Im Übrigen…

…begann heute um 11 Uhr 11 die fünfte Jahreszeit und ich sitze bisschen traurig hier rum im karnevalistischen Brachland.

…war meine Mutti jetzt anderthalb Wochen bei uns und hat sich rührend um unser Kind und unsere Bude gekümmert.

…waren MTM und ich mal wieder zu zweit aus und haben Paella und Flamenco beim Spanier genossen.

…hat mein Kind von einem Tag auf den anderen sein Verhalten geändert und zeigt starke Verlustängste.

…fällt es mir unglaublich schwer, das hinzunehmen und diverse, monatelang problemlose Abläufe anzupassen.

…tut es mir auch leid, dass meine Mutti deshalb die letzten Tage ihres Besuches wieder allein, ohne ihren Enkel, schlafen musste.

…mache ich mir zu viele Gedanken, die letztlich auch nichts bringen, sagt mein Mann.

…habe ich eine Sucht nach Ofenkäse entwickelt.

…hat es sich eingebürgert, dass ich jeden Sonntag in aller Herrgottsfrühe in Jogginghose und ungeschminkt zum Bäcker laufe und wir dann ein schönes Sonntagsführstück mit Ei und allem Zipp und Zapp zelebrieren.

…gibt’s an allen anderen Wochentagen Haferflocken mit Milch oder Joghurt.

…kann ich einen schnellen Gang zum Bäcker von meinem Mann nicht verlangen, bevor er sich geduscht und gestriegelt hat, der feine Pinkel. :D

…habe ich alle Weihnachts- und Dezembergeburtstagsgeschenke zusammen, abgesehen von ein paar Fotogeschenken!

 

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Zoo-Overload

Wir haben ja beide eine Jahreskarte für die Stuttgarter Wilhelma, mein Mann und ich. Er bekam das von mir zu Weihnachten und seine Karte hat er gemeinsam mit dem Kleinen schon so oft benutzt, die hat sich mehr als gelohnt. Er ist ja auch ein totaler Fan von Zoos, da kommt das Kind im Manne total raus bei ihm. Er hat auch seine helle Freude daran, seinem Sohn die ganzen Tiere und Attraktionen zu zeigen (immer und immer wieder ;D). Ich hatte für mich eine Partnerkarte gekauft, die ist etwas günstiger. Bis vorgestern war ich erst zwei Mal in diesem Jahr im Zoo, und die Dauerkarte lohnt sich erst ab dem dritten Besuch. Also nahm ich mir vor, am Montag, den 30.10. diesen Brückentag mit meinem Kind in der Wilhelma zu verbringen, während mein Mann auf Arbeit war. Nach sieben (!) Stunden Mutter-Sohn-Zoobesuch und dem Halloween-Abend im Zoo am Folgetag bin ich jetzt erst mal geheilt, das könnt ihr mir glauben! Meine Jahreskarte wurde nun vier Mal benutzt und somit habe ich 24 Euro Eintritt gespart, ich bin durch damit! ;)

