Urlaube

Also, nee, ich pack das gerade gar nicht mehr mit meinen eigentlich traditionellen ausführlichen Urlaubsberichten. Im Mai war der letzte längere Urlaub, jetzt ist gleich September und es folgt der nächste. Und zwischendrin gab es ein paar kleine aber feine Austritte aus dem Alltag. Wir sind ja Meister im Urlaubstagelegen, ich finde es immer sehr geil, wie viele Erlebnisse uns die paar Tage im Jahr trotzdem ermöglichen…

Im Mai/Juni waren wir also an der Ostsee, wie eigentlich jedes Jahr seitdem Papa nicht mehr lebt. Dieser Urlaub findet immer über seinen Geburtstag statt und auch wenn es immer Kühlungsborn ist, wird es uns nicht langweilig. Diese Woche Auszeit am Meer genießen wir immer sehr, wir alle 4: Der Kleine, MTM, meine Mutti und ich. ♥

IMAG4560

Ende Juni sind wir dann mal ganz kurz nach Mallorca geflogen. Das war ursprünglich nicht im Jahresplan, aber es hatte sich eben so ergeben. Meine Freundin aus Hamburg hatte dort für 2 Wochen eine Finca mit ihrer kleinen Familie, und wir besuchten sie. Es waren vier so wunderschöne, entspannte und außergewöhnliche Tage, ich würde das jederzeit wieder genauso machen.

IMAG5473

Im Juli hatten wir auch noch einmal zwei Urlaubstage, die nehmen wir schon jahrelang immer zur gleichen Zeit, nämlich wenn das „Ulmer Nabada“ stattfindet. Letztes Jahr hatte ich davon gar nichts berichtet, aber es ist ja auch immer ungefähr gleich abgelaufen: Das Spektakel anschauen und dann feiern bis in die Nacht hinein. Dieses Jahr war etwas anders. Wir haben uns das Spektakel nämlich nicht angeschaut, sondern waren ein Teil davon! Wir haben tatsächlich gemeinsam mit einem befreundeten Paar mitgemacht, mit einem 4er-Schlauchboot, in der Donau, zusammen mit tausenden anderen Bekloppten! War das eine geile Scheiße, sag ich euch! :D Und nächstes Jahr werden wir genau das wieder tun.

IMG-20190722-WA0064

So, und im August hatten wir wieder zwei Urlaubstage, die wir in die Kita-Schließzeit gelegt hatten. Aber nicht wegen der Kinderbetreuung, nein, denn unser Kind befand sich zwei ganze Wochen in den Ferien bei Oma in Brandenburg. Wir hätten gerne ein bisschen mehr die kindfreie Zeit und vor allem die zwei Urlaubstage genossen, aber diese sollten ja auch nicht „verplempert“ sein und es gibt so Dinge, die müssen halt auch mal… Nun ja. Wir haben renoviert. Ich möchte eigentlich nicht weiter drüber reden, es war halt ätzend. :D

IMAG6239

Und jetzt ist der August schon fast rum, der Sommer schon fast vorbei (naja, gerade ist er eigentlich noch da und ich finde ihn superschön) und unser Jahresurlaub steht bevor. Im letzten Jahr waren wir erstmalig in Südfrankreich und wir wiederholen das einfach in diesem Jahr wieder. Gleiche Zeit, gleicher Ort, aber ein bisschen mehr Gesellschaft für uns und den Kleinen. ♥

 

Zeit – ganz allein für mich.

Ich hatte vielseitige Pläne an diesem Wochenende. Keiner davon hatte mit frischer Luft, To-Do-Listen, Verpflichtungen zu tun. Was ich von meiner To-DoListe gemacht hab, hab ich ganz freiwillig und wegen Lust und Laune gemacht. Der Rest war einfach…sündhaft. Und wunderbar. Genuss. Entspannung pur.

Downloads.jpg

Nun bin ich gestärkt, warte auf meine Männer, mache für sie Abendessen, werde den Kleinen dann baden, ihn ins Bett bringen, sein Essen für morgen vorbereiten, wie auch das Arbeitsessen meines Mannes. Und dann gibt’s statt glücklicher Einsamkeit wieder glückliche Zweisamkeit auf der Couch. ♥

Die Weihnachtsbaumrevolution, die keine war.

