Langes-Wochenende-Geplänkel

Seit Sonntag stehe ich wieder in Lohn und Brot, aber erst morgen, am Mittwoch, geht’s wirklich richtig los. Ich denk jetzt einfach nicht weiter drüber nach, bringt ja auch nix, was muss das muss. Immerhin habe ich die letzten Tage vor der großen Veränderung perfekt genutzt.

Äußerst unvernünftig war ich am Freitag, als ich mit meiner Freundin in der Stadt ausgegangen bin und irgendwie erst morgens halb 7 mit völlig schmerzenden, abgetanzten Füßen wieder zu Hause war. Empfangen wurde ich von meinem gerade aufgestandenen Kind, der Horror! :D Ich durfte ins Schlafzimmer mit Ohropax verschwinden und nach dem Aufwachen bis abends alleine in der Wohnung vor mich hin leiden, während meine Männer einen Tagesausflug machten. Dafür hat mein Mann echt einen Orden verdient!
Der Samstag stand also ganz im Zeichen meiner Regeneration und abends ging dann MTM mit seinen Kumpels aus und ich hütete das Kind. Er kam aber schon um 12 wieder heim, sehr vernünftig, keine Ahnung wie man so sein kann. ;)
Am wunderbar sonnigen Sonntag war dann Familienzeit angesagt. Ich hab was schönes gekocht (Bolognese Spezial mit viel Gemüse), hab dann 3 Stunden mit meinem kränkelnden Kind kuschelnd Mittagsschlaf gemacht, während MTM die Zeit für sich nutzte, und dann düsten wir nachmittags mal in einen tollen Park. Der Herbst war richtig golden und ich habe mit meiner neuen Kamera wunderschöne Fotos gemacht. Diese haben einen separaten Eintrag verdient.
Am gestrigen Montag hatte MTM frei. Wir brachten trotzdem unseren Sohn in die Kita, einerseits weil er jetzt am Anfang nicht so lange „raus“ sein soll, andererseits, weil wir gerne mal was zu zweit machen wollten. Und das haben wir: Wir waren in Esslingen, wo wir frühstückten, shoppten und die Zweisamkeit genossen. Dann waren wir noch Lebensmittel einkaufen (ja, auch das ist mal ein Erlebnis, zu zweit haben wir das nicht mehr gemacht, seit MTE auf der Welt ist) und zum Mittagessen in einem tollen Café, das ich MTM schon lange Mal zeigen wollte. Es war ein schöner Tag, und so konnten wir gestärkt den Nachmittag mit unserem gerade sehr sehr anstrengenden Kindchen angehen. :)

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Heute zum Feiertag gibt’s selbstgemachte Hühnernudelsuppe, um die Abwehrkräfte der Familie zu stärken. Ansonsten liegt nichts weiter an, wir bereiten uns seelisch und moralisch auf morgen vor: MTM bringt MTE zum ersten Mal alleine in die Kita, und auch zum ersten Mal schon um 7:30 Uhr. Und ich verlasse zum ersten Mal seit fast 2 Jahren wieder morgens um 6 das Haus, um auf Arbeit zu fahren. Tschacka!

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Die Aussteiger

Am letzten Wochenende bin ich einfach mal aus meinem Leben ausgestiegen, mit Ansage. Schon einige Monate vorher hatte ich für meine Freundin und mich ein Appartment in einem Hotel gebucht, und zwar in der Mitte zwischen unseren beiden Wohnorten. Die Mitte ist der Wintersportort Oberhof in Thüringen, für jeden um die 280km zu fahren. Wir hatten viel geplant: Quatschen, essen, trinken, chillen. Dieses unsagbare Pensum haben wir auch tatsächlich bewältigt und nichts anderes gemacht. Nein, wir waren am Samstag nicht ein einziges Mal vor der Appartmenttür. Warum auch? Wir hatten am Freitag haufenweise süßen und salzigen Schweinkram eingekauft, hatten Sekt, Havana, Cola, Kippen und uns. Frische Luft gab’s auf dem Balkon, Gemütlichkeit auf der Couch, Wellness im Bad. Ja, ein bisschen Beauty gehört zum Chillen dazu, ich hab eine Wellnessecke errichtet und wir machten unsere Behandlungen einfach selbst. Das hatten wir an unserem zerknirschten Samstag dann auch nötig, denn der Freitagabend wurde standesgemäß bis nachts um 3 zum ausgiebigen Labern und Anstoßen genutzt. Wir haben schon so lange keine Zeit zu zweit verbracht, was glaubt ihr, wie viele Worte sich da angestaut haben?! Eigentlich gingen sie uns bis Sonntag nicht aus… ;) Abgeschlossen haben wir unser Wochenende dann beim Griechen, wieder unter den Lebenden also, ohne Asi-Palme aufm Kopp und mit Schminke im Gesicht.

