New York City – Tag 8

Der erste graue, neblige, nieselige Tag in dieser Woche war ausgerechnet unser Abflugtag. Wie passend zur Abschiedstimmung und wie schön, dass wir 7 Tage lang so wundervolles Indian Summer Wetter hatten!

Nach dem Packen und Auschecken haben wir nachmal das Financial District durchforstet, um z.B. den von Asiaten belagerten (wie alle anderen Tage auch) Wall Street Bull zu knipsen…

Wall Street Bull

…nochmal pervers zu frühstücken (das ist MTM’s Teller, wohlgemerkt, Eggs Benedict esse ich nicht)…

Eggs Benedict

… die Gegend um 9/11 im Nebel zu erkunden…

World Trade Center

…im Battery Park und an der Promenade mit dem schaurig-nebligen Ausblick spazieren zu gehen…

Ellis Island

…und aufgrund des nahenden Abfluges NICHT der Aufforderung des Pubs neben dem Hotel nachzukommen, dem ollen Wetter zu entfliehen. :)

Rain Beer

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New York City – Tag 7

Unser letzter ganzer Urlaubstag fiel auf samstags und für diesen Tag hatten wir bereits länger einen festen Plan. Wir wollten aus Manhattan raus und uns Brooklyn anschauen. Wir waren spät dran, haben ganz schön getrödelt morgens, aber wozu hat man auch Urlaub, hm?!

Nach dem Spätstück bzw. eigentlich Mittagessen im Diner überquerten wir die berühmte Brooklyn Bridge nicht zu Fuß, sondern nahmen die Fähre und fuhren damit über den East River. So kamen wir ihr und ihrer Nachbarin, der Manhattan Bridge, auch sehr nahe.

Brooklyn und Manhattan Bridge

Der Blick von Brooklyn auf Manhattan ist einfach herrlich, wir konnten schon wieder nicht aufhören, dazustehen und zu knipsen.

Manhattan Downtown

Dann liefen wir an der Promenade entlang, wo gerade ein Familienfest irgendeiner Gesundheitsorganisation stattfand. Es war ganz schön was los und man konnte zu heißen Rhythmen aus der Bronx und aus Harlem den Arsch schwingen. Leider war es wieder zu heiß und zu sonnig – was natürlich wunderschön war, aber eben nicht wenn man in der prallen Sonne stehen musste. Wir tauchten lieber ins schattige Wohngebiet ein…

Manhattan

…und gerieten so direkt in so ein Nachbarschaftsstraßenfest, wie man das aus der Glotze kennt. Es gab Gegrilltes, eine Gruppe verrückter Frauen und Kinder tanzte ihre Namen oder so, eine andere verrückte Frau legte Tarotkarten und es gab einen kleinen Flohmarkt. Entzückend! Genau wie das ganze Wohngebiet dort. Sehr familiär, hübsch und auch recht ruhig.

Brooklyn Wohngebiet

Wir flanierten durch Brooklyn, wie wir das eben immer so machen. Ab und zu ließen wir uns nieder in einer Kneipe, besuchten hier den ersten richtigen, großen Supermarkt (in Manhattan kreuzte keiner unseren Weg) und brachten die Stunden bis zur Abenddämmerung so rum. Als es dämmerte, holten wir uns wieder zwei Stücken Pizza und setzten uns an die Promenade mit bestem Blick auf den Sonnenuntergang und Manhattan, das langsam seine Lichter anknipste.

Manhatten Downtown

Mein Ziel war es, die Brooklyn Bridge beleuchtet zu sehen, und zwar ganz bewusst. Vorbeigefahren waren wir schon einmal bei Nacht, aber der kurze Blick war ihrer nicht würdig. Nun wurde ich mit Lichtern belohnt und freute mich riesig über diesen schönen, romantischen Abend am Ufer des East River.

Brooklyn Bridge

Wir fuhren dann zurück nach Manhattan und – ihr könnt es euch denken – gingen wieder in „unser“ Pub. Dort herrschte diesmal richtig Remmidemmi, denn es war ja Oktoberfest! Die abenteuerlichen Laugen-Würstchen-Snacks haben wir ganz bewusst nicht probiert, das „original Oktoberfestbeer“ aber schon. Naja, also ich glaube das war gar kein deutsches Bier. ;)
Lustig anzuschauen war das Fest jedenfalls. Die Gäste betranken sich und die Servicekräfte rannten in so kurzen „Dirndls“ herum, dass sie eher aussahen wie Funkenmariechen beim Karneval. Sehr amüsant!

