Freestyle

Meine Mutti ist gestern hier angekommen und bleibt für ein paar Tage. Es ist einfach schön, sie hier zu haben, das findet natürlich auch ihr Enkelsohn. Er schläft wieder bei ihr, also im Reisebettchen in seinem Zimmer, sie daneben auf der Schlafcouch. In dem Reisebtt in seinem Zimmer macht er auch seinen Mittagsschlaf meistens. Nun überlegen wir, die Gelegenheit zu nutzen, und ihn nun auszuquartieren. Das heißt, wenn meine Mutti wieder weg ist, wollen wir ihn weiterhin abends in sein Zimmer legen und schauen, wie er es auffasst, dass er morgens allein ist. Nachts schläft er in den allermeisten Fällen durch. Sein richtiges Bett steht ja noch bei uns im Schlafzimmer, weil wir das schön finden. Deshalb fällt es uns auch schwer und wir hadern noch mit uns, ob wir das wirklich machen wollen. Wir sind einfach gerne zusammen, zu dritt, in der Nacht. Und es ist schön, wenn er morgens die Augen aufschlägt und ganz ruhig daliegt und uns beobachtet, bis wir auch die Augen aufmachen. Dann freut er sich und springt auf und will rüber zu uns ins Bett zum Kuscheln. Echt schön. Allerdings gehe ich ja bald wieder arbeiten und dann stehen MTM und ich um 5 auf, da wäre es sehr praktisch, wenn er nicht auch aufwacht vom Wecker und wir wenigstens noch ein paar Minuten haben. Aktuell wird er mal wach vom Wecker und mal nicht. Spätestens um 6, meistens eher halb 6, ist bei ihm eh die Nacht rum. Momentan ist aber eben noch Zeit zum Kuscheln und rumliegen da, ab Oktober muss er dann halt mit aufstehen. Nun, wie dem auch sei, wir werden es nun wohl mal probieren. Mit Babyfon auf dem Nachttisch und vielen Schritten, wenn doch mal was ist. Eigentlich will ich es nicht. Aber uneigentlich muss es wohl mal sein…

Gerade sind Mutti, MTM und der Kleine untewegs für ein paar Besorgungen. Die Gunst der Stunde nutze ich mal für einen schnellen Kaffee und diesen undurchdachten Blogeintrag, aber gleich muss ich wieder in die Küche, um das Mittagessen vorzubereiten. Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich über Muttis Besuch sehr freue? Gestern saßen wir lange auf dem Balkon mit unseren Weingläsern und haben geschwatzt. Heute wird das wahrscheinlich auch nicht anders werden. Wir werden abends essen gehen und es uns dann hier zu Hause gemütlich machen. Morgen ist dann ein großes Familientreffen angesagt, schon wieder verbunden mit einem Restaurantbesuch. Und am Montag und Dienstag hat MTM Urlaub, da hauen wir wieder ab, wie letztes Jahr. Das war damals unser erster kindfreier Ausflug mit Übernachtung, das erste Mal dass der Kleine eine Nacht nur mit seiner Oma verbracht hatte. Sie war auch damals extra deswegen angereist, um uns das zu ermöglichen. Diesmal ist es genauso. Wir fahren wieder nach Ulm, feiern uns die Ärsche ab, fallen ins Hotelbett und pennen richtig aus, denn Frühstück  haben wir extra nicht dazugebucht. Ich freu mich sehr auf die Zeit nur mit meinem Mann. ♥