Es war einfach sooo herrlich! Wir haben wirklich jede Sekunde sowas von genossen, bei mir ging es eigentlich schon mit der Autofahrt los. Ich hatte mir extra eine CD gebrannt und einen großen Kaffee mitgenommen. Alleine im Auto zu sitzen, ist für mich der Hammer. Der Bass wurde wieder hochgedreht und los ging es, laut singend und ein wenig sitztanzend.

Unsere Männer haben dieses Wochenende allein mit unseren Kindern natürlich super hingekriegt. Wir wurden auch fleißig informiert und mit Fotos versorgt, denn bei all der Ausstiegsfreude haben wir natürlich vor allem unsere Söhnchen vermisst. Ein bisschen. ;)

7.1.82 – 3.12.82 – 7.1.16 – 3.12.16

Der September ist echt nicht ohne für uns alle. Denn es wird nicht nur unser Kindchen in die Kita eingewöhnt, nein, es ist auch an fast jedem Wochenende mächtig was los. Letztes Wochenende zum Beispiel hatten wir ganz seltenen Besuch aus Berlin, auf den wir uns sehr gefreut haben. Ich hab die Geschichte schon mal erzählt, die mich und meine Großcousine noch mehr verbindet, als unsere gemeinsame und intensive (positiv und auch mal negativ) Vergangenheit: Wir sind beide im gleichen Jahr geboren und unsere Söhne sind ebenfalls im gleichen Jahr geboren. Das allein ist natürlich reichlich unspektakulär, doch mein Sohn kam an ihrem Geburtstag und ihr Sohn an meinem! Ich halte das ja für ein kleines Wunder. ♥ Unsere Jungs sind eigentlich Großgroßcousins (gibt’s das überhaupt?), aber für uns sind es Cousins, wie wir Cousinen sind. Und sie ist zusätzlich noch die Patentante meines Sohnes, also, enger geht diese Konstellation eigentlich nicht mehr. :)

Diese kleine Familie kam uns nun also erstmalig zusammen besuchen. Sogleich erfreut war ich, dass mein Kind, das ja nun offenbar seine Angst vor Babys und Kleinkindern abgelegt hat, so unglaublich angetan von seinem Cousin war. Sie sind fast ein Jahr auseinander, der kleine Besuch ist gerade 9 Monate alt. Aber MTE fand ihn cool und hat ihn ständig angegrabscht, ist mit ihm gekrabbelt und hat in seinem Kinderwagen mit ihm gesessen. Das war alles total süß, auch wenn es natürlich auch anstrengend war. Man muss ganz schön auf der Hut sein bei so grobmotorischen Kleinkindern wie MTE. :)

Wir haben uns jedenfalls alle eine schöne Zeit zusammen gemacht: Am Samstagabend konnten meine Cousine und ich endlich mal wieder seit gefühlten Ewigkeiten alleine lange quatschen und vor allem’ne Pulle Sekt köpfen. Am Sonntag verbrachten wir die Zeit bis zum Nachmittag stressfrei zu Hause, frühstückten ausgiebig, versorgten unsere Kinder, genossen die Mittagspause… Und dann fuhren wir in die Stadt, spazierten bei strahlendem Sonnenschein noch ein wenig herum und gingen danach noch essen. Der Abend endete auf unserem Balkon zu viert mit ein paar Getränken und dann war die Zeit auch schon wieder vorbei. Es war trubelig, aber es tat auch allen sehr gut! Am Montagmorgen trennten sich unsere Wege – MTM ging arbeiten, ich ging mit MTE in die Kita und unser Besuch reiste weiter in den Urlaub.