New York City – Tag 6

Es war Freitag, der Urlaub neigte sich schon wieder dem Ende zu, wir hatten uns an den New Yorker Trubel gewöhnt und waren nicht mehr gar so aufgedreht. Wir hatten schon viel gesehen, viel geshoppt, viele Eindrücke aufgenommen und so halbwegs verarbeitet. An diesem Tag war es für uns an der Zeit, einen „grünen“ Tag einzulegen. Wir wollten einfach nur in Ruhe spazieren, uns entspannen und einen ruhigen Tag genießen. Wir begannen unseren Spaziergang auf der High Line in Chelsea, eine ehemalige Hochbahntrasse, die zu einem Gehweg und Park umfunktioniert wurde.

High Line New York

Wie liefen die komplette High Line ab und landeten im Meatpacking District, wo wir sogleich eine richtig gemütliche Taverne fanden, in die wir einkehrten. Wir waren bei unserem Spaziergang der prallen Sonne ausgesetzt und an diesem Tag war es wirklich extrem diesig in New York. In jener klimatisierten Bar ließen wir uns am Thresen nieder und dampften aus. Der Smalltalk mit dem Barkeeper war sehr nett und so blieben wir noch eine Weile länger und aßen gleich zu Mittag dort, diesmal sogar mit mehr Klasse als sonst in den Schnellfressbuden. MTM probierte sein erstes New Yorker Steak und ich hätte mich in den bunten California Style Chopped Salad reinlegen können. Wir ließen es uns also wie geplant gutgehen. :)

Food Tavern on Jane

Wir schlenderten weiter und kamen zum Stadtteil Greenwich Village (wo Carries Hauseingang aus Sex and the City sich in Wahrheit befindet), angeblich für New York das, was für München Schwabing ist. Nett war es hier, nicht so doll hektisch. Schon noch quirlig, aber eben wirklich eher zum Wohnen. Der Washington Square Park setzt dem ganzen natürlich noch den Hut auf, dort tobte das Leben, überall sah und hörte man Musiker und Tänzer und viele chillige Leute…

Washington Square Park

…perfekt zum erneuten Ausruhen, ich sagte ja, wir brauchten wirklich Entspannung. :) Die Jazzmusiker haben irgendwann mein Herz erweicht und bekamen von mir ein bisschen Kleingeld, dann spazierten wir langsam aus der grünen Oase heraus.

Washington Square Park

Weiter ging es ruhigen Schrittes in den nächsten quirligen, bunten Stadtteil SoHo, der auch als „Künstlerviertel“ bekannt ist. Hier habe ich Usher gesehen. Ich bin überzeugt davon, MTM ist noch skeptisch. Aber da waren diese Jungs, die sich ganz aufgeregt umdrehten und immer „This is Usher!“ flüsterten. Ich drehte mich auch um und sah ihn. Ganz schön klein, dieser Usher. Und ein bulliger Typ war dabei, der ihm in die Jacke half. Er war’s, ich sag’s euch! :D

SoHo

Nun hatten wir genug vom Spazieren, wir fuhren wie gewohnt mit der Subway nach Downtown und kehrten mal wieder in „unser“ Diner ein, diesmal halt zum Abendbrot statt zum Frühstück. Wollt ihr mal einen richtigen, geilen Burger sehen? Ja? Bittesehr!

Burger Pearl Diner

Heut war eindeutig Gönnen-Können-Tag. Einen Absacker gönnten wir uns in „unserem“ Pub von den letzten beiden Abenden. Wir sind richtige Heimscheißer, merkt ihr das? MTM ist der Meinung, man braucht überall eine Stammkneipe. Oder zwei, eine zum Frühstücken/Abendessen und eine für den Absacker. Recht hat er! ;)

New York City – Tag 5

MTM und ich hatten „unser“ Diner nun als Stammfrühstückslokal auserkoren und so starteten wir diesen Donnerstag wieder mit einer Kraftmahlzeit. MTM ist wieder eher herzhaft unterwegs gewesen, ich hatte Lust auf einen Lox Bagel und frisches Obst.

