1 Woche „heeme“

Wir haben Urlaub. Also, MTM hat Urlaub, da ich ja (noch) nicht wieder in Lohn und Brot stehe. Aber für mich ist das auch Urlaub, wenn ich tagsüber nicht mehr allein verantwortlich für den kleinen Pups bin. Und da wir die erste Urlaubswoche auch noch in  meiner Heimat, bei meiner Mutti, verbrachten, war es gleich noch mal mehr wie Urlaub für mich. Da brauche ich dann fast nix machen, Pups‘ Omi kümmert sich liebend gern um frische Windeln, Schlafenlegen, Baden, Bücher angucken, Spazieren usw. usf.. :) Nur am ersten Tag nach unserer Ankunft musste MTM nochmal als alleiniger Babysitter herhalten, ansonsten konnten wir uns entweder zu zweit oder doch zusammen in Familie eine schöne Zeit machen:

Freitag, 11.8.17
Tagsüber war erst einmal ausruhen angesagt, schließlich hatten wir eine schreckliche Nachtfahrt mit 2 Stunden Stau und Ankunft kurz nach 3 Uhr morgens hinter uns. Und für den Abend musste zumindest ich fit sein, denn es ging zum drölfzigsten Mal mit meiner Mutti, Tante und meinen Cousinen zu unserer geliebten Kaisermania ans Dresdner Elbufer. ♥


Samstag, 12.8.17 & Sonntag, 13.8.17
Beide Tage standen ganz im Zeichen der Hochzeit meiner Freundin, die wir am Samstag feierten und am Sonntag verkrafteten. ;) Das Frühstücken und Aufräumen am nächsten Morgen/Mittag war aber auch noch lustig, erst am frühen Abend waren wir wieder zu Hause bei meiner Mutti und unserem Kind.

Montag, 14.8.17
MTMs 37. Geburtstag! Wir hatten einen ruhigen Vormittag und nach dem Mittagsschlaf des Kleinen besuchten wir gemeinsam mit meinem Onkel meine Tante bei der Reha. Dort war die Wiedersehensfreude groß, wir spazierten ein Stück, versuchten mit dem Kleinen Schritt zu halten und gingen sehr lecker italienisch essen. Am Abend gab es noch einen kleinen Umtrunk ganz in Familie auf der Terrasse, während das Kindchen friedlich schlief.


Dienstag, 15.8.17
Wir hatten einen kompletten Tag in Dresden mit meiner Cousine, ihrem Mann und ihrem Baby-Söhnchen vor uns, auf den wir uns sehr freuten. Nach anfänglicher Fremdelei und der üblichen Baby-Kleinkind-Angst wurde unser Kleiner dann auch endgültig warm mit allen Beteiligten, was einfach total schön anzusehen war. Wir trafen uns morgens in der Dresdner Neustadt auf einen leckeren Kaffee und ließen uns danach für ein ausgiebiges Picknick und den Mittagsschlaf der Kinder im Großen Garten nieder. Dann trennten sich unsere Wege nach Geschlechtern: Die Jungs gingen in den Zoo, wir zwei Mädels gingen zu einer Stadtführung. Nach einer Stunde seilten wir uns von dieser mit einer Ausrede ab, weil uns an diesem heißen Tag ein kühles Radler und vor allem ein wenig Zeit zu zweit zum Quatschen plötzlich sehr viel attraktiver erschienen. Erst um 18:30 Uhr verließen wir Dresden, ich ging gleich im Anschluss zu meinem bei jedem Heimataufenthalt obligatorischen „Hühnertreffen“ und MTM ließ sich bei dem Mann einer meiner Hühner mit ein paar Bier im Schlepptau nieder. Das Kindchen blieb gerne bei „Ama“ (=Oma♥).


