser letztes Buch dieser Reihe sein.

Der Film war wirklich sehr niedlich und wenig aufregend und er wurde auch gehörschonend leise gespielt. Für unser Kind war es ein absolutes Highlight, gemeinsam mit Mama und Papa und auch anderen Leuten im Kino zu sein, Süßigkeiten zu essen und den kleinen Kokosnuss in bewegten Bildern zu sehen. Und wir hatten auch unseren Spaß. :)