Ostsee – Tag 5

31. Mai 2017. Es wäre Papas 60. Geburtstag gewesen. Wir wollten uns diesen besonderen Tag schön machen und fuhren, wie auch letztes Jahr zu seinem Geburtstag, nach Rövershagen in Karls Erlebnisdorf. Das hätte ihm gefallen!

Nach dem leckeren Mittagessen dort bummelten und shoppten Mutti und ich erstmal ausgiebig und MTM und MTE erkundeten alles, was innen spannend für Kinder war. Der Kleine machte ganz gut mit, er war ja dauerbeschäftigt, und das ist wirklich ein großer Vorteil, den sein Vater mitbringt: Geduld und Entdeckerfreude, auch mit 36 Jahren! :)

Später verschlug es uns nach draußen, dort hatten wir im letzten Jahr schon festgestellt, dass das richtig geil für den Kleinen wird, wenn er laufen kann und das alles auch mitkriegt. Und so war es auch.

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Wir streichelten Ziegen, er rannte von einer zur anderen wie von Sinnen und machte „ei“, bis er auf die Idee kam, an ihren Schwänzen zu ziehen. Ich konnte ihn gerade noch so vor einer Attacke einer angepissten Ziege retten! Wir fuhren auch mit der Traktorbahn und das Kind lenkte schön konzentriert das Gefährt. Wir hatten einfach alle einen schönen und entspannten Tag dort, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Als wir wieder in Kühlungsborn waren, liefen wir an der Strandpromenade entlang, um ein schönes Restaurant für das Abendessen zu finden.

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Es verschlug uns ins „Wolkenlos“, wo wir, ganz dem Anlass entsprechend, ein exzellentes Mal genießen konnten. Und was mich restlos überzeugte, war das Kindergericht für den Kleinen! In den meisten Gaststätten stellten wir selbst etwas zusammen (Kartoffeln mit Gemüse und/oder Fisch, Kartoffeln mit Quark, sowas halt), weil mir Pommes rot-weiß oder Spagetthi (Sauerei hoch 10!) einfach nicht recht waren. Hier aber bekam das Kind lila Kartoffelbrei, knackiges Gemüse und ganz zarte Hähnchenbrust – ganz frisch zubereitet. Er hat reingehauen wie Kroll’s Hund (sagt man bei uns so) und uns lief eigentlich auch allen ein bisschen das Wasser im Mund zusammen, so gut sah das aus. :)

Genau wie im letzten Jahr erwarteten wir noch meine Tante, meinen Onkel und meine Cousine, die die Hälfte unserer Urlaubswoche auch in jenem Appatementhaus und mit uns verbrachten. Sie kamen ins Restaurant und lösten uns direkt ab, um auch noch was zu essen. Mutti blieb mit dort und MTM und ich gingen mit dem Kleinen nach Hause, um ihn ins Bett zu bringen und auch noch ein bisschen die Zweisamkeit zu genießen. Der Abend wurde nämlich dann noch trubelig, als die ganze Familie zusammen in unserer Ferienwohnung hockte, die Männer quatschten und die Frauen kniffelten. Schön war es und genau richtig, um den Tag zu feiern, an dem vor 60 Jahren ein ganz wundervoller Mensch geboren wurde. ♥

 

 

