Dezemberliebe

November

Ich hatte ja hier und da schon erwähnt, dass der Dezember von mir sehr geliebt wird und auch recht ereignisreich bei uns ist. Aber erst mal musste das Ende des Novembers ordentlich über die Bühne gebracht werden, denn das war irgendwie auch nicht ohne dieses Jahr. Mein Kind sah seine Mutter 2,5 Tage gar nicht, weil diese ihren Job, städtische Erledigungen, einen abendlichen Friseurtermin und eine Weihnachtsfeier inklusive spontaner Übernachtung bei der Kollegin bewerkstelligen musste wollte. Unterdessen fiel der erste richtige liegenbleibende Schnee – ich war live dabei, auf der Terrasse meiner Kollegin, nachts um 2, in eine Decke eingemurmelt und mit Rotwein und Zigarette in der Hand. (Ich muss einfach in regelmäßigen Abständen eskalieren, sonst wäre ich nicht mehr ich.) Am 30.11. war dann die Wiedersehensfreude bei meinem Sohn und mir groß, als ich ihn aus der Kita abholte; trotzdem gab es Pflichten zu erfüllen statt einen reinen Spielenachmittag. Wir mussten nämlich unsere Abreise am Folgetag vorbereiten und die Bude in Ordnung bringen, Wäsche abnehmen, packen usw..

Dezember

Am 1.12. hatten mein Mann und ich unseren 5. Hochzeitstag. Fünf Jahre! Welche Veränderungen diese kurze Zeit mit sich brachte, geht auf keine Kuhhaut. Wir hatten viele schöne Momente, sind viel gereist, auch mit meinen Eltern, haben ein Kind bekommen und noch ein Familiengeburtstagswunder erlebt! Aber wir haben auch zwei Jahre lang die Krankheit meines Papas mit ihm verkraften und ertragen und ihn dann gehen lassen müssen. Wir haben mit einer Freundin mitgelitten. Und uns durch Startschwierigkeiten als Eltern durchmanövriert.
Ganz unromantisch starteten wir diesen Tag mit einer langen Autofahrt in meine Heimat, zu meiner Mutti. Dort parkten wir das Kind, das sich riesig über das Wiedersehen mit Oma gefreut hat, und gingen schön essen. So wie jedes Jahr an diesem Tag. Und fast jedes Jahr haben wir bisher auch beim gleichen  Gastronom gegessen, so natürlich auch dieses Mal.

Der 2.12. verlief sehr chillig, wir haben den Tag recht gemütlich verbracht zusammen mit meiner Mutti und dem Kleinen und sind dann nachmittags auf einen Dorfweihnachtsmarkt hier um die Ecke gegangen. Das lief nicht so geil (Kind machte unseren Erwartungen einen Strich durch die Rechnung, wie immer ;)), aber das ist nun nicht der Rede wert. Am Abend ging ich mit meinen Freundinnen in unsere Provinzdisse zur Schlager-Party, um in meinen Geburtstag reinzufeiern. Die Stimmung war irgendwie nicht sehr  berauschend, aber es wurde dann um 0 Uhr besser, als ich mit einer DJ-Durchsage und einem Song von Roxette überrascht wurde. Bei der folgenden 90er-Runde machten die ganzen Schlagerfreunde am Rand lange Gesichter, aber 5 von uns tanzten fröhlich, auch wenn wir die Einzigen auf der Tanzfläche waren. ;) Um 4 Uhr war ich dann im Bett und halb 8 war ich wieder wach, weil mein Kind zwar bei Oma im Zimmer geschlafen hat, aber trotzdem wach und laut war und zu „Maaamaaa“ wollte. ;)
Nun war ich an diesem 3.12., meinem 35. Geburtstag, ein wenig müde, aber nicht unleidlich. Wir verbrachten einen entspannten Vormittag, gingen mittags dann essen und fuhren weiter nach Berlin. Denn dort wartete mein Geburtstagszwilling auf mich, mein „Pseudoneffe“ (Kind von meiner Großcousine, aber wir tun einfach so als wären unsere Kinder Cousins und damit unsere Neffen). Er wurde ein Jahr alt und da durften wir natürlich nicht fehlen bei dem Geburtstagsfest! Und es war so praktisch, denn ich hab auch gleich mein Geburtstagsfamilienkaffeekränzchen gekriegt. :) Am Abend kamen noch meine Tante und mein Onkel vorbei und wir saßen beisammen und vernichteten ein paar Flaschen Lieblingssekt. Es war ein schöner Geburtstag! ♥
Der 4.12. wurde auch erst mal ruhig angegangen und am Nachmittag machten mein Mann und ich uns dann auf den Weg in meine Herzensstadt: Dresden. Wir besuchten zwei Weihnachtsmärkte, zuerst den an der Frauenkirche, dann natürlich den Striezelmarkt. Es waren schöne und äußerst leckere Stunden und ich habe sogar noch ein ungeplantes Weihnachtsgeschenk gekauft. Für mich. :)