Zeit zum Verschnaufen ist nun aber nicht. Die Eingewöhnung ist nicht ohne und verlangt mir und dem Kleinen schon ein bisschen was ab. Und am Freitag schwänzen wir die Kita, um einen Mutter-Kind-Wochenendtrip zu machen. Diesmal ist wieder eine Cousine von mir im Spiel. Und Düsseldorf. :D

1 Woche „heeme“

Wir haben Urlaub. Also, MTM hat Urlaub, da ich ja (noch) nicht wieder in Lohn und Brot stehe. Aber für mich ist das auch Urlaub, wenn ich tagsüber nicht mehr allein verantwortlich für den kleinen Pups bin. Und da wir die erste Urlaubswoche auch noch in  meiner Heimat, bei meiner Mutti, verbrachten, war es gleich noch mal mehr wie Urlaub für mich. Da brauche ich dann fast nix machen, Pups‘ Omi kümmert sich liebend gern um frische Windeln, Schlafenlegen, Baden, Bücher angucken, Spazieren usw. usf.. :) Nur am ersten Tag nach unserer Ankunft musste MTM nochmal als alleiniger Babysitter herhalten, ansonsten konnten wir uns entweder zu zweit oder doch zusammen in Familie eine schöne Zeit machen:

Freitag, 11.8.17
Tagsüber war erst einmal ausruhen angesagt, schließlich hatten wir eine schreckliche Nachtfahrt mit 2 Stunden Stau und Ankunft kurz nach 3 Uhr morgens hinter uns. Und für den Abend musste zumindest ich fit sein, denn es ging zum drölfzigsten Mal mit meiner Mutti, Tante und meinen Cousinen zu unserer geliebten Kaisermania ans Dresdner Elbufer. ♥


Samstag, 12.8.17 & Sonntag, 13.8.17
Beide Tage standen ganz im Zeichen der Hochzeit meiner Freundin, die wir am Samstag feierten und am Sonntag verkrafteten. ;) Das Frühstücken und Aufräumen am nächsten Morgen/Mittag war aber auch noch lustig, erst am frühen Abend waren wir wieder zu Hause bei meiner Mutti und unserem Kind.

Montag, 14.8.17
MTMs 37. Geburtstag! Wir hatten einen ruhigen Vormittag und nach dem Mittagsschlaf des Kleinen besuchten wir gemeinsam mit meinem Onkel meine Tante bei der Reha. Dort war die Wiedersehensfreude groß, wir spazierten ein Stück, versuchten mit dem Kleinen Schritt zu halten und gingen sehr lecker italienisch essen. Am Abend gab es noch einen kleinen Umtrunk ganz in Familie auf der Terrasse, während das Kindchen friedlich schlief.


Dienstag, 15.8.17
Wir hatten einen kompletten Tag in Dresden mit meiner Cousine, ihrem Mann und ihrem Baby-Söhnchen vor uns, auf den wir uns sehr freuten. Nach anfänglicher Fremdelei und der üblichen Baby-Kleinkind-Angst wurde unser Kleiner dann auch endgültig warm mit allen Beteiligten, was einfach total schön anzusehen war. Wir trafen uns morgens in der Dresdner Neustadt auf einen leckeren Kaffee und ließen uns danach für ein ausgiebiges Picknick und den Mittagsschlaf der Kinder im Großen Garten nieder. Dann trennten sich unsere Wege nach Geschlechtern: Die Jungs gingen in den Zoo, wir zwei Mädels gingen zu einer Stadtführung. Nach einer Stunde seilten wir uns von dieser mit einer Ausrede ab, weil uns an diesem heißen Tag ein kühles Radler und vor allem ein wenig Zeit zu zweit zum Quatschen plötzlich sehr viel attraktiver erschienen. Erst um 18:30 Uhr verließen wir Dresden, ich ging gleich im Anschluss zu meinem bei jedem Heimataufenthalt obligatorischen „Hühnertreffen“ und MTM ließ sich bei dem Mann einer meiner Hühner mit ein paar Bier im Schlepptau nieder. Das Kindchen blieb gerne bei „Ama“ (=Oma♥).


