Vegan for whatever

So, ich habe mich nun mal ein paar dieser Rezepte angenommen, die gerade so durch aller Munde tingeln. Ihr wisst schon, der vegange Koch, der durch die Fernsehshows hüpft mit seiner 30-Tage-Challenge, „vegan for fit“ und so. Meine Intention ist nicht, Veganerin zu werden oder mein Leben umzukrempeln. Vielmehr bin ich vielseitig interessiert, was gesunde und neuartige Rezepte angeht, vor allem wenn sie auch noch schmecken sollen. Und allzu verkehrt dürfte es ja auch nicht sein, zur ein oder anderen Essenszeit mal nichts tierisches in sich reinzuschaufeln.

Eine gewisse Grundausstattung ist natürlich vonnöten, wenn man aus diesem Buch was nachkochen möchte. Also begab ich mich in den Bio-Supermarkt und kam mit einer kleinen Tüte und 60€ (!) weniger in der Geldbörse wieder heraus.

Alnatura

Seit ein paar Tagen probiere ich also schon herum und ich muss sagen: Gar nicht mal so gut! ;) Nein, nur ein Späßchen. Tatsächlich haben mir UND meinem Mann einige Gerichte echt ganz gut geschmeckt. Andere waren wieder nicht so unseres. Und eines haben fast alle Gerichte gemeinsam: Der Aufwand ist sehr sehr groß. Für meinen Alltag ist das nicht wirklich was.

Zucchini-Pilz-Lasagne
Zucchini-Pilz-Lasagne

Quinoa-Salat
Quinoa-Salat

Zucchini-Spagetthi alla Carbonara
Zucchini-Spagetthi alla Carbonara

Amaranth-Joghurt mit Himbeeren und Kokos
Amaranth-Joghurt

Leider ohne Bild blieb mein heutiges Frühstück, das zwar nicht besonders toll aussah, aber wirklich sehr gut geschmeckt hat: Apfel-Zimt-Hirsecreme mit getrockneten Cranberries. Es hatte was von Porridge, nur eben mit Hirse. Soll ja sehr sehr gesund sein und ist wirklich mal was ganz anderes. Das mache ich auf jeden Fall mal wieder!

Premiere!

Ich habe thailändisch gekocht. ICH! Ich stehe eigentlich nicht sooo sehr auf die asiatische Küche und ich mag auch eigentlich gar nix scharfes, nicht mal leicht scharf. Kokosmilch mochte ich lange Zeit auch nicht, aber da hab ich mich schon vor einiger Zeit bekehren lassen.

Nun ist es so, dass ich ab und zu auf Arbeit beim Asia-Lieferdienst thailändisches Curry bestelle, abwechselnd rot oder grün. Das ist angeblich nur leicht scharf, sagen die anderen, aber für meinen empfindlichen Gaumen ist es schon sehr heftig. Trotzdem schmeckt es mir und so kam ich auf die Idee, das mal selbst zu kochen. Somit besuchte ich am Samstag zum ersten Mal in meinem Leben einen Asia-Supermarkt und dann konnte es am Sonntag losgehen.

Produkte Asiamarkt

Grünes Thai-Curry mit Huhn

Zutaten
500g Hühnerbrust
3 kleine Zucchini
(normalerweise kommt da Thai-Aubergine rein, aber Zucchini tut’s auch, die hatte ich gerade da)
1 Möhre
3 Frühlingszwiebeln
1 Dose Bambussprossen
Grüne Currypaste
2 Dosen Kokosmilch (ich nehme light)
2 EL Fischsoße
2 EL helle Sojasoße
4 Spritzer Limettensaft
4 TL brauner Rohrzucker
2 TL neutrales Öl
Zitronenpfeffer
Pfeffer
Salz

Zubereitung
2 EL Currypaste in dem Öl heiß werden lassen (nicht braten!) und mit 1/2 Dose Kokosmilch ablöschen und aufkochen. Wenn sich die Paste und die Kokosmilch verbunden haben, die in Stücken geschnittene Hühnerbrust zufügen und in der Flüssigkeit garen. Die restliche Kokosmilch nach und nach zugießen und weiter köcheln lassen (insgesamt ca. 15 Minuten). Nun das klein geschnittene Gemüse zufügen und mitköcheln lassen, bis es gar ist. Währenddessen das Curry mit Fischsoße, Sojasoße, Limettensaft, Rohrzucker, Zitronenpfeffer, Pfeffer und Salz abschmecken. Zum Schluss noch die abgetropften Bambussprossen zufügen und mit heiß werden lassen. Mit Reis servieren.