Frühstück Pearl Diner

Nach dem Frühstück zogen wir direkt los: In die Subway, ab nach Midtown, ins größte Kaufhaus des Erdballs. Das Macy’s ist ja weltbekannt und außen wie innen hübsch anzuschauen. In den höheren Etagen fährt man auf beinahe antiken Rolltreppen, sehr entzückend. So richtig fündig wurden wir allerdings nicht, mal abgesehen von den schönen Stiefeln, die ich mir gegönnt habe. ;)

Macy's

Der Aufenthalt im Macy’s dauerte recht lang und als wir das Kaufhaus verließen, waren wir schon wieder total erledigt. Die Rennerei und die Aufregung der letzten Tage machte sich so langsam bemerkbar, topfit und zu allen Schandtaten bereit waren wir längst nicht mehr. Was liegt da näher als eine erneute Ruhepause im wunderschönen Central Park? Und auch wenn wir diese Strecke schon zu Fuß zurücklegten, fuhren wir diesmal mit der Subway die zwei Stationen. Man muss es ja nun auch nicht mehr übertreiben.

NY Central Park

Irgendwann zogen wir weiter zum Bloomingdale’s, ebenfalls ein großes Kaufhaus, aber ziemlich schickimicki. Die dortigen Preise für Kleidung bin ich nicht bereit zu zahlen, da gibt es für mich wichtigeres (Urlaub zum Beispiel ;D). Es war dennoch ganz interessant, die Upper East Side und ihre Besucher und Bewohner mal zu sehen. Ganz schön viel gemachte Möpse, Nasen und Lippen und so, ein Schauspiel vor dem Herrn!

Zum weiteren Glotzen ließen wir uns auf ein Käffchen nieder, bevor wir langsam durch die Wohngebiete schlenderten und hübsche Häuser sahen, die mich stark an Sex an the City erinnerten. In der Serie wohnt Carrie tatsächlich in der Upper East Side, der originale Hauseingang als Drehkulisse liegt aber in einem anderen Stadtteil Manhattans. Ihre Serienadresse existiert im echten New York nicht. Ich bin informiert. ;)

Upper East Side Manhattan

Weiter ging es auf die Fifth Avenue, wo sich zwischen all den Etepetete-Leuten und -Boutiquen auch wieder vermehrt normale Menschen aufhielten. Das Schlendern und Staunen hier machte großen Spaß, die Stadt wurde langsam dunkel und begann wieder schön zu blinken und zu glitzern…

Trump Tower Manhattan

Fifth Avenue Manhattan

Uns bot sich nun die perfekte Gelegenheit, den Times Square und sein ganzes, volles Blingbling im Dunkeln zu erleben. Also steuerten wir darauf zu und standen erst einmal ehrfürchtig da. Mein Gott, was für ein krasser Scheiß! Das kann man überhaupt nicht fotografisch festhalten, das muss man erlebt haben. Ich zeig euch trotzdem einen kleinen Ausschnitt:

Times Square NY

Irgendwie konnten wir uns diesmal nicht losreißen, weshalb wir uns mitten auf dem Times Square einen freien Platz suchten und einen sündhaft teuren, aber echt guten Hotdog zum Abendessen genossen. Und dann saßen wir einfach da, eine ganze Weile lang. Schön!

Times Square NY

Das Taxifahren hatten wir uns wieder abgewöhnt, weil das Subwayfahren ja so super klappte. Also düsten wir mit der Bahn zurück nach Downtown und blieben dort noch bei dem gleichen Pub wie am Vorabend hängen. MTM probierte eklige Biersorten (Kürbis und Blaubeere, ey, igitt, der muss auch alles austesten) und ich blieb bei Light-Bier. Wieder gab es viel zu beobachten und diesmal wurden wir sogar mehrmals zu typisch amerikanischen Smalltalks verleitet. Schön an der Oberfläche bleiben, Visitenkarten tauschen, sagen wie cool man einander findet und wech. ;)

New York City – Tag 4

Wir starteten an diesem Mittwoch mit einem deftigen Frühstück (Eier, Pancakes, das volle Programm) in einem echten Diner, wie man es aus der Glotze kennt. Die Bedienung hatte eine rauchige Stimme und hielt ein angenehmes Schwätzchen mit uns. Der Kaffee wurde ständig nachgefüllt, der O-Saft war frischgepresst und die Preise lagen im günstigen Bereich. MTM und ich waren froh über unsere Entdeckung und wussten, dass wir hier nicht zum letzten Mal eingekehrt waren.

