Zwölf Monate, zwölf Städte

Meine Blogfreundin Bellydancer hat mich vor einiger Zeit mit diesem Eintrag zum Lesen des vorgestellten Buches und zum Nachmachen jenes Eintrages inspiriert. Inzwischen ist einige Zeit vergangen, mit dem Buch bin ich längst durch und genügend Gedanken zum Thema konnte ich mir auch machen. Wenn ich also genug Geld zur Verfügung und so ein Auszeit-Jahr geplant hätte, welche zwölf Städte würde ich in zwölf Monaten bereisen und jeweils einen Monat bewohnen?

Januar: Singapur
Während es bei uns kalt und ungemütlich wäre, würde meine Reise in die Hitze gehen. Gleich zum Start wären mir aufregende, gigantische Eindrücke recht, die mir der Stadtstaat sicher bieten könnte. Auf einen „sanften“ Start hätte ich gar keine Lust, weshalb so ein kleiner Kulturschock mich bestimmt angemessen aus der deutschen Winterstarre herausholen würde. Ausruhen könnte ich mich sicher noch in anderen Monaten dieses Jahres. Oder vielleicht auch in Singapur selbst, ich hab es schließlich bisher überall geschafft, auch mal zu chillen. Und dort hätte ich einen ganzen Monat Zeit, auch für Ausflüge zu den umliegenden Badeinseln. Ja, Singapur ist ein Ort, den ich unbedingt mal erleben möchte. Es soll alles unglaublich sauber und ordentlich sein, die Urbanität soll einem den Atem rauben, viele verschiedene ethnische Gruppen sollen friedlich nebeneinander leben. Gerade deshalb auch nicht zu verachten: Das Essen aus allen möglichen asiatischen Ländern landet dort auf den Tellern. Da muss ich einfach mal hin!

Februar: Tokio
Für mich würde es in Asien weitergehen mit ein wenig Abkühlung im japanischen Winter. Trocken und sonnig, aber angenehm kühl soll es zu dieser Zeit in Tokio meistens sein. Das wäre doch genau das richtige für eine weitere riesige und sicher kräftezehrende Metropole, die zu den sichersten Städten der Welt zählt. Ich stelle mir vor, wie ich durch Tokio irre, weil ich die Schriftzeichen nicht verstehe, und genau auf diese Art die Stadt richtig gut kennenlerne. Wie ich das beste Sushi der Welt esse bis mir schlecht wird. Wie ich in einem der unzähligen Parks sitze und mich vom Trubel einer der größten Städte der Erde erhole. Wie ich auch mal aus der Stadt fliehe und das Umland, die Berge und das Meer anschaue. Wie ich mit Japanern versuche zu kommunizieren… Hach!

März: Christchurch
Neuseeland! Mittendrin! Ja, Christchurch mag nicht groß sein, aber leben und erleben lässt es sich garantiert dort auch. Und die möglichen Ausflüge erst, ich sehe mich schon auf den Spuren von „Herr der Ringe“. Australien kommt für mich nicht in die Tüte, aber Neuseeland mit seiner weitaus unbedenklicheren Fauna hat es mir im Geiste schon angetan. Das Stadtbild von Christchurch selbst soll durch viele britische Einflüsse bestimmt sein, ich stelle mir das angenehm und gemütlich vor. Gemeinsam mit der atemberaubenden Natur des Umlandes könnte ich hier bestimmt so etwas wie Entschleunigung fühlen.

April: Buenos Aires
Die argentinische Hauptstadt kurz nach deren Hochsommer ist bestimmt eine Reise wert. Die Autorin des o.g. Buches hatte Buenos Aires als ihr zweites Ziel gewählt und mir die Stadt total schmackhaft gemacht, nicht nur mit der Erwähnung der besten, zartesten Steaks der Welt. ;) Einen Monat in einer südamerikanischen Metropole zu leben, stelle ich mir nach Asien und Neuseeland wie einen wohligen Kulturschock vor: Feurig! Die Lebensart ist garantiert Welten von dem entfernt, was ich kenne oder kennengelernt habe. Und ich bin mir sicher, sie würde mir dennoch total gefallen. Ich würde vielleicht nicht gleich zur Tangotänzerin werden, aber mich treiben lassen und einlassen auf Stadt und Leute, das würde mir vielleicht sogar weniger schwerfallen als anderswo. Das hab ich so im Gefühl.

