Schnipsel

Was man in wenigen Stunden kindfreier Zeit am Vormittag schafft, ist der Wahnsinn. Mir ging das schon bei 2,5-Stunden Kitazeit so, inzwischen sind wir bei 6 Stunden und ich drehe fast durch, weil ich plötzlich alles mögliche noch schaffen will und glaube, dass ich das mit der ganzen Zeit auch kann! Ich befürchte aber, ich übernehme mich mit meinen To-do-Listen.

Ach komm, was soll’s, hier ist meine lange Liste:
Steuererklärung (!!!)
Bude entrümpeln
Bude superdupergründlich putzen
Arbeitszimmer entrümpeln und putzen
Keller entrümpeln und putzen
Babykisten entrümpeln
Verkaufenswertes Zeug bei Ebay reinstellen
Restliches Zeug zum Sperrmüll oder in die Altkleidersammlung geben
Zahnarzttermin machen
Papierkram erledigen
Alten Papierkram ausmisten
Übergangsschuhe und Wintermantel shoppen
Zum Friseur gehen
Mit einer Freundin frühstücken
Geschenkeplanung Geburtstage/Weihnachten anfangen
Alleine in einem bestimmten Café sitzen und eine Weile lesen
Bloggen und Blogs lesen

Die Kita gefällt mir ganz gut. Die drei Erzieherinnen der Kleinen sind türkisch, italienisch und serbisch. Die anderen Erzieherinnen sind ebenfalls multikulti, natürlich auch deutsch. Der Umgang ist sehr liebevoll und den Kindern, die natürlich auch alle unterschiedliche Nationalitäten haben ist das ja eh so herrlich scheißegal.

Schräge Beobachtung in der Kita: Mutter parkt die Einfahrt zu, steigt augenrollend und im Pyjama (!) mit bröckeliger Schminke von gestern im Gesicht aus. Tochter steigt aus und hat ein sehr hässliches Tütü an (in solchen Momenten freu ich mich, einen Jungen zu haben) und quasselt irgendwas. Mutter rollt immer wieder mit den Augen. Mutter sagt zu der Erzieherin am Empfang: „Ey, heute hab ich frei, ich steig den ganzen Tag nicht aus dem Pyjama, ich hab so die Schnauze voll!“. Steigt wieder ins Auto, Kippe an und ab.

Schräges Gespräch mit unbekannter zweifacher Mutter auf dem Wochenmarkt. Ihre Aussage, die ich in keiner Weise forciert habe: „Ah, na dann werden unsere Kinder auch in der Schule nichts miteinander zu tun haben, haben ja alle ein ganz unterschiedliches Alter. Tja, man muss dann ja auch überlegen, ob man sie runter in die Ganztagsschule gibt und sie somit den ganzen Tag abschiebt, oder ob man sie hoch in die Vormittagsschule gibt und dann flexibel noch dazubucht, je nachdem wie man arbeiten möchte.“ Aha.

Internationales Kinderfest im Stadtteil nebenan. Mein Kind (1 Jahr und 8 Monate) wird auf dem Klettergerüst ohne Vorwarnung, ohne Grund, völlig bewusst und sehr doll gestoßen. So vorne gegen die Brust, mit beiden Händen. Von Timo, ca. 4 Jahre alt. MTM und ich total perplex und überrascht, trösten unser wie am Spieß brüllendes Kind, das sich total erschrocken hat und auch umgefallen ist. Mutter von Arschlochtimo: „Jetzt reicht’s, jetzt kommsch da runter.“ Arschlochtimo: „Nein!“. Ich ärgere mich, dass wir so überrumpelt waren, dass wir ihn nicht angeschnauzt haben, damit der mal von irgendeiner Seite’ne Ansage kriegt, dass man sowas nicht macht! Die Mutter steht wahrscheinlich heute noch an dem Gerüst und wartet dass er runterkommt. Wenn mein Kind sowas mal macht, ist Polen offen, echt.

 

 

 