Heute ist nun endlich mal Zeit zum Runterkommen und Bloggen und natürlich auch Stiefelputzen, aber leider auch zum Kofferpacken. Morgen früh reisen wir wieder ab nach Stuttgart,  nachdem wir uns über die Gaben vom Nikolaus gefreut haben. Und dann geht’s für mich abends schon wieder weiter, zum Konzert, und ich bereue es ein bisschen, dass ich da zugestimmt habe. Mit 35 scheint man dann doch auch mal die Nase voll zu haben von dem ganzen Trubel und will nur noch auf die Couch. Naja, ich werd’s überleben. ;)

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Undankbarer Job

Jetzt hat es mich auch erwischt, wovon einige Freundinnen mir schon berichteten: Papa ist der Held und Mama ist die olle Pissnelke, die ständig „nein“ sagt und statt permanenter Entertainer zu sein, auch unverschämterweise mal damit zu tun hat den Alltag in geregelten Bahnen zu halten. Und wenn Papa nicht der Held ist, ist es Oma. Mama ist aber irgendwie aus der Mode gekommen in letzter Zeit. Wenn Mama z.B. mit dem Söhnchen in der Wanne sitzt und Papa/Oma mal kurz reinkommt und wieder geht, brüllt der kleine Teufel los wie verrückt. „Papa daaa!“ „Oma daaa!“ Hallo? Mama ist doch da, hömma, zählt das nichts? Oder, wenn abends zu dritt noch ein Buch gelesen wird und Mama es dann wagt, das Kind ins Bett bringen zu wollen, inklusive Dazulegen und Händchenhalten (ja, das macht Mama natürlich, damit das Kind sich behütet und geborgen fühlt). „Neeeeein! Papaaaaa! Heulheulheul.“ Oder, wenn Mama samstags mit dem Kind rausgehen will und der Papa zu Hause bleibt. „Nein! Papaaaaaa! Papa daaa!“ Ey. Wie soll man da noch verständnisvoll und cool reagieren (macht man so heutzutage), wie soll man da nicht genervt sein bei so einem Theater ständig? Übrigens hat später am selben Tag der Papa auch gemeinsam mit dem Kind die Wohnung verlassen und Mama blieb zu Hause. Kind hat fröhlich gewunken. Und tschüss.

Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die gerne panisch reagiert. Schwarzmalerisch auch zuweilen. Ich sehe schon eine total kaputte Mutter-Kind-Beziehung vor meinem inneren Auge. Habe ein schlechtes Gewissen und denke an Entfremdung, weil das Kind 3 Tage in der Woche morgens nur den Papa sieht. Denke, dass der Papa ihn vielleicht zu oft abends ins Bett bringt (wir wechseln uns ab). Dass er zu oft mit Papa coole Ausflüge macht und mit mir nur die Alltagsbewältigung mitkriegt. Möchte mich vielleicht irgendjemand freundlicherweise ein bisschen beruhigen und mir ein paar einleuchtende Erklärungsversuche präsentieren? Danke.

