12 von 12 im Juni

Das war eigentlich ein ganz schöner Tag heute nach dem Wochenende Abstinenz von meinem Kindchen. Dass meine Kamera nach dem dritten Foto den Geist aufgab und der Kleine heute Vormittag einen mir völlig rätselhaften, halbstündigen Schreimarathon hingelegt hat, vergesse ich jetzt einfach mal ganz schnell. ;)

Guten Morgen Rand-Stuggi!

Kindchen im Laufgitter, Mama in der Dusche

Frühstücksvorbereitung

Kaffee trinken und das Kind davon abhalten, zu kosten. ;)

Zwischen Wäschemachen im Keller und besagter Schreiattacke: Mittagessensvorbereitung

1. Aufgabe, wenn das Kindchen selig schlummert: Küchenordnung wieder herstellen.

Ich hatte echt schon schönere Mittagspausen. :/

Nach dem Vesper und einem kurzen Kinderspielsandkauf im Baumarkt: Wäsche abnehmen…

…während der Kleine am Matschtisch spielt. :)

Der Papa kam früh von der Arbeit und hat mich im Garten abgelöst – die Gunst der Stunde muss doch mit einer Restsünde vom Wochenende genutzt werden!

Die Jungs sind wieder oben und die halbe Stunde, bis das Abendbrot gemacht werden muss, wird im einzig ruhigen Raum mit erschütternder Lektüre genutzt.

Heute werden die Rollen getauscht: MTM macht die Küche und ich bringe den Kleinen ins Bett – nicht ohne schäkern und schmusen am Wickeltisch!

Dann Couch. Ohne Foto. Hatte die 12 schon voll. ;)

Die anderen Blgoger, die bei „12 von 12“ mitmachen, findet ihr wie immer bei Caro.

Sturmfreies Wochenende

Am Freitag um 14 Uhr fuhren meine beiden Männer ab für ein Wochenende am Bodensee. Heute gegen 18 Uhr kommen sie zurück. Das waren dann 52 Stunden ohne Kind und Mann in meiner geliebten kleinen Wohnung. Das war Freiheit pur. Das war auch Glück pur. Ich bringe jetzt keine Rechtfertigung, kein „aber“ an. Dass ich mein Kind und auch meinen Mann liebe und gerne um mich habe, versteht sich von selbst. Genauso gerne nehme ich so eine Gelegenheit in Anspruch und genieße sie in den vollsten Zügen und vermisse in diesen vergleichsweise wenigen Stunden nichts und niemanden, solange ich weiß dass es allen gut geht damit.

Und ich so? Was ich gemacht habe? Nun, ich habe in meiner imaginären Liste alles abgehakt, was an diesem Wochenende anlag:

  1. Nichts tun, worauf ich keine Lust habe.
  2. Nicht das Haus verlassen.
  3. Mädelsabend mit einer Freundin.
  4. Statt selbst einzukaufen von Rewe beliefern lassen.
  5. Kalten Wein trinken.
  6. Leckere Sünden essen.
  7. Nackig aufm Balkon sonnen.
  8. Lesen, lesen, lesen.
  9. Bloggen, bloggen, bloggen.
  10. Beide SATC-Filme gucken.
  11. Maniküre und Pediküre
  12. Restkörperbeautyprogramm
  13. Spät ins Bett gehen und spät aufstehen.

So, das war’s. Alles erledigt. Ich bin unglaublich erholt und entspannt und glücklich, dass ich so einen lieben Mann habe und dass meine beiden auch so eine schöne Papa-Sohn-Zeit zusammen hatten. Mit Fotos wurde ich reichlich versorgt. Und auch wenn ich bisschen traurig bin, dass die absolut selbstbestimmte Zeit schon wieder vorüber ist, so freu ich mich auch sehr, mein Kind gleich abzuknutschen. Ja natürlich, meinen Mann auch. ;)

 

Ostsee – Tag 7

Unser letzter voller Tag war nun schon wieder angebrochen, am folgenen Tag, samstags, packten wir nur und gingen etwas zum Mittag essen und fuhren dann auch los. Der Freitag aber war noch mal so richtig urlaubig schön, vom Wetter her und von dem, was wir draus gemacht haben. MTM hat sich vormittags mit dem Kleinen zum Bimmelbahnfahren verdrückt und Mutti und ich gingen zu dem Rest der Familie an den Strand für anderthalb Stunden. Ich überwand mich sogar und ging ins 15 Grad kalte Wasser, mit Kopp untertauchen und allem! ;)

