Die Aussteiger

Am letzten Wochenende bin ich einfach mal aus meinem Leben ausgestiegen, mit Ansage. Schon einige Monate vorher hatte ich für meine Freundin und mich ein Appartment in einem Hotel gebucht, und zwar in der Mitte zwischen unseren beiden Wohnorten. Die Mitte ist der Wintersportort Oberhof in Thüringen, für jeden um die 280km zu fahren. Wir hatten viel geplant: Quatschen, essen, trinken, chillen. Dieses unsagbare Pensum haben wir auch tatsächlich bewältigt und nichts anderes gemacht. Nein, wir waren am Samstag nicht ein einziges Mal vor der Appartmenttür. Warum auch? Wir hatten am Freitag haufenweise süßen und salzigen Schweinkram eingekauft, hatten Sekt, Havana, Cola, Kippen und uns. Frische Luft gab’s auf dem Balkon, Gemütlichkeit auf der Couch, Wellness im Bad. Ja, ein bisschen Beauty gehört zum Chillen dazu, ich hab eine Wellnessecke errichtet und wir machten unsere Behandlungen einfach selbst. Das hatten wir an unserem zerknirschten Samstag dann auch nötig, denn der Freitagabend wurde standesgemäß bis nachts um 3 zum ausgiebigen Labern und Anstoßen genutzt. Wir haben schon so lange keine Zeit zu zweit verbracht, was glaubt ihr, wie viele Worte sich da angestaut haben?! Eigentlich gingen sie uns bis Sonntag nicht aus… ;) Abgeschlossen haben wir unser Wochenende dann beim Griechen, wieder unter den Lebenden also, ohne Asi-Palme aufm Kopp und mit Schminke im Gesicht.

Es war einfach sooo herrlich! Wir haben wirklich jede Sekunde sowas von genossen, bei mir ging es eigentlich schon mit der Autofahrt los. Ich hatte mir extra eine CD gebrannt und einen großen Kaffee mitgenommen. Alleine im Auto zu sitzen, ist für mich der Hammer. Der Bass wurde wieder hochgedreht und los ging es, laut singend und ein wenig sitztanzend.

Unsere Männer haben dieses Wochenende allein mit unseren Kindern natürlich super hingekriegt. Wir wurden auch fleißig informiert und mit Fotos versorgt, denn bei all der Ausstiegsfreude haben wir natürlich vor allem unsere Söhnchen vermisst. Ein bisschen. ;)

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Kurzurlaub am Bodensee

Ich hatte MTM zum Geburtstag ein paar Tage am Bodensee geschenkt, mit mir und unserem Söhnchen natürlich. Das kam ganz gut an und da die Wetteraussichten auch noch super waren (was ja wirklich nicht selbstverständlich ist für Ende August), freuten wir uns sehr auf den kleinen Tapetenwechsel. Das Gute am Bodensee ist für uns, dass er quasi umme Ecke liegt und wir deshalb schon öfter dort waren. MTM war auch als Kind schon häufig im Sommerurlaub dort. Das bedeutet, wir hatten absolut keinen Zwang, irgendwas zu sehen oder irgendwas besonderes zu unternehmen. Deshalb haben wir einfach einen richtigen Badeurlaub gemacht.

Am Montag den 21.8.17 kamen wir in unserer Ferienwohnung in einem klitzekleinen Dorf an und fuhren dann auch gleich weiter an den See zum ersten Füße-Reinhalten sowie in den Supermarkt zum Lebensmitteleinkauf. MTM kochte zum Abendessen und der Kleine überraschte uns mit sofortigem Nachtschlaf, ohne Irritation ob der fremden Umgebung. Sehr gut. Der erste chillige Abend war gesichert.

Am Dienstag holten der Kleine und ich frische Brötchen im „Dorfladen“ und danach brachen wir auf zum Strandbad, in dem MTM viele Sommer seiner Kindheit verbracht hatte. Und dort blieben wir, bis abends. Das Wetter war sonnig, aber vergleichsweise frisch, und trotzdem gut zum Baden und Chillen. Abends holten wir noch schnell ein paar Sachen im Supermarkt und machten dann selbst Pizza. Das war übrigens MTEs erste Pizza und er hat reingehauen wie sonstwas. :) Der Abend verlief wieder sehr gut: Friedlich schlafendes Kind und chillende Eltern.

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Den Mittwoch verbrachten wir genauso wie den Dienstag, mit dem Unterschied, dass es deutlich heißer war und es abends Pasta statt Pizza gab. Es war einfach wirklich sehr entspannend, nichts vorzuhaben, außer den morgendlichen Bäckerbesuch und den Tag am Strand. MTM konnte sich an beiden Tagen auch mal abseilen auf ein Bier beim Strandkiosk, so wie sein Vater früher, und ich freute mich einfach über ein bisschen Ruhe, während das Kind im Buggy sein Mittagsschläfchen hielt.

