Erholung nach dem Urlaub

Wir waren im Urlaub, eine Woche an der Ostsee, wie jedes Jahr Ende Mai, über den Geburtstag meines Papas. Diesen Tag will meine Mutti nicht alleine verbringen, und wir wollen das auch nicht. Wir freuten uns alle sehr auf das Meer, die Ostseeluft, Kühlungsborn. Es ist einfach schön dort.

IMAG3527.jpg

Leider begann gleich der erste volle Urlaubstag mit einem Pseudokrupp beim Kleinen, sodass wir zum Kinderarzt mussten (das ist schon in Stuttgart immer ein Drama, aber nun auch noch in der Fremde…) und dann im Anschluss drei Tage lang ein wirklich ganz schön krankes Kindchen an uns kleben hatten. Er hatte ganz starken Husten, auch Fieber, und war sehr sehr weinerlich umnd anhänglich. Nun, wir haben natürlich trotzdem das Beste draus gemacht und schließlich konnten wir uns ja auch immer bisschen mit Oma abwechseln. Wir hatten so ein herrliches Wetter die ganze Woche lang und hatten sowieso keine großen Pläne außer am Strand zu liegen. Leider hatten wir das Badezeug für den Kleinen halt umsonst mit – das hatten wir uns anders vorgestellt. Aber so ist es eben. Immerhin konnten MTM und ich trotzdem zwei herrliche Sonnenuntergänge zu zweit genießen.

Meine Mutti konnte auch an einem Abend mit meiner Tante und meinem Onkel (die waren auch ein paar Tage da) zu einem Lagerfeuer am Strand gehen und pünktlich zum Geburtstag meines Papas war auch der Kleine wieder fit, sodass wir wie jedes Jahr zu Karl’s Erlebnishof fahren konnten.

Am Tag der Abreise ging es dann bei mir so langsam los: Ich hatte mich natürlich beim Kindchen angesteckt. Nach der „Zwischenlandung“ in meiner Heimat und einer Übernachtung dort, fuhren wir gestern wieder zurück nach Stuttgart, über acht verfickte Stunden bei bestem Sommerwetter. Meine Erkältung wurde schlimmer und schlimmer und heute bin ich einfach mal total am Arsch. Ich versuche nun, mich noch ein bisschen zu erholen, bevor morgen der Arbeitsalltag wieder losgeht. Gerade weiß ich gar nicht, wie ich einen Tag im Büro überstehen soll, aber morgen ist es bestimmt schon wieder etwas besser. Positiv denken, immer positiv denken. ;)

Advertisements

Erlebnisse, die man braucht, und solche, die man nicht braucht

Lange herbeigesehnt hatten meine Freundin aus Hamburg und ich unser gemeinsames Wochenende. Allein. Ohne Männer. Ohne Kinder.
Wir hatten uns fast genau die Mitte zwischen uns herausgesucht als Zielort: Göttingen. Dort wollten wir einfach viel Zeit zusammen verbringen, viel quatschen, viel genießen und auch ein bisschen was von der fremden Stadt kennenlernen. Und wir haben unser „Soll“ auch entsprechend erfüllt, wenn auch mit Startschwierigkeiten. Irgendwas ist eben immer – dieses Mal war es eine Autopanne meinerseits mitten auf der Strecke. Jap, kann man sich nicht ausdenken, muss man erlebt haben. Ich hätte gerne drauf verzichtet: Bremsen und Reifen kaputt, Auto abgeschleppt, mit Taxi zum Mietwagenunternehmen, mit einem (tut mir leid, liebe Fans, aber…) hässlichen, langsamen Fiat 500 alias „Knutschkugel“ die restlichen 223km UND am Sonntag die ganze Strecke zurück fahren, nun drauf warten dass mein Auto nach Stuttgart überführt und repariert wird… Es ist zum Schreien, aber irritierenderweise hab ich genau das nicht getan. Ich war ganz ruhig, und das ist wirklich unheimlich mich betreffend. Keine Ahnung, man wird vielleicht seltsam mit dem Alter. ;)
Es stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, das Wochenende sausen zu lassen, das war klar. Wir hatten uns so drauf gefreut und meine Freundin war ja auch schon da, weil sie keine Panne hatte. Ich kam erst gegen halb 8 abends und total fertig von viel Kaffee, Beruhigungszigaretten (ja, sorry, „Wooozaaa“ geht auch nicht von allein), keiner einzigen Mahlzeit an diesem Tag und natürlich dem Erlebnis an sich im Hotel an, wir fielen uns in die Arme und es gab sofort Wein, Pasta und stundenlange Gespräche auf der Hotelterrasse. Das tat uns beiden so gut, denn auch wenn wir sehr engagiert fast täglich Sprachnachrichten hin und her schicken, so ist das persönliche Gespräch doch ein ganz anderes Gefühl. Was hatten wir nicht alles zu bequatschen, echt, das nahm fast kein Ende.
Den nächsten wunderbar sonnigen Tag verbrachten wir dann komplett in der kleinen, schnuggeligen Innenstadt von Göttingen. Es gab den ersten Spargel der Saison, es gab Eis, es gab viele Päuschen, es gab Shoppingausbeuten, es gab Grün, es gab kühle Getränke, es gab persisches Essen. Und alles war einfach nur ganz entspannt, ganz ungeplant und total schön.

