Erholung nach dem Urlaub

Wir waren im Urlaub, eine Woche an der Ostsee, wie jedes Jahr Ende Mai, über den Geburtstag meines Papas. Diesen Tag will meine Mutti nicht alleine verbringen, und wir wollen das auch nicht. Wir freuten uns alle sehr auf das Meer, die Ostseeluft, Kühlungsborn. Es ist einfach schön dort.

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Leider begann gleich der erste volle Urlaubstag mit einem Pseudokrupp beim Kleinen, sodass wir zum Kinderarzt mussten (das ist schon in Stuttgart immer ein Drama, aber nun auch noch in der Fremde…) und dann im Anschluss drei Tage lang ein wirklich ganz schön krankes Kindchen an uns kleben hatten. Er hatte ganz starken Husten, auch Fieber, und war sehr sehr weinerlich umnd anhänglich. Nun, wir haben natürlich trotzdem das Beste draus gemacht und schließlich konnten wir uns ja auch immer bisschen mit Oma abwechseln. Wir hatten so ein herrliches Wetter die ganze Woche lang und hatten sowieso keine großen Pläne außer am Strand zu liegen. Leider hatten wir das Badezeug für den Kleinen halt umsonst mit – das hatten wir uns anders vorgestellt. Aber so ist es eben. Immerhin konnten MTM und ich trotzdem zwei herrliche Sonnenuntergänge zu zweit genießen.

Meine Mutti konnte auch an einem Abend mit meiner Tante und meinem Onkel (die waren auch ein paar Tage da) zu einem Lagerfeuer am Strand gehen und pünktlich zum Geburtstag meines Papas war auch der Kleine wieder fit, sodass wir wie jedes Jahr zu Karl’s Erlebnishof fahren konnten.

Am Tag der Abreise ging es dann bei mir so langsam los: Ich hatte mich natürlich beim Kindchen angesteckt. Nach der „Zwischenlandung“ in meiner Heimat und einer Übernachtung dort, fuhren wir gestern wieder zurück nach Stuttgart, über acht verfickte Stunden bei bestem Sommerwetter. Meine Erkältung wurde schlimmer und schlimmer und heute bin ich einfach mal total am Arsch. Ich versuche nun, mich noch ein bisschen zu erholen, bevor morgen der Arbeitsalltag wieder losgeht. Gerade weiß ich gar nicht, wie ich einen Tag im Büro überstehen soll, aber morgen ist es bestimmt schon wieder etwas besser. Positiv denken, immer positiv denken. ;)

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Was den Kleinen nicht umhaut…

…haut die Große um. Unglaublich.

MTE hat am Mittwoch morgens um 5 im Bett gebrochen. Nach kurzer Irritation seinerseits wollte er Milch trinken und war ganz gut drauf. Die Milch kam auch wieder raus, aber das war’s dann. Er blieb den Tag trotzdem zu Hause, aß nicht besonders gut (aber auch nicht nichts) und war sonst total fröhlich und fit. Am Donnerstag in der Kita hatte er dann ein Mal die Hose ganz arg voll, aber abgesehen von wenig Appetit war ihm sonst auch nichts anzumerken. Das war’s. Kein flotter Otto und kein Brechen mehr.

Dann war ich dran. Fragt nicht nach Sonnenschein. Von Donnerstagnacht um 3 bis Freitagmittag um 11 musste ich alles was so geht im Wechsel oder gerne auch zeitgleich, ca. im Viertelstundentakt. Ich hatte sooo einen Durst und konnte nichts bei mir behalten. Am Ende hab ich geheult und wollte nicht mehr leben. Kotzfrei, und damit wieder in der Lage zu trinken, war ich dann ab 11 Uhr, der Rest ging erst abends weg. Flach lag ich bis Samstagmittag noch.

Dann war MTM dran. Samstagabend, 3x brechen, schlapp und müde bis Sonntagabend. Das war’s.

Exakt so lief auch unsere letzte familiäre Noroinfektion, im Dezember 2016. MTE hatte sogar noch weniger auszustehen (zum Glück), MTM hatte 4x gebrochen und ich wollte nur noch sterben nach einer ganzen Nacht Toilettenpein.

