Der erste Kinobesuch

Ich hab es ja schon in einem anderen Eintrag erwähnt: Dieses Alter ist irgendwie echt anstrengend, aber auch sehr toll. Erziehung und Konsequenzen und der ganze Kram nerven echt, aber was muss das muss. Man lernt sich selbst auch ganz neu kennen, was nicht immer besonders toll ist, ehrlich. Und das Kind ist auch so ein herrlicher Spiegel für die Eltern, unglaublich. Oft ist das lustig, oft aber auch irritierend, manchmal beängstigend. Naja, sei’s drum, kommen wir zu den tollen Seiten dieses Kindesalters. Er ist nun über 3 Jahre alt und erlebt ganz viele Dinge zum ersten Mal und ganz intensiv. So zum Beispiel seinen gestrigen ersten Kinobesuch. Ich wäre von alleine jetzt noch gar nicht auf die Idee gekommen, ihn ins Kino zu schleppen – mir sind die meisten aktuellen Filme auch zu dolle irgendwie. Er reagiert z.B. auf dramatische Situationen (große, weinende Disney-Augen, ganz übel) sehr empfindlich und emotional. Aber es gibt ein paar Sachen, die gehen. Das Dschungelbuch (die alte, weniger bunte, weniger dramatische Version) liebt er. Paw Patrol ist super, Fuerwehrmann Sam auch. Und von „Madagaskar“ haben wir inzwischen schon alle 3 Teile geguckt, das lief super – und seither bin ich eigentlich nur noch das Zebra, der Papa ist die Giraffe, er selbst ist der Löwe – und die Oma das Nilpferd. :D

Jedenfalls haben wir hier einen Stadtteil weiter eine kleine, alte Kinothek, die nur ausgewählte Filme zeigt. Es gibt 2 Säle, einer mit Bar und Getränkeabstellfläche und Lampen und so (hier hatte ich vor Ewigkeiten mal davon berichtet). Und ein ganz kleiner, in dem waren wir, denn dort lief „Der kleine Drache Kokosnuss“! Das konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen. Wir haben bereits ein Buch vom kleinen Drachen Kokosnuss, das lieben wir irgendwie alle. Da macht das Vorlesen richtig Spaß und es wird definitiv nicht unser letztes Buch dieser Reihe sein.

Der Film war wirklich sehr niedlich und wenig aufregend und er wurde auch gehörschonend leise gespielt. Für unser Kind war es ein absolutes Highlight, gemeinsam mit Mama und Papa und auch anderen Leuten im Kino zu sein, Süßigkeiten zu essen und den kleinen Kokosnuss in bewegten Bildern zu sehen. Und wir hatten auch unseren Spaß. :)

Windelfrei

Ich hab mir nicht groß reinreden lassen, was das Windelthema angeht. Und ihr könnt mir glauben, Thema war das Ganze oft genug. Vor allem die ältere Generation fühlt sich ja regelmäßig bemüßigt, ihre Meinung kundzutun. Meine Mutti kann das ruhig machen, sie ist ja meine Mutti, sie ist auch meinen Widerstand gewohnt und kann (und muss) damit umgehen. Sie hat dem Kleinen schon zum 1. Geburtstag einen Klositz und das Buch „Der kleine Klokönig“ geschenkt, um das Ganze mal bisschen voranzutreiben. ;) Dann gibt es aber auch andere nahestehende Personen, die irgendwann meinen, da mal ein bisschen Druck auszuüben. Nichts anderes ist es, wenn man einem Kind ständig vorbetet, dass es Bescheid sagen soll, wenn es pullern muss, obwohl es noch nicht mal ansatzweise ohne Windel ist, noch nicht mal regelmäßig (und gerne) aufs Töpchen, geschweige denn auf das Klo geht. Sehr böse wurde ich auch bei offensichtlich gezeigter Enttäuschung, wenn mal wieder die Kacke in die Windel ging, obwohl beim vorigen Mal das mit dem Töpfchen klappte. Meine Ansicht ist, dass man so gar nichts erreicht, außer Widerstand, Widerwillen und somit das Gegenteil. „Der kann ja wohl mal Bescheid sagen mit Zweieinhalb!“ ist nur eine Aussage, die ich mir anhören durfte. Oder, was ich auch liebe: Das Thema wird vor dem Kind ausgeschlachtet. „Bis er wieder bei mir übernachtet, möchte aber die blöde Windel weg sein, ich hab da keine Lust mehr drauf!“ Ätzend. Klar zweifelt man selbst auch und fragt sich, wie lange das eigene Kind eigentlich noch mit der Windel rumrennen soll. Man fühlt sich unter Druck gesetzt von anderen, schnelleren Kindern, hat Angst dass das beim eigenen NIE funktioniert… Da halfen dann nur noch die Erzieherinnen in der Kita, die das alles völlig entspannt sehen und die Freundinnen, die auch Söhne haben und es nicht nach der Lehre der älteren Generation (Töpfchentraining und früh genug anfangen und so) machten, sondern ebenfalls darauf vertrauten, dass das Kind sein Tempo schon vorgibt und das alles wird. All diese Jungs waren kurz nach dem 3. Geburtstag quasi von heute auf morgen trocken. Als sie bereit waren. Und so war es bei meinem Sohn auch und ich fühle mich in meinen mütterlichen Instinkten bestätigt, das tut mir echt gut. Ich hatte einfach keinen Bock auf Zwang und Stress, was einem ja auch gerne mal als mütterliche Faulheit oder, noch besser, Gleichgültigkeit ausgelegt wird. So wird das nie ausgesprochen, aber in den Diskussionen ist das zwischen den Zeilen klar erkennbar. Darum geht’s doch letztendlich, dass einem „Laissez-faire“ vorgeworfen wird, nur weil man um manche Themen nicht so ein Tamtam macht wie „früher“.