Und zum Kompott hab ich jetzt drei völlig vollgepackte Tage und kriege mein Kind gar nicht zu Gesicht: Morgen früh bin ich wahrscheinlich auf dem Weg zur Arbeit, wenn er erwacht. Mein Mann holt den Kleinen ab, während ich ein paar Erledigungen mache und abends zum Friseur gehe. Wenn ich nach Hause komme, pennt das Kind. Mittwochs fahre ich auch zur Arbeit und lasse den Kleinen nachmittags von einer Tante abholen und hüten, bis der Papa kommt. Denn ich hab nach der Arbeit Weihnachtsfeier. Da komme ich auch erst sonstwann nach Hause. Am Donnerstag gehts morgens wieder superfrüh los zur Arbeit, und am Nachmittag hole ich den Kleinen wieder selbst ab. Wahrscheinlich hält er mich dann nur noch für irgendeine flüchtige Bekannte und weigert sich, mitzugehen. ;)

Er plus ich minus Kind

Unser Kleiner soll Mitte Dezember zum ersten Mal bei MTMs Tante übernachten, weil wir zu einer Feier gehen und nicht zu Hause schlafen werden. Da sein letzter Tag allein mit der Tante schon eine Weile her ist, hat sie sich gestern dazu bereit erklärt, den Tag mit ihm zu verbringen. Die Probe aufs Exempel sozusagen. :) Die beiden verstanden sich natürlich prima und wir konnten so mit gutem Gewissen von 10 bis 18 Uhr einen Paartag machen. Und dieser war einfach so wunderbar, weil wir keine Pläne hatten und uns einfach treiben ließen:

Nach zwei kurzen Erledigungen fuhren wir spontan ins VfB-Restaurant beim Stadion, weil wir unbedingt Schnitzel essen und dort sowieso schon lange mal einkehren wollten. Es hat sich gelohnt und wir waren ganz überrascht, dass uns mal eine spontane Entscheidung wirklich geglückt ist. Das passiert echt nicht so oft.
Nach dem Mittagessen fuhren wir in die Stadt, genauer gesagt den Stuttgarter Westen. Dort schlenderten wir umher und fanden ein klitzekleines, sehr alternatives Café, in das wir uns für einen Verdauungskaffee setzten. Dann war noch ein Verdauungsspaziergang in die Innenstadt angesagt und dort angekommen, bummelten wir ein bisschen herum und hatten tatsächlich wieder Glück mit spontanen Eingebungen. So fanden wir ein paar praktische Sachen für den Kleinen, an deren Existenz wir nach bisher vergeblicher Suche schon gezweifelt hatten. Manchmal lohnt sich dann doch die Recherche in den Läden, statt nur im Internet.
Weiter ging unser Spaziergang durch die Stadt auf der Suche nach Glühwein, worauf ich plötzlich richtig Appetit hatte. Nun, hier wurde ich leider enttäuscht, aber so wild ist das dann auch nicht. Stattdessen stellten wir erstaunt fest, dass ein Bauprojekt abgeschlossen und das Ergebnis richtig toll geworden war. Im neuen Dorotheen-Quartier werden wir zwar nicht shoppen gehen, weil die Läden zu luxuriös sind, aber das Flanieren dort war trotzdem schön. Es machte hungrig auf ein „süßes Stückle“ (die Schwaben, süß wa?!), was wir uns bei einem uralten Traditionsbäcker besorgten. Und dann wurde es auch Zeit, den Stadtrundgang zu beenden, denn wir wollten noch ein bisschen Zeit bei Bier und Wein in unserem geliebten Palast der Republik verbringen. Was? Schon nachmittags? Klar, abends ging ja nicht. ;) Es war total schön, zusammenzusitzen, zu quatschen und zu lachen. Da hat mir dann die Bahnfahrt zurück nicht mal mehr was ausgemacht, obwohl mir Bahnfahren wirklich ganz akut auf den Wecker geht.
Unser Kind empfing uns fröhlich und vor allem schon total „abgefertigt“, sogar Abendbrot hatte er schon gegessen. Wir mussten nur noch nach Hause fahren, ihn bisschen waschen, bisschen schmusen und ihn dann ins Bett bringen. Wir machten dann zu zweit noch ein wenig weiter mit Bier und Wein und der Glotze. Und nun sind wir auch optimistischer, was des Kindes Übernachtung bei jener Tante angeht. :)

