Wie mir Facebook zu meinem Glück verhalf

Mir geht ja Facebook in letzter Zeit ganz schön auf den Wecker. Ich hab das eigentlich immer ganz gerne genutzt, die Posts meiner Freunde interessierten mich, ich hab auch selbst gerne was gepostet. Inzwischen nutzt diese Plattform aber kaum noch jemand so wie vorher – ich sehe kaum noch nette Einträge oder Fotos, sondern  nur noch stinklangweilige Sachen wie: Manchmal lustige, aber oft kitschig-sentimentale Sprüchebilder (ääätzend!), „lustige“ Videos (laaangweilig!), geteilte Beiträge zu den Themen Politik, Lifestyle, Ernährung, Kindererziehung, oft mit gewissem Aluhut-Charakter (schnaaarch) und an welcher Veranstaltung irgendjemand teilnimmt (aha, toll!). Letzteres sollte mir nun aber plötzlich doch etwas bringen, nämlich einen AB-SO-LUT fantastischen Abend! Und das trug sich so zu:

Ich sah letzten Sonntag auf meiner Timeline, dass Jan Delay beim derzeit stattfindenen Jazzopen in Stuttgart ein Konzert geben wird, und zwar schon in 4 Tagen. Warum ich das sah, registrierte ich noch nicht wirklich, denn erst einmal war ich total von der Rolle, weil ich die Musik von Jan Delay und auch den Beginnern unglaublich feiere. Ich hatte die Beginner mal live beim HipHop Open in Stuttgart gesehen und die gingen sowas von ab, dass ich da heute noch von schwärme. Also suchte ich erst mal herum, ob es noch Karten gibt, und fragte eine Freundin, deren Musikgeschmack auch in diese Richtung tendiert. Sie konnte leider nicht so spontan. Geknicht scrollte ich noch ein bisschen durch die Veranstaltungsseite auf Facebook und sah dann plötzlich, wieso ich das überhaupt auf meiner Timeline gesehen hatte: Eine Bekannte, die ich durch MTMs Cousinen kenne, nahm daran teil! Und noch ein Bekannter aus ihrer „Gang“! Mit beiden bin ich schon partyerprobt und ich konnte mir gut vorstellen, dass ich mich da unkompliziert einklinken kann. Und so war es, sogar noch unkomplizierter als gedacht: Die beiden waren mit einer Gruppe von Leuten zu dem Konzert verabredet, in der sogar MTMs Cousin und seine Freundin vertreten waren (mit den beiden bin ich auch sehr partykompatibel, alles schon ausgetestet :D). Und die beiden hatten sogar noch eine Karte übrig. Gebongt!

Endlich war dann der Donnerstagabend gekommen, an dem MTM gerne den Kleinen übernahm (er steht nicht so auf Konzerte) und ich mit dieser Gruppe zu Jan Delays Disko No. 1, Denyo und Samy Deluxe abgehen konnte. Und so kam es natürlich auch: Es war eine geile Party mit durchweg geiler Musik, mit einer geilen Stimmung und einer sehr textsicheren Bellona! :D

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Beim Herumspringen und Tanzen ruinierte ich mir nicht nur meine Frisur (hab wie beim härtesten Training geschwitzt, fragt nicht), sondern irgendwie auch irgendwo was an meiner Hüfte. Ich hab seitdem eine Zerrung, glaube ich, und humple bisschen. Alte Frau. ;) Aber das war es wert, wirklich, es war Hammerhart. :D

 

 