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Kita-Story, lang

Mittwoch, 10:45 Uhr, und ich sitze hier am PC mit einem Kaffee. Allein. Was sagt uns das? Richtig, mein Söhnchen ist in der Kita und ich habe genug Zeit für ein paar Worte. Es sieht ganz so aus, dass die Eingewöhnung morgen abgeschlossen sein wird, also nach 3 Wochen. Nach den ersten 3 Tagen, an denen ich mit dem Kleinen zusammen immer für so 1-2 Stunden in der Kita war und alles einfach super lief, begann das Drama. In der ersten Trennungsstunde akzeptierte er mein Gehen ohne zu weinen. Nach 10 Minuten fiel er bisschen unglücklich hin und brüllte bitterlich los. Er ließ sich Gott sei Dank beruhigen von seiner Bezugserzieherin, aber dann umarmte das einzige Mädchen in  der Gruppe ihn zu heftig und beide fielen mit einem Knall um. Da war es vorbei. Mein Kind ließ sich nicht mehr anrühren, schrie, beruhigte sich nicht und brauchte seinen Schnuller. Später weinte er dann noch einmal einfach so auf dem Arm der Erzieherin. Als ich zurückkam, hatte ich überhaupt nicht damit gerechnet, mein Kind mit so verheulten Äuglein anzutreffen und war erstmal total durch den Wind. Die Erzieherin bat darum, trotzdem weiterzumachen, denn das Weinen gehöre dazu und es sei gut dass er sich von ihr trösten lasse. Okay, ich bin kein Profi und wenn ich nur auf meine Gefühle hören würde, würde ich wahrscheinlich erst wieder arbeiten gehen wenn er 18 ist… Also hab ich ihr vertraut und das gemacht was sie sagte. Am nächsten Tag schrie er schon, als ich noch nicht mal aus der Tür raus war. Mit Schnuller und auf dem Arm der Erzieherin beruhigte er sich, aber er weinte im Laufe der Stunde immer wieder kurz. Als ich zurückkam, fiel er mir in die Arme und freute sich unglaublich. Wir nahmen beide noch am Mittagessen teil, das klappte super. Dann kam der Freitag, an dem wir eine Pause einlegten und übers Wochenende nach Düsseldorf fuhren. Der darauffolgende Montag war schlimm. Das Kind hatte plötzlich wieder panische Angst vor den kleinen Kindern (vor den großen komischerweise nicht), vor allem vor dem Mädchen mit dem er umgefallen war. Er klebte an mir und weinte immer mal wieder, wenn das Mädchen ihm zu nahe kam, und als ich nach 1 Stunde nur sagte, dass ich jetzt gehe, brüllte er los. Wieder ließ er sich trösten, aber weinte im Laufe der Trennungsstunde immer wieder und klebte an der Erzieherin, sodass sie nicht mal aufs Klo konnte. Das Mittagessen, an dem ich wieder teilnahm, klappte wieder gut und er war wieder gut drauf. Am Folgetag dann mein persönlicher Supergau. Morgens alles wie gehabt, also Kind weinerlich sobald wir den Raum betraten (bis dahin ist immer alles gut, auch beim Betreten der Kita und beim Umziehen), klebte an mir… Dann sagte die Erzieherin nach 30 Minuten, dass es so nichts bringt und sie keine Verbindung zu ihm herstellen kann, wenn ich da bin. Sie ist wirklich ganz lieb, und sie hatte ja Recht. Ich ging also, das Kind schrie und ich brach draußen vor einer Erzieherin, der Köchin und einer türkischen Mutti in Tränen aus. Oh man, also doch, so eine Mutter bin ich. Ich wurde umarmt und die Mutti weinte auch gleich mit mir mit, ich musste dann echt die Flucht ergreifen und hab mir draußen im Auto die Zeit vertrieben, unter Tränen. Diesmal aß der Kleine mittags alleine mit und das klappte super. Immerhin. Aber natürlich hatte er in den nunmehr 2 Stunden ohne mich viel, jedoch immer nur kurz, geweint. Mit den Kindern hat er gar nicht gespielt und die Angst vor dem Mädchen blieb. Die Woche zog sich weiter so hin, ich bin einen Tag noch mal 30 Minuten geblieben bevor ich ging und dann schlug ich selbst vor, einfach gleich zu gehen, was die Erzieherin begrüßte. Es brachte einfach auch nichts, wenn ich noch blieb. Am Ende der Woche waren wir also bei 2,5 Stunden, von 9 bis 11:30 Uhr. Das Weinen wurde nicht weniger, dafür aber immer kürzer, und das Essen klappte weiterhin super. Am Samstag fand ein Kulturenfest in der Kita statt, zu dem mein Mann mit dem Kleinen ging. Da verhielt er sich schon etwas aufgeschlossener. Er hatte zwar immer noch Angst vor den Kleinen, aber spielte mit den Großen und tanzte und schwang Tücher dabei, total süß. Und am Ende passierte das Undenkbare: Er lief mit dem kleinen Mädchen, vor dem er solche Angst hat, Hand in Hand zum Ausgang! Ich legte große Hoffnungen in den Montag und ich wurde nicht enttäuscht: Ich blieb von 9 bis 12 weg, er weinte natürlich beim Gehen, aber in der Trennungszeit definitiv weniger als vorher. Er taute langsam auf, spielte auch ein kleines bisschen mit den anderen Kleinen, ging wieder Hand in Hand mit dem Mädchen zum Essen, aß wieder super und chillte dann bis 12 (Essen gibt’s um 11) noch mit der Erzieherin im Ruheraum, während die anderen Kinder schliefen. Sie war total zufrieden und meinte, sie würde es am Folgetag mal mit dem Mittagsschlaf ausprobieren. Dieser Tag war gestern, und der war vielleicht aufregend für mich! Ich saß zu Hause wie auf Kohlen, weil wir ausgemacht hatten, dass sie mich anrufen, wenn es nicht geht. Und dann rief die Erzieherin um 12:15 Uhr an und sagte mir total glücklich, dass der Kleine schläft! Plumps! Mir fiel so ein Stein vom Herzen! Er schlief nur 1 Stunde (zu Hause immer so um die 2 Stunden), aber das ist trotzdem super. Nach dem Schlafen ließ er sich von der anderen Erzieherin anziehen und guckte mit einem anderen Kind, das auch schon wach war, ein Buch an. Als ich kam, freute er sich, aber unbedingt mitkommen mit mir wollte er nicht. :D Er spielte noch total schön und streichelte ständig das andere Kind am Kopf und an den Händen und war einfach gut drauf. Geweint hatte er zwar vormittags auch wieder (auch noch immer wenn ich gehe), aber auch immer nur kurz und viel weniger als letzte Woche. Heute hole ich ihn noch einmal direkt nach dem Schlafen ab und ab morgen muss ich Vesperdosen befüllen, denn dann bleibt er bis 15 Uhr und ist eingewöhnt. Für mich ist das unglaublich, dass das nun doch so flott ging und dass ich nun noch ein paar Tage für meine Seit-Januar-unveränderte-To-Do-Liste habe, bevor ich wieder arbeiten gehe. Sofern er nicht krank wird, natürlich. Wir ziehen es jetzt auch so durch, von 9 bis 15 Uhr, und wenn ich arbeite dann von 7:30 bis 15 Uhr. Ich habe schon das Bedürfnis, ihn eher zu holen, solange ich Zeit habe, aber ich will auch, dass er sich dran gewöhnt. Wenn ich arbeite, habe ich 2 Tage in der Woche frei und diese werden dann die besonderen Tage, an denen er morgens mehr Zeit mit Mama hat und mittags eher geholt wird. ♥

