Wiedersehen macht Freude!

Nicht nur zwischen Papa und Sohn, die sich nach einer Woche (von den anderthalb Wochen Heimataufenthalt war MTM drei Tage auch mit dort, dann flog er zurück nach Stuggi) endlich wieder hatten, sondern auch zwischen mir und dem Winter. Ich freu mich so über jedes bisschen Schnee! Vor allem hier in Stuttgart, wo Schnee, wenn überhaupt vorhanden, sowieso immer viel schneller wegschmilzt. Und überhaupt, ich freu mich auch sehr über winterliche Kälte, ich finde die knackig kalte Luft so toll, und dass man sich dick einmurmeln muss um nicht zu frieren, und dass eine heiße Wanne dann so viel attraktiver ist. Ja, ich mag den Winter, wenn er so ist.

Am Sonntag starteten wir mit einem Wiedersehensfamilienfrühstück zu dritt und im Schlafanzug. So sieht unser Familienidyll aus, und das so gut wie jeden Sonntag. Ich liebe das. Diesmal musste ich nicht mal zum Bäcker mit blasser Nase und strubbeligem Haar, denn ich hatte gute, günstige Brötchen mitgebracht von „unserem“ tollen Dorfbäcker in der Heimat. Wir ließen uns am Vormittag Zeit für alles, hatten aber trotzdem noch die Möglichkeit, eine Weile durch den Schnee zu stapfen, Schneebälle auf uns zu schmeißen, Schnee zu essen (Kind, was will man machen ;D), und die klare Luft zu atmen.

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Zum Mittagessen kehrten wir dann hungrig in unsere Sportgaststätte hier im Stadtteil ein, die eine Mischung aus griechischem und schwäbischem Essen anbietet. Zaziki kam diesmal beim Kind überraschenderweise nicht so gut an, dafür aber natürlich Maultaschen mit Kartoffelsalat. Den Schwaben kriegst du nicht mehr raus aus dem Kind, komme was wolle. ;)

Den Nachmittag verbrachten wir getrennt, sodass ich mal ein paar Stunden allein in der Bude habe, um mich wieder einzuleben, sozusagen. Und der Abend lief dann genauso familiär und entspannt weiter. Spielen, Abendbrot, Bücher lesen, Tatort. Letzteres natürlich ohne Knirps!

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Mein Wochenende in Bildern

An diesem Wochenende war schon einiges los, da konnte man einige Fotos machen, und deshalb mach ich jetzt auch mal so einen Eintrag. Ich lese diese Art Blogeinträge auch bei Anderen total gerne. :)

Samstag

Ich bin früh morgens in die noch ganz ruhige Innenstadt gefahren und habe unterwegs eine perfekte Butterbrezel gefühstückt, während meine Männer zu Hause frühstückten und sich für den Tag fertig machten. Während ich beim Friseur war, waren auch die beiden beim Friseur – mein Mann empfand die Haare meines Kindes als zu strubbelig und hat das Ding halt einfach durchgezogen. Das Kind war (wider Erwarten, ehrlich gesagt) sehr tapfer und ich bin froh, dass ich das nicht mit ihm machen musste.

Ich bin dann noch 6 Stunden durch die Geschäfte gebummelt, hab für mich, aber hauptsächlich für’s Kind geshoppt, über das erste Frühlingserwachen gestaunt und mir ein richtig geiles Eis gegönnt, trotz eisiger Kälte draußen.

Sonntag

Meine Jungs verbringen den Vormittag im Zoo, wo sie eine kranke Kuh entdecken, fleißig „pusten“ damit es bald „wieder dut“ ist. Zu Hause wird die Situation detailgetreu nachgestellt. :D

Zum Mittagessen koche ich ein indisches Garam Masala Curry, das ich bei der lieben Mama will Schoko entdeckt habe. Nach dem Mittagsschlaf macht der Herr des Hauses perfekte Plinse zum Vesper.

Während unser Besuch da ist, die Kinder ausgiebig toben, die Erwachsenen ein paar Sekt/Bier trinken und wir alle gemeinsam noch ein ebenfalls heute Mittag gekochtes Chili con Carne zum Abendessen genießen, wird draußen die Welt in Puderzucker gehüllt. Sooo schön, ich freu mich!