Mai: New Orleans
Von Südamerika aus würde es selbstverständlich weiter in die USA gehen! MTM und ich träumen schon länger von der „Geburtsstadt des Jazz, des Cocktails und der entspannten Lebensart“. Klingt doch absolut herrlich, oder? Die europäischste Stadt in Amerika übt einen besonderen Reiz auf mich aus und darf auf dieser Liste nicht fehlen. Ich würde zu gerne dort durch die sommerlichen Straßen tingeln, zum Jazzfestival gehen, dieses amerikanische Europa erleben, die Cajun-Küche und kreolische Speisen genießen… Mit Amerika wäre ich nach New Orleans natürlich immer noch nicht fertig, aber bei so einer kleinen Auswahl von nur zwölf Städten muss eine einzige Stadt in den Staaten nun mal reichen.

Juni: Vancouver
Kanada steht schon länger auf meiner imaginären Reiseliste und ich hatte mich auch schon längst für Vancouver als bevorzugtes Ziel entschieden. Würde ich einen Monat dort leben, würde ich mit Sicherheit einen Mietwagen fahren und öfter in die kanadischen Weiten rundherum abhauen. Vancouver soll eine offene, multikulturelle, sehr grüne Stadt mit einer hohen Lebensqualität sein; die Bilder der Stadt mit der Skyline und den hohen Bergen im Hintergrund sprechen mich total an. Und nach Vancouver Island müsste ich dann auch mal einen Ausflug machen! Und Wale kieken! Ach und die zweitgrößte Chinatown der Welt in der Stadt, die muss man doch auch mal erlebt haben (auch wenn ich in ebenjenem Viertel in New York am liebsten Reißaus genommen hätte)! Ja, ich will nach Vancouver, unbedingt.

Juli: Helsinki
Skandinavien bzw. der ganze europäische Norden üben einen besonderen Reiz auf mich aus, da stehen noch einige Reisen bei mir auf dem Programm. Finnland und seine Hauptstadt interessieren mich z.B. sehr und der Juli wäre ein geeigneter Monat, um dort zu leben. Wegen der „weißen Nächte“, wisst ihr, in denen es im Sommer nicht richtig oder zumindest sehr spät erst dunkel wird. Finde ich ja sehr faszinierend! Wahrscheinlich würde ich auch für ein paar Tage raus aus der Stadt und noch viel weiter hoch fahren, um die richtige Mitternachtssonne zu erleben. Ansonsten gäbe es in Helsinki selber sicher viel zu sehen und zu erleben. Nicht nur die Architektur soll ja ziemlich ansehnlich sein, sondern auch das Meer ist direkt vor Ort, inklusive Badestränden. Egal wie kalt das Wasser wäre, ich würd’s machen, ich würde reinspringen! Und ansonsten? Ich erwarte eine nicht ganz so hektische Großstadt, statt dessen eine gewisse Lockerheit, wie sie auch in Stockholm vorherrschte. Perfekt zum Flanieren, Käffchen trinken, Lachs essen, Bummeln.

August: Moskau
Ich bin jetzt nicht wirklich heiß auf Russland, aber Moskau möchte ich unbedingt mal gesehen haben! Ich stelle mir die Stadt sehr sehr sehenswert vor, und irgendwie auch „überrollend“ mit all ihren Sehenswürdigkeiten und Zwiebeltürmen und Menschen und Lokalitäten und Geschäften. Vor allem die offensichtliche Gegensätzlichkeit zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft ist sicher sehr spannend zu beobachten. Zu hoffen wäre, dass ich nicht in die Bredouille käme, mit waschechten Russen waschechten Wodka trinken zu müssen. Das würde ich eher nicht packen. :DD