Zum Mittagessen und Mittagsschläfchen trafen MTM, Mutti, der Kleine und ich uns wieder oben in der Wohnung. Am Nachmittag kamen wir dann mit dem Kindchen zurück zum Strand, wo er ausgiebig buddelte, mit den Füßen badete, Sand aß usw.. Zwischendrin bekam er wieder so einen Rappel wie beim letzten Strandbesuch und brüllte alles zusammen. Echt, keine Ahnung. Die Beruhigungstaktik vom letzten Mal half auch wieder und als wir eine Weile aneinandergekuschelt dasaßen und das Meer beobachteten, war auch wieder gut und er fetzte fröhlich durch die Gegend, als wäre nichts gewesen. Ich war dann auch nochmal im eiskalten Meer, diesmal war es schon gar nicht mehr schlimm und ich spazierte rein, als würde ich das täglich machen. ;)

Abends gingen wir dann alle noch mal schön essen in unserem geliebten „Vielmeer“ und danach gingen MTM, MTE und ich schonmal vor, um den Kleinen ins Bett zu bringen, während die anderen noch ein bisschen das Freitagabendpartyleben am Hafen genossen. Dann trafen wir uns alle wieder bei uns und hatten einen feucht-fröhlichen Balkonabend zusammen – so muss ein Urlaubsabschluss aussehen! :)

Ostsee – Tag 6

Kindertag! Und stellt euch vor, diesen Tag haben wir Rabeneltern NICHT mit unserem Kind verbracht! ;) Da nun noch mehr Familie zur Unterstützung meiner Gipsbeinmutti vor Ort war, konnten MTM und ich unseren heiß ersehnten Paartag machen.

Es war sonnig, aber stürmisch und kühl. Deshalb, so zumindest meine Version, liehen wir uns Elektrofahrräder. Wer will schon gegen den Wind ankämpfen? Ich denke, wir hätten uns aber auch bei Windstille solche statt normaler Fahrräder geliehen, weil MTM total scharf drauf war, das auszuprobieren. Als wir dann ein paar Meter gefahren waren, machten wir schon den ersten Zwischenstopp bei meinem Wahnsinnsdaiquiri – ja, noch vor dem Mittagessen! ;) Dieses nahmen wir dann nach wenigen weiteren Kilometern auf dem Rad ein, immer noch in Kühlungsborn, in einem ganz liebevollen, schnuckeligen, kleinen Restaurant. Auch wenn es etwas teurer dort ist – die frische Küche und die Bedienung und die Atmosphäre im „Seeteufel“ sind es allemal wert!

Nach dem Essen hatten wir dann eine etwas weitere Strecke vor uns, denn wir wollten nach Rerik fahren und zu meiner Enttäuschung führte uns der Radweg nicht direkt am Meer entlang. Dennoch sah man es ab und zu mal und die ganze flache Landschaft und die Ruhe und das Grün waren ja auch nicht zu verachten.

In Rerik kamen wir dann zwar zerzaust, aber nicht total fertig (Elektroräder sind leider bisschen geil) am Hafen an und spazierten ein wenig umher, bevor wir uns in einem Strandkorb mit Meerblick niederließen und Kaffee/Wein/Eisbecher genossen. Ok, der Eisbecher war scheiße und nicht so richtig zu genießen, aber immerhin hatten wir das schönste Plätzchen am Hafen, fanden wir. Deshalb saßen wir dort auch ziemlich lange, doch irgendwann wurde es Zeit und wir mussten schon wieder den Heimweg antreten. So ein Paartag geht rum wie nix.

Auf dem Rückweg entdeckten wir dann einen gesperrten Radweg am Meer entlang und da auch andere Radfahrer durch die Absperrung fuhren, machten wir das auch. Und das war der Grund für die Sperrung:

