Tja…

Nun ist es passiert, und das mir. Akute Blogunlust. Hätte ich nicht erwartet, nach der ganzen Zeit! Und es gäbe viel zu erzählen, hier ist einiges los bei uns! Und zusätzlich bin ich immer noch in der Sturm- und Drang-Phase – die ist es nämlich, die mich von all dem Kram hier abhält. Ich gehe ständig aus, ja, wirklich viel. Mein Mann zwischendrin auch mal, klar, wir ermöglichen uns das gegenseitig. Zu zweit hatten und haben wir auch immer mal was vor. Und natürlich zu dritt. Kurzer Abriss der letzten 3 Wochen:

Meine Mutti war zu Besuch, wir haben einiges mit ihr und dem Kleinen unternommen und auch zu zweit Party gemacht.

Familientag am 1. Mai.

Ich war allein mit Freundinnen ebenfalls noch zwei Mal feiern.

MTM und ich waren zu zweit beim letzten Heimspiel des VfB und danach noch auf dem Frühlingsfest.

Ich war gerade 4 Tage mit meinem Kind sowie zwei anderen Muttis und zwei Kleinkindern in einem Feriendorf, über Vater- und den halben Muttertag. MTM hat’s genossen, ich fand es auch schön. Aber auch sauanstrengend!

Den Muttertagsabend hab ich mit einer der o.g. Muttis im Restaurant verbracht, wir waren froh dass wir zu Hause abhauen konnten und unsere frechen Jungs kurz mal nicht mehr ertragen müssen. ;)

So, normalerweise geb ich mir mehr Mühe, untermale auch gerne mit Fotos. Aber nee, ich hab jetzt keine Zeit dafür. Ich hab noch bisschen was zu erledigen an Papierkram, 3 Maschinen Wäsche zu waschen, den Abend und den morgigen Arbeits- und Kitatag vorzubereiten… Und heute Abend geh ich wieder schwimmen, wie (fast) jeden Montag. Bin schon bei 60 Bahnen in 60 Minuten angelangt, danach kippe ich aber fast aus den Latschen. :D Also, liebe Leser, die ihr noch übriggeblieben seid: Gehabt euch wohl! Phasen kommen und gehen, ich werde bestimmt auch wieder gemütlicher irgendwann. Eure Einträge lagern solange in meinem E-Mail-Postfach, und ich lese sie bestimmt noch. Irgendwann. :)

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Vielerlei

Irgendwie ist das ganze Jahr durchgeplant, da findet man kaum mal ein Wochenende, an dem nichts anliegt. Und es kommt immer mehr dazu. Freundinnenwochenenden, Freundinnenbesuche in Stuttgart, Familiendates… Ich weiß nicht was los ist. Das war alles irgendwie nicht so als wir noch kinderlos waren. Komische Entwicklung, eigentlich kennt man das ja eher andersrum. Aber mir gefällt es so. Ich bin froh, dass von der alten Bellona noch viel übrig ist, denn man weiß ja vorher wirklich nie, wie man sich als Mutter so entwickelt. Ich hab mir das aber so schon auch vorgestellt. Es ist natürlich auch anstrengend, das Muttersein und das selbstbestimmte, abenteuerlustige Ich unter einen Hut zu bringen. Aber es macht mich trotzdem sehr zufrieden, ich mag beide Rollen meines bescheidenen Lebens.

Meine beständigsten Hobbies, das Lesen und das Bloggen, bleiben da allerdings gerade sehr auf der Strecke. Aber das ist auch nichts, was ich negativ sehe. Man muss Hobbies ja auch nach Lust und Laune machen. Ich hätte zwar am Donnerstag den 12.4. schon Lust gehabt, wieder 12 Fotos zu machen und zu bloggen, denn ich mache bei „12 von 12“ schon recht zuverlässig mit, aber nicht mal das bekam ich auf die Kette. Dabei war es so ein aufregender Tag! Die städtischen Kitas hatten ja gestreikt und eigentlich wollte ich (zähneknirschend) einen Tag mit Überstunden frei machen. Dann meldete mein Arbeitgeber aber per Rundmail, dass Kinder mit zur Arbeit kommen dürfen. Und ich hab das dann einfach mal probiert. Ich wusste echt nicht, was mich erwartet; schlussendlich war ich sehr überrascht. Es hat einfach wunderbar geklappt! Der Kleine war sehr lieb und hat sich beschäftigt mit allerhand Spielzeug von Kolleginnen (ich selbst hab auch eine kleine Spielecke in meinem Büro) oder mit Büromaterialien und war nicht mal heiß auf meinen PC, was schon an ein Wunder grenzt.

