Eins

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Am Samstag war es ein Jahr her, dass ich meinen kleinen MTE zum ersten Mal in den Armen hielt. Ich war schon am Tag vor seinem Geburtstag ziemlich knatschig drauf, emotional und so. Am Morgen des 7. Januar dann heulte ich erstmal’ne Runde. Die Gefühle gingen mit mir durch – wo ist nur dieses Jahr hin? Wenn ich es Revue passieren lasse, bin ich manchmal recht traurig, weil ich nicht jede Sekunde mit dem Kleinen genießen konnte. Weil ich mich so überfordert fühlte von dieser ultrakrassen neuen Situation. Weil ich den kleinen Wurm nicht immer verstand. Weil das Stillen nicht klappte, obwohl (oder wahrscheinlich weil) ich es so sehr wollte. Weil ich die Kontrolle über mein Leben verlor, an diesen süßen kleinen Fratz. Im Nachhinein weiß ich, fast allen Müttern, die ich so kenne, ging es beim ersten Kind so. Fast jede sagt dasselbe: Könnte ich doch die erste Zeit nochmal erleben, mit den Erfahrungen die ich jetzt habe. Alle würden es gelassener angehen und mehr genießen, da sind wir uns einig. Aber was soll’s, die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen und letztlich haben wir alle doch unser Möglichstes getan und mit Liebe gehandelt.

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Der erste Geburtstag unseres Sohnes war sehr schön. Wir verbrachten ihn, wie die vielen Tage seit Weihnachten zuvor, in meiner Heimat. Der Gabentisch war voller Geschenke, einfach irre. Letztlich haben wir Eltern die Vernunft walten lassen wie geplant und haben nur EIN Geschenk besorgt. Ein größeres, ja, aber eben nur eins. Dazu kamen aber noch so viele andere Geschenke, scheinbar hat unser Kleiner vielen Menschen das Herz geklaut und jeder wollte ihm eine Freude machen. Das ist doch auch total schön. Und naja, seine Omi hat es natürlich am meisten übertrieben, aber das hatte sie mir schon gebeichtet und ich nehme es ihr nicht krumm. Letztlich war kein Blödsinn dabei und nicht alles war zum Spielen. Wenn der Kleine Klamotten kriegt, tut das ja vor allem unserem Geldbeutel gut. ;)

Nachdem wir alle Geschenke ausgepackt hatten, kam auch schon der erste Besuch: Seine Taufpatin mit seinem klitzekleinen Großgroßousin (mein Geburtstagszwilling) und ihrem Mann. Wir aßen zusammen zu Mittag und verbrachten eine viel zu kurze Zeit zusammen, aber immerhin hatte MTEs Taufpatin ja auch Geburtstag und musste weiter zu ihrer Familie. Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf zusammen mit mir im großen Bett empfing mein Sohn auch schon seine nächsten Gäste. Meine Tante und mein Onkel waren die einzigen geladenen Gäste, aber meine andere Tante und mein anderer Onkel kamen spontan auch noch vorbei und wir hatten nichts dagegen. Ein schönes Kaffeekränzchen war das, auch wenn die Onkels sich über MTEs speziellen kristallzuckerfreien Geburtstagskuchen lustig gemacht haben  – mir hat er eigentlich ganz gut geschmeckt, wie ein Früchebrot, und MTE hat auch reingehauen. :)

Am Abend, als der Kleine im Bett lag, packten wir schonmal alle Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke ein, denn am nächsten Tag traten wir nach 17 Tagen in meiner Heimat wieder die Heimreise nach Stuggi an.

Und jetzt? Hab ich kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. ♥

Das Geburtstagswunder

Ich hatte einen wirklich schönen Tag in meiner Heimat. MTM und ich standen früh auf, machten uns fertig, weckten unser Kind und seine Omi und dann ging es eigentlich auch schon los mit dem „Stress“. Wir hatten zu tun mit den Vorbereitungen, Stullen schmieren, Terrasse fertigmachen und so. Ich erwartete nämlich um 11 Uhr meine Gäste zum winterlichen Grill-Brunch im Garten.