Downloads

Am Sonntagmittag verabschiedeten wir uns dann leider schon wieder, aber beide ganz zufrieden mit dieser schönen Zeit zusammen und auch ein bisschen sehnsüchtig nach unseren Familien. Die Wiedersehensfreude meines Kleinen war dann auch wirklich richtig goldig, da hüpft das Mamaherz. :)

Die Aussteiger

Am letzten Wochenende bin ich einfach mal aus meinem Leben ausgestiegen, mit Ansage. Schon einige Monate vorher hatte ich für meine Freundin und mich ein Appartment in einem Hotel gebucht, und zwar in der Mitte zwischen unseren beiden Wohnorten. Die Mitte ist der Wintersportort Oberhof in Thüringen, für jeden um die 280km zu fahren. Wir hatten viel geplant: Quatschen, essen, trinken, chillen. Dieses unsagbare Pensum haben wir auch tatsächlich bewältigt und nichts anderes gemacht. Nein, wir waren am Samstag nicht ein einziges Mal vor der Appartmenttür. Warum auch? Wir hatten am Freitag haufenweise süßen und salzigen Schweinkram eingekauft, hatten Sekt, Havana, Cola, Kippen und uns. Frische Luft gab’s auf dem Balkon, Gemütlichkeit auf der Couch, Wellness im Bad. Ja, ein bisschen Beauty gehört zum Chillen dazu, ich hab eine Wellnessecke errichtet und wir machten unsere Behandlungen einfach selbst. Das hatten wir an unserem zerknirschten Samstag dann auch nötig, denn der Freitagabend wurde standesgemäß bis nachts um 3 zum ausgiebigen Labern und Anstoßen genutzt. Wir haben schon so lange keine Zeit zu zweit verbracht, was glaubt ihr, wie viele Worte sich da angestaut haben?! Eigentlich gingen sie uns bis Sonntag nicht aus… ;) Abgeschlossen haben wir unser Wochenende dann beim Griechen, wieder unter den Lebenden also, ohne Asi-Palme aufm Kopp und mit Schminke im Gesicht.

Es war einfach sooo herrlich! Wir haben wirklich jede Sekunde sowas von genossen, bei mir ging es eigentlich schon mit der Autofahrt los. Ich hatte mir extra eine CD gebrannt und einen großen Kaffee mitgenommen. Alleine im Auto zu sitzen, ist für mich der Hammer. Der Bass wurde wieder hochgedreht und los ging es, laut singend und ein wenig sitztanzend.

Unsere Männer haben dieses Wochenende allein mit unseren Kindern natürlich super hingekriegt. Wir wurden auch fleißig informiert und mit Fotos versorgt, denn bei all der Ausstiegsfreude haben wir natürlich vor allem unsere Söhnchen vermisst. Ein bisschen. ;)

Kurzurlaub am Bodensee

Ich hatte MTM zum Geburtstag ein paar Tage am Bodensee geschenkt, mit mir und unserem Söhnchen natürlich. Das kam ganz gut an und da die Wetteraussichten auch noch super waren (was ja wirklich nicht selbstverständlich ist für Ende August), freuten wir uns sehr auf den kleinen Tapetenwechsel. Das Gute am Bodensee ist für uns, dass er quasi umme Ecke liegt und wir deshalb schon öfter dort waren. MTM war auch als Kind schon häufig im Sommerurlaub dort. Das bedeutet, wir hatten absolut keinen Zwang, irgendwas zu sehen oder irgendwas besonderes zu unternehmen. Deshalb haben wir einfach einen richtigen Badeurlaub gemacht.

Am Montag den 21.8.17 kamen wir in unserer Ferienwohnung in einem klitzekleinen Dorf an und fuhren dann auch gleich weiter an den See zum ersten Füße-Reinhalten sowie in den Supermarkt zum Lebensmitteleinkauf. MTM kochte zum Abendessen und der Kleine überraschte uns mit sofortigem Nachtschlaf, ohne Irritation ob der fremden Umgebung. Sehr gut. Der erste chillige Abend war gesichert.