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Schon bessere Ideen gehabt

Gestern hatten wir ja einen Feiertag (Fronleichnam), also war MTM zu Hause. Morgens sind wir wie immer mit den Hühnern aufgestanden, weil das Kind einfach gnadenlos ist, wenn es kurz nach 5 Uhr wach ist. :) Wir entschieden, vormittags was in Familie zu unternehmen und nachmittags getrennte Wege zu gehen, weil ich noch die Koffer für den Kleinen und mich packen musste. Da wir beide Dauerkarten für die Wilhelma, den Stuttgarter Zoo, haben und meine Karte erst ein einziges Mal zum Einsatz kam, schlug ich also einen Vormittag und ein Mittagessen im Zoo vor. Kack Idee. Es war sowas von heiß, die Sonne bretterte gnadenlos runter, es waren natürlich Unmengen von Zoobesuchern vor Ort (Feiertag plus Ferien in Stuttgart, Parkhaus halb 10 schon fast voll, kannste echt knicken) und das Kind war fast durchweg grätig weil müde, schwitzend, überfordert von den Menschen, was weiß ich. Je grätiger das Kind wurde, desto angepisster wurden auch wir. Als die Zeit endlich reif fürs Mittagessen war, ließen wir uns nieder und gönnten uns ein Kantinenessen für 30€. Wasser hatten wir auch vergessen, außer für den Kleinen, da mussten auch noch mal 5€ für zwei kleine Glasflaschen liegenbleiben. Was wir durch die Dauerkarten gespart hatten, haben wir so wieder zunichte gemacht. Als wir endlich im klimatisierten Auto saßen und das Kind fast sofort einschlief, resümierten wir den Vormittag, stellten fest dass wir keinen einzigen schönen Moment hatten (hab dann aber noch ein Bild gefunden worauf der Kleine sich freut, immerhin) und lernten für die Zukunft:

Keine Aktivitäten bei Hitze, außer rumliegen/baden/chillen.

Im Zoo nur noch picknicken mit mitgebrachtem Futter.

Für jeden eine Trinkflasche für unterwegs kaufen und immer befüllt mitnehmen.

Feiertage/Sonntage/Ferien sind einfach kacke im Ballungsraum, weil alle gängigen Anlaufpunkte für Unternehmungen überfüllt sind und wir Drei offenbar Menschen hassen. ;)

Ich war dann echt ein wenig traurig; so richtig hinnehmen konnte ich nicht, dass die Hälfte des Tages so wenig erinnernswert war. Als das Kindchen im Auto schlief, entschieden wir spontan, die Schlafenszeit für eine Fahrt nach „nebenan“ zu nutzen –  auf einen schönen Eisbecher im schönen Ludwigsburg. Und das war dann wieder eine der besseren Ideen. ;) Wir saßen in einem tollen Eiscafé im Schatten, blickten auf den Marktplatz, aßen köstliches Eis und hatten uns alle wieder lieb. So wurde unser „Angrillen 2017“ abends auf dem Balkon auch total schön – der Kleine futterte wie ein Scheunendrescher und uns schmeckte es ebenfalls ganz hervorragend. Das Packen hab ich dann so nebenher erledigt, damit der Kleine und ich heute Morgen schön früh starten konnten. Wohin? Na, schon wieder in meine Heimat, zu meiner Mutti und seiner Omi. ♥

 

 

Großstadtrand

In Stuttgart ist die Innenstadt, wenn man an den Baustellen vorbei ist, recht hübsch und sehenswert. Rundherum wird’s dann auch mal bisschen oll. Aber einige Stadtteile am Rand haben dann wieder was zu bieten, vor allem was die Natur angeht. Im Ländle gibt’s nämlich auch genug Land, trotz der hohen Einwohnerzahl und der Wohnungsnot. ;) Und wenn man mit Kind unterwegs ist, nimmt man auch gerne mal neue Wege oder Ziele in Angriff, um keine Langeweilge aufkommen zu lassen. Die letzten sonnigen Frühlingstage waren perfekt fürs Draußensein, sogar meine erste Sonnenallergie dieses Jahr hat sich gezeigt. Mir egal, die Sonne tut mir trotzdem gut. Und meinem Auge:

Hier führt es uns täglich vorbei, denn irgendwo da hinten wohnen wir.

