Erlebnisse, die man braucht, und solche, die man nicht braucht

Lange herbeigesehnt hatten meine Freundin aus Hamburg und ich unser gemeinsames Wochenende. Allein. Ohne Männer. Ohne Kinder.
Wir hatten uns fast genau die Mitte zwischen uns herausgesucht als Zielort: Göttingen. Dort wollten wir einfach viel Zeit zusammen verbringen, viel quatschen, viel genießen und auch ein bisschen was von der fremden Stadt kennenlernen. Und wir haben unser „Soll“ auch entsprechend erfüllt, wenn auch mit Startschwierigkeiten. Irgendwas ist eben immer – dieses Mal war es eine Autopanne meinerseits mitten auf der Strecke. Jap, kann man sich nicht ausdenken, muss man erlebt haben. Ich hätte gerne drauf verzichtet: Bremsen und Reifen kaputt, Auto abgeschleppt, mit Taxi zum Mietwagenunternehmen, mit einem (tut mir leid, liebe Fans, aber…) hässlichen, langsamen Fiat 500 alias „Knutschkugel“ die restlichen 223km UND am Sonntag die ganze Strecke zurück fahren, nun drauf warten dass mein Auto nach Stuttgart überführt und repariert wird… Es ist zum Schreien, aber irritierenderweise hab ich genau das nicht getan. Ich war ganz ruhig, und das ist wirklich unheimlich mich betreffend. Keine Ahnung, man wird vielleicht seltsam mit dem Alter. ;)
Es stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, das Wochenende sausen zu lassen, das war klar. Wir hatten uns so drauf gefreut und meine Freundin war ja auch schon da, weil sie keine Panne hatte. Ich kam erst gegen halb 8 abends und total fertig von viel Kaffee, Beruhigungszigaretten (ja, sorry, „Wooozaaa“ geht auch nicht von allein), keiner einzigen Mahlzeit an diesem Tag und natürlich dem Erlebnis an sich im Hotel an, wir fielen uns in die Arme und es gab sofort Wein, Pasta und stundenlange Gespräche auf der Hotelterrasse. Das tat uns beiden so gut, denn auch wenn wir sehr engagiert fast täglich Sprachnachrichten hin und her schicken, so ist das persönliche Gespräch doch ein ganz anderes Gefühl. Was hatten wir nicht alles zu bequatschen, echt, das nahm fast kein Ende.
Den nächsten wunderbar sonnigen Tag verbrachten wir dann komplett in der kleinen, schnuggeligen Innenstadt von Göttingen. Es gab den ersten Spargel der Saison, es gab Eis, es gab viele Päuschen, es gab Shoppingausbeuten, es gab Grün, es gab kühle Getränke, es gab persisches Essen. Und alles war einfach nur ganz entspannt, ganz ungeplant und total schön.

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Am Sonntagmittag verabschiedeten wir uns dann leider schon wieder, aber beide ganz zufrieden mit dieser schönen Zeit zusammen und auch ein bisschen sehnsüchtig nach unseren Familien. Die Wiedersehensfreude meines Kleinen war dann auch wirklich richtig goldig, da hüpft das Mamaherz. :)

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Mein Wochenende in Bildern

An diesem Wochenende war schon einiges los, da konnte man einige Fotos machen, und deshalb mach ich jetzt auch mal so einen Eintrag. Ich lese diese Art Blogeinträge auch bei Anderen total gerne. :)

Samstag

Ich bin früh morgens in die noch ganz ruhige Innenstadt gefahren und habe unterwegs eine perfekte Butterbrezel gefühstückt, während meine Männer zu Hause frühstückten und sich für den Tag fertig machten. Während ich beim Friseur war, waren auch die beiden beim Friseur – mein Mann empfand die Haare meines Kindes als zu strubbelig und hat das Ding halt einfach durchgezogen. Das Kind war (wider Erwarten, ehrlich gesagt) sehr tapfer und ich bin froh, dass ich das nicht mit ihm machen musste.

Ich bin dann noch 6 Stunden durch die Geschäfte gebummelt, hab für mich, aber hauptsächlich für’s Kind geshoppt, über das erste Frühlingserwachen gestaunt und mir ein richtig geiles Eis gegönnt, trotz eisiger Kälte draußen.

Sonntag

Meine Jungs verbringen den Vormittag im Zoo, wo sie eine kranke Kuh entdecken, fleißig „pusten“ damit es bald „wieder dut“ ist. Zu Hause wird die Situation detailgetreu nachgestellt. :D

Zum Mittagessen koche ich ein indisches Garam Masala Curry, das ich bei der lieben Mama will Schoko entdeckt habe. Nach dem Mittagsschlaf macht der Herr des Hauses perfekte Plinse zum Vesper.