Eins

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Am Samstag war es ein Jahr her, dass ich meinen kleinen MTE zum ersten Mal in den Armen hielt. Ich war schon am Tag vor seinem Geburtstag ziemlich knatschig drauf, emotional und so. Am Morgen des 7. Januar dann heulte ich erstmal’ne Runde. Die Gefühle gingen mit mir durch – wo ist nur dieses Jahr hin? Wenn ich es Revue passieren lasse, bin ich manchmal recht traurig, weil ich nicht jede Sekunde mit dem Kleinen genießen konnte. Weil ich mich so überfordert fühlte von dieser ultrakrassen neuen Situation. Weil ich den kleinen Wurm nicht immer verstand. Weil das Stillen nicht klappte, obwohl (oder wahrscheinlich weil) ich es so sehr wollte. Weil ich die Kontrolle über mein Leben verlor, an diesen süßen kleinen Fratz. Im Nachhinein weiß ich, fast allen Müttern, die ich so kenne, ging es beim ersten Kind so. Fast jede sagt dasselbe: Könnte ich doch die erste Zeit nochmal erleben, mit den Erfahrungen die ich jetzt habe. Alle würden es gelassener angehen und mehr genießen, da sind wir uns einig. Aber was soll’s, die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen und letztlich haben wir alle doch unser Möglichstes getan und mit Liebe gehandelt.

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Der erste Geburtstag unseres Sohnes war sehr schön. Wir verbrachten ihn, wie die vielen Tage seit Weihnachten zuvor, in meiner Heimat. Der Gabentisch war voller Geschenke, einfach irre. Letztlich haben wir Eltern die Vernunft walten lassen wie geplant und haben nur EIN Geschenk besorgt. Ein größeres, ja, aber eben nur eins. Dazu kamen aber noch so viele andere Geschenke, scheinbar hat unser Kleiner vielen Menschen das Herz geklaut und jeder wollte ihm eine Freude machen. Das ist doch auch total schön. Und naja, seine Omi hat es natürlich am meisten übertrieben, aber das hatte sie mir schon gebeichtet und ich nehme es ihr nicht krumm. Letztlich war kein Blödsinn dabei und nicht alles war zum Spielen. Wenn der Kleine Klamotten kriegt, tut das ja vor allem unserem Geldbeutel gut. ;)

Nachdem wir alle Geschenke ausgepackt hatten, kam auch schon der erste Besuch: Seine Taufpatin mit seinem klitzekleinen Großgroßousin (mein Geburtstagszwilling) und ihrem Mann. Wir aßen zusammen zu Mittag und verbrachten eine viel zu kurze Zeit zusammen, aber immerhin hatte MTEs Taufpatin ja auch Geburtstag und musste weiter zu ihrer Familie. Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf zusammen mit mir im großen Bett empfing mein Sohn auch schon seine nächsten Gäste. Meine Tante und mein Onkel waren die einzigen geladenen Gäste, aber meine andere Tante und mein anderer Onkel kamen spontan auch noch vorbei und wir hatten nichts dagegen. Ein schönes Kaffeekränzchen war das, auch wenn die Onkels sich über MTEs speziellen kristallzuckerfreien Geburtstagskuchen lustig gemacht haben  – mir hat er eigentlich ganz gut geschmeckt, wie ein Früchebrot, und MTE hat auch reingehauen. :)

Am Abend, als der Kleine im Bett lag, packten wir schonmal alle Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke ein, denn am nächsten Tag traten wir nach 17 Tagen in meiner Heimat wieder die Heimreise nach Stuggi an.

Und jetzt? Hab ich kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. ♥

Das Geburtstagswunder

Ich hatte einen wirklich schönen Tag in meiner Heimat. MTM und ich standen früh auf, machten uns fertig, weckten unser Kind und seine Omi und dann ging es eigentlich auch schon los mit dem „Stress“. Wir hatten zu tun mit den Vorbereitungen, Stullen schmieren, Terrasse fertigmachen und so. Ich erwartete nämlich um 11 Uhr meine Gäste zum winterlichen Grill-Brunch im Garten.

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Es war einfach ein toller, sonniger Wintertag mit meinen Freunden und meiner Familie und vergleichsweise vielen Kindern, das gab’s zu meiner Geburtstagsfeier ehrlich gesagt noch nie. Aber so ändern sich die Zeiten, ein Brunch war für uns als Eltern eines Babys ja nun auch besser statt die fette Party abends und nachts wie früher. Und wir alle, Muttis, Vatis und Kids hatten eine Menge Spaß. :) Zeit zum Traurigsein war eigentlich gar nicht und das war auch der Plan, deshalb hatte ich mich dazu entschieden, auch diesen ersten Geburtstag ohne Papa zu feiern. Erst zu später Stunde, als ich endlich dazu kam, meinen Geburtstagstisch anzuschauen und die Geschenke auszupacken, wurde es emotional. Auch dafür muss Raum sein.

