12 von 12 im Oktober

Nach 2 Jahren war das heute zum ersten Mal wieder ein Zwölfter, an dem ich arbeiten war. :) Schaut euch auch gerne ein paar andere Teilnehmer des Projekts bei Caro an. Und hier kommen meine 12 Fotos vom 12. Oktober:

Kaffee für die Fahrt, Wasser, Frühstück, Mittagessen, Obst und ein Einhornlolli für die Kollegin: Alles eingepackt für den Arbeitstag! :)

Der Monsterrucksack vom Söhnchen ist natürlich auch fertig gepackt, damit die Oma das nicht machen muss, bevor sie ihn zur Kita bringt.

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Die Strafe fürs morgendliche Trödeln, denn wer erst 6:16 Uhr losfährt, steht wahrscheinlich 10 Minuten später im Stau. :/

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Um 9 ist dann der zweite Kaffee eingeatmet, diverse Kollegengespräche sind geführt und die Mails sind gecheckt.

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Zum Feierabend schnell zum Auto und weg, ich hab Überstunden gemacht und muss noch einkaufen. Zum Glück ist meine Mutti da und hat den Kleinen längst wieder aus der Kita geholt.

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Erst Lidl, dann noch schnell beim Bäcker vorbei.

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Ein schneller Abwasch, mehr ist nicht zu tun, wenn meine Mutti da ist. :)

Zum Abendessen gibt es heute zwei getrennte Lager: Vater und Sohn kriegen Pasta mit selbstgemachter gelber Tomatensoße (die man unterm Käse nicht so gut sieht ;D)…

…Mama und Oma hauen sich sehr gesunden „Handkäs‘ mit Musik“ rein, bei Lidl entdeckt und für gut befunden. :)

Wenn meine Mutti hier ist, ist auch die Wäsche immer frisch gemacht. ♥

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Des Kleinen Vesperbox für morgen hab ich selbst in die Hand genommen.

Den letzten Abend vor dem Abflug meiner Mutti mir ihr genießen.

 

 

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Freitagsfüller Jobedition

1. Nichts und niemand bekommt mich dazu mit Schwung und Freude um 5 Uhr aufzustehen.

2. Morgens im Dunkeln zur Arbeit zu fahren, erinnert mich daran, dass es jetzt Herbst ist.

3. Ich kann einfach nicht ohne morgendliches Schmusen mit dem Kleinen leben. (…und muss deshalb an den freien Tagen viiieeel nachholen.)

4. Gelassenheit im Job und Mut zur Veränderung sind zwei Sachen, die ich ausprobieren möchte.

5. Wenn das Leben dir Zitronen gibt, geh mit Salz und Tequila zu den wenigen Kollegen, die sich nicht wegen eines Schnäpschens zieren.

6. Die pflichtlose Unbeschwertheit allgemein ist eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meine Mutti ♥ , morgen habe ich geplant, Muttis Anwesenheit gleich mal auszunutzen und mit meinem Mann ins Kino zu gehen und Sonntag möchte ich mit Mutti und meinen Jungs was schönes unternehmen.

Gefangen bei Barbara

 

Langes-Wochenende-Geplänkel

Seit Sonntag stehe ich wieder in Lohn und Brot, aber erst morgen, am Mittwoch, geht’s wirklich richtig los. Ich denk jetzt einfach nicht weiter drüber nach, bringt ja auch nix, was muss das muss. Immerhin habe ich die letzten Tage vor der großen Veränderung perfekt genutzt.