Blog

Unser gemeinsamer Ausflugstag begann mit einem astreinen Wutanfall am Morgen, bei dem ich selber fast einen Anfall gekriegt hätte. Diese Wutanfälle kommen und gehen, ich kann und will meinem Kind eben auch nicht alles recht machen, also müssen wir da beide irgendwie durch. Meine Stimmung war getrübt, aber der Rucksack war schon gepackt und es gab nun auch kein Zurück mehr. Der Vormittag verlief dann auch etwas schleppend; der Kleine war müde (Zeitumstellung: Kind ist zu früh wach, geht aber abends zur normalen Zeit ins Bett – die Stunde Schlaf holt er nun immer mittags nach) und sicherlich auch kaputt vom Wüten, wollte auf den Spielplätzen nicht spielen und zeigte auch nicht die größte Begeisterung für das ganze Viechzeug. Er schlappte einfach nur mit mir mit oder saß im Wagen und guckte. Nun, ich habe wieder einmal gelernt, dass ein Kind nicht dazu gemacht ist, erwachsene Erwartungen zu erfüllen.
Als es eeendlich um 11 war, machten wir es uns im Nashornhaus gemütlich und packten unser Proviant zum Mittagessen aus. Ich erinnere mich an einen meiner Blogeinträge, als ich noch Studentin und sehr weit von einem Kinderwunsch entfernt war. Da hab ich mich gefragt, wieso Eltern bei einem Zoobesuch haufenweise Tupperzeugs mitschleppen und sich dann ins stinkende Giraffenhaus setzen um zu picknicken. Ich verstand nicht, wieso sie für den einen Ausflug nicht vor Ort was zum Essen kaufen können. Nun, ich finde das Giraffenhaus geruchstechnisch immer noch ekelhaft (deshalb waren wir ja im Nashornhaus ;D), aber ein Picknick mit liebevoll gepackten Tupperdöschen ziehe ich dem Kantinen-/Imbissbudenfraß nun auch vor. Außerdem haben wir an dem Tag außer fürs Parken keinen Cent ausgegeben, was ich erfreulich finde. Mein Sohn taute endlich auf, aß ganz brav und beobachtete fasziniert das große Nashorn. Es wurde dann Zeit für den Mittagsschlaf, ich packte das Kind ganz warm ein und legte ihn in den Buggy, wo er innerhalb weniger Minuten einschlief und erst nach über zwei Stunden wieder aufwachte. Mittlerweile war ich total durchgefroren, ich hatte die Zeit zunächst chillend und dann spazierend verbracht. Nun konnten wir endlich weitermachen, und nach dem Vesper auf einer Bank im Freien ging’s zum Schaubauernhof. Es ist wie es ist: Giraffen, Elefanten, Löwen…die können alle einpacken gegen das gute alte Hausschwein, die Kuh, den Esel, die Ziegen und die Hühner. Das Kind war begeistert!
Gegen 16 Uhr hatten wir dann jeden Winkel der Wilhelma abgelaufen, auf diversen Spielplätzen gespielt, sämtliche Eisschilder ausgiebig begutachtet. Den Abschluss machten die Pinguine, aber der Kleine fand zunächst erst einmal vor allem das Wasser bemerkenswert, wie bei JEDEM anderen Gehege auch. „Guck mal, ein Affe!“ – „Wasser!“ – „Ooooh die Elefanten!“ – „Wasser!“ – „Boah, guck hier, das ist aber ein riesiger Fisch!“ – „Wasser!“ Nee, ich hab jetzt nicht die Augen gerollt, da habt ihr euch verguckt… ;)

Was tun mit diesem Halloween?

Ich bin kein Fan von Halloween, geb ich zu, denn ich finde nicht dass wir hier wirklich einen Bezug dazu haben, in Deutschland. Das ist einfach so in Mode gekommen, immer mehr, wie Dirndl zum Stuttgarter Volksfest. Da bin ich einfach dagegen. Ich war mal in Dublin an einem 31.10., und in Irland hat das Ganze seinen Ursprung. Dort hab auch ich mich mitreißen lassen! Hier zu Hause hab ich für gewöhnlich weder Süßkram für klingelnde Kinder, noch mach ich denen die Tür auf. Halloweenpartys inklusive Verkleidung mach ich nicht mit (ein Mal schon, da war es aber eine Geburtstagsparty mit Motto) und gruselige Deko gibt’s hier schon gar nicht. Nun ist es aber so, dass seit fast 2 Jahren ein neuer Mitbewohner bei uns ist. Letztes Jahr war MTE noch ein Baby, da war meine größte Sorge, dass er vom Klingeln der Kinder wach wird. Dieses Jahr schnallt er schon viel mehr und ich befürchte, irgendwann komme ich auch um Kürbisfratzen, Deko, Verkleidungen und Klingeln nicht herum. Was alle Kinder erfreut, werde ich ihm nicht verwehren. In diesem Jahr konnten wir das ganze noch auf einen Eventbesuch beschränken. Wir waren nicht verkleidet, aber viele andere Kinder und Erwachsene, die gestern am späten Nachmittag den Stuttgarter Zoo namens „Wilhelma“ besuchten, der schön gruselig hergerichtet war und allerhand zu entdecken bot.