Mittwoch, 16.8.17
Der Tag begann sehr regnerisch und grau, aber trotzdem erfüllte mein Mann seine Schwiegersohn-Pflichten und ackerte bis nachmittags im Garten (Hecken schneiden, Sträucher absägen & Co.). Am Vormittag fuhren Mutti, Kindchen und ich mal ins neue Outletcenter, um für den Kleinen Klamotten zu kaufen. Im Buchladen besorgte ich noch ein Geschenk und natürlich auch ein Buch für das Kind, davon kriegt er nie genug. Nach dem Mittagsschlaf „half“ auch er dann mit im Garten, denn ganz unerwartet kam die Sonne doch noch raus. Den trockenen Abend nutzten MTM und ich dann noch einmal für uns, denn so schnell werden wir demnächst keinen abendlichen Babysitter haben. Wir besuchten meine Hühnerfreundin und ihren Mann, mit dem MTM schon am Vortag das Vergnügen hatte. Wir hatten einen herrlichen Terrassenabend und mussten uns für die Rückfahrt ein Taxi nehmen. ;)

Donnerstag, 17.8.17
Erstmal passierte nicht viel bei uns. Meine Mutti hat uns diesmal ein richtiges Ausschlafen gegönnt. Sie schlief die ganze Woche zusammen im Zimmer mit unserem Sohn und wir alleine im Schlafzimmer. Aber diesmal ließ sie ihn uns nicht mal um 7:30 Uhr wecken und bestand auch nicht auf ein gemeinsames Frühstück. Das war sehr lieb und uns wirklich nicht unrecht nach dem vorangegangenen Abend. ;) Am Nachmittag fuhren wir alle gemeinsam in die nächste Stadt in ein hochgelobtes Eiscafé, und das Kind bekam seinen ersten eigenen Eisbecher. Natürlich von mir zusammengestellt, eine Kugel Eis und Erdbeeren. Ich fand jetzt nicht, dass bei dem geilen Eisgenuss noch Sahne und Smarties und wasweißichnochalles mit drauf mussten, wo er doch gerade erst diese süßen Geschmäcker kennenlernt. Und schließlich bekam er auch ein wenig Sahne vom Papa ab. ;) Abends machten wir ein spontanes Grillerchen auf der Terrasse. Wir zauberten aus ein paar Bratwürsten und den vorhandenen Resten im Kühlschrank ein echt schönes Abendessen.

Und damit hatten wir auch einen schönen Heimaturlaubsabschluss. Am Freitag machten wir uns wieder auf den Weg nach Stuttgart, leider. Ich werde wirklich immer wehmütiger, mit jedem Mal. Wahrscheinlich auch, weil ich bald wieder arbeite und dann nicht mehr so frei längere Heimataufenthalte planen kann. Hilft eigentlich nur ein Umzug, aber wer weiß ob und wann dieser Fall eintritt.

Das Wochenende verbrachten wir recht unspektakulär, denn eigentlich sind wir schon wieder auf dem Sprung. Morgen geht es noch ein paar Tage in die andere Richtung in den Urlaub: MTM bekam von mir 4 Tage am Bodensee geschenkt. Wir freuen uns schon!