Zack! Themawechsel. Ich brauche eine neue Digitalkamera. Ich hatte diesen Kaventsmann hier, den ich echt super fand. Leider ist das Ding nach 3,5 Jahren kaputt gegangen, ich hab aber durch eine Garantieverlängerung und den Verkauf des defekten Geräts bei Ebay fast die Kohle wieder drin, die ich damals ausgegeben habe. Nun hatte ich überlegt, mir nur ein neues Handy zuzulegen (ich brauche da auch eins, meins hat die Spider-App) mit einer superduper Kamera drin. Meistens fotografiere ich eh damit. Aber da es mir ehrlich gesagt auf den Sack geht, ständig das Handy vor dem Kind in der Hand zu haben und vor allem auch erst rumzutippen, bevor die Kamera aufgeht, hab ich mich nun umentschieden. Die Smartphones, die mir zu Zeit vorschweben, sind sowieso unverschämt teuer, da warte ichmal noch bis zu meinem Geburtstag im Dezember, bis dahin hab ich noch bisschen Geld dafür gespart (mache ich per PayPal, ich spare alles Geld was ich durch Ebay-Verkäufe kriege) und kriege auch noch Geburtstagsgeld, vermute ich mal. So, jedenfalls will ich dann jetzt erstmal eine Kamera. Die Handyfotos sind eben auch nie so gut, wie sie mit einer Kamera geworden wären, das ist einfach so. Und natürlich renne ich nicht den ganzen Tag mit der Digicam rum, klar, aber Schnappschüsse mit dem Handy sind ja auch okay. Besondere Begebenheiten fotografiere ich jedoch lieber richtig: Feiern, Ausflüge, Urlaube. Und die „12 von 12“ übrigens auch. :D
Kann mir denn nun jemand helfen? Nutzt noch jemand eine Digicam und kann mir ein Modell empfehlen? Ich fand an der Sony den krassen Zoom super, aber ganz so viel muss es trotzdem nicht sein. Ich will tolle, klare Fotos und vor allem auch vernünftige Aufnahmen in dunkleren Räumen oder abends. Das konnte die Sony ganz gut, aber auch noch nicht so richtig gut. Sie war mir, so im Nachhinein betrachtet, dann doch auch etwas zu klobig. Ich hätte es gerne handlicher.

So. Nun muss ich in die Küche, die Pflicht ruft, gleich sind meine Leute wieder da und wollen reinspachteln. :D

Tagespensum

Da ja unser Kind zwischen 5 und 6 Uhr erwacht jeden Morgen, beginnt unser Tag auch am Wochenende sehr früh. Gestern hatten wir einiges vor und sahen das als tagesfüllend an. Doch am Nachmittag wussten wir schon nicht mehr, was wir noch machen sollen bis zum Abendessen, und die Zeit verging echt sowas von gar nicht! Es klingt gemein, aber es ist halt bei uns wirklich so, dass wir den ruhigen Abendstunden auch ziemlich entgegenfiebern. Es ist schön, gemeinsam mit dem Kind die Welt zu entdecken und das Leben zu leben, aber es ist auch unheimlich anstrengend, den ganzen Tag parat zu stehen und aufmerksam zu sein und kreativ und behütend und tröstend und und und…
Während wir gestern dann aufm Spielplatz mal eine kleine Verschnaufpause hatten, weil der Kleine sich minutenlang und sehr konzentriert mit einem Stock beschäftigte, fassten wir mal unseren Tag zusammen und was wir alles schon gemacht und geschafft hatten und was noch kommt bis zum Schlafengehen. Wir konnten es kaum fassen, dass bei diesem Pensum immer noch Raum für „Wann ist es endlich abends?!“ war.

Frühstücken.
Kind waschen und anziehen.
Aufräumen.
Duschen und fertigmachen.
Kurz paar Kleinigkeiten einkaufen.
Mittagessen für uns alle als Picknick vorbereiten.
Nach Pforzheim fahren.
Autos angucken und probefahren und Beratungsgespräche führen.
Picknick am Straßenrand im offenen Kofferraum.
Zurück nach Stuggi fahren.
Beim Maultaschen-Werksverkauf einkaufen.
Nach Hause fahren, Maultaschen einfrieren, Kind wickeln und umziehen.
Kaffee und Kuchen beim Stadtteilfest nebenan.
Seeehr langsam ein Stück spazieren.
Auf dem Spielplatz abhängen: Schaukeln, rutschen, Klettern, im Sand spielen.
Nochmal seeeehr langsam ein Stück spazieren.
Am Aussichtspunkt mit Blick auf unseren Stadtteil abhängen und Traktoren beobachten.
Griechisches Abendessen in „unserer“ Sportgaststätte.
Wäsche aus dem Keller holen und einräumen.
Kind baden, bettfertig machen und schlafenlegen.
Aufräumen.
19:15 Uhr: Aufatmen!
Couch, Film, Bett.