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Es war einfach ein toller, sonniger Wintertag mit meinen Freunden und meiner Familie und vergleichsweise vielen Kindern, das gab’s zu meiner Geburtstagsfeier ehrlich gesagt noch nie. Aber so ändern sich die Zeiten, ein Brunch war für uns als Eltern eines Babys ja nun auch besser statt die fette Party abends und nachts wie früher. Und wir alle, Muttis, Vatis und Kids hatten eine Menge Spaß. :) Zeit zum Traurigsein war eigentlich gar nicht und das war auch der Plan, deshalb hatte ich mich dazu entschieden, auch diesen ersten Geburtstag ohne Papa zu feiern. Erst zu später Stunde, als ich endlich dazu kam, meinen Geburtstagstisch anzuschauen und die Geschenke auszupacken, wurde es emotional. Auch dafür muss Raum sein.

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Nun aber zu dem allerschönsten Geschenk, das mir meine Großcousine bescherte: Unser ganz eigenes Familienwunder! Stellt euch mal vor:
Sie und mich verbindet ein familiär-freundschaftliches Band. Wir sind nicht voneinander wegzudenken, auch wenn wir schwierige Zeiten hatten, die unseren Gegensätzlichkeiten geschuldet sind. Wir haben uns auch nach einem ganz schön dollen Krach und monatelanger Funkstille wieder zusammengerauft und uns geschworen: Wenn es nochmal zu so einer Fehde kommt, dann lassen wir’s. Und es kam nie wieder dazu. Wir sind erwachsen geworden. :) Jedenfalls ist es so, wir sind beide im gleichen Jahr geboren, sie am 7.1.82 und ich am 3.12.82. Nun kam es, dass mein erstes und bisher einziges Kind ausgerechnet an ihrem Geburtstag zur Welt kam, am 7.1.16. Das empfanden wir schon als krassen Zufall, die Freude war groß, sie als wurde die Taufpatin meines Sohnes, alles prima. Dann wurde sie schwanger mit ihrem ersten Kind und der Geburtstermin sollte der 20.12.16 sein. Das fanden wir nun auch ziemlich witzig, so ein Zufall, beide Kinder wie wir im gleichen Jahr, auch noch im Januar und Dezember und im Übrigen auch noch beides Jungs. Wir blödelten schon rum, dass ihr Kind nun auch an meinem Geburtstag kommen sollte, das wäre eine Sensation! Geglaubt hat aber keiner wirklich dran. Und sicherlich ahnt ihr nun schon, worauf es hinausläuft: Vorgestern schrieb sie mir noch, dass sie zu meinem Geburtstagsbrunch kommt. Gestern Morgen platzte aber ihre Fruchtblase und gestern Nacht, noch am 3.12.16, war ihr Sohn geboren. Hallo?! Das ist doch nicht normal, oder? Das ist eine kleine Sensation! Mein Geburtstagswunder. ♥

Der besondere Monat

Der Dezember hat für mich eine besondere Bedeutung. Er ist irgendwie mein Lieblingsmonat, was nicht nur an meinem Geburtstag liegt. Ja, ich mag meinen Geburtstag, ich mag Glückwünsche, ich mag das Zusammensein mit meiner Familie und meinen Freunden, ich mag liebevolle Geschenke. Aber das ist ja längst noch nicht alles, was den Dezember für mich ausmacht.

Ich liebe nämlich die Adventszeit sehr, die Lichter, die Deko, die Gemütlichkeit, die Plätzchen, die Musik, die Besinnlichkeit. Ich liebe kaltes, winterliches Wetter. Ich finde, die 12 ist eine ansehnliche, harmonische Zahl. Ich liebe Adventskalender. Ich liebe den Nikolaustag und Geschenke in den Schuhen meiner Lieben und natürlich auch in meinen. Ich finde Weihnachtsfeiern toll. Ich liebe die Weihnachtstage, das Essen, das Beisammensein, die Bescherung, die Freude. Das Einzige, worauf ich verzichten könnte, wäre Silvester, Silvester ist mir schnuppe.