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Muddi im Glück

Also unsere letzte Woche könnte man eigentlich getrost in die Tonne kloppen: Am Wochenende wurde das Kind krank. Ich behielt ihn dann am Montag (mein freier Tag) noch zu Hause, obwohl es ihm besser ging und das Fieber weg war. Da war ich dann schon 4 Tage am Stück mit ihm in der Bude, und leider zählt bei Krankheit ausschließlich Mama, sodass MTM und ich uns nicht mal abwechseln konnten. Dienstag war ich heilfroh, wieder auf Arbeit zu sein. Dann rief die Kita an… Er hing so in den Seilen, ließ keinen an sich ran und weinte viel, dass ich Überstunden nahm und ihn morgens um 10 schon wieder abholte. Husten und Schnupfen blieben und seine komische Stimmung auch, sodass ich die ganze Woche Überstunden abbummelte und mit dem Kind zu Hause blieb. Schlussendlich wurde ich dann am Donnerstag auch krank. Alter. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich mich am Freitag einfach nur noch „runtergewirtschaftet“ fühlte. Es ist eben auch was anderes (ergo: sehr sehr anstrengend), mit einem kranken Kind zu Hause zu sein, als z.B. in meiner Elternzeit fast durchgängig mit einem gesunden. MTE und ich hatten wirklich keine leichte Woche zusammen, weil er nicht gut drauf war und ich halt irgendwann auch nicht mehr.

Aber, wir lassen die Tage trotzdem so, wie sie waren, hauen sie nicht in die Tonne, behalten sie trotzdem in guter Erinnerung. Es gibt nämlich garantiert Schlimmeres. Und diese Zeit hatte trotzdem auch gute Seiten:

Am Montag, nachdem ich 4 Tage mit dem Kindchen zu Hause war, hatte ich abends einen totalen Budenkoller. MTM kam abends nach Hause und erkannte sofort, dass es wohl besser wäre, wenn ich mal das Haus verlasse. Ich äußerte die Idee, vielleicht einfach schwimmen zu gehen oder so, woraufhin mein Mann auf mich einredete, dass ich nicht weiter überlegen, sondern es einfach tun soll. Der Kleine war nicht mehr so anhänglich und akzeptierte mein Gehen, sodass ich überglücklich aus dem Haus stürmte und ins Schwimmbad fuhr. Erst bin ich 30 Minuten geschwommen, den Rest der Zeit habe ich mich in den heißen Eierkocher gelegt. :D Was für eine Wohltat!

Am gestrigen Freitag war es endlich so weit, und durch eine Woche kitafrei und gute Krankenpflege war der Kleine fit genug, um das lang herbeigesehnte Vorhaben mitzumachen: Er fuhr mit seinem Papa nach Rheinhessen zu seinem Patenonkel. Für ein ganzes Wochendende! Leute, ehrlich, das Glück hat einen Namen! Ich, die sich wie gesagt inzwischen total runtergewirtschaftet fühlte und auch noch krank geworden ist, bin ein ganzes Wochenende ALLEIN zu Hause! In den zwei Jahren meiner Mutterschaft ist das nunmehr das dritte Wochenende, und ich weiß, damit hab ich mehr als manch andere Mutter sich zu träumen wagt. Ich fordere sowas aber auch ein und habe Gott sei Dank einen Mann, der keinen Schmerz damit hat, Zeit allein mit seinem Sohn zu verbringen. Zudem hatte und hat mein Mann genauso freie Tage von uns, da wir immer mal wieder allein in meine Heimat zu meiner Mutti fahren.

Ich genieße diese Zeit so so so sehr, das kann sich kein Mensch vorstellen. Ich weiß, meinen Jungs geht es gut, ich werde regelmäßig informiert. Und nein, ich vermisse nichts und niemanden gerade.

2!

