Urlaube

Also, nee, ich pack das gerade gar nicht mehr mit meinen eigentlich traditionellen ausführlichen Urlaubsberichten. Im Mai war der letzte längere Urlaub, jetzt ist gleich September und es folgt der nächste. Und zwischendrin gab es ein paar kleine aber feine Austritte aus dem Alltag. Wir sind ja Meister im Urlaubstagelegen, ich finde es immer sehr geil, wie viele Erlebnisse uns die paar Tage im Jahr trotzdem ermöglichen…

Im Mai/Juni waren wir also an der Ostsee, wie eigentlich jedes Jahr seitdem Papa nicht mehr lebt. Dieser Urlaub findet immer über seinen Geburtstag statt und auch wenn es immer Kühlungsborn ist, wird es uns nicht langweilig. Diese Woche Auszeit am Meer genießen wir immer sehr, wir alle 4: Der Kleine, MTM, meine Mutti und ich. ♥

IMAG4560

Ende Juni sind wir dann mal ganz kurz nach Mallorca geflogen. Das war ursprünglich nicht im Jahresplan, aber es hatte sich eben so ergeben. Meine Freundin aus Hamburg hatte dort für 2 Wochen eine Finca mit ihrer kleinen Familie, und wir besuchten sie. Es waren vier so wunderschöne, entspannte und außergewöhnliche Tage, ich würde das jederzeit wieder genauso machen.

IMAG5473

Im Juli hatten wir auch noch einmal zwei Urlaubstage, die nehmen wir schon jahrelang immer zur gleichen Zeit, nämlich wenn das „Ulmer Nabada“ stattfindet. Letztes Jahr hatte ich davon gar nichts berichtet, aber es ist ja auch immer ungefähr gleich abgelaufen: Das Spektakel anschauen und dann feiern bis in die Nacht hinein. Dieses Jahr war etwas anders. Wir haben uns das Spektakel nämlich nicht angeschaut, sondern waren ein Teil davon! Wir haben tatsächlich gemeinsam mit einem befreundeten Paar mitgemacht, mit einem 4er-Schlauchboot, in der Donau, zusammen mit tausenden anderen Bekloppten! War das eine geile Scheiße, sag ich euch! :D Und nächstes Jahr werden wir genau das wieder tun.

IMG-20190722-WA0064

So, und im August hatten wir wieder zwei Urlaubstage, die wir in die Kita-Schließzeit gelegt hatten. Aber nicht wegen der Kinderbetreuung, nein, denn unser Kind befand sich zwei ganze Wochen in den Ferien bei Oma in Brandenburg. Wir hätten gerne ein bisschen mehr die kindfreie Zeit und vor allem die zwei Urlaubstage genossen, aber diese sollten ja auch nicht „verplempert“ sein und es gibt so Dinge, die müssen halt auch mal… Nun ja. Wir haben renoviert. Ich möchte eigentlich nicht weiter drüber reden, es war halt ätzend. :D

IMAG6239

Und jetzt ist der August schon fast rum, der Sommer schon fast vorbei (naja, gerade ist er eigentlich noch da und ich finde ihn superschön) und unser Jahresurlaub steht bevor. Im letzten Jahr waren wir erstmalig in Südfrankreich und wir wiederholen das einfach in diesem Jahr wieder. Gleiche Zeit, gleicher Ort, aber ein bisschen mehr Gesellschaft für uns und den Kleinen. ♥

 

Werbeanzeigen

Äh… Mai?!

Mein letzter Eintrag war im April, der Mai ist nun schon rum. Wo zum Henker bleibt denn bitte die Zeit? Kommt nur mir das extra-schlimm vor in diesem Jahr? Nun, sei’s drum, wir haben Juni, der Sommer ist so halbherzig da, ich werd mich sicher nicht weniger rar machen als im letzten Jahr… Aber ganz fort bleiben kann ich dann doch nicht. Also, kurz und knapp, der Mai, das wettertechnische Arschloch dieses Jahres:

Er begann so:

IMAG3466

Ging mit einem 4-tägigen Mutter-Sohn-Urlaub im Feriendorf weiter, und zwar hauptsächlich so:

 

(Jap. Schnee.)