Äußerst unvernünftig war ich am Freitag, als ich mit meiner Freundin in der Stadt ausgegangen bin und irgendwie erst morgens halb 7 mit völlig schmerzenden, abgetanzten Füßen wieder zu Hause war. Empfangen wurde ich von meinem gerade aufgestandenen Kind, der Horror! :D Ich durfte ins Schlafzimmer mit Ohropax verschwinden und nach dem Aufwachen bis abends alleine in der Wohnung vor mich hin leiden, während meine Männer einen Tagesausflug machten. Dafür hat mein Mann echt einen Orden verdient!
Der Samstag stand also ganz im Zeichen meiner Regeneration und abends ging dann MTM mit seinen Kumpels aus und ich hütete das Kind. Er kam aber schon um 12 wieder heim, sehr vernünftig, keine Ahnung wie man so sein kann. ;)
Am wunderbar sonnigen Sonntag war dann Familienzeit angesagt. Ich hab was schönes gekocht (Bolognese Spezial mit viel Gemüse), hab dann 3 Stunden mit meinem kränkelnden Kind kuschelnd Mittagsschlaf gemacht, während MTM die Zeit für sich nutzte, und dann düsten wir nachmittags mal in einen tollen Park. Der Herbst war richtig golden und ich habe mit meiner neuen Kamera wunderschöne Fotos gemacht. Diese haben einen separaten Eintrag verdient.
Am gestrigen Montag hatte MTM frei. Wir brachten trotzdem unseren Sohn in die Kita, einerseits weil er jetzt am Anfang nicht so lange „raus“ sein soll, andererseits, weil wir gerne mal was zu zweit machen wollten. Und das haben wir: Wir waren in Esslingen, wo wir frühstückten, shoppten und die Zweisamkeit genossen. Dann waren wir noch Lebensmittel einkaufen (ja, auch das ist mal ein Erlebnis, zu zweit haben wir das nicht mehr gemacht, seit MTE auf der Welt ist) und zum Mittagessen in einem tollen Café, das ich MTM schon lange Mal zeigen wollte. Es war ein schöner Tag, und so konnten wir gestärkt den Nachmittag mit unserem gerade sehr sehr anstrengenden Kindchen angehen. :)

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Heute zum Feiertag gibt’s selbstgemachte Hühnernudelsuppe, um die Abwehrkräfte der Familie zu stärken. Ansonsten liegt nichts weiter an, wir bereiten uns seelisch und moralisch auf morgen vor: MTM bringt MTE zum ersten Mal alleine in die Kita, und auch zum ersten Mal schon um 7:30 Uhr. Und ich verlasse zum ersten Mal seit fast 2 Jahren wieder morgens um 6 das Haus, um auf Arbeit zu fahren. Tschacka!

Kastanienbewegung 2017/18

Ich habe keine Ahnung, wie lange ich schon bei der herrlichen Blogaktion „Kastanienbewegung“ mitmache, so ein fester Bestandteil ist sie in meinem Leben geworden. Mittlerweile machen nicht mehr nur Blogger mit, sondern auch ganz normale Leute! ;) Meine Mutti und mein Papa haben sich davon ebenfalls anstecken lassen und wenn Mutti das hier liest, wird sie spätestens auch wieder dran denken und eine Kastanie suchen.

In diesem Jahr war ich gar nicht selbst meines Kastanienglückes Schmied, sondern mein kleiner Wirbelwind. Fast neben unserem Wohnhaus steht eine riesige Kastanie, mitten im Außenbereich eines Restaurants. Man hört es dort zur Zeit nur scheppern und ich glaube, kein Mensch kann gerade ruhigen Gewissens unter diesem Baum etwas essen oder trinken. Der ganze Hof ist voller Kastanien und täglich sieht man dort während der Schließzeiten Kinder herumspringen und Kastanien sammeln. Wir haben diese Woche spontan vorbeigeschaut, als gerade eine Angestellte die Blätter und Kastanien zusammenkratzte, um Ordnung für die nächste Öffnungszeit zu schaffen. Sie hatte nichts gegen die Sammelaktion meines Kindes, das völlig außer Rand und Band war und vermutlich ohne Weiteres bis zum Folgetag hätte sammeln können. :D

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Irgendwann musste ich dem ein Ende setzen, unter Protest natürlich, wie bei ihm aktuell üblich. ;) Zu Hause horten wir jetzt alle Kastanien in einer Duplo-Kiste und ich hab mir heute eine kleine, süße Handschmeichlerin herausgesucht, die mich nun durch Herbst und Winter in meiner Jackentasche begleitet. ♥

Wer ganz genau wissen will, was sich hinter dieser Aktion verbirgt, klickt einfach oben auf den Link und liest sich rein. Wer schon längst Bescheid weiß und mitmachen will, schreibt am besten einen Eintrag und präsentiert damit stolz seine Handschmeichlerin für die Winterjackentasche! Einen Link zu dem Eintrag solltet ihr der lieben Theo zukommen lassen, am besten hier als Kommentar. Sie ist die Erfinderin dieser wunderbaren Bewegung und freut sich über jeden, der mitmacht!