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Ich hatte am Vortag extra länger gearbeitet und die ganze Arbeit erledigt, die Konzentration erfordert, so musste ich am Donnerstag nur leichtes Zeug abarbeiten. Das funktionierte einwandfrei. Die Mittagspause verbrachten wir mit den ganzen Kollegen im Pausenraum, ich hatte für uns Pellkartoffeln mit Quark vorbereitet. Er ist Fremden gegenüber nicht besonders freundlich eingestellt, aber unter den ganzen Leuten um uns herum taute er auf, spielte mit einer Kollegin, machte Quatsch mit einem Kollegen und unterhielt uns alle ein bisschen. Nach dem Mittagessen fuhren wir dann wieder nach Hause, das Kind machte Mittagsschlaf im Auto und ich war fix und fertig, aber auch total happy.
Weiter ging der Tag mit einem Einkauf bei DM, „Vesperpicknick“ im Auto, bisschen spielen zu Hause. Dann übergab ich das Kind dem Ehemann und machte mich ausgehfein. Denn meine hier einzige richtig gute Freundin (auch Mutter eines kleinen Jungen und einfach genauso bekloppt wie ich es mag) und ich hatten von langer Hand einen After-Work-Ausgehabend geplant. Unsere Partyabende am Wochenende sind nicht häufig, weil wir beide immer so ausgebucht sind, aber sie sind meistens so lang und ausschweifend, dass wir das sowieso nicht öfter machen könnten. So als Mütter und in unserem Alter. ;) Nun fanden wir die Idee, einfach mal donnerstags auszugehen, total super. Erstens geht das öfter, weil man unter der Woche nicht so verplant ist. Zweitens haben wir beide freitags frei. Und drittens ist die Absturzgefahr nicht so groß wie am Wochenende. ;) Und ja, wir hatten wirklich einen tollen Frühlingsabend in der Stuttgarter Innenstadt und eine wunderbare, vernünftig kurze Partynacht in einem Club, den wir vorher nicht kannten und von dem wir absolut begeistert sind.

So, eine Sache noch: Der Frühling ist da, das Wetter ist schön, es ist warm aber nicht heiß, man ist viel öfter draußen. Und trotzdem ist mein Kind seit gestern SCHON WIEDER krank. Ich will gar nicht so arg zetern, weil wir wirklich immer gute, gesunde Wochen zwischen den Infekten haben. Aber es geht mir doch schon sehr sehr sehr auf den Geist. Er hat einen abartigen Husten und die Rotznase des Todes. Gott sei Dank bisher kein Fieber, aber dennoch musste er gestern vorzeitig aus der Kita geholt werden. Und so  muss man dann automatisch runterschrauben, Pläne und Termine sausen lassen, und abwarten, ob er schnell oder langsam wieder fit wird. Natürliche Beschneidung eines übervollen Terminkalenders. ;)

 

Tachchen! Na?!

Viele liebe Grüße aus der Versenkung. Ich kann gar nicht fassen, wie inaktiv ich gerade in der Blogosphäre bin, weil das nicht sooo typisch für mich ist. Es lag und liegt so viel an, Termine, Besuche, Arbeit, Leben. Die Lust am Ausgehen, Rausgehen, Erleben ist gerade zudem riesig. Ich komme mir manchmal fast ein bisschen vor, wie in einer klitzekleinen Midlifecrisis. War ich gerade noch hochzufrieden, wenn ich friedlich und gemütlich zu Hause ohne große Action sein könnte, bin ich aktuell am liebsten unterwegs. Wenn mein Mann jetzt noch mal ein Wochenende mit dem Kleinen wegfahren würde, wäre ich aber sicher nicht die ganze Zeit zu Hause und würde Netflix und meine Couch und die Ruhe genießen. Nee, gerade würde ich vermutlich das ganze Wochenende durch irgendwelche Clubs tingeln. Nun liegt aber so ein Wochenende gerade nicht an, dafür aber morgen ein Partnertag mit meinem Mann. Den Kleinen schieben wir zu seiner lieben Großtante ab, ganztags und auch über Nacht. Und wir verbringen Zeit miteinander (!), nicht nebeneinander. Und wir werden abends durch die Clubs tingeln. :D

 

 