Während unser Besuch da ist, die Kinder ausgiebig toben, die Erwachsenen ein paar Sekt/Bier trinken und wir alle gemeinsam noch ein ebenfalls heute Mittag gekochtes Chili con Carne zum Abendessen genießen, wird draußen die Welt in Puderzucker gehüllt. Sooo schön, ich freu mich!

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Zeit – ganz allein für mich.

Ich hatte vielseitige Pläne an diesem Wochenende. Keiner davon hatte mit frischer Luft, To-Do-Listen, Verpflichtungen zu tun. Was ich von meiner To-DoListe gemacht hab, hab ich ganz freiwillig und wegen Lust und Laune gemacht. Der Rest war einfach…sündhaft. Und wunderbar. Genuss. Entspannung pur.

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Nun bin ich gestärkt, warte auf meine Männer, mache für sie Abendessen, werde den Kleinen dann baden, ihn ins Bett bringen, sein Essen für morgen vorbereiten, wie auch das Arbeitsessen meines Mannes. Und dann gibt’s statt glücklicher Einsamkeit wieder glückliche Zweisamkeit auf der Couch. ♥

Im Übrigen…

…trage ich total gerne meinen Schlafanzug, nur nicht im Bett, weil ich beim Schlafen Hosen und Gummizug nicht ertragen kann.

…koche ich gerade zum ersten Mal Erbseneintopf und habe dabei ein seltsames Verlangen nach einer Kittelschürze, wie Oma sie getragen hat.

…plane ich eine Weihnachtsbaumschmuckreform, die (in meinem Leben zumindest) ihresgleichen sucht.

…habe ich den (vermutlich unerfüllt bleibenden) Traum, nach nächstem Mittwoch dieses Jahr dann nicht mehr einkaufen zu müssen.

…gehe ich „zwischen den Jahren“ freiwillig arbeiten, weil ich diese Ruhe auf den Straßen und auch auf Arbeit liebe.

…kommt meine Mutti am Dienstag endlich wieder zu Besuch.

…wollen wir das gleich ausnutzen und nächste Woche endlich ins Kino zu Star Wars gehen!

 

Im Übrigen…

…begann heute um 11 Uhr 11 die fünfte Jahreszeit und ich sitze bisschen traurig hier rum im karnevalistischen Brachland.

…war meine Mutti jetzt anderthalb Wochen bei uns und hat sich rührend um unser Kind und unsere Bude gekümmert.

…waren MTM und ich mal wieder zu zweit aus und haben Paella und Flamenco beim Spanier genossen.

…hat mein Kind von einem Tag auf den anderen sein Verhalten geändert und zeigt starke Verlustängste.

…fällt es mir unglaublich schwer, das hinzunehmen und diverse, monatelang problemlose Abläufe anzupassen.

…tut es mir auch leid, dass meine Mutti deshalb die letzten Tage ihres Besuches wieder allein, ohne ihren Enkel, schlafen musste.

…mache ich mir zu viele Gedanken, die letztlich auch nichts bringen, sagt mein Mann.

…habe ich eine Sucht nach Ofenkäse entwickelt.

…hat es sich eingebürgert, dass ich jeden Sonntag in aller Herrgottsfrühe in Jogginghose und ungeschminkt zum Bäcker laufe und wir dann ein schönes Sonntagsführstück mit Ei und allem Zipp und Zapp zelebrieren.

…gibt’s an allen anderen Wochentagen Haferflocken mit Milch oder Joghurt.

…kann ich einen schnellen Gang zum Bäcker von meinem Mann nicht verlangen, bevor er sich geduscht und gestriegelt hat, der feine Pinkel. :D

…habe ich alle Weihnachts- und Dezembergeburtstagsgeschenke zusammen, abgesehen von ein paar Fotogeschenken!

 

Moussaka. Oder: Wenn man sich für ein Mittagessen den Arsch aufreißt.