Am Donnerstag war der Kurztrip leider schon wieder vorbei. Es war ein wirklich unerträglich heißer Tag, aber wir wollten auch nicht so sang- und klanglos verschwinden aus unserem Urlaub. Also fuhren wir nach der Übergabe der Ferienwohnung noch einmal nach Wallhausen, aber nicht um zu baden, sondern um mit der Fähre rüber nach Überlingen zu fahren.

Dort gingen wir das erste Mal in diesen Tagen essen, statt uns selbst zu versorgen, und ärgerten uns auch direkt über hohe Preise und schlechte Leistungen. Wir gehen eigentlich echt gerne essen, aber irgendwie war es diesmal richtig schön und so’n bisschen rustikal, sich die Kohle zu sparen, selbst gemütlich „zu Hause“ zu kochen und zu essen. Wir wären jedenfalls an diesem Mittag echt besser mit einem Döner drangewesen, ärgerlich. Das leckere Eis hinterher und der kleine Spaziergang an der Promenade entschädigten uns dann wieder etwas.

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Dann war es auch schon wieder an der Zeit, in See zu stechen und zurück nach Wallhausen zu fahren. ;) Es folgte noch ein kleiner Einkauf von köstlichem Bodensee-Obst und -Gemüse und schon fanden wir uns auf der Autobahn Richtung Stuttgart wieder, in einem tobenden Gewitter. Fazit: Alles richtig gemacht, fast!

 

 

1 Woche „heeme“

Wir haben Urlaub. Also, MTM hat Urlaub, da ich ja (noch) nicht wieder in Lohn und Brot stehe. Aber für mich ist das auch Urlaub, wenn ich tagsüber nicht mehr allein verantwortlich für den kleinen Pups bin. Und da wir die erste Urlaubswoche auch noch in  meiner Heimat, bei meiner Mutti, verbrachten, war es gleich noch mal mehr wie Urlaub für mich. Da brauche ich dann fast nix machen, Pups‘ Omi kümmert sich liebend gern um frische Windeln, Schlafenlegen, Baden, Bücher angucken, Spazieren usw. usf.. :) Nur am ersten Tag nach unserer Ankunft musste MTM nochmal als alleiniger Babysitter herhalten, ansonsten konnten wir uns entweder zu zweit oder doch zusammen in Familie eine schöne Zeit machen:

Freitag, 11.8.17
Tagsüber war erst einmal ausruhen angesagt, schließlich hatten wir eine schreckliche Nachtfahrt mit 2 Stunden Stau und Ankunft kurz nach 3 Uhr morgens hinter uns. Und für den Abend musste zumindest ich fit sein, denn es ging zum drölfzigsten Mal mit meiner Mutti, Tante und meinen Cousinen zu unserer geliebten Kaisermania ans Dresdner Elbufer. ♥


Samstag, 12.8.17 & Sonntag, 13.8.17
Beide Tage standen ganz im Zeichen der Hochzeit meiner Freundin, die wir am Samstag feierten und am Sonntag verkrafteten. ;) Das Frühstücken und Aufräumen am nächsten Morgen/Mittag war aber auch noch lustig, erst am frühen Abend waren wir wieder zu Hause bei meiner Mutti und unserem Kind.

Montag, 14.8.17
MTMs 37. Geburtstag! Wir hatten einen ruhigen Vormittag und nach dem Mittagsschlaf des Kleinen besuchten wir gemeinsam mit meinem Onkel meine Tante bei der Reha. Dort war die Wiedersehensfreude groß, wir spazierten ein Stück, versuchten mit dem Kleinen Schritt zu halten und gingen sehr lecker italienisch essen. Am Abend gab es noch einen kleinen Umtrunk ganz in Familie auf der Terrasse, während das Kindchen friedlich schlief.


Dienstag, 15.8.17
Wir hatten einen kompletten Tag in Dresden mit meiner Cousine, ihrem Mann und ihrem Baby-Söhnchen vor uns, auf den wir uns sehr freuten. Nach anfänglicher Fremdelei und der üblichen Baby-Kleinkind-Angst wurde unser Kleiner dann auch endgültig warm mit allen Beteiligten, was einfach total schön anzusehen war. Wir trafen uns morgens in der Dresdner Neustadt auf einen leckeren Kaffee und ließen uns danach für ein ausgiebiges Picknick und den Mittagsschlaf der Kinder im Großen Garten nieder. Dann trennten sich unsere Wege nach Geschlechtern: Die Jungs gingen in den Zoo, wir zwei Mädels gingen zu einer Stadtführung. Nach einer Stunde seilten wir uns von dieser mit einer Ausrede ab, weil uns an diesem heißen Tag ein kühles Radler und vor allem ein wenig Zeit zu zweit zum Quatschen plötzlich sehr viel attraktiver erschienen. Erst um 18:30 Uhr verließen wir Dresden, ich ging gleich im Anschluss zu meinem bei jedem Heimataufenthalt obligatorischen „Hühnertreffen“ und MTM ließ sich bei dem Mann einer meiner Hühner mit ein paar Bier im Schlepptau nieder. Das Kindchen blieb gerne bei „Ama“ (=Oma♥).