Hotel Mama

Seit fast 2 Wochen bin ich nun schon mit Kind aber ohne Mann in meiner Heimat. Ursprünglich wollte ich am Montag, nach 10 Tagen, schon zurück fahren. Dann hab ich auf Dienstag verlängert und dann noch mal auf morgen, Donnerstag. Ich kann mich gerade ganz schlecht lösen, weil es wohl das letzte Mal ist, dass ich für längere Zeit allein mit dem Kleinen in meiner Heimat bin. Denn bald geht der „Ernst des Lebens“ (haha, als wäre die Elternzeit das nicht…) wieder los. Zum Glück ist mein Mann verständnisvoll und gewährte mir diese 4 Tage Aufschub noch, obwohl er natürlich seinen Sohn schmerzlichst vermisst.

Hier bei Mutti hatte ich nun fast zwei Wochen Urlaub, wenngleich dieser natürlich, wie immer, in Freizeitstress ausartete. Die letzten, verlängerten Tage hier habe ich nun genutzt, um mal bisschen runter zu kommen, mehr Schlaf zu kriegen und noch bisschen Zeit mit Mutti zu verbringen.

Und so sah mein Heimataufenthalt im Detail aus:

Getan
…Klassentreffen
…Steuererklärung meiner Mutti gemacht
…mit einer Freundin beim Griechen geschlemmt
…in unserem neuen Outletcenter eingekauft
…die Verwandtschaft im Erzgebirge nach Jahren mal wieder besucht
…mit einer Freundin auf der Terrasse bis nachts gequatscht
…einen Tag in Berlin mit meinem Kindchen bei meiner Cousine und ihrem Kindchen verbracht
…Hühnerabend auf der Terrasse abgehalten
…einer Freundin zugehört, die auch ihren Papa verloren hat
…21 Stunden wach gewesen wegen eines völlig durchgeknallten Junggesellinnenabschiedes in Berlin
…mit Kind meine Tante und ihren Labrador (Kind Angst vor Tier) und ihre 3 Katzen (Tiere Angst vor Kind) besucht
…zwei Mal mit Freundinnen und ihren Kindern gefrühstückt (Kind Angst vor Kindern, oh man!)
…dem Kind neue Sachen beigebracht (Wo ist das Zipfele? Wo ist der Piep? Wie macht der Fisch? Wie macht die Katze? Wie macht der Löwe?)
…geweint, weil ich so weit weg von „Heeme“ wohne

Nicht getan:
…geputzt
…gekocht
…TV geguckt
…gelesen
…unruhig geschlafen (Oma bei Kind, ich allein, geil!)

So, und da soll man nicht wehmütig werden, wenn man wieder zurück dorthin fährt, wo so eine unterstützende Familie und so viele Freunde nicht sind?

Klassentreffen

Mein erster Blogeintrag als „Bellona“ (vorher hatte ich unter einem anderen Namen auch schon 2 Jahre geblogt) handelte von meinem ersten Klassentreffen. 5 Jahre Abitur hatten wir damals. Nun war ich beim „15-Jahre-Abi-Treffen“. Unglaublich. Ich bin seit 10 Jahren Bellona, die Bloggerin. Und seit fast 12 Jahren so allgemein Bloggerin.

Davon weiß von meinem Abijahrgang natürlich niemand was, außer meine beste Freundin, die das aber nicht sonderlich interessiert. Mit dieser (seit der 7. Klasse Gymnasium kennen wir uns, auch unglaublich) und einer weiteren Freundin, mit der nach wie vor Kontakt besteht und Treffen stattfinden, gingen wir also etwas aufgeregt zum Treffen. Von 75 Mann waren 35 dort, und noch ein paar Lehrer. Es ist so schade, dass man nicht mehr Leute zusammenkriegt, aber was soll’s. Es war trotzdem schön und die Aufregung war eigentlich direkt verflogen. Es war schon ein bisschen wie früher. Wir sind irgendwie nicht so eine Truppe, die sich die Taschen bei solchen Treffen vollhauen muss. Klar fragt jeder und erzählt jeder, aber eigentlich ohne zu verurteilen oder zu rechtfertigen. Es gibt natürlich immer vereinzelte Personen, die da doch ein bisschen anders ticken, die nicht ganz dicht in meinen Augen sind, aber die wird es immer geben und die lassen auch kein Neid bei irgendwem aufkommen, auch wenn sie es vielleicht gerne so hätten.