Pustekuchen

Das Wort des Jahres, jetzt schon. Eigentlich fing es schon kurz vor Weihnachten an, dass dieses Wort öfter zur Sprache kam. Da fing es nämlich auch an mit den Kleinkindkrankheiten. Damals hatten wir schon Plätze im Kino für Star Wars reserviert, weil meine Mutti hier war und wir somit einen Babysitter hatten. Aber Pustekuchen. Den Film haben wir bis heute nicht zusammen anschauen können und jetzt wollten wir mal wieder einen Termin finden, in der Hoffnung dass der Film noch immer läuft. Jap, Pustekuchen. Müssen wir wohl auf die DVD warten. Und so läuft das jetzt schon eine Weile. Ich stehe total auf Pläne und werde ganz irre, wenn die durchkreuzt werden durch Unvorhersehbarkeiten. Die haste aber eigentlich ständig mit einem Kindchen, vor allem wenn es in die Bazillenhöhle (Kita) geht. Da haste auf Arbeit einiges zu tun und dir einen Wochenplan für die Erledigung der Aufgaben zurechtgelegt…Pustekuchen, Kita ruft an. Oder Kind bricht. Oder Kind hat Fieber. Oder sonstwas. Oder, auch geil: Am heiß herbeigesehnten freien Freitag soll die To-Do-Liste wieder ein bisschen reduziert werden. Pustekuchen, Mutter kotzt nun auch.

Gestern hab ich dann auch richtig gekotzt, im übertragenen Sinne, also abgekotzt. Denn der lang herbeigesehnte Ausgehabend mit meiner Freundin wurde durchkreuzt. Diesmal nicht vom Kind, aber von meinem Verdauungstrakt. Scheinbar ist da was noch nicht wieder ganz auf der Höhe, ich jedenfalls hätte nicht einfach mein Zuhause mit dem schönen, hauseigenen Klo verlassen können. Dann ging halt mein Mann mit ihrem Mann aus, ganz spontan, und wir blieben zu Hause bei unseren Kindern. Sehr frustrierend, wir hatten uns echt so gefreut. Und dann kam bei mir auch noch eine durchwachte Nacht hinzu. Sowas passiert nicht oft, aber wenn ich mal alleine zu Hause bin, dann passiert es grundsätzlich, da kannste einen drauf lassen. Also, Kindchen ab halb 11 glockenwach und sehr unleidlich. Ich musste meinen Couchabend und meine Fotobucharbeit abbrechen und mit ihm ins große Bett. Wo er halb 2 erst wieder einschlief, und um 6 wieder erwachte, mit einem leichten Krupphusten. Der Mann schlummerte friedlich und verkatert auf der Couch. Bis halb 8 konnte ich das Kind noch schmusend bei mir im Bett behalten, dann war Schluss und der Papa wurde geweckt. Aber hey, er hatte auf jeden Fall mehr Schlaf als ich, das war genug Schonung für meine Begriffe. Ich bin echt richtig angepisst, das darf ich aber ja wohl auch mal. Ich weiß ja trotzdem dass es eh nichts bringt und es natüüüürlich viel Schlimmeres gibt. Gibt es immer.

Heute Abend starten jene Freundin und ich einen neuen Versuch. Ich hab Augenringe des Todes und muss morgen um 11 geschniegelt und gestriegelt und fit sein fürs Familienessen, aber ich lass mir das heute nicht nehmen. Es sei denn, ich kriege heute noch einen spontanen Blinddarmdurchbruch oder so. Hab zwar keinen Blinddarm mehr, aber hey, das interessiert ja mein Karma gerade nicht. ;)

Was den Kleinen nicht umhaut…

…haut die Große um. Unglaublich.

MTE hat am Mittwoch morgens um 5 im Bett gebrochen. Nach kurzer Irritation seinerseits wollte er Milch trinken und war ganz gut drauf. Die Milch kam auch wieder raus, aber das war’s dann. Er blieb den Tag trotzdem zu Hause, aß nicht besonders gut (aber auch nicht nichts) und war sonst total fröhlich und fit. Am Donnerstag in der Kita hatte er dann ein Mal die Hose ganz arg voll, aber abgesehen von wenig Appetit war ihm sonst auch nichts anzumerken. Das war’s. Kein flotter Otto und kein Brechen mehr.

Dann war ich dran. Fragt nicht nach Sonnenschein. Von Donnerstagnacht um 3 bis Freitagmittag um 11 musste ich alles was so geht im Wechsel oder gerne auch zeitgleich, ca. im Viertelstundentakt. Ich hatte sooo einen Durst und konnte nichts bei mir behalten. Am Ende hab ich geheult und wollte nicht mehr leben. Kotzfrei, und damit wieder in der Lage zu trinken, war ich dann ab 11 Uhr, der Rest ging erst abends weg. Flach lag ich bis Samstagmittag noch.

Dann war MTM dran. Samstagabend, 3x brechen, schlapp und müde bis Sonntagabend. Das war’s.

Exakt so lief auch unsere letzte familiäre Noroinfektion, im Dezember 2016. MTE hatte sogar noch weniger auszustehen (zum Glück), MTM hatte 4x gebrochen und ich wollte nur noch sterben nach einer ganzen Nacht Toilettenpein.

