10 Tage „Normalität“

MTM ist nun seit zehn Tagen wieder arbeiten und irritierenderweise kommt mir seine 2-monatige Elternzeit vor, als wäre sie vor Ewigkeiten gewesen. Langweilig wurde mir jedenfalls nicht. Da war sofort am ersten Morgen ohne MTM ein Termin in der Kinderneurologie zum EEG (nicht der Rede wert, alles gut), davor hatte ich schon bisschen Respekt. Dann hatte MTE am Tag drauf seinen ersten Zahnarzttermin. Dann gab es ein Treffen und Mittagessen bei IKEA mit plärrendem Kind (Hunger verbunden mit Langsamkeit der Mutter) und die Freude über einen 20 Euro-Gutschein aus dem Adventskalender. MTMs Tante passte mal für 3 Stunden auf den Kleinen auf – erfreulicherweise ohne Probleme – während ich alleine einen Arzttermin (und heimlich noch ein Mittagessen beim Lieblingsdönermann mit meinem Buch :D) wahrnahm. Dann waren MTE und ich mal wieder beim „Krabbel-Babbel“, was er die letzten Wochen immer mit seinem Papa gemacht hat. Ich merkte dabei, dass ich in der Gruppe nicht wirklich Anschluss finde, was sehr untypisch für mich ist. Mit anderen Müttern tue ich mich echt schwer…
Was mich besonders freut: Mein Kind ist nun, da alles wieder seine geregelten Bahnen geht, ein Mittagschläfer! Es klappt einfach plötzlich, er kann ohne auszuflippen wach bleiben bis zum Mittagessen (außer wenn man im Auto oder mit Buggy unterwegs ist), er lässt sich hinlegen und schläft mal ohne Zetern ein und mal muss ich 2-3 Mal rein gehen. Nichts im Vergleich zu den Dramen, die sich hier schon abgespielt haben.
Ansonsten wäre noch erwähnenswert, dass ich innerhalb einer Woche überdurchschnittlich oft mit Kacke in Berührung kam. Also, öfter als so schon (wickeln und so…). Zunächst war in unserem Haus was verstopft und im Keller schwammen Klopapier und Exkremente. Wir müssen nicht weiter drauf eingehen, aber eins muss ich noch sagen: Eine Rohrreinigung reinigt Rohre. Und schmiert Kacke an Türen, grabscht mit den Kackeflossen alles an und lässt Kacke auf auf dem Boden kleben, wenn sie nicht von alleine wieder in die Untiefen der Kanalisation versickert. Handschuhe, Chlorreiniger, ein Schrubber den ich danach entsorgt habe – das war meine Ausrüstung, mit der ich dann den Keller wieder betrat. Und als wäre das nicht schon genug Scheiße für mindestens ein Jahr, hat mein Kind auch noch ein Häufchen ins Badewasser gemacht. Zum ersten Mal. Und ratet mal, wer mit drin saß. *lippenzittersmileyvonblog.de*

Und mit diesen Worten schließe ich den schriftlichen Teil dieses Eintrages und lasse euch mit euren Gedanken allein… :D Vielleicht hilft euch ja der bildliche Teil, schnell den Schleier des Vergessens drüber legen zu können. Und zwar zeige ich einfach mal ein paar Handyfotos der letzten 10 Tage. Die Idee hab ich von meiner Blogfreundin Culbia abgekupfert.

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Tja

Ich finde ständig neue, interessante Blogs, denen ich auch folge um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Aber ich schaffe es ja nicht mal, die ganzen anderen, „alten“ Blogfreunde zu lesen. Den Reader nutze ich nicht, ich bekomme alle Einträge per Mail für eine bessere Übersicht und damit nichts verloren geht. Das heißt, IRGENDWANN lese ich eure Einträge, ihr habt sicher auch schon ein Kommentiermuster erkannt: Ich lese natürlich von hinten nach vorne und da ich so selten dazu komme, kommentiere ich eben auch erstmal recht alte Einträge. ;) Aber nun, es ist wie es ist, ich packe es gerade nicht. MTM hat Elternzeit und ich hab echt viele kindfreie Stunden, aber ich hab auch so viel anderes Zeugs geplant und halt auch diverse Pflichten zu erledigen. Und wenn ich dann auch noch, wie gestern, einen ganzen Tag komplett ausgeknockt bin (Noro, fragt nicht…), dann komme ich sogar richtig in Stress, weil mir dieser Tag fehlt bezüglich meiner To-Do-Liste. Ja, ich bin eine Listenschreiberin und brauche das wirklich für meinen Seelenfrieden, hab ich von meiner Mutti geerbt. ;) Und zu dieser fahren wir morgen, deshalb bin ich eigentlich auch schon wieder auf dem Sprung. Ich frage mich gerade noch, wie wir alle Geschenke und den ganzen anderen Kram ins Auto kriegen wollen, denn mit Kind reist man ja als ob man auswandert. Aber ich muss mich jetzt von den Gedanken loseisen, ins Bett gehen und hoffen, dass das Kindchen weiterhin so friedlich schlummert. Wir wollen nämlich echt mal zur Abwechslung früh loskommen, bin gespannt.