Frauenfeindliches Arschgeigenvirus.


Gestern Nachmittag konnten wir dann alle 3 endlich mal wieder geschlossen vor die Tür, um das wundervolle Wetter zu genießen. Wir fuhren in den Höhenpark Killesberg in Stuttgart, doch so schön die Sonne auch schien, lange hielten wir es nicht aus. MTM war noch geschwächt und uns allen froren fast die Gliedmaßen ab. Ich finde Minus 2 Grad zwar nicht sooo kalt, aber der Wind war echt richtig eisig. Immerhin konnten wir ein paar Tiere angucken, ein bisschen auf dem Spielplatz spielen und rutschen, und immerhin wurden wir mal wieder gelüftet. Umso schöner war auch das Heimkommen in die vormittags von mir desinfizierte Bude wieder, und das Couchkuscheln zu dritt. ♥

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Wiedersehen macht Freude!

Nicht nur zwischen Papa und Sohn, die sich nach einer Woche (von den anderthalb Wochen Heimataufenthalt war MTM drei Tage auch mit dort, dann flog er zurück nach Stuggi) endlich wieder hatten, sondern auch zwischen mir und dem Winter. Ich freu mich so über jedes bisschen Schnee! Vor allem hier in Stuttgart, wo Schnee, wenn überhaupt vorhanden, sowieso immer viel schneller wegschmilzt. Und überhaupt, ich freu mich auch sehr über winterliche Kälte, ich finde die knackig kalte Luft so toll, und dass man sich dick einmurmeln muss um nicht zu frieren, und dass eine heiße Wanne dann so viel attraktiver ist. Ja, ich mag den Winter, wenn er so ist.

Am Sonntag starteten wir mit einem Wiedersehensfamilienfrühstück zu dritt und im Schlafanzug. So sieht unser Familienidyll aus, und das so gut wie jeden Sonntag. Ich liebe das. Diesmal musste ich nicht mal zum Bäcker mit blasser Nase und strubbeligem Haar, denn ich hatte gute, günstige Brötchen mitgebracht von „unserem“ tollen Dorfbäcker in der Heimat. Wir ließen uns am Vormittag Zeit für alles, hatten aber trotzdem noch die Möglichkeit, eine Weile durch den Schnee zu stapfen, Schneebälle auf uns zu schmeißen, Schnee zu essen (Kind, was will man machen ;D), und die klare Luft zu atmen.

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Zum Mittagessen kehrten wir dann hungrig in unsere Sportgaststätte hier im Stadtteil ein, die eine Mischung aus griechischem und schwäbischem Essen anbietet. Zaziki kam diesmal beim Kind überraschenderweise nicht so gut an, dafür aber natürlich Maultaschen mit Kartoffelsalat. Den Schwaben kriegst du nicht mehr raus aus dem Kind, komme was wolle. ;)

Den Nachmittag verbrachten wir getrennt, sodass ich mal ein paar Stunden allein in der Bude habe, um mich wieder einzuleben, sozusagen. Und der Abend lief dann genauso familiär und entspannt weiter. Spielen, Abendbrot, Bücher lesen, Tatort. Letzteres natürlich ohne Knirps!

Mein Wochenende in Bildern

An diesem Wochenende war schon einiges los, da konnte man einige Fotos machen, und deshalb mach ich jetzt auch mal so einen Eintrag. Ich lese diese Art Blogeinträge auch bei Anderen total gerne. :)

Samstag

Ich bin früh morgens in die noch ganz ruhige Innenstadt gefahren und habe unterwegs eine perfekte Butterbrezel gefühstückt, während meine Männer zu Hause frühstückten und sich für den Tag fertig machten. Während ich beim Friseur war, waren auch die beiden beim Friseur – mein Mann empfand die Haare meines Kindes als zu strubbelig und hat das Ding halt einfach durchgezogen. Das Kind war (wider Erwarten, ehrlich gesagt) sehr tapfer und ich bin froh, dass ich das nicht mit ihm machen musste.