Grünes Thai-Curry mit Huhn

Sehr lecker! Und übrigens: Ich fand es extreeeeem scharf und würde zukünftig nur noch einen Esslöffel Currypaste nehmen. MTM fand’s „würzig“, aber sehr erträglich. Naja, ich bin da halt’ne Muschi. ;)

Kochen für Faule

Wenn ich nur mich allein versorgen muss, fehlt mir oft die Lust, mich ins schnippeln und kochen reinzusteigern. Hunger hab ich aber trotzdem, vor allem nach viel frischer Luft und ein bisschen Raffinesse möchte ich meinem Gaumen schon gönnen. Perfekt erschien mir deshalb heute:

Spagetthi aglio e olio

Spagetthi aglio e olio

Zutaten
Spagetthi
Olivenöl
3 Zehen Knoblauch
Parmesan (am besten frisch gerieben)
Petersilie gehackt
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Die Spagetthi in Salzwasser kochen. Währenddessen einen ordentlichen Schwung Öl in einen Topf geben, Knoblauch ins Öl pressen und langsam warm werden lassen. Der Knoblauch soll golden werden, auf keinen Fall jedoch braun, dann ist er angebrannt! Den Topf vom Herd nehmen und ins Öl noch Pfeffer nach Belieben geben sowie eine kleine Kelle vom Nudelwasser. Wenn die Nudeln fertig sind, in den Öltopf geben und mit dem Öl vermischen. Nun noch die Petersilie drüber, alles auf den Teller und mit dem Parmesan vermischen. Der Gaumenschmaus ist nun schon fertig! :D

Erste Male

Das erste Mal seit langer langer Zeit durfte ich heute wieder einen köstlichen Eintopf essen, weil ich mich selbst herangewagt habe, ihn möglichst omagetreu nachzukochen. Es ist das letzte ruhige Wochenende für MTM und mich, bevor eine trubelige (aber garantiert schöne) Zeit losgeht. Wir nutzen es zum Ausruhen, Entspannen und für Kochexperimente, die etwas aufwändiger sind. Und so ergab es sich, dass ich meiner Sehnsucht nach Omas „Grünen Bohnen“ nachgab und mich am Zubereiten dieses Gerichts versuchte. MTM ließ ebenfalls Kenntnisse und Tipps einfließen und das Ergebnis ist richtig gut geworden. Und bei diesen Temperaturen lässt sich so ein gesunder Eintopf herrlich genießen…

Grüne Bohnen Eintopf

Zutaten für ca. 10 Portionen

2 Markknochen
1 Stück Brustfleisch vom Rind (Suppenfleisch)
2 Packungen Grüne Bohnen TK
5 mittelgroße Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Bund frisches Suppengrün
3 Lorbeerblätter
5 Wacholderbeeren
5 Pimentkerne
Salz, Pfeffer, Bohnenkraut (getrocknet)
2 EL Mehl
1,5 EL Butterschmalz

Zubereitung

Die Markknochen mit kaltem Wasser gründlich abspülen. Die Zwiebel schälen, halbieren und auf den beiden Schnittseiten in einen großen Topf legen. Den Topf auf die Herplatte stellen und heiß werden lassen, damit die Zwiebelunterseiten ordentlich anrösten. Währenddessen das Suppengrün waschen, in grobe Stücke schneiden und gemeinsam mit den Markknochen ebenfalls in den Topf geben. Nun vorsichtig mit kaltem (!) Wasser den Topf aufgießen bis er voll ist. Dazu noch die Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Pimentkerne geben und alles aufkochen. Wenn die Brühe kocht, die Hitze runterdrehen, damit sie dann nur noch ganz leicht vor sich hinköchelt. Das Suppenfleisch abwaschen und am Stück mit in die Brühe geben. Etwas Salz und Pfeffer dazu und dann ca. 2 Stunden alles leicht köcheln lassen.