Am Dienstag holten der Kleine und ich frische Brötchen im „Dorfladen“ und danach brachen wir auf zum Strandbad, in dem MTM viele Sommer seiner Kindheit verbracht hatte. Und dort blieben wir, bis abends. Das Wetter war sonnig, aber vergleichsweise frisch, und trotzdem gut zum Baden und Chillen. Abends holten wir noch schnell ein paar Sachen im Supermarkt und machten dann selbst Pizza. Das war übrigens MTEs erste Pizza und er hat reingehauen wie sonstwas. :) Der Abend verlief wieder sehr gut: Friedlich schlafendes Kind und chillende Eltern.

IMG_0401

Den Mittwoch verbrachten wir genauso wie den Dienstag, mit dem Unterschied, dass es deutlich heißer war und es abends Pasta statt Pizza gab. Es war einfach wirklich sehr entspannend, nichts vorzuhaben, außer den morgendlichen Bäckerbesuch und den Tag am Strand. MTM konnte sich an beiden Tagen auch mal abseilen auf ein Bier beim Strandkiosk, so wie sein Vater früher, und ich freute mich einfach über ein bisschen Ruhe, während das Kind im Buggy sein Mittagsschläfchen hielt.

Am Donnerstag war der Kurztrip leider schon wieder vorbei. Es war ein wirklich unerträglich heißer Tag, aber wir wollten auch nicht so sang- und klanglos verschwinden aus unserem Urlaub. Also fuhren wir nach der Übergabe der Ferienwohnung noch einmal nach Wallhausen, aber nicht um zu baden, sondern um mit der Fähre rüber nach Überlingen zu fahren.

Dort gingen wir das erste Mal in diesen Tagen essen, statt uns selbst zu versorgen, und ärgerten uns auch direkt über hohe Preise und schlechte Leistungen. Wir gehen eigentlich echt gerne essen, aber irgendwie war es diesmal richtig schön und so’n bisschen rustikal, sich die Kohle zu sparen, selbst gemütlich „zu Hause“ zu kochen und zu essen. Wir wären jedenfalls an diesem Mittag echt besser mit einem Döner drangewesen, ärgerlich. Das leckere Eis hinterher und der kleine Spaziergang an der Promenade entschädigten uns dann wieder etwas.

IMG_0568

Dann war es auch schon wieder an der Zeit, in See zu stechen und zurück nach Wallhausen zu fahren. ;) Es folgte noch ein kleiner Einkauf von köstlichem Bodensee-Obst und -Gemüse und schon fanden wir uns auf der Autobahn Richtung Stuttgart wieder, in einem tobenden Gewitter. Fazit: Alles richtig gemacht, fast!

 

 

1 Woche „heeme“

Wir haben Urlaub. Also, MTM hat Urlaub, da ich ja (noch) nicht wieder in Lohn und Brot stehe. Aber für mich ist das auch Urlaub, wenn ich tagsüber nicht mehr allein verantwortlich für den kleinen Pups bin. Und da wir die erste Urlaubswoche auch noch in  meiner Heimat, bei meiner Mutti, verbrachten, war es gleich noch mal mehr wie Urlaub für mich. Da brauche ich dann fast nix machen, Pups‘ Omi kümmert sich liebend gern um frische Windeln, Schlafenlegen, Baden, Bücher angucken, Spazieren usw. usf.. :) Nur am ersten Tag nach unserer Ankunft musste MTM nochmal als alleiniger Babysitter herhalten, ansonsten konnten wir uns entweder zu zweit oder doch zusammen in Familie eine schöne Zeit machen:

Freitag, 11.8.17
Tagsüber war erst einmal ausruhen angesagt, schließlich hatten wir eine schreckliche Nachtfahrt mit 2 Stunden Stau und Ankunft kurz nach 3 Uhr morgens hinter uns. Und für den Abend musste zumindest ich fit sein, denn es ging zum drölfzigsten Mal mit meiner Mutti, Tante und meinen Cousinen zu unserer geliebten Kaisermania ans Dresdner Elbufer. ♥


Samstag, 12.8.17 & Sonntag, 13.8.17
Beide Tage standen ganz im Zeichen der Hochzeit meiner Freundin, die wir am Samstag feierten und am Sonntag verkrafteten. ;) Das Frühstücken und Aufräumen am nächsten Morgen/Mittag war aber auch noch lustig, erst am frühen Abend waren wir wieder zu Hause bei meiner Mutti und unserem Kind.

Montag, 14.8.17
MTMs 37. Geburtstag! Wir hatten einen ruhigen Vormittag und nach dem Mittagsschlaf des Kleinen besuchten wir gemeinsam mit meinem Onkel meine Tante bei der Reha. Dort war die Wiedersehensfreude groß, wir spazierten ein Stück, versuchten mit dem Kleinen Schritt zu halten und gingen sehr lecker italienisch essen. Am Abend gab es noch einen kleinen Umtrunk ganz in Familie auf der Terrasse, während das Kindchen friedlich schlief.


