Wochenende(n)

Es kann nicht alles immer gut sein, doch zumindest kann man aus vielen Tagen einfach das Beste machen. Und das versuche ich momentan, sogar recht erfolgreich. Komisch, oder? Man muss sich vornehmen, sich selbst zufrieden zu machen. Also, ich zumindest. Wobei ich froh bin (und sein kann), dass mir das meistens gelingt.

Momentan bin ich relativ scharf auf Ausflüge, Tapetenwechsel und Genuss. Meinem Freund geht es ebenfalls so. Und somit sind dann auch äußere Umstände egal (wie an diesem Wochenende z.B. das Wetter oder die kneifende Jeans wegen des Nikotinmangels oder die Lust am Nikotin wegen Nichtmehrrauchens seit 1.1.11), wir machen einfach. Gefällt mir gut so. Und ich bin froh, dass wir meistens so können wie wir wollen. Wir können es uns finanziell und gesundheitlich leisten und haben auch noch einander zum Teilen der schönen Momente. Uns gehts gut.

Lange Rede, also nun zum Eigentlichen: Am vorletzten Wochenende stürmten wir sonntags bei wunderbarem Wetter hinaus ins Leben, gerade in diesen Tagen mit dem verstärkten Bewusstsein, wie kurz es doch ist. Wir begaben uns auf die Spuren von Friedrich Schiller und besuchten seine kleine und wunderschöne Geburtsstadt Marbach am Neckar. So waren wir ja ziemlich kulturell unterwegs, mal was ganz neues. ;) Wir schlenderten durch die Sträßchen und Gässchen, besuchten Schillers Geburtshaus, aßen Eis, versuchten uns das Leben in einem dieser herrlichen Fachwerkhäuser vorzustellen…Hach! Es war einfach ein zufriedenstellender Ausflug, irgendwie in eine andere Welt.

Marbach Stadtmauer Schillers Geburtshaus

Dieses Wochenende war ja eher nicht so himmelblau, obwohl es eigentlich am Samstag danach aussah. Die Sonne küsste uns wach und wir beschlossen spontan, an den Bodensee zu fahren. Mit der Fähre von Friedrichshafen in die Schweiz, so war der Plan. In der Schweiz war ich noch nie, eine Schande eigentlich. Nun ja, wir fuhren los bei strahlendem Sonnenschein und 10°C und kamen an bei 0,5°C, grauem Himmel und Nebel ohne Ende. Ich hab mal gehört, dass es am Bodensee in den Herbst- und Wintermonaten extrem viele Suizidfälle geben soll. Glaub ich sofort. Ich bin ja nun nicht so zart besaitet und lass mich bewusst nicht wirklich vom Wetter beeinflussen, auch an diesem Tag nicht. Deshalb fand ich den Ausflug dennoch schön und habe ihn genossen. Nur die Schweiz haben wir gelassen, Boot fahren durch den Nebel brauche ich nun wirklich nicht. Also fuhren wir nach Meersburg, wo wir schon mal ein Wochenende verbrachten, als wir gerade 6 Monate ein Paar waren (Himmel, das war 2006!). War ein schönes Revival irgendwie. Es sah noch genau so aus, außer dass gerade „Fasnet“-Zeit ist und überall Stofffetzen und Krawatten rumhingen. Fand ich alter Karnevalshase ja richtig cool, schade dass an diesem Tag nix diesbezüglich los war. Jedenfalls war es trotz trüben Wetters einfach schön, wir sind viel spaziert und haben leckeren Bodenseefisch („Felchen“ – vorher nie gehört) genossen.

Meersburg Fasnet Bodensee

Und so ist nun wieder ein Wochenende vorüber. Aber ich freu mich auf diese Woche. Es liegt einiges an, es wird stressig, aber auch schön. Ganz bestimmt. Und ich werde berichten. Ganz bestimmt.

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