Am Sonntag, den 7. Januar 2018, war es genau zwei Jahre her, dass mein kleines Wurschtgewitter das Licht der Welt erblickte. Zum 1. Geburtstag war ich sehr emotional, das weiß ich noch. So schlimm war es diesmal nicht mehr, nur noch ein bisschen. ;) Im Vorfeld war ich relativ gestresst, bzw. hab ich mich selber unnötig gestresst. Denn letztlich war alles einfach wunderbar, so wie es war:

Am Freitag reisten meine Tante, mein Onkel und meine Mutti an, um übers Wochenende zu bleiben. Wir haben eine klitzekleine Wohnung, aber trotzdem fand jeder einen Platz zum Schlafen und auf die Füße getreten sind wir uns auch nicht. Der Kleine war total glücklich und ausgeglichen, weil einfach immer jemand da war, der sich intensiv mit ihm beschäftigt hat. Am Samstag kam dann auch noch meine Cousine aus Düsseldorf angereist und dann war das Kind völlig im Himmel. Das Vorbereiten des Geburtstages lief Hand in Hand super, denn es war immer jemand fürs Kind da und auch immer jemand, der helfen konnte beim Schnippeln, Aufbauen usw.. Außerdem hatte ich schon im Vorfeld Aufgaben verteilt: Für den geplanten Brunch am Sonntag hatten Tante und Mutti einiges mitgebracht (Klopse, Käsesuppe, Kartoffelsalat, Kuchen) und meine Cousine war für den Geburtstagskuchen verantwortlich. Ab 10:30 Uhr kamen alle anderen Gäste (10 an der Zahl, alles MTMs Verwandtschaft) und bis dahin hatten wir es hingekriegt, alle nacheinander ins Bad zu gehen und das Buffet herzurichten.

Der Kleine schlief am Vorabend extrem spät für seine Verhältnisse ein (erst 22 Uhr), trotzdem erwachte er pünktlich um 6 Uhr an seinem Geburtstag und stürmte sogleich das Wohnzimmer, um allen „Hajo“ (Hallo) zu sagen. :D Dort erwartete ihn sein Geburtstagstisch, der gleichzeitig unser Geschenk war, gemeinsam mit zwei Stühlen. Dazu gab es noch eine Spieluhr und sein eigenes kleines Fotoalbum mit Menschen, die ihm wichtig sind. Als er aber die Kinderküche mit Pizza im Ofen und Gemüse zum Schneiden erblickte, die seine Oma ihm schenkte, war alles vorbei. Das Kind spielte um sein Leben und alle anderen saßen verschlafen herum. :D

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Die große Gästeschar auf engem Raum nahm MTE erstaunlich gut an. Er war den ganzen Tag total entspannt, spielte mit fast jedem mal und genoss einfach, dass sich alle darum rissen. Als ich mich zum Mittagsschlaf mit ihm hinlegte, um ihm mal kurz eine Pause zu verschaffen, war er sehr empört, sackte aber direkt nach seinem Heulanfall zusammen und schlief tief und fest für eine Stunde. Dann konnte es weitergehen mit dem Spielen und Toben und „kochen“. :) Als meine Familie halb 3 die Segel strich, weil sie noch eine lange Fahrt vor sich hatten, kamen meine Emotionen hoch und ich steckte die anderen damit auch noch an. Wir lagen uns beim Abschied heulend in den Armen und ich war so traurig, dass sie schon wieder gehen mussten nach diesem schönen Wochenende. Ja, ist halt manchmal so, muss auch mal raus, der Unmut über die Entfernung…

Die anderen Gäste gingen dann gegen halb 5 und dann ließen wir erst einmal Ruhe einkehren, räumten ein bisschen auf, spielten mit unserem Geburtstagskind und aßen Abendbrot. Der Kleine wurde dann auch bisschen unausstehlich, wie das eben so ist, bei Mama und Papa kann man es rauslassen. ;) Er schlief aber schnell ein und tief und fest durch (ist nicht mehr so alltäglich bei uns seit geraumer Zeit), sodass wir uns auch noch zu zweit bei Sekt und Rumcola besinnen konnten. Was war das eine krasse Zeit für uns, vor zwei Jahren. Wie hat sich unser Leben verändert, in diesen zwei Jahren. Wie sehr lieben wir doch diesen neuen Menschen in unserer Mitte, seit zwei Jahren. ♥

Wir waren uns einig: Es war ein richtig toller 2. Geburtstag und wir sind rundum zufrieden damit. Und unsere Familien sind beide auf ihren Arten bisschen irre, aber beide auch toll. :)

Die Weihnachtsbaumrevolution, die keine war.

