Papas Linseneintopf

Mein Papa hat in unserem Leben eine große Lücke hinterlassen, die sich niemals schließen wird, niemals. Manchmal habe ich Momente, da kann ich es auf einmal wieder nicht fassen, was ihm und unserer Familie widerfahren ist. So ein Moment ist gerade, und das ist auch genau der richtige Moment, um meinem Papa hier zu gedenken. Ja, mit einem banalen Rezept. Warum nicht? Wir alle denken ständig an ihn, in jeder Situation, und vor allem in Situationen, die uns dann echt traurig machen. Aber wenn ich Linseneintopf esse, der nach seinem Rezept gekocht ist, dann muss ich mit einem Lächeln an ihn denken. Gut, gerade beim Schreiben jetzt, ist mir gar nicht nach lächeln zumute. Aber so ist es eben, das gehört dazu zum Vermissen und Trauern, wenn man den Menschen so geliebt hat, wie ich meinen Papa geliebt hab.

Zutaten:
1 Stk. Kasseler, 2 Knacker, Suppengrün, 1 Packung Tellerlinsen, Kartoffeln, 1 Zwiebel

Zubereitung:
Den Kasseler mit dem Suppengrün (gewaschen, ungeschnitten) und der Zwiebel (geschält, ungeschnitten) weich kochen. Alles aus der Brühe herausnehmen und die Linsen darin kochen bis sie weich sind. Nebenher ein paar geschälte Kartoffeln in Stückchen bissfest kochen. Die Linsen schon beim Kochen abschmecken mit Salz, Pfeffer, Essig und Zucker. Zum Schluss noch kurz die Knacker in Scheiben mitkochen lassen. Wenn die Linsen weich sind (bei mir sind sie bissfest, ich mag das so), werden das kleingeschnittene Kasselerfleisch sowie die Möhren vom Suppengrün in Scheibchen dazugegegben. Fertig. Mein Papa hatte das ganze noch ein bisschen angedickt mit einer sogenannten „Mehlanbrenne“. Das habe ich aber gelassen, weil es als klarer Eintopf auch lecker und dann nicht ganz so schwer und fettig ist.

So, das war eine typische Beschreibung nach Bellona-Art. Wir sind ja hier nicht bei Chefkoch.de. ;) Und mein Kind liebt dieses Gericht heiß und innig, letztens hat er richtig irre gelacht, als er das vorgesetzt bekam. :D Mein Papa würde vor Stolz platzen!

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Klassentreffen

Mein erster Blogeintrag als „Bellona“ (vorher hatte ich unter einem anderen Namen auch schon 2 Jahre geblogt) handelte von meinem ersten Klassentreffen. 5 Jahre Abitur hatten wir damals. Nun war ich beim „15-Jahre-Abi-Treffen“. Unglaublich. Ich bin seit 10 Jahren Bellona, die Bloggerin. Und seit fast 12 Jahren so allgemein Bloggerin.

Davon weiß von meinem Abijahrgang natürlich niemand was, außer meine beste Freundin, die das aber nicht sonderlich interessiert. Mit dieser (seit der 7. Klasse Gymnasium kennen wir uns, auch unglaublich) und einer weiteren Freundin, mit der nach wie vor Kontakt besteht und Treffen stattfinden, gingen wir also etwas aufgeregt zum Treffen. Von 75 Mann waren 35 dort, und noch ein paar Lehrer. Es ist so schade, dass man nicht mehr Leute zusammenkriegt, aber was soll’s. Es war trotzdem schön und die Aufregung war eigentlich direkt verflogen. Es war schon ein bisschen wie früher. Wir sind irgendwie nicht so eine Truppe, die sich die Taschen bei solchen Treffen vollhauen muss. Klar fragt jeder und erzählt jeder, aber eigentlich ohne zu verurteilen oder zu rechtfertigen. Es gibt natürlich immer vereinzelte Personen, die da doch ein bisschen anders ticken, die nicht ganz dicht in meinen Augen sind, aber die wird es immer geben und die lassen auch kein Neid bei irgendwem aufkommen, auch wenn sie es vielleicht gerne so hätten.

Wir starteten um 17 Uhr und um 2 Uhr gingen die Letzten nach Hause. Darunter natürlich auch ich, hallo, manche Dinge ändern sich nie. ;) Was sich änderte war, dass wir diesmal keine flotte Sohle aufs Parkett legten, sondern wirklich nur zusammensaßen und quatschten. Das war ein bisschen schade, aber irgendwie auch nicht schlecht. So konnte man sich wirklich mit fast jedem einmal ausführlich unterhalten, das hat mir eigentlich ganz gut gefallen.

So hab ich von dem Tratschthema schlechthin gar nichts mitgekriegt, nämlich, dass zwei zusammen auf einmal abgehauen sind, die das echt nicht sollten. Aber Arschloch bleibt einfach Arschloch, und das trifft auf beide zu. Und überrascht hat es mich persönlich auch nicht wirklich.

Ich freu mich jedenfalls schon auf „20 Jahre Abi“! (…und demnach 15 Jahre Blogbellona, hihi)

Blogeintrag! Um 9:04 Uhr!

Na, guten Morgen alle miteinander! Ich sitze hier mit meinem Kaffee am PC, wie früher, und blogge, wie früher. :D

Mein Mann ist mit dem Kleinen zum letzten Mal beim Babyschwimmen, obwohl er ja kein Baby mehr ist. Aber wir hatten noch eine Stunde offen und schon bezahlt, also plantscht MTE mit den ganzen kleinen Würmchen herum und wehrt sich gegen alle Übungen, weil er am liebsten sein Ding machen will. ;)

Ich bin ziemlich gut gelaunt, wahrscheinich weil der frühe Vogel doch den Wurm fängt. Heute haben wir nicht ewig zu dritt im Bett rumgekuschelt, sondern haben den Morgen gleich gestartet. Meine Erkältung, die sich gestern angekündigt hat, ist heute schon wieder nicht mehr so ätzend – wahrscheinlich haben mich die Stunden in der Wanne gestern Abend (beste Freundin am Telefon, Flasche Sekt, wisster Bescheid) ein bisschen kuriert.