Naja, egal, ich hab die Klo-Entwicklung meines Kindes jedenfalls mal chronologisch festgehalten – so ein bisschen Tamtam muss eben trotzdem sein. ;)

Zwischen 2 und 3 hat er sporadisch mal ins Töpfchen gemacht (mehr klein als groß), aber eigentlich nur, wenn man ihn draufgesetzt hat (und er das zugelassen hat, war auch nicht immer der Fall). In der Kita wurde er monatelang immer wieder gefragt, ob er mit aufs Klo will, was er immer verneinte. Es war da einfach noch kein Interesse da, und das war okay und wurde akzeptiert. Ich denke, das war wichtig. Und dann ging es los:

2 Tage vor seinem 3. Geburtstag:
Zum ersten Mal ging er bei uns auf der Toilette pullern, das Töpfchen war damit (Gott sei Dank) Geschichte. Und er tat es noch 2x an diesem Tag, und hat alleine Bescheid gesagt!

1 Tag nach seinem 3. Geburtstag:
Zum ersten Mal machte er auch groß ins Klo, Meilenstein!

4 Tage nach seinem 3. Geburtstag:
Auf einmal ging er auch in der Kita aufs Klo, zwei Mal sogar! Und so zog es sich einen Monat mit einigen Unfällen und viiieeel Wechselsachen-Wäsche, dass es immer mal klappte mit dem Bescheid sagen, und oft halt auch nicht.

1 Monat nach seinem 3. Geburtstag:
Der erste unfallfreie Tag, sogar beim Mittagsschlaf! Es war ein Samstag, er war also den ganzen Tag zu Hause und mit uns zusammen.

1 Woche später:
Der erste unfallfreie Kitatag!

Und damit war es das dann eigentlich auch. Es hat nur wenige Wochen gedauert und kam uns vor, als wäre das über Nacht passiert. Inzwischen kann er auch gut einhalten, wenn das Klo nicht innerhalb von Sekunden aufgesucht werden kann. Selbst im Schwimmbad hat er brav Bescheid gesagt und eingehalten. Wir hatten schon zwei 6-Stunden-Autofahrten ohne Windel und ohne Malheur. Auch einen ganzen Tag in der Stadt hat er gut mitgemacht, inklusive Toilettengänge im Restaurant und im Buchladen. ;) Natürlich passieren ab und zu trotzdem noch kleine Unfälle, aber das Gröbste ist überstanden. Nachts trägt er zur Sicherheit noch eine Windel, aber ganz oft ist sie morgens trocken und darüber freut er sich genauso wie wir.

 

März!