Gut gestärkt machten wir uns auf zur Staten Island Ferry, um Manhattan von weitem und die Freiheitsstatue von nahem zu sehen.

Manhattan

Durch den Government Shutdown gab es keine Möglichkeit, direkt zur Statue zu kommen, was uns nicht störte. Wir hatten sowieso nicht vor, uns da für einen Haufen Geld anzustellen und wollten lieber den Blick von der kostenlosen Fähre aus genießen.

NY Statue of Liberty

Die Fähre brachte uns – wie der Name vermuten lässt – nach Staten Island, den am dünnsten besiedelten Stadtbezirk von New York City. Dort ließen wir uns eine Weile nieder, ließen uns die Sonne auf den Buckel scheinen und genossen den Blick rüber nach Manhattan. Bei 30 °C hielten wir es jedoch nicht lange dort aus, also nahmen wir schon bald wieder die Fähre zurück.

Staten Island

Als wir wieder in Manhatten ankamen, schmiedeten wir einen groben Plan bezüglich des weiteren Tagesverlaufes. Unser erster Weg führte uns in das meiner Meinung nach völlig durchgedrehte Chinatown.

Chinatown NY

Alles war irgendwie noch irrer hier: Die Hitze wirkte noch drückender, noch mehr Trubel, noch mehr Stadtgestank, an jeder Ecke irgendwelche ominösen Gestalten („Paper? Watches?“). Ich muss zugeben, ich wollte am liebsten schnellstmöglich Reißaus nehmen aber war irgendwie auch fasziniert. Was es nicht alles gibt!

NY Chinatown

MTM wollte unbedingt etwas vor Ort essen, mich gruselte allein der Gedanke. Doch wir fanden eine kleine Oase, völlig klimaanlagenunterkühlt (das haben sich die Chinesen fein von den Amis abgeguckt), sauber und mit ziemlich frischem, lecker aussehendem Essen auf den Tischen, an denen vorzugsweise Chinesen saßen. Die Kommunikation mit den Angestellten war nicht so einfach, aber eines konnte ich unmissverständlich klarmachen: Für mich bitte vegetarisch! Das Risiko, aus Versehen Schweinefüße und dergleichen auf dem Teller zu haben, war mir hier zu groß. MTM ist da ja nicht so, der hatte in seiner Suppe Rindermagen und was weiß ich noch alles und war sowas von begeistert! Ich war mit meiner Vegi-Variante auch sehr zufrieden und kann jetzt stolz von mir behaupten:
I survived Chinatown! ;)

Chinatown Food

So langsam ging das chinesische Viertel in das italienische über, obwohl Little Italy immer mehr von Chinatown eingenommen zu werden scheint. Irgendwie schade, hier fühlten wir uns nämlich gleich viel wohler. Zum Postkartenschreiben und italienischem Kaffeetrinken ließen wir uns noch einmal nieder. Dabei beschlossen wir, dass wir noch nicht satt an Eindrücken sind und noch heute New York City von oben sehen wollten. Gibt es eine bessere Adrese hierfür als diese?

Empire State Building

Bis vor kurzem war das Empire State Building das höchste Gebäude New Yorks, inzwischen wurde es von dem gerade erst fertiggestellten One World Trade Center (auf dem ersten Bild zu sehen) ersetzt, das nun sogar das höchste Gebäude der USA ist. Wir scheuten keine Kosten und Mühen und waren froh, nicht anstehen zu müssen, um zur Aussichtsplattform zu gelangen. Belohnt wurden wir mit einem unglaublichen Blick auf die Stadt, den Central Park (seht ihr auf Bild 1?), einfach alles.