Dienstag, 15.8.17
Wir hatten einen kompletten Tag in Dresden mit meiner Cousine, ihrem Mann und ihrem Baby-Söhnchen vor uns, auf den wir uns sehr freuten. Nach anfänglicher Fremdelei und der üblichen Baby-Kleinkind-Angst wurde unser Kleiner dann auch endgültig warm mit allen Beteiligten, was einfach total schön anzusehen war. Wir trafen uns morgens in der Dresdner Neustadt auf einen leckeren Kaffee und ließen uns danach für ein ausgiebiges Picknick und den Mittagsschlaf der Kinder im Großen Garten nieder. Dann trennten sich unsere Wege nach Geschlechtern: Die Jungs gingen in den Zoo, wir zwei Mädels gingen zu einer Stadtführung. Nach einer Stunde seilten wir uns von dieser mit einer Ausrede ab, weil uns an diesem heißen Tag ein kühles Radler und vor allem ein wenig Zeit zu zweit zum Quatschen plötzlich sehr viel attraktiver erschienen. Erst um 18:30 Uhr verließen wir Dresden, ich ging gleich im Anschluss zu meinem bei jedem Heimataufenthalt obligatorischen „Hühnertreffen“ und MTM ließ sich bei dem Mann einer meiner Hühner mit ein paar Bier im Schlepptau nieder. Das Kindchen blieb gerne bei „Ama“ (=Oma♥).


Mittwoch, 16.8.17
Der Tag begann sehr regnerisch und grau, aber trotzdem erfüllte mein Mann seine Schwiegersohn-Pflichten und ackerte bis nachmittags im Garten (Hecken schneiden, Sträucher absägen & Co.). Am Vormittag fuhren Mutti, Kindchen und ich mal ins neue Outletcenter, um für den Kleinen Klamotten zu kaufen. Im Buchladen besorgte ich noch ein Geschenk und natürlich auch ein Buch für das Kind, davon kriegt er nie genug. Nach dem Mittagsschlaf „half“ auch er dann mit im Garten, denn ganz unerwartet kam die Sonne doch noch raus. Den trockenen Abend nutzten MTM und ich dann noch einmal für uns, denn so schnell werden wir demnächst keinen abendlichen Babysitter haben. Wir besuchten meine Hühnerfreundin und ihren Mann, mit dem MTM schon am Vortag das Vergnügen hatte. Wir hatten einen herrlichen Terrassenabend und mussten uns für die Rückfahrt ein Taxi nehmen. ;)

Donnerstag, 17.8.17
Erstmal passierte nicht viel bei uns. Meine Mutti hat uns diesmal ein richtiges Ausschlafen gegönnt. Sie schlief die ganze Woche zusammen im Zimmer mit unserem Sohn und wir alleine im Schlafzimmer. Aber diesmal ließ sie ihn uns nicht mal um 7:30 Uhr wecken und bestand auch nicht auf ein gemeinsames Frühstück. Das war sehr lieb und uns wirklich nicht unrecht nach dem vorangegangenen Abend. ;) Am Nachmittag fuhren wir alle gemeinsam in die nächste Stadt in ein hochgelobtes Eiscafé, und das Kind bekam seinen ersten eigenen Eisbecher. Natürlich von mir zusammengestellt, eine Kugel Eis und Erdbeeren. Ich fand jetzt nicht, dass bei dem geilen Eisgenuss noch Sahne und Smarties und wasweißichnochalles mit drauf mussten, wo er doch gerade erst diese süßen Geschmäcker kennenlernt. Und schließlich bekam er auch ein wenig Sahne vom Papa ab. ;) Abends machten wir ein spontanes Grillerchen auf der Terrasse. Wir zauberten aus ein paar Bratwürsten und den vorhandenen Resten im Kühlschrank ein echt schönes Abendessen.

Und damit hatten wir auch einen schönen Heimaturlaubsabschluss. Am Freitag machten wir uns wieder auf den Weg nach Stuttgart, leider. Ich werde wirklich immer wehmütiger, mit jedem Mal. Wahrscheinlich auch, weil ich bald wieder arbeite und dann nicht mehr so frei längere Heimataufenthalte planen kann. Hilft eigentlich nur ein Umzug, aber wer weiß ob und wann dieser Fall eintritt.

Das Wochenende verbrachten wir recht unspektakulär, denn eigentlich sind wir schon wieder auf dem Sprung. Morgen geht es noch ein paar Tage in die andere Richtung in den Urlaub: MTM bekam von mir 4 Tage am Bodensee geschenkt. Wir freuen uns schon!