September: Lissabon
Eine schnörkelige, mediterrane europäische Stadt gehört natürlich auch noch auf die Liste, denn längst habe ich in Südeuropa noch nicht alles gesehen, was ich sehen möchte. Ich war z.B. noch nie in Portugal, obwohl ich das schon lange vorhabe. In der dortigen Hauptstadt Lissabon stelle ich mir mich, ziemlich hingerissen vom südländischen Flair, spazierend am Hafen und durch malerische Gassen in der Altstadt vor. Die Lebensart, die mediterrane Küche, die Meeresluft und die Sonne genießend. Herrliche Hügelblicke, abwechslungsreiches Nachtleben, sonnige Küstenausflüge stünden auf meinem Plan für einen Lebensmonat dort.

Oktober: Kapstadt
Klar, Afrika fehlt noch! Ich würde mir eigentlich nur Südafrika zutrauen, und wenn ich Bilder von Kapstadt sehe, würde ich am liebsten sofort in den Flieger steigen. Im Oktober geht der dortige Frühling los, wahrscheinlich angenehm warm und nicht zu heiß. Perfekt, um den Tafelberg zu erwandern?! Naja, zur Not täte es ja auch die Seilbahn. In der Stadt erwarte ich einen langsam voranschreitenden Mix aus Kulturen und somit auch bedrückende Eindrücke, die noch an die Apartheid erinnern und vor denen ich nicht die Augen verschließen möchte. Ich erwarte auch das Erlebnis Afrika, würde gespannt der Sprache Afrikaans lauschen, mich durch quirlige Stadtviertel treiben lassen (jaja, tagsüber und nicht in den ganz gefährlichen, wird schon irgendwie hinhauen…) und bestimmt auch ein paar Touren ins Landesinnere mitmachen.
Und dann das Kap der Guten Hoffnung sehen. Was für ein Name! ♥

November: Tel Aviv
Hier war die Autorin des o.g. Buches ebenfalls, aber auch ohne sie wäre ich auf Tel Aviv gekommen. Ihre Beschreibung hat mein Interesse nur noch verstärkt. Es ist sicher hochinteressant, diese so junge Stadt kennenzulernen und ihr Leben zu leben. Ich würde den November in Tel Aviv verbringen und mich dort so langsam auf das Ende meines Reisejahres einstimmen. Auch die Autorin berichtet von einer entspannten Atmosphäre und Ausflügen, die man zur weiteren Entspannung machen kann. Tel Aviv und Umgebung sind schließlich auch Strandurlaubsorte! Es ist zwar zu dieser Jahreszeit nicht mehr ganz so heiß dort, aber meine Recherche ergab, dass am Toten Meer doch noch wärmere Temperaturen herrschen. Und das ist etwas, was ich mir nicht entgehen lassen würde! Ein paar Tage würde ich zum Toten Meer reisen, mich in ein Hotel einquartieren und mich dort einfach nur erholen. Das wäre dann auch die perfekte Einstimmung auf den letzten Reisemonat; nochmal Wärme tanken und die Fremde der letzten Monate Revue passieren lassen…

Dezember: Wien
…denn den Advent würde ich in nicht mehr ganz so unbekannten, fernen Gefilden verbringen. Ich war noch nie in Wien, nicht mal wirklich in Österreich, aber es ist vergleichsweise doch schon sehr heimatnah und die Umstellung auf andersartige Gegebenheiten wäre hier sicher nicht so drastisch wie in den Monaten zuvor. Ich stelle mir Wien zur Weihnachtszeit einfach wunderschön vor: Lichter, Kerzen, Romantik, vielleicht ein bisschen Schnee? Den hatte ich vermutlich 12 Monate nicht! Ich liebe ja den Advent und ich könnte mir in diesem Monat keinen Aufenthalt unter Palmen oder in unweihnachtlichen Gegenden vorstellen. In Wien würde ich mir die Stadt richtig vorknöpfen, schon aufgrund der Sprache und der Mentalität viel sicherer als all die anderen Städte. Und ich würde mir nach und nach Freunde und Familie einladen und ihnen „meine“ Dezember-Stadt zeigen. Zu Weihnachten würde ich das erste Mal wieder deutschen Boden betreten und den Neujahrswechsel nochmal richtig in Wien begehen. Zum Abschluss eines unglaublichen Jahres!

