Wären wir doch nur in Düsseldorf geblieben…

Naja, ganz so schlimm isses auch nicht, mir schwirrt nur dieses Lied im Kopf herum, seit ich mit meinem Kleinen am Wochenende in Düsseldorf war… ;)

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Direkt gegenüber von unserer Wohung fand letztes Wochenende das alljährliche Weinfest statt. Früher sind wir dort gewesen und haben uns schön einen hinter die Binde gekippt, heute fliehen wir nur noch vor dem tagelangen Lärm. So isses halt mit Kleinkind an der Backe. ;) Wir nutzten diesen Umstand letztlich optimal: MTM hatte ein Auszeit-Wochenende allein in unserer Bude und MTE und ich machten besagten Wochenendtrip nach Düsseldorf, zu meiner Cousine. Dieser Besuch war sowieso längst überfällig und er blieb eine super Idee, wie sich herausstellte.

Ein bisschen Gedanken machte ich mir ja schon bezüglich dieses Wochenendes. Die lange Fahrt, die Einraumwohnung meiner Cousine, die ganze Aufregung der Kita-Eingewöhnung und nun auch noch so ein aufregendes Wochenende… Aber meine Ängste waren alle unbegründet. Wir hatten eine wirklich schöne und unkomplizierte Zeit!

Nach einer recht ätzenden Fahrt kamen wir am Freitagnachmittag an und MTE freute sich sofort, meine Cousine zu sehen. Er sprang wie wild durch die kleine Bude und spielte mit ihr und lachte, das war wirklich schön. Das Wetter war beschissen, also blieben wir zu Hause und vertrieben uns die Zeit. Wir wurden sehr lieb umsorgt mit Bio-Lebensmitteln, einer Spielecke für das Kind und Sekt für die Erwachsenen. Und dann überraschte MTE mich auch wieder einmal mit einem absolut unkomplizierten Zubettgehen. Perfekt! Meine Cousine und ich konnten die Wohnung ja nun wegen des schlafenden Kindes nicht mehr nutzen und machten es uns auf dem Balkon gemütlich.
Samstags wurde mir dann eine kleine Auszeit nach dem Frühstück gegönnt, denn mein Kind und seine „Tante“ gingen zusammen einkaufen und spazieren. Herrlich! Ich konnte mich in Ruhe fertigmachen und dann sogar noch lesen. Mittagsschlaf machten wir dann alle gemeinsam und danach kam Gott sei Dank doch noch ein bisschen die Sonne raus, sodass wir noch zwei Stündchen in der Stadt verbringen konnten. Diese haben wir auch optimal genutzt: Frozen Yogurt, Augenbrauen wachsen und färben (ich), spazieren und Gänse beobachten (MTE und Cousinchen), den Blick vom Rheinufer genießen. Der Samstagabend verlief genauso gut wie der Abend zuvor – wir machten und einen schönen Abend auf dem Balkon und der Kleine pennte.
Und plötzlich war es sonntags. Ich bekam nochmal eine kleine Auszeit, diesmal zum Fertigmachen und leider schon wieder packen. Dann waren wir mittags noch etwas essen (Kind isst keine normalen Pommes, aber Süßkartoffelpommes. Hipser.) und schon war die schöne Zeit vorbei. Die Heimreise verlief immerhin etwas angenehmer und am Abend besuchten wir als wiedervereinte Familie sogar doch noch das Weinfest, zumindest zum Abendessen und für ein „Viertele“. ;)

Ich war vor 11 Jahren das erste und letzte Mal in Düsseldorf, damals bei einer Freundin. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich die Stadt besonders toll fand, aber wahrscheinlich hatte ich da auch noch einen anderen Blick auf alles. Ich bin jedenfalls jetzt doch ganz schön angetan, mir hat’s da richtig gut gefallen!

 

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Der September ist echt nicht ohne für uns alle. Denn es wird nicht nur unser Kindchen in die Kita eingewöhnt, nein, es ist auch an fast jedem Wochenende mächtig was los. Letztes Wochenende zum Beispiel hatten wir ganz seltenen Besuch aus Berlin, auf den wir uns sehr gefreut haben. Ich hab die Geschichte schon mal erzählt, die mich und meine Großcousine noch mehr verbindet, als unsere gemeinsame und intensive (positiv und auch mal negativ) Vergangenheit: Wir sind beide im gleichen Jahr geboren und unsere Söhne sind ebenfalls im gleichen Jahr geboren. Das allein ist natürlich reichlich unspektakulär, doch mein Sohn kam an ihrem Geburtstag und ihr Sohn an meinem! Ich halte das ja für ein kleines Wunder. ♥ Unsere Jungs sind eigentlich Großgroßcousins (gibt’s das überhaupt?), aber für uns sind es Cousins, wie wir Cousinen sind. Und sie ist zusätzlich noch die Patentante meines Sohnes, also, enger geht diese Konstellation eigentlich nicht mehr. :)