Frauenfeindliches Arschgeigenvirus.


Gestern Nachmittag konnten wir dann alle 3 endlich mal wieder geschlossen vor die Tür, um das wundervolle Wetter zu genießen. Wir fuhren in den Höhenpark Killesberg in Stuttgart, doch so schön die Sonne auch schien, lange hielten wir es nicht aus. MTM war noch geschwächt und uns allen froren fast die Gliedmaßen ab. Ich finde Minus 2 Grad zwar nicht sooo kalt, aber der Wind war echt richtig eisig. Immerhin konnten wir ein paar Tiere angucken, ein bisschen auf dem Spielplatz spielen und rutschen, und immerhin wurden wir mal wieder gelüftet. Umso schöner war auch das Heimkommen in die vormittags von mir desinfizierte Bude wieder, und das Couchkuscheln zu dritt. ♥

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Muddi im Glück

Also unsere letzte Woche könnte man eigentlich getrost in die Tonne kloppen: Am Wochenende wurde das Kind krank. Ich behielt ihn dann am Montag (mein freier Tag) noch zu Hause, obwohl es ihm besser ging und das Fieber weg war. Da war ich dann schon 4 Tage am Stück mit ihm in der Bude, und leider zählt bei Krankheit ausschließlich Mama, sodass MTM und ich uns nicht mal abwechseln konnten. Dienstag war ich heilfroh, wieder auf Arbeit zu sein. Dann rief die Kita an… Er hing so in den Seilen, ließ keinen an sich ran und weinte viel, dass ich Überstunden nahm und ihn morgens um 10 schon wieder abholte. Husten und Schnupfen blieben und seine komische Stimmung auch, sodass ich die ganze Woche Überstunden abbummelte und mit dem Kind zu Hause blieb. Schlussendlich wurde ich dann am Donnerstag auch krank. Alter. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich mich am Freitag einfach nur noch „runtergewirtschaftet“ fühlte. Es ist eben auch was anderes (ergo: sehr sehr anstrengend), mit einem kranken Kind zu Hause zu sein, als z.B. in meiner Elternzeit fast durchgängig mit einem gesunden. MTE und ich hatten wirklich keine leichte Woche zusammen, weil er nicht gut drauf war und ich halt irgendwann auch nicht mehr.

Aber, wir lassen die Tage trotzdem so, wie sie waren, hauen sie nicht in die Tonne, behalten sie trotzdem in guter Erinnerung. Es gibt nämlich garantiert Schlimmeres. Und diese Zeit hatte trotzdem auch gute Seiten:

Am Montag, nachdem ich 4 Tage mit dem Kindchen zu Hause war, hatte ich abends einen totalen Budenkoller. MTM kam abends nach Hause und erkannte sofort, dass es wohl besser wäre, wenn ich mal das Haus verlasse. Ich äußerte die Idee, vielleicht einfach schwimmen zu gehen oder so, woraufhin mein Mann auf mich einredete, dass ich nicht weiter überlegen, sondern es einfach tun soll. Der Kleine war nicht mehr so anhänglich und akzeptierte mein Gehen, sodass ich überglücklich aus dem Haus stürmte und ins Schwimmbad fuhr. Erst bin ich 30 Minuten geschwommen, den Rest der Zeit habe ich mich in den heißen Eierkocher gelegt. :D Was für eine Wohltat!

Am gestrigen Freitag war es endlich so weit, und durch eine Woche kitafrei und gute Krankenpflege war der Kleine fit genug, um das lang herbeigesehnte Vorhaben mitzumachen: Er fuhr mit seinem Papa nach Rheinhessen zu seinem Patenonkel. Für ein ganzes Wochendende! Leute, ehrlich, das Glück hat einen Namen! Ich, die sich wie gesagt inzwischen total runtergewirtschaftet fühlte und auch noch krank geworden ist, bin ein ganzes Wochenende ALLEIN zu Hause! In den zwei Jahren meiner Mutterschaft ist das nunmehr das dritte Wochenende, und ich weiß, damit hab ich mehr als manch andere Mutter sich zu träumen wagt. Ich fordere sowas aber auch ein und habe Gott sei Dank einen Mann, der keinen Schmerz damit hat, Zeit allein mit seinem Sohn zu verbringen. Zudem hatte und hat mein Mann genauso freie Tage von uns, da wir immer mal wieder allein in meine Heimat zu meiner Mutti fahren.

Ich genieße diese Zeit so so so sehr, das kann sich kein Mensch vorstellen. Ich weiß, meinen Jungs geht es gut, ich werde regelmäßig informiert. Und nein, ich vermisse nichts und niemanden gerade.

2!