Ich schwöre, ich feier mir den Arsch ab!

Das war mein Motto zum diesjährigen Schwörmontag im schönen Ulm. Logisch, dass wir auch in diesem Jahr wieder dabei waren, nunmehr zum dritten Mal. Beim ersten Mal war ich schwanger, da war die große Attraktion, das „Nabada“ natürlich absolut erlebnisreich, jedoch war das Stadtfest im Anschluss eher ein Trauerspiel für mich. Damals schworen wir uns aber, ganz im Sinne des Schwörmontages, dass wir im darauffolgenden Jahr zurückkommen und es irgendwie ermöglichen werden, dass wir mitfeiern können. Das taten wir auch, wir holten meine Mutti als Babysitter nach Stuttgart, buchten ein Hotelzimmer und verbrachten unsere erste Nacht ohne Kind in Ulm beim Schwörmontag.

Tja, und Traditionen müssen ja gepflegt werden, vor allem, wenn man sie so geil findet wie wir diesen Ulmer Feiertag! Wir hatten das diesmal schon von langer Hand geplant: Mutti hatte frühzeitig Urlaub genommen und Flüge nach Stuttgart gebucht, ich hatte frühzeitig ein Hotelzimmer reserviert für meinen Mann und mich. Und so düsten wir am Montag wieder nach dem Mittagessen los, bei totalem Mistwetter, kamen in Ulm an, bei totalem Mistwetter, saßen dann auch schnell auf einer der Tribünen an der Donau, unter grauen Wolken… Und dann ging es los, unter strahlendem Sonnenschein. :D

Wir hatten sehr lustige Sitznachbarn und irgendwie war meine Flasche Prosecco nach einer Stunde auf dieser Tribühne auch schon leer, da war ich selber ganz erschrocken. Aber hey, zum Feiern waren wir gekommen, und das geht prima mit Prosecco im Kopf. Erstmal wollten wir aber eine Grundlage schaffen und gingen was essen, was sich als gute Entscheidung herausstellte: Beim nächsten großen Regenguss blieben wir trocken. Später tröpfelte es nur noch ganz leicht ab und zu, das tat der Feierlaune keinen Abbruch. Nach dem Essen waren wir jedenfalls sowas von bereit und so streiften wir durch die Ulmer Innenstadt von Bühne zu Bühne. Übrigens ist das das beste Stadtfest, was ich je erlebt habe, und ich habe schon einige Stadtfeste erlebt. Da muss ich erst nach Ulm kommen, um das sagen zu können, unfassbar.

Wie auch im Vorjahr verging die Zeit wie im Flug und wie auch im Vorjahr besuchten wir zuletzt die große Bühne, um dort die letzte Stunde noch abzufeiern zu den Klängen einer Coverband. Einer sehr guten Coverband, mit sehr guter Musikauswahl. Es war fantastisch, ja, ich hab eingehalten was ich mir geschworen hatte. Und diesmal sogar ohne Hüftzerrung, dafür aber mit einer ganz schön großen Mieze im Kopf am Folgetag. Aber was soll’s, wir hatten kein Frühstück gebucht und das Zimmer bis 12 Uhr. Paket sorgenfrei. :)

Freestyle

Meine Mutti ist gestern hier angekommen und bleibt für ein paar Tage. Es ist einfach schön, sie hier zu haben, das findet natürlich auch ihr Enkelsohn. Er schläft wieder bei ihr, also im Reisebettchen in seinem Zimmer, sie daneben auf der Schlafcouch. In dem Reisebtt in seinem Zimmer macht er auch seinen Mittagsschlaf meistens. Nun überlegen wir, die Gelegenheit zu nutzen, und ihn nun auszuquartieren. Das heißt, wenn meine Mutti wieder weg ist, wollen wir ihn weiterhin abends in sein Zimmer legen und schauen, wie er es auffasst, dass er morgens allein ist. Nachts schläft er in den allermeisten Fällen durch. Sein richtiges Bett steht ja noch bei uns im Schlafzimmer, weil wir das schön finden. Deshalb fällt es uns auch schwer und wir hadern noch mit uns, ob wir das wirklich machen wollen. Wir sind einfach gerne zusammen, zu dritt, in der Nacht. Und es ist schön, wenn er morgens die Augen aufschlägt und ganz ruhig daliegt und uns beobachtet, bis wir auch die Augen aufmachen. Dann freut er sich und springt auf und will rüber zu uns ins Bett zum Kuscheln. Echt schön. Allerdings gehe ich ja bald wieder arbeiten und dann stehen MTM und ich um 5 auf, da wäre es sehr praktisch, wenn er nicht auch aufwacht vom Wecker und wir wenigstens noch ein paar Minuten haben. Aktuell wird er mal wach vom Wecker und mal nicht. Spätestens um 6, meistens eher halb 6, ist bei ihm eh die Nacht rum. Momentan ist aber eben noch Zeit zum Kuscheln und rumliegen da, ab Oktober muss er dann halt mit aufstehen. Nun, wie dem auch sei, wir werden es nun wohl mal probieren. Mit Babyfon auf dem Nachttisch und vielen Schritten, wenn doch mal was ist. Eigentlich will ich es nicht. Aber uneigentlich muss es wohl mal sein…