MTMs Elternzeit ist nun fast vorbei, Montag ist der letzte Tag, und ich bin schon ganz schön traurig. Es waren tolle zwei Monate, mit Heimat, Urlaub, Familienzeit, Vater-Sohn-Zeit, Zeit für mich (!). Das wird mir ganz schön fehlen, dass ich die Jungs einfach allein in den Zoo oder in die Stadt schicken und hier mein Ding machen kann. Zu „meinem Ding“ gehört halt auch der Haushalt, ich schaukle mir hier ja nicht nur die Eier, aber auch die Erledigung dessen befriedigt mich und ist echt nicht so einfach, wenn so ein kleiner Quälgeist hier rumtobt. Das wird also nun wieder alles anders, bzw. normal, ich hab den ganzen Tag die Verantwortung, ziehe wieder meine Struktur durch, quäle mich durch jedes Mittagsschlafdrama und hinzu kommt nun neuerdings auch noch, dass ich kochen muss. Nix mehr mit Brei auftauen und los, das Kind isst am Familientisch mit und fordert das auch ein. Ein bisschen umstrukturieren muss ich deshalb nun auch, aber das kriege ich schon hin. Ich werde trotzdem ein bisschen wehmütig auf mein „Lotterleben“ der letzten zwei Monate zurückblicken. :)

Ich bin froh, dass MTM die Elternzeit genommen hat, auf mein Drängen hin. Und er ist auch froh, denke ich. Diese zwei Monate, gerade jetzt, wo der Kleine ein Jahr alt ist und so viel mitkriegt und so viel Neues lernt, waren wichtig für uns. Wir haben gemeinsam eine extreme Fremdelphase durchgestanden, ein paar Erkältungen und Magen-Darm, zwei Impfungen, eine plötzliche Einschlafproblem-Phase, unruhige Nächte.. Und auf der anderen Seite erlebten wir gemeinsam einen wunderschönen Urlaub, viele ruhige Nächte, MTEs erste Stehversuche ohne sich festzuhalten, die erste eigenständige Kontaktaufnahme zu anderen Kindern, neue Worte (Teddy, Wau Wau, Alle alle), Experimente am Familientisch, die erste Schlittenfahrt… MTM hat das Ganze sehr ernst genommen und sich wirklich wunderbar und ganz viel um unser Kind gekümmert in seiner Elternzeit. ♥

Heute hab aber mal wieder ich, nach dem Schwimmen, MTE-Dienst. MTM schreibt am Nachmittag an seiner Masterarbeit und geht abends zu einem Geburtstag. Ich bin auch gerne mal alleine abends, solange der Knirps mitspielt und ruhig pennt.

Vielleicht sitze ich dann ja wieder am PC, wie früher, und blogge, wie früher. :D

Silvesterchillen

MTM und ich hatten ja schon drei Silvesterabende nur zu zweit, weil wir einfach keinen Bock auf großes Halligalli (und die elende Planerei im Vorfeld) hatten. Wir haben es jedes Mal sehr genossen, auch letztes Jahr, als ich hochschwanger war und der Geburtstermin (1.1.) direkt vor der Tür stand. Ich war allerdings scheiße erkältet und wäre am liebsten schon vor 24 Uhr ins Bett gegangen, das weiß ich noch. :)
Mir macht es generell nichts aus, zu Silvester nicht groß zu feiern. Deshalb finde ich es auch nicht tragisch, dass ich nun mit Kind erst recht nicht mehr groß dazu kommen werde. Ich freue mich vielmehr drauf, irgendwann mit dem Kleinen zu feiern, ihm zu erlauben, so lange wach zu bleiben und dann mit ihm das Feuerwerk anzugucken.
Wir sind seit Weihnachten in meiner Heimat und planten zum Jahreswechsel einen Raclette-Abend zu zwei ein, da meine Mutti bis 22 Uhr arbeiten musste. Es ergab sich dann, dass noch Tante, Onkel, Cousine und ihr Freund sich einklinkten. Es wurde ein gemütlicher, schöner, stressfreier Abend, so wie ich das mag. :) Wir haben lecker gespeist, bisschen gespielt, bisschen getrunken und mit Mutti eine Rakete für Papa in den Himmel geschossen. Unser Sohn hat uns machen lassen und alles verpennt, was für mich unglaublich ist, da die Knallerei auf den Straßen auch im Haus zu hören war, aber wie!

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Chillig ins neue Jahr starten – ich kann das nur empfehlen. :)

Urbaner Jahresabschluss

Berlin – Hamburg – Berlin

Nach den sehr familiären und recht ruhigen Weihnachtsfeiertagen ging es Schlag auf Schlag wieder los. Ich hab ja keine richtige Ruhe, wenn ich in meiner Heimat bin. Ich bin immer ganz schön verplant, weil ich einfach nicht anders kann. Zur Ruhe komme ich eher in Stuttgart, aber hier will ich jeden sehen, der mir wichtig ist, und ich will natürlich auch ein paar Sachen machen, die man ohne Babysitter nicht machen kann.
Am 27.12. verschlug es meine Mutti, meine Tante, meine zwei Cousinchen und mich nach Berlin. Ja, hier vom Brandenburger Land aus geht’s ratz fatz in die Großstadt, muss man nicht drauf verzichten. ;) Wir besuchten zunächst den kleinen neuen Erdenbürger, der an meinem Geburtstag zur Welt kam. Und dann ging es schon weiter, mit richtiger Kultur! Wir besuchten die „Märchenhütte“ in Berlin-Mitte. Man stelle sich mitten in der Großstadt eine urige Holzhütte vor, in der Märchen von Theaterschauspielern modern interpretiert aufgeführt werden. Das war schon was Besonderes, und unsere „Prinzessinnengruppe“ (ein Name, der aus WhatsApp entstand) war mal einheitlich unterwegs auf Weibertour, das fand ich schön.
Den 29.12. verbrachte ich dann ohne Anhang in Hamburg. Richtig, vom Brandenburger Land aus ist diese Großstadt nun nicht sooo schnell zu erreichen, aber immerhin schneller als von Stuttgart aus. Und ich hatte ja meinen Mann und meine Mutti, in deren liebevollen Händen ich mein Kind wusste. So konnte ich frühmorgens im Dunkeln ins Auto steigen, die Musik laut aufdrehen und losdüsen. In 4 Stunden war ich bei meiner Freundin und ihrer kleinen Tochter, die ebenfalls erst kürzlich zur Welt kam. Wir hatten quasi einen Mädelstag, der uns allen sowas von gut tat! Doch wie immer verging die Zeit viel zu schnell; um 20 Uhr fuhr ich wieder zurück zu meinen Lieben.
Schließlich war heute schon das nächste Abenteuer angesagt: Diesmal fuhr ich mit meiner kleinen Familie nochmals nach Berlin, denn mein kleiner Geburtstagszwilling ist schließlich auch der Großgroßcousin meines Sohnes (der Einfachheit halber haben meine Großcousine und ich entschieden, dass die beiden für uns Cousins sind, so wie wir uns immer schon als Cousinen bezeichnen)! Erstmalig trafen wir also alle als Mütter/Väter/Cousins aufeinander und hatten natürlich einen schönen Tag zusammen. Ich bin ganz selig, weil ich das Würmchen friedlich schlafend im Arm hielt und mich so sehr zurückversetzt fühlte zum letzten Januar. Gleichwohl ich nicht glauben kann, dass mein Sohn echt auch mal so winzig war.