Jetzt isser wohl endgültig angekommen

Das wird nun vermutlich der letzte Kita-Eintrag, zumindest was die Eingewöhnung angeht. ;) Denn, am gestrigen Mittwoch ist es erstmalig geschehen: Das Kind hat nicht geweint morgens, als ich gegangen bin. Er war ja schon gut eingewöhnt, machte alles super mit, weinte nicht mehr im Laufe des Tages, aber morgens, da hatte er schon noch ein bisschen Herzschmerz. Das scheint nun vorbei zu sein und es fühlt sich so gut an. Denn er hat eindeutig die Kita in seiner täglichen Routine akzeptiert, fühlt sich wohl, hat Spaß. Auch wenn es sehr schwer war, ist es gut, dass er anfangs so doll geweint hat. Es musste einfach auch raus, es musste verarbeitet werden, das muss man ihm (und mir) doch auch zugestehen. So hat er in gewisser Weise auch das Tempo mitbestimmt und im Endeffekt sind wir jetzt alle schlauer: Es wird alles gut, es braucht nur seine Zeit und die entsprechende Geduld dazu.
Gestern hat er schon noch ein bisschen das Gesicht verzogen und Anstalten gemacht, loszuweinen, ich denke auch ein bisschen aus Gewohnheit. Aber er hat es nicht getan, hat sich gleich ablenken lassen und einfach akzeptiert, dass er nun dort ohne mich ist.

Heute kam seine kleine Freundin, vor der er bis vor kurzem noch solche Angst hatte, um die Ecke, als ich ihm gerade die Hausschuhe anzog. Sie war gestern nicht da. Er sah sie und erstrahlte! Er freute sich so sie zu sehen, nahm sie an die Hand und lief davon. Ohne sich nach mir umzudrehen. „Tschüss“ und Küsschen und alles hab ich ihm hinterhergeworfen, aber das brachte heute wohl nur mir etwas. ;)

Riesengroße Herbstliebe

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Mit unserer ersten hausgemachten Kürbissuppe ist die Herbstsaison bei uns eröffnet, und ich freu mich des Lebens! Ich hab plötzlich irgendwann angefangen, den Herbst total zu lieben. Er ist eigentlich meine Lieblingsjahreszeit geworden. Die frische Herbstluft zu atmen, ist toll. Das Sonnenlicht ist anders, so warm, nicht so stechend. Die Herbstfarben sind so schön stimmungsvoll. Es wird gemütlicher zu Hause, man schwitzt nicht mehr nachts und kann sich wieder so schön einkuscheln. Wenn es regnet, ist der Herbst für mich trotzdem noch voll okay, denn dann liebe ich mein kuscheliges Zuhause noch mehr. Ich gehe wieder gerne in die Badewanne. Die Eintopf- und Suppenzeit geht wieder los und so wärmen wir uns schön und lecker von innen. Also, ich bin ein Fan dieser Jahreszeit, wie man merkt. ♥

 

Schnipsel

Was man in wenigen Stunden kindfreier Zeit am Vormittag schafft, ist der Wahnsinn. Mir ging das schon bei 2,5-Stunden Kitazeit so, inzwischen sind wir bei 6 Stunden und ich drehe fast durch, weil ich plötzlich alles mögliche noch schaffen will und glaube, dass ich das mit der ganzen Zeit auch kann! Ich befürchte aber, ich übernehme mich mit meinen To-do-Listen.

Ach komm, was soll’s, hier ist meine lange Liste:
Steuererklärung (!!!)
Bude entrümpeln
Bude superdupergründlich putzen
Arbeitszimmer entrümpeln und putzen
Keller entrümpeln und putzen
Babykisten entrümpeln
Verkaufenswertes Zeug bei Ebay reinstellen
Restliches Zeug zum Sperrmüll oder in die Altkleidersammlung geben
Zahnarzttermin machen
Papierkram erledigen
Alten Papierkram ausmisten
Übergangsschuhe und Wintermantel shoppen
Zum Friseur gehen
Mit einer Freundin frühstücken
Geschenkeplanung Geburtstage/Weihnachten anfangen
Alleine in einem bestimmten Café sitzen und eine Weile lesen
Bloggen und Blogs lesen

Die Kita gefällt mir ganz gut. Die drei Erzieherinnen der Kleinen sind türkisch, italienisch und serbisch. Die anderen Erzieherinnen sind ebenfalls multikulti, natürlich auch deutsch. Der Umgang ist sehr liebevoll und den Kindern, die natürlich auch alle unterschiedliche Nationalitäten haben ist das ja eh so herrlich scheißegal.