New York CityNew York City

Wir hielten uns recht lange dort oben auf, schossen eine aberwitzige Anzahl an Bildern von uns und der Stadt und uns und der Stadt… Manchmal kriegt man einfach den Hals nicht voll. Kurz vor der Abenddämmerung fuhren wir wieder nach unten, weil es dort oben ziemlich voll wurde. Alle wollen New York bei Nacht von oben sehen! Kann ich verstehen, hätte ich auch gerne, aber so viel Geduld hatten wir beide dann nicht mehr. Wir verzichteten und entschieden, uns New York bei Nacht lieber von unten anzuschauen. In unserem Hotelumkreis, im Financial District. Nach Feierabend sind die Bars dort gut gefüllt und so reihten wir uns einfach ein, genossen ein paar Bier in einem Pub und beobachteten mit heller Freude die Leute um uns herum. Zum Reden kamen wir eher nicht, die New Yorker Weiber plärren fast alle so ohrenbetäubend laut herum in ihren Gesprächen untereinander, da kommt mein zartes Stimmchen nicht gegen an. ;)

New York City – Tag 3

Eigentlich ist der Titel nicht ganz richtig, denn am Dienstag verließen wir die Stadt New York, um eine organisierte Bustour in den Staat New York zu machen. In aller Herrgottsfrühe trafen wir pünktlich, weil Subway-Profis ;), in Midtown am Treffpunkt ein…

Manhattan Midtown

…und fuhren 2 Stunden lang mit den interessanten und witzigen Erzählungen des Reiseleiters im Ohr durch Brooklyn und Queens raus nach Long Island, bis wir in den Hamptons angekommen waren. An der Gold Coast, dem schönsten Strand in den Hamptons, machten wir direkt bei Puff Daddy’s Haus (hm, angeblich) einen Zwischenstopp. Wir hatten wieder ein absolutes Traumwetter erwischt und während die anderen Bustouren nach Washington D.C. wegen des Government Shutdowns ins Wasser fielen, kitzelten feiner Sand und kaltes Salzwasser meine Füße.

Gold Coast Hamptons

Der Strand war gottverlassen und die Villen der Reichen und Schönen waren winterfest zugenagelt, da die Saison in den Hamptons längst vorbei ist – niemand hat hier mit SO einem schönen, heißen Oktober gerechnet. Für uns war diese Woche Sommerurlaub pur!

Gold Coast Hamptons

Ich hätte dort ewig bleiben können, aber wir hatten noch einiges vor. So ging es weiter nach Southhampton, wo wir ein wenig durch die Straßen flanierten. Einige Geschäfte waren schon geschlossen (die Saison wieder…) und nicht viele von den gut betuchten Sommer-Einwohnern waren noch dort. Ein Gefühl für den Ort hat man trotzdem bekommen: Alles und jeder sah aus wie aus dem Ei gepellt; uns erkannte man sofort wieder als Touris mit den zerzausten Haaren vom Meereswind und den sandigen Füßen in den Sandaletten. Und was anderes als ein neugieriger Touri wollte ich auch nicht sein, weil die Erlebnisse und Eindrücke mich einfach happy machten.

Southhampton

Weiter ging es mit dem Bus durch Bridgehampton nach Sag Harbour, um dort noch ein bisschen das Dorf kennenzulernen und etwas zu essen. Für uns gab es in einem schönen, rustikalen Diner Bier, frischen Burger und Salat; wieder wurden wir nicht im geringsten enttäuscht. Das „Light Beer“ hat es mir übrigens besonders angetan und passte natürlich gerade an so einem sommerlichen Tag ausgesprochen gut. So konnte ich frisch gestärkt noch schnell ein paar Fotos knipsen…

Sag Harbour

…bevor es mit dem Bus weiter zum Highlight des Tages ging: Shopping im Tanger Outlet in Riverhead! Wir hatten sagenhafte zwei Stunden Zeit und das bei diesen unglaublichen Preisen! Levi’s-Jeans für umgerechnet 25€! Hilfiger, Nike, Gap, alles günstig! Hunderte Geschäfte auf einem riesigen Gelände! MTM und ich haben uns gezwungen, einen kühlen Kopf zu bewahren, schlossen diverse Läden gleich kategorisch aus und nahmen dann unsere Beine in die Hand. Was soll ich sagen? Wir waren sehr erfolgreich, vor allem MTM, der wegen seiner Körpergröße ja in Deutschland wirklich Probleme beim Klamottenkauf hat. Er war so glücklich über seine Beute, das war schön anzusehen!