Diese kleine Familie kam uns nun also erstmalig zusammen besuchen. Sogleich erfreut war ich, dass mein Kind, das ja nun offenbar seine Angst vor Babys und Kleinkindern abgelegt hat, so unglaublich angetan von seinem Cousin war. Sie sind fast ein Jahr auseinander, der kleine Besuch ist gerade 9 Monate alt. Aber MTE fand ihn cool und hat ihn ständig angegrabscht, ist mit ihm gekrabbelt und hat in seinem Kinderwagen mit ihm gesessen. Das war alles total süß, auch wenn es natürlich auch anstrengend war. Man muss ganz schön auf der Hut sein bei so grobmotorischen Kleinkindern wie MTE. :)

Wir haben uns jedenfalls alle eine schöne Zeit zusammen gemacht: Am Samstagabend konnten meine Cousine und ich endlich mal wieder seit gefühlten Ewigkeiten alleine lange quatschen und vor allem’ne Pulle Sekt köpfen. Am Sonntag verbrachten wir die Zeit bis zum Nachmittag stressfrei zu Hause, frühstückten ausgiebig, versorgten unsere Kinder, genossen die Mittagspause… Und dann fuhren wir in die Stadt, spazierten bei strahlendem Sonnenschein noch ein wenig herum und gingen danach noch essen. Der Abend endete auf unserem Balkon zu viert mit ein paar Getränken und dann war die Zeit auch schon wieder vorbei. Es war trubelig, aber es tat auch allen sehr gut! Am Montagmorgen trennten sich unsere Wege – MTM ging arbeiten, ich ging mit MTE in die Kita und unser Besuch reiste weiter in den Urlaub.

Zeit zum Verschnaufen ist nun aber nicht. Die Eingewöhnung ist nicht ohne und verlangt mir und dem Kleinen schon ein bisschen was ab. Und am Freitag schwänzen wir die Kita, um einen Mutter-Kind-Wochenendtrip zu machen. Diesmal ist wieder eine Cousine von mir im Spiel. Und Düsseldorf. :D

Kurzurlaub am Bodensee

Ich hatte MTM zum Geburtstag ein paar Tage am Bodensee geschenkt, mit mir und unserem Söhnchen natürlich. Das kam ganz gut an und da die Wetteraussichten auch noch super waren (was ja wirklich nicht selbstverständlich ist für Ende August), freuten wir uns sehr auf den kleinen Tapetenwechsel. Das Gute am Bodensee ist für uns, dass er quasi umme Ecke liegt und wir deshalb schon öfter dort waren. MTM war auch als Kind schon häufig im Sommerurlaub dort. Das bedeutet, wir hatten absolut keinen Zwang, irgendwas zu sehen oder irgendwas besonderes zu unternehmen. Deshalb haben wir einfach einen richtigen Badeurlaub gemacht.

Am Montag den 21.8.17 kamen wir in unserer Ferienwohnung in einem klitzekleinen Dorf an und fuhren dann auch gleich weiter an den See zum ersten Füße-Reinhalten sowie in den Supermarkt zum Lebensmitteleinkauf. MTM kochte zum Abendessen und der Kleine überraschte uns mit sofortigem Nachtschlaf, ohne Irritation ob der fremden Umgebung. Sehr gut. Der erste chillige Abend war gesichert.

Am Dienstag holten der Kleine und ich frische Brötchen im „Dorfladen“ und danach brachen wir auf zum Strandbad, in dem MTM viele Sommer seiner Kindheit verbracht hatte. Und dort blieben wir, bis abends. Das Wetter war sonnig, aber vergleichsweise frisch, und trotzdem gut zum Baden und Chillen. Abends holten wir noch schnell ein paar Sachen im Supermarkt und machten dann selbst Pizza. Das war übrigens MTEs erste Pizza und er hat reingehauen wie sonstwas. :) Der Abend verlief wieder sehr gut: Friedlich schlafendes Kind und chillende Eltern.

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Den Mittwoch verbrachten wir genauso wie den Dienstag, mit dem Unterschied, dass es deutlich heißer war und es abends Pasta statt Pizza gab. Es war einfach wirklich sehr entspannend, nichts vorzuhaben, außer den morgendlichen Bäckerbesuch und den Tag am Strand. MTM konnte sich an beiden Tagen auch mal abseilen auf ein Bier beim Strandkiosk, so wie sein Vater früher, und ich freute mich einfach über ein bisschen Ruhe, während das Kind im Buggy sein Mittagsschläfchen hielt.

Am Donnerstag war der Kurztrip leider schon wieder vorbei. Es war ein wirklich unerträglich heißer Tag, aber wir wollten auch nicht so sang- und klanglos verschwinden aus unserem Urlaub. Also fuhren wir nach der Übergabe der Ferienwohnung noch einmal nach Wallhausen, aber nicht um zu baden, sondern um mit der Fähre rüber nach Überlingen zu fahren.