Schräge Beobachtung in der Kita: Mutter parkt die Einfahrt zu, steigt augenrollend und im Pyjama (!) mit bröckeliger Schminke von gestern im Gesicht aus. Tochter steigt aus und hat ein sehr hässliches Tütü an (in solchen Momenten freu ich mich, einen Jungen zu haben) und quasselt irgendwas. Mutter rollt immer wieder mit den Augen. Mutter sagt zu der Erzieherin am Empfang: „Ey, heute hab ich frei, ich steig den ganzen Tag nicht aus dem Pyjama, ich hab so die Schnauze voll!“. Steigt wieder ins Auto, Kippe an und ab.

Schräges Gespräch mit unbekannter zweifacher Mutter auf dem Wochenmarkt. Ihre Aussage, die ich in keiner Weise forciert habe: „Ah, na dann werden unsere Kinder auch in der Schule nichts miteinander zu tun haben, haben ja alle ein ganz unterschiedliches Alter. Tja, man muss dann ja auch überlegen, ob man sie runter in die Ganztagsschule gibt und sie somit den ganzen Tag abschiebt, oder ob man sie hoch in die Vormittagsschule gibt und dann flexibel noch dazubucht, je nachdem wie man arbeiten möchte.“ Aha.

Internationales Kinderfest im Stadtteil nebenan. Mein Kind (1 Jahr und 8 Monate) wird auf dem Klettergerüst ohne Vorwarnung, ohne Grund, völlig bewusst und sehr doll gestoßen. So vorne gegen die Brust, mit beiden Händen. Von Timo, ca. 4 Jahre alt. MTM und ich total perplex und überrascht, trösten unser wie am Spieß brüllendes Kind, das sich total erschrocken hat und auch umgefallen ist. Mutter von Arschlochtimo: „Jetzt reicht’s, jetzt kommsch da runter.“ Arschlochtimo: „Nein!“. Ich ärgere mich, dass wir so überrumpelt waren, dass wir ihn nicht angeschnauzt haben, damit der mal von irgendeiner Seite’ne Ansage kriegt, dass man sowas nicht macht! Die Mutter steht wahrscheinlich heute noch an dem Gerüst und wartet dass er runterkommt. Wenn mein Kind sowas mal macht, ist Polen offen, echt.

 

 

 

Die Aussteiger

Am letzten Wochenende bin ich einfach mal aus meinem Leben ausgestiegen, mit Ansage. Schon einige Monate vorher hatte ich für meine Freundin und mich ein Appartment in einem Hotel gebucht, und zwar in der Mitte zwischen unseren beiden Wohnorten. Die Mitte ist der Wintersportort Oberhof in Thüringen, für jeden um die 280km zu fahren. Wir hatten viel geplant: Quatschen, essen, trinken, chillen. Dieses unsagbare Pensum haben wir auch tatsächlich bewältigt und nichts anderes gemacht. Nein, wir waren am Samstag nicht ein einziges Mal vor der Appartmenttür. Warum auch? Wir hatten am Freitag haufenweise süßen und salzigen Schweinkram eingekauft, hatten Sekt, Havana, Cola, Kippen und uns. Frische Luft gab’s auf dem Balkon, Gemütlichkeit auf der Couch, Wellness im Bad. Ja, ein bisschen Beauty gehört zum Chillen dazu, ich hab eine Wellnessecke errichtet und wir machten unsere Behandlungen einfach selbst. Das hatten wir an unserem zerknirschten Samstag dann auch nötig, denn der Freitagabend wurde standesgemäß bis nachts um 3 zum ausgiebigen Labern und Anstoßen genutzt. Wir haben schon so lange keine Zeit zu zweit verbracht, was glaubt ihr, wie viele Worte sich da angestaut haben?! Eigentlich gingen sie uns bis Sonntag nicht aus… ;) Abgeschlossen haben wir unser Wochenende dann beim Griechen, wieder unter den Lebenden also, ohne Asi-Palme aufm Kopp und mit Schminke im Gesicht.

Es war einfach sooo herrlich! Wir haben wirklich jede Sekunde sowas von genossen, bei mir ging es eigentlich schon mit der Autofahrt los. Ich hatte mir extra eine CD gebrannt und einen großen Kaffee mitgenommen. Alleine im Auto zu sitzen, ist für mich der Hammer. Der Bass wurde wieder hochgedreht und los ging es, laut singend und ein wenig sitztanzend.