So, jetzt bin ich nah dran, meinen Arbeitgeber um ein Sabbatjahr zu bitten und mich einfach zu verpissen. Ich bin durch diesen Eintrag imaginär in jede Stadt gereist, habe mich belesen, mir Bilder angeguckt und Sehnsüchte entwickelt. Noch nie hat mich das Schreiben eines Blogeintrages so viel Zeit gekostet, aber ich habe sie gerne geopfert. Ich werde das hier mal als Liste sehen, bei der ich vielleicht ja hier und da mit der Zeit etwas werde abhaken können?! Mal kieken.

Und ihr so? Welches wären eure zwölf Städte? Und warum?

Ein frohes Neues, nachträglich!

So, da bin ich wieder. Nach 19 Stunden Reise vom Hotel bis zu unserer Wohnung möchte eine leicht sonnengebräunte, kraftaufgetankte aber gerade ziemlich müde und fröstelnde Bellona euch noch ein gesundes, zufriedenes, schönes Jahr 2014 wünschen!

Auf einen Jahresrückblick verzichte ich, meine Highlights waren meine Urlaube, und davon habe ich ja schon groß und breit berichtet. Der nächste große Urlaubsbericht folgt ja auch bald, wenn ich wieder klarkomme mit der „Ersten Welt“. :DD

Wie schon 2012 und 2011 zeige ich auch für 2013 meinen kleinen Jahres-Lese-Rückblick (ihr wisst ja, meine Listenobsession…):

Bücher 2013

Das letzte Buch habe ich zugegebenermaßen erst 2014, nämlich im Urlaub, beendet, aber eben noch 2013 angefangen. Und die nicht abgehakte Bridget Jones ist meine derzeitige Badewannenlektüre, die ich zum 5. Mal und parallel zu den E-Books lese.

Apropos Wanne: Da geh ich jetzt mal rein, um den Temperaturschock zu überwinden. Es ist zwar derzeit nicht besonders kalt hier für Januar, aber ich hatte mich doch gerade an tropische Gradzahlen gewöhnt! Frisch und wieder aufgeheizt werde ich heute Abend dann meine beste Freundin empfangen, die auf eine Übernachtung vorbeischneit. Die Müdigkeit wird ignoriert – so fängt das neue Jahr an, wie das alte aufhörte: Kein bisschen langweilig.

Ausgehen mit dem Ehemann 2.0

Gestern war wieder so ein goldener Herbstsamstag wie letzte Woche, dieser Oktober 2013 lässt sich echt nicht lumpen und zeigt sich von seiner besten Seite. MTM und ich wollten diesen Samstag daher gebührend würdigen, weshalb wir die Bude dreckig ungeputzt ließen und nach einem gelungenen Kohlrabieintopf raus gingen. Einen Plan hatten wir nicht, wir latschten irgendwie ein bisschen „ins Blaue“, wie wir das im Urlaub auch ganz gerne mal machen.

Als ein herumstehendes Car2Go unseren Weg kreuzte, düsten wir runter zum Unteren Schlossgarten, stellten das Autochen dort ab und liefen lange durch diese große Stuttgarter Parkanlage, bis wir im Mittleren Schlossgarten ankamen. Nach all der Sonne und den schönen bunten Farben fanden wir es nicht schlimm, uns dem mal kurz zu entziehen.

