Langes-Wochenende-Geplänkel

Seit Sonntag stehe ich wieder in Lohn und Brot, aber erst morgen, am Mittwoch, geht’s wirklich richtig los. Ich denk jetzt einfach nicht weiter drüber nach, bringt ja auch nix, was muss das muss. Immerhin habe ich die letzten Tage vor der großen Veränderung perfekt genutzt.

Äußerst unvernünftig war ich am Freitag, als ich mit meiner Freundin in der Stadt ausgegangen bin und irgendwie erst morgens halb 7 mit völlig schmerzenden, abgetanzten Füßen wieder zu Hause war. Empfangen wurde ich von meinem gerade aufgestandenen Kind, der Horror! :D Ich durfte ins Schlafzimmer mit Ohropax verschwinden und nach dem Aufwachen bis abends alleine in der Wohnung vor mich hin leiden, während meine Männer einen Tagesausflug machten. Dafür hat mein Mann echt einen Orden verdient!
Der Samstag stand also ganz im Zeichen meiner Regeneration und abends ging dann MTM mit seinen Kumpels aus und ich hütete das Kind. Er kam aber schon um 12 wieder heim, sehr vernünftig, keine Ahnung wie man so sein kann. ;)
Am wunderbar sonnigen Sonntag war dann Familienzeit angesagt. Ich hab was schönes gekocht (Bolognese Spezial mit viel Gemüse), hab dann 3 Stunden mit meinem kränkelnden Kind kuschelnd Mittagsschlaf gemacht, während MTM die Zeit für sich nutzte, und dann düsten wir nachmittags mal in einen tollen Park. Der Herbst war richtig golden und ich habe mit meiner neuen Kamera wunderschöne Fotos gemacht. Diese haben einen separaten Eintrag verdient.
Am gestrigen Montag hatte MTM frei. Wir brachten trotzdem unseren Sohn in die Kita, einerseits weil er jetzt am Anfang nicht so lange „raus“ sein soll, andererseits, weil wir gerne mal was zu zweit machen wollten. Und das haben wir: Wir waren in Esslingen, wo wir frühstückten, shoppten und die Zweisamkeit genossen. Dann waren wir noch Lebensmittel einkaufen (ja, auch das ist mal ein Erlebnis, zu zweit haben wir das nicht mehr gemacht, seit MTE auf der Welt ist) und zum Mittagessen in einem tollen Café, das ich MTM schon lange Mal zeigen wollte. Es war ein schöner Tag, und so konnten wir gestärkt den Nachmittag mit unserem gerade sehr sehr anstrengenden Kindchen angehen. :)

Zeit zu zweit 0210.jpg

Heute zum Feiertag gibt’s selbstgemachte Hühnernudelsuppe, um die Abwehrkräfte der Familie zu stärken. Ansonsten liegt nichts weiter an, wir bereiten uns seelisch und moralisch auf morgen vor: MTM bringt MTE zum ersten Mal alleine in die Kita, und auch zum ersten Mal schon um 7:30 Uhr. Und ich verlasse zum ersten Mal seit fast 2 Jahren wieder morgens um 6 das Haus, um auf Arbeit zu fahren. Tschacka!

Jetzt isser wohl endgültig angekommen

Das wird nun vermutlich der letzte Kita-Eintrag, zumindest was die Eingewöhnung angeht. ;) Denn, am gestrigen Mittwoch ist es erstmalig geschehen: Das Kind hat nicht geweint morgens, als ich gegangen bin. Er war ja schon gut eingewöhnt, machte alles super mit, weinte nicht mehr im Laufe des Tages, aber morgens, da hatte er schon noch ein bisschen Herzschmerz. Das scheint nun vorbei zu sein und es fühlt sich so gut an. Denn er hat eindeutig die Kita in seiner täglichen Routine akzeptiert, fühlt sich wohl, hat Spaß. Auch wenn es sehr schwer war, ist es gut, dass er anfangs so doll geweint hat. Es musste einfach auch raus, es musste verarbeitet werden, das muss man ihm (und mir) doch auch zugestehen. So hat er in gewisser Weise auch das Tempo mitbestimmt und im Endeffekt sind wir jetzt alle schlauer: Es wird alles gut, es braucht nur seine Zeit und die entsprechende Geduld dazu.
Gestern hat er schon noch ein bisschen das Gesicht verzogen und Anstalten gemacht, loszuweinen, ich denke auch ein bisschen aus Gewohnheit. Aber er hat es nicht getan, hat sich gleich ablenken lassen und einfach akzeptiert, dass er nun dort ohne mich ist.