Endjahresstimmung

Nun ist morgen schon der letzte Tag des Jahres. Ich kann’s irgendwie nicht fassen. Das Jahr bezeichnen viele Menschen in den sozialen Netzwerken als Katastrophe. Menschlich gesehen ist das sicherlich so, aber diese ganze Scheiße in der Welt passiert doch nicht nach Jahren, die passiert SEIT Jahren. Und wenn mir jetzt einer kommt mit den ganzen berühmten Persönlichkeiten, die in diesem Jahr starben, dann kann ich mir gerade noch folgendes abverlangen: ‚Ja. Krass, so geballt.‘ Aber deshalb ist dieses Jahr gewiss kein beschissenes für mich, die ich weder Mutter noch Kind noch Freundin von einem der Verstorbenen war. Ich bin Kind eines in diesem Jahr Verstorbenen und das ist eine tiefe Trauer, die ich doch für keine mir fremde Person empfinden kann, nur weil sie berühmt ist. Und auch wenn ich im Jahr 2016 meinen Papa verloren habe und mir dieser Verlust mein Herz zerrissen hat, so kann ich dem Jahr doch trotzdem nicht die Schuld geben?! Eine Beschwerde über dieses Jahr kommt mir schon gar nicht über die Lippen, hat es mir doch nicht nur einen Menschen genommen, sondern auch Menschen geschenkt?! Mein Sohn ist geboren. Und der Sohn meiner Cousine ist geboren. Und die Tochter meiner Freundin ist geboren. Wir hatten schöne Erlebnisse und Zeiten mit Famlie und Freunden. Wir haben unser Kind wachsen und gedeihen sehen. Wir haben so viel geweint aber auch so viel gelacht. Wir haben uns!

Zu guter Letzt: Eine Tradition hier in meinem Blog ist es, meine Jahresleseliste zu präsentieren. Wenn man sich die letzten Jahre so anschaut (2015, 2014, 2013, 2012, 2011) und mit dem heutigen Bücherlistenfoto vergleicht, ist die große Veränderung in meinem Leben ganz deutlich zu erkennen. Ein Kind verändert einfach alles, nicht nur Bücherlisten. :) (Häkchen bei „Honigtot“ bitte denken, das Buch habe ich noch geschafft dank des Heimataufenthalts und vieler Vollbäder.)

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Ich wünsche euch, lieben Lesern und Blogfreunden, einen schönen Jahresausklang, ganz wie ihr ihn euch vorstellt. Rutscht gut rein und macht das Beste aus 2017, das Leben ist zu kurz um zu hadern und zu grummeln und für Pessimismus erst recht.

Ein halbes Jahr.

Puh. Ich bin gerade ganz schön sentimental. Denn heute auf den Tag genau ist mein Kind 6 Monate alt. Heute vor 6 Monaten begann eine Zeit, die ich irgendwie so erwartet hatte, mir aber eigentlich doch nie so hätte vorstellen können. Wie soll man das beschreiben? Und vor allem, wie soll ich jetzt weiterschreiben ohne zu heulen? (Sind das immer noch die Hormone oder sind Mütter einfach so?!)

Vor einem halben Jahr hatte ich ein hilfloses, teilnahmsloses Häufchen im Arm, das mir große Angst machte und mich doch so sehr faszinierte. Das war es also, was MTM und ich fabriziert haben! :D Heute fasziniert der Kleine uns noch viel mehr. Er ist so menschlich geworden, reagiert auf uns, lacht total viel und herzhaft, krallt sich an uns fest, zappelt mit den Füßen vor Freude. Und was er schon alles kann. Greifen, auf den Bauch drehen, seit heute auch wieder zurück drehen, Brei essen… Und er hat schon sein erstes Zähnchen! Als ich das entdeckt habe, hab ich auch geheult, oh man. Und wie süß er ist! Ja, findet jede Mutti, wäre ja auch schlimm wenn nicht. Und trotzdem, wir sind immer noch ganz erstaunt WIE süß er ist. Ich könnte ihn ehrlich gesagt auffressen diesen kleinen süßen Spatz. Oder zumindest gaaaaanz doll knuddeln und abknutschen.

Wenn ich an die Anfangszeit zurückdenke, ist mir immer noch komisch. Alles war so aufregend, überfordernd, auch traurig (Stillprobleme und Hormone, ich sage euch eine teuflische Kombi). Ich hatte solchen Schiss vor allem möglichen, vor jedem neuen Schritt. Und jetzt ist alles ganz normal.

Was ich immer mit der Anfangszeit verbinden werde, ist „Der Tatortreiniger“. Wenn ich schon die Titelmelodie höre, ist mir ganz anders zumute, dann fühle ich mich total zurückversetzt. Den haben MTM und ich nämlich in den ersten Wochen immer mal geguckt, wenn das Baby bei uns auf der Couch eingeschlafen war. Und ich hab nebenbei abgepumpt, wie ich das gehasst habe. Aber der Tatortreiniger tat gut, er war täglich ein kleiner Ausflug ins Land des Abschaltens und Nichtdenkens.

Und jetzt ist das alles schon so lange her. Ich kann mir kaum die Fotos und Videos angucken vom Anfang, weil es so krass ist, wie klein er mal war und weil es mir wie eine andere Welt vorkommt. Wir haben schon so viel gemeinsam erlebt und so viel bewältigt. Die Zeit verging wie im Flug.

Und ich befürchte, in nicht allzu ferner Zukunft krabbelst du mir davon, kleiner MTE. Jetzt muss ich wirklich weinen. Werd bloß nicht so schnell groß. ♥

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Nachtrag: Zähnchen Nummer zwei ist durch. Mein kleiner großer Junge!

Jener Tage…

…denke ich viel nach. Zum Beispiel über die Aussage, dass „2016 ein scheiß Jahr“ ist. Nun hat mir das Jahr 2016 einen meiner liebsten Menschen genommen. Und mir einen meiner liebsten Menschen geschenkt. Wie könnte ich dieses Jahr hassen? Ich kann nicht mal den Monat Mai 2016 hassen und auch nicht den 2. Tag im Mai 2016. Es ist, das kann ich mit Gewissheit sagen, der traurigste Tag in meinem bisherigen Leben, aber ich hatte mein Kind an meiner Seite, das mich über diesen Tag gerettet hat. Und über den Monat Mai retten wird. Und 2016 für immer zu einem guten Jahr machen wird. ♥

…bin ich natürlich in meiner Heimat. Es ist schön und schlimm zugleich. Mutti und ich halten zusammen, gehen schwere Wege nebeneinander, verbingen Zeit miteinander. Wir sind gerührt von der riesigen Anteilnahme. Wir vermissen Papa wie verrückt.

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…merke ich, wie wichtig Familie und Freunde sind, die sich um einen kümmern wollen, die einem einfach gut tun mit Kleinigkeien, die aufrichtig mit einem trauern.

…hatte ich meinen ersten Muttertag als Mutter. Und seit langem einen Muttertag zusammen mit meiner Mutter. Und wir beide empfanden Freude, trotz allem, über wunderschöne Blumensträuße, über uns, über unseren Kleinen.