 

An einem Tag machten wir nach dem Besuch bei der Post mal einen Abstecher nach oben in die Weinberge:

 

Zwar sonnig, aber plötzlich knackig kalt war es am Donnerstag, als der Kleine und ich mein Auto zur Durchsicht schafften. Zuerst zu Fuß und dann noch ein Stück mit dem Bus ging es zurück, sonst bin ich hier immer nur im Auto unterwegs gewesen.

 

Der herrlich sonnige und nicht mehr kalte Samstag wurde für einen Ganztagesaufenthalt auf dem Erlebnisbauernhof genutzt. Ja, auch diese Weiten gibt es hier, und auch wenn es schon arg außerhalb ist: Die Anschrift liegt immer noch in Stuttgart. :) Das Kind jedenfalls hatte seine helle Freude, vor allem auf dem Strohspielplatz. (Wie das Stroh schlussendlich bis in die Windel kam, wird mir immer ein Rätsel bleiben.) Für uns Eltern war es auch wie eine kleine Auszeit. Man brauchte eigentlich nur beim Spielen und Entdecken zugucken.

 

Frühling begrüßt – ohne Kastanie :(

Tja, das war dann wohl nix dieses Jahr mit mir und dem Kastanienweitwurf. Ich wollte, aber ich konnte nicht. Ich hatte zwei Kastanien, eine davon befindet sich in meiner Heimat, weil ich meinen Wintermantel dort gelassen hatte. Die andere war in einer anderen Winterjacke, aber da suchte ich sie am Sonntag um kurz vor 12 vergeblich. Wech isse! Einfach so! Nun hab ich noch zwei Kastanien im Auto, die gehören aber nicht wirklich dazu und es war dann auch schon um 12 und ich hatte keine Lust, erst runter zur Garage zu gehen… Meine Mutti kam am Sonntagabend hier an, aber meine Kastanie hatte sie vergessen. Und ihre auch, denn sie macht ja auch schon seit ein paar Jahren mit bei der „Kastanienbewegung“. Nun haben wir beschlossen, alle Kastanien, die sich in unserem Besitz befinden, zu Ostern bei Papa auf dem Friedhof fortzuwerfen. Eine nachträgliche Frühlingshuldigung sozusagen, warum nicht!? Papa hatte nämlich auch den Winter über eine auf seinem Grab liegen, die immer noch da ist.

Begrüßt haben wir ihn aber trotzdem, den Frühling. Gleich am Montag, nachdem der Kleine sich nach dem Aufwachen über Omis Anwesenheit gefreut hat, haben wir uns auf den Weg in die Stadt gemacht. Das Wetter sah eigentlich nicht allzu toll aus, wie wohl in großen Teilen Deutschlands an diesem Tag. Aber als wir nach dem Mittagessen im Vapiano (Flugzeugnudeln mit Tomatensauce für die Kleinen, der Hit bei unserem Sprössling!) den Mittagsschlafspaziergang machten, kam sie raus, die schönste Frühlingssonne! Wir blieben ein paar Stunden in der Stadt und genossen alles: Wetter, Zusammensein, Bummeln, Eis. Letzteres durfte der Kleine erstmalig probieren, dieses absolut faszinierte, breit strahlende Gesicht werde ich so schnell nicht vergessen. :)

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Ein herrlicher, unerwarteter Frühlingstag war das. Und, das checkten wir erst am Abend, es war ja sogar Frühlingsanfang am Montag!

Heute sah es wettertechnisch schon wieder ganz anders aus, aber wir zehrten einfach noch von den gestrigen Sonnenstrahlen und genossen heute trotzdem die Mutter-Tochter-Enkel-Zeit – erst beim Mini-Turnen (Die ersten 2 Schritte ohne festhalten, von Omi zu mir, da war ich aber ganz schön überrumpelt!), dann bei gemeinsamer Hausarbeit während des Mittagsschlafs des Kleinen und dann beim Spazieren und Busfahren bei nieseligem Wetter. Schön ist es, meine Mutti hier zu haben. ♥

Frühling in Stuggi

Gestern entschied ich morgens spontan, mit dem Kleinen in die Stadt zu fahren. Schon länger war ich nicht mehr bummeln und die frische Luft (keine Feinstaubalarmwitze jetzt bitte) und das Chillen im Wagen würden dem kranken Kind sicher gut tun. Außerdem musste ich dringend ein paar Besorgungen machen. Wir starteten in meinem Lieblingseinkaufszentrum, wo ich erstmal nur parkte. Kurz vor der Heimfahrt wollte ich dort noch 3 Läden ansteuern, jetzt ging es aber erstmal raus in die Sonne!