Mittwoch, 16.8.17
Der Tag begann sehr regnerisch und grau, aber trotzdem erfüllte mein Mann seine Schwiegersohn-Pflichten und ackerte bis nachmittags im Garten (Hecken schneiden, Sträucher absägen & Co.). Am Vormittag fuhren Mutti, Kindchen und ich mal ins neue Outletcenter, um für den Kleinen Klamotten zu kaufen. Im Buchladen besorgte ich noch ein Geschenk und natürlich auch ein Buch für das Kind, davon kriegt er nie genug. Nach dem Mittagsschlaf „half“ auch er dann mit im Garten, denn ganz unerwartet kam die Sonne doch noch raus. Den trockenen Abend nutzten MTM und ich dann noch einmal für uns, denn so schnell werden wir demnächst keinen abendlichen Babysitter haben. Wir besuchten meine Hühnerfreundin und ihren Mann, mit dem MTM schon am Vortag das Vergnügen hatte. Wir hatten einen herrlichen Terrassenabend und mussten uns für die Rückfahrt ein Taxi nehmen. ;)

Donnerstag, 17.8.17
Erstmal passierte nicht viel bei uns. Meine Mutti hat uns diesmal ein richtiges Ausschlafen gegönnt. Sie schlief die ganze Woche zusammen im Zimmer mit unserem Sohn und wir alleine im Schlafzimmer. Aber diesmal ließ sie ihn uns nicht mal um 7:30 Uhr wecken und bestand auch nicht auf ein gemeinsames Frühstück. Das war sehr lieb und uns wirklich nicht unrecht nach dem vorangegangenen Abend. ;) Am Nachmittag fuhren wir alle gemeinsam in die nächste Stadt in ein hochgelobtes Eiscafé, und das Kind bekam seinen ersten eigenen Eisbecher. Natürlich von mir zusammengestellt, eine Kugel Eis und Erdbeeren. Ich fand jetzt nicht, dass bei dem geilen Eisgenuss noch Sahne und Smarties und wasweißichnochalles mit drauf mussten, wo er doch gerade erst diese süßen Geschmäcker kennenlernt. Und schließlich bekam er auch ein wenig Sahne vom Papa ab. ;) Abends machten wir ein spontanes Grillerchen auf der Terrasse. Wir zauberten aus ein paar Bratwürsten und den vorhandenen Resten im Kühlschrank ein echt schönes Abendessen.

Und damit hatten wir auch einen schönen Heimaturlaubsabschluss. Am Freitag machten wir uns wieder auf den Weg nach Stuttgart, leider. Ich werde wirklich immer wehmütiger, mit jedem Mal. Wahrscheinlich auch, weil ich bald wieder arbeite und dann nicht mehr so frei längere Heimataufenthalte planen kann. Hilft eigentlich nur ein Umzug, aber wer weiß ob und wann dieser Fall eintritt.

Das Wochenende verbrachten wir recht unspektakulär, denn eigentlich sind wir schon wieder auf dem Sprung. Morgen geht es noch ein paar Tage in die andere Richtung in den Urlaub: MTM bekam von mir 4 Tage am Bodensee geschenkt. Wir freuen uns schon!

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12 von 12 im August – Hochzeitsedition

Ich bin spät dran mit meinen 12ern, aber dafür sind sie mal was ganz anderes. Oft bisschen unscharf, da auf die Schnelle mit dem Handy gemacht, aber immerhin voller Glück. Liebesglück! :)

Nach dem Frühstück gleich im Bad verschwinden und das große Beautyprogramm starten.

Den feinen Zwirn anziehen, denn heute wird geheiratet!

Noch schnell den Wasserhaushalt regulieren, mit dem schönen Becher vom schönen Konzertabend gestern. 

Die kommunikative Überlandfahrt durchs Brandenburger Land zu viert und ohne Kind über die Bühne bringen.

Am Ziel angekommen, nach altem Brauch als Hochzeitsgesellschaft mit dem Brautpaar zur Kirche laufen. 

Hier und da ergreifend, hier und da lustig und locker – das war eine schöne Zeremonie.

Im Autokorso beim Festsaal ankommen und erst mal alles begutachten. 

Find ich auch!

Die Speisekarte lässt den Zahn tropfen, zu Recht, es war köstlich!

Selfies müssen sein, solange die Frisur und die Schminke noch sitzen. ;)

Ein Wasser zwischendurch hält fit und verringert den Kopfschmerz am nächsten Tag. ;)

Und ein bisschen schummeln muss auch mal erlaubt sein: Dieses Bild von dem Rest der Hochzeitstorte ist erst heute, beim Frühstück, entstanden. 

Die anderen Mitmacher findet ihr wie immer bei Caro.