Dort gingen wir das erste Mal in diesen Tagen essen, statt uns selbst zu versorgen, und ärgerten uns auch direkt über hohe Preise und schlechte Leistungen. Wir gehen eigentlich echt gerne essen, aber irgendwie war es diesmal richtig schön und so’n bisschen rustikal, sich die Kohle zu sparen, selbst gemütlich „zu Hause“ zu kochen und zu essen. Wir wären jedenfalls an diesem Mittag echt besser mit einem Döner drangewesen, ärgerlich. Das leckere Eis hinterher und der kleine Spaziergang an der Promenade entschädigten uns dann wieder etwas.

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Dann war es auch schon wieder an der Zeit, in See zu stechen und zurück nach Wallhausen zu fahren. ;) Es folgte noch ein kleiner Einkauf von köstlichem Bodensee-Obst und -Gemüse und schon fanden wir uns auf der Autobahn Richtung Stuttgart wieder, in einem tobenden Gewitter. Fazit: Alles richtig gemacht, fast!

 

 

1 Woche „heeme“

Wir haben Urlaub. Also, MTM hat Urlaub, da ich ja (noch) nicht wieder in Lohn und Brot stehe. Aber für mich ist das auch Urlaub, wenn ich tagsüber nicht mehr allein verantwortlich für den kleinen Pups bin. Und da wir die erste Urlaubswoche auch noch in  meiner Heimat, bei meiner Mutti, verbrachten, war es gleich noch mal mehr wie Urlaub für mich. Da brauche ich dann fast nix machen, Pups‘ Omi kümmert sich liebend gern um frische Windeln, Schlafenlegen, Baden, Bücher angucken, Spazieren usw. usf.. :) Nur am ersten Tag nach unserer Ankunft musste MTM nochmal als alleiniger Babysitter herhalten, ansonsten konnten wir uns entweder zu zweit oder doch zusammen in Familie eine schöne Zeit machen:

Freitag, 11.8.17
Tagsüber war erst einmal ausruhen angesagt, schließlich hatten wir eine schreckliche Nachtfahrt mit 2 Stunden Stau und Ankunft kurz nach 3 Uhr morgens hinter uns. Und für den Abend musste zumindest ich fit sein, denn es ging zum drölfzigsten Mal mit meiner Mutti, Tante und meinen Cousinen zu unserer geliebten Kaisermania ans Dresdner Elbufer. ♥


Samstag, 12.8.17 & Sonntag, 13.8.17
Beide Tage standen ganz im Zeichen der Hochzeit meiner Freundin, die wir am Samstag feierten und am Sonntag verkrafteten. ;) Das Frühstücken und Aufräumen am nächsten Morgen/Mittag war aber auch noch lustig, erst am frühen Abend waren wir wieder zu Hause bei meiner Mutti und unserem Kind.

Montag, 14.8.17
MTMs 37. Geburtstag! Wir hatten einen ruhigen Vormittag und nach dem Mittagsschlaf des Kleinen besuchten wir gemeinsam mit meinem Onkel meine Tante bei der Reha. Dort war die Wiedersehensfreude groß, wir spazierten ein Stück, versuchten mit dem Kleinen Schritt zu halten und gingen sehr lecker italienisch essen. Am Abend gab es noch einen kleinen Umtrunk ganz in Familie auf der Terrasse, während das Kindchen friedlich schlief.


Dienstag, 15.8.17
Wir hatten einen kompletten Tag in Dresden mit meiner Cousine, ihrem Mann und ihrem Baby-Söhnchen vor uns, auf den wir uns sehr freuten. Nach anfänglicher Fremdelei und der üblichen Baby-Kleinkind-Angst wurde unser Kleiner dann auch endgültig warm mit allen Beteiligten, was einfach total schön anzusehen war. Wir trafen uns morgens in der Dresdner Neustadt auf einen leckeren Kaffee und ließen uns danach für ein ausgiebiges Picknick und den Mittagsschlaf der Kinder im Großen Garten nieder. Dann trennten sich unsere Wege nach Geschlechtern: Die Jungs gingen in den Zoo, wir zwei Mädels gingen zu einer Stadtführung. Nach einer Stunde seilten wir uns von dieser mit einer Ausrede ab, weil uns an diesem heißen Tag ein kühles Radler und vor allem ein wenig Zeit zu zweit zum Quatschen plötzlich sehr viel attraktiver erschienen. Erst um 18:30 Uhr verließen wir Dresden, ich ging gleich im Anschluss zu meinem bei jedem Heimataufenthalt obligatorischen „Hühnertreffen“ und MTM ließ sich bei dem Mann einer meiner Hühner mit ein paar Bier im Schlepptau nieder. Das Kindchen blieb gerne bei „Ama“ (=Oma♥).