Nach zwei Stunden müsste das Fleischstück schön zart sein, es kann nun aus der Brühe genommen, zerkleinert und zur Seite gestellt werden. Den restlichen Topfinhalt durch ein Sieb gießen, so dass nur noch die klare Fleischbrühe übrig bleibt. In diese kommen nun die angetauten Bohnen und werden langsam geköchelt, bis sie gar sind. Währenddessen die Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und separat in ungesalzenem Wasser kochen (ca. 8 Minuten).

Wenn die Bohnen gar sind, die Kartoffeln und die Fleischstückchen mit in die Suppe geben und alles mit ordentlich Bohnenkraut, Salz und Pfeffer würzen.

Nun noch in einer kleinen Pfanne den Butterschmalz heiß werden lassen, 2 EL Mehl dazugeben und unter Rühren leicht bräunlich werden lassen (nennt man bei uns „Mehlanbrenne“). Diese Mehlanbrenne nun noch unter Rühren in die heiße Suppe geben, was zunächst ein bisschen herumzischt, dann aber das ganze ein wenig trüber und dicker werden lässt. Für meinen Geschmack reicht es mit der Menge, die ich genommen habe, so dass es trotzdem noch grundsätzlich eine dünne und recht klare Suppe bleibt. Andere mögen’s trüber und dicker.

Nun kann serviert werden. Bei mir gibt’s dann am Esstisch noch einen EL Essig in meinen Suppenteller, passt super dazu. Hab ich von Mutti. ;)

Kochklops (fast) wie bei Opa

Die Woche ging echt rum wie nix. Überstunden, MTM, Freundinnen, Unternehmungen… Und schon wieder ist Samstag, dabei wollte ich doch noch von meiner Koch- und Backorgie am letzten Sonntag erzählen. Kam ich einfach nicht dazu, also mache ich es heute, obwohl das Herbstessen des letzten Wochenendes zu dem jetzigen wundervollen Spätsommerwetter gar nicht mehr passt.

Am Samstag gab es meine Kartoffelsuppe. Samstag ist nämlich Eintopftag, kennt ihr das auch so? Früher wurde das bei Oma oder auch meinen Eltern relativ häufig so durchgezogen. Und irgendwie blieb es hängen bei mir. Warum auch immer, aber mir schmeckt ein Eintopf am Samstag einfach am besten!

Am Sonntag habe ich meinen Lieblingskuchen gebacken, um davon ein Stück zu essen und den Rest bei Familie und Kollegen zu verteilen. Was will man auch zu zweit mit einem ganzen Kuchen, wa?!

Außerdem gab es Kochklops wie bei Opa. Nennt man auch Königsberger Klopse, aber bei uns heißt es eben so.

Kochklops

Mein Rezept versuche ich mal, wiederzugeben so gut es geht. Ich mache es immer bisschen „freestyle“, vor allem beim Würzen, bis es eben so ähnlich schmeckt wie bei Opa damals. Genauso kriege ich es nicht hin, sein Geheimnis hat er mit ins Grab genommen.

Da das Ganze recht viel Zeit braucht, mache ich sowas gerne in großen Mengen und friere einen Teil ein. Oder bringe es zu MTMs Oma, die sich sehr gefreut hat, weil sie das schon Jahre nicht gegessen hat. :)

Zutaten für die Klopse:

1000g Hackfleisch gemischt, fettreduziert
1 Brötchen
2 Eier
2 EL Semmelbrösel
3 TL Senf
Salz, Pfeffer

Zutaten für Kochwasser und Soße:

Gekörnte Gemüsebrühe (kann man auch selbst herstellen ohne böses Fertigpulver, da hab ich aber keinen Bock drauf)
Pimentkörner
Lorbeerblätter
1 Zwiebel

100g Butaris
100g Mehl
50ml Milch
1 Gläschen Kapern
1 EL Essig
Zitronensaft
Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung

Das Brötchen in Wasser einweichen und vorsichtig ausdrücken. Mit dem Hackfleisch und den restlichen angegebenen Zutaten vermengen und mit nassen Händen Klopse daraus formen.