Papas Linseneintopf

Mein Papa hat in unserem Leben eine große Lücke hinterlassen, die sich niemals schließen wird, niemals. Manchmal habe ich Momente, da kann ich es auf einmal wieder nicht fassen, was ihm und unserer Familie widerfahren ist. So ein Moment ist gerade, und das ist auch genau der richtige Moment, um meinem Papa hier zu gedenken. Ja, mit einem banalen Rezept. Warum nicht? Wir alle denken ständig an ihn, in jeder Situation, und vor allem in Situationen, die uns dann echt traurig machen. Aber wenn ich Linseneintopf esse, der nach seinem Rezept gekocht ist, dann muss ich mit einem Lächeln an ihn denken. Gut, gerade beim Schreiben jetzt, ist mir gar nicht nach lächeln zumute. Aber so ist es eben, das gehört dazu zum Vermissen und Trauern, wenn man den Menschen so geliebt hat, wie ich meinen Papa geliebt hab.

Zutaten:
1 Stk. Kasseler, 2 Knacker, Suppengrün, 1 Packung Tellerlinsen, Kartoffeln, 1 Zwiebel

Zubereitung:
Den Kasseler mit dem Suppengrün (gewaschen, ungeschnitten) und der Zwiebel (geschält, ungeschnitten) weich kochen. Alles aus der Brühe herausnehmen und die Linsen darin kochen bis sie weich sind. Nebenher ein paar geschälte Kartoffeln in Stückchen bissfest kochen. Die Linsen schon beim Kochen abschmecken mit Salz, Pfeffer, Essig und Zucker. Zum Schluss noch kurz die Knacker in Scheiben mitkochen lassen. Wenn die Linsen weich sind (bei mir sind sie bissfest, ich mag das so), werden das kleingeschnittene Kasselerfleisch sowie die Möhren vom Suppengrün in Scheibchen dazugegegben. Fertig. Mein Papa hatte das ganze noch ein bisschen angedickt mit einer sogenannten „Mehlanbrenne“. Das habe ich aber gelassen, weil es als klarer Eintopf auch lecker und dann nicht ganz so schwer und fettig ist.

So, das war eine typische Beschreibung nach Bellona-Art. Wir sind ja hier nicht bei Chefkoch.de. ;) Und mein Kind liebt dieses Gericht heiß und innig, letztens hat er richtig irre gelacht, als er das vorgesetzt bekam. :D Mein Papa würde vor Stolz platzen!

Die Woche war…

…Sommer pur.

Gesehen.: Unsere Freunde mal wieder seit langem, zu unserem heutigen Sonntagsgrillerchen.
Gehört.: „Siiih“ (sagt mein Kind zu Musik).
Gelesen.: Reichlich Seiten meines Island-Krimis.
Getan.: Einen heißen Sommertag mit meinem Kind im Park verbracht, mit Picknick und Mittagsschlaf auf der Decke.
Gegessen.: Köstliches Gegrilltes.
Getrunken.: Viel kalten Wein in der Stadt in einer lauen Sommernacht bis morgens halb 4.
Gefreut.: Über unseren kleinen Garten hinterm Haus, den wir diesen Sommer ausgiebig nutzen.
Geärgert.: Über die vielen anstrengenden Momente mit dem kleinen Trotzkopf.
Gelacht.: Auch immer mal. :)
Gedacht.: ‚Woher kommt diese Energie, mit einem Kater und nur 3,5 Stunden Schlaf die Bude stundenlang zu putzen?‘
Geplant.: Einen Dresden-Tag mit meiner Cousine/MTEs Patentante und ihrer kleinen Familie.
Gekauft.: Allerhand für die Kita-Ausstattung.

Freitagsfüller

Freitagsfüller

  1. Wie kann ich mir nur mehr Gelassenheit in bestimmten Situationen aneignen?

2. Ich gehöre zu den Frauen, die sich ihre Blumen selbst kaufen (müssen).

3. Meine Haare lasse ich mir einiges kosten und auf diesen Luxus kann ich nur schwer verzichten.

4. Mein Kind die ganze Woche allein zu entertainen, fällt mir schwer und es klappt auch nur so mittelprächtig.

5. Meine liebsten Früchte sind jetzt Blaubeeren, Kirschen, Erdbeeren – in der Reihenfolge.

6. Frieren, was war das nochmal?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Stadt, die laue Sommernacht, ein paar Drinks und meine Freundin, morgen habe ich geplant, ein paar kind- und mannfreie Stunden möglichst effektiv zu nutzen und Sonntag möchte ich eine gute Gastgeberin sein, wenn unsere Freunde zum Grillen und Chillen zu uns kommen.