Heute ist es natürlich wieder völlig anders. Nach einem schönen Frühstück in Familie trinke ich mal schnell meinen Kaffee allein am PC und die Zeit rast davon. Jetzt ist es schon gleich 10 Uhr und ich muss meinen Mann ablösen gehen… :)

Hotel Mama

Seit fast 2 Wochen bin ich nun schon mit Kind aber ohne Mann in meiner Heimat. Ursprünglich wollte ich am Montag, nach 10 Tagen, schon zurück fahren. Dann hab ich auf Dienstag verlängert und dann noch mal auf morgen, Donnerstag. Ich kann mich gerade ganz schlecht lösen, weil es wohl das letzte Mal ist, dass ich für längere Zeit allein mit dem Kleinen in meiner Heimat bin. Denn bald geht der „Ernst des Lebens“ (haha, als wäre die Elternzeit das nicht…) wieder los. Zum Glück ist mein Mann verständnisvoll und gewährte mir diese 4 Tage Aufschub noch, obwohl er natürlich seinen Sohn schmerzlichst vermisst.

Hier bei Mutti hatte ich nun fast zwei Wochen Urlaub, wenngleich dieser natürlich, wie immer, in Freizeitstress ausartete. Die letzten, verlängerten Tage hier habe ich nun genutzt, um mal bisschen runter zu kommen, mehr Schlaf zu kriegen und noch bisschen Zeit mit Mutti zu verbringen.

Und so sah mein Heimataufenthalt im Detail aus:

Getan
…Klassentreffen
…Steuererklärung meiner Mutti gemacht
…mit einer Freundin beim Griechen geschlemmt
…in unserem neuen Outletcenter eingekauft
…die Verwandtschaft im Erzgebirge nach Jahren mal wieder besucht
…mit einer Freundin auf der Terrasse bis nachts gequatscht
…einen Tag in Berlin mit meinem Kindchen bei meiner Cousine und ihrem Kindchen verbracht
…Hühnerabend auf der Terrasse abgehalten
…einer Freundin zugehört, die auch ihren Papa verloren hat
…21 Stunden wach gewesen wegen eines völlig durchgeknallten Junggesellinnenabschiedes in Berlin
…mit Kind meine Tante und ihren Labrador (Kind Angst vor Tier) und ihre 3 Katzen (Tiere Angst vor Kind) besucht
…zwei Mal mit Freundinnen und ihren Kindern gefrühstückt (Kind Angst vor Kindern, oh man!)
…dem Kind neue Sachen beigebracht (Wo ist das Zipfele? Wo ist der Piep? Wie macht der Fisch? Wie macht die Katze? Wie macht der Löwe?)
…geweint, weil ich so weit weg von „Heeme“ wohne

Nicht getan:
…geputzt
…gekocht
…TV geguckt
…gelesen
…unruhig geschlafen (Oma bei Kind, ich allein, geil!)

So, und da soll man nicht wehmütig werden, wenn man wieder zurück dorthin fährt, wo so eine unterstützende Familie und so viele Freunde nicht sind?