Ich wünsche allen neuen und alten „Blogfreunden“ (so nennen wir, die von blog.de hierherkamen, das) nun erstmal gemütliche, besinnliche, glückliche Feiertage. Ich hoffe, ihr schafft es, den Moment zu genießen und den ganzen Scheißdreck dieser Welt einmal auszublenden. Ich werde das so machen.

 

Das Geburtstagswunder

Ich hatte einen wirklich schönen Tag in meiner Heimat. MTM und ich standen früh auf, machten uns fertig, weckten unser Kind und seine Omi und dann ging es eigentlich auch schon los mit dem „Stress“. Wir hatten zu tun mit den Vorbereitungen, Stullen schmieren, Terrasse fertigmachen und so. Ich erwartete nämlich um 11 Uhr meine Gäste zum winterlichen Grill-Brunch im Garten.

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Es war einfach ein toller, sonniger Wintertag mit meinen Freunden und meiner Familie und vergleichsweise vielen Kindern, das gab’s zu meiner Geburtstagsfeier ehrlich gesagt noch nie. Aber so ändern sich die Zeiten, ein Brunch war für uns als Eltern eines Babys ja nun auch besser statt die fette Party abends und nachts wie früher. Und wir alle, Muttis, Vatis und Kids hatten eine Menge Spaß. :) Zeit zum Traurigsein war eigentlich gar nicht und das war auch der Plan, deshalb hatte ich mich dazu entschieden, auch diesen ersten Geburtstag ohne Papa zu feiern. Erst zu später Stunde, als ich endlich dazu kam, meinen Geburtstagstisch anzuschauen und die Geschenke auszupacken, wurde es emotional. Auch dafür muss Raum sein.

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Nun aber zu dem allerschönsten Geschenk, das mir meine Großcousine bescherte: Unser ganz eigenes Familienwunder! Stellt euch mal vor:
Sie und mich verbindet ein familiär-freundschaftliches Band. Wir sind nicht voneinander wegzudenken, auch wenn wir schwierige Zeiten hatten, die unseren Gegensätzlichkeiten geschuldet sind. Wir haben uns auch nach einem ganz schön dollen Krach und monatelanger Funkstille wieder zusammengerauft und uns geschworen: Wenn es nochmal zu so einer Fehde kommt, dann lassen wir’s. Und es kam nie wieder dazu. Wir sind erwachsen geworden. :) Jedenfalls ist es so, wir sind beide im gleichen Jahr geboren, sie am 7.1.82 und ich am 3.12.82. Nun kam es, dass mein erstes und bisher einziges Kind ausgerechnet an ihrem Geburtstag zur Welt kam, am 7.1.16. Das empfanden wir schon als krassen Zufall, die Freude war groß, sie als wurde die Taufpatin meines Sohnes, alles prima. Dann wurde sie schwanger mit ihrem ersten Kind und der Geburtstermin sollte der 20.12.16 sein. Das fanden wir nun auch ziemlich witzig, so ein Zufall, beide Kinder wie wir im gleichen Jahr, auch noch im Januar und Dezember und im Übrigen auch noch beides Jungs. Wir blödelten schon rum, dass ihr Kind nun auch an meinem Geburtstag kommen sollte, das wäre eine Sensation! Geglaubt hat aber keiner wirklich dran. Und sicherlich ahnt ihr nun schon, worauf es hinausläuft: Vorgestern schrieb sie mir noch, dass sie zu meinem Geburtstagsbrunch kommt. Gestern Morgen platzte aber ihre Fruchtblase und gestern Nacht, noch am 3.12.16, war ihr Sohn geboren. Hallo?! Das ist doch nicht normal, oder? Das ist eine kleine Sensation! Mein Geburtstagswunder. ♥