Wären wir doch nur in Düsseldorf geblieben…

Naja, ganz so schlimm isses auch nicht, mir schwirrt nur dieses Lied im Kopf herum, seit ich mit meinem Kleinen am Wochenende in Düsseldorf war… ;)

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Direkt gegenüber von unserer Wohung fand letztes Wochenende das alljährliche Weinfest statt. Früher sind wir dort gewesen und haben uns schön einen hinter die Binde gekippt, heute fliehen wir nur noch vor dem tagelangen Lärm. So isses halt mit Kleinkind an der Backe. ;) Wir nutzten diesen Umstand letztlich optimal: MTM hatte ein Auszeit-Wochenende allein in unserer Bude und MTE und ich machten besagten Wochenendtrip nach Düsseldorf, zu meiner Cousine. Dieser Besuch war sowieso längst überfällig und er blieb eine super Idee, wie sich herausstellte.

Ein bisschen Gedanken machte ich mir ja schon bezüglich dieses Wochenendes. Die lange Fahrt, die Einraumwohnung meiner Cousine, die ganze Aufregung der Kita-Eingewöhnung und nun auch noch so ein aufregendes Wochenende… Aber meine Ängste waren alle unbegründet. Wir hatten eine wirklich schöne und unkomplizierte Zeit!

Nach einer recht ätzenden Fahrt kamen wir am Freitagnachmittag an und MTE freute sich sofort, meine Cousine zu sehen. Er sprang wie wild durch die kleine Bude und spielte mit ihr und lachte, das war wirklich schön. Das Wetter war beschissen, also blieben wir zu Hause und vertrieben uns die Zeit. Wir wurden sehr lieb umsorgt mit Bio-Lebensmitteln, einer Spielecke für das Kind und Sekt für die Erwachsenen. Und dann überraschte MTE mich auch wieder einmal mit einem absolut unkomplizierten Zubettgehen. Perfekt! Meine Cousine und ich konnten die Wohnung ja nun wegen des schlafenden Kindes nicht mehr nutzen und machten es uns auf dem Balkon gemütlich.
Samstags wurde mir dann eine kleine Auszeit nach dem Frühstück gegönnt, denn mein Kind und seine „Tante“ gingen zusammen einkaufen und spazieren. Herrlich! Ich konnte mich in Ruhe fertigmachen und dann sogar noch lesen. Mittagsschlaf machten wir dann alle gemeinsam und danach kam Gott sei Dank doch noch ein bisschen die Sonne raus, sodass wir noch zwei Stündchen in der Stadt verbringen konnten. Diese haben wir auch optimal genutzt: Frozen Yogurt, Augenbrauen wachsen und färben (ich), spazieren und Gänse beobachten (MTE und Cousinchen), den Blick vom Rheinufer genießen. Der Samstagabend verlief genauso gut wie der Abend zuvor – wir machten und einen schönen Abend auf dem Balkon und der Kleine pennte.
Und plötzlich war es sonntags. Ich bekam nochmal eine kleine Auszeit, diesmal zum Fertigmachen und leider schon wieder packen. Dann waren wir mittags noch etwas essen (Kind isst keine normalen Pommes, aber Süßkartoffelpommes. Hipser.) und schon war die schöne Zeit vorbei. Die Heimreise verlief immerhin etwas angenehmer und am Abend besuchten wir als wiedervereinte Familie sogar doch noch das Weinfest, zumindest zum Abendessen und für ein „Viertele“. ;)

Ich war vor 11 Jahren das erste und letzte Mal in Düsseldorf, damals bei einer Freundin. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich die Stadt besonders toll fand, aber wahrscheinlich hatte ich da auch noch einen anderen Blick auf alles. Ich bin jedenfalls jetzt doch ganz schön angetan, mir hat’s da richtig gut gefallen!