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Nun aber zu dem allerschönsten Geschenk, das mir meine Großcousine bescherte: Unser ganz eigenes Familienwunder! Stellt euch mal vor:
Sie und mich verbindet ein familiär-freundschaftliches Band. Wir sind nicht voneinander wegzudenken, auch wenn wir schwierige Zeiten hatten, die unseren Gegensätzlichkeiten geschuldet sind. Wir haben uns auch nach einem ganz schön dollen Krach und monatelanger Funkstille wieder zusammengerauft und uns geschworen: Wenn es nochmal zu so einer Fehde kommt, dann lassen wir’s. Und es kam nie wieder dazu. Wir sind erwachsen geworden. :) Jedenfalls ist es so, wir sind beide im gleichen Jahr geboren, sie am 7.1.82 und ich am 3.12.82. Nun kam es, dass mein erstes und bisher einziges Kind ausgerechnet an ihrem Geburtstag zur Welt kam, am 7.1.16. Das empfanden wir schon als krassen Zufall, die Freude war groß, sie als wurde die Taufpatin meines Sohnes, alles prima. Dann wurde sie schwanger mit ihrem ersten Kind und der Geburtstermin sollte der 20.12.16 sein. Das fanden wir nun auch ziemlich witzig, so ein Zufall, beide Kinder wie wir im gleichen Jahr, auch noch im Januar und Dezember und im Übrigen auch noch beides Jungs. Wir blödelten schon rum, dass ihr Kind nun auch an meinem Geburtstag kommen sollte, das wäre eine Sensation! Geglaubt hat aber keiner wirklich dran. Und sicherlich ahnt ihr nun schon, worauf es hinausläuft: Vorgestern schrieb sie mir noch, dass sie zu meinem Geburtstagsbrunch kommt. Gestern Morgen platzte aber ihre Fruchtblase und gestern Nacht, noch am 3.12.16, war ihr Sohn geboren. Hallo?! Das ist doch nicht normal, oder? Das ist eine kleine Sensation! Mein Geburtstagswunder. ♥

Der besondere Monat

Der Dezember hat für mich eine besondere Bedeutung. Er ist irgendwie mein Lieblingsmonat, was nicht nur an meinem Geburtstag liegt. Ja, ich mag meinen Geburtstag, ich mag Glückwünsche, ich mag das Zusammensein mit meiner Familie und meinen Freunden, ich mag liebevolle Geschenke. Aber das ist ja längst noch nicht alles, was den Dezember für mich ausmacht.

Ich liebe nämlich die Adventszeit sehr, die Lichter, die Deko, die Gemütlichkeit, die Plätzchen, die Musik, die Besinnlichkeit. Ich liebe kaltes, winterliches Wetter. Ich finde, die 12 ist eine ansehnliche, harmonische Zahl. Ich liebe Adventskalender. Ich liebe den Nikolaustag und Geschenke in den Schuhen meiner Lieben und natürlich auch in meinen. Ich finde Weihnachtsfeiern toll. Ich liebe die Weihnachtstage, das Essen, das Beisammensein, die Bescherung, die Freude. Das Einzige, worauf ich verzichten könnte, wäre Silvester, Silvester ist mir schnuppe.