Freitagsanekdötchen

Ich habe kürzlich so Schranktürensicherungsdinger gekauft, um das Baby vor sich selbst und unser Hab und Gut vor dem Baby zu schützen. Die Dinger wurden angebracht und abends wollten wir den Schrank aufmachen, doch da wussten wir nicht so richtig, wie. Es war jetzt nicht so wichtig, wir haben halbherzig dran rumgedoktort und es dann gelassen, bei Tageslicht würden wir das schon aufkriegen. Schien ja richtig safe zu sein, gut so, unsere Wohnung war nun wieder etwas babysicherer.

Am nächsten Tag hat mein Baby mir dann gezeigt, wie die Dinger aufgehen…

Mütterliche Enttäuschungen

Nein, es geht hier nicht um das Kind und das Mutterdasein an sich. Vielmehr darum, wie sich so eine Muttigruppe von einem wohltuenden „Wir-machen-das-alle-toll“ zu etwas entwickeln kann, was einfach nicht mehr gut tut.

Ich bin echt enttäuscht und finde es total schade. Wir sind 4 Frauen, die sich im Geburtsvorbereitungskurs gefunden haben. Wir haben uns in unserer Whatsapp-Gruppe gerade am Anfang immer total den Zuspruch gegeben, uns gegenseitig aufgebaut, Tipps gegeben. Unsere Kinder kamen alle etwa um die gleiche Zeit zur Welt. Es war nie ein „Wettkampf“ oder so. Wenn wir uns trafen, tat es immer richtig gut. Ich war wirklich froh um diese Muttigruppe.

Irgendwann lernte man sich natürlich besser kennen und sicherlich fiel auch auf, dass man sich unter anderen Umständen vermutlich nicht angefreundet hätte. Wir sind alle schon sehr verschieden. Das ist aber okay. Was das Muttidasein betraf, tickten wir schon alle relativ ähnlich.

Als wir einmal nur zu dritt waren, wurde aber plötzlich über die Vierte geredet. Ja, sie hatte irgendwie von Anfang an Probleme mit ihrem Baby, hat sicherlich hier und da für uns unverständlich gehandelt und allgemein auch selbst für diverse Probleme gesorgt, die sie mit dem Baby hatte. Aber das wurde in diesem Gespräch dermaßen dramatisiert, als würde sie ihr Kind misshandeln, was absolut hanebüchen ist. Und als es dann sogar darum ging, dass ihr Baby „immer einen Nuckel drin hat“, war ich schon echt angenervt. Total bescheuert, darüber zu urteilen, vor allem wenn man mit dem unkompliziertesten Baby aller Zeiten gesegnet ist.

Zudem fühle ich mich schon eine Weile öfter missverstanden und bin auch genervt davon, dass vor allem eine sich und ihre Entscheidungen ständig rechtfertig. Und zwar mit Argumenten, die nicht hinhauen. Statt zu sagen „Ich hab keinen Bock Obst frisch zu pürieren.“, was völlig ok ist und niemand verurteilt, behauptet sie einfach, dass „Gläschen viel besser sind, weil viel mehr Vitamin C drin ist“. Künstlich zugesetzt, möchte ich dazu anmerken. Ich püriere Obst frisch und gebe damit nun ihrer Auffassung nach etwas schlechteres, oder wie darf ich das verstehen? Bio kauft sie auch nicht für ihr Kind, das ist eh totaler Blödsinn (ich kaufe bio) und es ist sowieso viel besser für Kinder ab 1 Jahr in der Kita zu sein (zwei von uns machen länger Elternzeit). Genauso ist es mit dem Stillen. Keine in der Gruppe konnte (oder wollte) stillen. Anstatt das einfach so hinzunehmen oder zu ihrer Entscheidung zu stehen (!), wird vor allem von dieser einen Person ständig contra Stillen argumentiert und über Stillmütter abgelästert.