Und weil ich den Dezember so gerne habe, habe ich natürlich auch im Dezember geheiratet, am 1.12.12. Das Datum war perfekt: Es war ein Samstag im Lieblingsmonat, ich konnte langärmelig heiraten, musste nicht schwitzen und war sogar noch unter 30. :D Der Tag selbst war wundervoll, arschkalt aber sonnig und trocken, emotional, freudig, schön. Gut, wir hatten beide Angina, aber verglichen mit einer Hochzeit bei 38 Grad ist das auch heute noch in meinen Augen das kleinere Übel. ;) (War natürlich total ärgerlich, aber was willste machen, außer das Beste draus?!)
Unsere Hochzeitsreise ging nach Island, ja, im Dezember, bei 4 Tageslichtstunden und klirrender Kälte. Aber den Adventsmonat und auch meinen Geburtstag unter Palmen konnte und kann ich mir einfach nicht vorstellen. Zum Glück habe ich MTM gefunden, der sowas mit mir mitmacht.

Aber zurück in die nähere Vergangenheit: Gestern hatten wir unseren 4. Hochzeitstag. Und den ersten mit MTE an unserer Seite. ♥ Er hat sich vorbildlich verhalten, eigentlich den ganzen Tag. Wir wurden von meinem Mann morgens um 7 mit einem Hochzeitstagsfrühstück überrascht; auf meinem Teller lag noch ein Duschgel mit der Aufschrift „Hallo Sonnenschein“, was ziemlich witzig ist, weil ich morgens alles bin aber garantiert kein Sonnenschein. ;D  Kurz nach 9 Uhr saßen wir dann im Auto und begaben uns auf die Reise in meine Heimat, die trotz recht langer Fahrt sehr entspannt war (braves Baby!). Den Abend durften wir dann zu zweit verbringen, da meine Mutti den Babydienst übernahm. Wir besuchten das neue Restaurant desjenigen Betreibers, der uns damals schon zur standesamtlichen Trauung (und zum 1. Hochzeitstag) verköstigte und speisten wirklich sehr sehr fein. Es war, trotz der langen Fahrt, ein schönes Jubiläum.

Dieser Dezember 2016 hat natürlich eine besondere Bedeutung. Es ist der erste Advent und es wird das erste Weihnachten sein, an dem mein Papa an unserer Seite fehlt. Das treibt mir oft die Tränen in die Augen und kommt immer mal wieder daher wie ein Schlag in die Magengrube. Wir vermissen ihn alle unheimlich. Und dennoch: Es ist auch der erste Advent und es wird das erste Weihnachten sein, an dem unser Kind an unserer Seite ist. Ich hab das schon oft gesagt: Freud und Leid liegen manchmal so nah beieinander. Ich liebe den Dezember weiterhin und ich beobachte gerade mit Freude, wie sich alles zugunsten dieses kleinen, süßen Hosenscheißers verändert. Die Schenkerei, Adventskalender, Weihnachtslieder, alles hat wieder die kindliche Bedeutung, die es auch für uns als Kinder hatte. Und auch wir werden wieder Kind, spielen mit Duplosteinen (ich hab die Eisenbahn auf dem Foto zusammengestellt und hatte SO eine Freude daran, schade dass es das zu DDR-Zeiten nicht gab ;D), öffnen selbst ganz gespannt die Adventskalender mit dem Kleinen und singen mit ihm.