Schon bessere Ideen gehabt

Gestern hatten wir ja einen Feiertag (Fronleichnam), also war MTM zu Hause. Morgens sind wir wie immer mit den Hühnern aufgestanden, weil das Kind einfach gnadenlos ist, wenn es kurz nach 5 Uhr wach ist. :) Wir entschieden, vormittags was in Familie zu unternehmen und nachmittags getrennte Wege zu gehen, weil ich noch die Koffer für den Kleinen und mich packen musste. Da wir beide Dauerkarten für die Wilhelma, den Stuttgarter Zoo, haben und meine Karte erst ein einziges Mal zum Einsatz kam, schlug ich also einen Vormittag und ein Mittagessen im Zoo vor. Kack Idee. Es war sowas von heiß, die Sonne bretterte gnadenlos runter, es waren natürlich Unmengen von Zoobesuchern vor Ort (Feiertag plus Ferien in Stuttgart, Parkhaus halb 10 schon fast voll, kannste echt knicken) und das Kind war fast durchweg grätig weil müde, schwitzend, überfordert von den Menschen, was weiß ich. Je grätiger das Kind wurde, desto angepisster wurden auch wir. Als die Zeit endlich reif fürs Mittagessen war, ließen wir uns nieder und gönnten uns ein Kantinenessen für 30€. Wasser hatten wir auch vergessen, außer für den Kleinen, da mussten auch noch mal 5€ für zwei kleine Glasflaschen liegenbleiben. Was wir durch die Dauerkarten gespart hatten, haben wir so wieder zunichte gemacht. Als wir endlich im klimatisierten Auto saßen und das Kind fast sofort einschlief, resümierten wir den Vormittag, stellten fest dass wir keinen einzigen schönen Moment hatten (hab dann aber noch ein Bild gefunden worauf der Kleine sich freut, immerhin) und lernten für die Zukunft:

Keine Aktivitäten bei Hitze, außer rumliegen/baden/chillen.

Im Zoo nur noch picknicken mit mitgebrachtem Futter.

Für jeden eine Trinkflasche für unterwegs kaufen und immer befüllt mitnehmen.

Feiertage/Sonntage/Ferien sind einfach kacke im Ballungsraum, weil alle gängigen Anlaufpunkte für Unternehmungen überfüllt sind und wir Drei offenbar Menschen hassen. ;)

Ich war dann echt ein wenig traurig; so richtig hinnehmen konnte ich nicht, dass die Hälfte des Tages so wenig erinnernswert war. Als das Kindchen im Auto schlief, entschieden wir spontan, die Schlafenszeit für eine Fahrt nach „nebenan“ zu nutzen –  auf einen schönen Eisbecher im schönen Ludwigsburg. Und das war dann wieder eine der besseren Ideen. ;) Wir saßen in einem tollen Eiscafé im Schatten, blickten auf den Marktplatz, aßen köstliches Eis und hatten uns alle wieder lieb. So wurde unser „Angrillen 2017“ abends auf dem Balkon auch total schön – der Kleine futterte wie ein Scheunendrescher und uns schmeckte es ebenfalls ganz hervorragend. Das Packen hab ich dann so nebenher erledigt, damit der Kleine und ich heute Morgen schön früh starten konnten. Wohin? Na, schon wieder in meine Heimat, zu meiner Mutti und seiner Omi. ♥

 

 

Sturmfreies Wochenende

Am Freitag um 14 Uhr fuhren meine beiden Männer ab für ein Wochenende am Bodensee. Heute gegen 18 Uhr kommen sie zurück. Das waren dann 52 Stunden ohne Kind und Mann in meiner geliebten kleinen Wohnung. Das war Freiheit pur. Das war auch Glück pur. Ich bringe jetzt keine Rechtfertigung, kein „aber“ an. Dass ich mein Kind und auch meinen Mann liebe und gerne um mich habe, versteht sich von selbst. Genauso gerne nehme ich so eine Gelegenheit in Anspruch und genieße sie in den vollsten Zügen und vermisse in diesen vergleichsweise wenigen Stunden nichts und niemanden, solange ich weiß dass es allen gut geht damit.

Und ich so? Was ich gemacht habe? Nun, ich habe in meiner imaginären Liste alles abgehakt, was an diesem Wochenende anlag:

  1. Nichts tun, worauf ich keine Lust habe.
  2. Nicht das Haus verlassen.
  3. Mädelsabend mit einer Freundin.
  4. Statt selbst einzukaufen von Rewe beliefern lassen.
  5. Kalten Wein trinken.
  6. Leckere Sünden essen.
  7. Nackig aufm Balkon sonnen.
  8. Lesen, lesen, lesen.
  9. Bloggen, bloggen, bloggen.
  10. Beide SATC-Filme gucken.
  11. Maniküre und Pediküre
  12. Restkörperbeautyprogramm
  13. Spät ins Bett gehen und spät aufstehen.