Seit neuestem kochen die zwei, die so ungeniert über die Vierte urteilten, scheinbar ihr eigenes Süppchen. Sie besuchen zufällig schon eine Weile einen gemeinsamen Kurs, so hat sich das sicher entwickelt und ist auch total okay. Als wir uns gestern jedoch bei mir trafen, unterhielten die beiden sich anfangs nur miteinander. Zudem ist vor allem die eine total seltsam, wenn die Vierte dabei ist. Sie mag sie scheinbar nicht wegen ihrer mütterlichen Probleme, das ist ziemlich offensichtlich und meiner Meinung nach ein ziemlich blödes Verhalten.

Gestern war also ich mit dem Ausrichten unseres Treffens dran, ich hab mir natürlich Mühe gegeben, schön aufgetischt, letzte Woche viel geputzt und so. Und gleich zu Beginn wurde mir von einer der beiden mitgeteilt, dass sie ausgerechnet heute ganz früh wieder gehen müsse (sie geht allerdings IMMER als erste, sie ist offenbar unglaublich busy). Obwohl wir den Termin extra wegen ihr auf gestern verlegt hatten! Und sie nahm natürlich die andere Mutter mit, also musste auch sie nach nur anderthalb Stunden wieder gehen, das schien sie auch nicht sonderlich zu stören. Ich saß dann da mit der Vierten, mit haufenweise übriggebliebenem Essen, und als sie vorsichtig anmerkte, dass die beiden echt schnell wieder weg waren, musste ich echt mal Dampf ablassen. Ich habe ihr nichts von dem Gespräch über sie erzählt, das würde sie unnötig verletzten und die Stimmung muss ja nicht noch ätzender werden. Aber Fakt ist, das nächste Treffen mache ich noch mit und dann entscheide ich, ob es das noch wert ist oder ob ich mich da ausklinke.

Ich finde es schade, weil es ursprünglich nicht nur mir gut tat, sondern auch für die Kinder schön ist, wenn sie immer mal mit gleichalten Kindern zusammen sind. Ich dachte irgendwie, wir wären eine „Muttigruppe fürs Leben“ und würden uns in Jahren immer noch ohne Wettkampf und Hintergedanken erzählen, wie sich unsere Kleinen so machen. Ich bin manchmal ganz schön naiv.

 

Ausquartiert!

Die letzte Nacht war so wie die vorherigen auch: MTE wurde ab halb 12 ca. stündlich halbwach, hat geturnt und Geräusche gemacht und meistens gejammert, weil er den Schnuller wollte. Den er alle paar Minuten wieder verloren hat beim Einnicken. Wovon er wieder wach wurde. Ein Teufelskreis. Als er um 4:15 Uhr dann die Flasche wollte und danach einfach nicht mehr einschlief, bin ich durchgedreht. Das zeigte sich in bitteren Tränen; ich hab SO geheult, ich konnte überhaupt nicht mehr aufhören. Tja, eine übernächtigte Bellona in einer sowieso schon herzschmerzenden privaten Situation, das ist auf Dauer nichts. Ich habe mich gefragt, was ich nur falsch mache und habe an die drei anderen Muttis aus dem Geburtsvorbereitungskurs gedacht, die alle voll die ruhig schlafenden Babys haben, und die pennen so ruhig 10 bis 12 Stunden durch! MTM hat sofort reagiert und ist um 5 Uhr mit dem Kleinen aufgestanden und ins Wohnzimmer gegangen. Ich fühlte mich daraufhin noch viel schlimmer, wie eine totale Loserin. Der kleine MTE im Schlafsack im Laufstall statt neben mir im Bett, wie sonst immer. Und MTM an einem Feiertag morgens um 5 wach, um mich zu schonen. Oh man. Ich hab mich in den Schlaf geheult und tatsächlich von halb 7 bis halb 9 nochmal gepennt.

MTM hat mir heute dann viel Pause zugestanden, war über 4 Stunden mit unserem Sohn unterwegs irgendwo in der Natur spazieren. Ich bin in der Zeit mal meine To-Do-Liste angegangen, die sich schon seit Wochen nicht verkürzt. Ich hatte voll den Drive und habe haufenweise Zeugs bei Ebay reingestellt; nun ist wenigstens ein Punkt abgehakt, wie schön!