Und weil ich den Dezember so gerne habe, habe ich natürlich auch im Dezember geheiratet, am 1.12.12. Das Datum war perfekt: Es war ein Samstag im Lieblingsmonat, ich konnte langärmelig heiraten, musste nicht schwitzen und war sogar noch unter 30. :D Der Tag selbst war wundervoll, arschkalt aber sonnig und trocken, emotional, freudig, schön. Gut, wir hatten beide Angina, aber verglichen mit einer Hochzeit bei 38 Grad ist das auch heute noch in meinen Augen das kleinere Übel. ;) (War natürlich total ärgerlich, aber was willste machen, außer das Beste draus?!)
Unsere Hochzeitsreise ging nach Island, ja, im Dezember, bei 4 Tageslichtstunden und klirrender Kälte. Aber den Adventsmonat und auch meinen Geburtstag unter Palmen konnte und kann ich mir einfach nicht vorstellen. Zum Glück habe ich MTM gefunden, der sowas mit mir mitmacht.

Aber zurück in die nähere Vergangenheit: Gestern hatten wir unseren 4. Hochzeitstag. Und den ersten mit MTE an unserer Seite. ♥ Er hat sich vorbildlich verhalten, eigentlich den ganzen Tag. Wir wurden von meinem Mann morgens um 7 mit einem Hochzeitstagsfrühstück überrascht; auf meinem Teller lag noch ein Duschgel mit der Aufschrift „Hallo Sonnenschein“, was ziemlich witzig ist, weil ich morgens alles bin aber garantiert kein Sonnenschein. ;D  Kurz nach 9 Uhr saßen wir dann im Auto und begaben uns auf die Reise in meine Heimat, die trotz recht langer Fahrt sehr entspannt war (braves Baby!). Den Abend durften wir dann zu zweit verbringen, da meine Mutti den Babydienst übernahm. Wir besuchten das neue Restaurant desjenigen Betreibers, der uns damals schon zur standesamtlichen Trauung (und zum 1. Hochzeitstag) verköstigte und speisten wirklich sehr sehr fein. Es war, trotz der langen Fahrt, ein schönes Jubiläum.

Dieser Dezember 2016 hat natürlich eine besondere Bedeutung. Es ist der erste Advent und es wird das erste Weihnachten sein, an dem mein Papa an unserer Seite fehlt. Das treibt mir oft die Tränen in die Augen und kommt immer mal wieder daher wie ein Schlag in die Magengrube. Wir vermissen ihn alle unheimlich. Und dennoch: Es ist auch der erste Advent und es wird das erste Weihnachten sein, an dem unser Kind an unserer Seite ist. Ich hab das schon oft gesagt: Freud und Leid liegen manchmal so nah beieinander. Ich liebe den Dezember weiterhin und ich beobachte gerade mit Freude, wie sich alles zugunsten dieses kleinen, süßen Hosenscheißers verändert. Die Schenkerei, Adventskalender, Weihnachtslieder, alles hat wieder die kindliche Bedeutung, die es auch für uns als Kinder hatte. Und auch wir werden wieder Kind, spielen mit Duplosteinen (ich hab die Eisenbahn auf dem Foto zusammengestellt und hatte SO eine Freude daran, schade dass es das zu DDR-Zeiten nicht gab ;D), öffnen selbst ganz gespannt die Adventskalender mit dem Kleinen und singen mit ihm.

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Oben links neben der hübschen, echt erzgebirgischen Spieluhr, der „Weihnachtsaussteuer“ für MTE von meiner Mutti, steht mein Adventskalender von meiner Mutti. Die Zeiten der selbst befüllten Söckchen sind vorbei, MTE ist der Mittelpunkt, aber ich bin damit einverstanden und zufrieden mit einem schönen Sprüchlein jeden Tag. Außerdem hat MTM dieses Jahr tatsächlich dran gedacht und mir den Adventskalender von IKEA besorgt. Er hat einen von Star Wars. Also, alle happy, alle irgendwie doch noch Kind. Ich liebe den Dezember. :)