So, das war’s. Alles erledigt. Ich bin unglaublich erholt und entspannt und glücklich, dass ich so einen lieben Mann habe und dass meine beiden auch so eine schöne Papa-Sohn-Zeit zusammen hatten. Mit Fotos wurde ich reichlich versorgt. Und auch wenn ich bisschen traurig bin, dass die absolut selbstbestimmte Zeit schon wieder vorüber ist, so freu ich mich auch sehr, mein Kind gleich abzuknutschen. Ja natürlich, meinen Mann auch. ;)

 

Ostsee – Tag 7

Unser letzter voller Tag war nun schon wieder angebrochen, am folgenen Tag, samstags, packten wir nur und gingen etwas zum Mittag essen und fuhren dann auch los. Der Freitag aber war noch mal so richtig urlaubig schön, vom Wetter her und von dem, was wir draus gemacht haben. MTM hat sich vormittags mit dem Kleinen zum Bimmelbahnfahren verdrückt und Mutti und ich gingen zu dem Rest der Familie an den Strand für anderthalb Stunden. Ich überwand mich sogar und ging ins 15 Grad kalte Wasser, mit Kopp untertauchen und allem! ;)

Zum Mittagessen und Mittagsschläfchen trafen MTM, Mutti, der Kleine und ich uns wieder oben in der Wohnung. Am Nachmittag kamen wir dann mit dem Kindchen zurück zum Strand, wo er ausgiebig buddelte, mit den Füßen badete, Sand aß usw.. Zwischendrin bekam er wieder so einen Rappel wie beim letzten Strandbesuch und brüllte alles zusammen. Echt, keine Ahnung. Die Beruhigungstaktik vom letzten Mal half auch wieder und als wir eine Weile aneinandergekuschelt dasaßen und das Meer beobachteten, war auch wieder gut und er fetzte fröhlich durch die Gegend, als wäre nichts gewesen. Ich war dann auch nochmal im eiskalten Meer, diesmal war es schon gar nicht mehr schlimm und ich spazierte rein, als würde ich das täglich machen. ;)

Abends gingen wir dann alle noch mal schön essen in unserem geliebten „Vielmeer“ und danach gingen MTM, MTE und ich schonmal vor, um den Kleinen ins Bett zu bringen, während die anderen noch ein bisschen das Freitagabendpartyleben am Hafen genossen. Dann trafen wir uns alle wieder bei uns und hatten einen feucht-fröhlichen Balkonabend zusammen – so muss ein Urlaubsabschluss aussehen! :)

Ostsee – Tag 5

31. Mai 2017. Es wäre Papas 60. Geburtstag gewesen. Wir wollten uns diesen besonderen Tag schön machen und fuhren, wie auch letztes Jahr zu seinem Geburtstag, nach Rövershagen in Karls Erlebnisdorf. Das hätte ihm gefallen!

Nach dem leckeren Mittagessen dort bummelten und shoppten Mutti und ich erstmal ausgiebig und MTM und MTE erkundeten alles, was innen spannend für Kinder war. Der Kleine machte ganz gut mit, er war ja dauerbeschäftigt, und das ist wirklich ein großer Vorteil, den sein Vater mitbringt: Geduld und Entdeckerfreude, auch mit 36 Jahren! :)

Später verschlug es uns nach draußen, dort hatten wir im letzten Jahr schon festgestellt, dass das richtig geil für den Kleinen wird, wenn er laufen kann und das alles auch mitkriegt. Und so war es auch.

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Wir streichelten Ziegen, er rannte von einer zur anderen wie von Sinnen und machte „ei“, bis er auf die Idee kam, an ihren Schwänzen zu ziehen. Ich konnte ihn gerade noch so vor einer Attacke einer angepissten Ziege retten! Wir fuhren auch mit der Traktorbahn und das Kind lenkte schön konzentriert das Gefährt. Wir hatten einfach alle einen schönen und entspannten Tag dort, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Als wir wieder in Kühlungsborn waren, liefen wir an der Strandpromenade entlang, um ein schönes Restaurant für das Abendessen zu finden.