Heute Abend habe ich dann mal den MTE-Dienst übernommen, für den sonst MTM zuständig ist (bettfertig machen und ins Bett bringen), es klappte wie immer reibungslos. Wenigstens DAS klappt, da kann man sich ja vielleicht auch glücklich schätzen. Jedenfalls habe ich den Dienst übernommen, weil ich schon wieder ein schlechtes Gewissen hatte. Doch das Angebot, das MTM mir gemacht hat, muss ich trotzdem annehmen, weil es einfach bitter nötig ist: Er hat mich heute Nacht ausquartiert. Zum ersten Mal seit MTEs Geburt werde ich eine ganze Nacht alleine verbringen. In MTEs Zimmer, auf dem Gästebett. Ich bin total aufgeregt, freue mich und frage mich, ob ich wohl schlafen kann. Und ich hoffe, der Kleine muss nicht groß in der Nacht, sonst kommt MTM zum Wickeln rüber und das war’s dann mit der Nachtruhe. ;) Mein Schlafquartier ist hergerichtet und gleich springe ich in die Falle, juche!

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P.S.: Ich weiß, ich hab’nen tollen Mann. Den besten. ♥

 

Wenn’s kommt, dann richtig dicke.

Wir haben Unmengen an Kohle für unser Baby ausgegeben in den letzten 2 Monaten, da wir uns so nach und nach Geräte und Dinge zugelegt haben, die wir nützlich fanden. Das zeigt irgendwie erst die Erfahrung, was man so braucht (und was man nicht braucht, aber vorher gekauft hat). Wenn man sieht, was wir uns alles NACH der Geburt noch zugelegt haben, könnte man meinen, wir wären völlig unvorbereitet gewesen:

  • 2 Milchpulver-Portionierer
  • 6 arschteure Fläschchen mit arschteuren High-Tech-Saugern
  • Flaschenthermometer
  • 2 Thermosflaschen
  • Mikrowellensterilisator
  • Einmalwaschlappen (oooohne Ende)
  • Flaschenbürsten
  • Milchflaschenreiniger
  • Wegwerf-Lätzchen
  • Wasserkocher mit Temperaturanzeige/Warmhaltefunktion
  • Fläschchenwärmer
  • Sicherheitsliegewanne fürs Auto (stundenlang im Maxi Cosi auf unseren Fahrten in die Heimat, das will ich dem kleinen Körper nicht zumuten)
  • einen dritten Ganzjahresschlafsack (häufiger Wechsel da häufiges Erbrechen im Schwall *augenrollsmileyvonblog.de*)
  • noch mehr Spucktücher (s.o.)
  • noch mehr Moltontücher (s.o.)
  • wasserfeste Unterlagen für Couch, Stubenwagen, Krabbeldecke, Kinderbett, Elternbett (s.o.)
  • Babyfon
  • Nachtlicht mit Temperaturanzeige
  • Mobilehalter
  • Schnuller (die die wir hatten waren von der Hebamme empfohlen, aber doof)
  • Aufbewahrungsbox für Erinnerungen
  • 6 neue Fläschchen (die arschteuren waren einfach nix)
  • Baby-Aktiv-Center mit Anhänger
  • Bauchtrage
  • Strumpfhosen (fand ich eigentlich doof, deshalb hatte ich kaum welche, aber die sind fast unverzichtbar)
  • immer wieder Mützen (wie schnell der Kopf wächst, ist unfassbar) und Klamöttchen (wie schnell das Kind wächst, ist auch unfassbar)

Gut, auf das Flaschengedöns war ich wirklich unvorbereitet, da ich mich im Vorfeld nicht mit dem Umstand befassen wollte, dass das Stillen vielleicht nicht klappen könnte. Aber sonst zeigte wirklich erst das Leben mit dem Kleinen, was noch ganz praktisch ist. Und was eben sinnlos ist, zumindest für uns, und wofür wir damit im Vorfeld umsonst Geld ausgegeben haben. Der Pucksack zum Beispiel. Mein Kind steht nicht auf Pucken, obwohl es ja als ultimative Lösung für Schrei- und Schlafprobleme überall angepriesen wird. Zum Glück haben wir keine Schlafprobleme und das Schreien hält sich auch noch in Grenzen.