Sehr erschöpft traten wir dann die Rückfahrt nach New York City an, wo wir kurz noch die glitzernde Umgebung in der Dämmerung genossen und uns dann in ein Taxi pflanzten.

New York City

Vor unserem Hotel holten wir uns noch zwei Stücken Pizza und zwei Dosen Light-Bier und machten es uns dann auf dem Zimmer gemütlich. Die Füße qualmten, die sonnengebräunte Haut spannte, aber wir waren selig. ♥

New York City – Tag 2

Wir waren wegen der ganzen Zeitverschieberei also sehr früh auf den Beinen, was ja praktisch ist, wenn man nur 7 Tage Zeit für die unglaublichste Stadt hat. Wir stürzten uns in die Wallstreet-Massen, denn es war montags und im Financial District herrschte reges Treiben. Überall sah man tüchtige Anzugträger mit Take-away-Kaffee in der Hand schnellen Schrittes unterwegs zum nächsten Bagel-Stand und dann zur Arbeit. Wir taten es ihnen gleich, holten uns einen Kaffee und einen köstlichen Creamcheese Bagel zum Frühstück und liefen geschäftig durch die Straßen. Man erkannte unser Touristendasein natürlich leicht: Rucksack, Fotoapparat, staunende Gesichter, Kopf im Nacken. :)

NY Financial District

Die größte Wertpapierbörse der Welt hätten wir uns allerdings etwas aufregender vorgestellt:

NY Stock Exchange

Wir trauten uns nach einer Zeitlang in die New Yorker Subway (vor sowas hab ich ja immer bisschen Schiss am Anfang) in Richtung Midtown und kamen wunderbar zurecht. Sie führte uns zu unserem Ziel: Grand Central Station. Was für ein Palast!

NY Grand Central Station

Beim Heraustreten erblickten wir sogleich das Chrysler Building, welches als vierthöchstes Gebäude der Stadt herrschaftlich über uns thronte. Es ist einfach unglaublich, was in einem vorgeht, wenn man zum ersten Mal durch diese hektische, große, atemberaubende Stadt wandelt. Ich war dermaßen aufgedreht und unter Strom, ich hätte gar keinen Kaffee benötigt!

NY Chrysler Building

Wir ließen uns einfach treiben und zogen durch die Straßen, ungeachtet der bereits zu schmerzen beginnenden Füße. Auf sowas kann man einfach keine Rücksicht nehmen, wenn es sooo viel zu sehen gibt. Das Stadtleben fühlen, das ist mir wichtig. Ich brauche keine Museen, ich will die Luft der Gegend atmen und unter den Menschen sein, die dort leben. An den „Hotspots“ gehe ich natürlich trotzdem nicht vorbei, und so kommt man eben auch in die Touri-Massen hinein an Orten wie dem Rockefeller Center…

Rockefeller Center

Laufen macht hungrig und Füße und Körper sehnen sich nach einer Verschnaufpause, also machten wir uns auf die Suche nach einem Mittagessen. Wir trafen eine vorzügliche Wahl mit diesem Schnellfressimbiss und durften die besten Sandwiches genießen, die wir je aßen. Diesen Status behielten sie auch bis zum Ende des Urlaubs. :)

Sandwiches

Gut gestärkt liefen wir weiter und kauften nebenbei noch für jeden eine Jeans. Und liefen, liefen, liefen, bis in den Central Park hinein. Dies war natürlich der beste Ort für eine lange, herrliche Pause im Grünen mit nur noch gedämpftem Stadtlärm (so wie die New Yorker hupen alle Spanier und Italiener nicht mal zusammen!) und viel Zeit, Leute und Baseballer zu beobachten. Schön!

NY Central Park

Wir nahmen uns diesmal wirklich viel Zeit zum Ausruhen und Auftanken, denn wir waren ja nicht auf der Flucht. Irgendwann rafften wir uns wieder auf und liefen, liefen, liefen wieder zurück bis wir uns auf dem Times Square befanden und uns von den Eindrücken berauschen ließen.