Dann hob sich die Stimmung trotz des Wetters, und zwar so:

IMAG3736

Und dann endete der Mai, Gott sei Dank so:

IMAG4704

Wie in jedem Jahr seit Papas Tod verbrachten wir die letzte Maiwoche an der Ostsee. Und ich hab mir fest vorgenommen, davon noch ausführlicher zu berichten. Urlaubsblogeinträge hab ich doch immer irgendwie hingekriegt… :)

Der erste Flug

So, nun ist mein Kind auch endlich mal geflogen. Wir haben bisher noch keine Flugreise unternommen, weil uns Reisen mit Kind immer mit dem Auto lieber waren. Jetzt war es aber an der Zeit: Über Ostern sollte diesmal also nicht die Oma per Flugzeug zu uns kommen, sondern wir per Flurgzeug zur Oma. Karfreitag flogen wir los – erst abends und inklusive einer Stunde Verspätung, sodass wir reichlich spät erst in Dresden ankamen. Die Flugzeit war perfekt, 45 Minuten haben für diese vielen ersten Eindrücke ausgereicht. Der Kleine konnte ja auch sowieso nix sehen, obwohl er einen Fensterplatz hatte, denn er ist einfach noch zu klein. Nun ist er jedenfalls gut gewappnet für den nächsten, etwas längeren Flug. Der geht nämlich im Juni nach Mallotze! :D

Wir hatten zwei wirklich schöne Tage in meiner Heimat, und das endlich auch mal ohne diesen ätzenden Osterverkehr auf den Autobahnen, der meiner Meinung nach der schlimmste im ganzen Jahr ist. Wir waren fast durchweg zusammen in Familie, haben am Feuer gesessen, Ostereier gesucht, getrunken, gegessen, genossen. Vor allem dieses bombastische Wetter.

IMAG3208

Am Ostersonntag ging es schon wieder mit dem Flieger zurück nach Stuttgart, aber auch erst abends. Es war schade, dass wir nur so wenig Zeit zu Hause hatten, aber wir haben sie effektiv genutzt. Und ich freute mich auch sehr auf den Ostermontag, den wir zu dritt und ohne Termine und ohne Autofahrstress in unserem Zuhause hatten. Der Kleine durfte dort auch noch mal suchen, das kleine Trampolin in unserem kleinen Garten hat er natürlich nicht wirklich finden müssen. Der Osterhase war wirklich großzügig – aber was macht man, wenn das Kind 2 Wochen nach Weihnachten Geburtstag hat und im Winter nunmal nichts mit einem Trampolin im Garten anfangen kann? Er hat sich jedenfalls gefreut und wir uns auch. Das Wetter genossen wir auch in Stuggi sehr an diesem Tag, abends haben wir dann auch noch superlecker gegrillt. Es waren sehr schöne und irgendwie entspanntere Feiertage als sonst.

IMAG3325.jpg

Besucht Erfurt!!!

Was hatte ich für ein schönes letztes Märzwochenende in was für einer wundervollen Stadt! Also, ich bin wirklich schwer begeistert und schäme mich auch ein bisschen, dass ich so gar keine Ahnung davon hatte, wie toll dieses Erfurt ist!

Ich hatte mein alljährliches (so ist es zumindest mal geplant) Muttiwochenende mit meiner Freundin aus Hamburg. Wir suchten wieder einen Treffpunkt so ungefähr in der Mitte – letztes Jahr wurde es Göttingen. Dieses Jahr entschieden wir uns für Erfurt – ohne große Erwartungen. Wichtig ist uns die Zeit zusammen, egal wo. Trotzdem suchten wir uns ein Hotel mitten in der Altstadt heraus, was sich als sehr sehr gute und praktische Idee entpuppte.