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Hier und da stöberte und kaufte ich ein bisschen in den Läden mit einem recht entspannten Kind im Wagen. Es gab einfach so viel zu staunen und zu sehen, der absolute Renner sind ja einfach alle Autos dieser Erde. Da wird er nicht mehr fertig mit seinem „Da! Da! Da!“. :D Das Wetter war wirklich toll, ich mag es wenn es noch recht frisch ist und die Sonne nur leicht die Haut wärmt. An diesem strahlend blauen Himmel konnte ich mich kaum sattsehen.

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Trotzdem mussten wir für die Mittagspause raus aus der Sonne und rein in ein warmes Restaurant. MTE verhielt sich vorbildlich, aß sein mitgebrachtes Mittagessen und naschte bei mir noch ein bisschen mit; er war trotz Erkältung ganz gut drauf, das ist Balsam für die Seele nach der zweiten durchwachten Nacht.

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Nach dem Essen und einem einem EInkauf bei H&M merkte ich, dass das Kindchen müde wurde, obwohl es im Auto vormittags schon gepennt hatte. Also spazierte ich im Schlosspark umher, bis er eingeschlafen war…

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…und setzte mich dann auf eine Bank, um mir die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen.

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Schön war es, aber irgendwann auch langweilig und so lief ich wieder los. Nach einer Stunde war der Mittagsschlaf beendet und wir konnten nun ins Einkaufszentrum gehen. Als wir dann wieder aufbrachen, staunte ich nicht schlecht über 15 Euro Parkgebühren. So ein Tag in der Stadt ist echt nichts alltägliches, das kannste nicht ständig machen wenn du ein bisschen aufs Geld gucken musst. Dann noch das Mittagessen und natürlich die vielen kleinen ungeplanten Einkäufe… Aber es hat sich gelohnt, für uns, zum Rauskommen und zum Freuen über das Geshoppte. ;)

Dance the night away

Leute, das war vorgestern vielleicht eine Nacht! Ich bin sowas von fertig aber auch sowas von begeistert, weil ich mir mal wieder so richtig den Arsch abgetanzt habe. Ja, ich weiß, gerade war noch Karneval und ich scheine den Hals nicht voll zu kriegen, aber jetzt ist echt erstmal’ne Pause angesagt. Mein Körper macht das ja auch nicht mehr so gut mit wie in jungen Jahren, jetzt braucht er schon zwei Tage zur Regeneration…

