After-Lockdown-Eintrag

Ich kann nicht fassen, dass schon wieder drei Monate vergangen sind seit meinem letzten Eintrag. Seit dem „Lockdown“! Die Zeit rast wie bekloppt, ob nun Coronalangeweile herrscht oder haufenweise passiert im Leben – übel!

Mein Kind und ich sind nach 5 Wochen Heimataufenthalt bei meiner Mutti wieder zurück in unser Zuhause nach Stuttgart gekommen. Zwar war ja die Kinderbetreuung immer noch nicht wieder geregelt, aber immerhin hatten sich für uns Alternativen aufgetan. Ich bekam doch Home Office genehmigt und MTM hatte es sowieso. So wechselten wir uns ab – einer ging ins Büro, der Andere „arbeitete“ zu Hause (also, betreute das Kind und arbeitete nebenher irgendwie…). Es war wirklich anstrengend, aber es lief irgendwie. Zwischendrin war meine Mutti auch mal zur Unterstützung hier und dann waren irgendwie auch unsere 2 Wochen Urlaub da. Die hatten wir nicht ganz so geplant, wie sie verliefen, aber es war für diese Situation dann genau richtig und wunderschön.

Und hier kommen ein paar Impressionen der vergangenen Monate:

Unser erster Einkauf mit Mundschutz fand tatsächlich nicht im Supermarkt statt, sondern im Fahrradladen. Wir ergatterten noch eins dieser tollen Kinderräder, sogar in MTEs favorisierter Farbe. Und ja, der Kleine hat in dieser Coronazeit einen weiteren Meilenstein geschafft: Er hat das Fahrradfahren gelernt und inzwischen schon richtige Touren mitgemacht! Und wir haben auch unsere Räder nach 6 (!) Jahren aus dem Keller geholt, entstaubt und nun werden sie endlich auch (relativ) regelmäßig gefahren.

Wir haben das Beste aus allem gemacht, was die Stadt, unser Zuhause und die Corona-Auflagen möglich machten: Gemütliche Balkon- und Grillabende, das erste Bier in der Öffentlichkeit am Stadtstrand, Genuss von abgeholtem Essen aus Restaurants.

Das Kindchen und wir haben versucht, heil das Homeoffice und die fehlende Kita zu überstehen – mit Kreativität und starken Nerven. Es ist uns ganz gut gelungen, und eigentlich war es auch irgendwie ganz schön. Tränen flossen jedenfalls am ersten Kitatag nicht nur beim Kleinen, sondern auch bei mir. :)

Pausen von allem gab es für uns alle mal. Ich traf mich z.B. im Mai mit meiner Freundin aus Hamburg in meiner Heimat. Ursprünglich geplant war wieder Erfurt, aber unsere Freundinnenzeit genossen wir auch bei meiner Mutti im Haus, im Garten und am heimatlichen See. Es war sehr intensiv und schön! Das Kindchen hatte direkt vorm Kitastart noch einen kleinen Kurzurlaub mit seinem Papa am Bodensee, das haben beide auch sehr genossen.

Seit es wieder möglich ist, auszugehen, tue ich das auch wieder regelmäßig und mit großer Freude. ;) Nur das Tanzen, das fehlt mir wie Sau.

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Und trotz aller Befürchtungen, die natürlich immer da sind; trotz aller schlimmen Nachrichten auch außerhalb des Corona-Themas und aller beängstigenden Entwicklungen: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Alles wird gut!

Neues von der Corona(koch)front

Ich muss gestehen, dass mich diese Situation weiterhin überfordert. Einerseits hat man sich irgendwie dran gewöhnt und füllt die Zeit auch ganz gut. Ich bewege mich z.B. mehr, hab ein 1000er-Puzzle an drei Tagen (und v.a. Nächten) fertig gepuzzelt, schon ein bisschen was von meiner To-do-Liste gemacht und auch Spaziergänge zu zweit gemacht. Andererseits mache ich mir Sorgen, immer wieder, und auch wenig konkret. Ich sehne mich extrem nach Normalität und krieg schon die Krise, wenn ich nur an eine Mundschutzpflicht denke. Grundsätzlich gibt es für mich persönlich keine Probleme und es geht mir gut, aber eben auch schlecht. Gleichzeitig.