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Mein Kind kam aus dem Stauen nicht mehr heraus, aber er fürchtete sich auch ziemlich vor der ein oder anderen Fratze. Zum Glück vertraut er auf uns als gute Beschützer. :) Da er fast 3 Stunden Mittagsschlaf gemacht hatte, konnte er an diesem Abend ruhig später ins Bett und wir konnten uns Zeit lassen. Ein paar Tiere konnte man noch angucken, viele waren aber natürlich nicht mehr draußen. Es war sowieso viel zu dunkel und ganz halloweenlike spärlich beleuchtet, wir hatten schon Mühe, uns immer im Auge zu behalten. ;)

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Nach einem ausgiebigen Spaziergang guckten wir uns noch kurz einen Teil der Feuershow an, die die vielen vielen Besucher anlockte. Viel sehen konnte man nicht, und MTE war jetzt auch nicht so gefesselt davon. Also bekam er im Wilhelma-Restaurant Spätzle mit Soße zum Abendessen, spielte dann noch eine halbe Stunde in der Spielecke mit einigen anderen Kindern und willigte dann erfreulicherweise ein, den Heimweg anzutreten. ;)

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Zuhause hatte ich dann wie im Vorjahr die Sorge, dass ständig geklingelt wird und das Kind nicht pennen kann. Diese Sorgen sind meist unbegründet, weil er einen tiefen Schlaf hat. Trotzdem bestellten wir die Pizza für unseren gemütlichen Abend schon auf der Heimfahrt, damit wir sie noch vorm Schlafenlegen in Empfang nehmen konnten. Fälschlicherweise hielten wir das erste Klingeln für den Pizzaboten und plötzlich standen zwei Kinder vor uns. Unverkleidet und mit Alditüten in der Hand. Da tat es mir dann auch nicht leid, dass wir nichts Süßes im Haus hatten. Das zweite Klingeln war dann das Futter und das dritte ignorierten wir. Und der schlafende MTE auch. :)

Worte Worte Worte

Ich schreib eigentlich jeden Furz mit Datum auf, den der Kleine macht, aber was das Geplapper angeht, komme ich inzwischen gar nicht mehr hinterher. Seit ein paar Tagen sprudeln die Worte nur so aus dem Kind heraus, manche noch nicht so leicht verständlich (außer für uns natürlich), manche schon recht deutlich. Nun fängt er auch langsam mit „Zweiwortsätzen“ an (Mama Hann = Mama, gib mir deine Hand), worauf ich ja schon bisschen gewartet habe. Nun höre ich wahrscheinlich auch auf mit der Aufschreiberei, das nimmt jetzt echt überhand. :) Die Worte passen jetzt geraaaade noch so in einen Blogeintrag, so kann man auch mal schön sehen, wie sich der Kindermund so entwickelt.

10 Monate
Mamam (Essen), Mama, Baba (Papa), Ma (Schnuller, Nuckelflasche)

1 Jahr
Wawa (Wauwau), Dedi (Teddy), auwa auwa (alle alle)

1 Jahr & 2 Monate
Auwa auwa (heißt jetzt auch „hallo hallo“ = Telefon), Ba (Ball), Doodoo (Autos, LKWS), Muh (Kuh), Mmma (Oma) – außerdem sagt er „Schwein“ durch grunzen.