Mittwoch, 16.8.17
Der Tag begann sehr regnerisch und grau, aber trotzdem erfüllte mein Mann seine Schwiegersohn-Pflichten und ackerte bis nachmittags im Garten (Hecken schneiden, Sträucher absägen & Co.). Am Vormittag fuhren Mutti, Kindchen und ich mal ins neue Outletcenter, um für den Kleinen Klamotten zu kaufen. Im Buchladen besorgte ich noch ein Geschenk und natürlich auch ein Buch für das Kind, davon kriegt er nie genug. Nach dem Mittagsschlaf „half“ auch er dann mit im Garten, denn ganz unerwartet kam die Sonne doch noch raus. Den trockenen Abend nutzten MTM und ich dann noch einmal für uns, denn so schnell werden wir demnächst keinen abendlichen Babysitter haben. Wir besuchten meine Hühnerfreundin und ihren Mann, mit dem MTM schon am Vortag das Vergnügen hatte. Wir hatten einen herrlichen Terrassenabend und mussten uns für die Rückfahrt ein Taxi nehmen. ;)

Donnerstag, 17.8.17
Erstmal passierte nicht viel bei uns. Meine Mutti hat uns diesmal ein richtiges Ausschlafen gegönnt. Sie schlief die ganze Woche zusammen im Zimmer mit unserem Sohn und wir alleine im Schlafzimmer. Aber diesmal ließ sie ihn uns nicht mal um 7:30 Uhr wecken und bestand auch nicht auf ein gemeinsames Frühstück. Das war sehr lieb und uns wirklich nicht unrecht nach dem vorangegangenen Abend. ;) Am Nachmittag fuhren wir alle gemeinsam in die nächste Stadt in ein hochgelobtes Eiscafé, und das Kind bekam seinen ersten eigenen Eisbecher. Natürlich von mir zusammengestellt, eine Kugel Eis und Erdbeeren. Ich fand jetzt nicht, dass bei dem geilen Eisgenuss noch Sahne und Smarties und wasweißichnochalles mit drauf mussten, wo er doch gerade erst diese süßen Geschmäcker kennenlernt. Und schließlich bekam er auch ein wenig Sahne vom Papa ab. ;) Abends machten wir ein spontanes Grillerchen auf der Terrasse. Wir zauberten aus ein paar Bratwürsten und den vorhandenen Resten im Kühlschrank ein echt schönes Abendessen.

Und damit hatten wir auch einen schönen Heimaturlaubsabschluss. Am Freitag machten wir uns wieder auf den Weg nach Stuttgart, leider. Ich werde wirklich immer wehmütiger, mit jedem Mal. Wahrscheinlich auch, weil ich bald wieder arbeite und dann nicht mehr so frei längere Heimataufenthalte planen kann. Hilft eigentlich nur ein Umzug, aber wer weiß ob und wann dieser Fall eintritt.

Das Wochenende verbrachten wir recht unspektakulär, denn eigentlich sind wir schon wieder auf dem Sprung. Morgen geht es noch ein paar Tage in die andere Richtung in den Urlaub: MTM bekam von mir 4 Tage am Bodensee geschenkt. Wir freuen uns schon!

Ich schwöre, ich feier mir den Arsch ab!

Das war mein Motto zum diesjährigen Schwörmontag im schönen Ulm. Logisch, dass wir auch in diesem Jahr wieder dabei waren, nunmehr zum dritten Mal. Beim ersten Mal war ich schwanger, da war die große Attraktion, das „Nabada“ natürlich absolut erlebnisreich, jedoch war das Stadtfest im Anschluss eher ein Trauerspiel für mich. Damals schworen wir uns aber, ganz im Sinne des Schwörmontages, dass wir im darauffolgenden Jahr zurückkommen und es irgendwie ermöglichen werden, dass wir mitfeiern können. Das taten wir auch, wir holten meine Mutti als Babysitter nach Stuttgart, buchten ein Hotelzimmer und verbrachten unsere erste Nacht ohne Kind in Ulm beim Schwörmontag.