Das Kochwasser mit gekörnter Brühe, ein paar Pimentkörnern, 2 Lorbeerblättern und einer geschälten Zwiebel (im Ganzen) aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen. Hitze runterdrehen und Piment, Zwiebel und Lorbeer rausnehmen. Die Klopse nun vorsichtig ins Kochwasser geben und darin nur ziehen lassen bei geringer Hitze und leichtem Sieden, für gut 15 Minuten. Das Wasser darf nicht mehr kochen!

Wenn die Klopse gar sind, nimmt man sie heraus aus der Brühe und stellt sie zur Seite. Die Brühe wird nun für die Soße benötigt. Hierfür erhitzt man in einem separaten Topf das Butaris, und gibt dann das Mehl unter kräftigem Rühren (mit einem Schneebesen) hinzu. Nun wird kellenweise Kochwasser unter ständigem Rührem mit dem Schneebesen hinzugefügt, bis eine sämige Soße entsteht. Man muss selbst gucken, wie dick- oder dünnflüssig man die Soße mag und wieviel Brühe man dann braucht. Klümpchen dürften wegen des exzessiven Rührens nicht vorkommen. ;)

Jetzt rührt man noch die Milch unter, köchelt die Soße noch ein wenig, fügt die Kapern hinzu (mit dem Kapernsaft!) und würzt die Soße nach Geschmack mit Essig, Zitronensaft, Salz und Pfeffer. Zum Schluss wird das Ganze mit ein bisschen Zucker abgerundet.

Perfekt als Beilage passen Kartoffeln.

Wer sich nicht wehrt, endet am Herd. ;)

Dieses und auch letztes Wochenende blieb die Küche weitgehend kalt, weil MTM nicht anwesend ist und ich für mich alleine nicht so einen Zinnober veranstalte. Aber an dem Wochenende davor, da habe ich mich ausgetobt am Herd! Ich hatte nämlich nicht nur Tarte gemacht, sondern auch ein Brigitte-Rezept (für Kinder ;)) nachgekocht und wie immer etwas abgewandelt.

Nudelpfanne mit kleinen Klopsen

Zutaten für 4 Portionen
1 Lauchzwiebel,
500g fettreduziertes Hackfleisch gemischt
150g Magerquark
400g Mohrrüben
2 Spitzpaprika gelb
2 kleine Zucchinis
1 EL Butterschmalz
2 EL Tomatenketchup
1 EL Tomatenmark
1 EL Currypulver mild
150ml Sekt (rot)
300ml Rama Cremefine zum Kochen
200ml Hühnerbrühe
500g Pasta
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Lauchzwiebel in feine Ringe schneiden. Hackfleisch mit dem Quark und der Lauchzwiebel vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Masse kleine Klopse formen.

Pasta nach Packungsanleitung kochen.

Mohrrüben schälen und in feine Stifte schneiden. Paprika und Zucchini in kleine Stücke schneiden. Butaris in der Pfanne heiß werden lassen und darin die Klopse von allen möglichen Seiten jeweils ca 3. Minuten braten bis sie gar sind und die gewünschte Bräune haben, danach warm stellen. Dann Möhrenstifte ins Bratfett geben und unter regelmäßigem Rühren/Wenden ca. 10 Minuten braten. Dann die Paprika und die Zucchini hinzufügen und nochmal 5 Minuten braten. Alles mit dem Sekt ablöschen und kurz köcheln lassen. Nun Ketchup, Tomatenmark und Currypulver, Cremefine und Hühnerbrühe nacheinander zugeben und alles noch ca. 5 Minuten schmoren lassen (oder länger, wenn man das Gemüse nicht bissfest mag). Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun die Nudeln mit in die Pfanne geben und mit der Gemüsesoße vermischen.