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Oben links neben der hübschen, echt erzgebirgischen Spieluhr, der „Weihnachtsaussteuer“ für MTE von meiner Mutti, steht mein Adventskalender von meiner Mutti. Die Zeiten der selbst befüllten Söckchen sind vorbei, MTE ist der Mittelpunkt, aber ich bin damit einverstanden und zufrieden mit einem schönen Sprüchlein jeden Tag. Außerdem hat MTM dieses Jahr tatsächlich dran gedacht und mir den Adventskalender von IKEA besorgt. Er hat einen von Star Wars. Also, alle happy, alle irgendwie doch noch Kind. Ich liebe den Dezember. :)

Ein komisch-schöner Geburtstag

Es kommt nicht oft vor, dass ich an meinem Geburtstag nicht in meiner Heimat bin und meine Eltern und Freunde nicht sehe. In den nunmehr 33 Jahren ist es an diesem 3.12.15 das dritte Mal passiert. Das erste Mal ereignete sich im Jahr 2008, als ich in Dublin ein Praktikum fürs Studium absolvierte. Das zweite Mal war ich in Island auf Hochzeitsreise und feierte dort mit MTM meinen 30sten. Und nun bin ich 2015 hochschwanger, hatte meine Eltern gerade erst zu Besuch und fahre mit MTM nächstes Wochenende, wenn alles gutgeht, in die Heimat zum 50. Geburtstag meines Onkels. Irgendwie wäre es logistisch einfach blödsinnig gewesen, die Eltern nochmal 560km fahren zu lassen oder selber so kurz vor dem Onkelgeburtstag nach Hause zu fahren. Also blieb ich in Stuggi, allein mit MTM, ohne die obligatorische Wintergrillparty mit Familie und Freunden. Irgendwie komisch, für alle Beteiligten wohl. Aber trotzdem: Ich hatte einen richtig schönen Geburtstag. Ich bin froh, dass ich nicht traurig war, sondern einfach den Tag genießen konnte, so wie er eben war.

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MTM hatte an diesem Tag Urlaub und hat mich mit einem schönen Geburtstagstisch überrascht. Nachdem wir ein Stück von dem Kuchen gefrühstückt hatten und die Geschenke ausgepackt waren, machten wir uns gaaanz langsam zurecht, um zum „Brunch“ zu dem wunderschönen Weihnachtsmarkt nach Esslingen zu fahren, der schon um 11 Uhr öffnete, die perfekte Zeit wenn man Menschenmassen nicht leiden kann.

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Wir schlemmten ein bisschen herum und als wir dann satt waren und alle Gänge abgelaufen hatten, fuhren wir nach oben zur Esslinger Burg. Das war eine spontane Eingebung, weil wir zu unserer Schande gestehen mussten, dort noch niemals nicht oben gewesen zu sein. Auch MTM nicht, der ja schon sein ganzes Leben im Raum Stuttgart lebt.

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Wie man sieht, hatten wir einfach das perfekte Wetter, ich hab mich so sehr über die Sonne und den blauen Himmel gefreut! Wir wanderten eine ganze Weile umher und bestaunten diesen herrlichen Ort. Und die Aussicht erst!

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Irgendwie hatten wir noch viel Zeit bis zum Abendessen, also fuhren wir nach Stuttgart rein. Dort wartete recht viel Weihnachtstrubel auf uns und wir liefen wie die Weltmeister durch die Gegend und bummelten und stöberten in den Läden. Fragt nicht nach dem Muskelkater, den ich dann am 4.12. hatte, meine derzeitige Körpermitte macht es schon etwas beschwerlicher. ;)

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Jedenfalls wollten wir dann nur mal kurz ein bisschen nach Tablets schauen, weil wir uns schon eine Weile überlegten, uns eins zuzulegen. Und irgendwie, wer weiß was da mit uns los war, machten wir dann einen Spontankauf. Wir sahen es, entschieden uns dagegen, kamen nochmal zurück, schauten es wieder an, gingen wieder, kamen nochmal zurück, schauten es nochmal an… So ging das eine ganze Weile, der Verkäufer war schon bisschen genervt. Aber das Angebot war so gut und ich hatte ja auch Geburtstag und überhaupt, bald würden wir nur noch Spielsachen und anderen Kinderkram kaufen und uns nie wieder etwas gönnen können… ;D Tja, das war ein sehr zufriedenstellender Stadtbummel.