März mit Ausrufezeichen, weil das Wetter zwar bisher zu wünchen übrig lässt, dafür aber die Highlights nicht. Ich hatte schon ein paar, und es folgen auch noch welche! Was für mich in dieser Zeit natürlich das Größte ist, ist der Höhepunkt der 5. Jahreszeit. Wie immer, verbrachte ich Karnevalsurlaub in meiner Brandenburger Heimat. Früher alleine, jetzt mit meinem Söhnchen. Da meine Mutti eine sehr gute und geliebte Babysitterin ist, kann ich zu Hause Karneval feiern wie eh und je (na gut, wie mit 20 eher nicht mehr, aber ich geb mein Bestes). Und seit 3 Jahren lasse ich sogar den Kinderkarneval nicht aus! ;)

Die schöne Zeit ist immer so schnell vorbei und ein bisschen Trübsal brachte die erste Märzwoche mir auch – nicht wegen Karnevalsende, sondern irgendwie einfach so. Könnte am Vitamin-D-Mangel liegen, der inzwischen bei mir festgestellt wurde. Wer weiß. Geht auch nun schon wieder besser. Und ich hab die Zeit mit guten Freunden, viel Familienzeit und persönlichen wie auch Ferngesprächen überbrückt.

Man muss es sich einfach immer ein bisschen schön machen. Isso.

 

Februar?!

So der Februar ist rum, ich hab nach meiner erleichterten Verabschiedung des Januar nix gebacken gekriegt hier im Blog. Dabei gab es wirklich viele schöne Erlebnisse. Naja, der Februar ist ja schließlich auch kürzer, kein Wunder dass man da nix schafft. ;)

Der Monat war jedenfalls, wie erwartet, viiieeel besser als der Januar. Regelrecht frühlingshaft! Die Laune war besser, man konnte schöne Sachen unternehmen und das Kind war pünktlich zum 1. Februar auch wieder halbwegs gesund. So konnten wir die Zeit mit meiner Mutti, die Ende Januar/Anfang Februar zu Besuch war, noch ganz gut nutzen, eine schöne Taufe miterleben, „Playdates“ mit Freunden und ihren Kindern haben und mein Sohn und ich hatten auch zwei herrliche Samstagabenddates zu zweit: Während der Papa auf die Piste ging, haben wir zusammen Pizza gemacht und sie vor der Glotze gegessen. Er durfte, wie immer, wenn einer von uns ausgeht, im „großen Bett“ schlafen und ich konnte mich später an ihn ranschmusen, während der Herr des Hauses seinen Rausch auf der Couch ausschlafen konnte. ;) Auch wenn dieses ganze Erziehungsding echt anstrengend ist – es ist ein schönes Alter; das Kind erlebt so viel so intensiv und versteht und genießt richtig. ♥

Und hier noch bisschen Februar-Sonne:

Ein toller Familientag in der Stadt, mit einem geilen Frühstück, bummeln, shoppen, picknicken… (Dass der Kleine dann in der Nacht sein und unser Bett komplett vollgekotzt hat und ich am darauffolgenden Sonntag den ganzen Tag unter anderem Daunen(!)betten waschen und trocknen musste, lasse ich mal unkommentiert so stehen.)

In dieser Gegend heißt es „Fasnet“, allemannische Fastnacht, und auch wenn unser Kind nicht sehr begeistert von den gruseligen Hexen ist, haben wir uns einen der Umzüge in der Gegend angeschaut bei bestem Wetter.

IMAG1705

Und manchmal haben wir einfach nur die Sonne und unsere unmittelbare Umgebung genossen. Zum Glück, denn der März ist wettertechnisch bisschen ungeil bisher. ;)

IMAG1835

 

 

Silvesternachholung

Wir hatten einen tollen Silvesterabend in Berlin, aber eigentlich hatten wir ja was ganz anderes geplant. Eigentlich wollten wir uns zu dritt einen gemütlichen Abend in Stuttgart machen, mit Raclette, Fernsehen und Familienkuscheln. Die Entscheidung fiel auf Berlin, weil wir uns dachten, so einen gemütlichen Abend kann man auch an einem anderen Tag in diesem ollen, kalten Januar machen. Und so taten wir dies letzten Samstag. Wir tischten unser geliebtes Raclette auf (muss halt auch 1x im Jahr sein) mit allerhand Kram zum Pfännchenfüllen. Für unser Kind war dies das erste Mal, ich war schon sehr gespannt, ob er überhaupt was essen will. Wollte er. Er mag eigentlich keinen Käse, aber gerieben scheinbar schon, und zwar in Unmengen für seine Verhältnisse. Das Befüllen seiner Pfännchen machte ihm total Spaß und er bekam gar nicht genug davon. Dies hier ist sein allererstes:

IMAG0801.jpg

Nach dem großen Fressen badeten der Kleine und ich zusammen, was für ihn auch ein Highlight ist. Wir hatten ihm natürlich im Vorfeld von unseren Plänen erzählt und er freute sich total auf diesen Abend – vor allem da ja auch noch gemeinsames Filmgucken („Ab durch die Hecke“ wählten wir aus) auf der Agenda stand. Im Schlafanzug lümmelten wir Drei dann auf der Couch, kuschelten, guckten Film und ich glaube, er konnte sein Glück kaum fassen, als er dann noch einen Kinderriegel naschen durfte. Nach dem Baden! Auf der Couch! Beim Fernsehgucken! Er lachte jedenfalls ziemlich irre, total süß. :D

Wie das immer so ist, ist so ein schöner Abend halt auch mal vorbei. Um 22:15 Uhr war der Kleine dann auch wirklich reif für die Falle. Leider war er so erschüttert über das Ende des Abends, dass er bitterlich weinte und nicht mehr richtig aufhören konnte. Ich hab dann auch am Bett mitgeheult, was ihn natürlich noch mehr irritiert hat, aber sowas muss scheinbar auch mal sein, Tränen reinigen die Seele. Ich konnte es ja verstehen – ich könnte auch heulen wenn etwas Schönes vorbei ist, aber weil ich erwachsen bin, hab ich mich (meistens) ganz gut im Griff. ;)

3 Großereignisse

Hallo, frohes Neues noch! ;)

Nach meinem Geburtstag Anfang Dezember rast die Zeit immer so. Von mir aus könnte die Vorweihnachtszeit viel länger dauern, sie ist so schön leuchtend und gemütlich. Stattdessen rast die Zeit einfach und plötzlich steht es vor der Tür:

Weihnachten

Blog1.jpg

Wir wechseln uns jährlich ab und in diesem Jahr war wieder Weihnachten und „zwischen den Jahren“ in meiner Heimat bei Mutti dran. Es war eine wirklich sehr schöne Zeit, die wir in Familie hatten, und ich denke wir haben sie alle sehr genossen. Freundedates habe ich stark beschränkt im Vergleich zu meinen sonstigen Heimataufenthalten, aber die die ich hatte, waren wunderbar. Einen Tag und eine Nacht verbrachte ich sogar in Hamburg bei meiner geliebten Freundin – das war kein Katzensprung (über 400km), aber es definitiv wert. Und so schnell die letzten Tage des Jahres kamen, so schnell waren sie auch wieder vorbei. Nun galt es, nochmal richtig zu feiern:

Silvester

Blog2.jpg

Wir fuhren die anderthalb Stunden hoch nach Berlin zu meiner Cousine, die auch die Patentante von meinem Sohn ist. Mit unseren Männern und Kindern hatten wir einen schönen Silvesterabend. Weil das Einschlafen meines Kindes bei dem Krach etwas schwerer war, aßen wir unser leckeres Menü erst sehr spät. Dafür waren wir dann aber mit irritierenderweise tief und fest durchschlafenden Kindern gesegnet und konnten das Geballere auf der Dachterrasse bestaunen sowie bis morgens um 3 trinken und Spaß haben. ;) Nun war das neue Jahr gekommen und startete nach unserer Rückreise nach Stuttgart aktiv. Denn der 7. Januar sollte gut vorbereitet und vor allem richtig schön sein:

Happy Birthday mein Liebstes!

Blog3.jpg

Jap, 3 Jahre schon! Wir sparten uns dieses Mal noch den Kindergeburtstag (davor graut mir schon, ehrlich). Es war ein Montag, meine Mutti war natürlich angereist, eine meiner Cousinen auch sogar aus Düsseldorf (sie hat diese traumhafte Torte verzapft). Nach dem Schenken und Frühstücken ging der Kleine in die Kita und verbrachte dort einen schönen Tag mit Krone aufm Kopp und Muffins im Bauch. Als wir ihn abholten, kamen noch die Nachbarin und die „alten“ Tanten zum Kaffee und Abendessen. Ich kann ja nicht backen, aber kochen kann ich, deshalb gab es ein sehr leckeres Chilli con Carne. Das Kind war ganztags glücklich, denke ich, und ich damit natürlich auch!