Wir starteten um 17 Uhr und um 2 Uhr gingen die Letzten nach Hause. Darunter natürlich auch ich, hallo, manche Dinge ändern sich nie. ;) Was sich änderte war, dass wir diesmal keine flotte Sohle aufs Parkett legten, sondern wirklich nur zusammensaßen und quatschten. Das war ein bisschen schade, aber irgendwie auch nicht schlecht. So konnte man sich wirklich mit fast jedem einmal ausführlich unterhalten, das hat mir eigentlich ganz gut gefallen.

So hab ich von dem Tratschthema schlechthin gar nichts mitgekriegt, nämlich, dass zwei zusammen auf einmal abgehauen sind, die das echt nicht sollten. Aber Arschloch bleibt einfach Arschloch, und das trifft auf beide zu. Und überrascht hat es mich persönlich auch nicht wirklich.

Ich freu mich jedenfalls schon auf „20 Jahre Abi“! (…und demnach 15 Jahre Blogbellona, hihi)

Im Übrigen…

…fahre ich auf wahnwitzige Weise auf „Bärchenstreich“ ab.

…sind simple Beitragslikes ohne ein paar Worte völlig bedeutungslos für mich.

…finde ich außerdem doof, dass man mit diesem Reader nicht mal auf die Blogs klicken muss, um die Einträge zu liken lesen.

…ist ein Wunder geschehen und wir haben einen Kita-Platz ergattert – ohne Klinkenputzen!

…betreibe ich exzessives „Voice Messaging“ mit einigen Freundinnen und liebe es!

…müssen meine mütterlichen Augen plötzlich bei „Sex and the City“ ganz oft rollen.

(Solche Einträge hat mein lieber Blogfreund GeraldS, der leider nicht mehr lebt, gerne geschrieben. Ich mache das jetzt einfach mal nach, nach so langer Zeit. Ich glaube nicht, dass er was dagegen hätte.)

Abriss: Ostertage / Heimatwoche

Blogmäßig war ich die letzten Tage ja ordentlich ausgeknockt. Freunde und Familie dürfen nicht zu kurz kommen, wenn ich in der Heimat bin. Also kommen andere Hobbys zu kurz, damit kann ich leben. Auch wenn ich in unserem schönen Gemeinschaftsblog der Ex-Blog.de-Blogger so viel verpasst habe. Da ist ganz schön was los zur Zeit (guckt ruhig mal rein), und ich kriege alles gerade nur am Rande mit. Doch erst einmal möchte ich meinen eigenen kleinen, geliebten Blog auf den neuesten Stand bringen, wenn auch nur mit einem kurzen und prägnanten Abriss. ;)

Zeit zu zweit: Restaurantbesuch zum Abendessen mit MTM; ruhige Nächte durch Zimmertausch mit meiner Mutti.
Familienoverkill: Karfreitagskaffee; Karfreitagsfeuer im Garten; Grillen am Samstag; Ostersonntagsbrunch bis nachmittags.
Party: Erster Besuch der heimatlichen Provinzdisse seit 2,5 Jahren (schräg).
Küchenfreuden: Täglich gemeinsam frühstücken und mittagessen mit Mutti, MTM und MTE; Muttis überraschende Kochkünste genießen (Spargel mit Schnitzel, Sauerbraten und DDR-Kindergartennudeln – ein Traum!); selbst die Familie verköstigen und gelobt werden.
Zeit für Freunde: Sechsstündiges Frühstück mit der Hühnergruppe; Samstagsfeuer bei einer Freundin; Familientreffen mit einer anderen Freundin; mit Letzterer noch ein Ewig-nicht-gesehen-Abend zu zweit von 18 bis 3 Uhr nachts (Sie redet wie ein Maschinengewehr und ich bin auch nicht ohne. :D).
Schönes mit Kind: Total spaßiges Radfahren mit Kind vorne im Sitz; Schaukel und Sandkasten ausprobieren; ständig Spielbesuch bekommen; mit Matschsachen den Garten unsicher machen; eeendlich Laufenlernen (sooo süß!).
Es ist nicht immer alles blumig: Lange Autofahrten mit dem Kleinen sind auch nicht mehr das was sie mal waren; mehrmals in den Regen/Hagel gekommen; Feiertagsstress ohne Familienfoto aber mit Tränen; Trotz- und Wutphasen des Kindes vom Feinsten; „aggressive Grundstimmung“ (O-Ton MTM) auch bei den zwei weiblichen Erwachsenen im Haus vertreten; Papa fehlt nun fast schon ein Jahr.