Noch zufriedener konnten wir nur sein, wenn wir endlich wieder was zu beißen zwischen den Zähnen hatten. Also liefen wir zum Afrikaner, wo ich schon einen Tisch reserviert hatte. Ich wollte da schon immer mal hin und wurde auch nicht enttäuscht. Ich hab Zebra, Krokodil und Strauß probiert und irgendwelche Beilagen (Brot und Brei), die richtig lecker waren. Genau wie der alkoholfreie Cocktail – es wurde einfach ein sehr gemütlicher, köstlicher Ausklang des Tages.

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Als wir wieder auf unserer Couch saßen, lief „The Voice“, MTM beschäftigte sich mit dem Tablet und ich mit den fünf Paketen, die vor unserer Tür standen. Ich war erst spät im Bett und am Tag danach bin ich ganztags gar nicht in die Gänge gekommen, so kaputt war ich. Kaputt und froh über den schönen Geburtstag. ♥

3 Jahre, nicht zu fassen

Gestern hatten wir schon unseren dritten Hochzeitstag! Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, als ich völlig krank, mit Angina, morgens mit Mutti zum Friseur gefahren bin, um geschminkt und gestylt zu werden und den Fascinator auf meinem Kopf zu platzieren. Nochmal vollgepumpt mit Medikamenten und Nasenspray ging es zur Tante von MTM, um das Kleid überzuwerfen. Und dann ging der Tag seinen Gang, gaaaanz schnell. Viel zu schnell. MTM hatte auch Angina, aber wir haben das Beste draus gemacht und hatten unsere ganz persönliche Traumhochzeit. Nach zwei Stunden Schlaf ging es heute vor drei Jahren dann direkt wieder los, Zug, Flughafen,Honeymoon in Reykjavik. Ein Traum. Ich würde das gerne nochmal erleben, von mir aus auch mit Angina.

Gestern habe ich meinen Mann mit einem selbstgefüllten Adventskalender zum Hochzeitstag überrascht. Ich bekam supertolle Pralinen (das stand „Diva“ drauf, weiß jetzt auch nicht so richtig wieso ;)) und eine Blaubeer-Lippenbutter, weil Blaubeeren mein Lieblingsobst sind. Er ar arbeiten, ich chillte herum. Am Abend gingen wir in den „Gänsebesen“ zum, wie sollte es anders sein, Gänseessen. Danach Couch, kuscheln Simpsons, alles wie immer. Es war ein unspektakulärer, verregneter und auch alltäglicher Tag, abgesehen von der Gänsekeule auf unseren Tellern. Aber für uns war er dennoch was besonderes. Es ist auch wichtig, den Alltag miteinander zu mögen und genießen zu können.

Und in Anbetracht dessen, dass wir unser erstes Kind erwarten, genießen wir gerade sowieso jede ruhige Minute mit den Simpsons auf der Couch. ;)

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Verdrehte Ostern

Bei uns war alles bisschen anders an den Feiertagen, da wir nicht in meine Heimat fuhren, sondern meine Heimat zu uns kam. Meine Eltern kamen schon am Mittwoch hier an und während wir noch arbeiteten am Donnerstag, haben sie sich in unserer Bude beschäftigt. Das taten sie zu unseren Gunsten, ich habe jetzt wieder saubere Fenster (meine Mutti macht das gerne und ich nehme es gerne an, Fenster putzen ist scheiße!) und frisch gestrichene Balkonplatten (Papa eben ♥).

Ostern inklusive Eiersuche fand bei uns blasphemischerweise schon am Karfreitag statt. Da meine Eltern am Ostersonntag schon frühmorgens wieder die Heimreise antreten mussten, haben wir uns den Feiertag am Freitag zunutze gemacht. Wir frühstückten ausgiebig, suchten Ostergeschenke zu viert in unserer kleinen Wohnung und hatten dabei ordentlich was zu lachen.

Ostercollage

Dann gingen wir bei absolutem Traumwetter in die Stuttgarter Innenstadt zum Mittagessen und später gab es noch ein Eis unter strahlend blauem Himmel. Von diesem konnten meine Kamera und ich nicht genug bekommen, total herrlich! Viele Leute tummelten sich in der City trotz geschlossener Geschäfte, es war eine schöne Feiertagsstimmung. Und auch später nutzten wir noch das Wetter, als Mutti und ich zwei Stunden lang durch die Weinberge wanderten und uns dabei die Münder fusselig quatschten.