Pläne sind dazu da, verworfen zu werden. Wenn nicht von einem selbst, dann auf jeden Fall vom Kind! ;) Ich hatte mir ja vorgenommen, dieses Jahr ganz anders unseren Weihanchtsbaum zu schmücken, bezeichnete das sogar als „Revolution“, zumindest in meinem bescheidenen, ordentlichen, schlichten Leben. ;) Ich wollte einen ganz kunterbunten, kinderaugenleuchtendmachenden Baum haben, mit total lustigen, kitschigen Kugeln in Form von Eistüten, Bratwürsten, Katzen und sowas. Und dazu sollten noch runde türkise und lila Kugeln kommen. Leider hat das gar nicht geklappt, denn ich schaffte es nur, ein paar Figuren (Gurke, Auto, Flugzeug, Feuerwehr, Walnuss, Erdbeertorte, Pilz, Apfel, Orange, Champagnerflasche, VfB-Trikots… ;D) zu besorgen, dann wurde das Kind krank und klebte so an mir, dass ich an die Wohnung gefesselt war und einfach nichts mehr besorgen konnte. Also blieb unser Baum eher schlicht und weiß, mit ein paar kleinen Highlights:

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Die Kinderaugen leuchteten trotzdem und der Kleine findet bis heute noch total interessant, was da so alles am Baum hängt. Nun gut, dann sammle ich nun eben im Laufe der Zeit kitschige Kugeln, bis wir irgendwann einen superbunten Baum haben. ;)

Unser Weihnachten war trotz der Mundfäule, die das Kind heimgesucht hatte, wirklich schön. Es trat zum 24.12. endlich eine wirkliche Besserung bei dem Kleinen ein und er aß erstmalig seit Tagen wieder etwas zum Abendessen. Ich war nun ziemlich erkältet, aber das zählt ja nicht wirklich und der Verlauf des Tages war dadurch nicht beeinträchtigt. Den ganzen Tag war der Kleine mit seinem Papa bei der Verwandtschaft, und als er nachmittags nach Hause kam, war das Christkind schon da, hatte den Baum geschmückt und die Geschenke hingelegt. Der Geschenkewahnsinn ist auf dem Bild wohl gut zu erkennen… Einiges davon war auch für die Großen, aber dem Kleinen hat halt auch jeder was schenken wollen. Alles total schöne, wirklich nicht übertriebene Spielsachen. Aber es war einfach viel zu viel. Irgendwann, mitten im Auspacken, stand er auf, nahm seine Oma an der Hand und ging mit ihr in sein Zimmer zum Spielen. Mit seinem alten Spielzeug. Ich glaube, das sagt alles. ;)

Nach dem Abendessen (Käsesuppe, Kartoffelsalat, Wiener) durfte das Kind dann mit seinen neuen Bade-Eimerchen (das billigste Geschenk und eigentlich das absolute Highlight) in die Wanne; währenddessen wurde die Bude von Geschenkpapier befreit und aufgeräumt. Das Kind musste nur noch ins Bettchen, dann konnte endlich die erwachsene Gemütlichkeit losgehen. Wir haben es uns wirklich schön gemacht, MTM, meine Mutti und ich.

Die restlichen Feiertage gingen auch gut über die Bühne bei der Verwandschaft und dem Kind ging es auch von Tag zu Tag besser. So konnte ich dann auch zwischen den Jahren arbeiten gehen, ich hatte ja durch die Woche „kindkrank“ einiges nachzuarbeiten. Außerdem war es für mich die pure Freude, nach der intensiven Klammerzeit des Kleinen endlich mal wieder was anderes als Mutter zu sein.