Tja, und Traditionen müssen ja gepflegt werden, vor allem, wenn man sie so geil findet wie wir diesen Ulmer Feiertag! Wir hatten das diesmal schon von langer Hand geplant: Mutti hatte frühzeitig Urlaub genommen und Flüge nach Stuttgart gebucht, ich hatte frühzeitig ein Hotelzimmer reserviert für meinen Mann und mich. Und so düsten wir am Montag wieder nach dem Mittagessen los, bei totalem Mistwetter, kamen in Ulm an, bei totalem Mistwetter, saßen dann auch schnell auf einer der Tribünen an der Donau, unter grauen Wolken… Und dann ging es los, unter strahlendem Sonnenschein. :D

Wir hatten sehr lustige Sitznachbarn und irgendwie war meine Flasche Prosecco nach einer Stunde auf dieser Tribühne auch schon leer, da war ich selber ganz erschrocken. Aber hey, zum Feiern waren wir gekommen, und das geht prima mit Prosecco im Kopf. Erstmal wollten wir aber eine Grundlage schaffen und gingen was essen, was sich als gute Entscheidung herausstellte: Beim nächsten großen Regenguss blieben wir trocken. Später tröpfelte es nur noch ganz leicht ab und zu, das tat der Feierlaune keinen Abbruch. Nach dem Essen waren wir jedenfalls sowas von bereit und so streiften wir durch die Ulmer Innenstadt von Bühne zu Bühne. Übrigens ist das das beste Stadtfest, was ich je erlebt habe, und ich habe schon einige Stadtfeste erlebt. Da muss ich erst nach Ulm kommen, um das sagen zu können, unfassbar.

Wie auch im Vorjahr verging die Zeit wie im Flug und wie auch im Vorjahr besuchten wir zuletzt die große Bühne, um dort die letzte Stunde noch abzufeiern zu den Klängen einer Coverband. Einer sehr guten Coverband, mit sehr guter Musikauswahl. Es war fantastisch, ja, ich hab eingehalten was ich mir geschworen hatte. Und diesmal sogar ohne Hüftzerrung, dafür aber mit einer ganz schön großen Mieze im Kopf am Folgetag. Aber was soll’s, wir hatten kein Frühstück gebucht und das Zimmer bis 12 Uhr. Paket sorgenfrei. :)

Freestyle

Meine Mutti ist gestern hier angekommen und bleibt für ein paar Tage. Es ist einfach schön, sie hier zu haben, das findet natürlich auch ihr Enkelsohn. Er schläft wieder bei ihr, also im Reisebettchen in seinem Zimmer, sie daneben auf der Schlafcouch. In dem Reisebtt in seinem Zimmer macht er auch seinen Mittagsschlaf meistens. Nun überlegen wir, die Gelegenheit zu nutzen, und ihn nun auszuquartieren. Das heißt, wenn meine Mutti wieder weg ist, wollen wir ihn weiterhin abends in sein Zimmer legen und schauen, wie er es auffasst, dass er morgens allein ist. Nachts schläft er in den allermeisten Fällen durch. Sein richtiges Bett steht ja noch bei uns im Schlafzimmer, weil wir das schön finden. Deshalb fällt es uns auch schwer und wir hadern noch mit uns, ob wir das wirklich machen wollen. Wir sind einfach gerne zusammen, zu dritt, in der Nacht. Und es ist schön, wenn er morgens die Augen aufschlägt und ganz ruhig daliegt und uns beobachtet, bis wir auch die Augen aufmachen. Dann freut er sich und springt auf und will rüber zu uns ins Bett zum Kuscheln. Echt schön. Allerdings gehe ich ja bald wieder arbeiten und dann stehen MTM und ich um 5 auf, da wäre es sehr praktisch, wenn er nicht auch aufwacht vom Wecker und wir wenigstens noch ein paar Minuten haben. Aktuell wird er mal wach vom Wecker und mal nicht. Spätestens um 6, meistens eher halb 6, ist bei ihm eh die Nacht rum. Momentan ist aber eben noch Zeit zum Kuscheln und rumliegen da, ab Oktober muss er dann halt mit aufstehen. Nun, wie dem auch sei, wir werden es nun wohl mal probieren. Mit Babyfon auf dem Nachttisch und vielen Schritten, wenn doch mal was ist. Eigentlich will ich es nicht. Aber uneigentlich muss es wohl mal sein…

Gerade sind Mutti, MTM und der Kleine untewegs für ein paar Besorgungen. Die Gunst der Stunde nutze ich mal für einen schnellen Kaffee und diesen undurchdachten Blogeintrag, aber gleich muss ich wieder in die Küche, um das Mittagessen vorzubereiten. Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich über Muttis Besuch sehr freue? Gestern saßen wir lange auf dem Balkon mit unseren Weingläsern und haben geschwatzt. Heute wird das wahrscheinlich auch nicht anders werden. Wir werden abends essen gehen und es uns dann hier zu Hause gemütlich machen. Morgen ist dann ein großes Familientreffen angesagt, schon wieder verbunden mit einem Restaurantbesuch. Und am Montag und Dienstag hat MTM Urlaub, da hauen wir wieder ab, wie letztes Jahr. Das war damals unser erster kindfreier Ausflug mit Übernachtung, das erste Mal dass der Kleine eine Nacht nur mit seiner Oma verbracht hatte. Sie war auch damals extra deswegen angereist, um uns das zu ermöglichen. Diesmal ist es genauso. Wir fahren wieder nach Ulm, feiern uns die Ärsche ab, fallen ins Hotelbett und pennen richtig aus, denn Frühstück  haben wir extra nicht dazugebucht. Ich freu mich sehr auf die Zeit nur mit meinem Mann. ♥