Ich bin dann noch 6 Stunden durch die Geschäfte gebummelt, hab für mich, aber hauptsächlich für’s Kind geshoppt, über das erste Frühlingserwachen gestaunt und mir ein richtig geiles Eis gegönnt, trotz eisiger Kälte draußen.

Sonntag

Meine Jungs verbringen den Vormittag im Zoo, wo sie eine kranke Kuh entdecken, fleißig „pusten“ damit es bald „wieder dut“ ist. Zu Hause wird die Situation detailgetreu nachgestellt. :D

Zum Mittagessen koche ich ein indisches Garam Masala Curry, das ich bei der lieben Mama will Schoko entdeckt habe. Nach dem Mittagsschlaf macht der Herr des Hauses perfekte Plinse zum Vesper.

Während unser Besuch da ist, die Kinder ausgiebig toben, die Erwachsenen ein paar Sekt/Bier trinken und wir alle gemeinsam noch ein ebenfalls heute Mittag gekochtes Chili con Carne zum Abendessen genießen, wird draußen die Welt in Puderzucker gehüllt. Sooo schön, ich freu mich!

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Warte mal, wann war das noch gleich?

Ach, richtig, am Sonntag, den 1. Oktober! Mittlerweile 12 Tage her, aber trotzdem noch bloggenswert, finde ich. Wir haben an diesem Sonntag nämlich einen kleinen Ausflug gemacht, wirklich klein, denn erstmal sind wir den Vormittag chillig angegangen (der Mann war am Vorabend aus und ich hatte noch mit meiner Partynacht vom Freitag zu tun, so körperlich). Dann hab ich lecker gekocht zum Mittagessen und mich danach mit dem Kleinen zusammen hingelegt zum Mittagsschlaf. Seit er in der Kita ist, hab ich sehr doll das Bedürfnis, am Wochenende mit ihm zum Mittagsschlaf zu schmusen. Tut mir ja auch gut und er freut sich wie verrückt, wenn man sich mit ihm zusammen ins große Bett legt. Herzallerliebst. Na, jedenfalls hatten wir dann nur noch ein kleines Zeitfenster für einen Herbstausflug, denn das Kind schlief bis kurz nach 3. Dann gab es erstmal Vesper und eeendlich konnten wir bei schönstem Wetter los zum Rosensteinpark.

Dort gab es…nichts, außer dem herrlichen Herbsttag. Es war so sonnig und warm und trotzdem atmeten wir richtig frische Herbstluft und genossen die Bewegung. Der Kleine brauchte das alles sowieso für seine verstopfte Nase, auch wenn seine Erkältung uns oft zwang, ihn auf Schultern oder den Armen zu tragen. Trotzdem tollte er auch über die Wiese, sammelte Blumen, Blätter, Eicheln und Kastanien und schaute kleinen Mädchen hinterher. :D

Irgendwann hatte er aber genug, so dass wir auf einer Bank noch kurz ganz in Ruhe die Enten und Schwäne beobachteten und dann schon wieder den Heimweg antraten. Es war auch schon wieder Abendbrotzeit!

Wir alle schliefen an dem Abend ganz hervorragend, ganz bestimmt wegen der guten Luft (ja, auch in Stuggi gibt’s das ;)) und der herrlichen Sinneseindrücke. Ich erwähnte ja unlängst schon, wie sehr ich den Herbst liebe. Solche Tage bestätigen mich darin einfach.

Kastanienbewegung 2017/18

Ich habe keine Ahnung, wie lange ich schon bei der herrlichen Blogaktion „Kastanienbewegung“ mitmache, so ein fester Bestandteil ist sie in meinem Leben geworden. Mittlerweile machen nicht mehr nur Blogger mit, sondern auch ganz normale Leute! ;) Meine Mutti und mein Papa haben sich davon ebenfalls anstecken lassen und wenn Mutti das hier liest, wird sie spätestens auch wieder dran denken und eine Kastanie suchen.