 

 

 

It’s my party

So, berichtetechnisch mache ich jetzt einen Sprung von September/Oktober und Meer und so zum Dezember, zum Lichtermonat, zur Kälte, zu meinem Geburtstag. Es ist bisher noch nicht passiert, dass ich einen meiner Geburtstage nicht verbloggt habe, und ich will mich nicht irgendwann ärgern, wenn ich mal in Erinnerungen schwelgen und durch den Blog scrollen will. :)

Heute vor 2 Wochen, am 3.12., wurde ich süße 36 Jahre alt. :D Im Gegensatz zu den meisten anderen Geburtstagen bin ich diesmal in Stuttgart geblieben und habe kein Wintergrillen mit Familie und Freunden in meiner Heimat gemacht. Es war halt ein Montag, und wir werden Weihnachten ja auch in meiner Heimat sein, was ja nur 3 Wochen nach meinem Geburtstag ist. Da hätte sich das nicht gelohnt.

Ich hatte jedenfalls einen schönen Tag. Meine Mutti war hier, mein Mann hatte Urlaub und den Kleinen haben wir nicht in die Kita gebracht. Der Tag startete natürlich auch mit dem Kleinen, der an mein Bett gerannt kam und „Alles Gute zum Geburtstag, Mama.“ inklusive Gesangseinlage gemeinsam mit Papa zum Besten gab. Dann durfte ich mich über meinen Geburtstagstisch freuen und darüber, dass mein Wunsch erhört wurde. Ich wünschte mir nämlich von allen Schenkwilligen einfach nur Geld für ein ganz besonderes Vorhaben: Ich will mein altes Tattoo auf dem oberen Rücken nachstechen und etwas verschönern lassen. Das ist ein kostspieliger Wunsch, weshalb ich zunächst erst einmal ein Sparschwein (von MTM sehr liebevoll umgetauft, siehe Foto :D) bekam und da noch ein bisschen sammeln muss. ;)

Wir sind dann zu viert in die Stadt gefahren in eines meiner liebsten Frühstückslokale. Viel zu selten komme ich da mal hin, weil man irgendwie einfach viel zu selten frühstücken geht. Also, wir „spätstückten“ (11 Uhr) dort sehr gemütlich und extrem lecker, ich hätte mich mit meinem Breakfast-Burrito echt einreiben können, so geil war der.

Das Wetter war hingegen bisschen ungeil, also vertrieben wir uns nur noch wenig Zeit in der Stadt. Meine Mutti und ich haben uns die Augenbrauen machen lassen, wir waren dann noch alle kurz auf dem Weihnachtsmarkt (Sekt statt Glühwein, war zu warm), ich hab Törtchen zum Kaffee geholt und dann waren wir auch schon wieder zu Hause. Das Kindchen hat gerade eine sehr sehr anstrengende Trotz-Entwicklungs-Wasauchimmer-Phase und diese machte natürlich auch an meinem Geburtstag nicht vor mir Halt. Umso glücklicher war ich, ehrlich gesagt, als der Abend heranbrach und ich wieder in die Stadt fahren konnte, diesmal zum Treffen mit 3 Freundinnen. Ich hatte mir eine besondere Bar auserkoren als Lokalität, weil ich davon einfach schon viel gehört hatte und dort schon lange mal hin wollte. Es gibt auf der Speisekarte ausschließlich ganz viele verschiedene Mozzarellasorten und dazu frei wählbare Beilagen. Fand ich total originell. Und da es eine Bar ist, waren Wein und Sekt natürlich auch superlecker. ;) Wir hatten jedenfalls einen schönen, unterhaltsamen Mädelsabend und ich einen wirklich schönen Montagsgeburtstag.

 

La Grande Motte

Dieser Sommer war verrückt. Er war unglaublich schön, warm und lang. Und ich mochte das so sehr wie noch nie. Ich hatte wunderschöne Heimataufenthalte, viele warme Partynächte hier in Stuggi, viele Drinks im Freien, tolle Ausflüge mit meiner Familie, ich war in Pools, ich war im Meer, ich war gebräunt. Ich hab’s einfach geliebt, alles.