1 Jahr & 5 Monate
Nana (Banane), Nanana (Ente), Mu (Mund), Ado (Auto), waa (warm/heiß), Wa (Wasser), Ba (Baum), Bu (Bus), Mäh (Schaf, Ziege), A (auf, zu, an, ab, aus)

1 Jahr & 6 Monate
Niaaa (Miau), A i (Esel), auf, Eis, heiß, Ei, Awa (Apfel), baba (baden, Bad) – außerdem sagt er „Fisch“ indem er den Mund auf und zu macht

1 Jahr & 7 Monate
Miau, wauwau, krah krah (Krähe), Mi (Milch), Uh uh (Affe), Huhuh (Eule), Titi (Kikeriki), tata (tatü tata), brubru (brumm, Bär), Siih (Musik, singen), Ba (Bahn), a Pu (ein Pups), Bibi (Baby), dru (drücken), Ama (Oma), Mami, Ami (Omi), Apa (Opa)

1 Jahr & 8 Monate
Bra (Traktor), wamm (warm), Amm (Arm), Popo, Fafab (Pfeif ab! :D), Batta (Bagger), brumm, Momom (Mülleimer, Müllauto), bam (Tür zu), Eabea (Erdbeere, Blaubeere), Bobom (Kirche, Kirchenglocken), Kran

1 Jahr & 9 Monate
Wasser, och (kochen), Amna (Tomate, Banane), Miis (Müsli), fuisch (frisch), Tati (Kita), Do (Klo), Du (Stuhl), Puppi (Püppi), mainmain (male male), Huja (Julian = ein Kitakind), Ato (Aco = ein Kitakind), Nuss, Mussel (Muschel), Wuust (Wurst), Bone (Birne, Bohne), Hann (Hand), Fuis (Fuß), Biene, Hose, Bein, Hase, Baum, Auto, Bus, Moon (Mond), da anne (der/die/das Andere), hoch, Achua (Raupe), Haat (Herz), Daan (Stern), Suu (Schuh), Soso (Socke).

Was sich überhaupt  nicht geändert hat von Anfang an, ist „Ma“ für Schnuller. Wie er darauf kommt, ist mir schleierhaft. :D

Geschickt eingefädelt.

Ich gehe nicht nur genau zum richtigen Zeitpunkt wieder arbeiten, nein, ich lebe auch immer noch im Schwabenland und habe mir genau die richtigen Arbeitstage in meiner Teilzeittätigkeit ausgesucht! So komme ich in den Genuss von fast einer Woche Freizeit: Am gestrigen Freitag hatte ich regulär frei, da ich freitags nicht arbeite. Samstags und sonntags sowieso nicht, und montags hab ich auch immer regulär frei. Meine Arbeitstage erstrecken sich auf Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Dienstag ist der 500. Reformationstag, weshalb ganz Deutschland ausnahmsweise an diesem Tag einen Feiertag hat. Und in Baden-Württemberg ist Allerheiligen am 1.11. eben auch schon immer ein Feiertag, das heißt, wir haben mittwochs auch noch frei. Ich gehe also am Donnerstag erst wieder auf Arbeit, dafür aber, sehr strebsam, ausnahmsweise auch am Freitag. Ich habe ja gerade erst wieder angefangen und ganz schön zu tun, weshalb ich mir den Freitag nehme, um endlich mal auf einen grünen Zweig zu kommen. Das passt schon. In meinem zweiten Job als Mutter sind allerdings keine freien Tage vorgesehen, denn die Kita hat bis einschließlich 6.11.17 geschlossen. Am Montag geht mein Mann trotz Brückentag arbeiten und der Kleine und ich werden uns einen schönen Tag machen. Und damit meine Arbeit dann auch reibungslos trotz der Schließtage läuft, kommt meine Mutti schon wieder zu Besuch, und das dann für anderthalb Wochen! Das bedeutet für mich puren Luxus: Meinen Mutterjob übe ich nur noch sporadisch aus, weil meine Mutti sich um die vollumfassende Betreuung des kleinen MTE reißt. Ich kann in Ruhe in meinem Job abarbeiten, während mein Kind in besten Händen ist. Und ins Kino und ausgehen können mein Mann und ich dann nächstes Wochenende auch schon wieder. Wenn die Kita wieder geöffnet hat, kümmert sich meine Mutti ums Hinbringen und Abholen und wuselt dann auch noch in unserer Bude rum, sodass der diesjährige Weihnachtsputz zwar ganz schön früh stattfindet, aber nicht von mir verrichtet werden muss. Ich bin wirklich sehr gesegnet mit dieser Mutti und freue mich auf alles, was in den nächsten Tagen kommt.