Am Sonntag, den 7. Januar 2018, war es genau zwei Jahre her, dass mein kleines Wurschtgewitter das Licht der Welt erblickte. Zum 1. Geburtstag war ich sehr emotional, das weiß ich noch. So schlimm war es diesmal nicht mehr, nur noch ein bisschen. ;) Im Vorfeld war ich relativ gestresst, bzw. hab ich mich selber unnötig gestresst. Denn letztlich war alles einfach wunderbar, so wie es war:

Am Freitag reisten meine Tante, mein Onkel und meine Mutti an, um übers Wochenende zu bleiben. Wir haben eine klitzekleine Wohnung, aber trotzdem fand jeder einen Platz zum Schlafen und auf die Füße getreten sind wir uns auch nicht. Der Kleine war total glücklich und ausgeglichen, weil einfach immer jemand da war, der sich intensiv mit ihm beschäftigt hat. Am Samstag kam dann auch noch meine Cousine aus Düsseldorf angereist und dann war das Kind völlig im Himmel. Das Vorbereiten des Geburtstages lief Hand in Hand super, denn es war immer jemand fürs Kind da und auch immer jemand, der helfen konnte beim Schnippeln, Aufbauen usw.. Außerdem hatte ich schon im Vorfeld Aufgaben verteilt: Für den geplanten Brunch am Sonntag hatten Tante und Mutti einiges mitgebracht (Klopse, Käsesuppe, Kartoffelsalat, Kuchen) und meine Cousine war für den Geburtstagskuchen verantwortlich. Ab 10:30 Uhr kamen alle anderen Gäste (10 an der Zahl, alles MTMs Verwandtschaft) und bis dahin hatten wir es hingekriegt, alle nacheinander ins Bad zu gehen und das Buffet herzurichten.

Der Kleine schlief am Vorabend extrem spät für seine Verhältnisse ein (erst 22 Uhr), trotzdem erwachte er pünktlich um 6 Uhr an seinem Geburtstag und stürmte sogleich das Wohnzimmer, um allen „Hajo“ (Hallo) zu sagen. :D Dort erwartete ihn sein Geburtstagstisch, der gleichzeitig unser Geschenk war, gemeinsam mit zwei Stühlen. Dazu gab es noch eine Spieluhr und sein eigenes kleines Fotoalbum mit Menschen, die ihm wichtig sind. Als er aber die Kinderküche mit Pizza im Ofen und Gemüse zum Schneiden erblickte, die seine Oma ihm schenkte, war alles vorbei. Das Kind spielte um sein Leben und alle anderen saßen verschlafen herum. :D

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Die große Gästeschar auf engem Raum nahm MTE erstaunlich gut an. Er war den ganzen Tag total entspannt, spielte mit fast jedem mal und genoss einfach, dass sich alle darum rissen. Als ich mich zum Mittagsschlaf mit ihm hinlegte, um ihm mal kurz eine Pause zu verschaffen, war er sehr empört, sackte aber direkt nach seinem Heulanfall zusammen und schlief tief und fest für eine Stunde. Dann konnte es weitergehen mit dem Spielen und Toben und „kochen“. :) Als meine Familie halb 3 die Segel strich, weil sie noch eine lange Fahrt vor sich hatten, kamen meine Emotionen hoch und ich steckte die anderen damit auch noch an. Wir lagen uns beim Abschied heulend in den Armen und ich war so traurig, dass sie schon wieder gehen mussten nach diesem schönen Wochenende. Ja, ist halt manchmal so, muss auch mal raus, der Unmut über die Entfernung…

Die anderen Gäste gingen dann gegen halb 5 und dann ließen wir erst einmal Ruhe einkehren, räumten ein bisschen auf, spielten mit unserem Geburtstagskind und aßen Abendbrot. Der Kleine wurde dann auch bisschen unausstehlich, wie das eben so ist, bei Mama und Papa kann man es rauslassen. ;) Er schlief aber schnell ein und tief und fest durch (ist nicht mehr so alltäglich bei uns seit geraumer Zeit), sodass wir uns auch noch zu zweit bei Sekt und Rumcola besinnen konnten. Was war das eine krasse Zeit für uns, vor zwei Jahren. Wie hat sich unser Leben verändert, in diesen zwei Jahren. Wie sehr lieben wir doch diesen neuen Menschen in unserer Mitte, seit zwei Jahren. ♥

Wir waren uns einig: Es war ein richtig toller 2. Geburtstag und wir sind rundum zufrieden damit. Und unsere Familien sind beide auf ihren Arten bisschen irre, aber beide auch toll. :)