Denn unseren Weg kreuzte die neue, riesige Stuttgarter Stadtbibliothek, die sehr imposant aus einer großen Baustelle herausragt. Sie leuchtet im Dunkeln sehr farbenfroh und schon oft dachte ich mir, dass man da mal reingehen sollte. Nun war es also soweit und MTM und ich bereuten diesen kulturellen Teil unseres Ausfluges kein bisschen. Die Aufmachung des Gebäudes ist sehr interessant, alles ist supermodern und hell und freundlich und es gibt wirklich viel zu lesen/hören/sehen. Überall findet man gemütliche, ruhige Plätze und wenn man von den Büchern mal aufschaut, hat man meist eine ziemlich weitschweifende Aussicht auf Stuttgart und Umgebung. Diese Aussicht kann man auf der Dachterrasse richtig intensiv genießen, zum Beispiel auf einem der fest installierten Liegestühle. Hunger und Durst lassen sich in dem bibliotheksinternen Café „LesBar“ stillen, welches von der Caritas betrieben wird. Und das Beste: Mitten im städtischen Trubel findet man in (oder oben auf) diesem riesigen Würfel eine herrliche Ruhe, da dieser Ort der einzige in der Stadt zu sein scheint, der nicht von Menschen überlaufen ist. Das ist etwas ganz besonderes hier und ich glaube, dort wird es mich wieder mal hinziehen.

Wir zogen nach einiger Zeit weiter, am Hauptbahnhof vorbei in die Innenstadt. Leider haben wir vom „Zombiewalk“ nichts mitbekommen, später sahen wir nur Flaschen mit Kunstblut auf dem Boden herumliegen. Wir hielten uns jedoch gar nicht so weit davon entfernt auf, nämlich zunächst am Palast der Republik, einer absoluten Kult-Institution in Stuttgart. Hier kann man sich völlig ungezwungen auf ein Bierchen niederlassen, wenn Platz ist auf einem der Bänke oder Stühle, wenn nicht dann auf dem Boden. Rund um den kleinen Pavillon, dem „Palast“ ist immer was los am Wochenende. Normalos, Alternative, Junge, Ältere sitzen hier zusammen zum Relaxen, Quatschen, Rumgucken. Zum spießigen, verbohrten Ruf Stuttgarts passt das gar nicht, da sieht man mal wie hohl Vorurteile sein können. Dies ist nämlich nicht der einzige Ort in der Stadt, an dem man abends ungezwungen und locker und ohne überstylten, oberflächlichen Schickimickischeiß unterwegs sein kann.

Unseren Hunger stillten wir diesmal auch unkoventionell in einem echten schwäbischen Schnellimbiss. Für Nichtschwaben wie mich gibt’s dort auch Currywurst, ausnahmsweise. ;) Wir liefen dann ein ganzes Stück weiter zu einer sehr kleinen, kauzigen Cocktailbar, die ich schon lange mal ausprobieren wollte. Und danach weiter zum nächsten Schuppen. Gegen 10 Uhr waren wir mittlerweile sieben Stunden unterwegs und eigentlich auch sehr zufrieden mit diesem Tag. Also entschieden wir, nach Hause zu fahren statt uns die Nacht in der Stadt um die Ohren zu hauen. Es ist doch auch mal ganz angenehm, sonntags nicht zerknirscht, sondern fit zu sein!

Stuttgart Collage

Das wird doch nicht etwa…

Sch?nwetter

…der Frühling sein?! Hm, die 22°C fühlten sich zumindest so an. Und der Feierabendkaffee auf dem einst verwaisten Balkon auch.

Balkon

Die Lektüre zur Urlaubsvorbereitung hat das Gemüt noch zusätzlich erhellt. Denn wenn der Frühling sich wieder verpisst, fahr ich ihm einfach hinterher! Noch einen Tag arbeiten und dann…ARSCHLECKEN!

Nachtrag: Kaum gebloggt, schon schifft es. :D

Jahresendeintrag

Dieser Dezember war wunderschön, aber auch anstrengend und sehr feierlastig. Nicht zuletzt die Weihnachtszeit und dieses „zwischen den Jahren“ schlauchten ordentlich. MTM und ich verbrachten die letzten Tage in meiner Heimat:

23.12. Weihnachtsmarkt und viele Glühweine mit meiner Cousine und ihrem Freund in Dresden mit anschließendem Absacker in einer Bar.

24.12. Ein lustiges und schönes Weihnachtsfest mit meiner Familie, Orangenpunsch und lustigen Spielen.

25.12. Große Fresserei mit der ganzen Familie im Restaurant und abends eine richtig fette Party in unserer Provinzdisse mit haufenweise Freunden und Bekannten, die man das ganze Jahr nicht sieht.