 

7.1.82 – 3.12.82 – 7.1.16 – 3.12.16

Der September ist echt nicht ohne für uns alle. Denn es wird nicht nur unser Kindchen in die Kita eingewöhnt, nein, es ist auch an fast jedem Wochenende mächtig was los. Letztes Wochenende zum Beispiel hatten wir ganz seltenen Besuch aus Berlin, auf den wir uns sehr gefreut haben. Ich hab die Geschichte schon mal erzählt, die mich und meine Großcousine noch mehr verbindet, als unsere gemeinsame und intensive (positiv und auch mal negativ) Vergangenheit: Wir sind beide im gleichen Jahr geboren und unsere Söhne sind ebenfalls im gleichen Jahr geboren. Das allein ist natürlich reichlich unspektakulär, doch mein Sohn kam an ihrem Geburtstag und ihr Sohn an meinem! Ich halte das ja für ein kleines Wunder. ♥ Unsere Jungs sind eigentlich Großgroßcousins (gibt’s das überhaupt?), aber für uns sind es Cousins, wie wir Cousinen sind. Und sie ist zusätzlich noch die Patentante meines Sohnes, also, enger geht diese Konstellation eigentlich nicht mehr. :)

Diese kleine Familie kam uns nun also erstmalig zusammen besuchen. Sogleich erfreut war ich, dass mein Kind, das ja nun offenbar seine Angst vor Babys und Kleinkindern abgelegt hat, so unglaublich angetan von seinem Cousin war. Sie sind fast ein Jahr auseinander, der kleine Besuch ist gerade 9 Monate alt. Aber MTE fand ihn cool und hat ihn ständig angegrabscht, ist mit ihm gekrabbelt und hat in seinem Kinderwagen mit ihm gesessen. Das war alles total süß, auch wenn es natürlich auch anstrengend war. Man muss ganz schön auf der Hut sein bei so grobmotorischen Kleinkindern wie MTE. :)

Wir haben uns jedenfalls alle eine schöne Zeit zusammen gemacht: Am Samstagabend konnten meine Cousine und ich endlich mal wieder seit gefühlten Ewigkeiten alleine lange quatschen und vor allem’ne Pulle Sekt köpfen. Am Sonntag verbrachten wir die Zeit bis zum Nachmittag stressfrei zu Hause, frühstückten ausgiebig, versorgten unsere Kinder, genossen die Mittagspause… Und dann fuhren wir in die Stadt, spazierten bei strahlendem Sonnenschein noch ein wenig herum und gingen danach noch essen. Der Abend endete auf unserem Balkon zu viert mit ein paar Getränken und dann war die Zeit auch schon wieder vorbei. Es war trubelig, aber es tat auch allen sehr gut! Am Montagmorgen trennten sich unsere Wege – MTM ging arbeiten, ich ging mit MTE in die Kita und unser Besuch reiste weiter in den Urlaub.

Zeit zum Verschnaufen ist nun aber nicht. Die Eingewöhnung ist nicht ohne und verlangt mir und dem Kleinen schon ein bisschen was ab. Und am Freitag schwänzen wir die Kita, um einen Mutter-Kind-Wochenendtrip zu machen. Diesmal ist wieder eine Cousine von mir im Spiel. Und Düsseldorf. :D

Ich hab jetzt’n Kita-Kind

Gestern war der erste Kita-Tag für mein Söhnchen. Na gut, „Tag“ ist stark übertrieben. Die Eingewöhnung läuft wie zur Zeit üblich sehr langsam und zaghaft ab, was mir sehr recht ist. Ja, mir als Mutti, ich muss mich ja auch erst eingewöhnen in die neue Situation. Und ich bin froh, dass man die Kinder da nicht mehr so ins kalte Wasser plumpsen lässt, ich könnte das mit meinem Gewissen schlecht vereinbaren. Na, jedenfalls waren wir gestern dort. Ich hab meine Hausaufgaben gründlich gemacht und schonmal alles mitgebracht, was auf der Liste stand, und das war allerhand: Windeln, Wundcreme, Matschsachen, Gummistiefel, Hausschuhe, Wechselsachen, Schnuller, 6 kleine Fotos vom Kind, ein selbstgebasteltes Fotoalbum von unserer Familie (wenn er mal traurig ist, gucken sie das Album mit ihm an mit Mama und Papa und Oma drin, das finde ich total rührend).