So, nun muss ich aber zurück zum Titel kommen. Denn das ganze Babyzeug ist ja nicht alles. Schön wäre es, es kostet ja genug. Aber als ob es doch nicht genug wäre, geht hier ein Ding nach dem anderen kaputt. Fangen wir mal mit der Reifenpanne an, die ich hatte, als MTE 3 Wochen alt war. Der Reifen war so im Arsch (fragt nicht, wie es dazu kam, ich möchte diesen Abend schnellstmöglich vergessen ;)), da war nix mehr zu retten. Zwei neue Reifen mussten dann drauf, die Kosten waren zum Kotzen. Dann ging es weiter mit MTMs Handy, das den Geist aufgab. Natürlich musste ein neues her. Dann funktionierte unser Internet und Telefon auf einmal nicht mehr, weil der neue Router auf dem Postweg verschwand. Im Anschluss krachte unser Bett mitten in der Nacht zusammen. MTM konnte es zwar reparieren, aber ich traue der Ruhe noch nicht ganz. Daraufhin ging nun auch mein Handy kaputt, natürlich direkt nach Ablauf der Garantie. Ohne Handy bin ich von der Außenwelt abgeschnitten, also musste ich mich sehr schnell für ein neues entscheiden, was so unvorbereitet echt nicht einfach ist. Und dem ganzen die Krone setzt nun noch der fucking Geschirrspüler auf. Der Kundendienst kommt nächste Woche, bis dahin spülen wir per Hand und ärgern uns schwarz wegen der Reparaturkosten und vorsorglich schonmal wegen all der anderen Sachen, die vermutlich demnächst abschmieren. Wie wäre es mit Waschmaschine, Trockner, Tablet oder PC? Die sind zwar noch recht neu, aber das tut ja scheinbar nichts zur Sache.

 

WordPress nervt echt sooo sehr!

Ständig fällt einem irgendwas auf, was fehlt oder nicht geht und in den meisten Fällen ergibt das Ü-BER-HAUPT keinen Sinn! Ich finde (neben diesem unpraktischen Reader und dieser Folgerei von allen einzelnen Blogs und der allgemeinen oberflächlichen Folgerei und diesen eeeelendigen Likes) zum Beispiel scheiße, dass man die Wochentage nicht sieht, beim Datum eines Eintrages. Die Uhrzeit fehlte mir auch, aber da haben wir schon rausgefunden, dass man mit der Maus auf dem Datum stehenbleiben muss, dann erscheint die Zeit. Leider derzeit eine falsche, da WordPress wohl die Zeitumstellung zu einem anderen Zeitpunkt vollzieht.

Was mich jetzt aber echt unfassbar nervt, ist dass es tatsächlich keine Kommentarbenachrichtigungen gibt in privaten Blogs. Das heißt, wenn in meinem privaten Blog jemand kommentiert und ich antworte, dann bekommt dieser Jemand keine Benachrichtigung über meine Antwort über diese Glocke (oben rechts). Dort kommen ja sonst alle Kommentarantworten an, was praktisch ist, da man ansonsten immer dieses Häkchen bei jedem Kommentar setzen müsste („Mail über weitere Kommentare erhalten.“). Leider bedeutet dieses Häkchen nämlich, dass man dann Mails über ALLE weiteren Kommis erhält, nicht nur über eine Antwort, die an einen selbst gerichtet ist.

Falls jetzt irgendwer mir den Wind aus den Segeln nehmen kann, dann bitte, sagt mir was ich einstellen muss, damit meine Antworten im privaten Blog beim Leser ankommen. Wir haben es jetzt unter ein paar Leuten getestet, da kamen nie Benachrichtigungen über die Glocke. Das ist doch bescheuert, was für ein Sinn steckt dahinter?! Wie viele Antworten hab ich schon bekommen, ohne sie mitzukriegen? Soll ich jetzt alle privaten Blogs nach eventuellen verpassten Kommunikationen absuchen? Und ja Leute, ich habe euch in meinem privaten Blog selbstverständlich auch geantwortet. Wisst ihr nicht, kriegt ihr ja nicht mit.

Herrgott nochmal, was für ein riesengroßer Bullshit.

Du wirst!