Was mir wiederum durchgehend sehr gut tut, ist mein Status als Küchenchefin hier bei meiner Mutti. Ich versorge uns und oft auch noch die Verwandtschaft (kann keine kleinen Portionen kochen). Es gibt Standard-Gerichte aber auch neue Rezepte werden ausprobiert – alles wie immer kindgerecht (oder mit Alternativen, wenn es z.B. Spargel gibt), denn dass es dem Kleinen schmeckt, ist mir am wichtigsten.

Meine neueste Errungenschaft: Kartoffel-Möhren-Eintopf mit Hackbällchen. Diesmal hab ich mich komplett an das Rezept gehalten. Ok, bei den Hackbällchen hab ich noch Paniermehl, Ketchup und Senf untergemischt, sonst aber alles wie im Rezept angegeben gemacht. Und die Floskel „Das gibt’s jetzt öfter.“ aus diversen Kochforen passt hier leider wie die Faust aufs Auge, denn exakt das wurde von den Testessern verlangt.

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Auch MTM war angetan, der war nämlich über Ostern hier. Die Isolation macht ihm gar nix im Gegenteil, führ ihn ist es die abolute Freiheit, alleine und selbstbestimmt in unserer Wohnung zu sein. Aber natürlich vermisst er seine Familie, natürlich war ein Ostern ohne ihn nicht vorstellbar. Der Kleine und ich sind mittlerweile seit fast 4 Wochen hier bei meiner Mutti und wie es weitergeht, ist noch nicht klar. Das macht einen wahnsinnig.

Kochen in Zeiten von Corona

…also vor allem kindgerecht. :)

Zum Glück macht mir Kochen Spaß, ich habe wirklich eine helle Freude daran, mein Kind und meine Mutti zu versorgen mit frischer, ausgewogener, leckerer Kost. Das ist für den Kleinen ein richtiger Kontrast zur Kita-Verpflegung (leider) und meine Mutti freut sich glaube ich auch drüber, die kocht sich selbst so gut wie nix weil sie es nicht gerne macht. Das ein oder andere Gericht hat sie allerdings auch schon für uns gekocht (ja, sie kann es wenn sie will) – sie macht z.B. einen sehr leckeren Graupeneintopf.

Eines meiner liebsten neuentdeckten Rezepte, weil es geil schmeckt, weil das Kind es liebt und weil es sehr einfach ist, ist Möhrenrisotto. In meinem Möhrenrisotto ist keine rote Paprika (mag ich nicht) sondern gelbe. Statt Zwiebeln nehme ich Schalotten. Als Käse nehm ich Parmesan, immer im Risotto. Obendrauf ist Hüttenkäse, was der Kleine total liebt und außerdem wirklich gut dazu passt. Mengenangaben interessieren mich nicht, ich lass mich nur inspirieren, mache alles freestyle und koche vor allem immer mehr, damit man noch was einfrieren oder verteilen kann.

Möhrenrisotto

Und hier haben wir noch ein paar Beispielteller unserer Corona-Küche, Futterbilder stehen zu diesen Zeiten glaub ich hoch im Kurs. Man beschäftigt sich mit dem Thema Essen schon etwas ausführlicher zur Zeit, oder? ;)

(Heute gibt’s Schnitzel mit Kartoffelbrei und Rosenkohl und Rosenkohlalternative fürs Kind. Freu mich aufs Essen, aber auf die Zubereitung hab ich mal so gar keinen Bock.)