Karfreitag in Stuttgart

Das Wetter am Samstag war dann so kacke, dass wir fast den ganzen Tag drinnen blieben und rumwerkelten. Eine geerbte Waschmaschine galt es zu schleppen und anzuschließen, der Keller musste bisschen aufgeräumt werden, aber hauptsächlich war eigentlich chillen angesagt. Lecker essen, lesen, Wein trinken, Fotos angucken, rumliegen… So zog sich dann auch unser letzter Abend hin und zum echten Ostern waren MTM und ich schon wieder alleine.

Und so haben wir uns gestern nach ausgiebigem Ausruhen aufgemotzt und uns ein paar Cocktails und einen (leider beschissenen) Burger in der City gegönnt. Und heute? Nüscht! Planlos! :)

Dezemberurlaub

Eine Woche Urlaub ist nun schon wieder vorbei, aber sie war schön und wurde wieder optimal genutzt. Obligatorisch sind diese freien Tage Anfang Dezember inzwischen, so lässt sich die Adventszeit herrlich genießen, mein Geburtstag gut feiern, der Hochzeitstag ebenfalls.

Begonnen haben wir unseren Urlaub am Samstag mit der Fahrt in meine Heimat, wo wir es abends gleich mal haben krachen lassen in unserer Provinzdisco, zusammen mit vielen Bekannten und Freunden, legedär und wunderbar. Der erste Adventssonntag fiel entsprechend ruhig aus, aber die Zeit mit meinen Eltern und Kerzen und Weihnachtsplätzchen haben wir trotzdem genießen können. Der erste Dezember war MTM’s und mein Tag, zum zweiten Mal jährte sich unsere Vermählung und deshalb machten wir uns auf in die Stadt, in der unsere Liebe begann (und die ich sowieso wegen akuter Sehnsucht bei jedem Heimatbesuch aufsuche). Wir trafen kurz meine Unifreundin, bummelten durch die Läden und über die Weihnachtsmärkte und gingen am Abend superlecker essen im El Rodizio. Am Dienstag gönnten wir uns tagsüber wieder eine chillige Pause und guckten am Abend den Hobbit Teil zwei über Papa’s Beamer, um uns auf den dritten Teil vorzubereiten, der ja in ein paar Tagen im Kino erscheint. Mein Geburtstag, der dritte Dezember, war ein durchweg schöner Tag. Nach einem Frühstück mit meinen Eltern durfte ich schöne Geschenke auspacken und zum Mittagessen haben wir meine Eltern eingeladen, und zwar in das Restaurant, das wir zu Viert schon nach der standesamtlichen Trauung besuchten. Es war wieder erstklassig lecker, wir alle haben uns so an dem Geschmackserlebnis erfreut und sind sehr traurig, dass das Restaurant zum Ende des Jahres schließt. Es war ein gelungener Abschluss für uns. Danach verkosteten und shoppten wir noch im Eierlikörladen unseres Vertrauens und mussten dann schon wieder nach Hause, um die alljährliche Wintergrillparty vorzubereiten. Bei Feuer, Grillwurst und Glühwein hatte ich einen schönen (Tanz-)Abend mit meiner Famile und meinen Freunden, für den ich sehr dankbar bin. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen…