Pläne sind dazu da, verworfen zu werden. Wenn nicht von einem selbst, dann auf jeden Fall vom Kind! ;) Ich hatte mir ja vorgenommen, dieses Jahr ganz anders unseren Weihanchtsbaum zu schmücken, bezeichnete das sogar als „Revolution“, zumindest in meinem bescheidenen, ordentlichen, schlichten Leben. ;) Ich wollte einen ganz kunterbunten, kinderaugenleuchtendmachenden Baum haben, mit total lustigen, kitschigen Kugeln in Form von Eistüten, Bratwürsten, Katzen und sowas. Und dazu sollten noch runde türkise und lila Kugeln kommen. Leider hat das gar nicht geklappt, denn ich schaffte es nur, ein paar Figuren (Gurke, Auto, Flugzeug, Feuerwehr, Walnuss, Erdbeertorte, Pilz, Apfel, Orange, Champagnerflasche, VfB-Trikots… ;D) zu besorgen, dann wurde das Kind krank und klebte so an mir, dass ich an die Wohnung gefesselt war und einfach nichts mehr besorgen konnte. Also blieb unser Baum eher schlicht und weiß, mit ein paar kleinen Highlights:

20171224124236_IMG_1086_1

Die Kinderaugen leuchteten trotzdem und der Kleine findet bis heute noch total interessant, was da so alles am Baum hängt. Nun gut, dann sammle ich nun eben im Laufe der Zeit kitschige Kugeln, bis wir irgendwann einen superbunten Baum haben. ;)

Unser Weihnachten war trotz der Mundfäule, die das Kind heimgesucht hatte, wirklich schön. Es trat zum 24.12. endlich eine wirkliche Besserung bei dem Kleinen ein und er aß erstmalig seit Tagen wieder etwas zum Abendessen. Ich war nun ziemlich erkältet, aber das zählt ja nicht wirklich und der Verlauf des Tages war dadurch nicht beeinträchtigt. Den ganzen Tag war der Kleine mit seinem Papa bei der Verwandtschaft, und als er nachmittags nach Hause kam, war das Christkind schon da, hatte den Baum geschmückt und die Geschenke hingelegt. Der Geschenkewahnsinn ist auf dem Bild wohl gut zu erkennen… Einiges davon war auch für die Großen, aber dem Kleinen hat halt auch jeder was schenken wollen. Alles total schöne, wirklich nicht übertriebene Spielsachen. Aber es war einfach viel zu viel. Irgendwann, mitten im Auspacken, stand er auf, nahm seine Oma an der Hand und ging mit ihr in sein Zimmer zum Spielen. Mit seinem alten Spielzeug. Ich glaube, das sagt alles. ;)

Nach dem Abendessen (Käsesuppe, Kartoffelsalat, Wiener) durfte das Kind dann mit seinen neuen Bade-Eimerchen (das billigste Geschenk und eigentlich das absolute Highlight) in die Wanne; währenddessen wurde die Bude von Geschenkpapier befreit und aufgeräumt. Das Kind musste nur noch ins Bettchen, dann konnte endlich die erwachsene Gemütlichkeit losgehen. Wir haben es uns wirklich schön gemacht, MTM, meine Mutti und ich.

Die restlichen Feiertage gingen auch gut über die Bühne bei der Verwandschaft und dem Kind ging es auch von Tag zu Tag besser. So konnte ich dann auch zwischen den Jahren arbeiten gehen, ich hatte ja durch die Woche „kindkrank“ einiges nachzuarbeiten. Außerdem war es für mich die pure Freude, nach der intensiven Klammerzeit des Kleinen endlich mal wieder was anderes als Mutter zu sein.

Nach den zwei Arbeitstagen folgten das große Geschenke-Wegräumen und Umräumen im Kinderzimmer, gestern ein ganzer Familientag zu dritt im Zoo und nun haben wir schon Silvester heute und ich bin nicht ganz so entspannt, muss ich zugeben. Wir bleiben zu Hause mit einer Packung Käsefondue und freuen uns auch drauf, aber nachdem die letzte Nacht plötzlich total doof war und das Kind uns stundenlang wach hielt, hab ich schon wieder Sorge, was das heute mit der Knallerei dann noch werden soll. Außerdem wollte ich noch ein paar Sachen im alten Jahr abschließen (ja, so ticke ich halt), bin aber nun total müde und demotiviert. Mal schauen, was ich heute noch auf die Kette kriege.