Also, ich wollte schon immer mal Moussaka machen. Wenn wir zum Griechen gehen, wähle ich fast immer dieses Gericht, weil ich es einfach geil finde. Vorletzten Samstag hatte ich mir dann eben endlich mal ein Herz gefasst und mich rangetraut. Dass es ein „bisschen“ aufwändig ist, wusste ich ja schon, aber dass ich 2,5 Stunden in der Küche stehen würde für einen AUFLAUF, hatte ich so irgendwie nicht erwartet. Aber hey, es war wirklich unglaublich lecker und mir persönlich hat es sogar besser geschmeckt, als beim Griechen. Wir waren nämlich direkt am Sonntag dann beim Griechen essen (Timing ist nicht so meine Stärke) und ich hab den Direktvergleich gehabt. Und damit ich nicht vergesse, wie mir mein Moussaka so gut gelungen ist, versuche ich mal, meine Anstrengungen hier Revue passieren zu lassen. ;) Ich hatte nämlich zwei Rezepte bei Chefkoch.de rausgesucht und die so’n bisschen nach Gutdünken kombiniert…

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Zutaten (ca. 6 Portionen):
600g Kartoffeln, 400g Auberginen, 500g Hackfleisch gemischt, 2 Schalotten, 3 Knoblauchzehen, 1 große Dose geschälte Tomaten, 2 Eier, 180g Schafskäse, 40g Butter, 40g Mehl, 375ml Milch, 1 Zitrone, 1 Lorbeerblatt, 1/4 TL Zimt, Olivenöl, Pfeffer, Salz, Muskat, Petersilie, Tomatenmark, Oregano, Zucker, Cayennepfeffer, Paprikapulver

Zubereitung:
Auberginen in Scheiben schneiden, mit etwas Salz würzen und mit Olivenöl beträufeln. Erst bei 160°C Umluft etwas trocknen lassen (20 min), dann ganz nach oben schieben und nochmals 15 min bräunen lassen (mit der Grillfunktion geht’s am besten). Zeitgleich die Kartoffeln schälen, in dünne Scheiben schneiden und in Olivenöl braten, bis sie eine gute Bräune erreicht haben.
Alles beiseite stellen und nun in einem Topf etwas Öl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten, dann das Hackfleisch zufügen und anbraten, bis es krümelig ist. Dosentomaten etwas zerkleinern und hinzufügen. Mit Lorbeer, Zimt, Salz, Pfeffer, etwas Cayennpfeffer, Paprikapulver, 1 Prise Zucker und Muskat würzen. So lange köcheln, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Dann fein gehackte Petersilie und etwas Tomatenmark unter das Fleisch rühren. Das Lorbeerblatt entfernen, den Topf vom Herd nehmen und 1 Ei unterrühren.
In einem weiteren Topf die Butter zerlassen. Mit Mehl bestäuben und kurz anschwitzen. Die Milch zugießen und unter Rühren einkochen lassen, bis eine dickflüssige Konsistenz erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer, etwas Zitronensaft und Muskat abschmecken. Den Schafskäse zerbröckeln und in die Bechamelsauce einrühren. Den Topf vom Herd nehmen und 1 Ei unterrühren.
Den Boden einer Auflaufform mit einer Schicht Auberginen auslegen, salzen und mit Zitronensaft beträufeln. Dann Kartoffelscheiben auf die Auberginen schichten. Darauf die Hackfleischmasse geben, sowie nochmals mit Auberginenscheiben belegen, diese wieder salzen und mit Zitronensaft beträufeln. Die restlichen Kartoffelscheiben darauf schichten und alles mit der Soße übergießen.
Mittlere Schiene, 180°C, 45 Minuten. Herrlich! :)

Geschickt eingefädelt.

Ich gehe nicht nur genau zum richtigen Zeitpunkt wieder arbeiten, nein, ich lebe auch immer noch im Schwabenland und habe mir genau die richtigen Arbeitstage in meiner Teilzeittätigkeit ausgesucht! So komme ich in den Genuss von fast einer Woche Freizeit: Am gestrigen Freitag hatte ich regulär frei, da ich freitags nicht arbeite. Samstags und sonntags sowieso nicht, und montags hab ich auch immer regulär frei. Meine Arbeitstage erstrecken sich auf Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Dienstag ist der 500. Reformationstag, weshalb ganz Deutschland ausnahmsweise an diesem Tag einen Feiertag hat. Und in Baden-Württemberg ist Allerheiligen am 1.11. eben auch schon immer ein Feiertag, das heißt, wir haben mittwochs auch noch frei. Ich gehe also am Donnerstag erst wieder auf Arbeit, dafür aber, sehr strebsam, ausnahmsweise auch am Freitag. Ich habe ja gerade erst wieder angefangen und ganz schön zu tun, weshalb ich mir den Freitag nehme, um endlich mal auf einen grünen Zweig zu kommen. Das passt schon. In meinem zweiten Job als Mutter sind allerdings keine freien Tage vorgesehen, denn die Kita hat bis einschließlich 6.11.17 geschlossen. Am Montag geht mein Mann trotz Brückentag arbeiten und der Kleine und ich werden uns einen schönen Tag machen. Und damit meine Arbeit dann auch reibungslos trotz der Schließtage läuft, kommt meine Mutti schon wieder zu Besuch, und das dann für anderthalb Wochen! Das bedeutet für mich puren Luxus: Meinen Mutterjob übe ich nur noch sporadisch aus, weil meine Mutti sich um die vollumfassende Betreuung des kleinen MTE reißt. Ich kann in Ruhe in meinem Job abarbeiten, während mein Kind in besten Händen ist. Und ins Kino und ausgehen können mein Mann und ich dann nächstes Wochenende auch schon wieder. Wenn die Kita wieder geöffnet hat, kümmert sich meine Mutti ums Hinbringen und Abholen und wuselt dann auch noch in unserer Bude rum, sodass der diesjährige Weihnachtsputz zwar ganz schön früh stattfindet, aber nicht von mir verrichtet werden muss. Ich bin wirklich sehr gesegnet mit dieser Mutti und freue mich auf alles, was in den nächsten Tagen kommt.