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Es verschlug uns ins „Wolkenlos“, wo wir, ganz dem Anlass entsprechend, ein exzellentes Mal genießen konnten. Und was mich restlos überzeugte, war das Kindergericht für den Kleinen! In den meisten Gaststätten stellten wir selbst etwas zusammen (Kartoffeln mit Gemüse und/oder Fisch, Kartoffeln mit Quark, sowas halt), weil mir Pommes rot-weiß oder Spagetthi (Sauerei hoch 10!) einfach nicht recht waren. Hier aber bekam das Kind lila Kartoffelbrei, knackiges Gemüse und ganz zarte Hähnchenbrust – ganz frisch zubereitet. Er hat reingehauen wie Kroll’s Hund (sagt man bei uns so) und uns lief eigentlich auch allen ein bisschen das Wasser im Mund zusammen, so gut sah das aus. :)

Genau wie im letzten Jahr erwarteten wir noch meine Tante, meinen Onkel und meine Cousine, die die Hälfte unserer Urlaubswoche auch in jenem Appatementhaus und mit uns verbrachten. Sie kamen ins Restaurant und lösten uns direkt ab, um auch noch was zu essen. Mutti blieb mit dort und MTM und ich gingen mit dem Kleinen nach Hause, um ihn ins Bett zu bringen und auch noch ein bisschen die Zweisamkeit zu genießen. Der Abend wurde nämlich dann noch trubelig, als die ganze Familie zusammen in unserer Ferienwohnung hockte, die Männer quatschten und die Frauen kniffelten. Schön war es und genau richtig, um den Tag zu feiern, an dem vor 60 Jahren ein ganz wundervoller Mensch geboren wurde. ♥

 

 

Ostsee – Tag 4

Der Dienstag startete ungemütlich mit ordentlich Wind, Regen und Gewitter. Ich finde ja, dass sowas irgendwie auch zum Sommerurlaub dazugehört, mal einen Tag oder so. Das macht das Ganze bisschen kuschelig. :)

Wir entschieden morgens, in das Meerwasserbad gleich nebenan zu gehen. Wir waren zu Beginn die einzigen Gäste in einem wirklich sehr schönen, kleinen Hallenbad. Es kamen währen der Dauer unseres Aufenthaltes auch nur eine Handvoll Leute nach, das war schon ganz angenehm. Der Kleine jauchzte und zappelte auf meinem Arm, wie immer, wenn er ein Wasserbecken sieht. Wir plantschten zu dritt eine Stunde herum (MTE fand es besonders witzig, Salzwasser zu schlucken) und meine Mutti lag auf einer Liege am Beckenrand und beobachtete das Schauspiel. Sein Stullchen zum Mittagessen bekam das Kind dann auch noch dort, im Handtuch eingewickelt und schon ganz schön müde. Wir hatten es ja nicht weit und brachten ihn dann schnell in sein Bett für den Mittagsschlaf. Unterdessen aßen wir Pizza, die MTM besorgt hatte, und chillten in unserem Appartement. Bis der Kleine wieder wach war, war auch die Sonne dann wieder da und der Himmel strahlte in einem Blau, als hätte es das Unwetter von vor ein paar Stunden gar nicht gegeben!

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Wir zogen unser geplantes Vorhaben trotz etwas kühlerer Temperaturen durch: Wir gingen mit MTE und diesmal mit Badesachen an den Strand. Es war wirklich schön, den Kleinen so aufgeregt und entdeckerisch zu erleben, das ist ja wirklich entzückend bei so Knirpsen, die immer wieder neues erforschen und untersuchen und lernen. Er war natürlich auch wieder recht schmerzfrei, was das arschkalte Wasser anging. Wichtiger war es, dort Muscheln und allerhand anderes schleimiges Zeug rauszufischen. ;)

