Familienfrühlingsabend

Der Samstag ist bei uns meistens dazu da, dass MTM Zeit mit MTE nachholt, die ihm unter der Woche fehlte und ich Zeit mit mir nachhole, die mir unter der Woche fehlte. Wir handhabten das auch wieder so tagsüber; Vater und Sohn waren einkaufen und ich konnte in Ruhe meinen Kaffee trinken und einen Blogeintrag tippen. Die Zubereitung des Mittagessens obliegt auch am Wochenende meistens mir, was ich aber auch genieße, weil ich das dann wenigstens ganz in Ruhe machen kann. Nach dem Mittagsschlaf des Kindchens fuhren die beiden nochmal los zu Mr. Wash, was ewig dauerte wegen des Andrangs, aber für den Kleinen total das Erlebnis war. Als die Jungs dann um 17 Uhr wieder zu Hause ankamen, hatte ich schon einen beachtlichen Teil meiner Zeit in die Körperpflege investiert (geht halt so auch nur am Wochenende) und sprang nur noch ins Auto. Wir fuhren nach Esslingen, wozu wir nur wenige Minuten brauchen. Eigentlich ein Unding, dass wir dort, in dieser echt schönen Stadt, so selten sind!

Natürlich hatten wir ein wenig die Zeit im Nacken, Abendessen und Schlafenlegen verschieben wir beim Kleinen ungern. Zu heilig ist uns unser ruhiger Abend. ;) Aber ein bisschen spazieren konnten wir noch durch den Teil Esslingens, den man auch „Klein-Venedig“ nennt. Die Straßen waren voller Menschen, die auch sonnen- und erlebnishungrig waren. Zum Glück bekamen wir gegen 18 Uhr noch einen Tisch bei dem Italiener mit den Wagenrad-Pizzen, bei dem sich MTM zu essen gewünscht hatte (in dem Haus auf dem Foto oben). Es ist ja immer ein bisschen spannend, ob das Kind so einen Restaurantbesuch gut mitmacht, vor allem abends wenn auch Müdigkeit eine Rolle spielt. Naja, das tut sie aber mittags ja auch. Der Kleine war jedenfalls extrem ungeduldig, denn das Sitzen im Hochstuhl bedeutet: Essen! Jetzt! leider kam MTMs superheiße Riesenpizza zuerst, und das Geheul war groß. Es wäre aber noch größer gewesen, wenn das Kind so ein heißes Stück im Mund gehabt hätte, das weiß ich aus Erfahrung. Zum Glück war es richtig schön laut im Restaurant, niemand dürfte sich gestört gefühlt haben vom Gemecker des Prinzen. ;) Seine Bambini-Pasta mit milder Tomatensauce kam dann auch bald und ich fragte mich schon, was daran bitte eine Kinderportion sein soll. Sein Teller war voller als meiner! Und der Hammer war, dass MTM und ich wirklich keinen Bissen abstauben konnten, weil das Kind seine Portion quasi inhaliert hat! :D Er durfte mit den Fingern essen und tat das auch sehr prima, die Sauerei war jedenfalls nicht groß, weil ja fast ausnahmslos alles in seinem Mund landete. Natürlich ist so ein Restaurantbesuch mit Kind nicht so entspannt wie alleine, aber wir genossen es trotzdem so gut wir konnten und freuten uns einfach, dass es so gut klappte. Meinen Wein musste ich dann zwar hinterkippen (spare ich mir beim nächsten Mal), aber was soll’s. Nach 45 Minuten hatten wir schon wieder gezahlt und hatten dann sogar noch etwas Zeit zum Spazieren in der Abendsonne über den Marktplatz.

Das Kind war dann doch etwas später als sonst im Bett, aber alles lief friedlich und wir konnten unseren Abend nach unseren Wünschen gestalten: Ich mit Sekt und in der Blogosphäre, er mit Bier und vor der Glotze. Wir gestehen uns solche getrennten Abende auch gerne mal zu, warum auch nicht. :)

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Achtung, kein Babycontent! ;)