Freitagsfüller

  1. Der Geruch von Glühwein ist momentan (noch) sehr attraktiv für mich, den ersten dieser Saison gab es aber noch nicht.

2. Ich denke schon drüber nach, meine Arbeitsstunden aufzustocken, aber bitte erst im nächsten Jahr.

3. Nein, wir werden nicht in meine Heimat fahren über Weihnachten, was mich ein wenig traurig stimmt.

4. Mein Sohn ist reichlich antrengend gerade, aber auch sehr kuschelig und süß und vor allem gesund, dafür bin ich dankbar.

5. Gestern hat er das erste Mal beim Vorlesen wirklich zugehört und es auch bei jeder neuen Seite mit Text verlangt.

6. Ich empfinde die allermeisten „Influencer“ und allein auch schon diese Bezeichnung und ehrlich gesagt auch deren Bewunderer als absolut lächerlich.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein heißes Bad bei diesen eisigen Temperaturen, morgen habe ich geplant, mir einen schönen Tag mit meinem Mann zu machen und Sonntag möchte ich schon einmal anfangen mit den Fotogeschenken.

Gefangen bei Barbara, die einen tollen Eintrag zu alten und neuen Zeiten in der Blogosphäre geschrieben hat.

12 von 12 im November

Der vorletzte Zwölfte in diesem Jahr, nicht zu fassen! Meine zwölf Fotos von heute folgen gleich, aber vorher will ich nicht unerwähnt lassen, dass ihr die anderen Mitmacher bei diesem Blogprojekt wie immer bei Caro findet.

Wetter kacke? Regenjacke! Sonst fehlen ja die frischen Brötchen beim Sonntagsfrühstück.

Ich kan froh sein, dass ich noch aufessen durfte, denn diese „Lesezeit“ wird rigoros eingefordert. :)

Ich darf mich für einen Kaffee ins Arbeitszimmer verziehen und ein bisschen in der Blogosphäre surfen, während mein Mann das Kind bespaßt.

Heute wurde der Frost geplündert, es musste also nur aufgetaut und bisschen gerührt werden. Unterdessen spielt das Kind lieber mit Brettchen als mit seinem Spielzeug. ;)

Mittagsschlaf zu zweit im großen Bett, geht gerade nicht anders (und ist ja auch schön).

Das Vesper ist nicht so ansehnlich. Dem Kind schmeckt’s aber und es sorgt für Abwechslung (Apfelmark, Kiwi, Mandelmus, Haferflocken).

Es liegt noch ein Familientreffen an, zu dem wir mit einem Lockenköpfchen gehen und von dem wir mit einem frisch frisierten Kindchen nach Hause kommen.

Das Schlafgemach des Kleinen ist bezugsbereit.

Die Jungs machen das Einschlafding unter sich aus, ich mach lieber meine Haarspange rein und gehe duschen. Schließlich will ich pünktlich zu „The Voice“ auf der Couch sitzen! ;)

 

Im Übrigen…

…begann heute um 11 Uhr 11 die fünfte Jahreszeit und ich sitze bisschen traurig hier rum im karnevalistischen Brachland.

…war meine Mutti jetzt anderthalb Wochen bei uns und hat sich rührend um unser Kind und unsere Bude gekümmert.

…waren MTM und ich mal wieder zu zweit aus und haben Paella und Flamenco beim Spanier genossen.

…hat mein Kind von einem Tag auf den anderen sein Verhalten geändert und zeigt starke Verlustängste.

…fällt es mir unglaublich schwer, das hinzunehmen und diverse, monatelang problemlose Abläufe anzupassen.

…tut es mir auch leid, dass meine Mutti deshalb die letzten Tage ihres Besuches wieder allein, ohne ihren Enkel, schlafen musste.

…mache ich mir zu viele Gedanken, die letztlich auch nichts bringen, sagt mein Mann.

…habe ich eine Sucht nach Ofenkäse entwickelt.