Der Kleine war kurz etwas reserviert, als wir das „Nest“ betraten – so heißt der Raum, in dem die Kleinsten sich meistens aufhalten. Ich hab ja wirklich mit allem gerechnet, schließlich fremdelt er ganz schön doll und hatte auch plötzlich und schon seit ein paar Monaten totale Angst vor anderen Kindern. Mit Erwachsenen wurde er meistens irgendwann warm, mit Kindern gar nicht. Oh man. Aber schon am letzten Wochenende bemerkte ich eine Veränderung, als er bei einer Familienfeier plötzlich total fixiert auf seine Großcousine (2 Jahre) war und sie immer anfassen wollte und sich dann auch noch seinen ersten Kuss (!) bei ihr abgeholt hat. Bei dieser Feier bekam er übrigens auch seinen ersten Haarschnitt, ich sage euch, ich als Mutter habe hier echt auch einiges zu verkraften. ;)

Jedenfalls war ich wirklich auf alles vorbereitet, aber nicht darauf, dass der Kleine innerhalb weniger Minuten anfängt, mit anderen Kindern zu kommunizieren und dann auch zu spielen. Die Erzieherin hat ihn nicht besonders interessiert und ich saß auch eher im Abseits. Ab und zu kam er zu mir und nahm kurz meine Hand, und dann war er wieder weg und erkundete das Nest. Total schön. Ich war echt so froh, ihn so freudig zu sehen, und die Erzieherinnen waren auch recht überrascht. Es waren noch 4 andere Jungs zwischen 1,5 und 3 jahren da und ein Mädchen, unverkennbar, da ganz in pink gekleidet. Drei Mal dürft ihr raten, wem er am meisten auf die Pelle gerückt ist? Dieser kleine Schwerenöter! :D Nach etwas über einer Stunde war unser erster Kita-„Tag“ aber auch schon wieder vorbei. Auf dem Weg zum Auto bekam er von mir unser Kita-Start-Geschenk. Mit seiner neuen Zieh-Raupe ging er ganz stolz sowie vor allem konzentriert und vernünftig den Gehweg entlang, echt süß.

Am Montag bleiben wir dann 2 Stunden und wenn das wieder gut läuft, werde ich am Dienstag schon 20 Minuten abwesend sein, mich aber im Haus aufhalten. Nun hoffen wir mal das Beste, vor allem dass keine Kita-Krankheit uns einen Strich durch die Eingewöhnungsrechnung macht. Die Erzieherin rechnet so mit 2 Wochen, Zeit haben wir um die 4 Wochen. Wäre ja echt krass, wenn alles so glatt geht, dass ich noch 2 Wochen „frei“ habe, bevor die Arbeit wieder losgeht. Aber ich erwarte mal nicht zu viel. Der Teufel ist ein Eichhörnchen. ;)

Kurzurlaub am Bodensee

Ich hatte MTM zum Geburtstag ein paar Tage am Bodensee geschenkt, mit mir und unserem Söhnchen natürlich. Das kam ganz gut an und da die Wetteraussichten auch noch super waren (was ja wirklich nicht selbstverständlich ist für Ende August), freuten wir uns sehr auf den kleinen Tapetenwechsel. Das Gute am Bodensee ist für uns, dass er quasi umme Ecke liegt und wir deshalb schon öfter dort waren. MTM war auch als Kind schon häufig im Sommerurlaub dort. Das bedeutet, wir hatten absolut keinen Zwang, irgendwas zu sehen oder irgendwas besonderes zu unternehmen. Deshalb haben wir einfach einen richtigen Badeurlaub gemacht.

Am Montag den 21.8.17 kamen wir in unserer Ferienwohnung in einem klitzekleinen Dorf an und fuhren dann auch gleich weiter an den See zum ersten Füße-Reinhalten sowie in den Supermarkt zum Lebensmitteleinkauf. MTM kochte zum Abendessen und der Kleine überraschte uns mit sofortigem Nachtschlaf, ohne Irritation ob der fremden Umgebung. Sehr gut. Der erste chillige Abend war gesichert.

Am Dienstag holten der Kleine und ich frische Brötchen im „Dorfladen“ und danach brachen wir auf zum Strandbad, in dem MTM viele Sommer seiner Kindheit verbracht hatte. Und dort blieben wir, bis abends. Das Wetter war sonnig, aber vergleichsweise frisch, und trotzdem gut zum Baden und Chillen. Abends holten wir noch schnell ein paar Sachen im Supermarkt und machten dann selbst Pizza. Das war übrigens MTEs erste Pizza und er hat reingehauen wie sonstwas. :) Der Abend verlief wieder sehr gut: Friedlich schlafendes Kind und chillende Eltern.

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Den Mittwoch verbrachten wir genauso wie den Dienstag, mit dem Unterschied, dass es deutlich heißer war und es abends Pasta statt Pizza gab. Es war einfach wirklich sehr entspannend, nichts vorzuhaben, außer den morgendlichen Bäckerbesuch und den Tag am Strand. MTM konnte sich an beiden Tagen auch mal abseilen auf ein Bier beim Strandkiosk, so wie sein Vater früher, und ich freute mich einfach über ein bisschen Ruhe, während das Kind im Buggy sein Mittagsschläfchen hielt.

Am Donnerstag war der Kurztrip leider schon wieder vorbei. Es war ein wirklich unerträglich heißer Tag, aber wir wollten auch nicht so sang- und klanglos verschwinden aus unserem Urlaub. Also fuhren wir nach der Übergabe der Ferienwohnung noch einmal nach Wallhausen, aber nicht um zu baden, sondern um mit der Fähre rüber nach Überlingen zu fahren.

