Sturmfreies Wochenende

Am Freitag um 14 Uhr fuhren meine beiden Männer ab für ein Wochenende am Bodensee. Heute gegen 18 Uhr kommen sie zurück. Das waren dann 52 Stunden ohne Kind und Mann in meiner geliebten kleinen Wohnung. Das war Freiheit pur. Das war auch Glück pur. Ich bringe jetzt keine Rechtfertigung, kein „aber“ an. Dass ich mein Kind und auch meinen Mann liebe und gerne um mich habe, versteht sich von selbst. Genauso gerne nehme ich so eine Gelegenheit in Anspruch und genieße sie in den vollsten Zügen und vermisse in diesen vergleichsweise wenigen Stunden nichts und niemanden, solange ich weiß dass es allen gut geht damit.

Und ich so? Was ich gemacht habe? Nun, ich habe in meiner imaginären Liste alles abgehakt, was an diesem Wochenende anlag:

  1. Nichts tun, worauf ich keine Lust habe.
  2. Nicht das Haus verlassen.
  3. Mädelsabend mit einer Freundin.
  4. Statt selbst einzukaufen von Rewe beliefern lassen.
  5. Kalten Wein trinken.
  6. Leckere Sünden essen.
  7. Nackig aufm Balkon sonnen.
  8. Lesen, lesen, lesen.
  9. Bloggen, bloggen, bloggen.
  10. Beide SATC-Filme gucken.
  11. Maniküre und Pediküre
  12. Restkörperbeautyprogramm
  13. Spät ins Bett gehen und spät aufstehen.

So, das war’s. Alles erledigt. Ich bin unglaublich erholt und entspannt und glücklich, dass ich so einen lieben Mann habe und dass meine beiden auch so eine schöne Papa-Sohn-Zeit zusammen hatten. Mit Fotos wurde ich reichlich versorgt. Und auch wenn ich bisschen traurig bin, dass die absolut selbstbestimmte Zeit schon wieder vorüber ist, so freu ich mich auch sehr, mein Kind gleich abzuknutschen. Ja natürlich, meinen Mann auch. ;)

 

Momentaufnahmen

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Ich hatte ja unlängst mal angefangen, einzelne Handyfotos zu bloggen, die alleine keinen Eintrag wert gewesen wären, aber zusammen ein nettes Mosaik ergeben von den letzten Tagen. Ich mag die Idee immer noch und habe nun wieder ein paar Bilder zusammengefügt, die fast alle (außer das Kochbild oben rechts) in den anderthalb Wochen in meiner Heimat entstanden sind. Sollte ich dazu was schreiben, sie erklären? Ach, ich lass sie einfach mal so hier stehen. Fragen kostet ja nichts! ;)

P.S.: Zu „Momentaufnahmen“ fällt mir ein: Wer ist denn eigentlich noch so auf Instagram? Ich bin da schon lange, aber irgendwie wird es jetzt erst richtig interessant für mich. Mein Anspruch ist ja, nichts doppelt zu posten. Also was hier ist, landet dort nicht oder in abgewandelter Form. Und andersrum. Also, man kann mir gerne auch privat schreiben (siehe oben im Blog), wenn man nicht in den Kommentaren seinen Usernamen verraten will.

Umgewöhnung

Ich brauche nach so einem Heimataufenthalt immer ein bisschen. Einerseits freue ich mich natürlich nach fast 2 Wochen auch wieder auf meine eigene Wohnung und logischerweise auf meinen Mann. Andererseits trage ich nun die meiste Zeit wieder alleine die Verantwortung für das kleine Pupsgewitter namens MTE. Der muss sich außerdem auch immer erstmal umgewöhnen, von Kontinuität kann ja in seinem Leben auch nicht unbedingt die Rede sein. „Heeme“ wird er ständig im Wagen rumkutschiert und schläft tagsüber fast nie im Bett. Außerdem gibt es dort kein Laufgitter; die meiste Zeit krabbelt er auf dem Boden rum und macht alles unsicher. Aber es ist ja auch fast immer noch jemand außer mir da, der den Kleinen bespaßt oder überwacht, sei es meine Mutti, meine Tante, meine Cousine… Jeder reißt sich fast darum, auf den Kleinen aufzupassen. All das läuft natürlich wieder anders hier in Stuttgart, zumindest an den Werktagen, wenn MTM nicht zu Hause ist. Wir  beide, Söhnchen und ich, müssen uns erstmal neu arrangieren. Und dabei geht viel Zeit flöten, die ich z.B. für die riesige Ebay-Verkaufskiste gebrauchen könnte.