Eine Sache ist nun immerhin abgehakt: Mein Weihnachtseintrag und zeitgleich der letzte Eintrag im alten Jahr, mit dem ich euch allen einen guten Rutsch und alles Gute fürs Jahr 2018 wünschen möchte! Macht es euch schön, nicht nur heute, sondern immer! :)

Suchbilder

Na, wo ist MTE? :D Unser kleines Scheißerchen läuft ja mit seinen fast 15 Monaten noch nicht, weshalb er aber kein Fauler ist! Er krabbelt schnell wie der Blitz, klettert fleißig auf alles mögliche, erkundet alles und macht vor nichts, aber auch gar nichts Halt. Es ist echt bisschen anstrengend, aber auch sowas von zum Schießen! :D

20170319_132220

Bald erkundet er, erstmal mit uns, aber dann irgendwann bestimmt auch alleine (nichtdrandenkennichtdrandenken), die ganze Welt, höchstwarscheinlich nicht mehr krabbelnd sondern fest und sicher auf beiden Beinen. ;) Deshalb hat ihm sein Taufpate diese Karte geschenkt, auf der er mit kleinen Fähnchen all die Länder markieren kann, die er schon gesehen hat. Und hey, ein paar Fähnchen stecken schon drin! Seht Ihr, wo er schon überall war? Ist es denn geschummelt, wenn er davon in zwei Länder im Bauch mitgereist ist? ;)

 

Mutter-Tochter-Enkel-Schwiegersohn

In der ganzen letzten Woche hatten wir sie, diese perfekte Kombi. Meine Mutti ist nun schon wieder fast eine Woche zu Hause, und wir vermissen sie immer noch ganz schön. Aber wir zehren auch von der Zeit mit ihr. Wir haben, während mein Mann arbeitete, viel zu dritt unternommen, aber auch erledigt. Wir konnten wirklich zufrieden sein. Ich bin sowieso sehr dankbar, wenn jemand sich erbarmt und meine Fenster putzt und meine Balkonkästen bepflanzt. Das ist Arbeit, die ich einfach nicht gerne mache, meine Mutti hingegen steht drauf. Und sie ist ja auch froh, wenn ihre vermaledeite Tochter, die sich nicht an dreckigen Scheiben und vertrockneten Balkonpflanzen stört, es wieder schön hat. :D

Mutti

Mein Mann und ich profitierten natürlich als Ehepaar auch sehr vom Besuch meiner Mutti. Ab Donnerstag schlief der Kleine drei Nächte im Kinderzimmer, wo auch seine Omi nächtigte. Sein Bett steht noch bei uns im Schlafzimmer, weil MTM und ich das beide noch so wollen. Wir fühlen uns so, zu dritt in einem Raum schlafend, einfach noch wohler. Dennoch war es natürlich auch mal schön, ihn für drei Nächte in guten Händen zu wissen und mal wieder alleine und vor allem tief und fest durchschlafen zu können. Aber meine Mutti hat uns nicht nur diese drei ruhigen Nächte beschert. Am Donnerstagabend konnten MTM und ich nämlich auch ENDLICH mal wieder zu zweit ausgehen. Wir suchten uns in der Innenstadt spontan ein kleines afrikanisches Restaurant aus und aßen und tranken ganz vorzüglich. Als wir um 8 zahlten, fiel uns schon beiden fast der Kopp auf den Tisch, so müde waren wir. Aber nix da – ich bestand auf ein paar Drinks in unserem Lieblingsschuppen! Dort schafften wir es gerade noch so, die Augen offen zu halten, tranken unseren London Mule / Cuba Libre fast schon ein bisschen gequält hinter, und traten den Heimweg an. Halb 11 waren wir zu Hause, um 11 lagen wir im Bett. So sieht’s aus, wenn Eltern eines Kleinkindes unter der Woche weggehen, weltklasse oder? ;)