Ich kam am Freitag schon um 15 Uhr an und musste auf meine Freundin bis 20:30 Uhr warten. Das Wetter war toll und nach dem Einchecken stürmte ich sofort nach draußen, um mich schonmal umzuschauen und vor allem auch, um meinen Hunger zu stillen. Was soll ich sagen? Ich war total angetan! Ich streifte ein bisschen durch die Straßen, entdeckte entzückende Läden und Cafés, aß eine köstliche frische Zimtschnecke auf der Krämerbrücke und genoss einfach die Zeit mit mir. Muss man können – ich kann es Gott sei Dank. Das tat so gut! Später schmiss ich mich ins Hotelbett, guckte TV, las, machte im Handy rum, plünderte die Minibar… Herrlich! :D Als meine Freundin kam, gingen wir noch schnell einen Döner essen und streiften noch ein bisschen durch die nunmehr dunklen Straßen. Sie war genauso begeistert und wir freuten uns sehr auf den Samstag, an dem wir bei bestem Wetter alle Zeit der Welt hatten. Und die nutzten wir. Shopping, ein unglaublich leckeres Schokoladeneis (ja, ich möchte sagen, es war das beste Eis das ich jemals gegessen habe), Sektchen, Essen – und vor allem staunen!

Wie konnte es sein, dass wir von dieser Perle mitten in Deutschland nichts wussten? Ein imposantes Gebäude nach dem Anderen, Fachwerk ohne Ende, und, Zitat Freundin: „Alter, jetzt haben die auch noch einen Dom!“ :D Und die Läden! Die Leckereien! Diese wirklich angenehmen, freundlichen Leute! Ich befürchte fast, nächstes Jahr wird es wieder Erfurt für uns – wir sind jetzt schließlich auch in dem Alter angekommen, in dem man immer zum selben Urlaubsort fährt. :D

Den Samstagabend ließen wir bei einem späten und hervorragenden vietnamesischen Essen auklingen – auf den Straßen und in den Kneipen wäre noch genug los gewesen, wenn wir gewollt hätten. Aber wir waren einfach platt vom vielen Laufen und vielen Staunen, sodass es für uns ins Hotelbett ging. Reden können wir ja eh nie genug; selbst nach zwei gemeinsamen Tagen hatten wir das Gefühl, gar nicht alle Themen besprochen zu haben. Ich und meine Freundinnen, immer. ♥

Mallotze!

In Anbetracht dessen, dass ich gestern den nächsten Ballermann-Trip gebucht habe (für September 2019), berichte ich vielleicht heute mal von dem letzten. Es ist Dezember, ich bin mit einigen Anlaufschwierigkeiten in Weihnachtsstimmung gekommen, aber sehne mich nach wie vor wie verrückt nach dem Sommer. Da passt das ja vielleicht, mal kurz zurückzureisen.

Also, wir hatten ja unseren Sommer bereits verlängert, indem wir im September nach Südfrankreich gefahren waren. Manche Leute kriegen ja den Hals nicht voll (ich), also hatte ich nur anderthalb Wochen später wieder das Meer vor meiner Nase. Meine Freundin und ich hatten schon Monate im Voraus diese 4 Tage gebucht – es gab einfach keinen anderen Termin für uns beide, als diesen. Ich kam gerade vom Familienurlaub am Mittelmeer, sie fuhr kurz nach Malle in den Familienurlaub ans Mittelmeer. Im Nachhinein war das alles genau richtig so, und deshalb ist alles auch wieder genauso gebucht für nächstes Jahr – wieder direkt nach meinem Südfrankreichurlaub. :D