Für mich ist natürlich die Umstellung auch enorm, was die sozialen Kontakte betrifft. Würde ich in der Heimat wohnen, würde ich diesen „Freizeitstress“ nicht dauerhaft durchstehen, aber dann wären die Tage auch nicht derart durchgeplant. Aus meinen zeitlich begrenzten Aufenthalten hole ich hingegen immer alles raus, was geht. Mein Terminkalender sah in der zweiten Heimatwoche genauso voll aus wie in der ersten, ich war in Berlin, bekam viel Besuch von Freunden und besuchte auch viele Freunde, war frühstücken, bummeln, hatte Weibertreffen, war essen… Zudem hab ich sogar wieder ein paar Seiten gelesen. Zwischendrin bekam MTE auch noch sein erstes leichtes Fieber. Und alles hab ich mit der Hilfe meiner Mutti gewuppt.

Nun ist also erstmal wieder alleine klarkommen angesagt. Das tue ich ja auch, aber ich freue mich wirklich wahnsinnig auf jeden Feierabend von MTM und jedes Wochenende. Zusammen (ob mit Mutti oder meinem Mann) ist es einfach leichter und auch schöner. Deshalb kommen jetzt auch bald die absolut tollsten Zeiten auf uns zu: Das nächste Wochenende ist mit Brückentag am Montag und Feiertag am Dienstag verlängert. In drei Wochen kommt meine Mutti zu uns für eine ganze Woche, dann wird der Weihnachtsputz gemacht und ich werde dann hoffentlich auch zum Plätzchenbacken kommen. Und ab Dezember hat MTM zwei Monate Elternzeit. Geil, ich freu mich wie bekloppt!

2. Urlaubswoche, da wo wir wohnen

Grillen im Garten: Check.

Schwörmontag in Ulm erleben: Check.

Ins Freibad gehen: Check.

Einen schicken Kinderwagen finden: Check.

Lebensmittelvorräte auffüllen: Check.

Urlaubsfotos sichten und ordnen: Check.

Urlaubseinträge schreiben: Check.

Shoppen in der City: Check.

Flanieren und Gutgehenlassen in der City: Check.

Geburtstagsgeschenke für den Liebsten besorgen: Check.

In der tollen Eisdiele von vor 5 Jahren einen Eisbecher essen: Check.

Laptop und Festplatte aufräumen/updaten: Check.

Handy aufräumen/updaten: Check.

Musik fürs Auto aktualisieren: Check.

Frisch und lecker kochen: Check.

Blogumzug vorbereiten/bei WordPress durchsehen (Mammutaufgabe!): Check.

Liebe Freunde treffen: Check.

Ich würde mal sagen: Ergiebige Urlaubswoche! Nur leider viel zu schnell vorbei. Morgen geht’s unerfreulicherweise wieder auf Maloche, aber immerhin top vorbereitet. :)

Verdrehte Ostern

Bei uns war alles bisschen anders an den Feiertagen, da wir nicht in meine Heimat fuhren, sondern meine Heimat zu uns kam. Meine Eltern kamen schon am Mittwoch hier an und während wir noch arbeiteten am Donnerstag, haben sie sich in unserer Bude beschäftigt. Das taten sie zu unseren Gunsten, ich habe jetzt wieder saubere Fenster (meine Mutti macht das gerne und ich nehme es gerne an, Fenster putzen ist scheiße!) und frisch gestrichene Balkonplatten (Papa eben ♥).

Ostern inklusive Eiersuche fand bei uns blasphemischerweise schon am Karfreitag statt. Da meine Eltern am Ostersonntag schon frühmorgens wieder die Heimreise antreten mussten, haben wir uns den Feiertag am Freitag zunutze gemacht. Wir frühstückten ausgiebig, suchten Ostergeschenke zu viert in unserer kleinen Wohnung und hatten dabei ordentlich was zu lachen.

Ostercollage

Dann gingen wir bei absolutem Traumwetter in die Stuttgarter Innenstadt zum Mittagessen und später gab es noch ein Eis unter strahlend blauem Himmel. Von diesem konnten meine Kamera und ich nicht genug bekommen, total herrlich! Viele Leute tummelten sich in der City trotz geschlossener Geschäfte, es war eine schöne Feiertagsstimmung. Und auch später nutzten wir noch das Wetter, als Mutti und ich zwei Stunden lang durch die Weinberge wanderten und uns dabei die Münder fusselig quatschten.