…hat es sich eingebürgert, dass ich jeden Sonntag in aller Herrgottsfrühe in Jogginghose und ungeschminkt zum Bäcker laufe und wir dann ein schönes Sonntagsführstück mit Ei und allem Zipp und Zapp zelebrieren.

…gibt’s an allen anderen Wochentagen Haferflocken mit Milch oder Joghurt.

…kann ich einen schnellen Gang zum Bäcker von meinem Mann nicht verlangen, bevor er sich geduscht und gestriegelt hat, der feine Pinkel. :D

…habe ich alle Weihnachts- und Dezembergeburtstagsgeschenke zusammen, abgesehen von ein paar Fotogeschenken!

 

Zoo-Overload

Wir haben ja beide eine Jahreskarte für die Stuttgarter Wilhelma, mein Mann und ich. Er bekam das von mir zu Weihnachten und seine Karte hat er gemeinsam mit dem Kleinen schon so oft benutzt, die hat sich mehr als gelohnt. Er ist ja auch ein totaler Fan von Zoos, da kommt das Kind im Manne total raus bei ihm. Er hat auch seine helle Freude daran, seinem Sohn die ganzen Tiere und Attraktionen zu zeigen (immer und immer wieder ;D). Ich hatte für mich eine Partnerkarte gekauft, die ist etwas günstiger. Bis vorgestern war ich erst zwei Mal in diesem Jahr im Zoo, und die Dauerkarte lohnt sich erst ab dem dritten Besuch. Also nahm ich mir vor, am Montag, den 30.10. diesen Brückentag mit meinem Kind in der Wilhelma zu verbringen, während mein Mann auf Arbeit war. Nach sieben (!) Stunden Mutter-Sohn-Zoobesuch und dem Halloween-Abend im Zoo am Folgetag bin ich jetzt erst mal geheilt, das könnt ihr mir glauben! Meine Jahreskarte wurde nun vier Mal benutzt und somit habe ich 24 Euro Eintritt gespart, ich bin durch damit! ;)

Blog

Unser gemeinsamer Ausflugstag begann mit einem astreinen Wutanfall am Morgen, bei dem ich selber fast einen Anfall gekriegt hätte. Diese Wutanfälle kommen und gehen, ich kann und will meinem Kind eben auch nicht alles recht machen, also müssen wir da beide irgendwie durch. Meine Stimmung war getrübt, aber der Rucksack war schon gepackt und es gab nun auch kein Zurück mehr. Der Vormittag verlief dann auch etwas schleppend; der Kleine war müde (Zeitumstellung: Kind ist zu früh wach, geht aber abends zur normalen Zeit ins Bett – die Stunde Schlaf holt er nun immer mittags nach) und sicherlich auch kaputt vom Wüten, wollte auf den Spielplätzen nicht spielen und zeigte auch nicht die größte Begeisterung für das ganze Viechzeug. Er schlappte einfach nur mit mir mit oder saß im Wagen und guckte. Nun, ich habe wieder einmal gelernt, dass ein Kind nicht dazu gemacht ist, erwachsene Erwartungen zu erfüllen.
Als es eeendlich um 11 war, machten wir es uns im Nashornhaus gemütlich und packten unser Proviant zum Mittagessen aus. Ich erinnere mich an einen meiner Blogeinträge, als ich noch Studentin und sehr weit von einem Kinderwunsch entfernt war. Da hab ich mich gefragt, wieso Eltern bei einem Zoobesuch haufenweise Tupperzeugs mitschleppen und sich dann ins stinkende Giraffenhaus setzen um zu picknicken. Ich verstand nicht, wieso sie für den einen Ausflug nicht vor Ort was zum Essen kaufen können. Nun, ich finde das Giraffenhaus geruchstechnisch immer noch ekelhaft (deshalb waren wir ja im Nashornhaus ;D), aber ein Picknick mit liebevoll gepackten Tupperdöschen ziehe ich dem Kantinen-/Imbissbudenfraß nun auch vor. Außerdem haben wir an dem Tag außer fürs Parken keinen Cent ausgegeben, was ich erfreulich finde. Mein Sohn taute endlich auf, aß ganz brav und beobachtete fasziniert das große Nashorn. Es wurde dann Zeit für den Mittagsschlaf, ich packte das Kind ganz warm ein und legte ihn in den Buggy, wo er innerhalb weniger Minuten einschlief und erst nach über zwei Stunden wieder aufwachte. Mittlerweile war ich total durchgefroren, ich hatte die Zeit zunächst chillend und dann spazierend verbracht. Nun konnten wir endlich weitermachen, und nach dem Vesper auf einer Bank im Freien ging’s zum Schaubauernhof. Es ist wie es ist: Giraffen, Elefanten, Löwen…die können alle einpacken gegen das gute alte Hausschwein, die Kuh, den Esel, die Ziegen und die Hühner. Das Kind war begeistert!
Gegen 16 Uhr hatten wir dann jeden Winkel der Wilhelma abgelaufen, auf diversen Spielplätzen gespielt, sämtliche Eisschilder ausgiebig begutachtet. Den Abschluss machten die Pinguine, aber der Kleine fand zunächst erst einmal vor allem das Wasser bemerkenswert, wie bei JEDEM anderen Gehege auch. „Guck mal, ein Affe!“ – „Wasser!“ – „Ooooh die Elefanten!“ – „Wasser!“ – „Boah, guck hier, das ist aber ein riesiger Fisch!“ – „Wasser!“ Nee, ich hab jetzt nicht die Augen gerollt, da habt ihr euch verguckt… ;)