Unsere Männer haben dieses Wochenende allein mit unseren Kindern natürlich super hingekriegt. Wir wurden auch fleißig informiert und mit Fotos versorgt, denn bei all der Ausstiegsfreude haben wir natürlich vor allem unsere Söhnchen vermisst. Ein bisschen. ;)

Kita-Story, lang

Mittwoch, 10:45 Uhr, und ich sitze hier am PC mit einem Kaffee. Allein. Was sagt uns das? Richtig, mein Söhnchen ist in der Kita und ich habe genug Zeit für ein paar Worte. Es sieht ganz so aus, dass die Eingewöhnung morgen abgeschlossen sein wird, also nach 3 Wochen. Nach den ersten 3 Tagen, an denen ich mit dem Kleinen zusammen immer für so 1-2 Stunden in der Kita war und alles einfach super lief, begann das Drama. In der ersten Trennungsstunde akzeptierte er mein Gehen ohne zu weinen. Nach 10 Minuten fiel er bisschen unglücklich hin und brüllte bitterlich los. Er ließ sich Gott sei Dank beruhigen von seiner Bezugserzieherin, aber dann umarmte das einzige Mädchen in  der Gruppe ihn zu heftig und beide fielen mit einem Knall um. Da war es vorbei. Mein Kind ließ sich nicht mehr anrühren, schrie, beruhigte sich nicht und brauchte seinen Schnuller. Später weinte er dann noch einmal einfach so auf dem Arm der Erzieherin. Als ich zurückkam, hatte ich überhaupt nicht damit gerechnet, mein Kind mit so verheulten Äuglein anzutreffen und war erstmal total durch den Wind. Die Erzieherin bat darum, trotzdem weiterzumachen, denn das Weinen gehöre dazu und es sei gut dass er sich von ihr trösten lasse. Okay, ich bin kein Profi und wenn ich nur auf meine Gefühle hören würde, würde ich wahrscheinlich erst wieder arbeiten gehen wenn er 18 ist… Also hab ich ihr vertraut und das gemacht was sie sagte. Am nächsten Tag schrie er schon, als ich noch nicht mal aus der Tür raus war. Mit Schnuller und auf dem Arm der Erzieherin beruhigte er sich, aber er weinte im Laufe der Stunde immer wieder kurz. Als ich zurückkam, fiel er mir in die Arme und freute sich unglaublich. Wir nahmen beide noch am Mittagessen teil, das klappte super. Dann kam der Freitag, an dem wir eine Pause einlegten und übers Wochenende nach Düsseldorf fuhren. Der darauffolgende Montag war schlimm. Das Kind hatte plötzlich wieder panische Angst vor den kleinen Kindern (vor den großen komischerweise nicht), vor allem vor dem Mädchen mit dem er umgefallen war. Er klebte an mir und weinte immer mal wieder, wenn das Mädchen ihm zu nahe kam, und als ich nach 1 Stunde nur sagte, dass ich jetzt gehe, brüllte er los. Wieder ließ er sich trösten, aber weinte im Laufe der Trennungsstunde immer wieder und klebte an der Erzieherin, sodass sie nicht mal aufs Klo konnte. Das Mittagessen, an dem ich wieder teilnahm, klappte wieder gut und er war wieder gut drauf. Am Folgetag dann mein persönlicher Supergau. Morgens alles wie gehabt, also Kind weinerlich sobald wir den Raum betraten (bis dahin ist immer alles gut, auch beim Betreten der Kita und beim Umziehen), klebte an mir… Dann sagte die Erzieherin nach 30 Minuten, dass es so nichts bringt und sie keine Verbindung zu ihm herstellen kann, wenn ich da bin. Sie ist wirklich ganz lieb, und sie hatte ja Recht. Ich ging also, das Kind schrie und ich brach draußen vor einer Erzieherin, der Köchin und einer türkischen Mutti in Tränen aus. Oh man, also doch, so eine Mutter bin ich. Ich wurde umarmt und die Mutti weinte auch gleich mit mir mit, ich musste dann echt die Flucht ergreifen und hab mir draußen im Auto die Zeit vertrieben, unter Tränen. Diesmal aß der Kleine mittags alleine mit und das klappte super. Immerhin. Aber natürlich hatte er in den nunmehr 2 Stunden ohne mich viel, jedoch immer nur kurz, geweint. Mit den Kindern hat er gar nicht gespielt und die Angst vor dem Mädchen blieb. Die Woche zog sich weiter so hin, ich bin einen Tag noch mal 30 