In diesem Jahr war ich gar nicht selbst meines Kastanienglückes Schmied, sondern mein kleiner Wirbelwind. Fast neben unserem Wohnhaus steht eine riesige Kastanie, mitten im Außenbereich eines Restaurants. Man hört es dort zur Zeit nur scheppern und ich glaube, kein Mensch kann gerade ruhigen Gewissens unter diesem Baum etwas essen oder trinken. Der ganze Hof ist voller Kastanien und täglich sieht man dort während der Schließzeiten Kinder herumspringen und Kastanien sammeln. Wir haben diese Woche spontan vorbeigeschaut, als gerade eine Angestellte die Blätter und Kastanien zusammenkratzte, um Ordnung für die nächste Öffnungszeit zu schaffen. Sie hatte nichts gegen die Sammelaktion meines Kindes, das völlig außer Rand und Band war und vermutlich ohne Weiteres bis zum Folgetag hätte sammeln können. :D

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Irgendwann musste ich dem ein Ende setzen, unter Protest natürlich, wie bei ihm aktuell üblich. ;) Zu Hause horten wir jetzt alle Kastanien in einer Duplo-Kiste und ich hab mir heute eine kleine, süße Handschmeichlerin herausgesucht, die mich nun durch Herbst und Winter in meiner Jackentasche begleitet. ♥

Wer ganz genau wissen will, was sich hinter dieser Aktion verbirgt, klickt einfach oben auf den Link und liest sich rein. Wer schon längst Bescheid weiß und mitmachen will, schreibt am besten einen Eintrag und präsentiert damit stolz seine Handschmeichlerin für die Winterjackentasche! Einen Link zu dem Eintrag solltet ihr der lieben Theo zukommen lassen, am besten hier als Kommentar. Sie ist die Erfinderin dieser wunderbaren Bewegung und freut sich über jeden, der mitmacht!

Riesengroße Herbstliebe

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Mit unserer ersten hausgemachten Kürbissuppe ist die Herbstsaison bei uns eröffnet, und ich freu mich des Lebens! Ich hab plötzlich irgendwann angefangen, den Herbst total zu lieben. Er ist eigentlich meine Lieblingsjahreszeit geworden. Die frische Herbstluft zu atmen, ist toll. Das Sonnenlicht ist anders, so warm, nicht so stechend. Die Herbstfarben sind so schön stimmungsvoll. Es wird gemütlicher zu Hause, man schwitzt nicht mehr nachts und kann sich wieder so schön einkuscheln. Wenn es regnet, ist der Herbst für mich trotzdem noch voll okay, denn dann liebe ich mein kuscheliges Zuhause noch mehr. Ich gehe wieder gerne in die Badewanne. Die Eintopf- und Suppenzeit geht wieder los und so wärmen wir uns schön und lecker von innen. Also, ich bin ein Fan dieser Jahreszeit, wie man merkt. ♥

 

Ostsee – Tag 6

Kindertag! Und stellt euch vor, diesen Tag haben wir Rabeneltern NICHT mit unserem Kind verbracht! ;) Da nun noch mehr Familie zur Unterstützung meiner Gipsbeinmutti vor Ort war, konnten MTM und ich unseren heiß ersehnten Paartag machen.

Es war sonnig, aber stürmisch und kühl. Deshalb, so zumindest meine Version, liehen wir uns Elektrofahrräder. Wer will schon gegen den Wind ankämpfen? Ich denke, wir hätten uns aber auch bei Windstille solche statt normaler Fahrräder geliehen, weil MTM total scharf drauf war, das auszuprobieren. Als wir dann ein paar Meter gefahren waren, machten wir schon den ersten Zwischenstopp bei meinem Wahnsinnsdaiquiri – ja, noch vor dem Mittagessen! ;) Dieses nahmen wir dann nach wenigen weiteren Kilometern auf dem Rad ein, immer noch in Kühlungsborn, in einem ganz liebevollen, schnuckeligen, kleinen Restaurant. Auch wenn es etwas teurer dort ist – die frische Küche und die Bedienung und die Atmosphäre im „Seeteufel“ sind es allemal wert!

Nach dem Essen hatten wir dann eine etwas weitere Strecke vor uns, denn wir wollten nach Rerik fahren und zu meiner Enttäuschung führte uns der Radweg nicht direkt am Meer entlang. Dennoch sah man es ab und zu mal und die ganze flache Landschaft und die Ruhe und das Grün waren ja auch nicht zu verachten.