Was tun mit diesem Halloween?

Ich bin kein Fan von Halloween, geb ich zu, denn ich finde nicht dass wir hier wirklich einen Bezug dazu haben, in Deutschland. Das ist einfach so in Mode gekommen, immer mehr, wie Dirndl zum Stuttgarter Volksfest. Da bin ich einfach dagegen. Ich war mal in Dublin an einem 31.10., und in Irland hat das Ganze seinen Ursprung. Dort hab auch ich mich mitreißen lassen! Hier zu Hause hab ich für gewöhnlich weder Süßkram für klingelnde Kinder, noch mach ich denen die Tür auf. Halloweenpartys inklusive Verkleidung mach ich nicht mit (ein Mal schon, da war es aber eine Geburtstagsparty mit Motto) und gruselige Deko gibt’s hier schon gar nicht. Nun ist es aber so, dass seit fast 2 Jahren ein neuer Mitbewohner bei uns ist. Letztes Jahr war MTE noch ein Baby, da war meine größte Sorge, dass er vom Klingeln der Kinder wach wird. Dieses Jahr schnallt er schon viel mehr und ich befürchte, irgendwann komme ich auch um Kürbisfratzen, Deko, Verkleidungen und Klingeln nicht herum. Was alle Kinder erfreut, werde ich ihm nicht verwehren. In diesem Jahr konnten wir das ganze noch auf einen Eventbesuch beschränken. Wir waren nicht verkleidet, aber viele andere Kinder und Erwachsene, die gestern am späten Nachmittag den Stuttgarter Zoo namens „Wilhelma“ besuchten, der schön gruselig hergerichtet war und allerhand zu entdecken bot.

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Mein Kind kam aus dem Stauen nicht mehr heraus, aber er fürchtete sich auch ziemlich vor der ein oder anderen Fratze. Zum Glück vertraut er auf uns als gute Beschützer. :) Da er fast 3 Stunden Mittagsschlaf gemacht hatte, konnte er an diesem Abend ruhig später ins Bett und wir konnten uns Zeit lassen. Ein paar Tiere konnte man noch angucken, viele waren aber natürlich nicht mehr draußen. Es war sowieso viel zu dunkel und ganz halloweenlike spärlich beleuchtet, wir hatten schon Mühe, uns immer im Auge zu behalten. ;)

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Nach einem ausgiebigen Spaziergang guckten wir uns noch kurz einen Teil der Feuershow an, die die vielen vielen Besucher anlockte. Viel sehen konnte man nicht, und MTE war jetzt auch nicht so gefesselt davon. Also bekam er im Wilhelma-Restaurant Spätzle mit Soße zum Abendessen, spielte dann noch eine halbe Stunde in der Spielecke mit einigen anderen Kindern und willigte dann erfreulicherweise ein, den Heimweg anzutreten. ;)