Heute kam seine kleine Freundin, vor der er bis vor kurzem noch solche Angst hatte, um die Ecke, als ich ihm gerade die Hausschuhe anzog. Sie war gestern nicht da. Er sah sie und erstrahlte! Er freute sich so sie zu sehen, nahm sie an die Hand und lief davon. Ohne sich nach mir umzudrehen. „Tschüss“ und Küsschen und alles hab ich ihm hinterhergeworfen, aber das brachte heute wohl nur mir etwas. ;)

Schnipsel

Was man in wenigen Stunden kindfreier Zeit am Vormittag schafft, ist der Wahnsinn. Mir ging das schon bei 2,5-Stunden Kitazeit so, inzwischen sind wir bei 6 Stunden und ich drehe fast durch, weil ich plötzlich alles mögliche noch schaffen will und glaube, dass ich das mit der ganzen Zeit auch kann! Ich befürchte aber, ich übernehme mich mit meinen To-do-Listen.

Ach komm, was soll’s, hier ist meine lange Liste:
Steuererklärung (!!!)
Bude entrümpeln
Bude superdupergründlich putzen
Arbeitszimmer entrümpeln und putzen
Keller entrümpeln und putzen
Babykisten entrümpeln
Verkaufenswertes Zeug bei Ebay reinstellen
Restliches Zeug zum Sperrmüll oder in die Altkleidersammlung geben
Zahnarzttermin machen
Papierkram erledigen
Alten Papierkram ausmisten
Übergangsschuhe und Wintermantel shoppen
Zum Friseur gehen
Mit einer Freundin frühstücken
Geschenkeplanung Geburtstage/Weihnachten anfangen
Alleine in einem bestimmten Café sitzen und eine Weile lesen
Bloggen und Blogs lesen

Die Kita gefällt mir ganz gut. Die drei Erzieherinnen der Kleinen sind türkisch, italienisch und serbisch. Die anderen Erzieherinnen sind ebenfalls multikulti, natürlich auch deutsch. Der Umgang ist sehr liebevoll und den Kindern, die natürlich auch alle unterschiedliche Nationalitäten haben ist das ja eh so herrlich scheißegal.

Schräge Beobachtung in der Kita: Mutter parkt die Einfahrt zu, steigt augenrollend und im Pyjama (!) mit bröckeliger Schminke von gestern im Gesicht aus. Tochter steigt aus und hat ein sehr hässliches Tütü an (in solchen Momenten freu ich mich, einen Jungen zu haben) und quasselt irgendwas. Mutter rollt immer wieder mit den Augen. Mutter sagt zu der Erzieherin am Empfang: „Ey, heute hab ich frei, ich steig den ganzen Tag nicht aus dem Pyjama, ich hab so die Schnauze voll!“. Steigt wieder ins Auto, Kippe an und ab.

Schräges Gespräch mit unbekannter zweifacher Mutter auf dem Wochenmarkt. Ihre Aussage, die ich in keiner Weise forciert habe: „Ah, na dann werden unsere Kinder auch in der Schule nichts miteinander zu tun haben, haben ja alle ein ganz unterschiedliches Alter. Tja, man muss dann ja auch überlegen, ob man sie runter in die Ganztagsschule gibt und sie somit den ganzen Tag abschiebt, oder ob man sie hoch in die Vormittagsschule gibt und dann flexibel noch dazubucht, je nachdem wie man arbeiten möchte.“ Aha.