Gerade sind Mutti, MTM und der Kleine untewegs für ein paar Besorgungen. Die Gunst der Stunde nutze ich mal für einen schnellen Kaffee und diesen undurchdachten Blogeintrag, aber gleich muss ich wieder in die Küche, um das Mittagessen vorzubereiten. Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich über Muttis Besuch sehr freue? Gestern saßen wir lange auf dem Balkon mit unseren Weingläsern und haben geschwatzt. Heute wird das wahrscheinlich auch nicht anders werden. Wir werden abends essen gehen und es uns dann hier zu Hause gemütlich machen. Morgen ist dann ein großes Familientreffen angesagt, schon wieder verbunden mit einem Restaurantbesuch. Und am Montag und Dienstag hat MTM Urlaub, da hauen wir wieder ab, wie letztes Jahr. Das war damals unser erster kindfreier Ausflug mit Übernachtung, das erste Mal dass der Kleine eine Nacht nur mit seiner Oma verbracht hatte. Sie war auch damals extra deswegen angereist, um uns das zu ermöglichen. Diesmal ist es genauso. Wir fahren wieder nach Ulm, feiern uns die Ärsche ab, fallen ins Hotelbett und pennen richtig aus, denn Frühstück  haben wir extra nicht dazugebucht. Ich freu mich sehr auf die Zeit nur mit meinem Mann. ♥

Zack! Themawechsel. Ich brauche eine neue Digitalkamera. Ich hatte diesen Kaventsmann hier, den ich echt super fand. Leider ist das Ding nach 3,5 Jahren kaputt gegangen, ich hab aber durch eine Garantieverlängerung und den Verkauf des defekten Geräts bei Ebay fast die Kohle wieder drin, die ich damals ausgegeben habe. Nun hatte ich überlegt, mir nur ein neues Handy zuzulegen (ich brauche da auch eins, meins hat die Spider-App) mit einer superduper Kamera drin. Meistens fotografiere ich eh damit. Aber da es mir ehrlich gesagt auf den Sack geht, ständig das Handy vor dem Kind in der Hand zu haben und vor allem auch erst rumzutippen, bevor die Kamera aufgeht, hab ich mich nun umentschieden. Die Smartphones, die mir zu Zeit vorschweben, sind sowieso unverschämt teuer, da warte ichmal noch bis zu meinem Geburtstag im Dezember, bis dahin hab ich noch bisschen Geld dafür gespart (mache ich per PayPal, ich spare alles Geld was ich durch Ebay-Verkäufe kriege) und kriege auch noch Geburtstagsgeld, vermute ich mal. So, jedenfalls will ich dann jetzt erstmal eine Kamera. Die Handyfotos sind eben auch nie so gut, wie sie mit einer Kamera geworden wären, das ist einfach so. Und natürlich renne ich nicht den ganzen Tag mit der Digicam rum, klar, aber Schnappschüsse mit dem Handy sind ja auch okay. Besondere Begebenheiten fotografiere ich jedoch lieber richtig: Feiern, Ausflüge, Urlaube. Und die „12 von 12“ übrigens auch. :D
Kann mir denn nun jemand helfen? Nutzt noch jemand eine Digicam und kann mir ein Modell empfehlen? Ich fand an der Sony den krassen Zoom super, aber ganz so viel muss es trotzdem nicht sein. Ich will tolle, klare Fotos und vor allem auch vernünftige Aufnahmen in dunkleren Räumen oder abends. Das konnte die Sony ganz gut, aber auch noch nicht so richtig gut. Sie war mir, so im Nachhinein betrachtet, dann doch auch etwas zu klobig. Ich hätte es gerne handlicher.