Mittwoch, 16.8.17
Der Tag begann sehr regnerisch und grau, aber trotzdem erfüllte mein Mann seine Schwiegersohn-Pflichten und ackerte bis nachmittags im Garten (Hecken schneiden, Sträucher absägen & Co.). Am Vormittag fuhren Mutti, Kindchen und ich mal ins neue Outletcenter, um für den Kleinen Klamotten zu kaufen. Im Buchladen besorgte ich noch ein Geschenk und natürlich auch ein Buch für das Kind, davon kriegt er nie genug. Nach dem Mittagsschlaf „half“ auch er dann mit im Garten, denn ganz unerwartet kam die Sonne doch noch raus. Den trockenen Abend nutzten MTM und ich dann noch einmal für uns, denn so schnell werden wir demnächst keinen abendlichen Babysitter haben. Wir besuchten meine Hühnerfreundin und ihren Mann, mit dem MTM schon am Vortag das Vergnügen hatte. Wir hatten einen herrlichen Terrassenabend und mussten uns für die Rückfahrt ein Taxi nehmen. ;)

Donnerstag, 17.8.17
Erstmal passierte nicht viel bei uns. Meine Mutti hat uns diesmal ein richtiges Ausschlafen gegönnt. Sie schlief die ganze Woche zusammen im Zimmer mit unserem Sohn und wir alleine im Schlafzimmer. Aber diesmal ließ sie ihn uns nicht mal um 7:30 Uhr wecken und bestand auch nicht auf ein gemeinsames Frühstück. Das war sehr lieb und uns wirklich nicht unrecht nach dem vorangegangenen Abend. ;) Am Nachmittag fuhren wir alle gemeinsam in die nächste Stadt in ein hochgelobtes Eiscafé, und das Kind bekam seinen ersten eigenen Eisbecher. Natürlich von mir zusammengestellt, eine Kugel Eis und Erdbeeren. Ich fand jetzt nicht, dass bei dem geilen Eisgenuss noch Sahne und Smarties und wasweißichnochalles mit drauf mussten, wo er doch gerade erst diese süßen Geschmäcker kennenlernt. Und schließlich bekam er auch ein wenig Sahne vom Papa ab. ;) Abends machten wir ein spontanes Grillerchen auf der Terrasse. Wir zauberten aus ein paar Bratwürsten und den vorhandenen Resten im Kühlschrank ein echt schönes Abendessen.

Und damit hatten wir auch einen schönen Heimaturlaubsabschluss. Am Freitag machten wir uns wieder auf den Weg nach Stuttgart, leider. Ich werde wirklich immer wehmütiger, mit jedem Mal. Wahrscheinlich auch, weil ich bald wieder arbeite und dann nicht mehr so frei längere Heimataufenthalte planen kann. Hilft eigentlich nur ein Umzug, aber wer weiß ob und wann dieser Fall eintritt.

Das Wochenende verbrachten wir recht unspektakulär, denn eigentlich sind wir schon wieder auf dem Sprung. Morgen geht es noch ein paar Tage in die andere Richtung in den Urlaub: MTM bekam von mir 4 Tage am Bodensee geschenkt. Wir freuen uns schon!

Papas Linseneintopf

Mein Papa hat in unserem Leben eine große Lücke hinterlassen, die sich niemals schließen wird, niemals. Manchmal habe ich Momente, da kann ich es auf einmal wieder nicht fassen, was ihm und unserer Familie widerfahren ist. So ein Moment ist gerade, und das ist auch genau der richtige Moment, um meinem Papa hier zu gedenken. Ja, mit einem banalen Rezept. Warum nicht? Wir alle denken ständig an ihn, in jeder Situation, und vor allem in Situationen, die uns dann echt traurig machen. Aber wenn ich Linseneintopf esse, der nach seinem Rezept gekocht ist, dann muss ich mit einem Lächeln an ihn denken. Gut, gerade beim Schreiben jetzt, ist mir gar nicht nach lächeln zumute. Aber so ist es eben, das gehört dazu zum Vermissen und Trauern, wenn man den Menschen so geliebt hat, wie ich meinen Papa geliebt hab.

Zutaten:
1 Stk. Kasseler, 2 Knacker, Suppengrün, 1 Packung Tellerlinsen, Kartoffeln, 1 Zwiebel

Zubereitung:
Den Kasseler mit dem Suppengrün (gewaschen, ungeschnitten) und der Zwiebel (geschält, ungeschnitten) weich kochen. Alles aus der Brühe herausnehmen und die Linsen darin kochen bis sie weich sind. Nebenher ein paar geschälte Kartoffeln in Stückchen bissfest kochen. Die Linsen schon beim Kochen abschmecken mit Salz, Pfeffer, Essig und Zucker. Zum Schluss noch kurz die Knacker in Scheiben mitkochen lassen. Wenn die Linsen weich sind (bei mir sind sie bissfest, ich mag das so), werden das kleingeschnittene Kasselerfleisch sowie die Möhren vom Suppengrün in Scheibchen dazugegegben. Fertig. Mein Papa hatte das ganze noch ein bisschen angedickt mit einer sogenannten „Mehlanbrenne“. Das habe ich aber gelassen, weil es als klarer Eintopf auch lecker und dann nicht ganz so schwer und fettig ist.

So, das war eine typische Beschreibung nach Bellona-Art. Wir sind ja hier nicht bei Chefkoch.de. ;) Und mein Kind liebt dieses Gericht heiß und innig, letztens hat er richtig irre gelacht, als er das vorgesetzt bekam. :D Mein Papa würde vor Stolz platzen!