Auf Tellern anrichten und mit den Klöpschen „garnieren“.

Nudelpfanne mit kleinen Klopsen

Queen of Tarts

…so heißt ein wundervolles, kleines Café in Dublin, in dem ich während meines Urlaubes dort mehrmals leckere herzhafte Tarte gegessen habe. Seitdem bin ich angefixt und am letzten Wochenende kam ich endlich mal wieder dazu, ausgeprägt zu kochen backen. Diesmal ist mir die Tarte wirklich hervorragend gelungen, sie war perfekt und meine ganz persönliche Queen of Tarts! :D

Spinat-Lachs-Tarte

Ich koche ja nie wirklich nach Rezept, das ist mir zu unfrei, also habe ich auch hier aus mehreren Rezepten, die ich im Netz gefunden hattee, mein eigenes zusammengebastelt:

Spinat-Lachs-Tarte

Zutaten:
2x fertig gerollter Mürbeteig aus dem Kühlregal
500g frischer Blattspinat
250g Lachsfilet
1 Lauchzwiebel
250ml Rama Cremefine zum Kochen
100g Ziegenfrischkäse mit Kräutern
3 Eier
50g Reibekäse (light)
Gewürze
(Zitronensaft, Muskat, Salz, Pfeffer, Knoblauch)

Zubereitung:
Ca. 1/4 des einen Teiges Abschneiden und zur Seite legen. Den Rest mit dem anderen ganzen Teig zusammentun und zu einer großen Teigkugel formen. Eine Springform (24cm) damit auskleiden, den Teig am Rand etwas „hochziehen“ bis ungefähr zur Hälfte. In den Kühlschrank stellen.

Ca. 3/4 des Blattspinats putzen (die kleinen Stiele abzuppeln) und waschen, gut abtropfen lassen. Das Lachsfilet in kleine Würfel schneiden. Die Lauchzwiebel in kleine Ringe schneiden.

Ein wenig Butterschmalz in einer Pfanne heiß werden lassen, die Lauchzwiebelringe darin kurz anschwitzen, dann die Lachswürfel mit in die Pfanne geben und kurz brutzeln lassen. Ein paar Spritzer Zitronensaft auf auf den Pfanneninhalt geben, bevor der Blattspinat mit hineingegeben wird. Dieser fällt unter Rühren nun ganz schnell zusammen.Noch eine Prise Muskat drauf, dann alles vom Herd nehmen und im Küchensieb abtropfen lassen.

Für den Guss werden nun Cremefine, die Eier, der Ziegenfrischkäse und der geriebene Käse miteinander verquirlt. Dabei gut mit Salz und Pfeffer würzen, mit dem Knoblauch (frisch oder granuliert) etwas sparsamer umgehen.

Spinat, Lachs und Lauchzwiebel kommen nun auf den Mürbeteig, dann wird der Guss darüber gegeben.

Der restliche Teig wird nun in Streifen geschnitten und als „Gitter“ auf den Kuchen gelegt. Nun kann er für 35 Minuten im vorgeheizten Backofen (200°C) auf dem unteren Rost gebacken werden. Nach dem Backen noch ein wenig auskühlen lassen, bevor das Glanzstück angeschnitten werden kann!

Währenddessen den restlichen Blattspinat putzen, waschen und mit frischen, geviertelten Tomaten auf den Tellern anrichten. Spinat schmeckt nämlich roh auch ganz schön geil! Dressing nach Belieben drauf und dann ein Stückchen der fertigen Tarte daneben drapieren.

Fertig, und idiotensicher erklärt, oder? :D

Bis Johanni nicht vergessen: Sieben Wochen Spargel essen.