Ein komisch-schöner Geburtstag

Es kommt nicht oft vor, dass ich an meinem Geburtstag nicht in meiner Heimat bin und meine Eltern und Freunde nicht sehe. In den nunmehr 33 Jahren ist es an diesem 3.12.15 das dritte Mal passiert. Das erste Mal ereignete sich im Jahr 2008, als ich in Dublin ein Praktikum fürs Studium absolvierte. Das zweite Mal war ich in Island auf Hochzeitsreise und feierte dort mit MTM meinen 30sten. Und nun bin ich 2015 hochschwanger, hatte meine Eltern gerade erst zu Besuch und fahre mit MTM nächstes Wochenende, wenn alles gutgeht, in die Heimat zum 50. Geburtstag meines Onkels. Irgendwie wäre es logistisch einfach blödsinnig gewesen, die Eltern nochmal 560km fahren zu lassen oder selber so kurz vor dem Onkelgeburtstag nach Hause zu fahren. Also blieb ich in Stuggi, allein mit MTM, ohne die obligatorische Wintergrillparty mit Familie und Freunden. Irgendwie komisch, für alle Beteiligten wohl. Aber trotzdem: Ich hatte einen richtig schönen Geburtstag. Ich bin froh, dass ich nicht traurig war, sondern einfach den Tag genießen konnte, so wie er eben war.

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MTM hatte an diesem Tag Urlaub und hat mich mit einem schönen Geburtstagstisch überrascht. Nachdem wir ein Stück von dem Kuchen gefrühstückt hatten und die Geschenke ausgepackt waren, machten wir uns gaaanz langsam zurecht, um zum „Brunch“ zu dem wunderschönen Weihnachtsmarkt nach Esslingen zu fahren, der schon um 11 Uhr öffnete, die perfekte Zeit wenn man Menschenmassen nicht leiden kann.

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Wir schlemmten ein bisschen herum und als wir dann satt waren und alle Gänge abgelaufen hatten, fuhren wir nach oben zur Esslinger Burg. Das war eine spontane Eingebung, weil wir zu unserer Schande gestehen mussten, dort noch niemals nicht oben gewesen zu sein. Auch MTM nicht, der ja schon sein ganzes Leben im Raum Stuttgart lebt.

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Wie man sieht, hatten wir einfach das perfekte Wetter, ich hab mich so sehr über die Sonne und den blauen Himmel gefreut! Wir wanderten eine ganze Weile umher und bestaunten diesen herrlichen Ort. Und die Aussicht erst!

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Irgendwie hatten wir noch viel Zeit bis zum Abendessen, also fuhren wir nach Stuttgart rein. Dort wartete recht viel Weihnachtstrubel auf uns und wir liefen wie die Weltmeister durch die Gegend und bummelten und stöberten in den Läden. Fragt nicht nach dem Muskelkater, den ich dann am 4.12. hatte, meine derzeitige Körpermitte macht es schon etwas beschwerlicher. ;)

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Jedenfalls wollten wir dann nur mal kurz ein bisschen nach Tablets schauen, weil wir uns schon eine Weile überlegten, uns eins zuzulegen. Und irgendwie, wer weiß was da mit uns los war, machten wir dann einen Spontankauf. Wir sahen es, entschieden uns dagegen, kamen nochmal zurück, schauten es wieder an, gingen wieder, kamen nochmal zurück, schauten es nochmal an… So ging das eine ganze Weile, der Verkäufer war schon bisschen genervt. Aber das Angebot war so gut und ich hatte ja auch Geburtstag und überhaupt, bald würden wir nur noch Spielsachen und anderen Kinderkram kaufen und uns nie wieder etwas gönnen können… ;D Tja, das war ein sehr zufriedenstellender Stadtbummel.

Noch zufriedener konnten wir nur sein, wenn wir endlich wieder was zu beißen zwischen den Zähnen hatten. Also liefen wir zum Afrikaner, wo ich schon einen Tisch reserviert hatte. Ich wollte da schon immer mal hin und wurde auch nicht enttäuscht. Ich hab Zebra, Krokodil und Strauß probiert und irgendwelche Beilagen (Brot und Brei), die richtig lecker waren. Genau wie der alkoholfreie Cocktail – es wurde einfach ein sehr gemütlicher, köstlicher Ausklang des Tages.