So. Nun muss ich in die Küche, die Pflicht ruft, gleich sind meine Leute wieder da und wollen reinspachteln. :D

Hotel Mama

Seit fast 2 Wochen bin ich nun schon mit Kind aber ohne Mann in meiner Heimat. Ursprünglich wollte ich am Montag, nach 10 Tagen, schon zurück fahren. Dann hab ich auf Dienstag verlängert und dann noch mal auf morgen, Donnerstag. Ich kann mich gerade ganz schlecht lösen, weil es wohl das letzte Mal ist, dass ich für längere Zeit allein mit dem Kleinen in meiner Heimat bin. Denn bald geht der „Ernst des Lebens“ (haha, als wäre die Elternzeit das nicht…) wieder los. Zum Glück ist mein Mann verständnisvoll und gewährte mir diese 4 Tage Aufschub noch, obwohl er natürlich seinen Sohn schmerzlichst vermisst.

Hier bei Mutti hatte ich nun fast zwei Wochen Urlaub, wenngleich dieser natürlich, wie immer, in Freizeitstress ausartete. Die letzten, verlängerten Tage hier habe ich nun genutzt, um mal bisschen runter zu kommen, mehr Schlaf zu kriegen und noch bisschen Zeit mit Mutti zu verbringen.

Und so sah mein Heimataufenthalt im Detail aus:

Getan
…Klassentreffen
…Steuererklärung meiner Mutti gemacht
…mit einer Freundin beim Griechen geschlemmt
…in unserem neuen Outletcenter eingekauft
…die Verwandtschaft im Erzgebirge nach Jahren mal wieder besucht
…mit einer Freundin auf der Terrasse bis nachts gequatscht
…einen Tag in Berlin mit meinem Kindchen bei meiner Cousine und ihrem Kindchen verbracht
…Hühnerabend auf der Terrasse abgehalten
…einer Freundin zugehört, die auch ihren Papa verloren hat
…21 Stunden wach gewesen wegen eines völlig durchgeknallten Junggesellinnenabschiedes in Berlin
…mit Kind meine Tante und ihren Labrador (Kind Angst vor Tier) und ihre 3 Katzen (Tiere Angst vor Kind) besucht
…zwei Mal mit Freundinnen und ihren Kindern gefrühstückt (Kind Angst vor Kindern, oh man!)
…dem Kind neue Sachen beigebracht (Wo ist das Zipfele? Wo ist der Piep? Wie macht der Fisch? Wie macht die Katze? Wie macht der Löwe?)
…geweint, weil ich so weit weg von „Heeme“ wohne

Nicht getan:
…geputzt
…gekocht
…TV geguckt
…gelesen
…unruhig geschlafen (Oma bei Kind, ich allein, geil!)

So, und da soll man nicht wehmütig werden, wenn man wieder zurück dorthin fährt, wo so eine unterstützende Familie und so viele Freunde nicht sind?

Ostsee – Tag 7

Unser letzter voller Tag war nun schon wieder angebrochen, am folgenen Tag, samstags, packten wir nur und gingen etwas zum Mittag essen und fuhren dann auch los. Der Freitag aber war noch mal so richtig urlaubig schön, vom Wetter her und von dem, was wir draus gemacht haben. MTM hat sich vormittags mit dem Kleinen zum Bimmelbahnfahren verdrückt und Mutti und ich gingen zu dem Rest der Familie an den Strand für anderthalb Stunden. Ich überwand mich sogar und ging ins 15 Grad kalte Wasser, mit Kopp untertauchen und allem! ;)

Zum Mittagessen und Mittagsschläfchen trafen MTM, Mutti, der Kleine und ich uns wieder oben in der Wohnung. Am Nachmittag kamen wir dann mit dem Kindchen zurück zum Strand, wo er ausgiebig buddelte, mit den Füßen badete, Sand aß usw.. Zwischendrin bekam er wieder so einen Rappel wie beim letzten Strandbesuch und brüllte alles zusammen. Echt, keine Ahnung. Die Beruhigungstaktik vom letzten Mal half auch wieder und als wir eine Weile aneinandergekuschelt dasaßen und das Meer beobachteten, war auch wieder gut und er fetzte fröhlich durch die Gegend, als wäre nichts gewesen. Ich war dann auch nochmal im eiskalten Meer, diesmal war es schon gar nicht mehr schlimm und ich spazierte rein, als würde ich das täglich machen. ;)

Abends gingen wir dann alle noch mal schön essen in unserem geliebten „Vielmeer“ und danach gingen MTM, MTE und ich schonmal vor, um den Kleinen ins Bett zu bringen, während die anderen noch ein bisschen das Freitagabendpartyleben am Hafen genossen. Dann trafen wir uns alle wieder bei uns und hatten einen feucht-fröhlichen Balkonabend zusammen – so muss ein Urlaubsabschluss aussehen! :)

Ostsee – Tag 6

Kindertag! Und stellt euch vor, diesen Tag haben wir Rabeneltern NICHT mit unserem Kind verbracht! ;) Da nun noch mehr Familie zur Unterstützung meiner Gipsbeinmutti vor Ort war, konnten MTM und ich unseren heiß ersehnten Paartag machen.