Internationales Kinderfest im Stadtteil nebenan. Mein Kind (1 Jahr und 8 Monate) wird auf dem Klettergerüst ohne Vorwarnung, ohne Grund, völlig bewusst und sehr doll gestoßen. So vorne gegen die Brust, mit beiden Händen. Von Timo, ca. 4 Jahre alt. MTM und ich total perplex und überrascht, trösten unser wie am Spieß brüllendes Kind, das sich total erschrocken hat und auch umgefallen ist. Mutter von Arschlochtimo: „Jetzt reicht’s, jetzt kommsch da runter.“ Arschlochtimo: „Nein!“. Ich ärgere mich, dass wir so überrumpelt waren, dass wir ihn nicht angeschnauzt haben, damit der mal von irgendeiner Seite’ne Ansage kriegt, dass man sowas nicht macht! Die Mutter steht wahrscheinlich heute noch an dem Gerüst und wartet dass er runterkommt. Wenn mein Kind sowas mal macht, ist Polen offen, echt.

 

 

 

Kita-Story, lang

Mittwoch, 10:45 Uhr, und ich sitze hier am PC mit einem Kaffee. Allein. Was sagt uns das? Richtig, mein Söhnchen ist in der Kita und ich habe genug Zeit für ein paar Worte. Es sieht ganz so aus, dass die Eingewöhnung morgen abgeschlossen sein wird, also nach 3 Wochen. Nach den ersten 3 Tagen, an denen ich mit dem Kleinen zusammen immer für so 1-2 Stunden in der Kita war und alles einfach super lief, begann das Drama. In der ersten Trennungsstunde akzeptierte er mein Gehen ohne zu weinen. Nach 10 Minuten fiel er bisschen unglücklich hin und brüllte bitterlich los. Er ließ sich Gott sei Dank beruhigen von seiner Bezugserzieherin, aber dann umarmte das einzige Mädchen in  der Gruppe ihn zu heftig und beide fielen mit einem Knall um. Da war es vorbei. Mein Kind ließ sich nicht mehr anrühren, schrie, beruhigte sich nicht und brauchte seinen Schnuller. Später weinte er dann noch einmal einfach so auf dem Arm der Erzieherin. Als ich zurückkam, hatte ich überhaupt nicht damit gerechnet, mein Kind mit so verheulten Äuglein anzutreffen und war erstmal total durch den Wind. Die Erzieherin bat darum, trotzdem weiterzumachen, denn das Weinen gehöre dazu und es sei gut dass er sich von ihr trösten lasse. Okay, ich bin kein Profi und wenn ich nur auf meine Gefühle hören würde, würde ich wahrscheinlich erst wieder arbeiten gehen wenn er 18 ist… Also hab ich ihr vertraut und das gemacht was sie sagte. Am nächsten Tag schrie er schon, als ich noch nicht mal aus der Tür raus war. Mit Schnuller und auf dem Arm der Erzieherin beruhigte er sich, aber er weinte im Laufe der Stunde immer wieder kurz. Als ich zurückkam, fiel er mir in die Arme und freute sich unglaublich. Wir nahmen beide noch am Mittagessen teil, das klappte super. Dann kam der Freitag, an dem wir eine Pause einlegten und übers Wochenende nach Düsseldorf fuhren. Der darauffolgende Montag war schlimm. Das Kind hatte plötzlich wieder panische Angst vor den kleinen Kindern (vor den großen komischerweise nicht), vor allem vor dem Mädchen mit dem er umgefallen war. Er klebte an mir und weinte immer mal wieder, wenn das Mädchen ihm zu nahe kam, und als ich nach 1 Stunde nur sagte, dass ich jetzt gehe, brüllte er los. Wieder ließ er sich trösten, aber weinte im Laufe der Trennungsstunde immer wieder und klebte an der Erzieherin, sodass sie nicht mal aufs Klo konnte. Das Mittagessen, an dem ich wieder teilnahm, klappte wieder gut und er war wieder gut drauf. Am Folgetag dann mein persönlicher Supergau. Morgens alles wie gehabt, also Kind weinerlich sobald wir den Raum betraten (bis dahin ist immer alles gut, auch beim Betreten der Kita und beim Umziehen), klebte an mir… Dann sagte die Erzieherin nach 30 Minuten, dass es so nichts bringt und sie keine Verbindung zu ihm herstellen kann, wenn ich da bin. Sie ist wirklich