Zack! Themawechsel. Ich brauche eine neue Digitalkamera. Ich hatte diesen Kaventsmann hier, den ich echt super fand. Leider ist das Ding nach 3,5 Jahren kaputt gegangen, ich hab aber durch eine Garantieverlängerung und den Verkauf des defekten Geräts bei Ebay fast die Kohle wieder drin, die ich damals ausgegeben habe. Nun hatte ich überlegt, mir nur ein neues Handy zuzulegen (ich brauche da auch eins, meins hat die Spider-App) mit einer superduper Kamera drin. Meistens fotografiere ich eh damit. Aber da es mir ehrlich gesagt auf den Sack geht, ständig das Handy vor dem Kind in der Hand zu haben und vor allem auch erst rumzutippen, bevor die Kamera aufgeht, hab ich mich nun umentschieden. Die Smartphones, die mir zu Zeit vorschweben, sind sowieso unverschämt teuer, da warte ichmal noch bis zu meinem Geburtstag im Dezember, bis dahin hab ich noch bisschen Geld dafür gespart (mache ich per PayPal, ich spare alles Geld was ich durch Ebay-Verkäufe kriege) und kriege auch noch Geburtstagsgeld, vermute ich mal. So, jedenfalls will ich dann jetzt erstmal eine Kamera. Die Handyfotos sind eben auch nie so gut, wie sie mit einer Kamera geworden wären, das ist einfach so. Und natürlich renne ich nicht den ganzen Tag mit der Digicam rum, klar, aber Schnappschüsse mit dem Handy sind ja auch okay. Besondere Begebenheiten fotografiere ich jedoch lieber richtig: Feiern, Ausflüge, Urlaube. Und die „12 von 12“ übrigens auch. :D
Kann mir denn nun jemand helfen? Nutzt noch jemand eine Digicam und kann mir ein Modell empfehlen? Ich fand an der Sony den krassen Zoom super, aber ganz so viel muss es trotzdem nicht sein. Ich will tolle, klare Fotos und vor allem auch vernünftige Aufnahmen in dunkleren Räumen oder abends. Das konnte die Sony ganz gut, aber auch noch nicht so richtig gut. Sie war mir, so im Nachhinein betrachtet, dann doch auch etwas zu klobig. Ich hätte es gerne handlicher.

So. Nun muss ich in die Küche, die Pflicht ruft, gleich sind meine Leute wieder da und wollen reinspachteln. :D

Hotel Mama

Seit fast 2 Wochen bin ich nun schon mit Kind aber ohne Mann in meiner Heimat. Ursprünglich wollte ich am Montag, nach 10 Tagen, schon zurück fahren. Dann hab ich auf Dienstag verlängert und dann noch mal auf morgen, Donnerstag. Ich kann mich gerade ganz schlecht lösen, weil es wohl das letzte Mal ist, dass ich für längere Zeit allein mit dem Kleinen in meiner Heimat bin. Denn bald geht der „Ernst des Lebens“ (haha, als wäre die Elternzeit das nicht…) wieder los. Zum Glück ist mein Mann verständnisvoll und gewährte mir diese 4 Tage Aufschub noch, obwohl er natürlich seinen Sohn schmerzlichst vermisst.

Hier bei Mutti hatte ich nun fast zwei Wochen Urlaub, wenngleich dieser natürlich, wie immer, in Freizeitstress ausartete. Die letzten, verlängerten Tage hier habe ich nun genutzt, um mal bisschen runter zu kommen, mehr Schlaf zu kriegen und noch bisschen Zeit mit Mutti zu verbringen.

Und so sah mein Heimataufenthalt im Detail aus:

Getan
…Klassentreffen
…Steuererklärung meiner Mutti gemacht
…mit einer Freundin beim Griechen geschlemmt
…in unserem neuen Outletcenter eingekauft
…die Verwandtschaft im Erzgebirge nach Jahren mal wieder besucht
…mit einer Freundin auf der Terrasse bis nachts gequatscht
…einen Tag in Berlin mit meinem Kindchen bei meiner Cousine und ihrem Kindchen verbracht
…Hühnerabend auf der Terrasse abgehalten
…einer Freundin zugehört, die auch ihren Papa verloren hat
…21 Stunden wach gewesen wegen eines völlig durchgeknallten Junggesellinnenabschiedes in Berlin
…mit Kind meine Tante und ihren Labrador (Kind Angst vor Tier) und ihre 3 Katzen (Tiere Angst vor Kind) besucht
…zwei Mal mit Freundinnen und ihren Kindern gefrühstückt (Kind Angst vor Kindern, oh man!)
…dem Kind neue Sachen beigebracht (Wo ist das Zipfele? Wo ist der Piep? Wie macht der Fisch? Wie macht die Katze? Wie macht der Löwe?)
…geweint, weil ich so weit weg von „Heeme“ wohne

Nicht getan:
…geputzt
…gekocht
…TV geguckt
…gelesen
…unruhig geschlafen (Oma bei Kind, ich allein, geil!)