Heeme

Am Tag nach meinem Geburtstag, Donnerstag, reisten MTM und ich nach Papa’s weltbestem Linseneintopf wieder ab in Richtung Stuggi. Ein paar freie Tage wollten wir noch in unserer gemütlichen, weihnachtlichen Wohnung genießen und auf diversen Weihnachtsmärkten. So führte uns unser Weg am Freitag, nachdem ich den ganzen Vormittag im Nachthemd bei den „Gilmore Girls“ (mein Geburtstagsgeschenk von MTM, die komplette Serie, yeah!) und ein paar häuslichen Pflichten verbrachte und am Nachmittag mit MTM einkaufen war, zum Stuttgarter Weihnachtsmarkt. Erst gab es Flammlachs beim Finnen und dann mit unseren Freunden ein paar Glühwein und später dummerweise Tequila & Co. in einer Kneipe. Eigentlich wollte ich dann nach Hause, aber irgendwie haben MTM und ich uns (wie immer) von seinem Partyraketenkumpel zum Besuch eines Clubs überreden lassen. Getanzt hab ich noch bis halb drei, dann war aber wirklich Schluss. Zu viel Party für eine Woche, ich bin ja nun auch nicht mehr die Jüngste. ;) Der gestrige Nikolaustag war dann wieder eher ruhiger Natur, wir haben die Stiefel gecheckt, schön gekocht zum Mittag, sind am Abend noch über den Stadtteilweihnachtsmarkt geschlappt und haben dann MTM’s Nikolausgeschenk auf DVD angeguckt. Und heute hab ich einfach einen schönen, gemütlichen zweiten Advent genossen und nebenher ein bisschen Kuchen gebacken. Für morgen, da geht’s ja wieder auf Arbeit. Hach, leider.

Stuggi

To be free

Am Samstag hatten MTM und ich Großes vor. Dafür war es zunächst wichtig, so eklig früh wie unter der Woche auch aufzustehen. Uäh! Um sieben starteten wir unsere zweieinhalbstündige Fahrt an den wundervollen Bodensee; zu lange waren wir schon nicht mehr dort gewesen! Das Wetter war schön, die Straßen waren leer und irgendwie war es ein gutes Gefühl, schon so früh unterwegs zu sein und den Tag so richtig auszunutzen. Die Qualen des Aufstehens waren im Nu vergessen und wir freuten uns einfach nur noch auf das, was uns erwartete.

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Ich hatte MTM zum Geburtstag einen ganztägigen Segeltörn zum „Reinschnuppern“ geschenkt, weil er immer so viel davon redete, mal irgendwann einen Segelschein zu machen und mit mir herumzuschippern. Gemeinsam mit noch einem Pärchen und einem Skipper legten wir nach einer Einweisung mit einem schönen großen Segelboot (eine „Bavaria“, falls das irgendwem was sagt) ab.

Das Wetter war eigentlich perfekt, weil es zwar Wolken gab und somit nicht die ganze Zeit die Sonne auf uns runterbretterte, es aber nicht einmal regnete. Und so schipperten wir ca. 2 Stunden nach Österreich, jeder durfte mal mithelfen mit diesen Seilen da (in Segelsprache schon wieder vergessen) und auch lenken. Wir konnten ein wunderbares Panorama genießen und uns vom kalten Wind den Kopf freipusten passen.

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Nach der Mittagspause legten wir wieder ab und segelten 3 Stunden zurück. Ich durfte dann auch mal ran und bin „hart am Wind“ gesegelt, habe wohl ganz gut „angeluvt“ und „abgefallen“. Sehr witzig, vor allem als die Böe kam und das Boot dermaßen kippte, dass selbst der Skipper kurz mal bisschen erschrocken aussah… ;)

Segel

Es hat echt Spaß gemacht und MTM hat sein Geschenk so gut gefallen, dass er nun vollends vom Segelschein überzeugt ist. Nun nur noch 2 Wochen Urlaub und einige Euro opfern…
Nach insgesamt 7 Stunden waren wir wieder zurück und holten langsam wieder die Segel ein. Das Wetter war einfach nur noch traumhaft und die Sonne bescherte uns noch einige Pigmente auf der Nase.

Segel einholen

Der Tag endete mit einem leckeren Barbecue und Cocktails in der strahlenden Abendsonne am Hafen. Zum Abschied schauten wir uns nochmal die Boote an, von denen wir irgendwann mal eins chartern und alleine damit segeln. Bestimmt! :)

Hafen Kressbronn

1 Jahr älter und noch nicht weiser

Ich hatte am Dienstag einen schönen Geburtstag mit kleinen Abstrichen.