Mein wunderbares, ruhiges, entspanntes Wochenende neigt sich schon wieder dem Ende zu. Es ist absolut nichts passiert, außer einem bitter nötigen Budenschwung und Fußball. Ich liebe diese Meisterschaft-Zeiten ja, weil ich jetzt immer weiß, was ich im Fernsehen gucken soll. Ich schaue mir, sofern möglich, alle Spiele an. Man kann nebenher hervorragend bloggen und andere spaßige Dinge machen, weil ja nicht 90 Minuten lang Spannung herrscht. Wenn es sich lohnt, hinzugucken, merkt man das schon am lauteren Ton, der aus der Glotze kommt. Wenn Deutschland spielt, guck ich allerdings genauer hin, auch wenn ich dann gar nicht entspannt bin. Macht mich immer irre, so doll mitfiebern zu müssen, aber ich kann’s auch nicht lassen. Heute Abend muss ich dann allerdings auch wieder bisschen mehr fiebern, weil ich Irland ganz arg die Daumen drücke. Da steckt dann ebenfalls mein Herzblut drin. ♥

Heute hatte ich zum ersten Mal seit Freitagnachmittag wieder das Haus verlassen, um frischen (geschälten!) Spargel und Erdbeeren käuflich zu erwerben. Ich wollte ein schönes Sonntagsessen für MTM und mich zaubern, was mir auch richtig gut gelungen ist. Es gab:

Spargel-Kartoffel-Gratin

Spargel-Kartoffel-Gratin

Ich habe eine große Menge zubereitet, weil erstens 2kg Spargel im Angebot waren und wir zweitens den Rest einfach morgen mit zur Arbeit nehmen. Hier also mein Rezept:

8 Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und in Salzwasser zum Kochen bringen. 2kg Spargel in Stücken geschnitten kurz danach mit in den Topf und alles ca. 8 Minuten köcheln lassen. Nach dem Abgießen ab mit den Kartoffel- und Spargelstücken in die Auflaufform und mit geschnittenem Schinken-Zweilerlei (Lachsschinken und Putenbrust) bespicken.
Nun noch eine Soße zubereiten, ich habe genommen was gerade da war: 200ml Prosecco aufkochen lassen, dann 2 EL fettarmen Naturjoghurt, 1 Flasche Rame Cremefine und 2 TL fettarmen Kräuterfrischkäse zufügen und köcheln lassen. Mit Gemüsebrühe (Pulver), Salz, weißem und schwarzem Pfeffer, Muskat, etwas Zucker und zwei Spritzern Zitrone abschmecken sowie für die Menge noch etwas Wasser zufügen. Etwas angedickt habe ich die Soße mit Kartoffelmehl/Speisestärke.
Die Soße kommt nun auf die Zutaten in der Auflaufform, danach alles mit Reibekäse bestreuen und für 12 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 200°C backen. Der Spargel ist dann durch, aber noch schön bissfest, so auch die Kartoffeln. Garniert habe ich den fertigen Auflauf mit frischer Petersilie und fertig war unser Festmahl. Als Dessert passen hervorragend frische, zuckersüße Erdbeeren ohne alles. :D

Spargel-Kartoffel-Gratin

Risottissimo

Ich habe eine neue Leidenschaft: Risotto!

Bei uns gabs in den letzten paar Tagen bereits drei Mal dieses leckere Gericht in verschiedenen Variationen. Ich war ja lange Zeit immer bisschen Anti-Risotto eingestellt. MTM hatte schon oft den Vorschlag gemacht, mal eins zu kochen, aber ich habe mich immer gesträubt. Beim Wort „Risotto“ dachte ich an komplizierte Rezepte, anstrengende Zubereitung und irgendwie unmögliche Zutaten. Wie dem auch sei, ich habe mich ein Mal breitschlagen lassen vor ein paar Wochen und ein Pilz-Risotto gekocht. Mit so Dosenpilzen und dazu gabs Hühnchen. Kurz danach kochte ich Zitronen-Parmesan-Risotto mit Lachs. Und am Wochenende einfach nur ein Champignon-Parmesan-Risotto ohne alles. Weil eben auch alleine geil ist.