In Rerik kamen wir dann zwar zerzaust, aber nicht total fertig (Elektroräder sind leider bisschen geil) am Hafen an und spazierten ein wenig umher, bevor wir uns in einem Strandkorb mit Meerblick niederließen und Kaffee/Wein/Eisbecher genossen. Ok, der Eisbecher war scheiße und nicht so richtig zu genießen, aber immerhin hatten wir das schönste Plätzchen am Hafen, fanden wir. Deshalb saßen wir dort auch ziemlich lange, doch irgendwann wurde es Zeit und wir mussten schon wieder den Heimweg antreten. So ein Paartag geht rum wie nix.

Auf dem Rückweg entdeckten wir dann einen gesperrten Radweg am Meer entlang und da auch andere Radfahrer durch die Absperrung fuhren, machten wir das auch. Und das war der Grund für die Sperrung:

Wir haben es erfreulicherweise überlebt und kamen wohlbehalten wieder in Kühlungsborn an, wo wir gerade noch so unsere Räder abgeben konnten, bevor wir schon wieder mit der Familie zum Abendessen verabredet waren. Der Kleine hatte einen schönen Tag mit den Großen und freute sich trotzdem sichtlich, uns wieder bei sich zu haben. Total süß. ♥ Aber im Restaurant war er dann wieder nicht so süß, als sein Essen kochend heiß serviert wurde und ich ihn deshalb erstmal nicht allein essen lassen konnte. Das hat ihn zur Weißglut getrieben und er hat kurz mal die ganze Bude zusammengebrüllt (also wirklich kurz, das uferte nicht aus ins Unermessliche). Aber er hätte auch so gebrüllt wenn er heißes Essen im Mund gehabt hätte. Am Nachbartisch fühlte man sich sehr gestört und die Kellnerin sagte beim Aufnehmen der Bestellung an ebenjenem Tisch: „Das Kind brüllt so laut, ich verstehe sie nicht!“ Gut, sorry, ich bin jetzt aber auch keine Mutter, die mit ihrem Kind bei jeder Unstimmigkeit raus rennt (wenn das jetzt länger angedauert hätte, wäre ich schon mit ihm rausgegangen, aber ich wusste ja woran es liegt und dass es wieder gut ist, sobald er endlich sein Essen essen kann). Und im Übrigen musste ich als kinderlose Frau in Flugzeugen und in Restaurants und sonstwo auch schon oft dieses Gebrüll ertragen und saß nicht offensichtlich kopfschüttelnd da. Klar war ich dann auch genervt und hab die Augen gerollt, aber doch nicht so dass die das mitgekriegt haben! Mich können die alle mal, ehrlich. Da fühlt man sich schon zum Kotzen, wenn das eigene Kind die anderen Leute stört und natürlich auch, weil man selbst ein schönes Abendessen will, und dann geben solche Leute einem auch noch zusätzlich ein scheiß Gefühl. Dann muss man eben drauf achten, dass man einem Kleinkind kein brandblasenverursachendes Essen serviert, ist ja so schwer auch nicht, oder?! Das hab ich über das Geschrei hinweg auch laut gesagt, die Kellnerin hat es registriert, das habe ich gemerkt. Gut, egal, abgehakt. Der Abend wurde dann wieder sehr schön, wir kniffelten nämlich diesmal alle zusammen, also mit den Männern. Das hat wieder echt Spaß gemacht! :)

 

Ostsee – Tag 1

Puh, das war aber eine lange Blogpause! Aber dafür gab es einen triftigen Grund: Uuuurlaub! :) Wir waren mal wieder zu viert, mit meiner Mutti, an der Ostsee – eine Tradition, die wir letztes Jahr ins Leben gerufen haben. Da waren wir zur gleichen Zeit dort, nämlich über Papas Geburtstag. Sechzig Jahre alt wäre er am 31.5.17 geworden.

Die Anreise war natürlich ein wenig müßig – wir hatten sie zweigeteilt: Am Himmelfahrtstag fuhren wir von Stuttgart nach Brandenburg zu meiner Mutti und am Samstag dann weiter an die Ostsee. Die zwei Tage in  meiner Heimat nutzten wir, um Zeit mit der ganzen Familie zu verbringen und auch um Mutti zur Hand zu gehen, die nämlich aktuell ein hübsches Gipsbein als Accessoire trägt.