26.12. Große Ganztagsfresserei nur mit MTM und meinen Eltern, den ganzen Tag in Jogginghosen und auf der Couch.

27.12. Großer Shoppingtag in Dresden mit Millionen von anderen Schnäppchenjägern! Erfolgreich haben wir einen beachtlichen Teil unseres Weihnachtsgeldes auf den Kopp gekloppt, nämlich durch den Erwerb von neuen Kissen, einem Bräter und einer tollen neuen Pfanne.

28.12. Nachträgliche Grillparty zu meinem 30sten im Garten meiner Eltern mit dem Motto „90er“. Viele gingen diesmal leider schon früh (so um 2), aber MTM, ich, meine Cousine und ihr Freund hielten bis 6 Uhr die Stellung. ;)

29.12. So beschissen ging es mir lange nicht nach einer Party, obwohl ich ausschließlich Weißwein getrunken hatte. Nur über die Menge bin ich mir nicht ganz im Klaren, vermutlich lag’s daran.

30.12. Rückfahrt nach Stuggi und langes Auspacken der Koffer und Verstauen der Geschenke.

Und heute? Ey, chillen! :D

Wir haben schon zwei Mediamarktbesuche hinter uns, das ist an Silvester natürlich besonders clever, vor allem wenn man ein Raclettegerät kaufen will. In einem Media Markt waren tatsächlich alle Geräate ausverkauft! Im anderen gab es noch eins, zum Glück. Bei der Gelegenheit haben wir uns gleich noch einen weiteren Wunsch mithilfe unseres Weihnachtsgeldes erfüllt und nun schon zwei köstliche Espresso á la George Clooney hier zu Hause trinken können.

Ich sinniere jetzt vor „Dinner for One“ im TV noch ein bisschen über 2012, in dem ich wunderschöne Tage und Stunden verlebt habe. Ich hatte zwei tolle Urlaube, habe ein paar neue Städte kennengelernt, Konzerte besucht, viel gefeiert, Zeit mit Freundinnen und der Familie verbracht und meine ganz persönliche Traumhochzeit genossen. Das Jahr hat es gut mit mir gemeint, dafür bin ich sehr sehr dankbar.

Gelesen habe ich diesmal nicht so viel wie im letzten Jahr, ich hinke im Vergleich genau 5 Bücher hinterher. Das liegt vor allem an der wenigen Zeit, die ich in den letzten Wochen des Jahres hatte wegen all der aufregenden Ereignisse. Ich habe schon wieder sechs neue Bücher im Regal stehen, deren Lektüre ich kaum erwarten kann. Nun wird es ja wieder etwas ruhiger und ich freue mich auf gemütliche, ruhige Schlechtwetterlesetage im Januar und Februar.

Bücher 2012

Euch allen einen solchen Rutsch ins Jahr, wie ihr ihn euch wünscht!

Allein allein…

So, das nächste Strohwitwenwochenende ist angebrochen. Ich vermisse meinen Knallkopp jetzt schon, aber trotzdem freue ich mich, dass endlich Wochenende ist. Es wird ziemlich still werden für mich, da ich keine Verabredungen o.ä. habe. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich mich nicht selbst hervorragend beschäftigen könnte. Sich selbst genügen ist wichtig, muss man können!

Ich bin also gut vorbereitet auf die kommenden Stunden und Tage. Ich werde lauter Mädchensachen machen, aber auch meine wachsende To-Do-Liste mal zaghaft angehen.

Strohwitwenwochenende

Das ruhige Wochenende wird mir zum Kräftetanken noch einmal gut tun, ich bin nämlich bald auf Karnevalsurlaub. :D

Heiter raus und heiter rein

Wir haben die Silvesternacht in München bei einer kleinen aber feinen Hausparty verbracht und begrüßten um 0 Uhr das neue Jahr bei strömendem Regen auf dem Königsplatz. Es war ein verrückter, tanzbarer, geiler, herzlicher, entspannter Abend. So stelle ich mir Silvester vor: Völlig stressfrei für alle Beteiligten.