ganz lieb, und sie hatte ja Recht. Ich ging also, das Kind schrie und ich brach draußen vor einer Erzieherin, der Köchin und einer türkischen Mutti in Tränen aus. Oh man, also doch, so eine Mutter bin ich. Ich wurde umarmt und die Mutti weinte auch gleich mit mir mit, ich musste dann echt die Flucht ergreifen und hab mir draußen im Auto die Zeit vertrieben, unter Tränen. Diesmal aß der Kleine mittags alleine mit und das klappte super. Immerhin. Aber natürlich hatte er in den nunmehr 2 Stunden ohne mich viel, jedoch immer nur kurz, geweint. Mit den Kindern hat er gar nicht gespielt und die Angst vor dem Mädchen blieb. Die Woche zog sich weiter so hin, ich bin einen Tag noch mal 30 Minuten geblieben bevor ich ging und dann schlug ich selbst vor, einfach gleich zu gehen, was die Erzieherin begrüßte. Es brachte einfach auch nichts, wenn ich noch blieb. Am Ende der Woche waren wir also bei 2,5 Stunden, von 9 bis 11:30 Uhr. Das Weinen wurde nicht weniger, dafür aber immer kürzer, und das Essen klappte weiterhin super. Am Samstag fand ein Kulturenfest in der Kita statt, zu dem mein Mann mit dem Kleinen ging. Da verhielt er sich schon etwas aufgeschlossener. Er hatte zwar immer noch Angst vor den Kleinen, aber spielte mit den Großen und tanzte und schwang Tücher dabei, total süß. Und am Ende passierte das Undenkbare: Er lief mit dem kleinen Mädchen, vor dem er solche Angst hat, Hand in Hand zum Ausgang! Ich legte große Hoffnungen in den Montag und ich wurde nicht enttäuscht: Ich blieb von 9 bis 12 weg, er weinte natürlich beim Gehen, aber in der Trennungszeit definitiv weniger als vorher. Er taute langsam auf, spielte auch ein kleines bisschen mit den anderen Kleinen, ging wieder Hand in Hand mit dem Mädchen zum Essen, aß wieder super und chillte dann bis 12 (Essen gibt’s um 11) noch mit der Erzieherin im Ruheraum, während die anderen Kinder schliefen. Sie war total zufrieden und meinte, sie würde es am Folgetag mal mit dem Mittagsschlaf ausprobieren. Dieser Tag war gestern, und der war vielleicht aufregend für mich! Ich saß zu Hause wie auf Kohlen, weil wir ausgemacht hatten, dass sie mich anrufen, wenn es nicht geht. Und dann rief die Erzieherin um 12:15 Uhr an und sagte mir total glücklich, dass der Kleine schläft! Plumps! Mir fiel so ein Stein vom Herzen! Er schlief nur 1 Stunde (zu Hause immer so um die 2 Stunden), aber das ist trotzdem super. Nach dem Schlafen ließ er sich von der anderen Erzieherin anziehen und guckte mit einem anderen Kind, das auch schon wach war, ein Buch an. Als ich kam, freute er sich, aber unbedingt mitkommen mit mir wollte er nicht. :D Er spielte noch total schön und streichelte ständig das andere Kind am Kopf und an den Händen und war einfach gut drauf. Geweint hatte er zwar vormittags auch wieder (auch noch immer wenn ich gehe), aber auch immer nur kurz und viel weniger als letzte Woche. Heute hole ich ihn noch einmal direkt nach dem Schlafen ab und ab morgen muss ich Vesperdosen befüllen, denn dann bleibt er bis 15 Uhr und ist eingewöhnt. Für mich ist das unglaublich, dass das nun doch so flott ging und dass ich nun noch ein paar Tage für meine Seit-Januar-unveränderte-To-Do-Liste habe, bevor ich wieder arbeiten gehe. Sofern er nicht krank wird, natürlich. Wir ziehen es jetzt auch so durch, von 9 bis 15 Uhr, und wenn ich arbeite dann von 7:30 bis 15 Uhr. Ich habe schon das Bedürfnis, ihn eher zu holen, solange ich Zeit habe, aber ich will auch, dass er sich dran gewöhnt. Wenn ich arbeite, habe ich 2 Tage in der Woche frei und diese werden dann die besonderen Tage, an denen er morgens mehr Zeit mit Mama hat und mittags eher geholt wird. ♥