Liebe Leser und Freunde der Kastanienbewegung, sperrt die Äuglein auf und lest genau hin: Am Sonntag den 20. März 2016 begrüßen wir Punkt 12 Uhr gemeinsam den Frühling! Unsere liebe Theo schreibt hier nochmal ausführlich, wieso und weshalb und wie. Allzu schwer ist es nicht: Jeder, der eine Kastanie als Handschmeichler den Winter über in der Jackentasche hatte, wirft sie nun genau zu diesem Zeitpunkt weit von sich. Und die Winterjacke packen wir dann spätestens auch ganz hinten in den Schrank, oder? :)

Der Frühling ist eindeutig schon da, hier im Süden haben sich die ersten Boten schon vor etlichen Tagen gezeigt. Und das Wetter wird nun immer besser. Sonnige Tage wie letzten Mittwoch hier…

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…im wunderschönen Esslingen häufen sich und wollen genutzt werden. Ich freu mich drauf!

Ein komisch-schöner Geburtstag

Es kommt nicht oft vor, dass ich an meinem Geburtstag nicht in meiner Heimat bin und meine Eltern und Freunde nicht sehe. In den nunmehr 33 Jahren ist es an diesem 3.12.15 das dritte Mal passiert. Das erste Mal ereignete sich im Jahr 2008, als ich in Dublin ein Praktikum fürs Studium absolvierte. Das zweite Mal war ich in Island auf Hochzeitsreise und feierte dort mit MTM meinen 30sten. Und nun bin ich 2015 hochschwanger, hatte meine Eltern gerade erst zu Besuch und fahre mit MTM nächstes Wochenende, wenn alles gutgeht, in die Heimat zum 50. Geburtstag meines Onkels. Irgendwie wäre es logistisch einfach blödsinnig gewesen, die Eltern nochmal 560km fahren zu lassen oder selber so kurz vor dem Onkelgeburtstag nach Hause zu fahren. Also blieb ich in Stuggi, allein mit MTM, ohne die obligatorische Wintergrillparty mit Familie und Freunden. Irgendwie komisch, für alle Beteiligten wohl. Aber trotzdem: Ich hatte einen richtig schönen Geburtstag. Ich bin froh, dass ich nicht traurig war, sondern einfach den Tag genießen konnte, so wie er eben war.

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MTM hatte an diesem Tag Urlaub und hat mich mit einem schönen Geburtstagstisch überrascht. Nachdem wir ein Stück von dem Kuchen gefrühstückt hatten und die Geschenke ausgepackt waren, machten wir uns gaaanz langsam zurecht, um zum „Brunch“ zu dem wunderschönen Weihnachtsmarkt nach Esslingen zu fahren, der schon um 11 Uhr öffnete, die perfekte Zeit wenn man Menschenmassen nicht leiden kann.

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Wir schlemmten ein bisschen herum und als wir dann satt waren und alle Gänge abgelaufen hatten, fuhren wir nach oben zur Esslinger Burg. Das war eine spontane Eingebung, weil wir zu unserer Schande gestehen mussten, dort noch niemals nicht oben gewesen zu sein. Auch MTM nicht, der ja schon sein ganzes Leben im Raum Stuttgart lebt.

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Wie man sieht, hatten wir einfach das perfekte Wetter, ich hab mich so sehr über die Sonne und den blauen Himmel gefreut! Wir wanderten eine ganze Weile umher und bestaunten diesen herrlichen Ort. Und die Aussicht erst!

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Irgendwie hatten wir noch viel Zeit bis zum Abendessen, also fuhren wir nach Stuttgart rein. Dort wartete recht viel Weihnachtstrubel auf uns und wir liefen wie die Weltmeister durch die Gegend und bummelten und stöberten in den Läden. Fragt nicht nach dem Muskelkater, den ich dann am 4.12. hatte, meine derzeitige Körpermitte macht es schon etwas beschwerlicher. ;)

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Jedenfalls wollten wir dann nur mal kurz ein bisschen nach Tablets schauen, weil wir uns schon eine Weile überlegten, uns eins zuzulegen. Und irgendwie, wer weiß was da mit uns los war, machten wir dann einen Spontankauf. Wir sahen es, entschieden uns dagegen, kamen nochmal zurück, schauten es wieder an, gingen wieder, kamen nochmal zurück, schauten es nochmal an… So ging das eine ganze Weile, der Verkäufer war schon bisschen genervt. Aber das Angebot war so gut und ich hatte ja auch Geburtstag und überhaupt, bald würden wir nur noch Spielsachen und anderen Kinderkram kaufen und uns nie wieder etwas gönnen können… ;D Tja, das war ein sehr zufriedenstellender Stadtbummel.