Dieses Jahr hatten wir sogar eine besonders clevere Urlaubsplanung: Wir fuhren erst im September ans Mittelmeer nach Südfrankreich und verlängerten unseren Sommer so noch.

Wir sind mit dem Auto zunächst nach Dijon als Zwischenstation gefahren und übernachteten dort, ohne groß was von der Stadt mitzukriegen. Am nächsten Tag erreichten wir unser heißbegehrtes Ziel und genossen dann 10 wundervolle Tage in einem Land, in das wir nun irgendwie ganz schön verliebt sind. Dass das Kindchen natürlich im Urlaub wieder einmal krank wurde und ziemlich anstrengend war, tut unserer Begeisterung von diesem Urlaub keinen Abbruch. Wir haben das Beste draus gemacht:

Ich durfte mehrmals ganz alleine kilometerlange Morgenspaziergänge am Strand machen…

IMAG6087

Wir hatten ein Appartement direkt am Strand und hatten durchweg schöne, ruhige Abende mit Weinbegleitung und Meeresrauschen…

IMAG6737

Wir haben einen einzigen Tagesausflug gemacht und waren sonst eigentlich nur in La Grande-Motte unterwegs, hauptsächlich am Strand. Aber Montpellier mussten wir sehen und das hat sich mehr als gelohnt, für uns alle Drei…

IMAG6476

Gegessen haben wir eigentlich durchweg vorzüglich. Wir waren Selbstversorger und deckten uns einfach mit frischen, regionalen Produkten ein. Ich hab oft gekocht, wir waren aber auch mal essen. Einkaufen auf dem Wochenmarkt war ein Erlebnis, vor allem wenn man sich nur auf französisch verständigen darf. ;)

IMAG6743

Auf dem Rückweg hielten wir wieder in Dijon, und diesmal inklusive einer Innenstadtbesichtigung. Wunderschön!

IMAG7632

Wir sind jetzt jedenfalls Frankreich-Fans. Gebucht haben wir diesen Urlaub genau so schon für nächstes Jahr, MTM will bis dahin seine Französischkenntnisse auffrischen und macht irgendeinen Sprachkurs per App. Wir wollen auch zu zweit im August nochmal nach Frankreich, irgendwo Richtung Atlantik. Das Land wird jetzt von uns abgegrast! :D

 

 

Projekt Selbstliebe

In den letzten Monaten haben mein Körper und meine Psyche eine Wandlung durchgemacht. Ich habe nunmehr 25kg abgenommen. Ich habe irgendwie gelernt, auf meinen Körper zu hören, esse „intuitiv“, und zwar alles worauf ich Lust habe. Bis ich angenehm satt bin. Allein das ist eine Wandlung, über die ich lang und breit philosophieren könnte, aber darum soll es hier gerade nicht gehen. Was mich nämlich schon eine Weile beschäftigt, ist, dass tiefsitzende Komplexe, Zweifel, ein negatives Selbstbild, das Sich-selbst-für-nicht-liebenswert-Halten auch nicht durch eine Norm-Kleidergröße, neue Klamotten und massenhaft Bestätigung von außen weggehen. Wenn man viele Probleme und Problemchen in seinem Leben immer auf das Gewicht geschoben hat, ob nun bewusst oder unbewusst, dann ist man ganz schön überrascht, wenn die Kilos weg, aber die Probleme noch da sind. Und dann denkt man nach.  Und schaut sich andere Leute im persönlichen Umfeld an, die entweder noch selbstzweifelnder sind oder eben genau das Gegenteil. Und merkt, dass Selbstliebe und Selbstzufriedenheit einfach der Schlüssel sind, für ganz ganz viele Bereiches des Lebens. Wenn man sich nicht selbst aufrichtig liebt und akzeptiert wie man als Mensch ist, wie kann man das denn von anderen erwarten? Wie kann man glücklich sein, wenn Unzufriedenheit einen begleitet?