Dort gingen wir das erste Mal in diesen Tagen essen, statt uns selbst zu versorgen, und ärgerten uns auch direkt über hohe Preise und schlechte Leistungen. Wir gehen eigentlich echt gerne essen, aber irgendwie war es diesmal richtig schön und so’n bisschen rustikal, sich die Kohle zu sparen, selbst gemütlich „zu Hause“ zu kochen und zu essen. Wir wären jedenfalls an diesem Mittag echt besser mit einem Döner drangewesen, ärgerlich. Das leckere Eis hinterher und der kleine Spaziergang an der Promenade entschädigten uns dann wieder etwas.

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Dann war es auch schon wieder an der Zeit, in See zu stechen und zurück nach Wallhausen zu fahren. ;) Es folgte noch ein kleiner Einkauf von köstlichem Bodensee-Obst und -Gemüse und schon fanden wir uns auf der Autobahn Richtung Stuttgart wieder, in einem tobenden Gewitter. Fazit: Alles richtig gemacht, fast!

 

 

Gelbe lange Frucht

Seit einiger Zeit ist bei der Kommunikation zwischen MTM und mir ein lustiges Phänomen zu beobachten: Die Chiffresprache. Nun sind die Dinge, die wir sagen, nicht besonders geheimnisvoll für sprachlich voll entwickelte Menschen. Aber für klitzekleine Menschen, die gerade erst das Sprechen lernen, aber dafür schon viel mehr verstehen als man denkt, sind unsere Codes (noch) belangloses Blabla. Das machen wir uns zu Nutze, wenn wir nicht wollen, dass unser kleiner MTE sich durch einfache Wörter zu Forderungen und bei Nichterfüllung zum Weinen verleiten lässt. Es gibt nämlich Dinge, die nur angesprochen werden müssen, damit er sich daran erinnert, wie gerne er diese mag und wie gerne er diese vor allem JETZT, also auch im ungünstigsten Moment, haben, angucken oder machen will:

„gelbe lange Frucht“ – Banane

„rote runde Bällchen“ – Tomate

„das Gerät“ – Schnuller

„großes weißes Keramikgefäß“ – Badewanne

„speisen“ – essen

„getigertes Tier“ – Katze

Selbstverständlich kann man alles auch einfach mal normal aussprechen und dem Kind erklären, dass es das jetzt nicht gibt (abgesehen vom Schnuller, dieses Heiligtum wird am besten nie erwähnt, wenn wir nicht ein permanent schnullerndes Kind haben wollen). Aber in etlichen Momenten machen wir es uns einfach leichter und amüsieren uns dabei auch noch prächtig. Diese Codes kommen ja nicht von ungefähr, die kommen ja auch von der kleinen Macke, die MTM und ich haben. Wenn wir am Abendbrottisch sitzen und MTM mich fragt: „Geht’s heut ins große weiße Keramikgefäß oder wird nur gewaschen?“, könnte ich mich jedes Mal totlachen. Ich bin humoristisch eben sehr einfach gestrickt. ;D

1 Woche „heeme“

Wir haben Urlaub. Also, MTM hat Urlaub, da ich ja (noch) nicht wieder in Lohn und Brot stehe. Aber für mich ist das auch Urlaub, wenn ich tagsüber nicht mehr allein verantwortlich für den kleinen Pups bin. Und da wir die erste Urlaubswoche auch noch in  meiner Heimat, bei meiner Mutti, verbrachten, war es gleich noch mal mehr wie Urlaub für mich. Da brauche ich dann fast nix machen, Pups‘ Omi kümmert sich liebend gern um frische Windeln, Schlafenlegen, Baden, Bücher angucken, Spazieren usw. usf.. :) Nur am ersten Tag nach unserer Ankunft musste MTM nochmal als alleiniger Babysitter herhalten, ansonsten konnten wir uns entweder zu zweit oder doch zusammen in Familie eine schöne Zeit machen:

Freitag, 11.8.17
Tagsüber war erst einmal ausruhen angesagt, schließlich hatten wir eine schreckliche Nachtfahrt mit 2 Stunden Stau und Ankunft kurz nach 3 Uhr morgens hinter uns. Und für den Abend musste zumindest ich fit sein, denn es ging zum drölfzigsten Mal mit meiner Mutti, Tante und meinen Cousinen zu unserer geliebten Kaisermania ans Dresdner Elbufer. ♥


Samstag, 12.8.17 & Sonntag, 13.8.17
Beide Tage standen ganz im Zeichen der Hochzeit meiner Freundin, die wir am Samstag feierten und am Sonntag verkrafteten. ;) Das Frühstücken und Aufräumen am nächsten Morgen/Mittag war aber auch noch lustig, erst am frühen Abend waren wir wieder zu Hause bei meiner Mutti und unserem Kind.

Montag, 14.8.17
MTMs 37. Geburtstag! Wir hatten einen ruhigen Vormittag und nach dem Mittagsschlaf des Kleinen besuchten wir gemeinsam mit meinem Onkel meine Tante bei der Reha. Dort war die Wiedersehensfreude groß, wir spazierten ein Stück, versuchten mit dem Kleinen Schritt zu halten und gingen sehr lecker italienisch essen. Am Abend gab es noch einen kleinen Umtrunk ganz in Familie auf der Terrasse, während das Kindchen friedlich schlief.