Karfreitag in Stuttgart

Das Wetter am Samstag war dann so kacke, dass wir fast den ganzen Tag drinnen blieben und rumwerkelten. Eine geerbte Waschmaschine galt es zu schleppen und anzuschließen, der Keller musste bisschen aufgeräumt werden, aber hauptsächlich war eigentlich chillen angesagt. Lecker essen, lesen, Wein trinken, Fotos angucken, rumliegen… So zog sich dann auch unser letzter Abend hin und zum echten Ostern waren MTM und ich schon wieder alleine.

Und so haben wir uns gestern nach ausgiebigem Ausruhen aufgemotzt und uns ein paar Cocktails und einen (leider beschissenen) Burger in der City gegönnt. Und heute? Nüscht! Planlos! :)

Dezemberurlaub

Eine Woche Urlaub ist nun schon wieder vorbei, aber sie war schön und wurde wieder optimal genutzt. Obligatorisch sind diese freien Tage Anfang Dezember inzwischen, so lässt sich die Adventszeit herrlich genießen, mein Geburtstag gut feiern, der Hochzeitstag ebenfalls.

Begonnen haben wir unseren Urlaub am Samstag mit der Fahrt in meine Heimat, wo wir es abends gleich mal haben krachen lassen in unserer Provinzdisco, zusammen mit vielen Bekannten und Freunden, legedär und wunderbar. Der erste Adventssonntag fiel entsprechend ruhig aus, aber die Zeit mit meinen Eltern und Kerzen und Weihnachtsplätzchen haben wir trotzdem genießen können. Der erste Dezember war MTM’s und mein Tag, zum zweiten Mal jährte sich unsere Vermählung und deshalb machten wir uns auf in die Stadt, in der unsere Liebe begann (und die ich sowieso wegen akuter Sehnsucht bei jedem Heimatbesuch aufsuche). Wir trafen kurz meine Unifreundin, bummelten durch die Läden und über die Weihnachtsmärkte und gingen am Abend superlecker essen im El Rodizio. Am Dienstag gönnten wir uns tagsüber wieder eine chillige Pause und guckten am Abend den Hobbit Teil zwei über Papa’s Beamer, um uns auf den dritten Teil vorzubereiten, der ja in ein paar Tagen im Kino erscheint. Mein Geburtstag, der dritte Dezember, war ein durchweg schöner Tag. Nach einem Frühstück mit meinen Eltern durfte ich schöne Geschenke auspacken und zum Mittagessen haben wir meine Eltern eingeladen, und zwar in das Restaurant, das wir zu Viert schon nach der standesamtlichen Trauung besuchten. Es war wieder erstklassig lecker, wir alle haben uns so an dem Geschmackserlebnis erfreut und sind sehr traurig, dass das Restaurant zum Ende des Jahres schließt. Es war ein gelungener Abschluss für uns. Danach verkosteten und shoppten wir noch im Eierlikörladen unseres Vertrauens und mussten dann schon wieder nach Hause, um die alljährliche Wintergrillparty vorzubereiten. Bei Feuer, Grillwurst und Glühwein hatte ich einen schönen (Tanz-)Abend mit meiner Famile und meinen Freunden, für den ich sehr dankbar bin. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen…

Heeme

Am Tag nach meinem Geburtstag, Donnerstag, reisten MTM und ich nach Papa’s weltbestem Linseneintopf wieder ab in Richtung Stuggi. Ein paar freie Tage wollten wir noch in unserer gemütlichen, weihnachtlichen Wohnung genießen und auf diversen Weihnachtsmärkten. So führte uns unser Weg am Freitag, nachdem ich den ganzen Vormittag im Nachthemd bei den „Gilmore Girls“ (mein Geburtstagsgeschenk von MTM, die komplette Serie, yeah!) und ein paar häuslichen Pflichten verbrachte und am Nachmittag mit MTM einkaufen war, zum Stuttgarter Weihnachtsmarkt. Erst gab es Flammlachs beim Finnen und dann mit unseren Freunden ein paar Glühwein und später dummerweise Tequila & Co. in einer Kneipe. Eigentlich wollte ich dann nach Hause, aber irgendwie haben MTM und ich uns (wie immer) von seinem Partyraketenkumpel zum Besuch eines Clubs überreden lassen. Getanzt hab ich noch bis halb drei, dann war aber wirklich Schluss. Zu viel Party für eine Woche, ich bin ja nun auch nicht mehr die Jüngste. ;) Der gestrige Nikolaustag war dann wieder eher ruhiger Natur, wir haben die Stiefel gecheckt, schön gekocht zum Mittag, sind am Abend noch über den Stadtteilweihnachtsmarkt geschlappt und haben dann MTM’s Nikolausgeschenk auf DVD angeguckt. Und heute hab ich einfach einen schönen, gemütlichen zweiten Advent genossen und nebenher ein bisschen Kuchen gebacken. Für morgen, da geht’s ja wieder auf Arbeit. Hach, leider.