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…sage ich es wieder einmal: Freud und Leid liegen so nah beieinander.

Oh man, das waren Zeiten!

Diese Floskel schießt mir eigentlich oft durch den Kopf, wenn ich so an früher denke. Ich wünschte manchmal, ich könnte nochmal zurück, nur für ein paar Stunden, und gewisse Sachen nochmal erleben. Aber die Unbeschwertheit von damals kriegste nicht zurück, deshalb wäre es nicht dasselbe.

Ich bin durch eine Blogfreundin, die über ihre erste eigene Bude geschrieben hat, auf die Idee gekommen, in meinen alten Fotos zu kramen. Zugleich waren das auch die ersten digitalen Fotos, was man vor allem bei der ersten Collage gleich unschwer erkennen kann. Urzeit-Qualität. ;D
Jedenfalls wollte ich mal meine Studentenbuden zeigen, ja, Mehrzahl, VIER insgesamt. Ich kann vom Umziehen ein Lied singen (und meine Eltern als allzeit fleißige Helfer auch, die Armen ey…) und verachte es zutiefst.

Hier hätten wir meine erste eigene Wohnung. Mit 19, nach dem Abi, begann ich im schönen Zwickau ein Studium. Ich bezog eine 1-Raum-Wohnung im Plattenbau am Stadtrand. Ich fühlte mich so erwachsen und habe es geliebt, alleine zu wohnen! Ich konnte tun und lassen was ich wollte (qualmen in der Bude z.B., das fand ich mit 19 unheimlich fetzig, weil ich zu Hause immer heimlich rauchen musste). Ich hatte oft Besuch von Freundinnen und vor allem von einer bestimmten. Die war genauso durchgeknallt wie ich und wir hatten echt’ne geile Zeit…

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Wir verstanden uns so gut, dass wir die Idee hatten, eine WG zu gründen. Die Idee kam uns erst, als wir erfuhren, dass im Studentenwohnheim eine 2er-WG frei wird, also zwei Einzelzimmer, eine Küche, ein Klo, eine Dusche. Das war mega selten zu der Zeit, es gab eigentlich nur noch freie Plätze in Doppelzimmern (Horror!). Also entschlossen wir uns, dort einzuziehen, da hatte ich gerade mal knapp ein Jahr in der Plattenbauwohnung gewohnt. Die Kosten waren natürlich im Wohnheim deutlich geringer, allerdings musste eben wieder umgezogen werden und die meisten Möbel konnte ich nicht mitnehmen und mussten bei meinen Eltern zwischengelagert werden. Zu klein, das Wohnheimzimmer. Aber trotzdem mega gemütlich, zudem mitten im Zentrum und haufenweise Party rundherum. Ich habe es geliebt, mehr als die eigene Bude vorher. Und das, obwohl meine Freundin direkt nach unserem Einzug das Studium schmiss und ich eine neue, sehr streb- und seltsame Mitbewohnerin bekam. Mit der war keine Party, aber ich hab mir andere Leute gesucht…

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Leider blieb ich auch dort nicht allzu lang drin, denn auch ich schmiss mein Studium in Zwickau. Die vielen Partys waren nicht schuld, eher die falsche Wahl, relativ typisch, direkt nachm Abi, nicht wissen was man will und kann… Mein Weg verschlug mich nach Dresden, dort begann ich ein neues Studium. Karrieretechnisch war dieses nicht die bessere Wahl und auch wenn ich zwischendrin auch in Dresden zweifelte, weil’s eben auch kein Zuckerschlecken war, war es dennoch das was mir mehr lag. Und ein Karrieremensch bin ich offenbar sowieso nicht, mir liegt meine Freizeit mehr am Herzen, und die Arbeit ist Mittel zum Zweck, um in der Freizeit machen zu können, was ich will. Jedenfalls zog ich in Dresden mit einem verrückten, liebenswerten, tollen Mädel zusammen, das ich kurz zuvor erst kennengelernt hatte. Sie ist auch heute noch eine meiner engsten Freundinnen und die Zeit mit ihr war die beste während meiner ganzen Uni-Zeit. Deshalb ist die Erinnerung an diese Wohnung auch die schönste. ♥

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Leider verschlug es sie irgendwann nach München und ich hatte noch ein paar Semester vor mir. Also ging es wieder los, Wohnung suchen, umziehen. Diesmal zog ich mit meiner Cousine zusammen. Die Wohnung war mit Abstand die schönste und bisschen erwachsener wurden wir auch, denn geraucht wurde nun nicht mehr überall, sondern nur noch in der Küche. ;D Party und das ganze Zeug lief weiter wie bisher. Das Zusammenleben unter Cousinen war trotzdem nicht die beste Idee, muss man ehrlich gestehen. Mit dem Abstand getrennter Wohnungen verstehen wir uns inzwischen wieder besser. Die Wohnung lag mir trotzdem sehr am Herzen und beim Ausziehen vergoss ich ein paar Tränen. Immerhin hatte ich hier für meine Abschlussprüfungen gebüffelt, hatte eine nette Mädelsclique an der Uni und zwei Mädels davon direkt um die Ecke. Und schließlich bedeutete der Auszug aus der Wohnung auch, mein geliebtes Dresden dauerhaft zu verlassen.

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Nach dieser Wohnung verschlug es mich erstmal wieder nach Hause zu meinen Eltern nach Brandenburg. Dort wohnte ich für ein halbes Jahr, um meine Magisterarbeit zu schreiben und damit das Studium zu beenden. Dresden ist nur 60km von meiner Heimat entfernt und so war ich schon noch öfter dort, nicht nur in der Bibliothek, auch bei Freundinnen, zum Feiern, zum dort Sein einfach. Aber das Wohnen in Dresden hatte sich einfach nicht mehr gelohnt; Miete zu zahlen nur um eine Magisterarbeit zu schreiben und wenige Male in der Bibliothek zu sein, wäre nicht besonders clever gewesen.

Als ich dann fertig war mit der Magisterarbeit und dem Studium, hatte MTM in Stuttgart schon seine Bude gekündigt und für uns eine erwachsene 3-Raum-Wohnung gefunden. Ich hatte sie nicht mal vorher gesehen, aber es gab kein Zurück mehr. Ich zog mit Sack und Pack und vorerst ohne Job mit ihm in Stuttgart zusammen. Er studierte noch, ich bewarb mich fleißig. Ich hatte mich schon von Brandenburg aus beworben, aber so schnell ging es leider nicht und so war ich 6 Monate arbeitslos und ständig am Zweifeln, ob das alles so richtig war. Zwar fand ich keinen tollen Traumjob, aber einen soliden, sicheren mit fairem Rundherum, den ich heute noch habe. Ich sage ja, Karriere und Streben nach mehr ist nicht so meins. Ich hab es immer mal wieder versucht, was anderes zu kriegen, aber es klappte nie. Und nun bin ich ja auf die Muddi-Schiene umgestiegen und froh um den sicheren Arbeitsplatz. ;)

Ungarn – Tag 8

Abreisetag. :(

Eigentlich gibt es nicht mehr viel zu berichten, außer dass wir an diesem Morgen einen Frühstücksgast hatten,…

Frühstücksgast

…ich noch mal Entchen füttern war und dabei diese kleinen flauschigen Kamerade erstmalig entdeckte,…

Entchen

…und wir in einer perversen Schwüle die Autos packten, die Bude in Ordnung brachten und Abschied von unserem Feriendomizil nahmen.