So, und da soll man nicht wehmütig werden, wenn man wieder zurück dorthin fährt, wo so eine unterstützende Familie und so viele Freunde nicht sind?

Ostsee – Tag 7

Unser letzter voller Tag war nun schon wieder angebrochen, am folgenen Tag, samstags, packten wir nur und gingen etwas zum Mittag essen und fuhren dann auch los. Der Freitag aber war noch mal so richtig urlaubig schön, vom Wetter her und von dem, was wir draus gemacht haben. MTM hat sich vormittags mit dem Kleinen zum Bimmelbahnfahren verdrückt und Mutti und ich gingen zu dem Rest der Familie an den Strand für anderthalb Stunden. Ich überwand mich sogar und ging ins 15 Grad kalte Wasser, mit Kopp untertauchen und allem! ;)

Zum Mittagessen und Mittagsschläfchen trafen MTM, Mutti, der Kleine und ich uns wieder oben in der Wohnung. Am Nachmittag kamen wir dann mit dem Kindchen zurück zum Strand, wo er ausgiebig buddelte, mit den Füßen badete, Sand aß usw.. Zwischendrin bekam er wieder so einen Rappel wie beim letzten Strandbesuch und brüllte alles zusammen. Echt, keine Ahnung. Die Beruhigungstaktik vom letzten Mal half auch wieder und als wir eine Weile aneinandergekuschelt dasaßen und das Meer beobachteten, war auch wieder gut und er fetzte fröhlich durch die Gegend, als wäre nichts gewesen. Ich war dann auch nochmal im eiskalten Meer, diesmal war es schon gar nicht mehr schlimm und ich spazierte rein, als würde ich das täglich machen. ;)

Abends gingen wir dann alle noch mal schön essen in unserem geliebten „Vielmeer“ und danach gingen MTM, MTE und ich schonmal vor, um den Kleinen ins Bett zu bringen, während die anderen noch ein bisschen das Freitagabendpartyleben am Hafen genossen. Dann trafen wir uns alle wieder bei uns und hatten einen feucht-fröhlichen Balkonabend zusammen – so muss ein Urlaubsabschluss aussehen! :)

Ostsee – Tag 6

Kindertag! Und stellt euch vor, diesen Tag haben wir Rabeneltern NICHT mit unserem Kind verbracht! ;) Da nun noch mehr Familie zur Unterstützung meiner Gipsbeinmutti vor Ort war, konnten MTM und ich unseren heiß ersehnten Paartag machen.

Es war sonnig, aber stürmisch und kühl. Deshalb, so zumindest meine Version, liehen wir uns Elektrofahrräder. Wer will schon gegen den Wind ankämpfen? Ich denke, wir hätten uns aber auch bei Windstille solche statt normaler Fahrräder geliehen, weil MTM total scharf drauf war, das auszuprobieren. Als wir dann ein paar Meter gefahren waren, machten wir schon den ersten Zwischenstopp bei meinem Wahnsinnsdaiquiri – ja, noch vor dem Mittagessen! ;) Dieses nahmen wir dann nach wenigen weiteren Kilometern auf dem Rad ein, immer noch in Kühlungsborn, in einem ganz liebevollen, schnuckeligen, kleinen Restaurant. Auch wenn es etwas teurer dort ist – die frische Küche und die Bedienung und die Atmosphäre im „Seeteufel“ sind es allemal wert!

Nach dem Essen hatten wir dann eine etwas weitere Strecke vor uns, denn wir wollten nach Rerik fahren und zu meiner Enttäuschung führte uns der Radweg nicht direkt am Meer entlang. Dennoch sah man es ab und zu mal und die ganze flache Landschaft und die Ruhe und das Grün waren ja auch nicht zu verachten.

In Rerik kamen wir dann zwar zerzaust, aber nicht total fertig (Elektroräder sind leider bisschen geil) am Hafen an und spazierten ein wenig umher, bevor wir uns in einem Strandkorb mit Meerblick niederließen und Kaffee/Wein/Eisbecher genossen. Ok, der Eisbecher war scheiße und nicht so richtig zu genießen, aber immerhin hatten wir das schönste Plätzchen am Hafen, fanden wir. Deshalb saßen wir dort auch ziemlich lange, doch irgendwann wurde es Zeit und wir mussten schon wieder den Heimweg antreten. So ein Paartag geht rum wie nix.