Gestartet sind wir in diese kommende Zeit gestern Nachmittag mit einem Großeinkauf ohne Kind. Er war noch in der Kita und wir gönnten uns einen Einkauf mit Liste und Ruhe. Anstrengend war’s trotzdem, es waren viele Leute im Supermarkt, die wie wir mit diesem Einkauf eine Woche mit zwei Feiertagen überbrücken wollten. Nun ist es aber geschafft und wir können endlich mal wieder ausgiebig frisch kochen und somit dem ollen Kitaspeiseplan was entgegensetzen. Wir mussten einen Wochenplan aufstellen, um vernünftig einkaufen zu können, so richtige Wocheneinkäufe machen wir sonst nämlich nicht. Wir müssen ja auch wegen der Kita nur noch am Wochenende kochen. Und das ist er, unser Speiseplan:

Heute: Linsen mit Spätzle und Saitenwürschtle, dazu Pastinakengemüse.
Sonntag: Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl.
Montag: Tagsüber Picknick (Zucchini-Schinken-Pfannkuchen), abends baskischer Fischeintopf.
Dienstag: Eierfrikassee mit Kartoffeln.
Mittwoch: Hähnchengeschnetzeltes mit Reis und Mischgemüse.
Donnerstag: Nudeln mit Tomaten-Gemüsesoße.
Freitag: Pellkartoffeln und Quark.
Samstag: Schwäbischer Kartoffelsalat, Gurkensalat und Fleischküchle.

So, genug Zeit im Blog verplempert, ich muss mal in die Küche. ;)

Langes-Wochenende-Geplänkel

Seit Sonntag stehe ich wieder in Lohn und Brot, aber erst morgen, am Mittwoch, geht’s wirklich richtig los. Ich denk jetzt einfach nicht weiter drüber nach, bringt ja auch nix, was muss das muss. Immerhin habe ich die letzten Tage vor der großen Veränderung perfekt genutzt.

Äußerst unvernünftig war ich am Freitag, als ich mit meiner Freundin in der Stadt ausgegangen bin und irgendwie erst morgens halb 7 mit völlig schmerzenden, abgetanzten Füßen wieder zu Hause war. Empfangen wurde ich von meinem gerade aufgestandenen Kind, der Horror! :D Ich durfte ins Schlafzimmer mit Ohropax verschwinden und nach dem Aufwachen bis abends alleine in der Wohnung vor mich hin leiden, während meine Männer einen Tagesausflug machten. Dafür hat mein Mann echt einen Orden verdient!
Der Samstag stand also ganz im Zeichen meiner Regeneration und abends ging dann MTM mit seinen Kumpels aus und ich hütete das Kind. Er kam aber schon um 12 wieder heim, sehr vernünftig, keine Ahnung wie man so sein kann. ;)
Am wunderbar sonnigen Sonntag war dann Familienzeit angesagt. Ich hab was schönes gekocht (Bolognese Spezial mit viel Gemüse), hab dann 3 Stunden mit meinem kränkelnden Kind kuschelnd Mittagsschlaf gemacht, während MTM die Zeit für sich nutzte, und dann düsten wir nachmittags mal in einen tollen Park. Der Herbst war richtig golden und ich habe mit meiner neuen Kamera wunderschöne Fotos gemacht. Diese haben einen separaten Eintrag verdient.
Am gestrigen Montag hatte MTM frei. Wir brachten trotzdem unseren Sohn in die Kita, einerseits weil er jetzt am Anfang nicht so lange „raus“ sein soll, andererseits, weil wir gerne mal was zu zweit machen wollten. Und das haben wir: Wir waren in Esslingen, wo wir frühstückten, shoppten und die Zweisamkeit genossen. Dann waren wir noch Lebensmittel einkaufen (ja, auch das ist mal ein Erlebnis, zu zweit haben wir das nicht mehr gemacht, seit MTE auf der Welt ist) und zum Mittagessen in einem tollen Café, das ich MTM schon lange Mal zeigen wollte. Es war ein schöner Tag, und so konnten wir gestärkt den Nachmittag mit unserem gerade sehr sehr anstrengenden Kindchen angehen. :)