Times Square

Wir hielten uns aber nicht lange dort auf, wollten lieber noch einmal wiederkommen, wenn es dunkel ist. An diesem Tag wussten wir, dass wir es nicht schaffen würden, bis zur Dunkelheit durchzuhalten und dann das Szenario zu genießen. Der Jetlag ergriff Besitz von uns, wir waren hundemüde und schafften es zu Fuß nur noch bis zum Madison Square Garden, dann hatten wir nur noch den Wunsch, dem Lärm und der ganzen Aufregung zu entfliehen. Wir winkten uns unser erstes New Yorker Taxi heran (auch wieder aufregend ;D), fuhren zum Hotel, fielen ins Bett und ließen uns vom Ami-Fernsehen berieseln. Das frühe Zubettgehen kam der geplanten Tour am nächsten Tag entgehen, wir mussten nämlich um 6:45 Uhr wieder in Midtown sein.

NY Madison Square Garden

New York City – Tag 1

Es war Sonntag, wir mussten nach einer heißen Volksfescht-Nacht morgens halb sechs aufstehen, um pünktlich zum Flughafen zu kommen. Mir ging es reichlich beschissen, was ich auf das Lángos schiebe (obligatorisch nach dem Verlassen des Festzeltes in der Nacht), nicht etwa auf das Bier. Mein ursprünglicher Plan war ja, heftig zu feiern und dann den langen Flug vor Erschöpfung zu verpennen. Tja, daraus wurde nichts. Wie soll man so eingepfercht zwischen zwei Menschen und im Sitzen pennen können? Ich muss ja immer in der Mitte sitzen, weil MTM wegen seiner langen Beine einen Gangplatz braucht. Neben mir saß so ein Flegel, der sich breit gemacht hat wie sonstwas. Die allgemeine Enge im Flugzeug trägt dann natürlich noch zum Unwohlsein bei.
Wie dem auch sei, ich überstand den Flug trotz meiner lángosbedingten Übelkeit und wurde in der letzten Stunde mit einem Platzwechsel zum Fenster belohnt. Mein allererster Blick auf Amerika erfüllte mich mit Freude. Endlich Urlaub!

Blick auf Amerika

Am Flughafen Newark kamen wir an, einen Shuttle hatten wir organisiert und schnell erreichten wir unser Hotel und unsere Wohngegend für nunmehr eine Woche. Das „Business-Hotel“ nahe der Wallstreet erfüllte unsere Erwartungen, wir fühlten uns wohl; doch auch wenn das Bett regelrecht nach uns schrie, lockte die aufregende Stadt mehr. So zogen wir nach dem Auspacken los, um uns in der näheren Umgebung umzuschauen und zurechtzufinden. Und zu staunen, nach oben zu glotzen, Genickstarre zu kriegen.

NY Financial District

Das Wetter war bombastisch und sollte sich so auch die ganze Woche halten. Wir konnten deshalb an der nahegelegenen Uferpromenade einen herrlichen Sonnenunterhang genießen und – was noch viel aufregender war – das erste Mal Lady Liberty erblicken. Sie war weit weg, aber nicht zu verkennen und entlockte mir ein erfreutes Quieken. Wir waren in New York City, verdammte geile Scheiße! :D

NY Promenade

Die Suche nach einem Abendessen gestaltete sich dann nicht so einfach, da das Financial District am Wochenende ein bisschen wie ausgestorben ist, zumindest im Vergleich zu den Wochentagen. Erschwerend kam hinzu, dass wir uns in dem Straßenwirrwarr noch nicht gut zurechtfanden. Letztendlich landeten wir in „Murphy’s Tavern“ neben unserem Hotel und genehmigten uns unser erstes Amifutter (MTM: Chicken Club Sandwich, ich: Ceasar Salad). Wir gingen sehr zeitig – nach neuer Zeit – ins Bett, ich glaube es war erst 21 Uhr, und schliefen völlig erledigt tief und fest. Am nächsten Morgen starteten wir erfrischt um 5 Uhr morgens in den zweiten und diesmal kompletten Urlaubstag.