Gestartet sind wir in diese kommende Zeit gestern Nachmittag mit einem Großeinkauf ohne Kind. Er war noch in der Kita und wir gönnten uns einen Einkauf mit Liste und Ruhe. Anstrengend war’s trotzdem, es waren viele Leute im Supermarkt, die wie wir mit diesem Einkauf eine Woche mit zwei Feiertagen überbrücken wollten. Nun ist es aber geschafft und wir können endlich mal wieder ausgiebig frisch kochen und somit dem ollen Kitaspeiseplan was entgegensetzen. Wir mussten einen Wochenplan aufstellen, um vernünftig einkaufen zu können, so richtige Wocheneinkäufe machen wir sonst nämlich nicht. Wir müssen ja auch wegen der Kita nur noch am Wochenende kochen. Und das ist er, unser Speiseplan:

Heute: Linsen mit Spätzle und Saitenwürschtle, dazu Pastinakengemüse.
Sonntag: Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl.
Montag: Tagsüber Picknick (Zucchini-Schinken-Pfannkuchen), abends baskischer Fischeintopf.
Dienstag: Eierfrikassee mit Kartoffeln.
Mittwoch: Hähnchengeschnetzeltes mit Reis und Mischgemüse.
Donnerstag: Nudeln mit Tomaten-Gemüsesoße.
Freitag: Pellkartoffeln und Quark.
Samstag: Schwäbischer Kartoffelsalat, Gurkensalat und Fleischküchle.

So, genug Zeit im Blog verplempert, ich muss mal in die Küche. ;)

Warte mal, wann war das noch gleich?

Ach, richtig, am Sonntag, den 1. Oktober! Mittlerweile 12 Tage her, aber trotzdem noch bloggenswert, finde ich. Wir haben an diesem Sonntag nämlich einen kleinen Ausflug gemacht, wirklich klein, denn erstmal sind wir den Vormittag chillig angegangen (der Mann war am Vorabend aus und ich hatte noch mit meiner Partynacht vom Freitag zu tun, so körperlich). Dann hab ich lecker gekocht zum Mittagessen und mich danach mit dem Kleinen zusammen hingelegt zum Mittagsschlaf. Seit er in der Kita ist, hab ich sehr doll das Bedürfnis, am Wochenende mit ihm zum Mittagsschlaf zu schmusen. Tut mir ja auch gut und er freut sich wie verrückt, wenn man sich mit ihm zusammen ins große Bett legt. Herzallerliebst. Na, jedenfalls hatten wir dann nur noch ein kleines Zeitfenster für einen Herbstausflug, denn das Kind schlief bis kurz nach 3. Dann gab es erstmal Vesper und eeendlich konnten wir bei schönstem Wetter los zum Rosensteinpark.

Dort gab es…nichts, außer dem herrlichen Herbsttag. Es war so sonnig und warm und trotzdem atmeten wir richtig frische Herbstluft und genossen die Bewegung. Der Kleine brauchte das alles sowieso für seine verstopfte Nase, auch wenn seine Erkältung uns oft zwang, ihn auf Schultern oder den Armen zu tragen. Trotzdem tollte er auch über die Wiese, sammelte Blumen, Blätter, Eicheln und Kastanien und schaute kleinen Mädchen hinterher. :D

Irgendwann hatte er aber genug, so dass wir auf einer Bank noch kurz ganz in Ruhe die Enten und Schwäne beobachteten und dann schon wieder den Heimweg antraten. Es war auch schon wieder Abendbrotzeit!