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Heute zum Feiertag gibt’s selbstgemachte Hühnernudelsuppe, um die Abwehrkräfte der Familie zu stärken. Ansonsten liegt nichts weiter an, wir bereiten uns seelisch und moralisch auf morgen vor: MTM bringt MTE zum ersten Mal alleine in die Kita, und auch zum ersten Mal schon um 7:30 Uhr. Und ich verlasse zum ersten Mal seit fast 2 Jahren wieder morgens um 6 das Haus, um auf Arbeit zu fahren. Tschacka!

Riesengroße Herbstliebe

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Mit unserer ersten hausgemachten Kürbissuppe ist die Herbstsaison bei uns eröffnet, und ich freu mich des Lebens! Ich hab plötzlich irgendwann angefangen, den Herbst total zu lieben. Er ist eigentlich meine Lieblingsjahreszeit geworden. Die frische Herbstluft zu atmen, ist toll. Das Sonnenlicht ist anders, so warm, nicht so stechend. Die Herbstfarben sind so schön stimmungsvoll. Es wird gemütlicher zu Hause, man schwitzt nicht mehr nachts und kann sich wieder so schön einkuscheln. Wenn es regnet, ist der Herbst für mich trotzdem noch voll okay, denn dann liebe ich mein kuscheliges Zuhause noch mehr. Ich gehe wieder gerne in die Badewanne. Die Eintopf- und Suppenzeit geht wieder los und so wärmen wir uns schön und lecker von innen. Also, ich bin ein Fan dieser Jahreszeit, wie man merkt. ♥

 

Die Aussteiger

Am letzten Wochenende bin ich einfach mal aus meinem Leben ausgestiegen, mit Ansage. Schon einige Monate vorher hatte ich für meine Freundin und mich ein Appartment in einem Hotel gebucht, und zwar in der Mitte zwischen unseren beiden Wohnorten. Die Mitte ist der Wintersportort Oberhof in Thüringen, für jeden um die 280km zu fahren. Wir hatten viel geplant: Quatschen, essen, trinken, chillen. Dieses unsagbare Pensum haben wir auch tatsächlich bewältigt und nichts anderes gemacht. Nein, wir waren am Samstag nicht ein einziges Mal vor der Appartmenttür. Warum auch? Wir hatten am Freitag haufenweise süßen und salzigen Schweinkram eingekauft, hatten Sekt, Havana, Cola, Kippen und uns. Frische Luft gab’s auf dem Balkon, Gemütlichkeit auf der Couch, Wellness im Bad. Ja, ein bisschen Beauty gehört zum Chillen dazu, ich hab eine Wellnessecke errichtet und wir machten unsere Behandlungen einfach selbst. Das hatten wir an unserem zerknirschten Samstag dann auch nötig, denn der Freitagabend wurde standesgemäß bis nachts um 3 zum ausgiebigen Labern und Anstoßen genutzt. Wir haben schon so lange keine Zeit zu zweit verbracht, was glaubt ihr, wie viele Worte sich da angestaut haben?! Eigentlich gingen sie uns bis Sonntag nicht aus… ;) Abgeschlossen haben wir unser Wochenende dann beim Griechen, wieder unter den Lebenden also, ohne Asi-Palme aufm Kopp und mit Schminke im Gesicht.

Es war einfach sooo herrlich! Wir haben wirklich jede Sekunde sowas von genossen, bei mir ging es eigentlich schon mit der Autofahrt los. Ich hatte mir extra eine CD gebrannt und einen großen Kaffee mitgenommen. Alleine im Auto zu sitzen, ist für mich der Hammer. Der Bass wurde wieder hochgedreht und los ging es, laut singend und ein wenig sitztanzend.

Unsere Männer haben dieses Wochenende allein mit unseren Kindern natürlich super hingekriegt. Wir wurden auch fleißig informiert und mit Fotos versorgt, denn bei all der Ausstiegsfreude haben wir natürlich vor allem unsere Söhnchen vermisst. Ein bisschen. ;)