Auf dem Rückweg entdeckten wir dann einen gesperrten Radweg am Meer entlang und da auch andere Radfahrer durch die Absperrung fuhren, machten wir das auch. Und das war der Grund für die Sperrung:

Wir haben es erfreulicherweise überlebt und kamen wohlbehalten wieder in Kühlungsborn an, wo wir gerade noch so unsere Räder abgeben konnten, bevor wir schon wieder mit der Familie zum Abendessen verabredet waren. Der Kleine hatte einen schönen Tag mit den Großen und freute sich trotzdem sichtlich, uns wieder bei sich zu haben. Total süß. ♥ Aber im Restaurant war er dann wieder nicht so süß, als sein Essen kochend heiß serviert wurde und ich ihn deshalb erstmal nicht allein essen lassen konnte. Das hat ihn zur Weißglut getrieben und er hat kurz mal die ganze Bude zusammengebrüllt (also wirklich kurz, das uferte nicht aus ins Unermessliche). Aber er hätte auch so gebrüllt wenn er heißes Essen im Mund gehabt hätte. Am Nachbartisch fühlte man sich sehr gestört und die Kellnerin sagte beim Aufnehmen der Bestellung an ebenjenem Tisch: „Das Kind brüllt so laut, ich verstehe sie nicht!“ Gut, sorry, ich bin jetzt aber auch keine Mutter, die mit ihrem Kind bei jeder Unstimmigkeit raus rennt (wenn das jetzt länger angedauert hätte, wäre ich schon mit ihm rausgegangen, aber ich wusste ja woran es liegt und dass es wieder gut ist, sobald er endlich sein Essen essen kann). Und im Übrigen musste ich als kinderlose Frau in Flugzeugen und in Restaurants und sonstwo auch schon oft dieses Gebrüll ertragen und saß nicht offensichtlich kopfschüttelnd da. Klar war ich dann auch genervt und hab die Augen gerollt, aber doch nicht so dass die das mitgekriegt haben! Mich können die alle mal, ehrlich. Da fühlt man sich schon zum Kotzen, wenn das eigene Kind die anderen Leute stört und natürlich auch, weil man selbst ein schönes Abendessen will, und dann geben solche Leute einem auch noch zusätzlich ein scheiß Gefühl. Dann muss man eben drauf achten, dass man einem Kleinkind kein brandblasenverursachendes Essen serviert, ist ja so schwer auch nicht, oder?! Das hab ich über das Geschrei hinweg auch laut gesagt, die Kellnerin hat es registriert, das habe ich gemerkt. Gut, egal, abgehakt. Der Abend wurde dann wieder sehr schön, wir kniffelten nämlich diesmal alle zusammen, also mit den Männern. Das hat wieder echt Spaß gemacht! :)

 

Ostsee – Tag 5

31. Mai 2017. Es wäre Papas 60. Geburtstag gewesen. Wir wollten uns diesen besonderen Tag schön machen und fuhren, wie auch letztes Jahr zu seinem Geburtstag, nach Rövershagen in Karls Erlebnisdorf. Das hätte ihm gefallen!

Nach dem leckeren Mittagessen dort bummelten und shoppten Mutti und ich erstmal ausgiebig und MTM und MTE erkundeten alles, was innen spannend für Kinder war. Der Kleine machte ganz gut mit, er war ja dauerbeschäftigt, und das ist wirklich ein großer Vorteil, den sein Vater mitbringt: Geduld und Entdeckerfreude, auch mit 36 Jahren! :)

Später verschlug es uns nach draußen, dort hatten wir im letzten Jahr schon festgestellt, dass das richtig geil für den Kleinen wird, wenn er laufen kann und das alles auch mitkriegt. Und so war es auch.

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Wir streichelten Ziegen, er rannte von einer zur anderen wie von Sinnen und machte „ei“, bis er auf die Idee kam, an ihren Schwänzen zu ziehen. Ich konnte ihn gerade noch so vor einer Attacke einer angepissten Ziege retten! Wir fuhren auch mit der Traktorbahn und das Kind lenkte schön konzentriert das Gefährt. Wir hatten einfach alle einen schönen und entspannten Tag dort, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Als wir wieder in Kühlungsborn waren, liefen wir an der Strandpromenade entlang, um ein schönes Restaurant für das Abendessen zu finden.

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Es verschlug uns ins „Wolkenlos“, wo wir, ganz dem Anlass entsprechend, ein exzellentes Mal genießen konnten. Und was mich restlos überzeugte, war das Kindergericht für den Kleinen! In den meisten Gaststätten stellten wir selbst etwas zusammen (Kartoffeln mit Gemüse und/oder Fisch, Kartoffeln mit Quark, sowas halt), weil mir Pommes rot-weiß oder Spagetthi (Sauerei hoch 10!) einfach nicht recht waren. Hier aber bekam das Kind lila Kartoffelbrei, knackiges Gemüse und ganz zarte Hähnchenbrust – ganz frisch zubereitet. Er hat reingehauen wie Kroll’s Hund (sagt man bei uns so) und uns lief eigentlich auch allen ein bisschen das Wasser im Mund zusammen, so gut sah das aus. :)