Zweitausendachtzehn

So, da haben wir’s, das neue Jahr! Das alte ist abgeschlossen und was bleibt, sind Erinnerungen an schöne Momente, anstrengende Momente, traurige Momente. Letztere gab es zum Glück wenig. Was blieb am meisten hängen? Fast nur Gutes: Die ersten Schritte des Kleinen. Ein Ostseeurlaub. Ein Bodenseeurlaub. Der Kitastart. Meine Rückkehr ins Arbeitsleben. Der Beginn der Kleinkind-Trotzphase. Weihnachten und Silvester sowieso, war ja gerade erst. Und was ich immer schriftlich festhalte, weil ich es sonst vergesse: Meine jährliche Bücherliste. Ich hab mich gesteigert im Vergleich zum letzten Jahr, aber an die Lesemenge aus den kinderlosen Zeiten werde ich so schnell nicht mehr herankommen…

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MTM und ich haben den gestrigen abend zu zweit auf der Couch verbracht. Ich war frisch gebadet und bettfertig, falls das Kind erwachen würde (so wie in der Nacht zuvor), aber nichts dergleichen geschah. Meine Anspannung wich mit jedem Schluck Wein und so konnten wir den Abend bei Käsefondue, Silvester-TV-Zappen, Eierlikör/Wein/Bier/Rumcola und bequem in Jogginghosen genießen. :) Die Feuerwerke der Anderen in unserem Stadtteil erfreuten unsere Augen; selbst haben wir für soetwas kein Geld ausgegeben. Das Kind ließ sich vom Lärm nicht beirren und schlief tief und fest durch. Heute Morgen dann noch eine Freude: Er wachte zwar um 5:21 Uhr auf, kam zu uns ins Bett und trank seine Milch, aber dann schlief er wieder ein mit dem Kopf an unserem Fußende. Bis halb 9! Sowas ist wie ein Lottogewinn bei diesem frühen Vogel. ;)

Heute gab es Bratkartoffeln mit mariniertem Hering, diesmal nicht selbstgemacht sondern gekauft und nur gepimpt. Ich mache jetzt noch ein paar Jahresabschluss-/Jahresbeginn-Sachen (Fotos von 2017 sichern, Familienplaner ausfüllen) und fange so langsam an, den Geburtstag des Kleinen vorzubereiten. Erst nach dem 7.1. komme auch ich zur Neujahrsruhe, bis dahin ist der Kopf noch voller Erledigungen. ;) Die Jungs sind schwimmen, sodass hier genug Ruhe herrscht zum Abarbeiten.

Vorsätze habe ich auch ein paar kleinere:

  1. Nie wieder Bild-Online aufrufen! Das hab ich irgendwann angefangen in einem langweiligen Moment, und es entwickelte sich irgendwie zur Sucht. Dabei reg ich mich eigentlich nur auf über Rechtschreibfehler, dämliche Redewendungen, reißerische Titel… Also, Schluss damit.
  2. Mich lockerer machen, was das Kind angeht. Dazu gehört auch, weniger zu googlen.
  3. Die nahezu ungeänderte To-Do-Liste von Januar 2017 (!) mindestens bis Dezember 2018 erledigt haben. ;)

Also, ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet und es entwickelt sich so, wie ihr es euch wünscht. Bis bahaaaald!

 

 

Die Weihnachtsbaumrevolution, die keine war.

Pläne sind dazu da, verworfen zu werden. Wenn nicht von einem selbst, dann auf jeden Fall vom Kind! ;) Ich hatte mir ja vorgenommen, dieses Jahr ganz anders unseren Weihanchtsbaum zu schmücken, bezeichnete das sogar als „Revolution“, zumindest in meinem bescheidenen, ordentlichen, schlichten Leben. ;) Ich wollte einen ganz kunterbunten, kinderaugenleuchtendmachenden Baum haben, mit total lustigen, kitschigen Kugeln in Form von Eistüten, Bratwürsten, Katzen und sowas. Und dazu sollten noch runde türkise und lila Kugeln kommen. Leider hat das gar nicht geklappt, denn ich schaffte es nur, ein paar Figuren (Gurke, Auto, Flugzeug, Feuerwehr, Walnuss, Erdbeertorte, Pilz, Apfel, Orange, Champagnerflasche, VfB-Trikots… ;D) zu besorgen, dann wurde das Kind krank und klebte so an mir, dass ich an die Wohnung gefesselt war und einfach nichts mehr besorgen konnte. Also blieb unser Baum eher schlicht und weiß, mit ein paar kleinen Highlights:

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Die Kinderaugen leuchteten trotzdem und der Kleine findet bis heute noch total interessant, was da so alles am Baum hängt. Nun gut, dann sammle ich nun eben im Laufe der Zeit kitschige Kugeln, bis wir irgendwann einen superbunten Baum haben. ;)