Aber gut, von vorne. Ich bin am Freitag wieder gut mit meinem Söhnchen in Stuttgart angekommen und die Wiedersehensfreude zwischen Papa und Sohn war wirklich rührend mit anzusehen. Der Abend und die Nacht liefen allerdings ein bisschen aus dem Ruder, was den Kleinen angeht. Solche Probleme haben wir selten, aber an diesem Abend schlief er schon sehr schlecht ein, wachte gegen halb 11 weinend auf und fand auch erst gegen 2 Uhr in unserer Mitte in den Schlaf. Da hab ich direkt mal ein bisschen Panik geschoben, denn am Samstag hatten wir Großes vor: MTM hatte mich dazu überredet, seine Tante erstmalig als abendliche Babysitterin anzuheuern, damit ich bei seinem Cousin- und Cousinentreffen in der Stadt dabei sein konnte. Das erste Mal sollte also nun jemand anderes als ich, MTM oder meine Mutti das Kind ins Bett bringen und hüten, solange wir fort sein würden. Oh man, und dann so eine Nacht vorher, da war mir echt ganz anders am Samstagabend, als sich die Tante mit zum Abendbrot an den Tisch zum Kleinen setzte und wir uns verdünnisierten. Wir trafen uns zu zehnt zum Abendessen in einem türkischen Restaurant und um kurz nach 7 bekamen wir schon die Nachricht, dass der Kleine friedlich schläft. Puh! Als wir dann den Anderen eröffneten, dass wir unser Heimkommen um 24 Uhr ausgemacht hatten, war die Empörung groß. Es wollten doch alle noch feiern gehen und man zählte scheinbar voll auf mich als alte Partysau. Oh man. :D Die Tochter der Tante war auch mit am Start und schlug für uns telefonisch bei ihrer Mutter gleich mal einer Verlängerung bis 1:30 Uhr raus.
Zuerst gingen wir in einen Insiderclub namens „1. Stock“, wo man sich quasi im Wohnzimmer einer Wohnung im 1. Stock sehr exklusiv vorkam. Alle mochten die Musik, Partysau Bellona aber nicht (Chillout, bäh, wie soll man dazu abgehen?). Das konnte natürlich so nicht bleiben, also zogen wir weiter in den nächsten Club und dort blieben wir bis zum bitteren Ende. Echt, was ich zum Karneval an Vernunft zeigte, war nun wie ausgelöscht. Ich hatte an dem Abend das Gefühl, ich hätte die Party meines Lebens. Wir bekamen sogar nochmal eine Verlängerung von der Tante, bis 2 Uhr. Und als es dann soweit war und wir aufbrechen mussten, schlug mir MTM vor, allein nach Hause zu fahren. Ja, hab ich angenommen. :D Bis die Lichter im Club angingen, haben wir getanzt. Es war bereits 4 Uhr nachts und wir wollten auch noch weiterziehen, aber als wir bei zwei Lokalitäten an den Türstehern scheiterten, sahen auch wir es ein: Wir sollten nach Hause gehen. Noch schnell eine Currywurst und dann ab ins Taxi.
Als ich auf der Couch (MTM hat mir schon mein Bettzeug dorthin gerichtet) lag, war mir schon klar, dass ich das ein oder andere Glas Wein noch bereuen würde. Mit so einem kleinen Kindchen hat man ja nun auch nicht mehr die Möglichkeit, ausgiebig seinen Kater auszuleben. Ja, war schon schwer. Aber MTM ging es sehr gut und gegen Mittag packte er den Kleinen für einen Ausflug ein und ließ mich allein. Und ich lag auf der Couch, regungslos, glotzte ein paar Folgen SATC, aß eine riesige Portion Nudeln, trank viel Wasser…und als die beiden dann zurückkamen, war alles wieder gut.

Es war echt schön, auch dass MTM und ich mal wieder zusammen unterwegs sein konnten abends. In knapp 3 Wochen haben wir wieder diese Möglichkeit, wenn meine Mutti hier ist und wir zu einer Hochzeit gehen. Da kommen wir dann aber nicht nachts nach Hause, sondern erst am nächsten Tag. :)

Gottgegebener Familientag

Unser Kind wurde ja letzten Sommer getauft, weil das meinem Mann wichtig ist. Nun flatterte neulich eine Einladung zum Familiengottesdienst mit anschließendem Brunch im Gemeindehaus in unseren Briefkasten. Mein Mann hätte sie ignoriert; auf die Idee, sie anzunehmen, ist seine konfessionslose Frau gekommen. Warum auch immer, ich bin jetzt auch nicht so der Typ für sowas, aber irgendwie fand ich die Idee einfach nett. Zudem war ich selbst noch nie bei einem Gottesdienst „außer der Reihe“ und da mein Kind ja nunmal ein kleiner Katholik ist, wollte ich irgendwie auch dazu stehen. Ich kann es schwer beschreiben, was mich dazu bewegt hat, zuzusagen. Auch wenn ich verfressen bin – das Essen war es jedenfalls nicht (nur). ;)