Ferienhaus Balaton

Zur Verabschiedung sind bei Mutti und mir Tränen geflossen, nicht nur wegen des Abschieds voneinander und weil wir so eine schöne Zeit zusammen hatten, sondern auch wegen Ungarn einfach. Das hat Ungarn schon öfter mit mir gemacht, mich zum Abschied zu Tränen gerührt. Klar sind diese Teenie-Zeiten vorbei, in denen man im Urlaub so unglaublich aufblüht und vielleicht auch anders ist und verrückte Dinge macht und sich womöglich noch verknallt. Aber diesmal waren es ja auch nicht SOLCHE Tränen, sondern irgendwie wehmütige. Wer weiß, ob wir nochmal hierher zurückkommen und in welcher Konstellation. Dass es überhaupt nochmal nach Ungarn gehen würde, war ja vor ein paar Monaten auch noch nicht abzusehen, es hat sich so ergeben, weil meine Eltern die Idee hatten und uns fragten, ob wir mitkommen wollen. Jetzt, da ich wieder da war und auf den Spuren der Vergangenheit wandelte, tat es irgendwie weh, wieder zu gehen, vielleicht für immer. Es gibt ja noch so viele andere Ziele, die wir uns vorgenommen haben. Ach, ich kann es nicht erklären, ich musste halt heulen wie bekloppt und mein Mann musste es die ersten paar Kilometer der Rückfahrt ertragen, basta. :)

Meine Blogfreunde

Aufgrund des herzigen Lobhudel-Stöckchens, was hier gerade die Runde macht, ist meinem Hirn eine Idee entsprungen. Und zwar möchte ich einfach mal meine Blogfreunde vorstellen in ein paar Worten. Vielleicht findet der ein oder andere den ein oder anderen interessant und vielleicht entstehen so neue Kontakte und Blogfreundschaften und vielleicht peppt das ein bisschen die etwas eingeschlafene Blogosphäre wieder auf?! Vielleicht liest aber auch der ein oder andere heimlich mit, der sich hier rar macht und vielleicht entsteht wieder neue Bloglust oder vielleicht auch nicht. Vielleicht ist es einfach auch schön zu lesen, wie gut man sich inzwischen hier kennt und wie sehr man geschätzt wird.

allesneu2008
Mit dieser Bloggerin verbindet mich die Herkunft. Ich kenne sie noch nicht so lange, konnte aber schon ein paar Charakterzüge feststellen, die ich schätze. Zum Beispiel spricht sie einfach offen aus, was Fakt ist und eiert nicht herum. Sie wirkt auf mich recht „abgeklärt“, was ich persönlich ziemlich erfrischend finde.

Bellydancer
Belly ist schon länger meine Blogfreundin und eine der treuen Seelen hier. Sie schreibt, wie sie ist und denkt, auch wenn ihr manchmal schon klar ist, dass es zu Diskussionen kommen wird, in denen sie nicht immer verstanden wird. Ihr Blog ist deshalb bewundernswert, weil er einer der „echten“ ist. Er ist ihr Tagebuch, sie schreibt hauptsächlich für sich selbst und zur Selbstreflexion und das merkt man. Sie grübelt sehr tiefgehend nach über Details des Lebens, die andere gar nicht erst bemerken.

Bibendum
Um unseren Bibi, auch ein alter Bloghase, ist es mir ein bisschen zu still geworden. Aber er ist wenigstens ab und zu mal da und teilt dann in Kommentaren offen und ungefiltert seine Gedanken, die zuweilen richtig inspirierend sein können. Er ist ein sehr tiefgründiger, nachdenklicher Mensch und es ist unglaublich schade, dass er seine geistigen Ergüsse nicht in seinem Blog teilt. Ich würde sie verschlingen.

brathahn
Unseren Brati kenne ich zumindest telefon-persönlich, weil er mir schon zu drei wunderschönen Urlauben verholfen hat. Irgendwie hatte ich so ein Grundvertrauen in ihn als „Reisefuzzi“ und ich wurde nicht enttäuscht. Brathahn schreibt frei von der Leber weg, was so los ist bei ihm und auch was ihn annervt. Viel wichtiger ist aber, dass er ein kommunikativer Mensch ist, der gerne seine liebgewonnenen Kontakte pflegt. Er ist außerdem sehr großzügig und geht total drauf ab, anderen eine Freude zu bereiten.

CaptainCook
Ach, bei meinem Cookie wird mir ganz schwer ums Herz. Ich vermisse ihn schrecklich, er ist einer meiner ältesten Blogfreunde und seine Texte und Kommentare waren immer gehaltvoll, gewitzt und oftmals auch herrlich bissig. Cookie kenne ich persönlich, also so richtig in echt. Ich habe ihn schon zwei Mal besucht und beide Male wurde ich sehr lecker bekocht und von seinem Hund angerammelt wie irre. :)) Unser drittes Treffen fand in Stuttgart mit seiner besseren Hälfte statt und war ebenfalls so, wie der Cookie nunmal ist: Extrem herzlich. Schade, dass er hier nicht mehr aktiv ist. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf.

DasEv
Diese Dame fiel mir leider erst kürzlich hier in der Blogosphäre auf. Ich las mal ihren Blog quer und habe mich oftmals gekringelt vor lachen. Eine geile Schreibe hat sie! Wir freundeten uns an kurz bevor sich in ihrem Leben alles änderte. Nun ist sie frisch gebackende Mutter und hat verständlicherweise keine Zeit mehr für viele rhetorisch ausgefeilte Einträge. Aber WENN sie dann mal was von sich gibt, dann ist es gewohnt ehrlich, ungeschönt und deshalb ziemlich amüsant.

derGrafvonLuxemburg
Ein Freund des geschriebenen Wortes ist er, der Graf, uns so kamen wir hier erst kürzlich auch als Blogfreunde zusammen. Er schreibt nicht häufig, aber er schreibt, und das meist ziemlich gedankenreich und vielsagend.

derpeavy
Peavy ist einfach eine Granate, ziemlich irre und gerade deshalb’ne coole Sau. Seine Texte sind sowas von schräg, witzig und bissig, das muss man gelesen haben! Oftmals befinden sie sich ein deutliches Stück unter der Gürtellinie derer, die er kritisiert, aber das geschieht denen meistens auch recht. Ich habe ihm schon oft gesagt, dass ich MTM ganz gerne seine besonders witzigen geistigen Ergüsse vorlese, um mit ihm gemeinsam drüber abzufeiern. Er sollte wieder öfter schreiben, dieser Freak!