Märchenhafter Sonntag

Wir haben am Sonntag mal wieder einen Familienausflug gemacht. Das kommt so oft gar nicht vor, weil wir uns normalerweise eher gegenseitig freie Zeit verschaffen, indem wir uns mit dem Kleinen abwechseln. Ich profitiere meistens am Wochenende davon, ja, aber MTM profitiert, wenn ich mehrere Tage in meiner Heimat bin mit dem Kleinen oder wenn er abends ausgeht mit Kumpels und am nächsten Tag verkatert ist. Und er profitiert auch davon, dass ich in diversen kindfreien Stunden die Bude putze, Essen koche usw.. Diesmal hatten wir beide keine Zeit für uns, aber Zeit mit uns und zusammen mit unserem Kindchen.

Bis wir aber erstmal am Ziel waren, war Hektik angesagt. Ich durfte etwas länger pennen (bis halb 8), aber die Jungs hatten versäumt, das Frühstück schonmal vorzubereiten. Ein Familienfrühstück mit Ei (liebt das Kind wie Sau) und allem gehört für mich zum Sonntag dazu. Sonst frühstücken wir nie zu dritt und MTE und ich essen jeden Tag zusammen Müsli morgens, da muss auch mal ein bisschen Abwechslung her. Nun gut, das Frühstück dauerte dann auch seine Zeit und dann mussten wir uns auch noch alle tagesfertig machen. Zudem galt es, die Kühltasche für unser Mittagspicknick vorzubereiten. Das Kind ist aktuell echt unausgeglichen und trotzig und plärrt wegen jedem Scheiß, der ihm gegen den Strich geht – und verbreitet damit noch zusätzlich Hektik und schlechte Laune. Ich sah den Tag schon den Bach runtergehen. Statt um 9 kamen wir dann 10:45 Uhr los und um 11 schlief das Kind im Auto. Auch geil, wenn man nur 30 Minuten fährt und das mit dem Mittagsschlaf eigentlich anders geplant hatte (im Buggy, während Mama und Papa auf einer Bank sitzen und Eis essen oder so). Als wir angekommen waren, merkten wir, dass wir den Buggy vergessen hatten. Dieser war aber unabdingbar, wir waren vollgepackt und das Kind muss da halt auch ab und zu mal rein, wenn es nicht mehr laufen will oder wenn wir schneller vorankommen wollen. Also, Buggy nicht dabei, Kind schlief noch, sind wir halt zurück gefahren. Ääätzend! Beim Einladen des Wagens wurde dann auch das Kind wach, nach nicht mal einer Stunde „Mittagsschlaf“. Das konnte ja heiter werden.

Als wir dann endlich wieder am Ort des sonntäglichen Geschehens waren, machten wir kurzen Prozess, suchten die nächstbeste schattige Parkbank und aßen erst mal unser Mittagessen. So kamen wir auch schön runter und der eigentliche Ausflug konnte eeendlich starten:

Durchs „Blühende Barock“ in Ludwigsburg gingen wir nur schnell durch, denn unser eigentliches Ziel war der zugehörige Märchengarten – ein Paradies für Kinder! Und auch unseres hatte seine Freude, zwischen diversen Motzattacken. ;) Wir fuhren zusammen Boot, gingen durch einen Irrgarten, aßen Eis, gingen Rapunzels Turm herunter, fuhren Eisenbahn… Es war ein heißer Tag und es war anstrengend, aber es war auch sehr schön! Die Hektik des Vormittags war schnell vergessen und wir hatten diesmal gut vorgesorgt mit vollen Wasserflaschen und unserem mitgebrachten Essen. Nach 4 Stunden waren wir alle kaputt und auch mit allem durch, da waren wir dann sogar ganz froh, dass wir nicht schon um 9 dort waren. So ein Nachmittag zieht sich dann ja auch, mit Kindchen, das hatten wir ja schon mal thematisiert.

Wir hatten einen schönen, unperfekten Familiensonntag. Ich frage mich manchmal, ob andere Familien das besser hinkriegen oder ob diese ganze Hektik und das alles wohl einfach dazugehören?! Aber letztlich ist immer wichtig, was man aus seiner Situation macht. Diesmal gelang uns das super. Und am Abend gab es dann das samstags von mir schon vorbereitete (und verfluchte) Kalbsfrikasse, völlig stressfrei, weil es eben schon fertig war und vor allem uns allen geschmeckt hat. Das Kind ging früh ins Bett (Vorteil von wenig Mittagsschlaf) und MTM und ich chillten mit’nem kalten Bier auf der Couch. So muss es laufen. :D

Im Übrigen…

…ist der Ausquartierdrops bis auf weiteres gelutscht.