New York City, kurz vor dem Ausnahmezustand

Wir können es ganz oft gar nicht glauben, Mutti und ich. Vor nunmehr 5 Wochen waren wir noch in einer pulsierenden, atemberaubenden Stadt. Die Gedanken an Corona kamen und gingen wieder. Im Flugzeug (Singapore Airlines) trugen ein paar Flugbegleiterinnen einen Mundschutz, hinzu weniger als rückzu. Aber okay. In New York selbst sahen wir so gut wie niemanden mit einem Mundschutz. Das einzige, was uns an Corona denken ließ, war die Berichterstattung aus Italien – die wir aber nicht sonderlich intensiv verfolgten. Wir hatten Urlaub, wir zwei allein. Und es war gut so (ich wünschte, ich könnte jetzt auch mehr ausblenden und mehr im Hier und Jetzt leben – aber ich bin halt nicht mehr im Urlaub).

Meine Mutti und ich hatten diese Reise schon lange vorher gebucht. Der Februar war keine zufällige Wahl, denn der 60. Geburtstag meiner Mutti fiel in diese Zeit und war der Grund für dieses Abenteuer. Aufregung machte sich im Vorfeld schon etwas breit bei uns beiden. Meine Mutti spricht kein Wort Englisch und ich sollte die volle Verantwortung für die Auswahl des Hotels und obendrein als City-Guide haben, weil ich ja schon einmal dort war vor 6 Jahren. Zudem mussten mein Mann und mein Kind eine Woche ohne mich UND ohne Oma zubringen. Irgendwie bereitete mir das alles Sorgen – allerdings völlig unbegründet. Zu Hause klappte es hervorragend und mit mir und Mutti in New York ebenfalls.

Die meiste Zeit waren wir völlig entspannt, die meisten Tage gestalteten wir recht spontan und aus dem Bauch heraus und wir haben uns wirklich sehr oft gesagt: „Alles richtig gemacht!“ Und obwohl MTM und ich vor 6 Jahren schon gefühlt „alles“ gesehen hatten, so entdeckte ich jeden Tag mit Mutti neue tolle Dinge, die ich eben doch verpasst hatte. Und gleichzeitig erlebte ich mit ihr viele Dinge noch einmal, konnte in Erinnerungen schwelgen, ihr Orte und Lokale zeigen, die ich seinerzeit mit MTM entdeckte… Hach, es war einfach herrlich, wirklich herrlich.

Ich fand es toll, mal stundenlang durch Harlem zu laufen, das ist wie eine völlig andere Welt abseits der ganzen Wolkenkratzer, und doch so nah. Das hatten MTM und ich damals gar nicht in Erwägung gezogen. Außerdem empfand ich Chinatown wieder einmal als genauso schräg und befremdlich, aber gegessen habe ich dort trotzdem was (und Mutti ebenfalls dazu genötigt). Außerdem war das Shoppen für mich eine ungefähr 30-kg-weniger-größere Freude als damals. Ich habe zugeschlagen und es fühlte sich unglaublich an. Festgestellt habe ich außerdem (erneut) für mich, dass meine liebste Gegend in Manhattan Little Italy ist. Dort hätte ich ewig verweilen können…

Muttis Geburtstag begingen wir erstmals um 18 Uhr New Yorker Zeit (also 0 Uhr in Deutschland) in Chelsea mit einem verbotenen Piccolo in der Öffentlichkeit. Und zur Feier dieses viertel Tages schauten wir uns den ganzen Glanz dieser Stadt von oben an.

Ihren „richtigen“ Geburtstag nach New Yorker Zeit feierten wir am nächsten Tag dann ausgiebig: Frühstück im Bett, Fähre fahren mit Blick auf die Freiheitsstatue, ein schweineteures aber absolut pornöses Eis in SoHo, bisschen flanieren in Greenwich Village, hübsch machen, Burger essen am Times Square und dann mein Geburtstagsgeschenk einlösen: Das Phantom der Oper am Broadway. Ich hasse übrigens Musicals, außer offenbar dieses, denn ich habe zwei Mal geweint (vor Rührung) und fand es wunderschön. Dass wir mit Trinkgeld 60 Dollar für zwei Wein im Theater gezahlt haben, ist eine Anekdote fürs Leben. Wir konnten vor Ort Gott sei Dank schon drüber lachen, und tun es eigentlich immer noch. Dieser besondere Geburtstag hat einfach alles gerechtfertigt, und das war gut so.