7.1.82 – 3.12.82 – 7.1.16 – 3.12.16

Der September ist echt nicht ohne für uns alle. Denn es wird nicht nur unser Kindchen in die Kita eingewöhnt, nein, es ist auch an fast jedem Wochenende mächtig was los. Letztes Wochenende zum Beispiel hatten wir ganz seltenen Besuch aus Berlin, auf den wir uns sehr gefreut haben. Ich hab die Geschichte schon mal erzählt, die mich und meine Großcousine noch mehr verbindet, als unsere gemeinsame und intensive (positiv und auch mal negativ) Vergangenheit: Wir sind beide im gleichen Jahr geboren und unsere Söhne sind ebenfalls im gleichen Jahr geboren. Das allein ist natürlich reichlich unspektakulär, doch mein Sohn kam an ihrem Geburtstag und ihr Sohn an meinem! Ich halte das ja für ein kleines Wunder. ♥ Unsere Jungs sind eigentlich Großgroßcousins (gibt’s das überhaupt?), aber für uns sind es Cousins, wie wir Cousinen sind. Und sie ist zusätzlich noch die Patentante meines Sohnes, also, enger geht diese Konstellation eigentlich nicht mehr. :)

Diese kleine Familie kam uns nun also erstmalig zusammen besuchen. Sogleich erfreut war ich, dass mein Kind, das ja nun offenbar seine Angst vor Babys und Kleinkindern abgelegt hat, so unglaublich angetan von seinem Cousin war. Sie sind fast ein Jahr auseinander, der kleine Besuch ist gerade 9 Monate alt. Aber MTE fand ihn cool und hat ihn ständig angegrabscht, ist mit ihm gekrabbelt und hat in seinem Kinderwagen mit ihm gesessen. Das war alles total süß, auch wenn es natürlich auch anstrengend war. Man muss ganz schön auf der Hut sein bei so grobmotorischen Kleinkindern wie MTE. :)

Wir haben uns jedenfalls alle eine schöne Zeit zusammen gemacht: Am Samstagabend konnten meine Cousine und ich endlich mal wieder seit gefühlten Ewigkeiten alleine lange quatschen und vor allem’ne Pulle Sekt köpfen. Am Sonntag verbrachten wir die Zeit bis zum Nachmittag stressfrei zu Hause, frühstückten ausgiebig, versorgten unsere Kinder, genossen die Mittagspause… Und dann fuhren wir in die Stadt, spazierten bei strahlendem Sonnenschein noch ein wenig herum und gingen danach noch essen. Der Abend endete auf unserem Balkon zu viert mit ein paar Getränken und dann war die Zeit auch schon wieder vorbei. Es war trubelig, aber es tat auch allen sehr gut! Am Montagmorgen trennten sich unsere Wege – MTM ging arbeiten, ich ging mit MTE in die Kita und unser Besuch reiste weiter in den Urlaub.

Zeit zum Verschnaufen ist nun aber nicht. Die Eingewöhnung ist nicht ohne und verlangt mir und dem Kleinen schon ein bisschen was ab. Und am Freitag schwänzen wir die Kita, um einen Mutter-Kind-Wochenendtrip zu machen. Diesmal ist wieder eine Cousine von mir im Spiel. Und Düsseldorf. :D

Ich hab jetzt’n Kita-Kind

Gestern war der erste Kita-Tag für mein Söhnchen. Na gut, „Tag“ ist stark übertrieben. Die Eingewöhnung läuft wie zur Zeit üblich sehr langsam und zaghaft ab, was mir sehr recht ist. Ja, mir als Mutti, ich muss mich ja auch erst eingewöhnen in die neue Situation. Und ich bin froh, dass man die Kinder da nicht mehr so ins kalte Wasser plumpsen lässt, ich könnte das mit meinem Gewissen schlecht vereinbaren. Na, jedenfalls waren wir gestern dort. Ich hab meine Hausaufgaben gründlich gemacht und schonmal alles mitgebracht, was auf der Liste stand, und das war allerhand: Windeln, Wundcreme, Matschsachen, Gummistiefel, Hausschuhe, Wechselsachen, Schnuller, 6 kleine Fotos vom Kind, ein selbstgebasteltes Fotoalbum von unserer Familie (wenn er mal traurig ist, gucken sie das Album mit ihm an mit Mama und Papa und Oma drin, das finde ich total rührend).