Nach den zwei Arbeitstagen folgten das große Geschenke-Wegräumen und Umräumen im Kinderzimmer, gestern ein ganzer Familientag zu dritt im Zoo und nun haben wir schon Silvester heute und ich bin nicht ganz so entspannt, muss ich zugeben. Wir bleiben zu Hause mit einer Packung Käsefondue und freuen uns auch drauf, aber nachdem die letzte Nacht plötzlich total doof war und das Kind uns stundenlang wach hielt, hab ich schon wieder Sorge, was das heute mit der Knallerei dann noch werden soll. Außerdem wollte ich noch ein paar Sachen im alten Jahr abschließen (ja, so ticke ich halt), bin aber nun total müde und demotiviert. Mal schauen, was ich heute noch auf die Kette kriege.

Eine Sache ist nun immerhin abgehakt: Mein Weihnachtseintrag und zeitgleich der letzte Eintrag im alten Jahr, mit dem ich euch allen einen guten Rutsch und alles Gute fürs Jahr 2018 wünschen möchte! Macht es euch schön, nicht nur heute, sondern immer! :)

Im Übrigen…

…trage ich total gerne meinen Schlafanzug, nur nicht im Bett, weil ich beim Schlafen Hosen und Gummizug nicht ertragen kann.

…koche ich gerade zum ersten Mal Erbseneintopf und habe dabei ein seltsames Verlangen nach einer Kittelschürze, wie Oma sie getragen hat.

…plane ich eine Weihnachtsbaumschmuckreform, die (in meinem Leben zumindest) ihresgleichen sucht.

…habe ich den (vermutlich unerfüllt bleibenden) Traum, nach nächstem Mittwoch dieses Jahr dann nicht mehr einkaufen zu müssen.

…gehe ich „zwischen den Jahren“ freiwillig arbeiten, weil ich diese Ruhe auf den Straßen und auch auf Arbeit liebe.

…kommt meine Mutti am Dienstag endlich wieder zu Besuch.

…wollen wir das gleich ausnutzen und nächste Woche endlich ins Kino zu Star Wars gehen!

 

Dezemberliebe

November

Ich hatte ja hier und da schon erwähnt, dass der Dezember von mir sehr geliebt wird und auch recht ereignisreich bei uns ist. Aber erst mal musste das Ende des Novembers ordentlich über die Bühne gebracht werden, denn das war irgendwie auch nicht ohne dieses Jahr. Mein Kind sah seine Mutter 2,5 Tage gar nicht, weil diese ihren Job, städtische Erledigungen, einen abendlichen Friseurtermin und eine Weihnachtsfeier inklusive spontaner Übernachtung bei der Kollegin bewerkstelligen musste wollte. Unterdessen fiel der erste richtige liegenbleibende Schnee – ich war live dabei, auf der Terrasse meiner Kollegin, nachts um 2, in eine Decke eingemurmelt und mit Rotwein und Zigarette in der Hand. (Ich muss einfach in regelmäßigen Abständen eskalieren, sonst wäre ich nicht mehr ich.) Am 30.11. war dann die Wiedersehensfreude bei meinem Sohn und mir groß, als ich ihn aus der Kita abholte; trotzdem gab es Pflichten zu erfüllen statt einen reinen Spielenachmittag. Wir mussten nämlich unsere Abreise am Folgetag vorbereiten und die Bude in Ordnung bringen, Wäsche abnehmen, packen usw..

Dezember

Am 1.12. hatten mein Mann und ich unseren 5. Hochzeitstag. Fünf Jahre! Welche Veränderungen diese kurze Zeit mit sich brachte, geht auf keine Kuhhaut. Wir hatten viele schöne Momente, sind viel gereist, auch mit meinen Eltern, haben ein Kind bekommen und noch ein Familiengeburtstagswunder erlebt! Aber wir haben auch zwei Jahre lang die Krankheit meines Papas mit ihm verkraften und ertragen und ihn dann gehen lassen müssen. Wir haben mit einer Freundin mitgelitten. Und uns durch Startschwierigkeiten als Eltern durchmanövriert.
Ganz unromantisch starteten wir diesen Tag mit einer langen Autofahrt in meine Heimat, zu meiner Mutti. Dort parkten wir das Kind, das sich riesig über das Wiedersehen mit Oma gefreut hat, und gingen schön essen. So wie jedes Jahr an diesem Tag. Und fast jedes Jahr haben wir bisher auch beim gleichen  Gastronom gegessen, so natürlich auch dieses Mal.