Unser Weihnachten war trotz der Mundfäule, die das Kind heimgesucht hatte, wirklich schön. Es trat zum 24.12. endlich eine wirkliche Besserung bei dem Kleinen ein und er aß erstmalig seit Tagen wieder etwas zum Abendessen. Ich war nun ziemlich erkältet, aber das zählt ja nicht wirklich und der Verlauf des Tages war dadurch nicht beeinträchtigt. Den ganzen Tag war der Kleine mit seinem Papa bei der Verwandtschaft, und als er nachmittags nach Hause kam, war das Christkind schon da, hatte den Baum geschmückt und die Geschenke hingelegt. Der Geschenkewahnsinn ist auf dem Bild wohl gut zu erkennen… Einiges davon war auch für die Großen, aber dem Kleinen hat halt auch jeder was schenken wollen. Alles total schöne, wirklich nicht übertriebene Spielsachen. Aber es war einfach viel zu viel. Irgendwann, mitten im Auspacken, stand er auf, nahm seine Oma an der Hand und ging mit ihr in sein Zimmer zum Spielen. Mit seinem alten Spielzeug. Ich glaube, das sagt alles. ;)

Nach dem Abendessen (Käsesuppe, Kartoffelsalat, Wiener) durfte das Kind dann mit seinen neuen Bade-Eimerchen (das billigste Geschenk und eigentlich das absolute Highlight) in die Wanne; währenddessen wurde die Bude von Geschenkpapier befreit und aufgeräumt. Das Kind musste nur noch ins Bettchen, dann konnte endlich die erwachsene Gemütlichkeit losgehen. Wir haben es uns wirklich schön gemacht, MTM, meine Mutti und ich.

Die restlichen Feiertage gingen auch gut über die Bühne bei der Verwandschaft und dem Kind ging es auch von Tag zu Tag besser. So konnte ich dann auch zwischen den Jahren arbeiten gehen, ich hatte ja durch die Woche „kindkrank“ einiges nachzuarbeiten. Außerdem war es für mich die pure Freude, nach der intensiven Klammerzeit des Kleinen endlich mal wieder was anderes als Mutter zu sein.

Nach den zwei Arbeitstagen folgten das große Geschenke-Wegräumen und Umräumen im Kinderzimmer, gestern ein ganzer Familientag zu dritt im Zoo und nun haben wir schon Silvester heute und ich bin nicht ganz so entspannt, muss ich zugeben. Wir bleiben zu Hause mit einer Packung Käsefondue und freuen uns auch drauf, aber nachdem die letzte Nacht plötzlich total doof war und das Kind uns stundenlang wach hielt, hab ich schon wieder Sorge, was das heute mit der Knallerei dann noch werden soll. Außerdem wollte ich noch ein paar Sachen im alten Jahr abschließen (ja, so ticke ich halt), bin aber nun total müde und demotiviert. Mal schauen, was ich heute noch auf die Kette kriege.

Eine Sache ist nun immerhin abgehakt: Mein Weihnachtseintrag und zeitgleich der letzte Eintrag im alten Jahr, mit dem ich euch allen einen guten Rutsch und alles Gute fürs Jahr 2018 wünschen möchte! Macht es euch schön, nicht nur heute, sondern immer! :)

Welche Kinderkrankheit ist das größte Arschloch?

Also, bei mir steht da Mundfäule ganz hoch im Kurs. Es gibt so Krankheiten, die hielt ich als kinderlose Frau für entweder hochgefährlich und ausgerottet oder ich kannte sie gar nicht. Scharlach zum Beispiel. Oder Mundfäule. Ich meine, welcher normale Mensch beschäftigt sich schon mit so einem abartigen Wort?! Nun, Mütter.

Mein Söhnchen war am Montagmorgen mit mir bei der U7, da war noch alles gut, abgesehen von dem aufsehenerregenden Gebrüll, das das Kind an den Tag legte. Man hat mir versichert, dass es noch schlimmere Kinder gibt, aber im U-Heft steht nun als Auffälligkeit: „Durchgängige Abwehr bei der Untersuchung.“ Jo.
Am Abend hat der Kleine dann plötzlich beim Essen „Aua“ gesagt, auf den Mund gezeigt und geweint und alles verweigert, was wir ihm anboten. Auch die geilen Sachen, die er liebt. Die Nacht war zum Kotzen. Er war total unruhig und schlief erst um 22 Uhr ein, wachte dann aber stündlich auf und teilweise schrie er dann auch noch minutenlang. Ich bemerkte dann auch einige Bläschen auf den Innenseiten der Lippen. Ein paar Stunden Schlaf bekamen wir alle dann trotzdem zusammen im großen Ehebett und am Morgen rief ich auf Arbeit an und meldete mich erstmalig „kindkrank“. Zum Kinderarzt sollten wir vormittags kommen und bis dahin verhielt sich das Kind fit und fröhlich, aß auch Haferflocken mit Joghurt und ich fragte mich schon, ob das alles doch gar nichts war. Der Arzt erklärte mir dann (unter tosendem Geschrei natürlich wieder), dass das Kind tatsächlich „Aphten“ im Mund habe und er auf eine Herpes-Erstinfektion tippt. Er bereitete mich vor, was noch kommen würde: Hohes Fieber, offene Stellen im Mund, Mundfäule, starke Schmerzen. Tja, und er sollte Recht behalten.