Wir alle schliefen an dem Abend ganz hervorragend, ganz bestimmt wegen der guten Luft (ja, auch in Stuggi gibt’s das ;)) und der herrlichen Sinneseindrücke. Ich erwähnte ja unlängst schon, wie sehr ich den Herbst liebe. Solche Tage bestätigen mich darin einfach.

Langes-Wochenende-Geplänkel

Seit Sonntag stehe ich wieder in Lohn und Brot, aber erst morgen, am Mittwoch, geht’s wirklich richtig los. Ich denk jetzt einfach nicht weiter drüber nach, bringt ja auch nix, was muss das muss. Immerhin habe ich die letzten Tage vor der großen Veränderung perfekt genutzt.

Äußerst unvernünftig war ich am Freitag, als ich mit meiner Freundin in der Stadt ausgegangen bin und irgendwie erst morgens halb 7 mit völlig schmerzenden, abgetanzten Füßen wieder zu Hause war. Empfangen wurde ich von meinem gerade aufgestandenen Kind, der Horror! :D Ich durfte ins Schlafzimmer mit Ohropax verschwinden und nach dem Aufwachen bis abends alleine in der Wohnung vor mich hin leiden, während meine Männer einen Tagesausflug machten. Dafür hat mein Mann echt einen Orden verdient!
Der Samstag stand also ganz im Zeichen meiner Regeneration und abends ging dann MTM mit seinen Kumpels aus und ich hütete das Kind. Er kam aber schon um 12 wieder heim, sehr vernünftig, keine Ahnung wie man so sein kann. ;)
Am wunderbar sonnigen Sonntag war dann Familienzeit angesagt. Ich hab was schönes gekocht (Bolognese Spezial mit viel Gemüse), hab dann 3 Stunden mit meinem kränkelnden Kind kuschelnd Mittagsschlaf gemacht, während MTM die Zeit für sich nutzte, und dann düsten wir nachmittags mal in einen tollen Park. Der Herbst war richtig golden und ich habe mit meiner neuen Kamera wunderschöne Fotos gemacht. Diese haben einen separaten Eintrag verdient.
Am gestrigen Montag hatte MTM frei. Wir brachten trotzdem unseren Sohn in die Kita, einerseits weil er jetzt am Anfang nicht so lange „raus“ sein soll, andererseits, weil wir gerne mal was zu zweit machen wollten. Und das haben wir: Wir waren in Esslingen, wo wir frühstückten, shoppten und die Zweisamkeit genossen. Dann waren wir noch Lebensmittel einkaufen (ja, auch das ist mal ein Erlebnis, zu zweit haben wir das nicht mehr gemacht, seit MTE auf der Welt ist) und zum Mittagessen in einem tollen Café, das ich MTM schon lange Mal zeigen wollte. Es war ein schöner Tag, und so konnten wir gestärkt den Nachmittag mit unserem gerade sehr sehr anstrengenden Kindchen angehen. :)

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Heute zum Feiertag gibt’s selbstgemachte Hühnernudelsuppe, um die Abwehrkräfte der Familie zu stärken. Ansonsten liegt nichts weiter an, wir bereiten uns seelisch und moralisch auf morgen vor: MTM bringt MTE zum ersten Mal alleine in die Kita, und auch zum ersten Mal schon um 7:30 Uhr. Und ich verlasse zum ersten Mal seit fast 2 Jahren wieder morgens um 6 das Haus, um auf Arbeit zu fahren. Tschacka!

Kastanienbewegung 2017/18

Ich habe keine Ahnung, wie lange ich schon bei der herrlichen Blogaktion „Kastanienbewegung“ mitmache, so ein fester Bestandteil ist sie in meinem Leben geworden. Mittlerweile machen nicht mehr nur Blogger mit, sondern auch ganz normale Leute! ;) Meine Mutti und mein Papa haben sich davon ebenfalls anstecken lassen und wenn Mutti das hier liest, wird sie spätestens auch wieder dran denken und eine Kastanie suchen.