Dienstag, 15.8.17
Wir hatten einen kompletten Tag in Dresden mit meiner Cousine, ihrem Mann und ihrem Baby-Söhnchen vor uns, auf den wir uns sehr freuten. Nach anfänglicher Fremdelei und der üblichen Baby-Kleinkind-Angst wurde unser Kleiner dann auch endgültig warm mit allen Beteiligten, was einfach total schön anzusehen war. Wir trafen uns morgens in der Dresdner Neustadt auf einen leckeren Kaffee und ließen uns danach für ein ausgiebiges Picknick und den Mittagsschlaf der Kinder im Großen Garten nieder. Dann trennten sich unsere Wege nach Geschlechtern: Die Jungs gingen in den Zoo, wir zwei Mädels gingen zu einer Stadtführung. Nach einer Stunde seilten wir uns von dieser mit einer Ausrede ab, weil uns an diesem heißen Tag ein kühles Radler und vor allem ein wenig Zeit zu zweit zum Quatschen plötzlich sehr viel attraktiver erschienen. Erst um 18:30 Uhr verließen wir Dresden, ich ging gleich im Anschluss zu meinem bei jedem Heimataufenthalt obligatorischen „Hühnertreffen“ und MTM ließ sich bei dem Mann einer meiner Hühner mit ein paar Bier im Schlepptau nieder. Das Kindchen blieb gerne bei „Ama“ (=Oma♥).


Mittwoch, 16.8.17
Der Tag begann sehr regnerisch und grau, aber trotzdem erfüllte mein Mann seine Schwiegersohn-Pflichten und ackerte bis nachmittags im Garten (Hecken schneiden, Sträucher absägen & Co.). Am Vormittag fuhren Mutti, Kindchen und ich mal ins neue Outletcenter, um für den Kleinen Klamotten zu kaufen. Im Buchladen besorgte ich noch ein Geschenk und natürlich auch ein Buch für das Kind, davon kriegt er nie genug. Nach dem Mittagsschlaf „half“ auch er dann mit im Garten, denn ganz unerwartet kam die Sonne doch noch raus. Den trockenen Abend nutzten MTM und ich dann noch einmal für uns, denn so schnell werden wir demnächst keinen abendlichen Babysitter haben. Wir besuchten meine Hühnerfreundin und ihren Mann, mit dem MTM schon am Vortag das Vergnügen hatte. Wir hatten einen herrlichen Terrassenabend und mussten uns für die Rückfahrt ein Taxi nehmen. ;)

Donnerstag, 17.8.17
Erstmal passierte nicht viel bei uns. Meine Mutti hat uns diesmal ein richtiges Ausschlafen gegönnt. Sie schlief die ganze Woche zusammen im Zimmer mit unserem Sohn und wir alleine im Schlafzimmer. Aber diesmal ließ sie ihn uns nicht mal um 7:30 Uhr wecken und bestand auch nicht auf ein gemeinsames Frühstück. Das war sehr lieb und uns wirklich nicht unrecht nach dem vorangegangenen Abend. ;) Am Nachmittag fuhren wir alle gemeinsam in die nächste Stadt in ein hochgelobtes Eiscafé, und das Kind bekam seinen ersten eigenen Eisbecher. Natürlich von mir zusammengestellt, eine Kugel Eis und Erdbeeren. Ich fand jetzt nicht, dass bei dem geilen Eisgenuss noch Sahne und Smarties und wasweißichnochalles mit drauf mussten, wo er doch gerade erst diese süßen Geschmäcker kennenlernt. Und schließlich bekam er auch ein wenig Sahne vom Papa ab. ;) Abends machten wir ein spontanes Grillerchen auf der Terrasse. Wir zauberten aus ein paar Bratwürsten und den vorhandenen Resten im Kühlschrank ein echt schönes Abendessen.

Und damit hatten wir auch einen schönen Heimaturlaubsabschluss. Am Freitag machten wir uns wieder auf den Weg nach Stuttgart, leider. Ich werde wirklich immer wehmütiger, mit jedem Mal. Wahrscheinlich auch, weil ich bald wieder arbeite und dann nicht mehr so frei längere Heimataufenthalte planen kann. Hilft eigentlich nur ein Umzug, aber wer weiß ob und wann dieser Fall eintritt.

Das Wochenende verbrachten wir recht unspektakulär, denn eigentlich sind wir schon wieder auf dem Sprung. Morgen geht es noch ein paar Tage in die andere Richtung in den Urlaub: MTM bekam von mir 4 Tage am Bodensee geschenkt. Wir freuen uns schon!