Also, ja, wir zwei Muttis waren am Ballermann. 4 Tage lang keinerlei Kultur, keine Ausflüge, kein normales Leben. 4 Tage lange Sonne, Strand, Meer, Sangria, Party, Freundinnenzeit. Es war sooo wunderbar, ehrlich! Unsere Flüge (sie kam aus Berlin, ich aus Stuttgart) waren pünktlich und kamen fast zeitgleich an, wir bekamen im Hotel eine Suite ohne Aufpreis (Hammer, wir haben geheult, so schön war das!), wir hatten durchweg perfektes Wetter und haben lustige Leute kennengelernt. Uuund weil wir auch mit Mitte 30 und als Mütter auf Konventionen scheißen, haben wir uns tättowieren lassen. Überlegen uns schon ein weiteres Motiv fürs nächste Jahr. :D

IMG-20181001-WA0010

Der Mallotze-Trip 2019 wird auf 6 Tage verlängert, vielleicht ist dann auch mal ein kleiner Ausflug und ein bisschen Kultur drin. ;) Und bis dahin träume ich mich einfach ab und zu ans Meer und genieße das weihnachtliche und winterliche Kontrastprogramm. Hat ja auch seine schönen Seiten, das hab ich nicht vergessen.

 

La Grande Motte

Dieser Sommer war verrückt. Er war unglaublich schön, warm und lang. Und ich mochte das so sehr wie noch nie. Ich hatte wunderschöne Heimataufenthalte, viele warme Partynächte hier in Stuggi, viele Drinks im Freien, tolle Ausflüge mit meiner Familie, ich war in Pools, ich war im Meer, ich war gebräunt. Ich hab’s einfach geliebt, alles.

Dieses Jahr hatten wir sogar eine besonders clevere Urlaubsplanung: Wir fuhren erst im September ans Mittelmeer nach Südfrankreich und verlängerten unseren Sommer so noch.

Wir sind mit dem Auto zunächst nach Dijon als Zwischenstation gefahren und übernachteten dort, ohne groß was von der Stadt mitzukriegen. Am nächsten Tag erreichten wir unser heißbegehrtes Ziel und genossen dann 10 wundervolle Tage in einem Land, in das wir nun irgendwie ganz schön verliebt sind. Dass das Kindchen natürlich im Urlaub wieder einmal krank wurde und ziemlich anstrengend war, tut unserer Begeisterung von diesem Urlaub keinen Abbruch. Wir haben das Beste draus gemacht:

Ich durfte mehrmals ganz alleine kilometerlange Morgenspaziergänge am Strand machen…

IMAG6087

Wir hatten ein Appartement direkt am Strand und hatten durchweg schöne, ruhige Abende mit Weinbegleitung und Meeresrauschen…

IMAG6737

Wir haben einen einzigen Tagesausflug gemacht und waren sonst eigentlich nur in La Grande-Motte unterwegs, hauptsächlich am Strand. Aber Montpellier mussten wir sehen und das hat sich mehr als gelohnt, für uns alle Drei…

IMAG6476

Gegessen haben wir eigentlich durchweg vorzüglich. Wir waren Selbstversorger und deckten uns einfach mit frischen, regionalen Produkten ein. Ich hab oft gekocht, wir waren aber auch mal essen. Einkaufen auf dem Wochenmarkt war ein Erlebnis, vor allem wenn man sich nur auf französisch verständigen darf. ;)

IMAG6743

Auf dem Rückweg hielten wir wieder in Dijon, und diesmal inklusive einer Innenstadtbesichtigung. Wunderschön!

IMAG7632

Wir sind jetzt jedenfalls Frankreich-Fans. Gebucht haben wir diesen Urlaub genau so schon für nächstes Jahr, MTM will bis dahin seine Französischkenntnisse auffrischen und macht irgendeinen Sprachkurs per App. Wir wollen auch zu zweit im August nochmal nach Frankreich, irgendwo Richtung Atlantik. Das Land wird jetzt von uns abgegrast! :D

 

 

Erholung nach dem Urlaub

Wir waren im Urlaub, eine Woche an der Ostsee, wie jedes Jahr Ende Mai, über den Geburtstag meines Papas. Diesen Tag will meine Mutti nicht alleine verbringen, und wir wollen das auch nicht. Wir freuten uns alle sehr auf das Meer, die Ostseeluft, Kühlungsborn. Es ist einfach schön dort.