Seitdem geht’s eigentlich nur noch bergab. Erst kam tatsächlich 2 Tage lang hohes Fieber und das Essen wurde schwieriger, aber gewisse Sachen gingen noch (Joghurt, Milch, Banane usw.). Inzwischen ist das Fieber weg und die gestrige Nacht war auch die erste, in der der Kleine wieder zwar unruhig, aber durchgängig in seinem Bett schlief. Vorher schlief er dort zwar völlig erschöpft recht früh abends ein, aber schreckte dann irgendwann so hoch dass er zu uns ins Bett kommen musste. Nun ist es aber so, dass die Nahrungsverweigerung stärker in den Vordergrund rückt. Der Mund scheint stark zu schmerzen, das Kind sabbert wie ein Wasserfall und will nichts außer dem Schnuller im Mund haben. Manchmal gibt’s kleine Hochs, zum Frühstück gestern zum Beispiel aß er bisschen was und trank auch. Seine Milchflasche morgens im Bett trinkt er auch immer aus (90ml H-Milch, 170ml Wasser). Aber ansonsten verweigert er alles und heult nur, wenn es an den Esstisch geht. Seit das Fieber runter ist, trinkt er auch so gut wie nichts mehr, ich gehe hier fast ein vor Sorge. Nachdem er dann heute Nachmittag fast 24 Stunden nichts gegessen und (abgesehen von der Flasche morgens) nichts getrunken hatte, hab ich ihn nach einem Schmerzmittelzäpfchen (das ist auch immer sehr dramatisch) zwingen müssen, ein paar Schluck Wasser zu nehmen. Und einen Schluck Milch mit Honig. Den fand er dann doch attraktiv, so dass er Gott sei Dank das ganze Glas austrank, noch ein zweites verlangte und davon noch bisschen was trank. Dann sagte er „ja“ zu einer Viertel Banane und auch zu einer kleinen Schale Kartoffelsuppe mit Wurst und Blumenkohl. Ich war so erleichtert vorhin! Seitdem will er wieder nix mehr von irgendwas zu Essen oder Trinken wissen, das wird vermutlich auch so bleiben bis morgen, davon kann ich nun ausgehen. Aber immerhin ist er nun erst einmal bisschen gestärkt und auch nicht mehr so schwach auf den Beinen. Ich hatte schon überlegt, wegen des Flüssigkeitshaushaltes ins Krankenhaus zu fahren.

So, die Weihnachtsstimmung ist erstmal dahin hier. Meine Mutti ist da und MTM hat seit gestern auch frei, aber ich bin trotzdem zu Hause, weil das Kind an mir klebt. Er tut mir so leid, aber ich mir ehrlich gesagt auch ein bisschen. Ich bin seit 3 Tagen ungeschminkt und kann froh sein, dass er mal 10 Minuten mit seiner Oma spielt und ich duschen gehen kann. Meine Mutti wäscht seit ihrem Eintreffen permanent Wäsche (Bettlaken, vollgesabberte Pullis, vollgesabberte Spucktücher, vollgesabberte Erwachsenenklamotten…) und hat heute die Bude geputzt um uns herum. MTM hat die letzten Besorgungen gemacht. Jeden Abend wünsche ich mir die weihnachtliche Stimmung wieder herbei, die ich bisher hatte, aber doch bin ich jeden Abend völlig unentspannt, weil ich weiß dass ich gleich wieder ans Bettchen werde gehen müssen und weil ich mir solche Sorgen mache, weil das Kind so wenig trinkt und solche Schmerzen  hat. Und nein, das Gröbste scheint nicht überstanden zu sein. Das dauert wohl eine ganze Weile, bis es wieder gut im Mund ist und unser Sohn belehrt uns auch jeden Tag eines Besseren, wenn wir es mal gewagt haben, Hoffnung zu haben. Morgens ist er nämlich meistens ganz gut drauf, aber bisher ging es immer wieder bergab im Laufe des Tages.

Mundfäule, ey. Arschloch.