Stuggi

(Aktiv)Urlaub zu Hause

Nun wachten wir also am Freitag, den 26.09.14, zu Hause auf und hatten unseren ersten Heimurlaubstag vor uns. Klar, wir mussten einiges erledigen: Wäsche waschen, Lebensmittel kaufen, um Winterreifen kümmern und einen neuen Kühlschrank kaufen. Für die letzten beiden Sachen hatten wir vorher einfach keinen Nerv, aber an diesem Tag lief das alles wie von selbst und total entspannt. Wir hatten ja gefühlt noch ewig Zeit für alles urlaubsmäßig Schöne! Schon an diesem Abend war dafür wieder Zeit, denn MTM und ich gingen nach einer Ewigkeit mal wieder ins Kino und mit unserer Filmwahl waren wir sehr zufrieden. „Who am I“ hat sich gelohnt, für mich sogar doppelt, weil ich Wotan und Elyas äußerst anziehend finde. :DD

Am Samstag kümmerten wir uns um das Loswerden des alten und das Aufstellen des neuen Kühlschranks, nutzten noch schnell das schöne Wetter bei einem kleinen Weinbergspaziergang und chillten dann bis nachts um 3 mit Rotwein, der Glotze, der Couch und unseren Laptops. Ja, jeder für sich und trotzdem zusammen, das geht und ist eigentlich ganz schön. Wir sind eben auch mal so. :)

Sonntags begann unser eigentlicher „Aktivurlaub“, denn wir hatten uns vorgenommen, unsere eingerosteten Glieder mal ein bisschen mehr zu bewegen und diesen Urlaub als Anfang zu nutzen. Nun hatten wir das in Holland ja mit Leichtigkeit hingekriegt: Strandspaziergänge, Radfahren, durch Amsterdam rennen. Aber zu Hause muss man sich da schon etwas mehr überwinden bzw. ein paar gute Ideen haben, damit es nicht langweilig wird. Unsere Idee war für diesen absoluten Sonnentag, 8 km in die Innenstadt zu laufen. Das Ziel: Ein Eis zur Belohnung. Auch wenn uns am Ende die Füße schmerzten, war das Laufen bei dem Wetter herrlich. Wir liefen am Neckar entlang, kamen am Volksfest vorbei, durchquerten den Schlossgarten und erreichten nach zweieinhalb Stunden das Ziel: Kokos- und Nutella-Eis beim Old Bridge, geil! Weiter ging es wenige Schritte zum geliebten Palast der Republik auf ein Radler, danach ein paar mehr Schritte in den Stuttgarter Süden zum türkischen Abendessen beim Sultan Saray. Dort waren wir nicht allein, sondern in bester Gesellschaft. Es wurde ein lustiger Abend mit unseren Freunden und für den Rückweg musste ein Taxi herhalten, weil wir zu unvernünftig für die günstigere Bahn waren. Türkischer Wein macht übermütig… ;D

Wieder hatten wir Glück mit dem Wetter am Montag und diesmal nutzte ich es fast ganztägig auf dem Balkon mit meinem Buch und meinen Listen und der Wäsche, die sonnengetrocknet so gut riecht. Entschleunigung pur. Und zur Tagesaktivität zähle ich jetzt einfach mal mit, dass wir am Abend zu zweit auf’s Volksfest gegangen gefahren sind und dort unsere übrigen Bier- und Hähnchenmarken verschleudert haben, inklusive asiatischer Bekanntschaften (wie IMMER auf dem Wasen) und Abtanzen auf der Bierbank!