DocTotte
Ach, Totti. Ich vermisse diesen gebildeten, gewitzten Schreiberling. Ich glaube, er schreibt andernorts, aber es ist nicht dasselbe, wie sich hier mit ihm auszutauschen oder seine Kommentarschlachten mitzulesen (er ist Meister darin!). Viel Spaß hatte man hier immer mit ihm, er hat jeden Blödsinn mitgemacht und auch mit ziemlich witzigen Ideen die Blogosphäre aufgepeppt. Ich sage nur: Bloglandbingo!

Dolphin
Schon in früheren Jahren waren wir mal befreundet, dann änderte sich das und seit einiger Zeit nehmen wir doch wieder am Bloggerleben des anderen teil. Dolphin hat viel durchgemacht und ist eine starke Frau, die offen und selbstreflektiert mit sich, ihren Erlebnissen und Gefühlen umgeht und dennoch sehr kontrolliert auf mich wirkt. Sie erzählt in ihrem Blog schlicht und einfach aus ihrem Leben und arbeitet damit erkennbar auch gewisse Dinge auf.

einViech
Lange kennen wir uns noch nicht, aber ich lese sehr gerne bei der Bloggerin mit dem leicht verstörenden Namen (er sollte eher „keinViech“ lauten). Sie befindet sich gerade in der Phase, die ich leider längst hinter mir habe: Das Ende des Studiums. Ich lese gerne bei ihr, weil ich mich einerseits in meine Uni-Zeit zurückversetzt fühle und andererseits auch gerne ein bisschen in meinem Wehmut suhle. Diese liebe, unviechige Studentin jedenfalls bekommt nun eine große, tolle Chance, wenn sie ihre Abschlussarbeit hinter sich hat. Ich freue mich aufs Mitlesen und neidisch sein.

GeraldS
Der online-liebe (Insider ;)) Gerald ist ein Blogger, den ich wirklich nicht missen möchte. Trockener Humor gepaart mit Intelligenz und wohldosiertem Sanftmut machen ihn zu einem liebenswürdigen, unverzichtbaren Weggefährten hier, mit dem die Kommunikation immer äußerst ulkig ist. Wenn er nochmal auf die verrückte Idee kommt, seinen Blog zu löschen, dreh ich jedenfalls durch, dann ist das alles hier nicht mehr dasselbe. Also, Gerald, bleib wie du bist und vor allem WO du bist. Nämlich hier bei uns.

Glycerine
Damals hat sie bei blog.de gearbeitet und mit dem Ende als Mitarbeiterin endete auch ihr Dasein als Bloggerin, zumindest hier. So ganz aus den Augen habe ich sie nicht verloren, ich folge ihr noch anderswo, aber das ist nie dasselbe. Ich habe ihre Reiseberichte gemocht, ihren Hunger nach Erlebnissen, nach Aktivität, nach Kommunikation und nach Schuhen. Schade!

heavensent87
Unsere süße Heavi ist einfach ein Herzchen. Sie ist einfach echt, so wie sie sich gibt. Eine Blogfreundschaft mit ihr ist von Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Loyalität geprägt. Ehrlich sind ihre Einträge ebenfalls, da wird nichts beschönigt, da ist scheiße was scheiße ist und gut was gut ist. Ich halte die Kleene jedenfalls für eine rechtschaffene, charakterfeste, lebensfrohe Person, die hierher gehört!

heiligerStrohsack
Wieder einer der „alten Garde“, der sich immer mal wieder vornimmt, wieder zu bloggen, es aber dann doch nicht schafft. Schade eigentlich, wir hatten auch sehr lustige und aufregende Zeiten hier. Durch andere Medien weiß ich zwar, was bei ihm so los ist, aber wir kennen das ja schon: Es ist nicht dasselbe.

KEKE0812
Wie oft muss ich beim Durchgehen meiner Blogfreunde eigentlich noch schreiben, dass ich jemanden vermisse? Bei Keke ist das ja klar, so jemanden kann man nur gernhaben. Wie ihr der Mund gewachsen ist, plappert sie drauflos, in Kommentaren, in ihren Einträgen und garantiert auch im echten Leben. Letzteres hat sie jedenfalls so in Beschlag genommen, dass sie sich hier kaum noch blicken lässt. Ich gönne dieser unglaublich herzlichen Person das Glück, was ihr gerade wiederfährt, ganz sehr. Aber ich will sie trotzdem wieder hier haben!

kleinstadtmädchen
Es gibt Blogger, bei denen hätte man niemals gedacht, dass sie hier mal aufhören würden. Sie zählte dazu, weil sie vor allem unter ihrem früheren Blogprofil dermaßen beliebt war, wie kaum eine andere. Durch ihre Einträge zog sich ihr wahres Ich, erkennbar unverstellt. Irgendwann fühlte sie sich nicht mehr wohl, wechselte ihr Blogprofil und so langsam nahm das echte Leben ihr Zeit und Lust zum Bloggen. Verständlich, denn Ehemann und Kinder sind ja wohl weitaus wichtiger als so ein oller Blog. Aber trotzdem so schade! In letzter Zeit ist sie doch wieder ab und zu hier und ich freue mich darüber sehr, einfach weil man ja auch wissen möchte, wie es ihr so ergeht in ihrem inzwischen so anderen Leben als früher. Nicht zuletzt habe ich für das Kleinstadtmädchen so viel Text übrig, weil sich zwischen uns eine blogübergreifende Freundschaft entwickelt hat, die zu mehreren Treffen führte. Ich habe mit ihr schon viel Sekt getrunken, intime Geheimnisse ausgetauscht, bei ihr gepennt, die Kochkünste ihrer Mutti kennengelernt, ihr Dresden gezeigt, Bekanntschaft mit ihrem damals neuen Freund gemacht, aus erster Hand von seinen Verlobungsplänen erfahren, ihre ganze Familie kennengelernt, auf ihrer wundervollen Hochzeit getanzt… Unfassbar eigentlich, dass das alles nicht reichte, um die Freundschaft in dieser Intensität fortzuführen, obwohl ich ja sogar noch total nah an sie herangezogen bin mit meinem Start hier in Stuttgart. Natürlich haben wir uns nie aus den Augen verloren, zumindest online nicht. Wir schreiben uns ab und zu mal und ich bin sicher, irgendwann lerne ich ihre Kinder kennen. Und danach trinken wir Sekt und tauschen intime Geheimnisse aus. ;D