Am Samstag haben wir dann, nach zwei ruhigen Nächten, besser durchgehalten. Wir waren auf der Hochzeit meiner Freundin/Kollegin, die ich so herbeigesehnt hatte. Fast ein ganzer Tag und eine ganze Nacht waren wir als Paar unterwegs, nicht als Eltern mit Kleinkind. Das war Luxus pur, und ich schäme mich auch nicht, das so zu sagen. Selbstverständlich ist alles in Familie total schön, aber an diesem Tag hätte ich mir keine Minute mit dem Kleinen vorstellen können. So eine Hochzeitsfeier ist für mich kein Kleinkindding, schon gar nicht wenn es keine weiteren Kinder bei der Feier gibt. Mit größeren Kindern ist das was anderes (wobei ich persönlich wahrscheinlich auch dann eher eine Babysitter-Lösung suchen würde), aber er ist eben erst 15 Monate. :) Und wir genossen das alles wirklich in vollen Zügen: Hübsch angezogen und zurechtgemacht, nette Leute, leckeres Essen, guter Wein, ungezwungenes Tanzen, und nach der Feier betrunken ins Hotelbett plumpsen. Ein Träumchen! :D

Am Sonntagmittag waren wir wieder alle vereint, aber dann wurde am Nachmittag unsere traumhafte Mutter-Tochter-Enkel-Schwiegersohn-Kombi auseinandergerissen. Aber Ostern sehen wir uns schon wieder, und wir alle freuen uns aufeinander! :)

Es grünt so grün!

Meine Mutti ist seit Sonntagnacht hier bei uns, eine ganze Woche lang. Und wenn Mutti am Start ist, ist hier nichts mit Müßiggang und so. Gut, morgens, wenn der Kleine zwischen 5 und 6 Uhr erwacht, kann ich ihn zu ihr ins Bett bringen und weiter pennen bis 8 oder 9. Das ist schon viel wert. Aber dann geht’s los. Frühstück machen, viel sprechen, Tagespläne schmieden, Tagespläne angehen. Es ist schön und anstrengend zugleich. Schön ist nicht nur das Zusammensein mit Mutti, schön sind auch die Ergebnisse hauptäschlich ihrer Arbeit. Meine Fenster sind z.B. endlich mal wieder geputzt. Und mein Balkon ist bepflanzt. Das sind Dinge, die ich nicht gerne mache. Deshalb mache ich sie einfach nicht. Und wenn Mutti dann hier ist und rumwirbelt, komme ich doch in den Genuss der Ergebnisse dieser Arbeiten. Und ganz unbeteiligt war ich trotzdem nicht, schließlich besuchten wir die Pflanzenabteilung im Baumarkt gemeinsam und schichteten gemeinsam die Beute um das Kind herum… ;D

Blog

Außerdem habe ich ihr, als sie bis abends halb 11 die Kästen bepflanzt hat, Gesellschaft geleistet und immer das Weinglas rübergereicht. Nun habe ich einen grünen, schönen Balkon, um den ich mich dummerweise nun doch kümmern muss. Denn auch wenn ich nicht gerne mit Pflanzen umgehe, ich mag es doch schön und möchte den Balkon mit sattem Grün und nicht vertrocknetem Gestrüpp genießen. Also werde ich mich mit den Pflanzen arrangieren müssen. Ich habe extra welche ohne Blüten und so ausgesucht sondern pflegeleichte winterharte Sachen. Und einmal Lavendel, für sein Überleben kann ich nicht garantieren. Und, weil MTM es sich gewünscht hat, ein Balkonkasten ist mit Kräutern bepflanzt. Haha, ich bin sehr gespannt, wie lange das gutgeht. ;) Aber hey, ich bin wirklich willens. Ich muss Muttis Arbeit in Ehren halten!

Downloads

Oh man, das waren Zeiten!

Diese Floskel schießt mir eigentlich oft durch den Kopf, wenn ich so an früher denke. Ich wünschte manchmal, ich könnte nochmal zurück, nur für ein paar Stunden, und gewisse Sachen nochmal erleben. Aber die Unbeschwertheit von damals kriegste nicht zurück, deshalb wäre es nicht dasselbe.

Ich bin durch eine Blogfreundin, die über ihre erste eigene Bude geschrieben hat, auf die Idee gekommen, in meinen alten Fotos zu kramen. Zugleich waren das auch die ersten digitalen Fotos, was man vor allem bei der ersten Collage gleich unschwer erkennen kann. Urzeit-Qualität. ;D
Jedenfalls wollte ich mal meine Studentenbuden zeigen, ja, Mehrzahl, VIER insgesamt. Ich kann vom Umziehen ein Lied singen (und meine Eltern als allzeit fleißige Helfer auch, die Armen ey…) und verachte es zutiefst.