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Als wir wieder auf unserer Couch saßen, lief „The Voice“, MTM beschäftigte sich mit dem Tablet und ich mit den fünf Paketen, die vor unserer Tür standen. Ich war erst spät im Bett und am Tag danach bin ich ganztags gar nicht in die Gänge gekommen, so kaputt war ich. Kaputt und froh über den schönen Geburtstag. ♥

Eins nach dem anderen. Zweitens: Schwein!

Nach dem Heimatwochenende folgte eine wieder verkürzte Arbeitswoche und für mich ein freier Freitag. MTM arbeitete an diesem, an SEINEM Tag bis 12 Uhr und ich nutzte die Zeit, um das Wochenende vorzubereiten. Am Abend aßen wir fischfreies Sushi zusammen und dann kam auch schon meine Familie angedüst, um dem Geburtstagskind zu gratulieren und sich hier einzuquartieren für die nächsten zwei Tage. Tante, Onkel, Mutti und Papa waren gern gesehene Gäste und auch eine große Hilfe bei der Schweineaktion am Samstag.

MTM hat nämlich im letzten Jahr schon ein Asado-Grillgestell mit seinem Kumpel gebaut, weil er die fixe Idee hatte, im wunderschönen Garten seines Cousins oben auf den Weinbergen mal ein Schwein über offenem Feuer zu grillen. Irgendwie braucht man aber dafür auch einen Anlass und was passt da besser, als ein Geburtstag?!

Es hatten fast alle zugesagt und alles war super geplant, nun hieß es nur noch: Bangen. Denn, richtig, nach wochenlanger Trockenheit kündigte sich ausgerechnet an diesem einem Samstag Kackwetter an. Die ganzen Wetter-Apps kosteten uns tagelang echt Nerven, kann man sich sicher denken. Letztlich war aber klar, dass wir hier nichts verschieben, sondern das Ding durchziehen. Pavillons waren die Lösung, zwar waren sie überall ausverkauft außer am absoluten Arsch von Stuttgart, aber was tut man nicht alles…

Schweinegrillen

Schwein und Gäste waren super geschützt und abgesehen von ein paar Tropfen um 14 Uhr regnete es erst ab 19 Uhr regelmäßiger. Da war das Schwein nach 9 Stunden Garzeit aber schon längst verputzt und wir konnten uns zurücklehnen und das Beisammensein mit den Gästen genießen. Das Kackwetter konnte uns also nichts anhaben und wir waren wirklich froh über das schöne Fest. Und, ehrlich gesagt, auch dass es dann vorbei war. Es ist nämlich echt geil, wenn einem das Wetter Latte ist! :D

Ich bin jedenfalls stolz auf MTM und er selbst ist auch bisschen stolz, denn das mit dem Schwein hat er super organisiert und im Übrigen war es sehr sehr lecker. Die Investition hat sich definitiv gelohnt, ein glücklicher Mann ist was tolles. ♥

Freitagsfüller + Freitagsfoto

1. An schönen warmen Sommerabenden kann ich meistens nicht so schön schlafen.

2. Die Hosen liegen jetzt erstmal für eine Weile ziemlich sinnlos in meinem Kleiderschrank.

3. Zur Pflege meiner Haut kann ich bei der Hitze partout keine Creme benutzen.

4. Ich hab heute frei und muss putzen und backen und niemand kann mir helfen.

5. Ob es wohl möglich ist, ein Schwein über offenem Feuer zu garen, auch wenn der Wetterbericht scheiße ist?!

6. Morgen Abend sind alle außer ich voll. ;)

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Zusammensein mit meinem geliebten Geburtstagskind und meiner Familie, morgen habe ich das Gelingen der Gartenparty und vor allem des Schweins geplant und Sonntag möchte ich mich von den Strapazen erholen!