Die sieben Heimattage vergingen wie im Flug, wie immer. Ich freue mich, trotz des letzten Punktes, auf die nächste gemeinsame Zeit mit meiner kleinen Familie und meiner Mutti, dann sogar an der wundervollen Ostsee. Man kann immer etwas besser machen und was man nicht ändern kann, muss man eben akzeptieren. ♥

Freundinnen und Mütter

Das ist es eigentlich, was mir hier in Stuttgart so doll fehlt. Mütter, die gleichzeitig Freundinnen UND die auch noch in Elternzeit mit mir sind. ;) Ich finde allerdings, dass es ja so schon schwer genug ist, neue, richtige Freundschaften aufzubauen, die den „alten“, jahrelang gepflegten, ebenbürtig sind. Und dann noch unter Müttern Freundinnen auszumachen, die nicht auch irgendwie Feindinnen sind, das ist schon schwer. Deshalb genieße ich es so, in meiner Heimat zu sein und mit meinen guten Freundinnen ungezwungen und ohne Dogmatismus über diese ganzen Muttithemen zu quatschen und natürlich über all das andere Zeug, was uns verbindet. Denn das ist doch auch wichtig, dass man auch andere Themen zusammen hat, oder? Auch das ist schwer, wenn man sich quasi nur aufgrund der Existenz des Nachwuchses kennengelernt hat.

Nachdem die ganze Karnevalsfeierei abgehakt war, blieb ich noch ein paar Tage in meiner Heimat, um dringend notwendige Treffen mit stark vermissten Freundinnen abzuhalten. Neben einem wirklich lustigen Abend beim Griechen mit unserer „Hühnergruppe“ waren da aber auch Einzeldates (hehe, das Wort hab ich vom Bachelor, die einzige Trash-Sendung die ich wirklich leidenschaftlich gerne gucke), die unheimlich wichtig waren. Da wäre einmal der Tag mit meiner Cousine/Freundin und Taufpatin meines Kindes, die uns aus Berlin mit ihrem Baby einen Besuch abstattete. Es ist eigentlich immer das Gleiche: Wir hetzen durch alle möglichen Themen, kommen vom einen zum anderen, plappern ohne Ende und zack, ist die Zeit um. Aber wir haben sie gut genutzt, vor allem als die Kleinen in ihren Wägen bei totalem Regenwetter auf der Terrasse gepennt haben für sagenhafte 2 Stunden. :D

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Das nächste wirklich wichtige Treffen fand am Tag danach statt, und zwar mit meiner besten Freundin, ebenfalls gerade in Elternzeit. Wir verabredeten uns zum Frühstück in einem Café mit riesiger Spieleecke. Der Plan war, dann zum Mittagsschlaf der Kleinen mit den Wägen spazieren zu gehen. Aufgegangen ist er nicht, denn wir saßen von 9 bis 15 Uhr an unserem Tisch, frühstückten, tranken Sekt, aßen Eis. Die Kinder spielten oder aßen mit und pennten dann auch dort im Café in ihren Karossen. Und auch hier war es wieder wie immer: Labern, labern, labern, rasende Zeit und das Gefühl, noch ewig weiter quatschen zu können.