Der Kleine war kurz etwas reserviert, als wir das „Nest“ betraten – so heißt der Raum, in dem die Kleinsten sich meistens aufhalten. Ich hab ja wirklich mit allem gerechnet, schließlich fremdelt er ganz schön doll und hatte auch plötzlich und schon seit ein paar Monaten totale Angst vor anderen Kindern. Mit Erwachsenen wurde er meistens irgendwann warm, mit Kindern gar nicht. Oh man. Aber schon am letzten Wochenende bemerkte ich eine Veränderung, als er bei einer Familienfeier plötzlich total fixiert auf seine Großcousine (2 Jahre) war und sie immer anfassen wollte und sich dann auch noch seinen ersten Kuss (!) bei ihr abgeholt hat. Bei dieser Feier bekam er übrigens auch seinen ersten Haarschnitt, ich sage euch, ich als Mutter habe hier echt auch einiges zu verkraften. ;)

Jedenfalls war ich wirklich auf alles vorbereitet, aber nicht darauf, dass der Kleine innerhalb weniger Minuten anfängt, mit anderen Kindern zu kommunizieren und dann auch zu spielen. Die Erzieherin hat ihn nicht besonders interessiert und ich saß auch eher im Abseits. Ab und zu kam er zu mir und nahm kurz meine Hand, und dann war er wieder weg und erkundete das Nest. Total schön. Ich war echt so froh, ihn so freudig zu sehen, und die Erzieherinnen waren auch recht überrascht. Es waren noch 4 andere Jungs zwischen 1,5 und 3 jahren da und ein Mädchen, unverkennbar, da ganz in pink gekleidet. Drei Mal dürft ihr raten, wem er am meisten auf die Pelle gerückt ist? Dieser kleine Schwerenöter! :D Nach etwas über einer Stunde war unser erster Kita-„Tag“ aber auch schon wieder vorbei. Auf dem Weg zum Auto bekam er von mir unser Kita-Start-Geschenk. Mit seiner neuen Zieh-Raupe ging er ganz stolz sowie vor allem konzentriert und vernünftig den Gehweg entlang, echt süß.

Am Montag bleiben wir dann 2 Stunden und wenn das wieder gut läuft, werde ich am Dienstag schon 20 Minuten abwesend sein, mich aber im Haus aufhalten. Nun hoffen wir mal das Beste, vor allem dass keine Kita-Krankheit uns einen Strich durch die Eingewöhnungsrechnung macht. Die Erzieherin rechnet so mit 2 Wochen, Zeit haben wir um die 4 Wochen. Wäre ja echt krass, wenn alles so glatt geht, dass ich noch 2 Wochen „frei“ habe, bevor die Arbeit wieder losgeht. Aber ich erwarte mal nicht zu viel. Der Teufel ist ein Eichhörnchen. ;)

Grüß Gott!

…aus dem Schwabenland! Nach einer Woche Umzugsstress ist es nun endlich recht wohnlich in unserer gemeinsamen Wohnung. So langsam kehrt die Normalität ein und wir können beginnen, uns langsam einzuleben. Es fehlt noch Deko, alles noch bisschen nackig hier. Und natürlich auch Möbel: Schränke, Esstisch und Stühle für’s Wohnzimmer sowie Bett und Nachttische für’s Schlafzimmer werden irgendwann in den nächsten 6 Wochen geliefert. Momentan schlafen wir auf dem Gästebett, das eigentlich ins Arbeitszimmer gehört, aber vorübergehend im Schlafzimmer aufgebaut ist. Auf Dauer wäre das zwar nichts, aber für die paar Wochen ist das Bett echt super, total bequem! Also werden sich auch meine Gäste zukünftig hier wohlfühlen, denke und hoffe ich. :)