Schlimm fand ich es nicht, dass der Dienstag mal nicht sonnig, sondern trüb war, gehört halt auch dazu zum Herbst. Umso gemütlicher war das Vormittagschillen und umso schöner war der nachmittägliche Besuch im Freizeitbad. Aber bevor wir in den Thermal- und Solebecken entspannten, zwangen wir uns erst einmal zu 60 Minuten Bahnenschwimmen. Ich stellte fest, dass man ungefähr nach der 10. Bahn die schmerzenden Muskeln nicht mehr spürt und dann ohne Probleme wie von alleine schwimmt. ;) Erst hinterher merkte ich, wie wackelig ich auf den Beinen bin und wie anstrengend es wohl trotzdem war. Ein gutes Gefühl.

Den wieder sonnigeren Mittwoch nutzten MTM und ich für einen ausgiebigen Shoppingtag in der Innenstadt. An einem Werktag vormittags durch die Stadt und Geschäfte laufen zu können, das ist wirklich ein besonderes Erlebnis, welches wir uns in unserem Heimurlaub nicht entgehen lassen wollten. Zudem hatte kürzlich ein neues Einkaufszentrum in der Innenstadt eröffnet, welches wir erkunden wollten. Ich war zufrieden, muss ich sagen, hat mir gut gefallen, das Gerber. Und wenn man nach außen tritt, ist man mittendrin in der City und kann noch durch genug Straßen flanieren und die Sonne genießen. Das taten wir, wir sind sehr viel gelaufen und ich habe auch hier und da ein paar nette Teile für die kühle Jahreszeit erstanden.

Am Donnerstag erreichten uns die beiden Gründe, die uns zu einem günstigeren Holland- und Heimurlaub veranlassten. Ursprünglich schwebten uns nämlich ganz andere Ziele vor, das weiteste war Kanada. Aber dann besannen wir uns auf eine Anschaffung, von der wir uns unsere verkümmerten Muskeln länger etwas haben: Fahrräder! :D Direkt nach deren Ankunft düsten wir los, hier den Berg runter, am Neckar und Volksfest vorbei, durch den Berufsverkehr (ohne Stau für uns, ha!) in einen Biergarten. Herrlich! Auf dem Rückweg machten wir noch an einem anderen Biergarten Halt und dann erklommen wir „unseren“ Berg, auf dem wir wohnen, ohne Absteigen. Ein Wunder, wirklich, das hab ich nicht erwartet, ich sah mich schon schiebend.

Den sonnigen Freitag, Tag der deutschen Einheit, nutzten wir wieder zum Radfahren. Diesmal war unser Ziel das 20km entfernte Ludwigsburg. Wir hatten uns zum Kaffee bei Freunden angekündigt und erreichten unser Ziel nach 2 Stunden, nicht ohne zwischendurch wegen diverser laaaanggezogener Steigungen fast auszuflippen. Aber wir haben es geschafft und waren froh und stolz, zumindest hinterher. Der Rückweg war dafür angenehmer (bis zu „unserem“ Berg, dem Drecksding, versteht sich) und wieder einmal hielten wir an einem Biergarten zum Abendbrot, den wir schon lange mal besuchen wollten. Nun, mit Rädern hat man irgendwie einen besseren Grund, soowas anzusteuern. Selten setzt man sich doch ins Auto und fährt direkt zu einem Biergarten, isst eine Bratwurst und fährt wieder heim. Mit dem Rad ist das anders, es fühlt sich jedenfalls anders (und besser) an.

Gestern, am Samstag nutzte ich die freie Zeit nicht wie üblich zum Putzen o.ä. (im Urlaub putze ich nicht, kannste abhaken), sondern zum Sortieren von Fotos, Bloggen, Kochen. Gekocht habe ich sowieso in dem Urlaub einiges, was ich mal wieder kochen wollte, wozu ich aber sonst zu faul war. Es war einfach immer viel Zeit für alles mögliche da, nur zum Lesen (Blogs und Bücher) bin ich kaum gekommen, obwohl auch das mir Freude bereitet. Naja, bei doofem Wetter wieder. :) Das Wetter gestern war ja erneut herrlich und zum Abend nutzten wir das wieder, indem MTM und ich auf die Piste gingen. Aufgehübscht gingen wir was essen und dann ein paar Cocktails vernichten, das alles draußen, wo es zwar frisch, aber trotzdem noch angenehm war. Erst später besuchten wir noch einen Club auf einen Absacker, aber zum Tanzen kam ich nicht mehr (MTM sowieso nicht, der ist eher der Kopfnicker), weil wir gegen 1 Uhr beschlossen, der Müdigkeit nachzugeben und nach Hause zu gehen. Völlig ok so, ein Abend muss nicht bis zum Morgen andauern, um schön zu sein.