Auch mein persönliches 2011 hatte Höhen und Tiefen. Ich war im letzten Jahr eine trauernde Enkelin, eine Single-Urlauberin, eine Konzertgängerin, eine Genießerin, eine Umzugsunternehmerin. Ich wurde zur Verlobten gemacht und starte nun ins neue Jahr als Hochzeitsplanerin. ♥

Meinen Vorsatz, im Jahr 2011 wieder intensiver zu lesen, habe ich mir selbst erfüllt. Und weil ich so listengeil bin, kann ich nun auch stolz auf ‚mein Jahr in Büchern‘ blicken…

Bücher 2011
Bücher 2011
Der Füller ist mein Weihnachtsgeschenk von MTM, damit ich viele weitere schöne (Hochzeits-)Listen schreiben kann.

Den Eco nehm ich zur Hälfte mit ins neue Jahr. Zwei Bücher dieser Liste habe ich zum zweiten Mal gelesen aus Freude an den Geschichten. Ich bin zufrieden mit meiner 12-monatigen Leseleistung, trotz der Erkenntnis, wohl nie jene meiner Mutter zu erreichen (ca. 40 Bücher pro Jahr). Ist ja aber auch kein Wettkampf und schließlich lese ich ja auch noch Blogs.

Ein frohes und vor allem
gesundes neues Jahr wünsche ich
allen Lesern und Freunden!

Balkon gepimpt

Letzte Woche haben wir endlich mal unseren Balkon ein bisschen hübsch gemacht, damit wir den Sommer schön genießen können. Wichtig ist natürlich in dem Fall auch ein Sonnenschirm, da die Sonne die ganzen Tag auf unseren dachlosen Balkon brettert. Hält ja keine Sau aus, hömma.

Balkon

Ist richtig hübsch geworden, finde ich. Mit ein paar Tricks kann man auch aus so einem kleinen Balkon was machen. Hätte ich auf den ersten Blick damals beim Einzug gar nicht gedacht. Ich kann sogar noch Wäsche draußen trocknen (dann wird’s aber schon recht eng) und auch für eine schöne große Tomatenpflanze habe ich noch Platz gefunden. Das wollte ich schon immer mal machen: Auf meinem Balkon (bisher blieb mir dieser Luxus in meinen Wohnungen verwehrt) irgendwelches Gemüse/Obst heranwachsen lassen.

Tomatenpflanze

Gestern Abend haben dann MTM und ich zum ersten Mal diesen kleinen Luxus eines Balkons in vollen Zügen ausgenutzt. Wir verbrachten den ganzen lauen Sommerabend draußen bei Kerzenschein, einem Cannstatter Trollinger und frischen Erdbeeren. Ab und an redeten wir auch ein paar Worte, aber unsere Hauptbeschäftigung war an diesem Abend das Lesen. Die meiste Zeit saßen wir uns also schweigend gegenüber und schmökerten. Und wisst ihr was? Ich fand’s einfach toll. Sowas miteinander machen zu können, genieße ich in vollen Zügen.

Heute früh nutzten wir den Balkon dann zum ersten Mal für ein Frühstück in der noch „kühlen“ (eigentlich ist dieses Wort ziemlich unangebracht für 25°C) Morgenluft. Dann bunkerten wir uns in in die Wohnung ein. Rollos runter, Fenster zu…und nun sitzen wir seitdem hier und dampfen vor uns hin. Scheiße, ist das HEISS heute! Hier drinnen 28°C, draußen um die 36°C und in der Sonne schätzungsweise 148°C. Das Drinnenhocken ist da ganz und gar nicht schlimm, finde ich. Mein Buch hab ich jetzt fertig (Danke nochmals an Kristinschn für die Leihgabe – ich fand es sehr gut und spannend!), jetzt schmöker ich im Blogland noch ein bisschen rum und später, wenn die Sonne weg ist, brechen wir zu einer sogenannten „Soiree“ (der Gastgeber hat Humor, nicht? ;)) bei Freunden auf. Hoffentlich hatten die heute auch den ganzen Tag die Rollos unten und die Fenster geschlossen…