Einer der sieben Tage war noch für einen Trip nach Washington reserviert. Ich würde das so nicht mehr machen, muss ich gestehen, aber wir hatten Glück. Denn das Wetter hatte es fast durchgehend gut mit uns gemeint, wir hatten Sonne ohne Ende, außer an diesem Tag. Ich hätte mich geärgert, wenn ich einen Sonnentag insgesamt 9 Stunden in einem Bus verbracht hätte (wir fuhren morgens um 7 los und waren abends halb 10 wieder in Manhattan). Aber okay, nun haben wir auch Washington und all seine Hot Spots mal gesehen, kann man mal machen, muss man aber nicht noch mal haben.

In unserer ganzen Woche in New York City sind wir so unglaublich viel gelaufen, das reicht für’s ganze Jahr. Da konnte man sich auch das ganze geile Essen ins Gesicht hauen ohne Probleme, und das haben wir auch getan. Mein All-time-favourite ist, wie schon vor 6 Jahren, die New Yorker Pizza. Dort ist für mich der Pizzahimmel, sorry, aber nicht in Italien. Und übrigens, jetzt wo ich den Eintrag fertig habe: Ich muss da wieder hin. Nach Corona ist vor New York City. Sechs Jahre will ich nicht wieder warten.

Das Leben vor dem Shutdown

Zunächst fand ich den Janaur nicht so gut, weil ich eigentlich schon krank war als er anfing und dann waren der Kleine und ich auch noch einige Tage völlig ausgeknockt. Aber dann wurde es besser und der erste Monat im Jahr konnte durch einige schöne Erlebnisse doch noch glänzen. Der Februar war mein Highlight in diesem Jahr – und wer weiß, ob er das nicht sogar auch bleiben wird.

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Mal abgesehen von diversen schönen Familienausflügen, schon aufkommenden Frühlingsgefühlen und diversen Cocktails mit meiner „Cocktailcrew“ gab es das eine Highlight, auf das ich über ein Jahr gewartet habe: MTM und MTE waren ein ganzes Wochenende weg und ich hatte somit ein ganzes Wochenende die Wohnung nuuuur für mich allein. Die beiden waren mit einem befreundeten Vater-Sohn-Gespann zum Schlittenfahren. Und ich hab geputzt, Party gemacht, gechillt und alles sehr genossen. Das Weitere Highlight – und das wird sehr schwer zu überbieten sein, auch ohne Corona wäre das so – war meine Reise nach New York City zusammen mit meiner Mutti. Wir werden beide ewig davon zehren! Und diesmal werde ich wieder einen Urlaubsbericht schreiben und dabei noch einmal gedanklich zurück reisen…

Ja, und dann kam der März. Und Corona kam auch an, in unseren Köpfen. Zunächst war ja alles irgendwie noch okay, man hat versucht, sich nicht verrückt zu machen, konnte sich gar nicht vorstellen dass es Ende dieses Monats so aussieht wie es jetzt eben aussieht. Wir hatten auch in diesem Monat noch ein paar schöne Erlebnisse in gefühlter Freiheit, obwohl die ersten EInschränkungen schon angekommen waren. Zum Beispiel haben wir endlich mal das Stuttgarter Straßenbahnmuseum besucht – allerdings nur, weil die Turnhalle mit dem Winterspielplatz überraschend geschlossen hatte (da war von allegemeinen Schließungen und von den Kitas und Schulen noch gar keine Rede). Das war schon irgendwie komisch, wenngleich das Museum trotzdem ein tolles Erlebnis war.

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Und dann hatten wir noch ein gemeinsames Wochenende in einem Familienhotel mit MTEs Patentante nebst Familie. Wir hatten das Paket „sorgenfrei“ gebucht mit allem drum und dran. Auf unserer Fahrt dorthin kam zuerst die Meldung, dass Stuttgart alle Bars und Cafés dicht macht und kurz darauf, dass die Schulen und Kitas ab dem folgenden Dienstag schließen. Puh. Wir haben dieses letzte Wochenende (ja, in Freiheit) noch sehr genossen und sind im Nachhinein sehr froh darüber, aber bei weitem nicht mehr sorgenfrei. Wie auch – unser Leben würde nach unserer Rückkehr Kopf stehen!