Märchenhafter Sonntag

Wir haben am Sonntag mal wieder einen Familienausflug gemacht. Das kommt so oft gar nicht vor, weil wir uns normalerweise eher gegenseitig freie Zeit verschaffen, indem wir uns mit dem Kleinen abwechseln. Ich profitiere meistens am Wochenende davon, ja, aber MTM profitiert, wenn ich mehrere Tage in meiner Heimat bin mit dem Kleinen oder wenn er abends ausgeht mit Kumpels und am nächsten Tag verkatert ist. Und er profitiert auch davon, dass ich in diversen kindfreien Stunden die Bude putze, Essen koche usw.. Diesmal hatten wir beide keine Zeit für uns, aber Zeit mit uns und zusammen mit unserem Kindchen.

Bis wir aber erstmal am Ziel waren, war Hektik angesagt. Ich durfte etwas länger pennen (bis halb 8), aber die Jungs hatten versäumt, das Frühstück schonmal vorzubereiten. Ein Familienfrühstück mit Ei (liebt das Kind wie Sau) und allem gehört für mich zum Sonntag dazu. Sonst frühstücken wir nie zu dritt und MTE und ich essen jeden Tag zusammen Müsli morgens, da muss auch mal ein bisschen Abwechslung her. Nun gut, das Frühstück dauerte dann auch seine Zeit und dann mussten wir uns auch noch alle tagesfertig machen. Zudem galt es, die Kühltasche für unser Mittagspicknick vorzubereiten. Das Kind ist aktuell echt unausgeglichen und trotzig und plärrt wegen jedem Scheiß, der ihm gegen den Strich geht – und verbreitet damit noch zusätzlich Hektik und schlechte Laune. Ich sah den Tag schon den Bach runtergehen. Statt um 9 kamen wir dann 10:45 Uhr los und um 11 schlief das Kind im Auto. Auch geil, wenn man nur 30 Minuten fährt und das mit dem Mittagsschlaf eigentlich anders geplant hatte (im Buggy, während Mama und Papa auf einer Bank sitzen und Eis essen oder so). Als wir angekommen waren, merkten wir, dass wir den Buggy vergessen hatten. Dieser war aber unabdingbar, wir waren vollgepackt und das Kind muss da halt auch ab und zu mal rein, wenn es nicht mehr laufen will oder wenn wir schneller vorankommen wollen. Also, Buggy nicht dabei, Kind schlief noch, sind wir halt zurück gefahren. Ääätzend! Beim Einladen des Wagens wurde dann auch das Kind wach, nach nicht mal einer Stunde „Mittagsschlaf“. Das konnte ja heiter werden.

Als wir dann endlich wieder am Ort des sonntäglichen Geschehens waren, machten wir kurzen Prozess, suchten die nächstbeste schattige Parkbank und aßen erst mal unser Mittagessen. So kamen wir auch schön runter und der eigentliche Ausflug konnte eeendlich starten:

Durchs „Blühende Barock“ in Ludwigsburg gingen wir nur schnell durch, denn unser eigentliches Ziel war der zugehörige Märchengarten – ein Paradies für Kinder! Und auch unseres hatte seine Freude, zwischen diversen Motzattacken. ;) Wir fuhren zusammen Boot, gingen durch einen Irrgarten, aßen Eis, gingen Rapunzels Turm herunter, fuhren Eisenbahn… Es war ein heißer Tag und es war anstrengend, aber es war auch sehr schön! Die Hektik des Vormittags war schnell vergessen und wir hatten diesmal gut vorgesorgt mit vollen Wasserflaschen und unserem mitgebrachten Essen. Nach 4 Stunden waren wir alle kaputt und auch mit allem durch, da waren wir dann sogar ganz froh, dass wir nicht schon um 9 dort waren. So ein Nachmittag zieht sich dann ja auch, mit Kindchen, das hatten wir ja schon mal thematisiert.

Wir hatten einen schönen, unperfekten Familiensonntag. Ich frage mich manchmal, ob andere Familien das besser hinkriegen oder ob diese ganze Hektik und das alles wohl einfach dazugehören?! Aber letztlich ist immer wichtig, was man aus seiner Situation macht. Diesmal gelang uns das super. Und am Abend gab es dann das samstags von mir schon vorbereitete (und verfluchte) Kalbsfrikasse, völlig stressfrei, weil es eben schon fertig war und vor allem uns allen geschmeckt hat. Das Kind ging früh ins Bett (Vorteil von wenig Mittagsschlaf) und MTM und ich chillten mit’nem kalten Bier auf der Couch. So muss es laufen. :D

Im Übrigen…

…ist der Ausquartierdrops bis auf weiteres gelutscht.

…fühlt sich das bedingungslose Hören aufs Bauchgefühl restlos richtig an.

…traue ich mich fast nicht, zu gestehen, dass ich so langsam den Hausfrau-Mutti-Job satt habe.

…hab ich trotzdem Zweifel und Gewissensbisse wegen der baldigen Kita-Aufnahme.

…habe ich neulich zum ersten Mal köstliches Kalbsfrikassee gekocht, aber mich für die Idee verflucht.

…ist es nun doch ein kleiner Klopper geworden.

…fühlt sich ein Friseurbesuch für mich wie eine kleine Wiedergeburt an – jedes Mal.

…führe ich To-Do-Listen, die ungelogen seit Januar 2017 exakt gleich aussehen – ohne auch nur einen Haken an irgendeinem Punkt.