Kristinschn
Und wieder jemand, der mir hier völlig abhanden gekommen ist. Und das, obwohl auch diese Bloggerin zu dem kleinen Kreis derer gehört, die ich schon live getroffen habe. Damals war ich neu in Stuttgart und wir verabredeten uns auf einen Kaffee, zu dem sie mir einen Nagellack mitbrachte, den es in dieser Farbe nirgends mehr gab. Ich wüsste gerne, was bei ihr so los ist nach all den Jahren ihrer Blogabstinenz. Wer weiß, vielleicht erzählt sie es doch mal irgendwann.

life-of-devotion
So richtig gut habe ich diese Bloggerin noch nicht kennenlernen dürfen, einfach weil auch sie nicht mehr allzu aktiv hier ist. Aber den ein oder anderen Austausch gab es schon und dabei ließ sich schnell erkennen, wie herzlich und liebevoll diese Frau ist. Ich halte sie für eine Lebenskünstlerin, die sich nicht vor Entscheidungen scheut. Bewundernswert!

lilith_1508
Ohne Lilith? Ohne mich! ♥♥♥
(Es gibt so viel zu sagen über Lilith, diese bekloppte, schnuckelige, ehrliche, ungekünstelte, starke Person. Aber was hier für mich das Wesentliche ist, steht oben und sagt eigentlich alles.)

Lorelei
Ich bin es langsam leid, aber so ist es leider: Ich vermisse Lore. Lore ist auch eine der ersten Bloggerinnen und eine meiner allerältestens Blogfreundinnen. Wir hatten eine intensive Blogfreundschaft damals und haben auch oftmals telefoniert. Ihr Blog zog viele andere Blogger an, sie war bekannt wie ein bunter Hund hier. Kein Wunder, wenn Intelligenz, Humor und Integrität aufeinandertreffen. Sie verlor auch die Lust am Bloggen, aber zumindest verloren wir uns nie aus den Augen. Andernorts erfahren wir voneinander Kleinigkeiten aus unseren Leben, was schön ist, aber mir nicht genug. Sie fehlt mir hier.

Maenne
Maenne ist ein Genussmensch, der seine Augen immer offen hält für seine Umgebung. Er berichtet ausführlich von seinen beruflichen Reisen und er unternimmt häufig schöne Dinge mit seiner Frau in der Freizeit. Er genießt einfach die Annehmlichkeiten des Lebens und ich lasse mich von ihm gerne inspireren.

Minako
Eine sensible, liebe Bloggerin haben wir hier, die ich schon länger kenne. Sie findet leider nicht mehr so viel Zeit, hier von ihren Reisen, ihrem Job und ihrem Leben allgemein zu erzählen, aber ab und zu guckt sie doch mal rein und versorgt ihre Blogfreunde mit sehr hübschen Fotos, die ihr Auge zum Detail zum Ausdruck bringen.

MissEnemy
MissEnemy hat keinen Nerv für eine gewählte Ausdrucksweise und ausgeklügelte Texte. Sie schreibt „frei Schnauze“ und ist dabei hier und da erfrischend vulgär. Sie scheut die Selbstreflexion nie, auch wenn sie selbst viel zu oft viel zu schlecht wegkommt in ihren eigenen Augen. In meinen Augen aber nicht.

mosili
So richtig viel gelesen habe ich von dieser Bloggerin in unserer bisher recht kurzen Blogfreundschaft noch nicht, aber erfahren durfte ich trotzdem viel. Ich schätze sie als gefühlsbetonte Person ein, der Familie und Partnerschaft sehr wichtig sind. Das merkt man an ihren Worten.

Nougatcornflake
Allein der witzige Name machte mich auf sie aufmerksam und ich habe es nicht bereut, mich mit ihr angefreundet zu haben. Nougatcornflake lässt uns ungefiltert am Irrsinn des Lebens teilhaben, teilt aber auch ihre schönen Erlebnisse. Man merkt sehr, dass es ihr gut tut, sich mit uns auszutauschen und sich die Dinge von der Seele zu schreiben.

Ormuz
Als gute Blogseele habe ich sie eigentlich schon immer gesehen. Ormuz ist eine gutherzige, geradlinige Frau, die ihr Ding durchzieht und für sich und ihre Meinung geradesteht. So wie sie jedem guten Menschen jegliche schönen Erlebnisse und Ereignisse gönnt, gönnt man auch ihr nur das Beste.

orphelins
Auch sie gehört zu den „alten Eisen“ hier im Blogland und auch wenn sie ebenfalls zu den Bloggern gehört, die nicht mehr allzu aktiv hier sind, hält sie irgendwas doch noch hier. Ab und zu liest man von ihr in der gewohnt gutmütigen Art und Weise einer engagierten Mutter, die dennoch auch ihre eigenen Belange nicht außer Acht lässt.

plietschejung
Unser Plietschi nimmt kein Blatt vor den Mund und stößt damit hier und da anderen vor den Kopf. Ich weiß es aber auch zu schätzen, dass ich mir bei ihm sicher sein kann, dass er mir nicht nach dem Mund redet. Und ich weiß, dass er eine entsprechende Gegenreaktion verkraftet, wenn ich mich von ihm nicht verstanden fühle. Ab und zu hat er die Schnauze voll von blog.de aber bisher kam er immer wieder und ich habe mich darüber immer gefreut.

RuhrpottPerle
Eine Bereicherung meiner Blogfreundesliste ist auf jeden Fall die Ruhpottperle. Sie macht – wie ich – gerne bei Blogprojekten mit wie „12 von 12“ und dem „Freitagsfüller“. Sie ist sehr kreativ und hat ein Händchen für alle möglichen Basteleien und selbstgemachte Geschenke. Ich finde sowas immer sehr faszinierend (wenn auch nicht inspirierend, aber kann ja nicht jeder so gestalterisch begabt sein).

ryansmilla
Milla! Wie auch Gerald hat sie einen herrlich trockenen Humor, die beiden harmonieren auch wirklich super beim gegenseitigen Kommentieren. Milla hat mich mit ihrem Blog und ihrem Buch schon oft zum Lachen gebracht und zwar auf der ganzen Themenbandbreite, die sie zu bieten hat. Und sie hat einiges zu bieten! Sie erzählt von ihrem Leben in Großbritannien, von ihrer Sofaecke, von ihren vielen Selbstgeißelungsprojekten, die sie konsequenter durchzieht, als jeder andere hier es könnte. Milla muss man einfach lesen und lieben!

Sirena-del-Mar
Oh man, mir wird wieder schmerzlich bewusst, wie sehr mir das „Früher“ hier fehlt. Sirena ist auch so eine Bloggerin, die ich sehr vermisse. Eine so herzensgute Person, die sich für ihre Ideale leidenschaftlich einsetzt, eine Menschenfreundin ist, die hat man einfach gerne im Freundeskreis. Es war immer lustig und schön, mit ihr hier zu kommunizieren.