Gefangen bei Barbara

Geburtstag

Dezemberurlaub

Eine Woche Urlaub ist nun schon wieder vorbei, aber sie war schön und wurde wieder optimal genutzt. Obligatorisch sind diese freien Tage Anfang Dezember inzwischen, so lässt sich die Adventszeit herrlich genießen, mein Geburtstag gut feiern, der Hochzeitstag ebenfalls.

Begonnen haben wir unseren Urlaub am Samstag mit der Fahrt in meine Heimat, wo wir es abends gleich mal haben krachen lassen in unserer Provinzdisco, zusammen mit vielen Bekannten und Freunden, legedär und wunderbar. Der erste Adventssonntag fiel entsprechend ruhig aus, aber die Zeit mit meinen Eltern und Kerzen und Weihnachtsplätzchen haben wir trotzdem genießen können. Der erste Dezember war MTM’s und mein Tag, zum zweiten Mal jährte sich unsere Vermählung und deshalb machten wir uns auf in die Stadt, in der unsere Liebe begann (und die ich sowieso wegen akuter Sehnsucht bei jedem Heimatbesuch aufsuche). Wir trafen kurz meine Unifreundin, bummelten durch die Läden und über die Weihnachtsmärkte und gingen am Abend superlecker essen im El Rodizio. Am Dienstag gönnten wir uns tagsüber wieder eine chillige Pause und guckten am Abend den Hobbit Teil zwei über Papa’s Beamer, um uns auf den dritten Teil vorzubereiten, der ja in ein paar Tagen im Kino erscheint. Mein Geburtstag, der dritte Dezember, war ein durchweg schöner Tag. Nach einem Frühstück mit meinen Eltern durfte ich schöne Geschenke auspacken und zum Mittagessen haben wir meine Eltern eingeladen, und zwar in das Restaurant, das wir zu Viert schon nach der standesamtlichen Trauung besuchten. Es war wieder erstklassig lecker, wir alle haben uns so an dem Geschmackserlebnis erfreut und sind sehr traurig, dass das Restaurant zum Ende des Jahres schließt. Es war ein gelungener Abschluss für uns. Danach verkosteten und shoppten wir noch im Eierlikörladen unseres Vertrauens und mussten dann schon wieder nach Hause, um die alljährliche Wintergrillparty vorzubereiten. Bei Feuer, Grillwurst und Glühwein hatte ich einen schönen (Tanz-)Abend mit meiner Famile und meinen Freunden, für den ich sehr dankbar bin. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen…

Heeme

Am Tag nach meinem Geburtstag, Donnerstag, reisten MTM und ich nach Papa’s weltbestem Linseneintopf wieder ab in Richtung Stuggi. Ein paar freie Tage wollten wir noch in unserer gemütlichen, weihnachtlichen Wohnung genießen und auf diversen Weihnachtsmärkten. So führte uns unser Weg am Freitag, nachdem ich den ganzen Vormittag im Nachthemd bei den „Gilmore Girls“ (mein Geburtstagsgeschenk von MTM, die komplette Serie, yeah!) und ein paar häuslichen Pflichten verbrachte und am Nachmittag mit MTM einkaufen war, zum Stuttgarter Weihnachtsmarkt. Erst gab es Flammlachs beim Finnen und dann mit unseren Freunden ein paar Glühwein und später dummerweise Tequila & Co. in einer Kneipe. Eigentlich wollte ich dann nach Hause, aber irgendwie haben MTM und ich uns (wie immer) von seinem Partyraketenkumpel zum Besuch eines Clubs überreden lassen. Getanzt hab ich noch bis halb drei, dann war aber wirklich Schluss. Zu viel Party für eine Woche, ich bin ja nun auch nicht mehr die Jüngste. ;) Der gestrige Nikolaustag war dann wieder eher ruhiger Natur, wir haben die Stiefel gecheckt, schön gekocht zum Mittag, sind am Abend noch über den Stadtteilweihnachtsmarkt geschlappt und haben dann MTM’s Nikolausgeschenk auf DVD angeguckt. Und heute hab ich einfach einen schönen, gemütlichen zweiten Advent genossen und nebenher ein bisschen Kuchen gebacken. Für morgen, da geht’s ja wieder auf Arbeit. Hach, leider.