Märchenhafter Sonntag

Wir haben am Sonntag mal wieder einen Familienausflug gemacht. Das kommt so oft gar nicht vor, weil wir uns normalerweise eher gegenseitig freie Zeit verschaffen, indem wir uns mit dem Kleinen abwechseln. Ich profitiere meistens am Wochenende davon, ja, aber MTM profitiert, wenn ich mehrere Tage in meiner Heimat bin mit dem Kleinen oder wenn er abends ausgeht mit Kumpels und am nächsten Tag verkatert ist. Und er profitiert auch davon, dass ich in diversen kindfreien Stunden die Bude putze, Essen koche usw.. Diesmal hatten wir beide keine Zeit für uns, aber Zeit mit uns und zusammen mit unserem Kindchen.

Bis wir aber erstmal am Ziel waren, war Hektik angesagt. Ich durfte etwas länger pennen (bis halb 8), aber die Jungs hatten versäumt, das Frühstück schonmal vorzubereiten. Ein Familienfrühstück mit Ei (liebt das Kind wie Sau) und allem gehört für mich zum Sonntag dazu. Sonst frühstücken wir nie zu dritt und MTE und ich essen jeden Tag zusammen Müsli morgens, da muss auch mal ein bisschen Abwechslung her. Nun gut, das Frühstück dauerte dann auch seine Zeit und dann mussten wir uns auch noch alle tagesfertig machen. Zudem galt es, die Kühltasche für unser Mittagspicknick vorzubereiten. Das Kind ist aktuell echt unausgeglichen und trotzig und plärrt wegen jedem Scheiß, der ihm gegen den Strich geht – und verbreitet damit noch zusätzlich Hektik und schlechte Laune. Ich sah den Tag schon den Bach runtergehen. Statt um 9 kamen wir dann 10:45 Uhr los und um 11 schlief das Kind im Auto. Auch geil, wenn man nur 30 Minuten fährt und das mit dem Mittagsschlaf eigentlich anders geplant hatte (im Buggy, während Mama und Papa auf einer Bank sitzen und Eis essen oder so). Als wir angekommen waren, merkten wir, dass wir den Buggy vergessen hatten. Dieser war aber unabdingbar, wir waren vollgepackt und das Kind muss da halt auch ab und zu mal rein, wenn es nicht mehr laufen will oder wenn wir schneller vorankommen wollen. Also, Buggy nicht dabei, Kind schlief noch, sind wir halt zurück gefahren. Ääätzend! Beim Einladen des Wagens wurde dann auch das Kind wach, nach nicht mal einer Stunde „Mittagsschlaf“. Das konnte ja heiter werden.

Als wir dann endlich wieder am Ort des sonntäglichen Geschehens waren, machten wir kurzen Prozess, suchten die nächstbeste schattige Parkbank und aßen erst mal unser Mittagessen. So kamen wir auch schön runter und der eigentliche Ausflug konnte eeendlich starten:

Durchs „Blühende Barock“ in Ludwigsburg gingen wir nur schnell durch, denn unser eigentliches Ziel war der zugehörige Märchengarten – ein Paradies für Kinder! Und auch unseres hatte seine Freude, zwischen diversen Motzattacken. ;) Wir fuhren zusammen Boot, gingen durch einen Irrgarten, aßen Eis, gingen Rapunzels Turm herunter, fuhren Eisenbahn… Es war ein heißer Tag und es war anstrengend, aber es war auch sehr schön! Die Hektik des Vormittags war schnell vergessen und wir hatten diesmal gut vorgesorgt mit vollen Wasserflaschen und unserem mitgebrachten Essen. Nach 4 Stunden waren wir alle kaputt und auch mit allem durch, da waren wir dann sogar ganz froh, dass wir nicht schon um 9 dort waren. So ein Nachmittag zieht sich dann ja auch, mit Kindchen, das hatten wir ja schon mal thematisiert.

Wir hatten einen schönen, unperfekten Familiensonntag. Ich frage mich manchmal, ob andere Familien das besser hinkriegen oder ob diese ganze Hektik und das alles wohl einfach dazugehören?! Aber letztlich ist immer wichtig, was man aus seiner Situation macht. Diesmal gelang uns das super. Und am Abend gab es dann das samstags von mir schon vorbereitete (und verfluchte) Kalbsfrikasse, völlig stressfrei, weil es eben schon fertig war und vor allem uns allen geschmeckt hat. Das Kind ging früh ins Bett (Vorteil von wenig Mittagsschlaf) und MTM und ich chillten mit’nem kalten Bier auf der Couch. So muss es laufen. :D