„Ich bin nicht interessiert an einem Thermomix.“
„Das wirst du nächstes Jahr anders sehen!“

„Ich liebe es zu baden.“
„Dazu wirst du keine Zeit mehr haben!“

„Mein Mann kann das Kind ja auch mal für ein paar Minuten hüten.“
„Du wirst keine Ruhe finden, wenn das Kind permanent schreit.“

„Ich könnte mir vorstellen, zum Babyschwimmen zu gehen.“
„Das wirst du dir nochmal überlegen, wenn du nach dem ersten Mal fix und fertig und verschwitzt aus dem Hallenbad kommst.“

„Ich bin müde.“
„Bald schon wirst du gar nicht mehr schlafen.“

„Ja, mir geht’s ganz gut und ich freu mich.“
„Du wirst dich noch umgucken.“

„Ich habe keine Angst vor der Geburt.“
„Du wirst die schlimmsten Schmerzen deines Lebens haben und kein zweites Kind mehr wollen.“

„Ich erwäge, in der Soundso-Klinik zu entbinden.“
„Oh Gott, du hast ja KEINE Ahnung, ich habe gehört, du wirst dort gequält bis zum Schluss!“

„Ich bin unglaublich glücklich mit MTM.“
„Wenn das Kind da ist, wirst du schon sehen was das mit eurer Beziehung macht.“

Liebe Mütter, die ihr so gerne ungefragt Ratschläge gebt, die ihr so gerne jedes noch so babyferne Thema in ein Babythema verwandelt, die ihr so gerne rumstichelt und Erstgebärenden eure scheinbar unglaublich beschissenen Erfahrungen aufs Butterbrot schmiert, als seien sie völlig dämlich und nicht in der Lage, sich zu denken dass sich das Leben mit einem Kind von Grund auf ändert: Als ihr schwanger wart, wie fandet ihr solche Mütter wie euch? Hm, genau. So scheiße finde ich euch auch.

Fastenbrechen, Heilbronx und Co.

Da ja an diesem Wochenende nichts weiter anliegt und ich mich vorm großen Osterputz noch ein bisschen drücken will, berichte ich mal vom letzten Wochenende und gestehe hiermit den vorzeitigen Bruch unserer Fastenzeit. Schlechtes Gewissen? Nö. Es war genau richtig so wie es war. Wir bekamen nämlich spontanen Besuch am Freitag und genauso spontan raste ich los, holte eine große Pizza für uns drei sowie Gin, Tonic und Gurke (unser Lieblingslongdrink). Es war so ein schönes Wetter und wir haben den frühen Abend auf dem Balkon, die Gespräche, das Essen und die Getränke sehr genossen nach fast 5 Wochen des Verzichts.

Am Samstag überlegten wir noch, das als Ausrutscher zu sehen und weiterzumachen, aber dann kam der Sonntag. Wir hatten Lust auf einen Ausflug und auf Eis! Wir suchten uns als Ausflugsziel eigentlich Bad Rappenau aus, da sollte man ein Wasserschloss bestaunen können. Besonders aufregend war das jedoch nicht, aber wenigstens sind wir dem Frühling wieder begegnet…

Tulpen auf der Wiese

Nun fuhren wir nach Heilbronn, dass ich nur unter dem Spitznamen „Heilbronx“ kenne und noch nie besucht habe. Der Spitzname lässt schlimmes vermuten, aber ich wollte mir endlich mal ein eigenes Bild machen und wie erwartet war alles halb so wild. Es ist beim besten Willen nicht die schönste Stadt, aber so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Auf jeden Fall gibt es dort leckere Eisbecher, das ist doch schonmal was! :>> Man kann eigentlich auch ganz nett herumspazieren und entdeckt ein paar schöne Ecken, hübsche Gebäude und nette Kneipen. Also, Heilbronn, kann man schon mal machen!

Heilbronn

Am Abend spazierten wir dann noch ein bisschen in der Stuttgarter Innenstadt herum und gönnten uns intensive Gespräche (mit MTM kann man so herrlich ins Labern kommen, das mag ich total an ihm) in einem Wirtshaus und später Essen und Wein bei einem Italiener. Wir machten spontan, wonach uns war und das ist ein Luxus, den wir sehr genießen.

Am Dienstag hatten wir einen schweren Abend, der unser Fastenbrechen endgültig besiegelte. Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Wenn nicht an Schlafen zu denken ist und man lieber nachdenken und beieinander sein und reden möchte, dann ist es sehr passend, sich dazu einen reinzuleiern. Auf den Menschen, der jetzt fehlt. ♥