Der 2.12. verlief sehr chillig, wir haben den Tag recht gemütlich verbracht zusammen mit meiner Mutti und dem Kleinen und sind dann nachmittags auf einen Dorfweihnachtsmarkt hier um die Ecke gegangen. Das lief nicht so geil (Kind machte unseren Erwartungen einen Strich durch die Rechnung, wie immer ;)), aber das ist nun nicht der Rede wert. Am Abend ging ich mit meinen Freundinnen in unsere Provinzdisse zur Schlager-Party, um in meinen Geburtstag reinzufeiern. Die Stimmung war irgendwie nicht sehr  berauschend, aber es wurde dann um 0 Uhr besser, als ich mit einer DJ-Durchsage und einem Song von Roxette überrascht wurde. Bei der folgenden 90er-Runde machten die ganzen Schlagerfreunde am Rand lange Gesichter, aber 5 von uns tanzten fröhlich, auch wenn wir die Einzigen auf der Tanzfläche waren. ;) Um 4 Uhr war ich dann im Bett und halb 8 war ich wieder wach, weil mein Kind zwar bei Oma im Zimmer geschlafen hat, aber trotzdem wach und laut war und zu „Maaamaaa“ wollte. ;)
Nun war ich an diesem 3.12., meinem 35. Geburtstag, ein wenig müde, aber nicht unleidlich. Wir verbrachten einen entspannten Vormittag, gingen mittags dann essen und fuhren weiter nach Berlin. Denn dort wartete mein Geburtstagszwilling auf mich, mein „Pseudoneffe“ (Kind von meiner Großcousine, aber wir tun einfach so als wären unsere Kinder Cousins und damit unsere Neffen). Er wurde ein Jahr alt und da durften wir natürlich nicht fehlen bei dem Geburtstagsfest! Und es war so praktisch, denn ich hab auch gleich mein Geburtstagsfamilienkaffeekränzchen gekriegt. :) Am Abend kamen noch meine Tante und mein Onkel vorbei und wir saßen beisammen und vernichteten ein paar Flaschen Lieblingssekt. Es war ein schöner Geburtstag! ♥
Der 4.12. wurde auch erst mal ruhig angegangen und am Nachmittag machten mein Mann und ich uns dann auf den Weg in meine Herzensstadt: Dresden. Wir besuchten zwei Weihnachtsmärkte, zuerst den an der Frauenkirche, dann natürlich den Striezelmarkt. Es waren schöne und äußerst leckere Stunden und ich habe sogar noch ein ungeplantes Weihnachtsgeschenk gekauft. Für mich. :)

Heute ist nun endlich mal Zeit zum Runterkommen und Bloggen und natürlich auch Stiefelputzen, aber leider auch zum Kofferpacken. Morgen früh reisen wir wieder ab nach Stuttgart,  nachdem wir uns über die Gaben vom Nikolaus gefreut haben. Und dann geht’s für mich abends schon wieder weiter, zum Konzert, und ich bereue es ein bisschen, dass ich da zugestimmt habe. Mit 35 scheint man dann doch auch mal die Nase voll zu haben von dem ganzen Trubel und will nur noch auf die Couch. Naja, ich werd’s überleben. ;)

Im Übrigen…

…begann heute um 11 Uhr 11 die fünfte Jahreszeit und ich sitze bisschen traurig hier rum im karnevalistischen Brachland.

…war meine Mutti jetzt anderthalb Wochen bei uns und hat sich rührend um unser Kind und unsere Bude gekümmert.

…waren MTM und ich mal wieder zu zweit aus und haben Paella und Flamenco beim Spanier genossen.

…hat mein Kind von einem Tag auf den anderen sein Verhalten geändert und zeigt starke Verlustängste.

…fällt es mir unglaublich schwer, das hinzunehmen und diverse, monatelang problemlose Abläufe anzupassen.

…tut es mir auch leid, dass meine Mutti deshalb die letzten Tage ihres Besuches wieder allein, ohne ihren Enkel, schlafen musste.

…mache ich mir zu viele Gedanken, die letztlich auch nichts bringen, sagt mein Mann.

…habe ich eine Sucht nach Ofenkäse entwickelt.