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Es waren zwei perfekte Freundinnentage in Elternzeit und solange ich in dieser noch bin, werde ich sie so gut es geht ausnutzen. Auf diese Art und Weise, heeme, bei meiner Familie und meinen Homies. :)

Am Aschermittwoch ist alles vorbei :(

Seit Aschermittwoch 2015 hatte ich nichts mehr mit Karneval am Hut. Ich wurde schwanger, bekam mein Kind und wurde so langsam wieder karnevalsgeil. In meiner brandenburgischen Heimat gibt es schon im November Karnevalsveranstaltungen, auf die ich aber noch schweren Herzens verzichtete – einfach weil es zeitlich nicht passte, die Strecke von 560km auf mich zu nehmen. Jetzt im Februar passte es perfekt. Ich ließ mal wieder meinen Mann zu Hause und reiste allein mit Kind heute vor einer Woche hier bei Mutti an. Weiberfastnacht ist hier nicht, diesen Tag nutzte ich noch wenig karnevalistisch, um mit einer Freundin mittags essen zu gehen und dann für Muttis Geburtstag einzukaufen. Diesen feierten wir dann am Freitag, auch noch sehr unkarnevalistisch. Aber dann ging es am Samstag los. Tagsüber führte ich meinen Sohn in die närrische Welt ein, indem ich mit ihm einen der traditionellen, kleinen Karnevalsumzüge in einem Dorf in der Nähe besuchte. Sein Vater ist ein großer Karnevalsmuffel und sowas lasse ich beim Kleinen gar nicht erst einreißen. Wenn er dann irgendwann auch mal die ganzen Kamelle futtern darf, ist er garantiert richtig angefixt. (Alter Falter, was man mit Kind im Arm bei so’nem Dorfumzug abstaubt, ist echt nicht zu verachten.) Am Abend dann machte ich mich mit meiner langjährigen Karnevalsfreundin endlich mal wieder auf zu „unserem“ Karnevalsverein, dessen Veranstaltungen wir schon besuchen, seit wir 16 sind. Es ist wie es ist, wir sind älter und das Publikum jünger, wir kennen die Songs der Jugend nicht mehr („Stoff und Schnaps“? Hä?), wir sind vernünftiger geworden. Auch wenn ich dieses Jahr die Treppe runtergeklatscht bin und mir übelst die Hämatome zugezogen habe, war ich nicht ansatzweise so raus wie in den vielen Jahren vorher. Wir haben schön Radler getrunken und die Veranstaltung klaren Kopfes noch vorm Ende verlassen. Wir Muttis, ey. ;) Es war trotzdem schön und wir werden weiterhin dorthin gehen, aber dann wohl eher zu der Veranstaltung freitags, bei der der Altersdurchschnitt gewöhnlich höher als 22 ist.
Nun gut, der Sonntag blieb ruhig, aber am Abend durfte die Karnevalsgala aus der Heimat im Fernsehen nicht fehlen. Und dann kam der Rosenmontag. Meine Freundin und ich gingen fremd, weil „unser“ Verein an diesem Tag keine normale Party mehr feiert, sondern nur noch den Seniorenkarneval. Nix für uns, trotz Radler und Unkenntnis der jugendlichen Musik. ;)  Also ab zum anderen Verein, wo wir einen wirklich schönen Freundinnenabend hatten – auch wenn uns dort das Publikum und die zugehörige Musikauswahl wiederum zu alt war. So’n Mittelding sind wir offenbar, schwierig mit Mitte 30, ich sag’s euch. Wieder ohne Kopfschmerzen startete ich in den Veilchendienstag. Bisschen müde war ich, aber pünktlich zum Kinderkarneval war ich fit. Mit meinem Kleinen den Trubel dort zu erleben, fand ich richtig schön. Er hat auch gut mitgemacht, ich glaube er ist auf einem guten Weg zum Karnevalismus. :D

Und heute ist nun alles wieder vorbei. Ich fand diese Saison schön, habe viel vom heimatlichen Karneval mitgenommen und freue mich schon auf die nächste 5. Jahreszeit. Aber jetzt kommt erstmal die Fastenzeit. Ich wünsche euch viel Erfolg dabei – ich faste nüscht.