…fühlt sich das bedingungslose Hören aufs Bauchgefühl restlos richtig an.

…traue ich mich fast nicht, zu gestehen, dass ich so langsam den Hausfrau-Mutti-Job satt habe.

…hab ich trotzdem Zweifel und Gewissensbisse wegen der baldigen Kita-Aufnahme.

…habe ich neulich zum ersten Mal köstliches Kalbsfrikassee gekocht, aber mich für die Idee verflucht.

…ist es nun doch ein kleiner Klopper geworden.

…fühlt sich ein Friseurbesuch für mich wie eine kleine Wiedergeburt an – jedes Mal.

…führe ich To-Do-Listen, die ungelogen seit Januar 2017 exakt gleich aussehen – ohne auch nur einen Haken an irgendeinem Punkt.

Ich schwöre, ich feier mir den Arsch ab!

Das war mein Motto zum diesjährigen Schwörmontag im schönen Ulm. Logisch, dass wir auch in diesem Jahr wieder dabei waren, nunmehr zum dritten Mal. Beim ersten Mal war ich schwanger, da war die große Attraktion, das „Nabada“ natürlich absolut erlebnisreich, jedoch war das Stadtfest im Anschluss eher ein Trauerspiel für mich. Damals schworen wir uns aber, ganz im Sinne des Schwörmontages, dass wir im darauffolgenden Jahr zurückkommen und es irgendwie ermöglichen werden, dass wir mitfeiern können. Das taten wir auch, wir holten meine Mutti als Babysitter nach Stuttgart, buchten ein Hotelzimmer und verbrachten unsere erste Nacht ohne Kind in Ulm beim Schwörmontag.

Tja, und Traditionen müssen ja gepflegt werden, vor allem, wenn man sie so geil findet wie wir diesen Ulmer Feiertag! Wir hatten das diesmal schon von langer Hand geplant: Mutti hatte frühzeitig Urlaub genommen und Flüge nach Stuttgart gebucht, ich hatte frühzeitig ein Hotelzimmer reserviert für meinen Mann und mich. Und so düsten wir am Montag wieder nach dem Mittagessen los, bei totalem Mistwetter, kamen in Ulm an, bei totalem Mistwetter, saßen dann auch schnell auf einer der Tribünen an der Donau, unter grauen Wolken… Und dann ging es los, unter strahlendem Sonnenschein. :D

Wir hatten sehr lustige Sitznachbarn und irgendwie war meine Flasche Prosecco nach einer Stunde auf dieser Tribühne auch schon leer, da war ich selber ganz erschrocken. Aber hey, zum Feiern waren wir gekommen, und das geht prima mit Prosecco im Kopf. Erstmal wollten wir aber eine Grundlage schaffen und gingen was essen, was sich als gute Entscheidung herausstellte: Beim nächsten großen Regenguss blieben wir trocken. Später tröpfelte es nur noch ganz leicht ab und zu, das tat der Feierlaune keinen Abbruch. Nach dem Essen waren wir jedenfalls sowas von bereit und so streiften wir durch die Ulmer Innenstadt von Bühne zu Bühne. Übrigens ist das das beste Stadtfest, was ich je erlebt habe, und ich habe schon einige Stadtfeste erlebt. Da muss ich erst nach Ulm kommen, um das sagen zu können, unfassbar.

Wie auch im Vorjahr verging die Zeit wie im Flug und wie auch im Vorjahr besuchten wir zuletzt die große Bühne, um dort die letzte Stunde noch abzufeiern zu den Klängen einer Coverband. Einer sehr guten Coverband, mit sehr guter Musikauswahl. Es war fantastisch, ja, ich hab eingehalten was ich mir geschworen hatte. Und diesmal sogar ohne Hüftzerrung, dafür aber mit einer ganz schön großen Mieze im Kopf am Folgetag. Aber was soll’s, wir hatten kein Frühstück gebucht und das Zimmer bis 12 Uhr. Paket sorgenfrei. :)