Wir haben es erfreulicherweise überlebt und kamen wohlbehalten wieder in Kühlungsborn an, wo wir gerade noch so unsere Räder abgeben konnten, bevor wir schon wieder mit der Familie zum Abendessen verabredet waren. Der Kleine hatte einen schönen Tag mit den Großen und freute sich trotzdem sichtlich, uns wieder bei sich zu haben. Total süß. ♥ Aber im Restaurant war er dann wieder nicht so süß, als sein Essen kochend heiß serviert wurde und ich ihn deshalb erstmal nicht allein essen lassen konnte. Das hat ihn zur Weißglut getrieben und er hat kurz mal die ganze Bude zusammengebrüllt (also wirklich kurz, das uferte nicht aus ins Unermessliche). Aber er hätte auch so gebrüllt wenn er heißes Essen im Mund gehabt hätte. Am Nachbartisch fühlte man sich sehr gestört und die Kellnerin sagte beim Aufnehmen der Bestellung an ebenjenem Tisch: „Das Kind brüllt so laut, ich verstehe sie nicht!“ Gut, sorry, ich bin jetzt aber auch keine Mutter, die mit ihrem Kind bei jeder Unstimmigkeit raus rennt (wenn das jetzt länger angedauert hätte, wäre ich schon mit ihm rausgegangen, aber ich wusste ja woran es liegt und dass es wieder gut ist, sobald er endlich sein Essen essen kann). Und im Übrigen musste ich als kinderlose Frau in Flugzeugen und in Restaurants und sonstwo auch schon oft dieses Gebrüll ertragen und saß nicht offensichtlich kopfschüttelnd da. Klar war ich dann auch genervt und hab die Augen gerollt, aber doch nicht so dass die das mitgekriegt haben! Mich können die alle mal, ehrlich. Da fühlt man sich schon zum Kotzen, wenn das eigene Kind die anderen Leute stört und natürlich auch, weil man selbst ein schönes Abendessen will, und dann geben solche Leute einem auch noch zusätzlich ein scheiß Gefühl. Dann muss man eben drauf achten, dass man einem Kleinkind kein brandblasenverursachendes Essen serviert, ist ja so schwer auch nicht, oder?! Das hab ich über das Geschrei hinweg auch laut gesagt, die Kellnerin hat es registriert, das habe ich gemerkt. Gut, egal, abgehakt. Der Abend wurde dann wieder sehr schön, wir kniffelten nämlich diesmal alle zusammen, also mit den Männern. Das hat wieder echt Spaß gemacht! :)

 

Ostsee – Tag 5

31. Mai 2017. Es wäre Papas 60. Geburtstag gewesen. Wir wollten uns diesen besonderen Tag schön machen und fuhren, wie auch letztes Jahr zu seinem Geburtstag, nach Rövershagen in Karls Erlebnisdorf. Das hätte ihm gefallen!

Nach dem leckeren Mittagessen dort bummelten und shoppten Mutti und ich erstmal ausgiebig und MTM und MTE erkundeten alles, was innen spannend für Kinder war. Der Kleine machte ganz gut mit, er war ja dauerbeschäftigt, und das ist wirklich ein großer Vorteil, den sein Vater mitbringt: Geduld und Entdeckerfreude, auch mit 36 Jahren! :)

Später verschlug es uns nach draußen, dort hatten wir im letzten Jahr schon festgestellt, dass das richtig geil für den Kleinen wird, wenn er laufen kann und das alles auch mitkriegt. Und so war es auch.

DSC03842.JPG

Wir streichelten Ziegen, er rannte von einer zur anderen wie von Sinnen und machte „ei“, bis er auf die Idee kam, an ihren Schwänzen zu ziehen. Ich konnte ihn gerade noch so vor einer Attacke einer angepissten Ziege retten! Wir fuhren auch mit der Traktorbahn und das Kind lenkte schön konzentriert das Gefährt. Wir hatten einfach alle einen schönen und entspannten Tag dort, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Als wir wieder in Kühlungsborn waren, liefen wir an der Strandpromenade entlang, um ein schönes Restaurant für das Abendessen zu finden.

DSC03909

Es verschlug uns ins „Wolkenlos“, wo wir, ganz dem Anlass entsprechend, ein exzellentes Mal genießen konnten. Und was mich restlos überzeugte, war das Kindergericht für den Kleinen! In den meisten Gaststätten stellten wir selbst etwas zusammen (Kartoffeln mit Gemüse und/oder Fisch, Kartoffeln mit Quark, sowas halt), weil mir Pommes rot-weiß oder Spagetthi (Sauerei hoch 10!) einfach nicht recht waren. Hier aber bekam das Kind lila Kartoffelbrei, knackiges Gemüse und ganz zarte Hähnchenbrust – ganz frisch zubereitet. Er hat reingehauen wie Kroll’s Hund (sagt man bei uns so) und uns lief eigentlich auch allen ein bisschen das Wasser im Mund zusammen, so gut sah das aus. :)