Die Zubereitung von Risotto macht mir richtig Spaß, weil es sich so richtig nach „Kochen“ anfühlt. Ich schnipple gerne und lösche gerne ab und rühe gerne. Ich klinge vermutlich gerade bisschen plemplem für den Einen oder Anderen, aber so isses nunmal. Plemplem ist auch, dass ich das Gericht sogar mit Zwiebel zubereite, obwohl ich da ja sonst auch SEHR anti eingestellt bin. Ich hasse die Dinger einfach, aber ich habe festgestellt, dass sie gekocht gar nicht so schlimm sind und irgendwie dummerweise auch hier und da dazugehören.

Mein Champignon-Risotto vom Wochenende habe ich folgendermaßen zubereitet:

Frische Champignons klein schneiden und in heißem Öl anbraten.
1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen klein schnippeln und in heißem Öl glasig dünsten.
250g Risottoreis zum Zwiebel-Knoblauch-Mix hinzugeben und ebenfalls bisschen glasig werden lassen.Mit ca. 100ml trockenem Weißwein ablöschen und den Weißwein unter Rühren einkochen lassen. Dann zu der Masse immer wieder einen ordentlichen Schluck heiße Gemüsebrühe geben und das Risotto ständig rühren. Jedesmal, wenn die Brühe eingeköchelt ist, wieder einen Schluck Brühe zugeben. Es dauert ca. 20 Minuten, bis ein cremiges Risotto mit noch etwas bissfestem Reis entstanden ist. Während des Rührens würze ich das Risotto mit Pfeffer, Estragon, Kerbel und Petersilie. Salz kann man am Schluss noch reinmachen, wenn die Brühe nicht genug Geschmack gibt. Am Schluss kommen noch die gebratenen Pilze mit hinein, kräftig umrühren und wieder warm werden lassen. Nun noch ein paar Esslöffel Parmesan unterheben.
Köstlich! :D

Champignon-Risotto

Das Zitronenrisotto geht übrigens ähnlich, nur eben ohne Pilze und statt dessen mit bisschen Zitronensaft. Estragon und Kerbel lasse ich dann auch weg.

Schwäbische Lasagne

Heute habe ich als Brandenburgerin mal schwäbisch gekocht, weil der Liebste es sich gewünscht hat. Na gut, es ist auch ein sehr einfaches Gericht, sofern man sich nicht anschickt, die dafür benötigten Maultaschen selbst herzustellen :crazy:. Also Spätzle schaben (guck an, der Eintrag ist genau heute vor vier Jahren entstanden), da geh ich ja noch mit, wenn es sein muss. Aber Maultaschen? Näh! Die werden gekauft, Basta.

Jedenfalls habe ich heute „Schwäbische Lasagne“ zubereitet, die aus folgenden Zutaten besteht:

Maultaschen Tomatensoße

Die Maultaschen werden in der gekörnten Brühe laaaaangsam gebrüht (nicht gekocht!) und dann in eine Auflaufform gelegt. Aus den anderen Zutaten (außer dem geriebenen Käse) rührt man eine schmackhafte Tomatensoße zusammen. Die macht sicher jeder anders, muss halt dem eigenen Geschmack entsprechen. Ich habe in meine Soße noch ein wenig Zucker zum Verfeinern gegeben, der ist nicht auf dem Foto zu sehen. Diese Tomatensoße gießt man dann über die Maultaschen und bestreut alles mit geriebenem Käse. Dann ab in den Ofen damit, ich hab bei Umluft 175°C eingestellt. Das Ganze muss man bisschen überwachen, ich habe leider keine Zeitangabe. Der Käse muss halt leicht braun sein, dann ist sie fertig. Da die Maultaschen ja schon vorher gegart wurden, gehts eben nun nur noch ums Überbacken.

Man kann übrigens natürlich auch Gemüsemaultaschen oder Frischkäsemaultaschen nehmen. Letztere findet man nur leider sehr schwer in normalen Supermärkten, selbst hier. Schmeckt nämlich auch sehr lecker, aber für MTM ist es dann keine „echte“ schwäbische Lasagne mehr.

Zu diesem Gericht passt ein frischer Salat. Schmeckt gut, probiert es doch auch mal! :)

Schw?bische Lasagne