Freestyle

Meine Mutti ist gestern hier angekommen und bleibt für ein paar Tage. Es ist einfach schön, sie hier zu haben, das findet natürlich auch ihr Enkelsohn. Er schläft wieder bei ihr, also im Reisebettchen in seinem Zimmer, sie daneben auf der Schlafcouch. In dem Reisebtt in seinem Zimmer macht er auch seinen Mittagsschlaf meistens. Nun überlegen wir, die Gelegenheit zu nutzen, und ihn nun auszuquartieren. Das heißt, wenn meine Mutti wieder weg ist, wollen wir ihn weiterhin abends in sein Zimmer legen und schauen, wie er es auffasst, dass er morgens allein ist. Nachts schläft er in den allermeisten Fällen durch. Sein richtiges Bett steht ja noch bei uns im Schlafzimmer, weil wir das schön finden. Deshalb fällt es uns auch schwer und wir hadern noch mit uns, ob wir das wirklich machen wollen. Wir sind einfach gerne zusammen, zu dritt, in der Nacht. Und es ist schön, wenn er morgens die Augen aufschlägt und ganz ruhig daliegt und uns beobachtet, bis wir auch die Augen aufmachen. Dann freut er sich und springt auf und will rüber zu uns ins Bett zum Kuscheln. Echt schön. Allerdings gehe ich ja bald wieder arbeiten und dann stehen MTM und ich um 5 auf, da wäre es sehr praktisch, wenn er nicht auch aufwacht vom Wecker und wir wenigstens noch ein paar Minuten haben. Aktuell wird er mal wach vom Wecker und mal nicht. Spätestens um 6, meistens eher halb 6, ist bei ihm eh die Nacht rum. Momentan ist aber eben noch Zeit zum Kuscheln und rumliegen da, ab Oktober muss er dann halt mit aufstehen. Nun, wie dem auch sei, wir werden es nun wohl mal probieren. Mit Babyfon auf dem Nachttisch und vielen Schritten, wenn doch mal was ist. Eigentlich will ich es nicht. Aber uneigentlich muss es wohl mal sein…

Gerade sind Mutti, MTM und der Kleine untewegs für ein paar Besorgungen. Die Gunst der Stunde nutze ich mal für einen schnellen Kaffee und diesen undurchdachten Blogeintrag, aber gleich muss ich wieder in die Küche, um das Mittagessen vorzubereiten. Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich über Muttis Besuch sehr freue? Gestern saßen wir lange auf dem Balkon mit unseren Weingläsern und haben geschwatzt. Heute wird das wahrscheinlich auch nicht anders werden. Wir werden abends essen gehen und es uns dann hier zu Hause gemütlich machen. Morgen ist dann ein großes Familientreffen angesagt, schon wieder verbunden mit einem Restaurantbesuch. Und am Montag und Dienstag hat MTM Urlaub, da hauen wir wieder ab, wie letztes Jahr. Das war damals unser erster kindfreier Ausflug mit Übernachtung, das erste Mal dass der Kleine eine Nacht nur mit seiner Oma verbracht hatte. Sie war auch damals extra deswegen angereist, um uns das zu ermöglichen. Diesmal ist es genauso. Wir fahren wieder nach Ulm, feiern uns die Ärsche ab, fallen ins Hotelbett und pennen richtig aus, denn Frühstück  haben wir extra nicht dazugebucht. Ich freu mich sehr auf die Zeit nur mit meinem Mann. ♥

Zack! Themawechsel. Ich brauche eine neue Digitalkamera. Ich hatte diesen Kaventsmann hier, den ich echt super fand. Leider ist das Ding nach 3,5 Jahren kaputt gegangen, ich hab aber durch eine Garantieverlängerung und den Verkauf des defekten Geräts bei Ebay fast die Kohle wieder drin, die ich damals ausgegeben habe. Nun hatte ich überlegt, mir nur ein neues Handy zuzulegen (ich brauche da auch eins, meins hat die Spider-App) mit einer superduper Kamera drin. Meistens fotografiere ich eh damit. Aber da es mir ehrlich gesagt auf den Sack geht, ständig das Handy vor dem Kind in der Hand zu haben und vor allem auch erst rumzutippen, bevor die Kamera aufgeht, hab ich mich nun umentschieden. Die Smartphones, die mir zu Zeit vorschweben, sind sowieso unverschämt teuer, da warte ichmal noch bis zu meinem Geburtstag im Dezember, bis dahin hab ich noch bisschen Geld dafür gespart (mache ich per PayPal, ich spare alles Geld was ich durch Ebay-Verkäufe kriege) und kriege auch noch Geburtstagsgeld, vermute ich mal. So, jedenfalls will ich dann jetzt erstmal eine Kamera. Die Handyfotos sind eben auch nie so gut, wie sie mit einer Kamera geworden wären, das ist einfach so. Und natürlich renne ich nicht den ganzen Tag mit der Digicam rum, klar, aber Schnappschüsse mit dem Handy sind ja auch okay. Besondere Begebenheiten fotografiere ich jedoch lieber richtig: Feiern, Ausflüge, Urlaube. Und die „12 von 12“ übrigens auch. :D
Kann mir denn nun jemand helfen? Nutzt noch jemand eine Digicam und kann mir ein Modell empfehlen? Ich fand an der Sony den krassen Zoom super, aber ganz so viel muss es trotzdem nicht sein. Ich will tolle, klare Fotos und vor allem auch vernünftige Aufnahmen in dunkleren Räumen oder abends. Das konnte die Sony ganz gut, aber auch noch nicht so richtig gut. Sie war mir, so im Nachhinein betrachtet, dann doch auch etwas zu klobig. Ich hätte es gerne handlicher.