Minuten geblieben bevor ich ging und dann schlug ich selbst vor, einfach gleich zu gehen, was die Erzieherin begrüßte. Es brachte einfach auch nichts, wenn ich noch blieb. Am Ende der Woche waren wir also bei 2,5 Stunden, von 9 bis 11:30 Uhr. Das Weinen wurde nicht weniger, dafür aber immer kürzer, und das Essen klappte weiterhin super. Am Samstag fand ein Kulturenfest in der Kita statt, zu dem mein Mann mit dem Kleinen ging. Da verhielt er sich schon etwas aufgeschlossener. Er hatte zwar immer noch Angst vor den Kleinen, aber spielte mit den Großen und tanzte und schwang Tücher dabei, total süß. Und am Ende passierte das Undenkbare: Er lief mit dem kleinen Mädchen, vor dem er solche Angst hat, Hand in Hand zum Ausgang! Ich legte große Hoffnungen in den Montag und ich wurde nicht enttäuscht: Ich blieb von 9 bis 12 weg, er weinte natürlich beim Gehen, aber in der Trennungszeit definitiv weniger als vorher. Er taute langsam auf, spielte auch ein kleines bisschen mit den anderen Kleinen, ging wieder Hand in Hand mit dem Mädchen zum Essen, aß wieder super und chillte dann bis 12 (Essen gibt’s um 11) noch mit der Erzieherin im Ruheraum, während die anderen Kinder schliefen. Sie war total zufrieden und meinte, sie würde es am Folgetag mal mit dem Mittagsschlaf ausprobieren. Dieser Tag war gestern, und der war vielleicht aufregend für mich! Ich saß zu Hause wie auf Kohlen, weil wir ausgemacht hatten, dass sie mich anrufen, wenn es nicht geht. Und dann rief die Erzieherin um 12:15 Uhr an und sagte mir total glücklich, dass der Kleine schläft! Plumps! Mir fiel so ein Stein vom Herzen! Er schlief nur 1 Stunde (zu Hause immer so um die 2 Stunden), aber das ist trotzdem super. Nach dem Schlafen ließ er sich von der anderen Erzieherin anziehen und guckte mit einem anderen Kind, das auch schon wach war, ein Buch an. Als ich kam, freute er sich, aber unbedingt mitkommen mit mir wollte er nicht. :D Er spielte noch total schön und streichelte ständig das andere Kind am Kopf und an den Händen und war einfach gut drauf. Geweint hatte er zwar vormittags auch wieder (auch noch immer wenn ich gehe), aber auch immer nur kurz und viel weniger als letzte Woche. Heute hole ich ihn noch einmal direkt nach dem Schlafen ab und ab morgen muss ich Vesperdosen befüllen, denn dann bleibt er bis 15 Uhr und ist eingewöhnt. Für mich ist das unglaublich, dass das nun doch so flott ging und dass ich nun noch ein paar Tage für meine Seit-Januar-unveränderte-To-Do-Liste habe, bevor ich wieder arbeiten gehe. Sofern er nicht krank wird, natürlich. Wir ziehen es jetzt auch so durch, von 9 bis 15 Uhr, und wenn ich arbeite dann von 7:30 bis 15 Uhr. Ich habe schon das Bedürfnis, ihn eher zu holen, solange ich Zeit habe, aber ich will auch, dass er sich dran gewöhnt. Wenn ich arbeite, habe ich 2 Tage in der Woche frei und diese werden dann die besonderen Tage, an denen er morgens mehr Zeit mit Mama hat und mittags eher geholt wird. ♥

12 von 12 im September

Hier findet ihr wie immer die anderen Mitmacher bei dem Projekt „12 von 12“. Und nun folgt mein 12. September in 12 Fotos…

Heute fiel mir erst spät ein dass der 12. ist, nämlich als ich die Kita-Trennungszeit von dem Kleinen im Auto verbrachte.

Im Regen von der Kita zum Auto – die Raupe wie jeden Tag dabei. :)

Das Kind schläft und ich packe ein Päckchen und den kleinen Einkauf von der Trennungszeit aus.

Mittagspause mit Nervennahrung von MTEs Erzieherin, denn bei mir flossen heute auch Tränen…

Spielzeit bis der Papa kommt und mich ablöst.

Nach dem Abendbrot sind Küche und Keller meine Aufenthaltsräume…

…während die beiden Männer sich im Bad aufhalten. :)

Nach dem Regenwetter wird am Abend doch noch der Himmel blau.

Zeit für Gemütlichkeit.

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