Ungarn – Tag 3

Wie erwartet wurde der Montag der einzige graue Tag. Gewitter und heftiger Regen sorgten nachts für eine wunderbare Abkühlung und nachdem es sich am Morgen irgendwann ausgeregnet hatte, blieb es grau in grau. Auch das gehört für mich irgendwie zu einem Ungarn-Urlaub dazu, ich finde es total gemütlich, bei Regen auf der überdachten Terrasse zu sitzen und zu frühstücken.

MTM und ich nutzten die Gelegenheit und machten uns auf den Weg nach Budapest. Eigentlich hatten wir diesen Plan schon längst gestrichen, denn bei Hitze durch eine Stadt zu rennen, finden wir irgendwie nicht so geil. Aber der gaue Tag eignete sich perfekt dafür.

Kettenbrücke BudapestWir fuhren ca. 1,5 Stunden und hatten vor Ort 4 Stunden Zeit. Das reicht ja bei einer so großen Stadt voller Sehenswürdigkeiten nicht ansatzweise, aber es ist immerhin etwas. Ich selber war ja mit meinen Eltern schon mal hier, aber da war ich vielleicht 8 Jahre alt, da sind die Erinnerungen doch schon sehr verblasst. ;) Dennoch kein Grund für uns, uns durch die Stadt zu hetzen, vielmehr ließen wir uns blind ein bisschen treiben durch den Stadtkern. Zu staunen gab es so auch genug.

Donau BudapestDer Hunger ließ uns dann in ein Lokal einkehren, in dem ich eeeeendlich meine herbeigesehnten Palatschinken mit Quarkfüllung essen konnte. Die hab ich als Kind geliebt und nie wieder außerhalb Ungarns gegessen. Irgendwie hatte ich sie eher VERgessen, bis ich mich eben auf diese Reise machte. Ich muss mir unbedingt ein Rezept besorgen und das mal selber machen, das ist sowas von lecker! So gut gestärkt konnten wir noch ein bisschen weiterherumlaufen und ein paar Schönwetterfotos, inzwischen, machen.

U-Bahn Budapest

St.-Stephans-Basilika BudapestAn irgendeiner Ecke entdeckten wir einen kleinen Stand mit frischen ungarischen Baumkuchen im Angebot und einer langen Schlange davor. Das kann man sich eigentlich auch nicht entgehen lassen, das ist noch so eine Leckerei die ich mit Ungarn verbinde. Also angestellt und für meine Eltern und mich zwei Baumkuchen eingesackt.

Dann fuhren wir auch schon wieder zurück, denn meine Eltern und wir waren zum Abendessen in einem Mittelalter-Restaurant in Siofok verabretet, das wir selbstverständlich auch noch von früher kannten. Überhaupt waren wir essenstechnisch nur auf den Spuren unserer früheren Urlaube unterwegs, das war sehr entspannt, weil man nicht ewig nach einem passenden Restaurant suchen musste. Die Woche war diesbezüglich bereits verplant, für jeden Abend stand schon eine andere Einkehrmöglichkeit von damals fest. Und wir wurden wirklich kein einziges Mal enttäuscht.

Truthahnkeule Camelot SiofokNach dem schweren Essen fuhren wir auf Wunsch meiner Mutti noch auf den Rummel, der irgendwie auch schon immer über die Sommerzeit da ist. Sie wollte Kettenkarussell fahren, wie früher eben. Sie musste das alleine tun, wir alle sind nicht so drehfest (bei meinem letzten aktiven Rummelbesuch mit 14 hab ich schlussendlich neben unser Auto gekotzt). Es hat ihr trotzdem Spaß gemacht, und das ist ja das wichtigste. Und nun war es auch an der Zeit, den Wunsch der Männer zu erfüllen: Gemeinsames Nachtangeln am See. Unser Ferienhaus lag ja direkt am Balaton, wir mussten nur vor die Gartentür treten. Also saßen wir diesmal zu viert im Dunkeln auf der Bank am See und die Männer verausgabten sich. Erneut vergeblich.