Noch zufriedener konnten wir nur sein, wenn wir endlich wieder was zu beißen zwischen den Zähnen hatten. Also liefen wir zum Afrikaner, wo ich schon einen Tisch reserviert hatte. Ich wollte da schon immer mal hin und wurde auch nicht enttäuscht. Ich hab Zebra, Krokodil und Strauß probiert und irgendwelche Beilagen (Brot und Brei), die richtig lecker waren. Genau wie der alkoholfreie Cocktail – es wurde einfach ein sehr gemütlicher, köstlicher Ausklang des Tages.

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Als wir wieder auf unserer Couch saßen, lief „The Voice“, MTM beschäftigte sich mit dem Tablet und ich mit den fünf Paketen, die vor unserer Tür standen. Ich war erst spät im Bett und am Tag danach bin ich ganztags gar nicht in die Gänge gekommen, so kaputt war ich. Kaputt und froh über den schönen Geburtstag. ♥

Stell dir vor, du gehst auf den Weihnachtsmarkt und keiner ist da.

Winterhimmel

Den Arbeitstag hinter sich bringen und sich zu Hause voller Vorfreude treffen. Himmel schön, Wetter super, schnell die Arbeitstaschen in die Ecke flacken, Geld und Kamera einpacken, nochmal pullern und los geht’s zum Bus! Dann umsteigen in die Bahn, aussteigen in Esslingen und sich auf einen der schönsten Weihnachtsmärkte der Umgebung freuen. Spazieren durch die Stadt in Richtung Marktplatz, stutzig werden und sich gegenseitig sagen hören: „Fing der Weihnachtsmarkt nicht immer schon ungefähr HIER an?“ Zum ersten Mal an diesem Tag auf die Idee kommen, sich zu informieren. Handy rausholen, Google aufrufen: Weihnachtsmarkt is nich, weil gestern letzter Tag. Ey…

Esslingen

Okay, nicht verzagen, das Beste aus allem machen, weiterschlendern in der Stadt, in der man trotz unmittelbarer Nähe viel zu selten ist. Bisschen rumgucken, bisschen fotografieren, bisschen nach einer Kneipe und was zu beißen suchen, da akut hungrig und durstig. Burger essen, Cocktails trinken, Bahn verpassen und 30 Minuten in der Kälte warten. Heimfahren, Weihnachtskerzen anmachen, den letzten Vorweihnachtsabend in unserer Wohnung genießen.

War schön heut. :D

Wochenende

…jaja, kommt bald wieder und so, aber das letzte will ich noch fix Revue passieren lassen, ok? Es war nämlich richtig schön und es lief so, wie schon im Freitagsfüller angedeutet.

Am Freitag hatten wir einen schönen, chilligen Grillabend mit Freunden.

Am Samstag haben wir tagsüber geschwitzt und uns kaum bewegt, am Abend kamen wir dann aber in die Puschen und bewegten uns zumindest bis zum Auto. Im Autokino schauten wir „Wolverine“ (uuuuh). Schon lange ist es her, dass wir dort waren, ich fand es mal wieder richtig toll und ramontisch. ;)

Autokino Kornwestheim

Am Sonntag rafften wir uns auch erst gegen abends auf, fuhren dann kurz mal nach Esslingen zum Zwiebelfest (hahaha, ICH, auf dem Zwiebelfest). Die Stadt ist ja wirklich ganz entzückend, aber das Feschdle war nun nicht so der Bringer.

Esslingen

Also ging es zurück nach Stuggi zum Sommerfest in der Innenstadt. Überall weiße Zelte, in denen allerhand Köstlichkeiten angeboten wurden und wir mit Cocktaildurst und Appetit mittendrin. Schön war es auch hier, nur schade dass es schon wieder Sonntagabend war und der Ernst des Lebens schon wieder viel zu schnell vor der Tür stand. Möp. ;)