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Irgendwann hatte er scheinbar genug und fing unvermittelt an, bitterlich zu weinen. Das sind die Momente, in denen man echt nicht so richtig weiß, was man tun soll und was los ist. Die gibt es immer noch und die wird es geben, bis er endlich reden und sagen kann, wo der Schuh drückt. Vielleicht hat er gefroren, vielleicht war ihm alles auf einmal zu viel, vielleicht störte ihn plötzlich der Sand in der Buchse, wer weiß das schon?! Der Schnuller ist in solchen Momenten (leider) unser bester Freund und zusammen mit einkuscheln in ein Handtuch und auf meinem Schoss sitzen und meine Hände halten beruhigte der Kleine sich dann. Wir saßen eine Weile so da und schauten aufs Meer, das war eigentlich dann wieder ganz schön. MTM nahm MTE dann mit hoch in die Wohnung zum Duschen und umziehen und holte noch Räucherfisch fürs Abendbrot. Ich nutzte diese Stunde, um einfach im warmen Sand zu liegen und mir die frühe Abendsonne auf die noch bäckermützenbraune Haut scheinen zu lassen. Dazu das Meeresrauschen, das war einfach total schön.

Zum Abendessen blieben wir also zu Hause, statt in ein Restaurant zu gehen, das war uns nach diesem Bade- und Strandtag einfach am liebsten. Den Abend verbrachten wir Erwachsenen drinnen, weil es zu windig und kalt für den Balkon war. Diesmal kniffelten wir nicht, sondern spielten Name-Stadt-Land(-Fluss-Pflanze-Tier-Beruf) und im Anschluss Essen-Trinken-Küchenuntensilien(-Stars-Politiker-Kleidung). Die zweite Version hatte MTM angeregt, weil bei der ersten meine Mutti so oft so schnell fertig war (außer, wenn ihr kein Fluss einfiel), dass wir echt schon verzweifelten. Bei der zweiten war sie aber meistens auch so schnell und wir lachten uns den halben Abend ziemlich schlapp über diverse Ergebnisse (Stadt mit H? Natürlich Hessen!). Keine Glotze, kein Handy, kein Buch, kein Tablet, dafür Stift, Papier und Wein – das ist das Rezept für herrlich lustige Stunden! :D

 

Ostsee – Tag 3

Der Tag begann bewölkt, aber immerhin trocken. Wir entschieden morgens spontan, mit der Molli-Bahn (oder mit MTMs Worten: „Zügle“) zu fahren – diesmal mit Mutti und ihren Krücken im Schlepptau, Zug fahren kann man schließlich auch mit Gips. Das sollte MTEs erste Zugfahrt sein und sein Vater war deshalb besonders aufgeregt. MTE war leider, wie immer vormittags, ziemlich müde. So richtig viel Begeisterung zeigte er zunächst nicht, eher wäre er fast in meinem Arm eingenickt. Wir fuhren nur bis Bad Doberan und wieder zurück, ohne auszusteigen. Im Zug machten wir mit dem Kind ein Picknick zum Mittagessen und danach drehte es auch wieder bisschen auf und guckte mit seinem Papa alles genau an. Als wir dann wieder in Kühlungsborn aus dem „Zügle“ ausstiegen, dauerte es nicht lange und MTE schlief selig im Buggy. Wir Erwachsenen verbrachten diese Mittagspause mit belegten Brötchen auf einer Bank an der Strandpromenade und genossen die Sonnenstrahlen, die dann doch noch rauskamen. Wir gingen weiter in ein Eiscafé und pünktlich, als unsere Eisbecher kamen erwachte der Kleine und verlangte Kostproben.

Nachdem wir uns alle in der Wohnung frisch gemacht hatten, gingen wir ohne Mutti nochmal raus, und zwar ins „Vielmeer“, unsere liebste Lokalität vor Ort. Dort genossen MTM und ich ein leckeres Getränk im Strandkorb und unser Kind spielte im Sand. (Er blieb natürlich nicht so brav im Schatten sitzen die ganze Zeit und war dann wegen der vielen Sonnencreme regelrecht paniert. :D)

Zum Abendessen holten wir meine Mutti wieder ab und als wir danach den Kleinen im Bett hatten, brachen MTM und ich noch einmal auf.