Wir brachten den Kleinen montags ein letztes Mal in die Kita. Seine kleine neue Freundin war schon nicht mehr da, so konnten wir Mamas nicht mal Handynummern austauschen für Videotelefonie oder so… MTM und ich haben auf Arbeit versucht zu klären, wie wir es machen könnten – mehr oder weniger befriedigend. Der erste Masterplan sah dann so aus, dass MTM 2 Tage Home Office machte und dabei den Kleinen betreute. Ich ging noch arbeiten und machte „klar Schiff“ – denn ich würde vorerst nicht mehr arbeiten gehen. Home Office mit Kind kann eben mein Mann nicht 5 Wochen machen, unmöglich. Aber die zwei Tage funktionierten trotzdem ganz gut und ich hab, wie für die Kita auch, Frühstück und Vesper vorbereitet und Mittagessen vorgekocht und somit ein bisschen mein Gewissen beruhigt… Aber eigentlich waren diese zwei Tage Stress pur mit diesem Mix aus Arbeit, Kinderbetreuung, Sorgen, Unsicherheiten ob man alles Folgende richtig und gut macht…

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Freundinnenzeit

Letztes Wochenende hatte ich Besuch von meiner geliebten bekloppten Freundin. Die, mit der ich auch auf Malle war. Wir vermissen uns immer schmerzlich und solchen Vorhaben fiebern wir sehr entgegen. Auch, weil wir dann mal kurz aus unserem Muttileben aussteigen können – wir hatten diesmal sturmfreie Bude, weil mein Mann und der Kleine zusammen mit einem anderen Papa und seinem Sohn beim Schlittenfahren im Allgäu waren. Das ganze Wochenende! :D

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Unser Freundinnenwochenende hingegen bestand hauptsächlich aus Essen, Sekt und Gin Tonic. Natürlich nicht ohne viiiieeel Quatschen und einem ordentlichen Partyabend, wie ich ihn mag (also, ausschweifend). Das war so schön! Da hat man dann wieder richtig Kraft getankt für den Alltag – das ist unser Trick  17! :)

Silvesternachholung

Wir hatten einen tollen Silvesterabend in Berlin, aber eigentlich hatten wir ja was ganz anderes geplant. Eigentlich wollten wir uns zu dritt einen gemütlichen Abend in Stuttgart machen, mit Raclette, Fernsehen und Familienkuscheln. Die Entscheidung fiel auf Berlin, weil wir uns dachten, so einen gemütlichen Abend kann man auch an einem anderen Tag in diesem ollen, kalten Januar machen. Und so taten wir dies letzten Samstag. Wir tischten unser geliebtes Raclette auf (muss halt auch 1x im Jahr sein) mit allerhand Kram zum Pfännchenfüllen. Für unser Kind war dies das erste Mal, ich war schon sehr gespannt, ob er überhaupt was essen will. Wollte er. Er mag eigentlich keinen Käse, aber gerieben scheinbar schon, und zwar in Unmengen für seine Verhältnisse. Das Befüllen seiner Pfännchen machte ihm total Spaß und er bekam gar nicht genug davon. Dies hier ist sein allererstes:

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Nach dem großen Fressen badeten der Kleine und ich zusammen, was für ihn auch ein Highlight ist. Wir hatten ihm natürlich im Vorfeld von unseren Plänen erzählt und er freute sich total auf diesen Abend – vor allem da ja auch noch gemeinsames Filmgucken („Ab durch die Hecke“ wählten wir aus) auf der Agenda stand. Im Schlafanzug lümmelten wir Drei dann auf der Couch, kuschelten, guckten Film und ich glaube, er konnte sein Glück kaum fassen, als er dann noch einen Kinderriegel naschen durfte. Nach dem Baden! Auf der Couch! Beim Fernsehgucken! Er lachte jedenfalls ziemlich irre, total süß. :D