IMAG3527.jpg

Leider begann gleich der erste volle Urlaubstag mit einem Pseudokrupp beim Kleinen, sodass wir zum Kinderarzt mussten (das ist schon in Stuttgart immer ein Drama, aber nun auch noch in der Fremde…) und dann im Anschluss drei Tage lang ein wirklich ganz schön krankes Kindchen an uns kleben hatten. Er hatte ganz starken Husten, auch Fieber, und war sehr sehr weinerlich umnd anhänglich. Nun, wir haben natürlich trotzdem das Beste draus gemacht und schließlich konnten wir uns ja auch immer bisschen mit Oma abwechseln. Wir hatten so ein herrliches Wetter die ganze Woche lang und hatten sowieso keine großen Pläne außer am Strand zu liegen. Leider hatten wir das Badezeug für den Kleinen halt umsonst mit – das hatten wir uns anders vorgestellt. Aber so ist es eben. Immerhin konnten MTM und ich trotzdem zwei herrliche Sonnenuntergänge zu zweit genießen.

Meine Mutti konnte auch an einem Abend mit meiner Tante und meinem Onkel (die waren auch ein paar Tage da) zu einem Lagerfeuer am Strand gehen und pünktlich zum Geburtstag meines Papas war auch der Kleine wieder fit, sodass wir wie jedes Jahr zu Karl’s Erlebnishof fahren konnten.

Am Tag der Abreise ging es dann bei mir so langsam los: Ich hatte mich natürlich beim Kindchen angesteckt. Nach der „Zwischenlandung“ in meiner Heimat und einer Übernachtung dort, fuhren wir gestern wieder zurück nach Stuttgart, über acht verfickte Stunden bei bestem Sommerwetter. Meine Erkältung wurde schlimmer und schlimmer und heute bin ich einfach mal total am Arsch. Ich versuche nun, mich noch ein bisschen zu erholen, bevor morgen der Arbeitsalltag wieder losgeht. Gerade weiß ich gar nicht, wie ich einen Tag im Büro überstehen soll, aber morgen ist es bestimmt schon wieder etwas besser. Positiv denken, immer positiv denken. ;)

Erlebnisse, die man braucht, und solche, die man nicht braucht

Lange herbeigesehnt hatten meine Freundin aus Hamburg und ich unser gemeinsames Wochenende. Allein. Ohne Männer. Ohne Kinder.
Wir hatten uns fast genau die Mitte zwischen uns herausgesucht als Zielort: Göttingen. Dort wollten wir einfach viel Zeit zusammen verbringen, viel quatschen, viel genießen und auch ein bisschen was von der fremden Stadt kennenlernen. Und wir haben unser „Soll“ auch entsprechend erfüllt, wenn auch mit Startschwierigkeiten. Irgendwas ist eben immer – dieses Mal war es eine Autopanne meinerseits mitten auf der Strecke. Jap, kann man sich nicht ausdenken, muss man erlebt haben. Ich hätte gerne drauf verzichtet: Bremsen und Reifen kaputt, Auto abgeschleppt, mit Taxi zum Mietwagenunternehmen, mit einem (tut mir leid, liebe Fans, aber…) hässlichen, langsamen Fiat 500 alias „Knutschkugel“ die restlichen 223km UND am Sonntag die ganze Strecke zurück fahren, nun drauf warten dass mein Auto nach Stuttgart überführt und repariert wird… Es ist zum Schreien, aber irritierenderweise hab ich genau das nicht getan. Ich war ganz ruhig, und das ist wirklich unheimlich mich betreffend. Keine Ahnung, man wird vielleicht seltsam mit dem Alter. ;)
Es stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, das Wochenende sausen zu lassen, das war klar. Wir hatten uns so drauf gefreut und meine Freundin war ja auch schon da, weil sie keine Panne hatte. Ich kam erst gegen halb 8 abends und total fertig von viel Kaffee, Beruhigungszigaretten (ja, sorry, „Wooozaaa“ geht auch nicht von allein), keiner einzigen Mahlzeit an diesem Tag und natürlich dem Erlebnis an sich im Hotel an, wir fielen uns in die Arme und es gab sofort Wein, Pasta und stundenlange Gespräche auf der Hotelterrasse. Das tat uns beiden so gut, denn auch wenn wir sehr engagiert fast täglich Sprachnachrichten hin und her schicken, so ist das persönliche Gespräch doch ein ganz anderes Gefühl. Was hatten wir nicht alles zu bequatschen, echt, das nahm fast kein Ende.
Den nächsten wunderbar sonnigen Tag verbrachten wir dann komplett in der kleinen, schnuggeligen Innenstadt von Göttingen. Es gab den ersten Spargel der Saison, es gab Eis, es gab viele Päuschen, es gab Shoppingausbeuten, es gab Grün, es gab kühle Getränke, es gab persisches Essen. Und alles war einfach nur ganz entspannt, ganz ungeplant und total schön.