Genau wie im letzten Jahr erwarteten wir noch meine Tante, meinen Onkel und meine Cousine, die die Hälfte unserer Urlaubswoche auch in jenem Appatementhaus und mit uns verbrachten. Sie kamen ins Restaurant und lösten uns direkt ab, um auch noch was zu essen. Mutti blieb mit dort und MTM und ich gingen mit dem Kleinen nach Hause, um ihn ins Bett zu bringen und auch noch ein bisschen die Zweisamkeit zu genießen. Der Abend wurde nämlich dann noch trubelig, als die ganze Familie zusammen in unserer Ferienwohnung hockte, die Männer quatschten und die Frauen kniffelten. Schön war es und genau richtig, um den Tag zu feiern, an dem vor 60 Jahren ein ganz wundervoller Mensch geboren wurde. ♥

 

 

Ostsee – Tag 4

Der Dienstag startete ungemütlich mit ordentlich Wind, Regen und Gewitter. Ich finde ja, dass sowas irgendwie auch zum Sommerurlaub dazugehört, mal einen Tag oder so. Das macht das Ganze bisschen kuschelig. :)

Wir entschieden morgens, in das Meerwasserbad gleich nebenan zu gehen. Wir waren zu Beginn die einzigen Gäste in einem wirklich sehr schönen, kleinen Hallenbad. Es kamen währen der Dauer unseres Aufenthaltes auch nur eine Handvoll Leute nach, das war schon ganz angenehm. Der Kleine jauchzte und zappelte auf meinem Arm, wie immer, wenn er ein Wasserbecken sieht. Wir plantschten zu dritt eine Stunde herum (MTE fand es besonders witzig, Salzwasser zu schlucken) und meine Mutti lag auf einer Liege am Beckenrand und beobachtete das Schauspiel. Sein Stullchen zum Mittagessen bekam das Kind dann auch noch dort, im Handtuch eingewickelt und schon ganz schön müde. Wir hatten es ja nicht weit und brachten ihn dann schnell in sein Bett für den Mittagsschlaf. Unterdessen aßen wir Pizza, die MTM besorgt hatte, und chillten in unserem Appartement. Bis der Kleine wieder wach war, war auch die Sonne dann wieder da und der Himmel strahlte in einem Blau, als hätte es das Unwetter von vor ein paar Stunden gar nicht gegeben!

20170530_180206

Wir zogen unser geplantes Vorhaben trotz etwas kühlerer Temperaturen durch: Wir gingen mit MTE und diesmal mit Badesachen an den Strand. Es war wirklich schön, den Kleinen so aufgeregt und entdeckerisch zu erleben, das ist ja wirklich entzückend bei so Knirpsen, die immer wieder neues erforschen und untersuchen und lernen. Er war natürlich auch wieder recht schmerzfrei, was das arschkalte Wasser anging. Wichtiger war es, dort Muscheln und allerhand anderes schleimiges Zeug rauszufischen. ;)

DSC03799

Irgendwann hatte er scheinbar genug und fing unvermittelt an, bitterlich zu weinen. Das sind die Momente, in denen man echt nicht so richtig weiß, was man tun soll und was los ist. Die gibt es immer noch und die wird es geben, bis er endlich reden und sagen kann, wo der Schuh drückt. Vielleicht hat er gefroren, vielleicht war ihm alles auf einmal zu viel, vielleicht störte ihn plötzlich der Sand in der Buchse, wer weiß das schon?! Der Schnuller ist in solchen Momenten (leider) unser bester Freund und zusammen mit einkuscheln in ein Handtuch und auf meinem Schoss sitzen und meine Hände halten beruhigte der Kleine sich dann. Wir saßen eine Weile so da und schauten aufs Meer, das war eigentlich dann wieder ganz schön. MTM nahm MTE dann mit hoch in die Wohnung zum Duschen und umziehen und holte noch Räucherfisch fürs Abendbrot. Ich nutzte diese Stunde, um einfach im warmen Sand zu liegen und mir die frühe Abendsonne auf die noch bäckermützenbraune Haut scheinen zu lassen. Dazu das Meeresrauschen, das war einfach total schön.