…hat es sich eingebürgert, dass ich jeden Sonntag in aller Herrgottsfrühe in Jogginghose und ungeschminkt zum Bäcker laufe und wir dann ein schönes Sonntagsführstück mit Ei und allem Zipp und Zapp zelebrieren.

…gibt’s an allen anderen Wochentagen Haferflocken mit Milch oder Joghurt.

…kann ich einen schnellen Gang zum Bäcker von meinem Mann nicht verlangen, bevor er sich geduscht und gestriegelt hat, der feine Pinkel. :D

…habe ich alle Weihnachts- und Dezembergeburtstagsgeschenke zusammen, abgesehen von ein paar Fotogeschenken!

 

Was tun mit diesem Halloween?

Ich bin kein Fan von Halloween, geb ich zu, denn ich finde nicht dass wir hier wirklich einen Bezug dazu haben, in Deutschland. Das ist einfach so in Mode gekommen, immer mehr, wie Dirndl zum Stuttgarter Volksfest. Da bin ich einfach dagegen. Ich war mal in Dublin an einem 31.10., und in Irland hat das Ganze seinen Ursprung. Dort hab auch ich mich mitreißen lassen! Hier zu Hause hab ich für gewöhnlich weder Süßkram für klingelnde Kinder, noch mach ich denen die Tür auf. Halloweenpartys inklusive Verkleidung mach ich nicht mit (ein Mal schon, da war es aber eine Geburtstagsparty mit Motto) und gruselige Deko gibt’s hier schon gar nicht. Nun ist es aber so, dass seit fast 2 Jahren ein neuer Mitbewohner bei uns ist. Letztes Jahr war MTE noch ein Baby, da war meine größte Sorge, dass er vom Klingeln der Kinder wach wird. Dieses Jahr schnallt er schon viel mehr und ich befürchte, irgendwann komme ich auch um Kürbisfratzen, Deko, Verkleidungen und Klingeln nicht herum. Was alle Kinder erfreut, werde ich ihm nicht verwehren. In diesem Jahr konnten wir das ganze noch auf einen Eventbesuch beschränken. Wir waren nicht verkleidet, aber viele andere Kinder und Erwachsene, die gestern am späten Nachmittag den Stuttgarter Zoo namens „Wilhelma“ besuchten, der schön gruselig hergerichtet war und allerhand zu entdecken bot.

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Mein Kind kam aus dem Stauen nicht mehr heraus, aber er fürchtete sich auch ziemlich vor der ein oder anderen Fratze. Zum Glück vertraut er auf uns als gute Beschützer. :) Da er fast 3 Stunden Mittagsschlaf gemacht hatte, konnte er an diesem Abend ruhig später ins Bett und wir konnten uns Zeit lassen. Ein paar Tiere konnte man noch angucken, viele waren aber natürlich nicht mehr draußen. Es war sowieso viel zu dunkel und ganz halloweenlike spärlich beleuchtet, wir hatten schon Mühe, uns immer im Auge zu behalten. ;)

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Nach einem ausgiebigen Spaziergang guckten wir uns noch kurz einen Teil der Feuershow an, die die vielen vielen Besucher anlockte. Viel sehen konnte man nicht, und MTE war jetzt auch nicht so gefesselt davon. Also bekam er im Wilhelma-Restaurant Spätzle mit Soße zum Abendessen, spielte dann noch eine halbe Stunde in der Spielecke mit einigen anderen Kindern und willigte dann erfreulicherweise ein, den Heimweg anzutreten. ;)

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Zuhause hatte ich dann wie im Vorjahr die Sorge, dass ständig geklingelt wird und das Kind nicht pennen kann. Diese Sorgen sind meist unbegründet, weil er einen tiefen Schlaf hat. Trotzdem bestellten wir die Pizza für unseren gemütlichen Abend schon auf der Heimfahrt, damit wir sie noch vorm Schlafenlegen in Empfang nehmen konnten. Fälschlicherweise hielten wir das erste Klingeln für den Pizzaboten und plötzlich standen zwei Kinder vor uns. Unverkleidet und mit Alditüten in der Hand. Da tat es mir dann auch nicht leid, dass wir nichts Süßes im Haus hatten. Das zweite Klingeln war dann das Futter und das dritte ignorierten wir. Und der schlafende MTE auch. :)

Geschickt eingefädelt.