In diesem Jahr war ich gar nicht selbst meines Kastanienglückes Schmied, sondern mein kleiner Wirbelwind. Fast neben unserem Wohnhaus steht eine riesige Kastanie, mitten im Außenbereich eines Restaurants. Man hört es dort zur Zeit nur scheppern und ich glaube, kein Mensch kann gerade ruhigen Gewissens unter diesem Baum etwas essen oder trinken. Der ganze Hof ist voller Kastanien und täglich sieht man dort während der Schließzeiten Kinder herumspringen und Kastanien sammeln. Wir haben diese Woche spontan vorbeigeschaut, als gerade eine Angestellte die Blätter und Kastanien zusammenkratzte, um Ordnung für die nächste Öffnungszeit zu schaffen. Sie hatte nichts gegen die Sammelaktion meines Kindes, das völlig außer Rand und Band war und vermutlich ohne Weiteres bis zum Folgetag hätte sammeln können. :D

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Irgendwann musste ich dem ein Ende setzen, unter Protest natürlich, wie bei ihm aktuell üblich. ;) Zu Hause horten wir jetzt alle Kastanien in einer Duplo-Kiste und ich hab mir heute eine kleine, süße Handschmeichlerin herausgesucht, die mich nun durch Herbst und Winter in meiner Jackentasche begleitet. ♥

Wer ganz genau wissen will, was sich hinter dieser Aktion verbirgt, klickt einfach oben auf den Link und liest sich rein. Wer schon längst Bescheid weiß und mitmachen will, schreibt am besten einen Eintrag und präsentiert damit stolz seine Handschmeichlerin für die Winterjackentasche! Einen Link zu dem Eintrag solltet ihr der lieben Theo zukommen lassen, am besten hier als Kommentar. Sie ist die Erfinderin dieser wunderbaren Bewegung und freut sich über jeden, der mitmacht!

Jetzt isser wohl endgültig angekommen

Das wird nun vermutlich der letzte Kita-Eintrag, zumindest was die Eingewöhnung angeht. ;) Denn, am gestrigen Mittwoch ist es erstmalig geschehen: Das Kind hat nicht geweint morgens, als ich gegangen bin. Er war ja schon gut eingewöhnt, machte alles super mit, weinte nicht mehr im Laufe des Tages, aber morgens, da hatte er schon noch ein bisschen Herzschmerz. Das scheint nun vorbei zu sein und es fühlt sich so gut an. Denn er hat eindeutig die Kita in seiner täglichen Routine akzeptiert, fühlt sich wohl, hat Spaß. Auch wenn es sehr schwer war, ist es gut, dass er anfangs so doll geweint hat. Es musste einfach auch raus, es musste verarbeitet werden, das muss man ihm (und mir) doch auch zugestehen. So hat er in gewisser Weise auch das Tempo mitbestimmt und im Endeffekt sind wir jetzt alle schlauer: Es wird alles gut, es braucht nur seine Zeit und die entsprechende Geduld dazu.
Gestern hat er schon noch ein bisschen das Gesicht verzogen und Anstalten gemacht, loszuweinen, ich denke auch ein bisschen aus Gewohnheit. Aber er hat es nicht getan, hat sich gleich ablenken lassen und einfach akzeptiert, dass er nun dort ohne mich ist.

Heute kam seine kleine Freundin, vor der er bis vor kurzem noch solche Angst hatte, um die Ecke, als ich ihm gerade die Hausschuhe anzog. Sie war gestern nicht da. Er sah sie und erstrahlte! Er freute sich so sie zu sehen, nahm sie an die Hand und lief davon. Ohne sich nach mir umzudrehen. „Tschüss“ und Küsschen und alles hab ich ihm hinterhergeworfen, aber das brachte heute wohl nur mir etwas. ;)

Schnipsel

Was man in wenigen Stunden kindfreier Zeit am Vormittag schafft, ist der Wahnsinn. Mir ging das schon bei 2,5-Stunden Kitazeit so, inzwischen sind wir bei 6 Stunden und ich drehe fast durch, weil ich plötzlich alles mögliche noch schaffen will und glaube, dass ich das mit der ganzen Zeit auch kann! Ich befürchte aber, ich übernehme mich mit meinen To-do-Listen.