Wie das immer so ist, ist so ein schöner Abend halt auch mal vorbei. Um 22:15 Uhr war der Kleine dann auch wirklich reif für die Falle. Leider war er so erschüttert über das Ende des Abends, dass er bitterlich weinte und nicht mehr richtig aufhören konnte. Ich hab dann auch am Bett mitgeheult, was ihn natürlich noch mehr irritiert hat, aber sowas muss scheinbar auch mal sein, Tränen reinigen die Seele. Ich konnte es ja verstehen – ich könnte auch heulen wenn etwas Schönes vorbei ist, aber weil ich erwachsen bin, hab ich mich (meistens) ganz gut im Griff. ;)

It’s my party

So, berichtetechnisch mache ich jetzt einen Sprung von September/Oktober und Meer und so zum Dezember, zum Lichtermonat, zur Kälte, zu meinem Geburtstag. Es ist bisher noch nicht passiert, dass ich einen meiner Geburtstage nicht verbloggt habe, und ich will mich nicht irgendwann ärgern, wenn ich mal in Erinnerungen schwelgen und durch den Blog scrollen will. :)

Heute vor 2 Wochen, am 3.12., wurde ich süße 36 Jahre alt. :D Im Gegensatz zu den meisten anderen Geburtstagen bin ich diesmal in Stuttgart geblieben und habe kein Wintergrillen mit Familie und Freunden in meiner Heimat gemacht. Es war halt ein Montag, und wir werden Weihnachten ja auch in meiner Heimat sein, was ja nur 3 Wochen nach meinem Geburtstag ist. Da hätte sich das nicht gelohnt.

Ich hatte jedenfalls einen schönen Tag. Meine Mutti war hier, mein Mann hatte Urlaub und den Kleinen haben wir nicht in die Kita gebracht. Der Tag startete natürlich auch mit dem Kleinen, der an mein Bett gerannt kam und „Alles Gute zum Geburtstag, Mama.“ inklusive Gesangseinlage gemeinsam mit Papa zum Besten gab. Dann durfte ich mich über meinen Geburtstagstisch freuen und darüber, dass mein Wunsch erhört wurde. Ich wünschte mir nämlich von allen Schenkwilligen einfach nur Geld für ein ganz besonderes Vorhaben: Ich will mein altes Tattoo auf dem oberen Rücken nachstechen und etwas verschönern lassen. Das ist ein kostspieliger Wunsch, weshalb ich zunächst erst einmal ein Sparschwein (von MTM sehr liebevoll umgetauft, siehe Foto :D) bekam und da noch ein bisschen sammeln muss. ;)

Wir sind dann zu viert in die Stadt gefahren in eines meiner liebsten Frühstückslokale. Viel zu selten komme ich da mal hin, weil man irgendwie einfach viel zu selten frühstücken geht. Also, wir „spätstückten“ (11 Uhr) dort sehr gemütlich und extrem lecker, ich hätte mich mit meinem Breakfast-Burrito echt einreiben können, so geil war der.

Das Wetter war hingegen bisschen ungeil, also vertrieben wir uns nur noch wenig Zeit in der Stadt. Meine Mutti und ich haben uns die Augenbrauen machen lassen, wir waren dann noch alle kurz auf dem Weihnachtsmarkt (Sekt statt Glühwein, war zu warm), ich hab Törtchen zum Kaffee geholt und dann waren wir auch schon wieder zu Hause. Das Kindchen hat gerade eine sehr sehr anstrengende Trotz-Entwicklungs-Wasauchimmer-Phase und diese machte natürlich auch an meinem Geburtstag nicht vor mir Halt. Umso glücklicher war ich, ehrlich gesagt, als der Abend heranbrach und ich wieder in die Stadt fahren konnte, diesmal zum Treffen mit 3 Freundinnen. Ich hatte mir eine besondere Bar auserkoren als Lokalität, weil ich davon einfach schon viel gehört hatte und dort schon lange mal hin wollte. Es gibt auf der Speisekarte ausschließlich ganz viele verschiedene Mozzarellasorten und dazu frei wählbare Beilagen. Fand ich total originell. Und da es eine Bar ist, waren Wein und Sekt natürlich auch superlecker. ;) Wir hatten jedenfalls einen schönen, unterhaltsamen Mädelsabend und ich einen wirklich schönen Montagsgeburtstag.