Hier hätten wir meine erste eigene Wohnung. Mit 19, nach dem Abi, begann ich im schönen Zwickau ein Studium. Ich bezog eine 1-Raum-Wohnung im Plattenbau am Stadtrand. Ich fühlte mich so erwachsen und habe es geliebt, alleine zu wohnen! Ich konnte tun und lassen was ich wollte (qualmen in der Bude z.B., das fand ich mit 19 unheimlich fetzig, weil ich zu Hause immer heimlich rauchen musste). Ich hatte oft Besuch von Freundinnen und vor allem von einer bestimmten. Die war genauso durchgeknallt wie ich und wir hatten echt’ne geile Zeit…

Blog3.jpg

Wir verstanden uns so gut, dass wir die Idee hatten, eine WG zu gründen. Die Idee kam uns erst, als wir erfuhren, dass im Studentenwohnheim eine 2er-WG frei wird, also zwei Einzelzimmer, eine Küche, ein Klo, eine Dusche. Das war mega selten zu der Zeit, es gab eigentlich nur noch freie Plätze in Doppelzimmern (Horror!). Also entschlossen wir uns, dort einzuziehen, da hatte ich gerade mal knapp ein Jahr in der Plattenbauwohnung gewohnt. Die Kosten waren natürlich im Wohnheim deutlich geringer, allerdings musste eben wieder umgezogen werden und die meisten Möbel konnte ich nicht mitnehmen und mussten bei meinen Eltern zwischengelagert werden. Zu klein, das Wohnheimzimmer. Aber trotzdem mega gemütlich, zudem mitten im Zentrum und haufenweise Party rundherum. Ich habe es geliebt, mehr als die eigene Bude vorher. Und das, obwohl meine Freundin direkt nach unserem Einzug das Studium schmiss und ich eine neue, sehr streb- und seltsame Mitbewohnerin bekam. Mit der war keine Party, aber ich hab mir andere Leute gesucht…

Blog2.jpg

Leider blieb ich auch dort nicht allzu lang drin, denn auch ich schmiss mein Studium in Zwickau. Die vielen Partys waren nicht schuld, eher die falsche Wahl, relativ typisch, direkt nachm Abi, nicht wissen was man will und kann… Mein Weg verschlug mich nach Dresden, dort begann ich ein neues Studium. Karrieretechnisch war dieses nicht die bessere Wahl und auch wenn ich zwischendrin auch in Dresden zweifelte, weil’s eben auch kein Zuckerschlecken war, war es dennoch das was mir mehr lag. Und ein Karrieremensch bin ich offenbar sowieso nicht, mir liegt meine Freizeit mehr am Herzen, und die Arbeit ist Mittel zum Zweck, um in der Freizeit machen zu können, was ich will. Jedenfalls zog ich in Dresden mit einem verrückten, liebenswerten, tollen Mädel zusammen, das ich kurz zuvor erst kennengelernt hatte. Sie ist auch heute noch eine meiner engsten Freundinnen und die Zeit mit ihr war die beste während meiner ganzen Uni-Zeit. Deshalb ist die Erinnerung an diese Wohnung auch die schönste. ♥

Blog4.jpg

Leider verschlug es sie irgendwann nach München und ich hatte noch ein paar Semester vor mir. Also ging es wieder los, Wohnung suchen, umziehen. Diesmal zog ich mit meiner Cousine zusammen. Die Wohnung war mit Abstand die schönste und bisschen erwachsener wurden wir auch, denn geraucht wurde nun nicht mehr überall, sondern nur noch in der Küche. ;D Party und das ganze Zeug lief weiter wie bisher. Das Zusammenleben unter Cousinen war trotzdem nicht die beste Idee, muss man ehrlich gestehen. Mit dem Abstand getrennter Wohnungen verstehen wir uns inzwischen wieder besser. Die Wohnung lag mir trotzdem sehr am Herzen und beim Ausziehen vergoss ich ein paar Tränen. Immerhin hatte ich hier für meine Abschlussprüfungen gebüffelt, hatte eine nette Mädelsclique an der Uni und zwei Mädels davon direkt um die Ecke. Und schließlich bedeutete der Auszug aus der Wohnung auch, mein geliebtes Dresden dauerhaft zu verlassen.