Genau wie im letzten Jahr erwarteten wir noch meine Tante, meinen Onkel und meine Cousine, die die Hälfte unserer Urlaubswoche auch in jenem Appatementhaus und mit uns verbrachten. Sie kamen ins Restaurant und lösten uns direkt ab, um auch noch was zu essen. Mutti blieb mit dort und MTM und ich gingen mit dem Kleinen nach Hause, um ihn ins Bett zu bringen und auch noch ein bisschen die Zweisamkeit zu genießen. Der Abend wurde nämlich dann noch trubelig, als die ganze Familie zusammen in unserer Ferienwohnung hockte, die Männer quatschten und die Frauen kniffelten. Schön war es und genau richtig, um den Tag zu feiern, an dem vor 60 Jahren ein ganz wundervoller Mensch geboren wurde. ♥

 

 

Ostsee – Tag 4

Der Dienstag startete ungemütlich mit ordentlich Wind, Regen und Gewitter. Ich finde ja, dass sowas irgendwie auch zum Sommerurlaub dazugehört, mal einen Tag oder so. Das macht das Ganze bisschen kuschelig. :)

Wir entschieden morgens, in das Meerwasserbad gleich nebenan zu gehen. Wir waren zu Beginn die einzigen Gäste in einem wirklich sehr schönen, kleinen Hallenbad. Es kamen währen der Dauer unseres Aufenthaltes auch nur eine Handvoll Leute nach, das war schon ganz angenehm. Der Kleine jauchzte und zappelte auf meinem Arm, wie immer, wenn er ein Wasserbecken sieht. Wir plantschten zu dritt eine Stunde herum (MTE fand es besonders witzig, Salzwasser zu schlucken) und meine Mutti lag auf einer Liege am Beckenrand und beobachtete das Schauspiel. Sein Stullchen zum Mittagessen bekam das Kind dann auch noch dort, im Handtuch eingewickelt und schon ganz schön müde. Wir hatten es ja nicht weit und brachten ihn dann schnell in sein Bett für den Mittagsschlaf. Unterdessen aßen wir Pizza, die MTM besorgt hatte, und chillten in unserem Appartement. Bis der Kleine wieder wach war, war auch die Sonne dann wieder da und der Himmel strahlte in einem Blau, als hätte es das Unwetter von vor ein paar Stunden gar nicht gegeben!

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Wir zogen unser geplantes Vorhaben trotz etwas kühlerer Temperaturen durch: Wir gingen mit MTE und diesmal mit Badesachen an den Strand. Es war wirklich schön, den Kleinen so aufgeregt und entdeckerisch zu erleben, das ist ja wirklich entzückend bei so Knirpsen, die immer wieder neues erforschen und untersuchen und lernen. Er war natürlich auch wieder recht schmerzfrei, was das arschkalte Wasser anging. Wichtiger war es, dort Muscheln und allerhand anderes schleimiges Zeug rauszufischen. ;)

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Irgendwann hatte er scheinbar genug und fing unvermittelt an, bitterlich zu weinen. Das sind die Momente, in denen man echt nicht so richtig weiß, was man tun soll und was los ist. Die gibt es immer noch und die wird es geben, bis er endlich reden und sagen kann, wo der Schuh drückt. Vielleicht hat er gefroren, vielleicht war ihm alles auf einmal zu viel, vielleicht störte ihn plötzlich der Sand in der Buchse, wer weiß das schon?! Der Schnuller ist in solchen Momenten (leider) unser bester Freund und zusammen mit einkuscheln in ein Handtuch und auf meinem Schoss sitzen und meine Hände halten beruhigte der Kleine sich dann. Wir saßen eine Weile so da und schauten aufs Meer, das war eigentlich dann wieder ganz schön. MTM nahm MTE dann mit hoch in die Wohnung zum Duschen und umziehen und holte noch Räucherfisch fürs Abendbrot. Ich nutzte diese Stunde, um einfach im warmen Sand zu liegen und mir die frühe Abendsonne auf die noch bäckermützenbraune Haut scheinen zu lassen. Dazu das Meeresrauschen, das war einfach total schön.

Zum Abendessen blieben wir also zu Hause, statt in ein Restaurant zu gehen, das war uns nach diesem Bade- und Strandtag einfach am liebsten. Den Abend verbrachten wir Erwachsenen drinnen, weil es zu windig und kalt für den Balkon war. Diesmal kniffelten wir nicht, sondern spielten Name-Stadt-Land(-Fluss-Pflanze-Tier-Beruf) und im Anschluss Essen-Trinken-Küchenuntensilien(-Stars-Politiker-Kleidung). Die zweite Version hatte MTM angeregt, weil bei der ersten meine Mutti so oft so schnell fertig war (außer, wenn ihr kein Fluss einfiel), dass wir echt schon verzweifelten. Bei der zweiten war sie aber meistens auch so schnell und wir lachten uns den halben Abend ziemlich schlapp über diverse Ergebnisse (Stadt mit H? Natürlich Hessen!). Keine Glotze, kein Handy, kein Buch, kein Tablet, dafür Stift, Papier und Wein – das ist das Rezept für herrlich lustige Stunden! :D