 

La Grande Motte

Dieser Sommer war verrückt. Er war unglaublich schön, warm und lang. Und ich mochte das so sehr wie noch nie. Ich hatte wunderschöne Heimataufenthalte, viele warme Partynächte hier in Stuggi, viele Drinks im Freien, tolle Ausflüge mit meiner Familie, ich war in Pools, ich war im Meer, ich war gebräunt. Ich hab’s einfach geliebt, alles.

Dieses Jahr hatten wir sogar eine besonders clevere Urlaubsplanung: Wir fuhren erst im September ans Mittelmeer nach Südfrankreich und verlängerten unseren Sommer so noch.

Wir sind mit dem Auto zunächst nach Dijon als Zwischenstation gefahren und übernachteten dort, ohne groß was von der Stadt mitzukriegen. Am nächsten Tag erreichten wir unser heißbegehrtes Ziel und genossen dann 10 wundervolle Tage in einem Land, in das wir nun irgendwie ganz schön verliebt sind. Dass das Kindchen natürlich im Urlaub wieder einmal krank wurde und ziemlich anstrengend war, tut unserer Begeisterung von diesem Urlaub keinen Abbruch. Wir haben das Beste draus gemacht:

Ich durfte mehrmals ganz alleine kilometerlange Morgenspaziergänge am Strand machen…

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Wir hatten ein Appartement direkt am Strand und hatten durchweg schöne, ruhige Abende mit Weinbegleitung und Meeresrauschen…

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Wir haben einen einzigen Tagesausflug gemacht und waren sonst eigentlich nur in La Grande-Motte unterwegs, hauptsächlich am Strand. Aber Montpellier mussten wir sehen und das hat sich mehr als gelohnt, für uns alle Drei…

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Gegessen haben wir eigentlich durchweg vorzüglich. Wir waren Selbstversorger und deckten uns einfach mit frischen, regionalen Produkten ein. Ich hab oft gekocht, wir waren aber auch mal essen. Einkaufen auf dem Wochenmarkt war ein Erlebnis, vor allem wenn man sich nur auf französisch verständigen darf. ;)

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Auf dem Rückweg hielten wir wieder in Dijon, und diesmal inklusive einer Innenstadtbesichtigung. Wunderschön!

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Wir sind jetzt jedenfalls Frankreich-Fans. Gebucht haben wir diesen Urlaub genau so schon für nächstes Jahr, MTM will bis dahin seine Französischkenntnisse auffrischen und macht irgendeinen Sprachkurs per App. Wir wollen auch zu zweit im August nochmal nach Frankreich, irgendwo Richtung Atlantik. Das Land wird jetzt von uns abgegrast! :D

 

 

Hilfe, ich mag den Sommer!

Ich sag ja immer, ich mag alle Jahreszeiten auf ihre Art, jede hat was Schönes. Ist ja auch so, trotzdem hatte ich immer eine Rangliste des Mögens: 1. Herbst, 2. Frühling, 3. Winter, 4. Sommer. So, nun ergab sich im Rahmen meiner Sturm- und Drang-Phase (nee, immer noch nicht vorbei), dass ich plötzlich den Sommer totaaal geil finde. Und genieße. Jaaa, mir ist gerade auch echt heiß, bisschen kühler könnte es sein, aber das tut trotzdem nichts zur Sache. Ich liebe den Sommer 2018 und er ist irgendwie kurzerhand auf Platz 1 gerutscht! Und ich poste jetzt auch nur noch kurz ein Symbolbild, dann bin ich schon wieder offline, aufm Balkon und später mit Kind und Besuch im Garten. Im Winter werde ich ruhiger und heimeliger und bloggiger, ganz bestimmt. ;)

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