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Zuhause hatte ich dann wie im Vorjahr die Sorge, dass ständig geklingelt wird und das Kind nicht pennen kann. Diese Sorgen sind meist unbegründet, weil er einen tiefen Schlaf hat. Trotzdem bestellten wir die Pizza für unseren gemütlichen Abend schon auf der Heimfahrt, damit wir sie noch vorm Schlafenlegen in Empfang nehmen konnten. Fälschlicherweise hielten wir das erste Klingeln für den Pizzaboten und plötzlich standen zwei Kinder vor uns. Unverkleidet und mit Alditüten in der Hand. Da tat es mir dann auch nicht leid, dass wir nichts Süßes im Haus hatten. Das zweite Klingeln war dann das Futter und das dritte ignorierten wir. Und der schlafende MTE auch. :)

Worte Worte Worte

Ich schreib eigentlich jeden Furz mit Datum auf, den der Kleine macht, aber was das Geplapper angeht, komme ich inzwischen gar nicht mehr hinterher. Seit ein paar Tagen sprudeln die Worte nur so aus dem Kind heraus, manche noch nicht so leicht verständlich (außer für uns natürlich), manche schon recht deutlich. Nun fängt er auch langsam mit „Zweiwortsätzen“ an (Mama Hann = Mama, gib mir deine Hand), worauf ich ja schon bisschen gewartet habe. Nun höre ich wahrscheinlich auch auf mit der Aufschreiberei, das nimmt jetzt echt überhand. :) Die Worte passen jetzt geraaaade noch so in einen Blogeintrag, so kann man auch mal schön sehen, wie sich der Kindermund so entwickelt.

10 Monate
Mamam (Essen), Mama, Baba (Papa), Ma (Schnuller, Nuckelflasche)

1 Jahr
Wawa (Wauwau), Dedi (Teddy), auwa auwa (alle alle)

1 Jahr & 2 Monate
Auwa auwa (heißt jetzt auch „hallo hallo“ = Telefon), Ba (Ball), Doodoo (Autos, LKWS), Muh (Kuh), Mmma (Oma) – außerdem sagt er „Schwein“ durch grunzen.

1 Jahr & 5 Monate
Nana (Banane), Nanana (Ente), Mu (Mund), Ado (Auto), waa (warm/heiß), Wa (Wasser), Ba (Baum), Bu (Bus), Mäh (Schaf, Ziege), A (auf, zu, an, ab, aus)

1 Jahr & 6 Monate
Niaaa (Miau), A i (Esel), auf, Eis, heiß, Ei, Awa (Apfel), baba (baden, Bad) – außerdem sagt er „Fisch“ indem er den Mund auf und zu macht

1 Jahr & 7 Monate
Miau, wauwau, krah krah (Krähe), Mi (Milch), Uh uh (Affe), Huhuh (Eule), Titi (Kikeriki), tata (tatü tata), brubru (brumm, Bär), Siih (Musik, singen), Ba (Bahn), a Pu (ein Pups), Bibi (Baby), dru (drücken), Ama (Oma), Mami, Ami (Omi), Apa (Opa)

1 Jahr & 8 Monate
Bra (Traktor), wamm (warm), Amm (Arm), Popo, Fafab (Pfeif ab! :D), Batta (Bagger), brumm, Momom (Mülleimer, Müllauto), bam (Tür zu), Eabea (Erdbeere, Blaubeere), Bobom (Kirche, Kirchenglocken), Kran

1 Jahr & 9 Monate
Wasser, och (kochen), Amna (Tomate, Banane), Miis (Müsli), fuisch (frisch), Tati (Kita), Do (Klo), Du (Stuhl), Puppi (Püppi), mainmain (male male), Huja (Julian = ein Kitakind), Ato (Aco = ein Kitakind), Nuss, Mussel (Muschel), Wuust (Wurst), Bone (Birne, Bohne), Hann (Hand), Fuis (Fuß), Biene, Hose, Bein, Hase, Baum, Auto, Bus, Moon (Mond), da anne (der/die/das Andere), hoch, Achua (Raupe), Haat (Herz), Daan (Stern), Suu (Schuh), Soso (Socke).