Freestyle

Meine Mutti ist gestern hier angekommen und bleibt für ein paar Tage. Es ist einfach schön, sie hier zu haben, das findet natürlich auch ihr Enkelsohn. Er schläft wieder bei ihr, also im Reisebettchen in seinem Zimmer, sie daneben auf der Schlafcouch. In dem Reisebtt in seinem Zimmer macht er auch seinen Mittagsschlaf meistens. Nun überlegen wir, die Gelegenheit zu nutzen, und ihn nun auszuquartieren. Das heißt, wenn meine Mutti wieder weg ist, wollen wir ihn weiterhin abends in sein Zimmer legen und schauen, wie er es auffasst, dass er morgens allein ist. Nachts schläft er in den allermeisten Fällen durch. Sein richtiges Bett steht ja noch bei uns im Schlafzimmer, weil wir das schön finden. Deshalb fällt es uns auch schwer und wir hadern noch mit uns, ob wir das wirklich machen wollen. Wir sind einfach gerne zusammen, zu dritt, in der Nacht. Und es ist schön, wenn er morgens die Augen aufschlägt und ganz ruhig daliegt und uns beobachtet, bis wir auch die Augen aufmachen. Dann freut er sich und springt auf und will rüber zu uns ins Bett zum Kuscheln. Echt schön. Allerdings gehe ich ja bald wieder arbeiten und dann stehen MTM und ich um 5 auf, da wäre es sehr praktisch, wenn er nicht auch aufwacht vom Wecker und wir wenigstens noch ein paar Minuten haben. Aktuell wird er mal wach vom Wecker und mal nicht. Spätestens um 6, meistens eher halb 6, ist bei ihm eh die Nacht rum. Momentan ist aber eben noch Zeit zum Kuscheln und rumliegen da, ab Oktober muss er dann halt mit aufstehen. Nun, wie dem auch sei, wir werden es nun wohl mal probieren. Mit Babyfon auf dem Nachttisch und vielen Schritten, wenn doch mal was ist. Eigentlich will ich es nicht. Aber uneigentlich muss es wohl mal sein…

Gerade sind Mutti, MTM und der Kleine untewegs für ein paar Besorgungen. Die Gunst der Stunde nutze ich mal für einen schnellen Kaffee und diesen undurchdachten Blogeintrag, aber gleich muss ich wieder in die Küche, um das Mittagessen vorzubereiten. Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich über Muttis Besuch sehr freue? Gestern saßen wir lange auf dem Balkon mit unseren Weingläsern und haben geschwatzt. Heute wird das wahrscheinlich auch nicht anders werden. Wir werden abends essen gehen und es uns dann hier zu Hause gemütlich machen. Morgen ist dann ein großes Familientreffen angesagt, schon wieder verbunden mit einem Restaurantbesuch. Und am Montag und Dienstag hat MTM Urlaub, da hauen wir wieder ab, wie letztes Jahr. Das war damals unser erster kindfreier Ausflug mit Übernachtung, das erste Mal dass der Kleine eine Nacht nur mit seiner Oma verbracht hatte. Sie war auch damals extra deswegen angereist, um uns das zu ermöglichen. Diesmal ist es genauso. Wir fahren wieder nach Ulm, feiern uns die Ärsche ab, fallen ins Hotelbett und pennen richtig aus, denn Frühstück  haben wir extra nicht dazugebucht. Ich freu mich sehr auf die Zeit nur mit meinem Mann. ♥

Zack! Themawechsel. Ich brauche eine neue Digitalkamera. Ich hatte diesen Kaventsmann hier, den ich echt super fand. Leider ist das Ding nach 3,5 Jahren kaputt gegangen, ich hab aber durch eine Garantieverlängerung und den Verkauf des defekten Geräts bei Ebay fast die Kohle wieder drin, die ich damals ausgegeben habe. Nun hatte ich überlegt, mir nur ein neues Handy zuzulegen (ich brauche da auch eins, meins hat die Spider-App) mit einer superduper Kamera drin. Meistens fotografiere ich eh damit. Aber da es mir ehrlich gesagt auf den Sack geht, ständig das Handy vor dem Kind in der Hand zu haben und vor allem auch erst rumzutippen, bevor die Kamera aufgeht, hab ich mich nun umentschieden. Die Smartphones, die mir zu Zeit vorschweben, sind sowieso unverschämt teuer, da warte ichmal noch bis zu meinem Geburtstag im Dezember, bis dahin hab ich noch bisschen Geld dafür gespart (mache ich per PayPal, ich spare alles Geld was ich durch Ebay-Verkäufe kriege) und kriege auch noch Geburtstagsgeld, vermute ich mal. So, jedenfalls will ich dann jetzt erstmal eine Kamera. Die Handyfotos sind eben auch nie so gut, wie sie mit einer Kamera geworden wären, das ist einfach so. Und natürlich renne ich nicht den ganzen Tag mit der Digicam rum, klar, aber Schnappschüsse mit dem Handy sind ja auch okay. Besondere Begebenheiten fotografiere ich jedoch lieber richtig: Feiern, Ausflüge, Urlaube. Und die „12 von 12“ übrigens auch. :D
Kann mir denn nun jemand helfen? Nutzt noch jemand eine Digicam und kann mir ein Modell empfehlen? Ich fand an der Sony den krassen Zoom super, aber ganz so viel muss es trotzdem nicht sein. Ich will tolle, klare Fotos und vor allem auch vernünftige Aufnahmen in dunkleren Räumen oder abends. Das konnte die Sony ganz gut, aber auch noch nicht so richtig gut. Sie war mir, so im Nachhinein betrachtet, dann doch auch etwas zu klobig. Ich hätte es gerne handlicher.