Ich habe eine Freundin, die sagte mal, dass sie sich  absolut für liebenswert und toll hält und noch nie auf die Idee kam, das nicht zu tun. Und das hat mich auch sehr zum Nachdenken gebracht. Mit dieser Freundin sprach ich neulich auch drüber, dass ich nicht will, dass mein Kind wie ich wird, weil ich mich selbst ganz oft nicht leiden kann. Ich zählte ein paar negative Charaktereigenschaften auf, die sich  nicht ändern lassen, weil ich einfach ganz oft nicht aus meiner Haut kann. Diese Freundin sagte dann: „Ehm ja ok, aber was ist denn mit den vielen positiven Eigenschaften, die du hast? Ich würde eigentlich cool finden wenn dein Kind wird wie du, denn doofe Seiten haben wir doch alle!“ Ich glaube, bei mir ist wirklich ein Umdenken angesagt.

Denken, das ist sowieso ein Wort. Ich zerdenke alles mögliche auf sehr kleinkarierte Art und Weise, und das bringt mich manchmal echt an den Rand der Verzweiflung. Das geht mir richtig auf den Sack! Das Leben ist zu kurz und jeder negative Gedanke, jeder „Scheißtag“ ist einfach zu viel, echt!

Eine Erleuchtung hatte ich inzwischen aber schon: Mein Kind wird vielleicht weniger wie ich (und damit beziehe ich mich auf die negativen Seiten), wenn ich es irgendwie hinkriege, ihm beizubringen: Du bist gut genau so, wie du bist, mit all deinen Macken, innerlich wie auch äußerlich. Du musst dich nicht verändern, um Anerkennung und Liebe zu bekommen, du musst als erstes dich selbst als wertvollen Menschen anerkennen und dich vor allem lieben.

Wie und ob ich das hinkriege, weiß ich nicht, denn ich glaube, das ist eine ganz ganz schwere Aufgabe. Liebende Eltern wollen doch eigentlich immer nur das Beste für ihre Kinder, nur manchmal wählt man – weil man es selbst einfach nicht besser weiß oder wissen kann, oder weil man selbst eben auch nicht so leicht aus seiner Haut kann – den falschen Weg.

Tja…

Nun ist es passiert, und das mir. Akute Blogunlust. Hätte ich nicht erwartet, nach der ganzen Zeit! Und es gäbe viel zu erzählen, hier ist einiges los bei uns! Und zusätzlich bin ich immer noch in der Sturm- und Drang-Phase – die ist es nämlich, die mich von all dem Kram hier abhält. Ich gehe ständig aus, ja, wirklich viel. Mein Mann zwischendrin auch mal, klar, wir ermöglichen uns das gegenseitig. Zu zweit hatten und haben wir auch immer mal was vor. Und natürlich zu dritt. Kurzer Abriss der letzten 3 Wochen:

Meine Mutti war zu Besuch, wir haben einiges mit ihr und dem Kleinen unternommen und auch zu zweit Party gemacht.

Familientag am 1. Mai.

Ich war allein mit Freundinnen ebenfalls noch zwei Mal feiern.

MTM und ich waren zu zweit beim letzten Heimspiel des VfB und danach noch auf dem Frühlingsfest.

Ich war gerade 4 Tage mit meinem Kind sowie zwei anderen Muttis und zwei Kleinkindern in einem Feriendorf, über Vater- und den halben Muttertag. MTM hat’s genossen, ich fand es auch schön. Aber auch sauanstrengend!

Den Muttertagsabend hab ich mit einer der o.g. Muttis im Restaurant verbracht, wir waren froh dass wir zu Hause abhauen konnten und unsere frechen Jungs kurz mal nicht mehr ertragen müssen. ;)

So, normalerweise geb ich mir mehr Mühe, untermale auch gerne mit Fotos. Aber nee, ich hab jetzt keine Zeit dafür. Ich hab noch bisschen was zu erledigen an Papierkram, 3 Maschinen Wäsche zu waschen, den Abend und den morgigen Arbeits- und Kitatag vorzubereiten… Und heute Abend geh ich wieder schwimmen, wie (fast) jeden Montag. Bin schon bei 60 Bahnen in 60 Minuten angelangt, danach kippe ich aber fast aus den Latschen. :D Also, liebe Leser, die ihr noch übriggeblieben seid: Gehabt euch wohl! Phasen kommen und gehen, ich werde bestimmt auch wieder gemütlicher irgendwann. Eure Einträge lagern solange in meinem E-Mail-Postfach, und ich lese sie bestimmt noch. Irgendwann. :)