Downloads

Am Sonntagmittag verabschiedeten wir uns dann leider schon wieder, aber beide ganz zufrieden mit dieser schönen Zeit zusammen und auch ein bisschen sehnsüchtig nach unseren Familien. Die Wiedersehensfreude meines Kleinen war dann auch wirklich richtig goldig, da hüpft das Mamaherz. :)

Die Aussteiger

Am letzten Wochenende bin ich einfach mal aus meinem Leben ausgestiegen, mit Ansage. Schon einige Monate vorher hatte ich für meine Freundin und mich ein Appartment in einem Hotel gebucht, und zwar in der Mitte zwischen unseren beiden Wohnorten. Die Mitte ist der Wintersportort Oberhof in Thüringen, für jeden um die 280km zu fahren. Wir hatten viel geplant: Quatschen, essen, trinken, chillen. Dieses unsagbare Pensum haben wir auch tatsächlich bewältigt und nichts anderes gemacht. Nein, wir waren am Samstag nicht ein einziges Mal vor der Appartmenttür. Warum auch? Wir hatten am Freitag haufenweise süßen und salzigen Schweinkram eingekauft, hatten Sekt, Havana, Cola, Kippen und uns. Frische Luft gab’s auf dem Balkon, Gemütlichkeit auf der Couch, Wellness im Bad. Ja, ein bisschen Beauty gehört zum Chillen dazu, ich hab eine Wellnessecke errichtet und wir machten unsere Behandlungen einfach selbst. Das hatten wir an unserem zerknirschten Samstag dann auch nötig, denn der Freitagabend wurde standesgemäß bis nachts um 3 zum ausgiebigen Labern und Anstoßen genutzt. Wir haben schon so lange keine Zeit zu zweit verbracht, was glaubt ihr, wie viele Worte sich da angestaut haben?! Eigentlich gingen sie uns bis Sonntag nicht aus… ;) Abgeschlossen haben wir unser Wochenende dann beim Griechen, wieder unter den Lebenden also, ohne Asi-Palme aufm Kopp und mit Schminke im Gesicht.

Es war einfach sooo herrlich! Wir haben wirklich jede Sekunde sowas von genossen, bei mir ging es eigentlich schon mit der Autofahrt los. Ich hatte mir extra eine CD gebrannt und einen großen Kaffee mitgenommen. Alleine im Auto zu sitzen, ist für mich der Hammer. Der Bass wurde wieder hochgedreht und los ging es, laut singend und ein wenig sitztanzend.