So. Nun muss ich in die Küche, die Pflicht ruft, gleich sind meine Leute wieder da und wollen reinspachteln. :D

Hotel Mama

Seit fast 2 Wochen bin ich nun schon mit Kind aber ohne Mann in meiner Heimat. Ursprünglich wollte ich am Montag, nach 10 Tagen, schon zurück fahren. Dann hab ich auf Dienstag verlängert und dann noch mal auf morgen, Donnerstag. Ich kann mich gerade ganz schlecht lösen, weil es wohl das letzte Mal ist, dass ich für längere Zeit allein mit dem Kleinen in meiner Heimat bin. Denn bald geht der „Ernst des Lebens“ (haha, als wäre die Elternzeit das nicht…) wieder los. Zum Glück ist mein Mann verständnisvoll und gewährte mir diese 4 Tage Aufschub noch, obwohl er natürlich seinen Sohn schmerzlichst vermisst.

Hier bei Mutti hatte ich nun fast zwei Wochen Urlaub, wenngleich dieser natürlich, wie immer, in Freizeitstress ausartete. Die letzten, verlängerten Tage hier habe ich nun genutzt, um mal bisschen runter zu kommen, mehr Schlaf zu kriegen und noch bisschen Zeit mit Mutti zu verbringen.

Und so sah mein Heimataufenthalt im Detail aus:

Getan
…Klassentreffen
…Steuererklärung meiner Mutti gemacht
…mit einer Freundin beim Griechen geschlemmt
…in unserem neuen Outletcenter eingekauft
…die Verwandtschaft im Erzgebirge nach Jahren mal wieder besucht
…mit einer Freundin auf der Terrasse bis nachts gequatscht
…einen Tag in Berlin mit meinem Kindchen bei meiner Cousine und ihrem Kindchen verbracht
…Hühnerabend auf der Terrasse abgehalten
…einer Freundin zugehört, die auch ihren Papa verloren hat
…21 Stunden wach gewesen wegen eines völlig durchgeknallten Junggesellinnenabschiedes in Berlin
…mit Kind meine Tante und ihren Labrador (Kind Angst vor Tier) und ihre 3 Katzen (Tiere Angst vor Kind) besucht
…zwei Mal mit Freundinnen und ihren Kindern gefrühstückt (Kind Angst vor Kindern, oh man!)
…dem Kind neue Sachen beigebracht (Wo ist das Zipfele? Wo ist der Piep? Wie macht der Fisch? Wie macht die Katze? Wie macht der Löwe?)
…geweint, weil ich so weit weg von „Heeme“ wohne

Nicht getan:
…geputzt
…gekocht
…TV geguckt
…gelesen
…unruhig geschlafen (Oma bei Kind, ich allein, geil!)

So, und da soll man nicht wehmütig werden, wenn man wieder zurück dorthin fährt, wo so eine unterstützende Familie und so viele Freunde nicht sind?

Ostsee – Tag 7

Unser letzter voller Tag war nun schon wieder angebrochen, am folgenen Tag, samstags, packten wir nur und gingen etwas zum Mittag essen und fuhren dann auch los. Der Freitag aber war noch mal so richtig urlaubig schön, vom Wetter her und von dem, was wir draus gemacht haben. MTM hat sich vormittags mit dem Kleinen zum Bimmelbahnfahren verdrückt und Mutti und ich gingen zu dem Rest der Familie an den Strand für anderthalb Stunden. Ich überwand mich sogar und ging ins 15 Grad kalte Wasser, mit Kopp untertauchen und allem! ;)

Zum Mittagessen und Mittagsschläfchen trafen MTM, Mutti, der Kleine und ich uns wieder oben in der Wohnung. Am Nachmittag kamen wir dann mit dem Kindchen zurück zum Strand, wo er ausgiebig buddelte, mit den Füßen badete, Sand aß usw.. Zwischendrin bekam er wieder so einen Rappel wie beim letzten Strandbesuch und brüllte alles zusammen. Echt, keine Ahnung. Die Beruhigungstaktik vom letzten Mal half auch wieder und als wir eine Weile aneinandergekuschelt dasaßen und das Meer beobachteten, war auch wieder gut und er fetzte fröhlich durch die Gegend, als wäre nichts gewesen. Ich war dann auch nochmal im eiskalten Meer, diesmal war es schon gar nicht mehr schlimm und ich spazierte rein, als würde ich das täglich machen. ;)

Abends gingen wir dann alle noch mal schön essen in unserem geliebten „Vielmeer“ und danach gingen MTM, MTE und ich schonmal vor, um den Kleinen ins Bett zu bringen, während die anderen noch ein bisschen das Freitagabendpartyleben am Hafen genossen. Dann trafen wir uns alle wieder bei uns und hatten einen feucht-fröhlichen Balkonabend zusammen – so muss ein Urlaubsabschluss aussehen! :)

Ostsee – Tag 6

Kindertag! Und stellt euch vor, diesen Tag haben wir Rabeneltern NICHT mit unserem Kind verbracht! ;) Da nun noch mehr Familie zur Unterstützung meiner Gipsbeinmutti vor Ort war, konnten MTM und ich unseren heiß ersehnten Paartag machen.