Ich gehe nicht nur genau zum richtigen Zeitpunkt wieder arbeiten, nein, ich lebe auch immer noch im Schwabenland und habe mir genau die richtigen Arbeitstage in meiner Teilzeittätigkeit ausgesucht! So komme ich in den Genuss von fast einer Woche Freizeit: Am gestrigen Freitag hatte ich regulär frei, da ich freitags nicht arbeite. Samstags und sonntags sowieso nicht, und montags hab ich auch immer regulär frei. Meine Arbeitstage erstrecken sich auf Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Dienstag ist der 500. Reformationstag, weshalb ganz Deutschland ausnahmsweise an diesem Tag einen Feiertag hat. Und in Baden-Württemberg ist Allerheiligen am 1.11. eben auch schon immer ein Feiertag, das heißt, wir haben mittwochs auch noch frei. Ich gehe also am Donnerstag erst wieder auf Arbeit, dafür aber, sehr strebsam, ausnahmsweise auch am Freitag. Ich habe ja gerade erst wieder angefangen und ganz schön zu tun, weshalb ich mir den Freitag nehme, um endlich mal auf einen grünen Zweig zu kommen. Das passt schon. In meinem zweiten Job als Mutter sind allerdings keine freien Tage vorgesehen, denn die Kita hat bis einschließlich 6.11.17 geschlossen. Am Montag geht mein Mann trotz Brückentag arbeiten und der Kleine und ich werden uns einen schönen Tag machen. Und damit meine Arbeit dann auch reibungslos trotz der Schließtage läuft, kommt meine Mutti schon wieder zu Besuch, und das dann für anderthalb Wochen! Das bedeutet für mich puren Luxus: Meinen Mutterjob übe ich nur noch sporadisch aus, weil meine Mutti sich um die vollumfassende Betreuung des kleinen MTE reißt. Ich kann in Ruhe in meinem Job abarbeiten, während mein Kind in besten Händen ist. Und ins Kino und ausgehen können mein Mann und ich dann nächstes Wochenende auch schon wieder. Wenn die Kita wieder geöffnet hat, kümmert sich meine Mutti ums Hinbringen und Abholen und wuselt dann auch noch in unserer Bude rum, sodass der diesjährige Weihnachtsputz zwar ganz schön früh stattfindet, aber nicht von mir verrichtet werden muss. Ich bin wirklich sehr gesegnet mit dieser Mutti und freue mich auf alles, was in den nächsten Tagen kommt.

Gestartet sind wir in diese kommende Zeit gestern Nachmittag mit einem Großeinkauf ohne Kind. Er war noch in der Kita und wir gönnten uns einen Einkauf mit Liste und Ruhe. Anstrengend war’s trotzdem, es waren viele Leute im Supermarkt, die wie wir mit diesem Einkauf eine Woche mit zwei Feiertagen überbrücken wollten. Nun ist es aber geschafft und wir können endlich mal wieder ausgiebig frisch kochen und somit dem ollen Kitaspeiseplan was entgegensetzen. Wir mussten einen Wochenplan aufstellen, um vernünftig einkaufen zu können, so richtige Wocheneinkäufe machen wir sonst nämlich nicht. Wir müssen ja auch wegen der Kita nur noch am Wochenende kochen. Und das ist er, unser Speiseplan:

Heute: Linsen mit Spätzle und Saitenwürschtle, dazu Pastinakengemüse.
Sonntag: Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl.
Montag: Tagsüber Picknick (Zucchini-Schinken-Pfannkuchen), abends baskischer Fischeintopf.
Dienstag: Eierfrikassee mit Kartoffeln.
Mittwoch: Hähnchengeschnetzeltes mit Reis und Mischgemüse.
Donnerstag: Nudeln mit Tomaten-Gemüsesoße.
Freitag: Pellkartoffeln und Quark.
Samstag: Schwäbischer Kartoffelsalat, Gurkensalat und Fleischküchle.

So, genug Zeit im Blog verplempert, ich muss mal in die Küche. ;)