Da ich mit MTM in meiner Heimat war, konnten wir zusammen mit meinen Eltern schön frühstücken und Geburtstagstisch und -ständchen gab es auch. Dann musste mein Papa aufbrechen zur 3-wöchigen Kur. Das war alles bisschen anders geplant, jedoch kommt einem die Gesundheit eben manchmal in die Quere und so wurde diese Kur so kurzftistig notwendig. Ohne Papa war dann das Mittagessen in unserer heimatlichen Lieblingsgaststätte zwar trotzdem lecker, aber nicht dasselbe. Und die kleine Grillparty am Abend ohne unseren Grillmeister/Feuermacher war zwar trotzdem schön und gemütlich (MTM hat ihn würdig vertreten), aber auch nicht dasselbe. Zudem hatte ich den ganzen Abend Magenschmerzen, weiß der Geier warum. Nun, das waren die Abstriche. Den Besuch meiner Freunde und Familie sowie das Zusammensitzen am Feuer habe ich dennoch genossen und über die Geschenke habe ich mich natürlich auch gefreut. Ich werde demnächst SEHR viele heiße Bäder nehmen können, ohne mir Badezusatz kaufen zu müssen. :D

Gefreut habe ich mich auch über die vielen Glückwünsche, die mich auf allen möglichen Wegen erreichten, auch von meinen Blogfreunden. Danke!

Geburtstagstisch

Flitterende

Nun war sie also vorbei, unsere Flitterwoche. Die letzte Nacht war sehr kurz, wir wurden bereits morgens um 4:30 Uhr abgeholt und zum Flughafen gebracht. Zu der Zeit war in der Stadt die HÖLLE los, es war ja eine Nacht vom Samstag zum Sonntag. Die Straßen waren voller junger und offensichtlich absolut schmerzfreier Menschen, denn die waren bei Minusgraden so leicht bekleidet (Sandaletten, Miniröcke, Shirts, keine Jacken…), dass ich schon vom bloßen Anblick fast erfroren wäre. Mit ziemlicher Sicherheit kann ich behaupten, dass ca. 99% dieser Leute irgendwas zwischen angetüdelt und stinkbesoffen waren. Grölend tanzten sie um diese Uhrzeit noch umher und verursachten einen Partylärm sondergleichen. Ich bedauerte in dem Moment, dass wir erstens schon wieder auf der Heimreise und zweitens zu krank zum Feiern waren. Beim nächsten Mal mach ich da mit, aber mit Jacke und geschlossenem Schuhwerk. ;)

Die Heimreise gestaltete sich wegen des „Schneechaos“ schwierig. Erst kreisten wir 30 Minuten über Frankfurt, weil die Landebahn erst einmal geräumt werden musste, dann verspätete sich unser Zug um knapp eine Stunde und wir saßen da in der Kälte rum. Aber wir kamen glimpflich davon, es wurden an dem Tag ja noch ganze Flüge und Zugfahrten gestrichen und was weiß ich noch alles.

Zu Hause angekommen erwartete uns eine weihnachtlich dekorierte und saubere Wohnung. Wofür wir im Hochzeitsstress keine Zeit hatten, hatten meine Eltern für uns nach dem ganzen Trubel noch erledigt, bevor auch sie wieder ihre Heimreise antraten. Das war sowas von lieb und für uns auch wirklich eine große Erleichterung.

Den Abend verbrachten wir damit, Geld zu zählen Hochzeits- und Geburtstagsgeschenke auszupacken. Es gab so viele schöne Ideen, liebe Worte, Großzügigkeiten, dass wir diese Freude beim Auspacken und Bestaunen bis in die halbe Nacht hinein zelebrierten.

Hafen der Ehe

Unsere letzte Urlaubswoche nutzten wir dann hauptsächlich zur Erholung und Genesung. Eigentlich ärgerlich, wenn man im Urlaub nicht die Bäume ausreißen kann, die man ausreißen möchte (den Partybaum zum Beispiel).