Realisiert habe ich diesen riesigen Schritt eigentlich erst gestern, als meine Eltern mittags heim gefahren sind und mich in Stuttgart zurückgelassen haben. Die ganze Woche war so stressig, dass ich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Bis gestern, als plötzlich Ruhe einkehrte…
Am Samstag starteten wir ja den Umzug mit vielen Helfern, auch mein Onkel und meine Tante aus der Heimat waren dabei. Wir sind in den 4. Stock gezogen, weshalb MTM eine Hebebühne organisiert hat. Und dieses Teil war wirklich ein Segen, alle Möbel und Kisten waren innerhalb von 5 Stunden in der Bude. Doch dann kam der wirklich stressige Teil: Aufbauen, aus- und einräumen, putzen, bohren, Kabel verlegen, Baumarktbesuche (an die 48 Stück circa), IKEA… Ich bin heilfroh, dass ich meine Eltern für diese eine Woche hier hatte und sie so unglaublich viel geholfen haben. Ohne sie wären MTM und ich immer noch verzweifelt im Chaos, ich sag’s euch.
Nun, gestern also war hier alles soweit fertig, und meine Eltern verabschiedeten sich von uns. Da sind dann auf einmal so viele Tränen geflossen, Himmel, ich werde wieder traurig, wenn ich dran denke. Plötzlich war es so still in der Wohnung, und ich habe sofort begonnen, meine Eltern zu vermissen. Komisch manchmal. Und auch wenn ich mich auf das gemeinsame Leben mit MTM freue, bin ich doch eher traurig momentan. Ich muss mich erstmal daran gewöhnen, hier zu sein, kaum jemanden zu kennen und so. Auch die Gegend ist eher gewöhnungsbedürftig für mich. Das heißt nicht, dass es hier schlecht ist, nein, aber wenn man Dresden und seine alten Stadtvillen gewohnt ist, dann findet man die meisten Stuttgarter Wohngegenden erstmal bisschen doof. So ist das eben. Ist halt total anders. Ging mir z.b. in Düsseldorf, Hamburg, Berlin auch so. Aber das wird schon. Die Wohnung ist jedenfalls super, schön groß und hell, Ausblick auf die City… Hat MTM gut ausgesucht!

So, und jetzt noch ein kleiner Fotobeweis für das Kleinstadtmädchen, das mir zum Geburtstag einen Frauen-Werkzeugkoffer für den Umzug geschenkt hatte:

Werkzeugkoffer für Frauen

Er wurde wirklich sehr oft gebraucht und sogar die Männer, die bei Pink ja meistens gleich Augenkrebs kriegen, haben sich beeindruckt gezeigt UND das pinke Werkzeug sogar mehrmals benutzt!

Um mal weiter bei schwäbischen Grußformeln zu bleiben, schließe ich diesen Eintrag mit einem freundlichen „Adé“! :)

Es wird ernst.

Heute, am internationalen Jogginghosentag, trage ich meine hässlichste Jogginghose (die anderen – ich habe noch zwei – sind in der Wäsche) und werde sie auch erst beim Zubettgehen wieder ausziehen. Der Grund ist einfach: Heute verlasse ich das Haus nicht, denn ich habe unglaublich viel zu tun. Ich packe. Und nebenher miste ich gleich mal bisschen aus und sortiere. Ich packe für meinen Umzug, denn morgen am Vormittag werde ich meine Reise in mein neues Leben starten: Wohnhaft in Stuggi. Himmel, ich bin aufgeregt. Für den kompletten Umzug haben wir 1 Woche geplant, meine Eltern kommen am Samstag mit dem Transporter nach. Unser Bett kommt leider erst in 6 Wochen und die Wohnzimmermöbel auch (außer Couch und Couchtisch, die beiden Sachen haben wir schon). Das wird wohl anfangs etwas chaotisch, aber ist es das nicht immer irgendwie? Das wird schon.