Wir  mussten uns dann heute Morgen ganz schön beeilen, um kurz nach 9 losfahren zu können. Mein Mann war niedlich, weil er bisschen aufgeregt war. Bloß nicht zu spät in die Kirche kommen! Bloß nicht zu weit hinten sitzen, wenn alle sich eher vorne verteilen! Und immer fein das Gesangsbuch aufschlagen, auch wenn wir nicht mitsingen. ;) So ein Gottesdienst ist natürlich für Leute wie mich etwas befremdlich, aber er war trotzdem ganz nett. Es spielte eine Kirchenband und daher wirkten die (vielen, vielen) Lieder auch schon etwas flotter. Und da der Hunger sich breit machte, war es dann auch schön dass er vorbei war und wir rüber ins Gemeindehaus gehen konnten.

Dort waren wirklich alle Teilnehmer beim Brunch sehr nett. An unserem Tisch saßen Eltern eines kleineren Kindes und noch die Kita-Erzieherin, was ich fast schon als Wink des Schicksals empfand. Wer weiß, vielleicht klappt es ja wegen unseres netten Miteinanders mit einem Kita-Platz?! Angemeldet sind wir auch in dieser Kita, wie in einigen anderen, aber Bescheid gibt’s erst im März/April und die Warteliste ist lang.
Wir aßen ziemlich lecker, und das kostenlos. Der Kleine zog wie so oft viele Frauen an, auch wenn er ja inzwischen nur noch skeptisch statt freundlich guckt und sich auch gerne bei Blickkontakt mit Fremden an mich presst (Kuscheleinheit, ich find’s auch bisschen schön, ehrlich gesagt). Auch wenn alle wirklich nett waren, so hab ich trotzdem festgestellt, dass die Leute, vor allem die Frauen, einfach nicht zu mir passen für einen engeren Kontakt. Sie leben für die Familie und die Kirchengemeinde, sie sind alle irgendwie so unfetzig, sie sind einfach nicht bekloppt genug. Ich glaube, wenn ich im Gespräch von meinen Weiberabenden, Festivalwochenenden und Karnevalspartys erzählen würde, würde da Keine mit ins Schwärmen kommen, und andersrum wäre ich vermutlich auch nicht sehr angetan von deren Geschichten. Aber das ist ja auch nicht schlimm. Es gibt genug Bekloppte für mich da draußen und ein warmherziges Miteinander beim katholischen Kirchengemeindenbrunch ist nicht das Schlechteste, was mir und meiner Familie zum Sonntag passieren kann. ;)

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Nach dem Mittagessen mussten wir schnell aufbrechen, da das Kind total müde war. Wir spazierten eine Stunde herum, so dass er pennen konnte. MTM und ich quatschten währenddessen ununterbrochen über das Erlebte und allen möglichen anderen Kram. Als der Kleine dann  wach war, fuhren wir weiter auf der Suche nach einem geöffneten Eiscafé – leider erfolglos um diese Jahreszeit. So suchten wir uns dann eben ein anderes Café, aßen dort noch ein Stück Kuchen und tranken Kaffee, bevor wir nach Hause düsten. Hier angekommen, wetzte unser Sohn direkt los und stillte seinen Bewegungsdrang. Das ist nun eben auch anders als damals, als er noch so klein war. Eigentlich kann man gar nicht mehr so lange ohne Spiel- und Bewegungsmöglichkeit unterwegs sein mit ihm.Vielleicht wird es doch Zeit, dass es wärmer wird, er laufen kann und wir draußen herumtollen. Auch wenn ich den Winter echt irgendwie schon vermisse. Ich mag ihn. :)