Und heute? Eigentlich chillen, Beauty machen, mental auf die Arbeit morgen vorbereiten…wie ein letzter Urlaubstag eben so ist. Aber ich habe irgendwie Hummeln im Hintern. Die Sonne scheint, zwei super Fahrräder stehen im Keller, in der Innenstadt gibt’s geiles Kokos- und Nutella-Eis… Ich bin dann erstmal weg!

Urlaubscollage

Vorweihnachtssamstag

Bin ich froh, dass ich nicht im Einzelhandel arbeite… MTM ist heute Abend kurz nach Acht noch mal kurz losgefahren, um noch ein paar letzte Dinge zu besorgen die ich bei meinem Weihnachtseinkauf am Donnerstag vergessen hatte und berichtete mir von Menschenmassen noch und nöcher. Ich will da nicht mehr raus, in die Einkaufswelt, vorm neuen Jahr. Wir haben jetzt alles da, was wir brauchen für die Tage bis zu den Feiertagen, die Feiertage selber und die zwei Tage nach den Feiertagen. Danach ist es eh egal, weil wir dann für 12 Tage rundum versorgt sein werden am Indischen Ozean! :D

Heute habe ich noch weiter zur vorweihnachtlichen Aufgabenfreiheit beigetragen, indem ich die Geschenke schon eingepackt, gemeinsam mit MTM die Bude geputzt und unseren kleinen, süßen Weihnachtbaum geschmückt habe. Letzteres tat ich direkt nach dem Aufstehen, noch im Schlafanzug und ohne den ersten Kaffee intus. Ich hatte einfach so Bock drauf und war auch bisschen aufgeregt, es ist ja erst mein zweiter eigener Weihnachtsbaum… Das Ergebnis stimmt mich jedenfalls sehr zufrieden. Ich mag unser kleines Bäumchen und auch wenn es nur eine Woche unser Wohnzimmer zieren wird, ich werde seinen Anblick sehr genießen. :)

Weihnachtsbaum

Am morgigen 4. Advent haben wir also „frei“, erst am Montag geht’s dann weiter mit Weihnachtskram. Wir beginnen dann schon mit der Zubereitung diverser Leckereien für Heiligabend. Naja, eigentlich hat MTM hauptsächlich das Vergnügen, in der Küche zu stehen. Ich gehe nochmal arbeiten und mache dann nur abends meinen Kartoffelsalat Brandenburger Art. Den will kann MTM nicht. ;)

Buona sera!

Am Freitagabend kehrte ich zurück aus einer turbulenten, beeindruckenden und wunderschönen Gegend, auf die ich einst so neugierig war. Ich wurde weder menschlich, noch kulinarisch, weder kulturell, noch landschaftlich enttäuscht.

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Ich hatte eine tolle Urlaubswoche – aktiv und erholsam gleichermaßen – gemeinsam mit meinen Eltern und MTM. Die letzten 24 Stunden brauchte ich dennoch gewissermaßen zum „Akklimatisieren“. Unsere Ruhe zu zweit in den eigenen vier Wänden genießen MTM und ich sehr, ohne das irgendwie bösartig meinen Eltern gegenüber zu meinen. Ihnen wird es sicher ähnlich gehen. Zudem müssen sich unsere Körper jetzt etwas erholen; Pizza und Pasta haben ihre Spuren hinterlassen und unsere Gelüste gehen momentan sehr in Richtung Schonkost. Nichtsdestotrotz sind unsere Kühl- und Vorratsschränke natürlich mit einigen italienischen Köstlichkeiten gefüllt und der eisgekühlte Limoncello lief heute Abend schon unsere Kehlen hinunter. Ausführlicher berichte ich dann die nächsten Tage vom Urlaub, um euch den Gardasee aus meinen Augen zu zeigen.