Blog5.jpg

Nach dieser Wohnung verschlug es mich erstmal wieder nach Hause zu meinen Eltern nach Brandenburg. Dort wohnte ich für ein halbes Jahr, um meine Magisterarbeit zu schreiben und damit das Studium zu beenden. Dresden ist nur 60km von meiner Heimat entfernt und so war ich schon noch öfter dort, nicht nur in der Bibliothek, auch bei Freundinnen, zum Feiern, zum dort Sein einfach. Aber das Wohnen in Dresden hatte sich einfach nicht mehr gelohnt; Miete zu zahlen nur um eine Magisterarbeit zu schreiben und wenige Male in der Bibliothek zu sein, wäre nicht besonders clever gewesen.

Als ich dann fertig war mit der Magisterarbeit und dem Studium, hatte MTM in Stuttgart schon seine Bude gekündigt und für uns eine erwachsene 3-Raum-Wohnung gefunden. Ich hatte sie nicht mal vorher gesehen, aber es gab kein Zurück mehr. Ich zog mit Sack und Pack und vorerst ohne Job mit ihm in Stuttgart zusammen. Er studierte noch, ich bewarb mich fleißig. Ich hatte mich schon von Brandenburg aus beworben, aber so schnell ging es leider nicht und so war ich 6 Monate arbeitslos und ständig am Zweifeln, ob das alles so richtig war. Zwar fand ich keinen tollen Traumjob, aber einen soliden, sicheren mit fairem Rundherum, den ich heute noch habe. Ich sage ja, Karriere und Streben nach mehr ist nicht so meins. Ich hab es immer mal wieder versucht, was anderes zu kriegen, aber es klappte nie. Und nun bin ich ja auf die Muddi-Schiene umgestiegen und froh um den sicheren Arbeitsplatz. ;)

The spring is my love

Er hat Einzug gehalten, nicht nur in meiner Wohnung, auch in Stuggi und sonstwo. (Siehe „RTL Aktuell“: Eis essende Menschen im März sind die neue Attraktion Deutschlands!) Der Frühling ist da! :D

Gestern habe ich noch bei schönster Sonne erstmal den Frühjahrsputz erledigt und so ätzende Dinge gemacht, wie das Bad zu putzen (an den verzwickten Ecken mit einer ZAHNBÜRSTE!). Dann habe ich natürlich auch den Balkon ein bisschen flott gemacht und bin dann noch mit MTM in die erwartungsgemäß überfüllte Innenstadt gedüst wegen der Frühlingsdeko. Eigentlich. Bisschen Deko kaufte ich auch, aber irgendwie hauptsächlich anderen Kram. So ist das immer, am erfolgreichsten bin ich, wenn ich nichts bestimmtes suche. Also nenne ich nun ein neues Topfset, eine schöne neue Uhr, ein neues Sport-Shirt und neue Hausschuhe mein Eigen.

Heute Vormittag konnte ich mich dann völlig plan- und aufgabenfrei an der sauberen, frühlingshaften Wohnung erfreuen…

Frühlingsdeko

…und am Nachmittag dann an dem Frühling draußen vor der Tür!

Angrillen

Bei der Verwandtschaft im Garten haben wir nämlich angegrillt (yeah!), Pigmente gehascht und uns ein bisschen Sonnenbrand im Gesicht geholt. So schön! :)

1A-Samstag

So gar nichts vorhaben, das ist mal was. Passiert irgendwie nicht häufig bei mir, irgendwas steht immer auf dem Plan. Aber da ich diesmal schon unter der Woche gründlich geputzt habe, genug lange Halligalli-Nächte am letzten Wochenende und auch die letzten Tage hatte, MTM gestern einkaufen war und für heute vorgekocht hat, lag der heutige Samstag jungfräulich vor mir. Das Wetter ist scheiße, wie es sich für den Januar gehört, also habe ich auch die Sache mit der frischen Luft, zu der man sich ja auch irgendwie genötigt fühlt, abgehakt. MTM ist bis jetzt in der Uni-Bibliothek gewesen und forderte somit auch nicht meine Aufmerksamkeit. Das Resultat dieses unverplanten Samstages ist jedenfalls fantastisch, das kann ich zum jetzigen Zwischenstand schonmal sagen:

1. Ich stecke noch im Schlafanzug und meine Haare stehen noch exakt so zu Berge wie direkt nach dem Aufstehen. Geil! :D

2. Ich habe mit MTM um halb 12 ausgiebig und gemütlich gefrühstückt gebruncht.

3. Ich habe dem Bloggerdasein gefrönt.

4. Ich habe dabei hinreichend meinen Lieblingsradiosender aus der Heimat gehört mit meinem superdupertollen Weihnachtsgeschenk.