Unsere Männer haben dieses Wochenende allein mit unseren Kindern natürlich super hingekriegt. Wir wurden auch fleißig informiert und mit Fotos versorgt, denn bei all der Ausstiegsfreude haben wir natürlich vor allem unsere Söhnchen vermisst. Ein bisschen. ;)

Kurzurlaub am Bodensee

Ich hatte MTM zum Geburtstag ein paar Tage am Bodensee geschenkt, mit mir und unserem Söhnchen natürlich. Das kam ganz gut an und da die Wetteraussichten auch noch super waren (was ja wirklich nicht selbstverständlich ist für Ende August), freuten wir uns sehr auf den kleinen Tapetenwechsel. Das Gute am Bodensee ist für uns, dass er quasi umme Ecke liegt und wir deshalb schon öfter dort waren. MTM war auch als Kind schon häufig im Sommerurlaub dort. Das bedeutet, wir hatten absolut keinen Zwang, irgendwas zu sehen oder irgendwas besonderes zu unternehmen. Deshalb haben wir einfach einen richtigen Badeurlaub gemacht.

Am Montag den 21.8.17 kamen wir in unserer Ferienwohnung in einem klitzekleinen Dorf an und fuhren dann auch gleich weiter an den See zum ersten Füße-Reinhalten sowie in den Supermarkt zum Lebensmitteleinkauf. MTM kochte zum Abendessen und der Kleine überraschte uns mit sofortigem Nachtschlaf, ohne Irritation ob der fremden Umgebung. Sehr gut. Der erste chillige Abend war gesichert.

Am Dienstag holten der Kleine und ich frische Brötchen im „Dorfladen“ und danach brachen wir auf zum Strandbad, in dem MTM viele Sommer seiner Kindheit verbracht hatte. Und dort blieben wir, bis abends. Das Wetter war sonnig, aber vergleichsweise frisch, und trotzdem gut zum Baden und Chillen. Abends holten wir noch schnell ein paar Sachen im Supermarkt und machten dann selbst Pizza. Das war übrigens MTEs erste Pizza und er hat reingehauen wie sonstwas. :) Der Abend verlief wieder sehr gut: Friedlich schlafendes Kind und chillende Eltern.

IMG_0401

Den Mittwoch verbrachten wir genauso wie den Dienstag, mit dem Unterschied, dass es deutlich heißer war und es abends Pasta statt Pizza gab. Es war einfach wirklich sehr entspannend, nichts vorzuhaben, außer den morgendlichen Bäckerbesuch und den Tag am Strand. MTM konnte sich an beiden Tagen auch mal abseilen auf ein Bier beim Strandkiosk, so wie sein Vater früher, und ich freute mich einfach über ein bisschen Ruhe, während das Kind im Buggy sein Mittagsschläfchen hielt.

Am Donnerstag war der Kurztrip leider schon wieder vorbei. Es war ein wirklich unerträglich heißer Tag, aber wir wollten auch nicht so sang- und klanglos verschwinden aus unserem Urlaub. Also fuhren wir nach der Übergabe der Ferienwohnung noch einmal nach Wallhausen, aber nicht um zu baden, sondern um mit der Fähre rüber nach Überlingen zu fahren.

Dort gingen wir das erste Mal in diesen Tagen essen, statt uns selbst zu versorgen, und ärgerten uns auch direkt über hohe Preise und schlechte Leistungen. Wir gehen eigentlich echt gerne essen, aber irgendwie war es diesmal richtig schön und so’n bisschen rustikal, sich die Kohle zu sparen, selbst gemütlich „zu Hause“ zu kochen und zu essen. Wir wären jedenfalls an diesem Mittag echt besser mit einem Döner drangewesen, ärgerlich. Das leckere Eis hinterher und der kleine Spaziergang an der Promenade entschädigten uns dann wieder etwas.

IMG_0568

Dann war es auch schon wieder an der Zeit, in See zu stechen und zurück nach Wallhausen zu fahren. ;) Es folgte noch ein kleiner Einkauf von köstlichem Bodensee-Obst und -Gemüse und schon fanden wir uns auf der Autobahn Richtung Stuttgart wieder, in einem tobenden Gewitter. Fazit: Alles richtig gemacht, fast!