An eine neue Situation hier zu Hause nach dem Urlaub mussten MTM und ich uns auch erst einmal gewöhnen: Wir haben derzeit kein Badezimmer. Das Klo ist Gott sei Dank separat, aber das Waschen ist momentan nur in Form von Katzenwäsche in der Küche möglich. Zum Glück haben wir so eine herzensgute Nachbarin, die uns bei sich duschen lässt, wenn wir nächste Woche wieder arbeiten und somit gut riechen müssen. ;)

Unerwähnt möchte ich an dieser Stelle nicht lassen, dass auch an mir Urlauberin die Meldungen aus Deutschland genagt haben. Das Hochwasser in vielen Teilen des Landes hat mich sehr mitgenommen. Besonders die Bilder aus Dresden, der Stadt die mir 5 Jahre lang ein geliebtes Zuhause war, haben mir die Tränen in die Augen getrieben. Ich hätte wirklich gerne geholfen. Mein Mitgefühl ist den Menschen in allen sogenannten „Krisengebieten“ des Landes sicher. Wer wie ich helfen möchte, aber zu weit weg vom Geschehen ist (irgendwie ja auch Gott sei Dank, nicht?!), kann sich ja hier einmal umgucken.

Buona notte!

Jahresendeintrag

Dieser Dezember war wunderschön, aber auch anstrengend und sehr feierlastig. Nicht zuletzt die Weihnachtszeit und dieses „zwischen den Jahren“ schlauchten ordentlich. MTM und ich verbrachten die letzten Tage in meiner Heimat:

23.12. Weihnachtsmarkt und viele Glühweine mit meiner Cousine und ihrem Freund in Dresden mit anschließendem Absacker in einer Bar.

24.12. Ein lustiges und schönes Weihnachtsfest mit meiner Familie, Orangenpunsch und lustigen Spielen.

25.12. Große Fresserei mit der ganzen Familie im Restaurant und abends eine richtig fette Party in unserer Provinzdisse mit haufenweise Freunden und Bekannten, die man das ganze Jahr nicht sieht.

26.12. Große Ganztagsfresserei nur mit MTM und meinen Eltern, den ganzen Tag in Jogginghosen und auf der Couch.

27.12. Großer Shoppingtag in Dresden mit Millionen von anderen Schnäppchenjägern! Erfolgreich haben wir einen beachtlichen Teil unseres Weihnachtsgeldes auf den Kopp gekloppt, nämlich durch den Erwerb von neuen Kissen, einem Bräter und einer tollen neuen Pfanne.

28.12. Nachträgliche Grillparty zu meinem 30sten im Garten meiner Eltern mit dem Motto „90er“. Viele gingen diesmal leider schon früh (so um 2), aber MTM, ich, meine Cousine und ihr Freund hielten bis 6 Uhr die Stellung. ;)

29.12. So beschissen ging es mir lange nicht nach einer Party, obwohl ich ausschließlich Weißwein getrunken hatte. Nur über die Menge bin ich mir nicht ganz im Klaren, vermutlich lag’s daran.

30.12. Rückfahrt nach Stuggi und langes Auspacken der Koffer und Verstauen der Geschenke.

Und heute? Ey, chillen! :D

Wir haben schon zwei Mediamarktbesuche hinter uns, das ist an Silvester natürlich besonders clever, vor allem wenn man ein Raclettegerät kaufen will. In einem Media Markt waren tatsächlich alle Geräate ausverkauft! Im anderen gab es noch eins, zum Glück. Bei der Gelegenheit haben wir uns gleich noch einen weiteren Wunsch mithilfe unseres Weihnachtsgeldes erfüllt und nun schon zwei köstliche Espresso á la George Clooney hier zu Hause trinken können.

Ich sinniere jetzt vor „Dinner for One“ im TV noch ein bisschen über 2012, in dem ich wunderschöne Tage und Stunden verlebt habe. Ich hatte zwei tolle Urlaube, habe ein paar neue Städte kennengelernt, Konzerte besucht, viel gefeiert, Zeit mit Freundinnen und der Familie verbracht und meine ganz persönliche Traumhochzeit genossen. Das Jahr hat es gut mit mir gemeint, dafür bin ich sehr sehr dankbar.

Gelesen habe ich diesmal nicht so viel wie im letzten Jahr, ich hinke im Vergleich genau 5 Bücher hinterher. Das liegt vor allem an der wenigen Zeit, die ich in den letzten Wochen des Jahres hatte wegen all der aufregenden Ereignisse. Ich habe schon wieder sechs neue Bücher im Regal stehen, deren Lektüre ich kaum erwarten kann. Nun wird es ja wieder etwas ruhiger und ich freue mich auf gemütliche, ruhige Schlechtwetterlesetage im Januar und Februar.

Bücher 2012

Euch allen einen solchen Rutsch ins Jahr, wie ihr ihn euch wünscht!