Es war sonnig, aber stürmisch und kühl. Deshalb, so zumindest meine Version, liehen wir uns Elektrofahrräder. Wer will schon gegen den Wind ankämpfen? Ich denke, wir hätten uns aber auch bei Windstille solche statt normaler Fahrräder geliehen, weil MTM total scharf drauf war, das auszuprobieren. Als wir dann ein paar Meter gefahren waren, machten wir schon den ersten Zwischenstopp bei meinem Wahnsinnsdaiquiri – ja, noch vor dem Mittagessen! ;) Dieses nahmen wir dann nach wenigen weiteren Kilometern auf dem Rad ein, immer noch in Kühlungsborn, in einem ganz liebevollen, schnuckeligen, kleinen Restaurant. Auch wenn es etwas teurer dort ist – die frische Küche und die Bedienung und die Atmosphäre im „Seeteufel“ sind es allemal wert!

Nach dem Essen hatten wir dann eine etwas weitere Strecke vor uns, denn wir wollten nach Rerik fahren und zu meiner Enttäuschung führte uns der Radweg nicht direkt am Meer entlang. Dennoch sah man es ab und zu mal und die ganze flache Landschaft und die Ruhe und das Grün waren ja auch nicht zu verachten.

In Rerik kamen wir dann zwar zerzaust, aber nicht total fertig (Elektroräder sind leider bisschen geil) am Hafen an und spazierten ein wenig umher, bevor wir uns in einem Strandkorb mit Meerblick niederließen und Kaffee/Wein/Eisbecher genossen. Ok, der Eisbecher war scheiße und nicht so richtig zu genießen, aber immerhin hatten wir das schönste Plätzchen am Hafen, fanden wir. Deshalb saßen wir dort auch ziemlich lange, doch irgendwann wurde es Zeit und wir mussten schon wieder den Heimweg antreten. So ein Paartag geht rum wie nix.

Auf dem Rückweg entdeckten wir dann einen gesperrten Radweg am Meer entlang und da auch andere Radfahrer durch die Absperrung fuhren, machten wir das auch. Und das war der Grund für die Sperrung:

Wir haben es erfreulicherweise überlebt und kamen wohlbehalten wieder in Kühlungsborn an, wo wir gerade noch so unsere Räder abgeben konnten, bevor wir schon wieder mit der Familie zum Abendessen verabredet waren. Der Kleine hatte einen schönen Tag mit den Großen und freute sich trotzdem sichtlich, uns wieder bei sich zu haben. Total süß. ♥ Aber im Restaurant war er dann wieder nicht so süß, als sein Essen kochend heiß serviert wurde und ich ihn deshalb erstmal nicht allein essen lassen konnte. Das hat ihn zur Weißglut getrieben und er hat kurz mal die ganze Bude zusammengebrüllt (also wirklich kurz, das uferte nicht aus ins Unermessliche). Aber er hätte auch so gebrüllt wenn er heißes Essen im Mund gehabt hätte. Am Nachbartisch fühlte man sich sehr gestört und die Kellnerin sagte beim Aufnehmen der Bestellung an ebenjenem Tisch: „Das Kind brüllt so laut, ich verstehe sie nicht!“ Gut, sorry, ich bin jetzt aber auch keine Mutter, die mit ihrem Kind bei jeder Unstimmigkeit raus rennt (wenn das jetzt länger angedauert hätte, wäre ich schon mit ihm rausgegangen, aber ich wusste ja woran es liegt und dass es wieder gut ist, sobald er endlich sein Essen essen kann). Und im Übrigen musste ich als kinderlose Frau in Flugzeugen und in Restaurants und sonstwo auch schon oft dieses Gebrüll ertragen und saß nicht offensichtlich kopfschüttelnd da. Klar war ich dann auch genervt und hab die Augen gerollt, aber doch nicht so dass die das mitgekriegt haben! Mich können die alle mal, ehrlich. Da fühlt man sich schon zum Kotzen, wenn das eigene Kind die anderen Leute stört und natürlich auch, weil man selbst ein schönes Abendessen will, und dann geben solche Leute einem auch noch zusätzlich ein scheiß Gefühl. Dann muss man eben drauf achten, dass man einem Kleinkind kein brandblasenverursachendes Essen serviert, ist ja so schwer auch nicht, oder?! Das hab ich über das Geschrei hinweg auch laut gesagt, die Kellnerin hat es registriert, das habe ich gemerkt. Gut, egal, abgehakt. Der Abend wurde dann wieder sehr schön, wir kniffelten nämlich diesmal alle zusammen, also mit den Männern. Das hat wieder echt Spaß gemacht! :)