Ach komm, was soll’s, hier ist meine lange Liste:
Steuererklärung (!!!)
Bude entrümpeln
Bude superdupergründlich putzen
Arbeitszimmer entrümpeln und putzen
Keller entrümpeln und putzen
Babykisten entrümpeln
Verkaufenswertes Zeug bei Ebay reinstellen
Restliches Zeug zum Sperrmüll oder in die Altkleidersammlung geben
Zahnarzttermin machen
Papierkram erledigen
Alten Papierkram ausmisten
Übergangsschuhe und Wintermantel shoppen
Zum Friseur gehen
Mit einer Freundin frühstücken
Geschenkeplanung Geburtstage/Weihnachten anfangen
Alleine in einem bestimmten Café sitzen und eine Weile lesen
Bloggen und Blogs lesen

Die Kita gefällt mir ganz gut. Die drei Erzieherinnen der Kleinen sind türkisch, italienisch und serbisch. Die anderen Erzieherinnen sind ebenfalls multikulti, natürlich auch deutsch. Der Umgang ist sehr liebevoll und den Kindern, die natürlich auch alle unterschiedliche Nationalitäten haben ist das ja eh so herrlich scheißegal.

Schräge Beobachtung in der Kita: Mutter parkt die Einfahrt zu, steigt augenrollend und im Pyjama (!) mit bröckeliger Schminke von gestern im Gesicht aus. Tochter steigt aus und hat ein sehr hässliches Tütü an (in solchen Momenten freu ich mich, einen Jungen zu haben) und quasselt irgendwas. Mutter rollt immer wieder mit den Augen. Mutter sagt zu der Erzieherin am Empfang: „Ey, heute hab ich frei, ich steig den ganzen Tag nicht aus dem Pyjama, ich hab so die Schnauze voll!“. Steigt wieder ins Auto, Kippe an und ab.

Schräges Gespräch mit unbekannter zweifacher Mutter auf dem Wochenmarkt. Ihre Aussage, die ich in keiner Weise forciert habe: „Ah, na dann werden unsere Kinder auch in der Schule nichts miteinander zu tun haben, haben ja alle ein ganz unterschiedliches Alter. Tja, man muss dann ja auch überlegen, ob man sie runter in die Ganztagsschule gibt und sie somit den ganzen Tag abschiebt, oder ob man sie hoch in die Vormittagsschule gibt und dann flexibel noch dazubucht, je nachdem wie man arbeiten möchte.“ Aha.

Internationales Kinderfest im Stadtteil nebenan. Mein Kind (1 Jahr und 8 Monate) wird auf dem Klettergerüst ohne Vorwarnung, ohne Grund, völlig bewusst und sehr doll gestoßen. So vorne gegen die Brust, mit beiden Händen. Von Timo, ca. 4 Jahre alt. MTM und ich total perplex und überrascht, trösten unser wie am Spieß brüllendes Kind, das sich total erschrocken hat und auch umgefallen ist. Mutter von Arschlochtimo: „Jetzt reicht’s, jetzt kommsch da runter.“ Arschlochtimo: „Nein!“. Ich ärgere mich, dass wir so überrumpelt waren, dass wir ihn nicht angeschnauzt haben, damit der mal von irgendeiner Seite’ne Ansage kriegt, dass man sowas nicht macht! Die Mutter steht wahrscheinlich heute noch an dem Gerüst und wartet dass er runterkommt. Wenn mein Kind sowas mal macht, ist Polen offen, echt.