Wieder ging es ins „Vielmeer“ für einen Abend zu zweit im Strandkorb. Der Erdbeer-Daiquiri dort macht süchtig, ich sag’s euch! Lange hielten wir nicht durch, wir waren einfach hundemüde. Zwar schlief der Kleine die ganze (!) Woche bei seiner Oma im Zimmer und wir hatten demnach absolut erholsame Nächte, doch wir kamen meistens eher spät ins Bett und die Nacht war trotzdem spätestens kurz nach 7 vorbei. Und da hatte meine Mutti die Kuschelei mit dem Kleinen schon ordentlich rausgezogen, er war halt auch im Urlaub meistens um 6 rum wach. Zum Glück hat sie das nicht gestört, im Gegenteil, sie bestand auf die Nächte und Morgen mit ihrem kleinen „Pupsi“. :)

Ostsee – Tag 2

Sonntag. Es herrschte ganz schöner Andrang; ich stand morgens beim Bäcker in einer ellenlangen Schlange und auch sonst waren die Straßen und die Strandpromenade voller Wochenendurlauber. Mein lieber Mann hat sich nach dem Frühstück mit dem Kleinen verdrückt, um die Gegend nach Spielplätzen zu erkunden. In der Zeit konnte Mutti bisschen Ordnung in die Bude nach ihrem Gusto bringen und lesen und ich legte zwei Beautystunden im Bad ein. Nach dem Mittagsschlaf des Kleinen zogen MTM, MTE und ich los. Meine Mutti war ja durch ihren Gips eingeschränkt, aber sie hatte nachmittags die pralle Sonne auf dem Balkon und hat das auch genossen.

Wir spazierten herum, gingen auf den Spielplatz und dann auch das erste Mal an den Strand. Der Kleine hatte ja letztes Jahr schon seine Babyfüßchen im Sand und im Wasser, aber daran wird er sich vermutlich nicht mehr erinnern. ;) Diesmal gab’s gar kein Halten mehr, er ist ja schon immer wie von Sinnen, wenn er nur SAND sieht, aber diesmal gab’s auch noch WASSER dazu! Die Kälte an den Füßen machte ihm nichts aus und wir hatten echt zu tun, ihn an der Hand zu behalten. Er hatte ja gar keine Badesachen an und sollte schon erstmal trocken bleiben, wir wollten doch nur mal gucken… Das Geschrei war natürlich riesengroß, als wir den Strand wieder verließen und ich finde es ja dann immer sehr geil, wie die Leute einen so richtig undezent anglotzen. Da fehlt manchmal nur noch das Kopfschütteln – entweder weil man sein Kind offenbar falsch behandelt ODER weil dieses Kind ein besonders ungezogenes Exemplar ist. Lächerlich. :D

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Nun gut, wir holten am frühen Abend dann meine Mutti ab, um gemeinsam zum Abendessen in die „Hafenkneipe“ zu gehen. Das Abendessen findet nun immer etwas früher statt, weil der Kleine dann halt Hunger hat (und wir auch, schließlich essen wir ja auch mit ihm um halb 12 zu Mittag) und damit er nicht zu spät ins Bett kommt. Im Urlaub kann es schon mal etwas später sein, war es auch eigentlich fast jeden Abend. Aber ich persönlich will ihn trotzdem zu einer noch vernünftigen Zeit im Bett haben, weil er eben auch müde ist und wir ja abends auch gerne unsere Ruhe haben, vor allem wenn die Tage mit ihm so anstrengend sind. Also, so grob haben wir unsere Essens- und Schlafenzeiten ganz gut eingehalten in der Urlaubszeit.

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Zurück zum Thema: Nach dem Abendessen waren wir noch mal kurz auf der Seebrücke und tankten etwas Abendsonne. Dann ging es ab in die Wohnung, ab ins Bett mit MTE und dann ab auf den Balkon zum Kniffeln im Sonnenuntergang. Wir Drei hatten echt Spaß und ich hatte eine Glückssträhne. ;)