Meinem Herzen geht es momentan nicht so gut. Es ist geteilt in zwei Hälften. Ich freue mich wahnsinnig auf das gemeinsame Leben mit meinem Freund. Nach 4 Jahren Fernbeziehung wird das auch absolut Zeit. Ich freue mich auch auf die „neue“ Stadt, die ich sehr mag. Auf hoffentlich bald einen Job, die Wohnung, die Besuche die ich aus der Heimat bekommen werde. Aber ich bin auch wirklich traurig, meine Heimat zu verlassen, der ich extrem verbunden und auf die ich sehr stolz bin. „Mehr als ein Brandenburger kann der Mensch kaum werden.“ ;) Ich hätte mir nie träumen lassen, dass es mir mal um mein Heimatdorf so leid tun wird. Und das tut es. Genau wie es mir um Dresden leid tut, diese wunderbare Stadt, deren Einwohner ich so gern wieder geworden wäre. Aber wer weiß, vielleicht kommt es ja irgendwann doch wieder so. Ich bin traurig, weil ich meine Freunde und meine Familie nun nicht mehr so oft sehen und umarmen kann.

Keine der beiden Herzhälften überwiegt, und genau dieser verdammte Zwiespalt macht micht ganz gaga. Das letzte Mal hatte ich das, als ich Dublin verlassen habe. Deshalb weiß ich auch, dass sich das wieder legt, einrenkt, und alles gut wird!

Jetzt wird’s ernst

Gestern hat meine Mitbewohnerin schon ihr Zeug ausgeräumt und die Segel gestrichen. Die Küche besteht jetzt nur noch aus dem Kühlschrank, der Mikrowelle und einer leeren Vitrine. Meine Cousine und ich haben dann gestern Abend noch ein kleines Abschieds-Sit-In gemacht, auf dem Küchenboden. Hatte was von Camping, gemütlich!

Sit-In auf dem Küchenboden

Heute hab ich dann gleich morgens losgelegt und Kisten und Körbe gepackt wie ein Weltmeister. Ist ja nun nicht meine Lieblingsarbeit, Umzüge sind irgendwie ätzend. Ich weiß das, ich bin seit meinem Abi 5 Mal umgezogen, dieser Umzug ist Nummer 6. Und dieses Jahr folgt voraussichtlich noch einer, super. Gott sei Dank habe ich meine Eltern, die helfen mir immer so sehr, auch wenn es sie ankotzt. ;)
Nun ja, nun ist alles gepackt, die Schränke und Regale sind leer und ich beginne jetzt damit, alles auszuwischen.

Kisten packen

Heute Abend kommt mein Vati vorbei, um mit mir die Möbel abzubauen. Dann folgt meine letzte Nacht in dieser Wohnung, und morgen geht’s richtig los.

Morgen Abend schlafe ich dann schon im neuen alten Zuhause, in meinem Zimmer bei meinen Eltern. Dann bin ich wieder eine richtige Brandenburgerin! Zumindest bis November.

24 Stunden mit der besten Freundin

Ja, es war eine schöne Zeit.
Ich hatte Blümchen besorgt, um ihr ordnungsgemäß zum abgeschlossenen Studium zu gratulieren. Ich freue mich wirklich für sie, auch wenn das alles nun große Veränderungen nach sich zieht (die ich hasse).

Blumenstrauß

Es gab selbstgemachte Pizza, Erdbeeren und Vino zum Abendessen, und danach Sekt zum Anstoßen. So ein Ereignis muss ja vernünftig gefeiert werden, weshalb wir auch wieder zu viel lustiger Musik in meinem Zimmer tanzten (diesmal nicht in der Küche, um meine Mitbewohnerin nicht zu stören). Müde waren wir beide schon zeitig, auch wenn das eigentlich nicht zu uns passt.
Also schliefen wir wir lange, frühstückten herrschaftlich und fuhren dann nach Chemnitz. Dort hat sie studiert und heute hat sie sich exmatrikuliert. Mensch, das ist schon irgendwie merkwürdig alles. Wenn mir das in naher Zukunft bevorsteht, ich glaube dann heule ich.

Naja, heute Mittag waren wir schön am Chemnitzer Schlossteich essen und verabschiedeten uns dann beide von der Stadt und der schönen Zeit. Auch ich bin da sentimental, denn wir haben uns schon des öfteren besucht. Die 70km waren ja immer ein Klacks.

So, und nun sitze ich hier. Müde wie Sau, auch traurig ein bisschen.
Erwähnte ich meine Abneigung zu Veränderungen?