Zum Abendessen blieben wir also zu Hause, statt in ein Restaurant zu gehen, das war uns nach diesem Bade- und Strandtag einfach am liebsten. Den Abend verbrachten wir Erwachsenen drinnen, weil es zu windig und kalt für den Balkon war. Diesmal kniffelten wir nicht, sondern spielten Name-Stadt-Land(-Fluss-Pflanze-Tier-Beruf) und im Anschluss Essen-Trinken-Küchenuntensilien(-Stars-Politiker-Kleidung). Die zweite Version hatte MTM angeregt, weil bei der ersten meine Mutti so oft so schnell fertig war (außer, wenn ihr kein Fluss einfiel), dass wir echt schon verzweifelten. Bei der zweiten war sie aber meistens auch so schnell und wir lachten uns den halben Abend ziemlich schlapp über diverse Ergebnisse (Stadt mit H? Natürlich Hessen!). Keine Glotze, kein Handy, kein Buch, kein Tablet, dafür Stift, Papier und Wein – das ist das Rezept für herrlich lustige Stunden! :D

 

Ostsee – Tag 3

Der Tag begann bewölkt, aber immerhin trocken. Wir entschieden morgens spontan, mit der Molli-Bahn (oder mit MTMs Worten: „Zügle“) zu fahren – diesmal mit Mutti und ihren Krücken im Schlepptau, Zug fahren kann man schließlich auch mit Gips. Das sollte MTEs erste Zugfahrt sein und sein Vater war deshalb besonders aufgeregt. MTE war leider, wie immer vormittags, ziemlich müde. So richtig viel Begeisterung zeigte er zunächst nicht, eher wäre er fast in meinem Arm eingenickt. Wir fuhren nur bis Bad Doberan und wieder zurück, ohne auszusteigen. Im Zug machten wir mit dem Kind ein Picknick zum Mittagessen und danach drehte es auch wieder bisschen auf und guckte mit seinem Papa alles genau an. Als wir dann wieder in Kühlungsborn aus dem „Zügle“ ausstiegen, dauerte es nicht lange und MTE schlief selig im Buggy. Wir Erwachsenen verbrachten diese Mittagspause mit belegten Brötchen auf einer Bank an der Strandpromenade und genossen die Sonnenstrahlen, die dann doch noch rauskamen. Wir gingen weiter in ein Eiscafé und pünktlich, als unsere Eisbecher kamen erwachte der Kleine und verlangte Kostproben.

Nachdem wir uns alle in der Wohnung frisch gemacht hatten, gingen wir ohne Mutti nochmal raus, und zwar ins „Vielmeer“, unsere liebste Lokalität vor Ort. Dort genossen MTM und ich ein leckeres Getränk im Strandkorb und unser Kind spielte im Sand. (Er blieb natürlich nicht so brav im Schatten sitzen die ganze Zeit und war dann wegen der vielen Sonnencreme regelrecht paniert. :D)

Zum Abendessen holten wir meine Mutti wieder ab und als wir danach den Kleinen im Bett hatten, brachen MTM und ich noch einmal auf.

Wieder ging es ins „Vielmeer“ für einen Abend zu zweit im Strandkorb. Der Erdbeer-Daiquiri dort macht süchtig, ich sag’s euch! Lange hielten wir nicht durch, wir waren einfach hundemüde. Zwar schlief der Kleine die ganze (!) Woche bei seiner Oma im Zimmer und wir hatten demnach absolut erholsame Nächte, doch wir kamen meistens eher spät ins Bett und die Nacht war trotzdem spätestens kurz nach 7 vorbei. Und da hatte meine Mutti die Kuschelei mit dem Kleinen schon ordentlich rausgezogen, er war halt auch im Urlaub meistens um 6 rum wach. Zum Glück hat sie das nicht gestört, im Gegenteil, sie bestand auf die Nächte und Morgen mit ihrem kleinen „Pupsi“. :)

Ostsee – Tag 2

Sonntag. Es herrschte ganz schöner Andrang; ich stand morgens beim Bäcker in einer ellenlangen Schlange und auch sonst waren die Straßen und die Strandpromenade voller Wochenendurlauber. Mein lieber Mann hat sich nach dem Frühstück mit dem Kleinen verdrückt, um die Gegend nach Spielplätzen zu erkunden. In der Zeit konnte Mutti bisschen Ordnung in die Bude nach ihrem Gusto bringen und lesen und ich legte zwei Beautystunden im Bad ein. Nach dem Mittagsschlaf des Kleinen zogen MTM, MTE und ich los. Meine Mutti war ja durch ihren Gips eingeschränkt, aber sie hatte nachmittags die pralle Sonne auf dem Balkon und hat das auch genossen.