Sommerfest Stuttgart

Urlaub! :D

Nachdem Stuttgart noch am Dienstag ja hübsch in Schneezuckerguss getaucht war…

Schnee in Stuttgart

…ging das Ganze direkt am Mittwoch in ollen Regen über. Pünktlich zu meinem Urlaubsbeginn am Mittwochabend trabten MTM und ich also bei Nieselregen und richtig ungemütlichem Nasskalt auf den Esslinger Weihnachtsmarkt, weil wir uns das eben so vorgenommen hatten und wir laut MTM ja auch „nicht aus Zucker“ sind. Stimmt, und schließlich kann man sich auf Weihnachtsmärkten wunderbar mit allerhand Köstlichkeiten aufwärmen, so wie Glühsangria (siehe Foto) und Esslinger Weihnachtspunsch und Johannisbeer-Met und Schwarzwälder Heidelbeerwein…

Weihnachtliches Esslingen Glühsangria

Wir hatten jedenfalls einen schönen gemeinsamen Abend und ich hatte gleichzeitig einen guten Urlaubseinklang. MTM muss ja noch malochen, der hat dafür aber nach Weihnachten 2 Wochen frei.

Ich begann meinen heutigen Urlaubstag erst einmal mit einem leckeren Frühstück zu zweit. Nein, nicht mit meinem geheimen zweiten Freund, sondern mit meiner Cousine, die heut beruflich in Stuttgart „zwischengelandet“ ist. Wir haben es uns bei mir gemütlich gemacht und auch eine kleine vorweihnachtliche Bescherung veranstaltet, wie wir das früher traditionell gemacht haben, als wir noch beide in Dresden lebten. Hach, wir erinnern uns gern an diese Zeit.

Bescherung

Zu den Geschenken gabs übrigens ein Tröpfchen edlen Dresdner Engel, den ich zum Geburtstag geschenkt bekam. Wirklich absolut köstlich, man möchte eigentlich keinen anderen Sekt mehr trinken, alles nur Plörre im Vergleich!

Tja, und sonst? Cousinchen musste am frühen Nachmittag wieder die Biege machen und seitdem arbeite ich meine vorweihnachtliche Liste ab. Budenschwung ist nun zur Hälfte gemacht und morgen gehts weiter. Man kommt hier NICHT zur Ruhe! ;)

Lerne deine Umgebung kennen!

Manchmal tappt man ja ein bisschen blind durch den Alltag, was an der Beschaffenheit des selbigen liegen mag. Alltag ist, zu Hause bzw. in seiner gewohnten Umgebung sein. Wenn man in Urlaub geht oder einen Ausflug macht, da hat man meist die Augen offen für alles Neue, Schöne, Seltene. Seine gewohnte Umgebung hingegen nimmt man viel zu selten wahr, finde ich. Ich kann mich da nicht ausschließen, sehe mich letztendlich aber doch als bewusster wahrnehmend, als die Mehrheit der Menschheit in meinem alltäglichen Umfeld. Nicht zuletzt hat das Bloggen darauf einen erheblichen Einfluss. Seit ich auf diese Art und Weise Fotos zeigen und Berichte schreiben sowie auch an anderen Leben teilhaben kann, nehme ich definitv meine Umgebung bewusster wahr. Das kann ein Nichtblogger eher weniger verstehen, jedoch kann man eine ähnliche Entwicklung bei anderen Menschen auch seit dem Facebook-Einschlag erkennen. Ich begrüße das sehr.

Nun habe ich gestern wieder einmal dafür plädiert, die nähere Umgebung zu erkunden, wenn auch nur kurz und feierabendmüde. Die nähere Umgebung ist z.B. die Stadt Esslingen, die nach unserem Umzug noch näher an unserem Alltag liegen wird, als bisher.
Ich erinnere mich, dass ich bei meinem ersten Besuch dieser Stadt (Weihnachtsmarkt 2010) schon sehr erstaunt über die Schönheit war, die mich erwartete. Ich wusste bis dato gar nicht, dass Esslingen zur deutschen Fachwerkstraße gehört. Und lange wusste ich nicht einmal, dass es eine deutsche Fachwerkstraße gibt. ;) Tja, wenn man die Augen offen hält, lernt man auch dazu!

Gestern also sind wir nach dem Feierabend eine ganze Weile durch die Esslinger Idylle gebummelt, ohne ein konkretes Ziel zu haben. Wir haben einzig und allein die Eindrücke aufgesaugt und eingefangen. Schön und erholsam war’s!

Esslingen Postmichelbrunnen Esslingen Hopfen

Esslingen ?pfel