Stuggi

Genusstag

MTM’s Geburtstag fiel mal wieder auf einen Wochentag. Für ihn hieß das: Nur bis 12 Uhr arbeiten und dann die Freiheit genießen. Für mich hieß es das Gleiche. Schön, wenn man das auf Arbeit so einrichten kann, ein Hoch auf die Gleitzeit. Aber zunächst einmal galt es, sich kurz nach halb 6 morgens an den Geburtstagstisch zu setzen und Geschenke auszupacken.

Geburtstagstisch

Wir trafen uns mittags wieder zu Hause und düsten zusammen direkt in die Stuttgarter Innenstadt, um diese ungewohnte Freizeit an einem Donnerstagmittag auszukosten. Es kam zu diversen Schlemmereien und ein paar Shoppingausbrüchen; wir beide konnten über unsere Ausbeute zufrieden sein. Und das alles ohne Menschenmassen in den Geschäften, so wie es am Wochenende der Fall ist.

MTM war der Bestimmer, deshalb kehrten wir in seinem geliebten Palast der Republik auf ein Bier ein, bevor zu dem Restaurant gingen, das wir letztes Jahr auch schon an seinem Geburtstag besuchten. Wir gönnten uns tollen Wein und köstliches Fleisch und zogen dann noch ein bisschen weiter für den Absacker. Dann war es aber auch genug; ein Taxi fuhr uns nach Hause und das Bett rief nach uns. Schließlich kam ja noch der Freitag auf uns zu, ein kurzer, aber trotzdem früh beginnender Arbeitstag.

Vorbei ist MTMs Geburtstag jedoch noch nicht, denn heute geht’s nochmal rund. Kuchen und mein Spazial-Kartoffelsalat sind schon fertig, nun muss nur noch bisschen geputzt werden. Und wir werden grillen, jawohl, egal was diese grauen Wolken da oben heute noch fabrizieren mögen!

1 Jahr älter und noch nicht weiser

Ich hatte am Dienstag einen schönen Geburtstag mit kleinen Abstrichen.

Da ich mit MTM in meiner Heimat war, konnten wir zusammen mit meinen Eltern schön frühstücken und Geburtstagstisch und -ständchen gab es auch. Dann musste mein Papa aufbrechen zur 3-wöchigen Kur. Das war alles bisschen anders geplant, jedoch kommt einem die Gesundheit eben manchmal in die Quere und so wurde diese Kur so kurzftistig notwendig. Ohne Papa war dann das Mittagessen in unserer heimatlichen Lieblingsgaststätte zwar trotzdem lecker, aber nicht dasselbe. Und die kleine Grillparty am Abend ohne unseren Grillmeister/Feuermacher war zwar trotzdem schön und gemütlich (MTM hat ihn würdig vertreten), aber auch nicht dasselbe. Zudem hatte ich den ganzen Abend Magenschmerzen, weiß der Geier warum. Nun, das waren die Abstriche. Den Besuch meiner Freunde und Familie sowie das Zusammensitzen am Feuer habe ich dennoch genossen und über die Geschenke habe ich mich natürlich auch gefreut. Ich werde demnächst SEHR viele heiße Bäder nehmen können, ohne mir Badezusatz kaufen zu müssen. :D

Gefreut habe ich mich auch über die vielen Glückwünsche, die mich auf allen möglichen Wegen erreichten, auch von meinen Blogfreunden. Danke!

Geburtstagstisch