5. Ich habe meine Vor-Entrümpelung, die sich schon ein paar Tage hinzieht, endlich abgeschlossen. Entrümpelt waren die Sachen nämlich schon längst gedanklich und/oder räumlich, ich war nur bisher zu faul, sie auch loszuwerden (Ebay, Mülltonne…). Und nun kann es bald losgehen mit dem richtigen Entrümpeln, Kleiderschrank und Co. regen mich schon länger auf.

MTM ist wieder zu Hause und nun kann der zweite Teil des Tages starten, und der wird auch herrlich:

6. Ich werde jetzt in die duftende Badewanne steigen und mit der Mordermittlung ein gutes Stück vorankommen.

7. Ich werde danach einen frischen Schlafanzug anziehen. :D

8. Wir werden dann mit Hingabe zubereitete, sauleckere Spagetthi Bolognese essen, dazu einen guten italienischen Rotwein im Kerzenschein schlürfen und dabei so viel von der Trilogie „Der Pate“ angucken, bis uns die Augen zufallen.

Ein 1A-Samstag!

Regnerisch, aber mit inneren Sonnenstrahlen…

…so präsentiert sich der 3. Advent für mich. Es ist draußen grau und oll, es wird gar nicht richtig hell. Na und? Umso schöner sind doch die Kerzen auf dem „Adventskranz“, umso schöner leuchten der Schwibbogen im Fenster und der Herrnhuter Stern auf dem Balkon. Was bringt es denn, sich zu grämen wegen all der Aufreger, die es gibt. Nö. Ich freu mich lieber über Kleinigkeiten.

Adventskranz

Gestern habe ich den ganzen Vormittag rumgeschimmelt, saß mit meinem Kaffee im Schlafanzug mit struppigen Haaren auf der Couch und habe heitere Konversation hier im Blog betrieben. Das habe ich so genossen nach einer Woche späten Nachhausekommens und frühen Aufstehens! Es gab kein Frühstück und selbst der Hunger trieb mich mittags nicht in die Küche, um endlich mal was zu kochen. Das Kochen selbst habe ich dann später trotzdem gerne gemacht, es hat ja immer ein bisschen beruhigende Wirkung auf mich, zu schnippeln und zu rühren und bisschen kreativ zu sein. Trotz des Desasters letzten Mittwoch (ich habe mir so tief in den Finger geschnitten, dass hier Blut floß, wie auf einem Schlachthof, fragt nicht) bin ich der Schnippelei und Kocherei nicht abgeneigt. Nur das Putzen musste ich leider leider verschieben, das geht nun wirklich nicht mit so einer gefährlichen Schnittverletzung… :DD Lieber habe ich lange gebadet, ein neues Buch angefangen und mich bisschen hübsch gemacht für den geplanten Kino-Vorabend. Tja, die normalen Kinozeiten für den 3. Hobbit-Teil waren alle schon seit Tagen ausverkauft, weshalb MTM und ich uns mit den ganzen Kids in die Vorstellung um 17 Uhr setzten. Schön war’s, geheult hab ich bisschen, MTM hat meine Hand gehalten wenn ich Schiss hatte vor dem hässlichen weißen Ork… So muss es sein. Und da wir schon halb 9 wieder zu Hause waren, konnten wir es uns noch gemütlich machen und „Charlie und die Schokoladenfabrik“ gucken, was auch einer meiner Lieblingsfilme ist.

Und heute? Wir sind dekadent, lassen die Küche kalt und gehen mittags die fünf Meter rüber zur Weinstube, um frischen Gänsebraten zu essen. Später geht es vielleicht noch auf den Weihnachtsmarkt, wenn es aufhört zu regnen. Und wenn nicht, auch ok. Hauptsache zusammen! Und Hauptsache, meinen Lieben hier und zu Hause geht es gut. Und dem ist gerade so, das macht mich glücklich, aber auch stark für weniger rosige Zeiten, glaube und hoffe ich. Ein Schritt nach dem anderen, ein Tag nach dem anderen, nicht an die Zukunft denken, die ist sowieso fucking ungewiss.

In diesem Sinne: Einen schönen dritten Advent euch allen, genießt den Tag!