Wir spazierten herum, gingen auf den Spielplatz und dann auch das erste Mal an den Strand. Der Kleine hatte ja letztes Jahr schon seine Babyfüßchen im Sand und im Wasser, aber daran wird er sich vermutlich nicht mehr erinnern. ;) Diesmal gab’s gar kein Halten mehr, er ist ja schon immer wie von Sinnen, wenn er nur SAND sieht, aber diesmal gab’s auch noch WASSER dazu! Die Kälte an den Füßen machte ihm nichts aus und wir hatten echt zu tun, ihn an der Hand zu behalten. Er hatte ja gar keine Badesachen an und sollte schon erstmal trocken bleiben, wir wollten doch nur mal gucken… Das Geschrei war natürlich riesengroß, als wir den Strand wieder verließen und ich finde es ja dann immer sehr geil, wie die Leute einen so richtig undezent anglotzen. Da fehlt manchmal nur noch das Kopfschütteln – entweder weil man sein Kind offenbar falsch behandelt ODER weil dieses Kind ein besonders ungezogenes Exemplar ist. Lächerlich. :D

DSC03511

Nun gut, wir holten am frühen Abend dann meine Mutti ab, um gemeinsam zum Abendessen in die „Hafenkneipe“ zu gehen. Das Abendessen findet nun immer etwas früher statt, weil der Kleine dann halt Hunger hat (und wir auch, schließlich essen wir ja auch mit ihm um halb 12 zu Mittag) und damit er nicht zu spät ins Bett kommt. Im Urlaub kann es schon mal etwas später sein, war es auch eigentlich fast jeden Abend. Aber ich persönlich will ihn trotzdem zu einer noch vernünftigen Zeit im Bett haben, weil er eben auch müde ist und wir ja abends auch gerne unsere Ruhe haben, vor allem wenn die Tage mit ihm so anstrengend sind. Also, so grob haben wir unsere Essens- und Schlafenzeiten ganz gut eingehalten in der Urlaubszeit.

DSC03589

Zurück zum Thema: Nach dem Abendessen waren wir noch mal kurz auf der Seebrücke und tankten etwas Abendsonne. Dann ging es ab in die Wohnung, ab ins Bett mit MTE und dann ab auf den Balkon zum Kniffeln im Sonnenuntergang. Wir Drei hatten echt Spaß und ich hatte eine Glückssträhne. ;)

Ostsee – Tag 1

Puh, das war aber eine lange Blogpause! Aber dafür gab es einen triftigen Grund: Uuuurlaub! :) Wir waren mal wieder zu viert, mit meiner Mutti, an der Ostsee – eine Tradition, die wir letztes Jahr ins Leben gerufen haben. Da waren wir zur gleichen Zeit dort, nämlich über Papas Geburtstag. Sechzig Jahre alt wäre er am 31.5.17 geworden.

Die Anreise war natürlich ein wenig müßig – wir hatten sie zweigeteilt: Am Himmelfahrtstag fuhren wir von Stuttgart nach Brandenburg zu meiner Mutti und am Samstag dann weiter an die Ostsee. Die zwei Tage in  meiner Heimat nutzten wir, um Zeit mit der ganzen Familie zu verbringen und auch um Mutti zur Hand zu gehen, die nämlich aktuell ein hübsches Gipsbein als Accessoire trägt.

In Kühlungsborn waren wir auch im letzten Jahr und uns hatte es dort so gut gefallen, dass wir gleich im Anschluss für dieses Jahr im gleichen Appartementhaus eine Wohnung buchten. Letztes Jahr war die Buchung so kurzfristig und spontan, dass wir die letzte Wohnung bekamen. Diese war in Ordnung, aber ohne schönen Blick und genau über einem Eiscafé. Dieses Jahr war alles anders. Zwar ist so eine Wohnungseinrichtugn immer Geschmackssache (im Gästebuch stand, dass alle die Wohnung total geschmackvoll eingerichtet fanden – Mutti und ich haben den ganzen Deko-Nippes erstmal weggeräumt :D), aber Sauberkeit ist ja wichtiger und eine große Fensterfront mit Blick zum Meer erst recht!