In Kühlungsborn waren wir auch im letzten Jahr und uns hatte es dort so gut gefallen, dass wir gleich im Anschluss für dieses Jahr im gleichen Appartementhaus eine Wohnung buchten. Letztes Jahr war die Buchung so kurzfristig und spontan, dass wir die letzte Wohnung bekamen. Diese war in Ordnung, aber ohne schönen Blick und genau über einem Eiscafé. Dieses Jahr war alles anders. Zwar ist so eine Wohnungseinrichtugn immer Geschmackssache (im Gästebuch stand, dass alle die Wohnung total geschmackvoll eingerichtet fanden – Mutti und ich haben den ganzen Deko-Nippes erstmal weggeräumt :D), aber Sauberkeit ist ja wichtiger und eine große Fensterfront mit Blick zum Meer erst recht!

Doch bevor wir diesen Ausblick genießen konnten, waren wir mit einkaufen, auspacken und Essen gehen beschäftigt. Der erste Restaurantbesuch verlief lecker für alle Beteiligten. Bisschen anstrengend mit dem ungeduldigen, wutanfälligen, Grenzen austestenden kleinen Scheißer, aber wir haben das recht souverän gemeistert, denke ich. Und das die ganze Woche, übrigens. Das Kind steckt nämlich laut Internet in einem astreinen Entwicklungsschub – auch wenn ich das berühmte Buch nicht gelesen habe, diesmal war (bzw. ist immernoch) seine Verhaltensänderung so auffällig, dass ich das einfach vermuten musste. Als Erwachsener würde man als bipolar gestört durchgehen, wenn man sich so aufführen würde, ich sag’s euch. ;)

Lange dauerte es, bis das Kindchen an diesem Tag einschlief, aber dann endlich namen MTM, Mutti und ich auf dem Balkon Platz, schenkten uns Wein ein und genossen einfach das Rauschen des Meeres und den wundervollen Ausblick…

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Großstadtrand

In Stuttgart ist die Innenstadt, wenn man an den Baustellen vorbei ist, recht hübsch und sehenswert. Rundherum wird’s dann auch mal bisschen oll. Aber einige Stadtteile am Rand haben dann wieder was zu bieten, vor allem was die Natur angeht. Im Ländle gibt’s nämlich auch genug Land, trotz der hohen Einwohnerzahl und der Wohnungsnot. ;) Und wenn man mit Kind unterwegs ist, nimmt man auch gerne mal neue Wege oder Ziele in Angriff, um keine Langeweilge aufkommen zu lassen. Die letzten sonnigen Frühlingstage waren perfekt fürs Draußensein, sogar meine erste Sonnenallergie dieses Jahr hat sich gezeigt. Mir egal, die Sonne tut mir trotzdem gut. Und meinem Auge:

Hier führt es uns täglich vorbei, denn irgendwo da hinten wohnen wir.

 

An einem Tag machten wir nach dem Besuch bei der Post mal einen Abstecher nach oben in die Weinberge:

 

Zwar sonnig, aber plötzlich knackig kalt war es am Donnerstag, als der Kleine und ich mein Auto zur Durchsicht schafften. Zuerst zu Fuß und dann noch ein Stück mit dem Bus ging es zurück, sonst bin ich hier immer nur im Auto unterwegs gewesen.

 

Der herrlich sonnige und nicht mehr kalte Samstag wurde für einen Ganztagesaufenthalt auf dem Erlebnisbauernhof genutzt. Ja, auch diese Weiten gibt es hier, und auch wenn es schon arg außerhalb ist: Die Anschrift liegt immer noch in Stuttgart. :) Das Kind jedenfalls hatte seine helle Freude, vor allem auf dem Strohspielplatz. (Wie das Stroh schlussendlich bis in die Windel kam, wird mir immer ein Rätsel bleiben.) Für uns Eltern war es auch wie eine kleine Auszeit. Man brauchte eigentlich nur beim Spielen und Entdecken zugucken.