So. Nun muss ich in die Küche, die Pflicht ruft, gleich sind meine Leute wieder da und wollen reinspachteln. :D

Das Wochenende in Bildern

Huch, schon wieder Montag. Gestern wollte ich diesen Eintrag eigentlich noch abends schreiben und hier mal wieder nach langer Zeit ein bisschen bei meinen Blogfreunden lesen. Pustekuchen. 21:17 Uhr lag ich im Bett, passend zu meiner Hüftzerrung, wie ein altes Omchen.

Inspieriert durch Mama will Schoko mache ich nun auch mal so einen bebilderten Wochenendeintrag. Finde ich ganz cool, les und gucke ich bei ihr auch gerne. :)

Samstag:

MTM und ich hatten fast den ganzen Tag frei, weil wir im Vorfeld schon seine Tante als Tagesmutti organisiert hatten. Das war nun eine Tante, bei der MTE noch nie alleine war, aber es lag uns sowieso am Herzen, das mal auszuprobieren, weil sie eben auch eine sehr aufopfernde Person ist – die Tochter von MTMs herzensguter, leider nicht mehr lebenden Oma eben. Von 9 bis 18:30 Uhr kümmerte sie sich total süß um den Kleinen, hatte schon alle Mahlzeiten vorbereitet, hatte Pläne geschmiedet für den Tag, hat das ganze alte Spielzeug ihrer Tochter geputzt und bereitgestellt, hat ihr Bett für den Mittagsschlaf frisch bezogen… Und es lief absolut problemlos. Das war so schön für uns, vor allem weil sie selbst so entspannt war, als wir den Kleinen nach dem Abendbrot abholten. Sie hatte all ihren Kram, Hausarbeiten und sonstwas, links liegen lassen und sich ihre ganze Zeit für ihn genommen. Das ist für so kleine Scheißerchen doch das Größte. Nicht mal den Schnuller brauchte er, außer zum Schlafen. Gut, nun aber zu den Bildern, zu UNSEREM Tag:

Zuerst fuhren wir nach Pforzheim, um unser neues Auto abzuholen:

Als wir wieder in Stuttgart ankamen, war es schon wieder früher Nachmittag und wir hatten  noch 4 Stunden Zeit, die wir im ältesten Stadtteil Bad Cannstatt verbringen wollten.

Dort besuchten wir zunächst den unserer Meinung nach schönsten Biergarten Stuttgarts, direkt am Neckar.

Und anschließend trieb es uns zu einem frühen Abendessen zum Griechen, und zwar einer, den ich mal empfohlen bekam und schon lange mal ausprobieren wollte. Hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Das Kindchen mache beim Schlafenlegen, wie schon seit recht langer Zeit (auf Holz klopf!) keine Anstalten, und wir hatten nun schon wieder Zeit für uns. Die verbrachten wir ganz unspektakulär auf der Couch. :)

Sonntag:

Von diesem Tag gibt es tatsächlich nur ein Foto: Vom Garten in den Weinbergen, der MTMs Cousin gehört und in dem ein Grillerchen veranstaltet wurde. Diesmal war die andere Familienseite dran und auch sie kümmerten sich alle lieb um den Kleinen. Mama und Papa konnten also schön mit der Partycrowd (die mit bei Jan Delay war) abhängen. :D