Doch bevor wir diesen Ausblick genießen konnten, waren wir mit einkaufen, auspacken und Essen gehen beschäftigt. Der erste Restaurantbesuch verlief lecker für alle Beteiligten. Bisschen anstrengend mit dem ungeduldigen, wutanfälligen, Grenzen austestenden kleinen Scheißer, aber wir haben das recht souverän gemeistert, denke ich. Und das die ganze Woche, übrigens. Das Kind steckt nämlich laut Internet in einem astreinen Entwicklungsschub – auch wenn ich das berühmte Buch nicht gelesen habe, diesmal war (bzw. ist immernoch) seine Verhaltensänderung so auffällig, dass ich das einfach vermuten musste. Als Erwachsener würde man als bipolar gestört durchgehen, wenn man sich so aufführen würde, ich sag’s euch. ;)

Lange dauerte es, bis das Kindchen an diesem Tag einschlief, aber dann endlich namen MTM, Mutti und ich auf dem Balkon Platz, schenkten uns Wein ein und genossen einfach das Rauschen des Meeres und den wundervollen Ausblick…

DSC03469

Wohnst du Reihenhaus, oder was?

Diesen „Satz“ habe ich neulich gehört, original so, wie er da steht. Ich saß im Auto, das auf einem Parkplatz stand, hinter mir das schlafende Kind. Es war echt schwül und das Fenster war offen, da zogen 3 Teenie-Mädchen an meinem Auto vorbei, eine verabschiedete sich, weil sie nun in diese Straße einbiegen musste, und die andere sagte DAS. Mir war wie lachen und heulen gleichzeitig. Ich werde jetzt keine Debatte um die Zukunft der deutschen Sprache starten, nee, echt nicht, ich wollte es nur mal loswerden. Ich hab diese neue Art zu sprechen bisher eben noch nie live gehört. Ich lese die Scheiße immer nur in irgendwelchen Kommentaren auf Facebook oder Youtube. Hab ich eigentlich schonmal erzählt, dass ich mal übelst facebookkommentargemobbt wurde? Ich hatte bei einer Zeitung AUSNAHMSWEISE mal einen Kommentar abgegeben. Und zwar berichtete diese Zeitung irgendwie fünf mal hintereinander von einem Rapper, dessen Namen ich noch nie gehört hatte, und seinem Auftritt in einem Einkaufszentrum (wow…), der einen Polizeieinsatz nach sich zog. Ich fragte dann mal vorsichtig, ob ich hier die Bravo abonniert habe und weshalb diesem Rapper mit albernem Namen so viel Bedeutung beigemessen wird. Oh man. Die Jugend ging daraufhin ab wie ein Zäpfchen, Leute. So isse, die schöne neue Welt. Und ich bin nun auch eine alte Schachtel, die die Jugend nicht mehr versteht. ;)

Gut, das ist ja wieder so ein unstrukturierter Eintrag, habt ihr schon gemerkt, wa?! Also erzähle ich noch mal schnell, der Vollständigkeit eines Tagebuchs halber, dass ich diese Woche in einem echten Buchladen (!) zwei Bücher für mich und zwei für den Kleinen gekauft habe. Ich habe sogar ganz analog in bar bezahlt und war danach einfach sehr glücklich. Buchläden sind toll. Ich hatte mir mal vor einiger Zeit vorgenommen, Bücher ausschließlich in echten Läden zu kaufen und Amazon nur für andere Bestellungen zu nutzen (Musik, Bücher für den Kindle, Zeug fürs Kind, Geschenke, sowas halt). Das klappte bisher gut, weil ich einfach keine Bücher kaufen musste, da ich nicht zum Lesen kam. ;) Das ändert sich gerade wieder und ich genieße es sehr, das Lesen. Und ich genoss den Aufenthalt im Buchladen. Zum Glück ist mein Kind auch so ein Bücherfan; MTE steuert eigentlich ständig auf sein Bücherfach zu, holt ein Buch raus und bedeutet mir, mich hinzusetzen, damit er sich auf meinem Schoß platzieren und mit mir das Buch angucken kann. Absolut süß. Und er liebt am allermeisten Wimmelbücher. Deshalb hab ich in dem Laden auch zwei im Miniformat fürs Auto gekauft.