10 Tage „Normalität“

MTM ist nun seit zehn Tagen wieder arbeiten und irritierenderweise kommt mir seine 2-monatige Elternzeit vor, als wäre sie vor Ewigkeiten gewesen. Langweilig wurde mir jedenfalls nicht. Da war sofort am ersten Morgen ohne MTM ein Termin in der Kinderneurologie zum EEG (nicht der Rede wert, alles gut), davor hatte ich schon bisschen Respekt. Dann hatte MTE am Tag drauf seinen ersten Zahnarzttermin. Dann gab es ein Treffen und Mittagessen bei IKEA mit plärrendem Kind (Hunger verbunden mit Langsamkeit der Mutter) und die Freude über einen 20 Euro-Gutschein aus dem Adventskalender. MTMs Tante passte mal für 3 Stunden auf den Kleinen auf – erfreulicherweise ohne Probleme – während ich alleine einen Arzttermin (und heimlich noch ein Mittagessen beim Lieblingsdönermann mit meinem Buch :D) wahrnahm. Dann waren MTE und ich mal wieder beim „Krabbel-Babbel“, was er die letzten Wochen immer mit seinem Papa gemacht hat. Ich merkte dabei, dass ich in der Gruppe nicht wirklich Anschluss finde, was sehr untypisch für mich ist. Mit anderen Müttern tue ich mich echt schwer…
Was mich besonders freut: Mein Kind ist nun, da alles wieder seine geregelten Bahnen geht, ein Mittagschläfer! Es klappt einfach plötzlich, er kann ohne auszuflippen wach bleiben bis zum Mittagessen (außer wenn man im Auto oder mit Buggy unterwegs ist), er lässt sich hinlegen und schläft mal ohne Zetern ein und mal muss ich 2-3 Mal rein gehen. Nichts im Vergleich zu den Dramen, die sich hier schon abgespielt haben.
Ansonsten wäre noch erwähnenswert, dass ich innerhalb einer Woche überdurchschnittlich oft mit Kacke in Berührung kam. Also, öfter als so schon (wickeln und so…). Zunächst war in unserem Haus was verstopft und im Keller schwammen Klopapier und Exkremente. Wir müssen nicht weiter drauf eingehen, aber eins muss ich noch sagen: Eine Rohrreinigung reinigt Rohre. Und schmiert Kacke an Türen, grabscht mit den Kackeflossen alles an und lässt Kacke auf auf dem Boden kleben, wenn sie nicht von alleine wieder in die Untiefen der Kanalisation versickert. Handschuhe, Chlorreiniger, ein Schrubber den ich danach entsorgt habe – das war meine Ausrüstung, mit der ich dann den Keller wieder betrat. Und als wäre das nicht schon genug Scheiße für mindestens ein Jahr, hat mein Kind auch noch ein Häufchen ins Badewasser gemacht. Zum ersten Mal. Und ratet mal, wer mit drin saß. *lippenzittersmileyvonblog.de*

Und mit diesen Worten schließe ich den schriftlichen Teil dieses Eintrages und lasse euch mit euren Gedanken allein… :D Vielleicht hilft euch ja der bildliche Teil, schnell den Schleier des Vergessens drüber legen zu können. Und zwar zeige ich einfach mal ein paar Handyfotos der letzten 10 Tage. Die Idee hab ich von meiner Blogfreundin Culbia abgekupfert.

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Muddi und Vaddi allein unterwegs

…und zwar, ganz romantisch, bei einem Fußballspiel. Wir hatten Freikarten für Stuggi gegen Bielefeld und hatten so richtig Bock auf einen Nachmittag in Freiheit und im Stadion! Also haben wir das Kind für 5 Stunden bei MTMs Tante geparkt, sind mit der Bahn zur Mercedes-Benz Arena gedüst, haben uns als erste Amtshandlung ein Bier geholt und als zweite einen VfB-Schal. Der war für mich, weil ich in dieser Saison schon das dritte Mal im Stadion war und dabei merkte, dass ich ganz schön mitfiebere für den Schwabenverein. Ich wohne ja hier und ich mag Stuggi, warum also nicht? Bayern und Dortmund kann ja jeder („Erfolgsfans“, höhö, sagt man so im Fußballfanjargon); ich bin, mit dem Abrutschen des VfB in die 2. Bundesliga, eben Fan trotz schlechterer Zeiten. Auch wenn der VfB Stuttgart zuletzt öfter mal gewonnen hat, so war ich doch auch dabei, als er die 5:0-Klatsche gegen Dynamo Dresden einstecken musste. Und trotzdem hab ich mir den Schal gekauft, schön nicht?! ;)