Was sich überhaupt  nicht geändert hat von Anfang an, ist „Ma“ für Schnuller. Wie er darauf kommt, ist mir schleierhaft. :D

Moussaka. Oder: Wenn man sich für ein Mittagessen den Arsch aufreißt.

Also, ich wollte schon immer mal Moussaka machen. Wenn wir zum Griechen gehen, wähle ich fast immer dieses Gericht, weil ich es einfach geil finde. Vorletzten Samstag hatte ich mir dann eben endlich mal ein Herz gefasst und mich rangetraut. Dass es ein „bisschen“ aufwändig ist, wusste ich ja schon, aber dass ich 2,5 Stunden in der Küche stehen würde für einen AUFLAUF, hatte ich so irgendwie nicht erwartet. Aber hey, es war wirklich unglaublich lecker und mir persönlich hat es sogar besser geschmeckt, als beim Griechen. Wir waren nämlich direkt am Sonntag dann beim Griechen essen (Timing ist nicht so meine Stärke) und ich hab den Direktvergleich gehabt. Und damit ich nicht vergesse, wie mir mein Moussaka so gut gelungen ist, versuche ich mal, meine Anstrengungen hier Revue passieren zu lassen. ;) Ich hatte nämlich zwei Rezepte bei Chefkoch.de rausgesucht und die so’n bisschen nach Gutdünken kombiniert…

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Zutaten (ca. 6 Portionen):
600g Kartoffeln, 400g Auberginen, 500g Hackfleisch gemischt, 2 Schalotten, 3 Knoblauchzehen, 1 große Dose geschälte Tomaten, 2 Eier, 180g Schafskäse, 40g Butter, 40g Mehl, 375ml Milch, 1 Zitrone, 1 Lorbeerblatt, 1/4 TL Zimt, Olivenöl, Pfeffer, Salz, Muskat, Petersilie, Tomatenmark, Oregano, Zucker, Cayennepfeffer, Paprikapulver

Zubereitung:
Auberginen in Scheiben schneiden, mit etwas Salz würzen und mit Olivenöl beträufeln. Erst bei 160°C Umluft etwas trocknen lassen (20 min), dann ganz nach oben schieben und nochmals 15 min bräunen lassen (mit der Grillfunktion geht’s am besten). Zeitgleich die Kartoffeln schälen, in dünne Scheiben schneiden und in Olivenöl braten, bis sie eine gute Bräune erreicht haben.
Alles beiseite stellen und nun in einem Topf etwas Öl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten, dann das Hackfleisch zufügen und anbraten, bis es krümelig ist. Dosentomaten etwas zerkleinern und hinzufügen. Mit Lorbeer, Zimt, Salz, Pfeffer, etwas Cayennpfeffer, Paprikapulver, 1 Prise Zucker und Muskat würzen. So lange köcheln, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Dann fein gehackte Petersilie und etwas Tomatenmark unter das Fleisch rühren. Das Lorbeerblatt entfernen, den Topf vom Herd nehmen und 1 Ei unterrühren.
In einem weiteren Topf die Butter zerlassen. Mit Mehl bestäuben und kurz anschwitzen. Die Milch zugießen und unter Rühren einkochen lassen, bis eine dickflüssige Konsistenz erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer, etwas Zitronensaft und Muskat abschmecken. Den Schafskäse zerbröckeln und in die Bechamelsauce einrühren. Den Topf vom Herd nehmen und 1 Ei unterrühren.
Den Boden einer Auflaufform mit einer Schicht Auberginen auslegen, salzen und mit Zitronensaft beträufeln. Dann Kartoffelscheiben auf die Auberginen schichten. Darauf die Hackfleischmasse geben, sowie nochmals mit Auberginenscheiben belegen, diese wieder salzen und mit Zitronensaft beträufeln. Die restlichen Kartoffelscheiben darauf schichten und alles mit der Soße übergießen.
Mittlere Schiene, 180°C, 45 Minuten. Herrlich! :)