Ansonsten war in dieser Woche noch IKEA angesagt, weil die Guthabenkarten vom Weihnachtskalender nur 6 Monate gültig sind – ich hatte auf einer 20€ statt 5€, hat sich also wirklich gelohnt! Ich hab dann einen Tomatenstrauch (so heiße ich übrigens auf Instagram, falls wer mir da noch folgen möchte… ;D) und Kresse und eine Wolkenlampe für den Kleinen und die geilsten IKEA-Süßigkeiten überhaupt gekauft: Die Punschrollen. Ich liebe sowas, in meiner Heimat gibt’s manchmal beim Bäcker „beschwipste Nonne“, das schmeckt genauso. Vor diesem IKEA-Bummel fand ein Mittagessen mit ein paar Kollegen statt, was bei traumhaftem Wetter in einem Biergarten total schön war; auch MTE hat gut mitgemacht, den ich ja nunmal unter der Woche zu einem Mittagessen mitnehmen muss.

Was noch toll war in dieser Woche: Ich hatte für 5 Stunden MTMs Tante zum Babysitten engagiert und fuhr mit lauter Musik und aufgedrehtem Bass in die Stadt zum Friseur. Grauhaarabdeckung, fragt nicht. Jedenfalls kann ich da nicht so offen sein wie bei meiner Familie, das ist einfach so, auch wenn ich es theoretisch vielleicht doch könnte. Also tat ich so, als würde das immer megalange dauern beim Friseur, weshalb ich einen Zeitraum von 10 bis 15 Uhr ausmachte. Natürlich dauert das bisschen Färben und Schneiden nicht so lange, sodass ich noch zum Augenbrauenfädeln, zu DM und zu einer der geilsten Salatbars in Stuggi gehen konnte. Bei bestem Wetter, das alles. Es war eine geile Auszeit! Den Bass hab ich bei meiner Ankunft zu Hause wieder runtergedreht, damit das Kind bei der nächsten Fahrt keinen Schock bekommt.

Die Woche, merke ich gerade, war ganz schön ereignisreich. Denn bei einer Freundin  mit Baby (9 Monate) war ich auch noch, um die Kinder im Garten in den Sandkasten zu setzen und selbst zu chillen. Der Sand in meiner Wohnung hat mich später dann zwar echt angekotzt, aber es gibt eben auch Dinge, die man als Mutter leider hinnehmen muss, wenn man ein glückliches Kind will. Ich lerne stetig dazu. ;)

Nun ist mein Kind erkältet, weil es beim Kleinkindturnen, was wir immer dienstags besuchen und was total Spaß macht, wieder auf so eine kleine Rotznase getroffen ist. Sowas nervt mich echt, wenn Mütter ihre erkälteten Kinder zu solchen Nicht-Pflicht-Terminen schleifen müssen. Es ist ja keine Kita und es hängt ja offenbar auch keine Arbeitsstelle dran. Echt ätzend. Nun gut, durch die Erkältung klappt nun plötzlich das Hinlegen zum Mittags- und Nachtschlaf nicht mehr gut, und auch die Nächte sind recht unruhig. Wenn es einige Zeit gut klappte, ist das dann echt wieder eine Umgewöhnung. Hinzu kommt, dass der Kleine nach wie vor IMMER um 5:30 Uhr wach ist, auch wenn die Nacht nicht durchgeschlafen wurde. Ich bin quasi dauermüde, was aber nichts daran ändert, dass ich abends absolute Probleme habe, einzuschlafen. Voll die Muttiprobleme, ich weeß. ;)

So, nun ist mein freier Samstag (die Jungs sind seit 10 Uhr im Zoo) auch gleich wieder zu Ende. Ich hab Beauty gemacht und im Gemeinschaftsblog die nächste Episode der Fortsetzungsgeschichte gebloggt, hab auf dem Balkon gelesen und mit Mutti telefoniert, Wäsche gemacht und hier auch noch was geschrieben. Nun kommt noch eine Kochorgie, damit ich meine Jungs mit einem leckeren Mahl empfangen kann (Curry aus Hackfleisch, Pack Choi und Kichererbsen, dazu Reis), dann mache ich noch mit dem Kleinen zusammen ein Erkältungsbad und dann darf MTM ein bisschen Freiheit haben, während ich mich vermutlich zeitig zum Kleinen ins Schlafzimmer verkrümele. Wenn er krank ist, schläft er besser, wenn wir dabei sind. ♥

Also dann, tschüssi, ich geh jetzt mal Küche. ;D