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Jedenfalls, wir zwei waren mal wieder als Ehepaar unterwegs und genossen einen tollen Nachmittag, während das Kind sich bei der Tante von der besten Seite zeigte. Unsere Stimmung haben wir uns nicht verhageln lassen (Wortspiel – es hagelte nämlich zwei mal auf’s Übelste, beide Male standen wir ungeschützt mittendrin), stattdessen gab’s wie schon erwähnt Bier, ’ne Stadionwurscht, Aufreger und schlussendlich Jubel á la „Siiiieeeeg!“. Gerne wären wir noch losgezogen danach, in die Sportsbar nebenan, auf ein paar XXL-Cocktails oder so. Aber es war ja erst Nachmittag und für einen nächtlichen Babydienst lasse ich nur meine Mutti ran, die ja bekanntlich 560km entfernt wohnt.

Aber ich glaube, das war nicht unser letzter Stadionbesuch in dieser Saison – ich hab ja nun auch den Schal. ;)

Tschüssi Oktober, hallo Feiertag!

Der Oktober war dieses Jahr irgendwie nicht so golden, wie ich erwartet habe. In den letzten Jahren, meine ich mich zu erinnern, war der Oktober immer so richtig herbstschön, voller Sonnenschein, warmem Licht, milden Temperaturen und bunten Blättern. Dieses Jahr war dieser Monat hauptsächlich schweinekalt und nass, oder? Vielleicht wird ja der November golden, denn zum Ende hin wurde ja auch der Oktober wieder schöner. Endlich konnte ich die wunderschönen Farben des Herbstes richtig erkennen, bei Sonnenschein und diesem ganz speziellen warmen Licht ist das doch alles viel intensiver. Und gerade hier in der Weinberggegend ist es besonders bunt und schön. So kam es, dass meine kleine Familie und ich auch endlich den von mir langersehnten Herbstspaziergang machen konnten und auch meine Kamera mal wieder entstaubt und benutzt wurde. Am vorletzten Oktobertag nämlich, am Sonntag, kamen wir vom Familienessen beim Asiaten zurück und fuhren einfach an unserer Wohnung vorbei, weiter nach oben, um dort zu parken und bei absolut toller Aussicht ein Stück zu gehen.

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Es war so schön warm und trotzdem ein bisschen frisch, das ist genau meins. Ich liebe den Herbst einfach, auch MIT seinen ungemütlichen Wetterlagen, weil es dann so schön kuschelig wird. Und auch wenn ich mich über Dauerdoofwetter aufrege, ich bleibe bei meiner Herbstliebe, solange es solche Tage und Spaziergänge und Fotos davon gibt. :)

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Auch unser Stadtbummel gestern war von Sonne und der typischen „frischen Wärme“ begleitet, und ja, auch heute zum Feiertag zeigt sich der Herbst wieder von seiner besten Seite. Das juckt mich aber nicht die Bohne; ich habe heute, nach 4 Tagen Unternehmungen in Familie, meine beiden Männer raus ins schöne Wetter geschickt für einen tagesfüllenden Ausflug. Die Ruhe habe ich dazu genutzt, meinen monatlichen Finanzabschluss und die monatliche Fotosicherung zu machen, Krautgulasch zu kochen, was bei Ebay reinzustellen und diesen Blogeintrag zu schreiben. Und schon ist die Zeit wieder um, gleich ist wieder Leben in der Bude. :)