Spieler7
Zum Glück ist wenigstens der Spieler noch ab und zu hier, das beruhigt mich ziemlich. Auch ihn kenne ich schon ewig und drei Tage und unsere Konversationen sind immer geprägt durch Witz und Verstand und Sticheleien (ab und zu, nur von seiner Seite aus natürlich :DD). Ich habe ihn sehr gerne und freue mich immer wieder, von ihm zu lesen.

sternenkratzer
Sternenkratzer, inzwischen eine frischgebackene Mutter, ist eine Bloggerin, die sehr gerne ihren Gedanken freien Lauf lässt und zu ihren Ansichten steht. Als Leser erkennt man schnell, dass man für sie wichtig ist, weil sie sich Dinge von der Seele schreiben kann und gleichzeitig erfährt, wie andere Menschen diese Dinge sehen. Sie ist immer offen für andere Meinungen und macht sich darüber konstruktive Gedanken. Ich schätze ihre diplomatische Art und Weise sehr.

Taste
Eine liebe, herzliche, witzige Person, die ihre Gründe hat, hier kaum noch aktiv zu sein. Es ist schade, aber manchmal geht es einfach nicht anders. Meine Sympathie hat sie jedenfalls schon immer gehabt und so bleibt es auch. Ganz aus der Bloggerwelt ist sie nie und manchmal antwortet sie auch gerne nach Jaaahren auf einen Kommentar und sorgt damit für Aufsehen. Darin ist sie Spezialistin.

Teufelchen169
Ganz frisch in meiner Freundesliste ist das Teufelchen und ich freue mich darüber, immer mal wieder jemanden hier zu finden, dessen Texte ich gerne lese. Ihre „Herzenswärmer“ sprachen mich sofort an, weil sie meinen „Sonnenstrahlen“ in der Vergangenheit glichen. Ich mag es sehr, wenn Menschen das Positive hervorheben, das baut mich mit auf. Teufelchen ist gerade schwer verliebt und ich finde es total schön, wie sie ihr Liebesglück beschreibt.

theobromina
Sie ist die Begründerin unserer Kastanienbewegung im Blogland und ich habe sie leider erst sehr spät entdeckt. Ihre Wortgewandtheit kommt – wie bei so vielen – hier inzwischen nur noch selten zu Tage, was wirklich sehr schade ist. Ihre Herzlichkeit und Gewitztheit sorgen für den Pfiff in ihren Texten und lassen schnell erkennen, was für eine liebe Person Theo ist. Auch in privatem Austausch steht sie einem mit Rat und Tat zur Seite, und das gerne, das merkt man.

vonB-lang
Kürzlich freundeten sie und ich uns an nach einem Austausch über das Ruhrgebiet. Nach nicht allzu langer Blogfreundschaft legte vonB-lang eine Blogpause ein, die leider immer noch andauert. Bewundernswert fand ich es schon immer, wie viel Arbeit sie in ihre freitäglichen Texte investieren musste, waren sie doch immer sehr ausgefeilt und enthielten sie mühsam zusammengesammelte Wochenstatistiken. Nun hat sie davon genug, aber erhalten bleibt sie uns bestimmt (hoffentlich) – nur eben anders.

Watson123
Die liebe Watson kenne ich schon sehr lange aus der Blogosphäre. Sie versorgt ihre Leser in regelmäßigen Abständen mit Eindrücken ihres Erlebten, nicht nur aus ihrer geliebten Heimat Jena. Sie zeigt uns viele schöne Bilder oder umschreibt ihre Ausflüge mit Worten – immer erkennt man darin ihr Auge fürs Detail. Watson ist eine nachdenkliche, tiefgründige Person, die weniger Gedanken an die Belanglosigkeiten des Lebens verschwendet und den essentiellen Dingen einen hohen Stellenwert bemisst. Ich bin mir sicher, dass sie bezüglich des Umgangs mit ihren Mitmenschen die Anständigkeit in Person ist und das ist eine richtig achtbare Gabe.

Wendy
Wendy und Watson sind sich in meinen Augen recht ähnlich, was die Aufrichtigkeit und Rechtschaffenheit angeht. Wendy macht keinen Hehl um ihre Meinung und teilt diese offen und vernünftig mit. Ich glaube, sie ist eine richtig gute Freundin – nicht zuletzt hat sie sicher deshalb so gute Freundschaften, die sie offensichtlich hegt und pflegt. Wendys Hobby ist die Kreuzfahrerei und diesem geht sie leidenschaftlich nach. Braucht man diesbezüglich Tipps, fragt man am besten sie, denn sie kniet sich gerne richtig rein, um ihr Gegenüber mit den bestmöglichen Informationen zu versorgen.

Wildschoen
Meine liebe wilde Schöne, wie lange kennen wir uns nun schon? Diese unglaubliche Frau ist Meisterin darin, das Leben positiv zu sehen und es so zu gestalten, wie es ihr ganz allein passt. Bewundernswert ist, was sie schon alles durchgezogen hat, wie sie für ihre Zufriedenheit arbeitet und für ihr Glück kämpft. Meisterhaft ist, wie sie Menschen das Gefühl vermitteln kann, etwas besonderes, wunderbares zu sein. Ich halte sie für eine Lebenskünstlerin, die viele unzufriedene Leute erfolgreich coachen könnte, ganz bestimmt. Ihre Texte sind bekannt dafür, kryptisch zu sein, an Umschreibungen hat sie ganz offensichtlich Spaß und sie ist und bleibt gerne ein bisschen geheimnisvoll.

wortReich
Diese warmherzige, junge Frau schreibt für ihr Alter derart tiefsinnige Texte, die mich ganz oft richtig umhauen. Diese Bloggerin hat Substanz und das mag ich so sehr an ihr. Wie oft habe ich schon bei ihr gelesen und war völlig hingerissen davon, wie sie ihre Gedanken, in die sie gerne versinkt, bedeutungsvoll in ihren Blogeinträgen verpackt? Und wie herzlich sie sich über zustimmende, aufmunternde oder auch aufrüttelnde Worte ihrer Leser freut, das kauft man ihr einfach ab.

Yoki81
Zu guter Letzt – wie sollte es anders sein – muss ich wieder eine Bloggerin vermissen. Yoki hat uns jahrelang an ihrem Leben in Holland teilhaben lassen und die Blogfreundschaft mit ihr war von Respekt, Freundlichkeit und gegenseitigem Interesse geprägt. Es ist sehr schade, dass auch sie mit dem Bloggerdasein nichts mehr anfangen kann, aber so ist es eben, kann man nichts machen…

Zum Glück habe ich gerade durch das Beschreiben meiner Blogfreunde gemerkt, wie viele Leute mich hier immer noch und weiterhin begleiten und weshalb ich überhaupt weiterhin hier bin und hier schreibe und hier Spaß habe. Die, die da sind, sind mir alle sehr ans Herz gewachsen und die, die nicht mehr da sind, habe ich nicht vergessen. Bloggen ist so viel mehr als oberflächliches Internet-Blabla.