Es war sonnig, aber stürmisch und kühl. Deshalb, so zumindest meine Version, liehen wir uns Elektrofahrräder. Wer will schon gegen den Wind ankämpfen? Ich denke, wir hätten uns aber auch bei Windstille solche statt normaler Fahrräder geliehen, weil MTM total scharf drauf war, das auszuprobieren. Als wir dann ein paar Meter gefahren waren, machten wir schon den ersten Zwischenstopp bei meinem Wahnsinnsdaiquiri – ja, noch vor dem Mittagessen! ;) Dieses nahmen wir dann nach wenigen weiteren Kilometern auf dem Rad ein, immer noch in Kühlungsborn, in einem ganz liebevollen, schnuckeligen, kleinen Restaurant. Auch wenn es etwas teurer dort ist – die frische Küche und die Bedienung und die Atmosphäre im „Seeteufel“ sind es allemal wert!

Nach dem Essen hatten wir dann eine etwas weitere Strecke vor uns, denn wir wollten nach Rerik fahren und zu meiner Enttäuschung führte uns der Radweg nicht direkt am Meer entlang. Dennoch sah man es ab und zu mal und die ganze flache Landschaft und die Ruhe und das Grün waren ja auch nicht zu verachten.

In Rerik kamen wir dann zwar zerzaust, aber nicht total fertig (Elektroräder sind leider bisschen geil) am Hafen an und spazierten ein wenig umher, bevor wir uns in einem Strandkorb mit Meerblick niederließen und Kaffee/Wein/Eisbecher genossen. Ok, der Eisbecher war scheiße und nicht so richtig zu genießen, aber immerhin hatten wir das schönste Plätzchen am Hafen, fanden wir. Deshalb saßen wir dort auch ziemlich lange, doch irgendwann wurde es Zeit und wir mussten schon wieder den Heimweg antreten. So ein Paartag geht rum wie nix.

Auf dem Rückweg entdeckten wir dann einen gesperrten Radweg am Meer entlang und da auch andere Radfahrer durch die Absperrung fuhren, machten wir das auch. Und das war der Grund für die Sperrung:

Wir haben es erfreulicherweise überlebt und kamen wohlbehalten wieder in Kühlungsborn an, wo wir gerade noch so unsere Räder abgeben konnten, bevor wir schon wieder mit der Familie zum Abendessen verabredet waren. Der Kleine hatte einen schönen Tag mit den Großen und freute sich trotzdem sichtlich, uns wieder bei sich zu haben. Total süß. ♥ Aber im Restaurant war er dann wieder nicht so süß, als sein Essen kochend heiß serviert wurde und ich ihn deshalb erstmal nicht allein essen lassen konnte. Das hat ihn zur Weißglut getrieben und er hat kurz mal die ganze Bude zusammengebrüllt (also wirklich kurz, das uferte nicht aus ins Unermessliche). Aber er hätte auch so gebrüllt wenn er heißes Essen im Mund gehabt hätte. Am Nachbartisch fühlte man sich sehr gestört und die Kellnerin sagte beim Aufnehmen der Bestellung an ebenjenem Tisch: „Das Kind brüllt so laut, ich verstehe sie nicht!“ Gut, sorry, ich bin jetzt aber auch keine Mutter, die mit ihrem Kind bei jeder Unstimmigkeit raus rennt (wenn das jetzt länger angedauert hätte, wäre ich schon mit ihm rausgegangen, aber ich wusste ja woran es liegt und dass es wieder gut ist, sobald er endlich sein Essen essen kann). Und im Übrigen musste ich als kinderlose Frau in Flugzeugen und in Restaurants und sonstwo auch schon oft dieses Gebrüll ertragen und saß nicht offensichtlich kopfschüttelnd da. Klar war ich dann auch genervt und hab die Augen gerollt, aber doch nicht so dass die das mitgekriegt haben! Mich können die alle mal, ehrlich. Da fühlt man sich schon zum Kotzen, wenn das eigene Kind die anderen Leute stört und natürlich auch, weil man selbst ein schönes Abendessen will, und dann geben solche Leute einem auch noch zusätzlich ein scheiß Gefühl. Dann muss man eben drauf achten, dass man einem Kleinkind kein brandblasenverursachendes Essen serviert, ist ja so schwer auch nicht, oder?! Das hab ich über das Geschrei hinweg auch laut gesagt, die Kellnerin hat es registriert, das habe ich gemerkt. Gut, egal, abgehakt. Der Abend wurde dann wieder sehr schön, wir kniffelten nämlich diesmal alle zusammen, also mit den Männern. Das hat wieder echt Spaß gemacht! :)