Freitagsfüller

Freitags-Füller Grafik

1. Mein Frühstück heute bestand aus zwei großen Milchkaffee.

2. Ich saß heute auf dem Balkon in der Sonne, und zwar endlich ohne Socken.

3. Unter dem Sofa liegen garantiert die ganzen klitzekleinen Spielzeugteile, die wir ständig suchen.

4. Bausa ist gerade der Favorit auf meiner Playlist.

5. In ungefähr 10 Jahren wird mein Kind wohl in der Pubertät sein – aaah!

6. Eine Reise nach Erfurt wird mein Highlight in der nächsten Woche.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf gefüllte und überbackene arabische Fladenbrote, morgen habe ich geplant, nach einem neuen Auto zu schauen, Familienzeit zu verbringen und mir anschließend nachts den Arsch abzufeiern und Sonntag möchte ich mir den Arsch abchillen!

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Der erste Kinobesuch

Ich hab es ja schon in einem anderen Eintrag erwähnt: Dieses Alter ist irgendwie echt anstrengend, aber auch sehr toll. Erziehung und Konsequenzen und der ganze Kram nerven echt, aber was muss das muss. Man lernt sich selbst auch ganz neu kennen, was nicht immer besonders toll ist, ehrlich. Und das Kind ist auch so ein herrlicher Spiegel für die Eltern, unglaublich. Oft ist das lustig, oft aber auch irritierend, manchmal beängstigend. Naja, sei’s drum, kommen wir zu den tollen Seiten dieses Kindesalters. Er ist nun über 3 Jahre alt und erlebt ganz viele Dinge zum ersten Mal und ganz intensiv. So zum Beispiel seinen gestrigen ersten Kinobesuch. Ich wäre von alleine jetzt noch gar nicht auf die Idee gekommen, ihn ins Kino zu schleppen – mir sind die meisten aktuellen Filme auch zu dolle irgendwie. Er reagiert z.B. auf dramatische Situationen (große, weinende Disney-Augen, ganz übel) sehr empfindlich und emotional. Aber es gibt ein paar Sachen, die gehen. Das Dschungelbuch (die alte, weniger bunte, weniger dramatische Version) liebt er. Paw Patrol ist super, Fuerwehrmann Sam auch. Und von „Madagaskar“ haben wir inzwischen schon alle 3 Teile geguckt, das lief super – und seither bin ich eigentlich nur noch das Zebra, der Papa ist die Giraffe, er selbst ist der Löwe – und die Oma das Nilpferd. :D

Jedenfalls haben wir hier einen Stadtteil weiter eine kleine, alte Kinothek, die nur ausgewählte Filme zeigt. Es gibt 2 Säle, einer mit Bar und Getränkeabstellfläche und Lampen und so (hier hatte ich vor Ewigkeiten mal davon berichtet). Und ein ganz kleiner, in dem waren wir, denn dort lief „Der kleine Drache Kokosnuss“! Das konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen. Wir haben bereits ein Buch vom kleinen Drachen Kokosnuss, das lieben wir irgendwie alle. Da macht das Vorlesen richtig Spaß und es wird definitiv nicht unser letztes Buch dieser Reihe sein.

Der Film war wirklich sehr niedlich und wenig aufregend und er wurde auch gehörschonend leise gespielt. Für unser Kind war es ein absolutes Highlight, gemeinsam mit Mama und Papa und auch anderen Leuten im Kino zu sein, Süßigkeiten zu essen und den kleinen Kokosnuss in bewegten Bildern zu sehen. Und wir hatten auch unseren Spaß. :)

Windelfrei

Ich hab mir nicht groß reinreden lassen, was das Windelthema angeht. Und ihr könnt mir glauben, Thema war das Ganze oft genug. Vor allem die ältere Generation fühlt sich ja regelmäßig bemüßigt, ihre Meinung kundzutun. Meine Mutti kann das ruhig machen, sie ist ja meine Mutti, sie ist auch meinen Widerstand gewohnt und kann (und muss) damit umgehen. Sie hat dem Kleinen schon zum 1. Geburtstag einen Klositz und das Buch „Der kleine Klokönig“ geschenkt, um das Ganze mal bisschen voranzutreiben. ;) Dann gibt es aber auch andere nahestehende Personen, die irgendwann meinen, da mal ein bisschen Druck auszuüben. Nichts anderes ist es, wenn man einem Kind ständig vorbetet, dass es Bescheid sagen soll, wenn es pullern muss, obwohl es noch nicht mal ansatzweise ohne Windel ist, noch nicht mal regelmäßig (und gerne) aufs Töpchen, geschweige denn auf das Klo geht. Sehr böse wurde ich auch bei offensichtlich gezeigter Enttäuschung, wenn mal wieder die Kacke in die Windel ging, obwohl beim vorigen Mal das mit dem Töpfchen klappte. Meine Ansicht ist, dass man so gar nichts erreicht, außer Widerstand, Widerwillen und somit das Gegenteil. „Der kann ja wohl mal Bescheid sagen mit Zweieinhalb!“ ist nur eine Aussage, die ich mir anhören durfte. Oder, was ich auch liebe: Das Thema wird vor dem Kind ausgeschlachtet. „Bis er wieder bei mir übernachtet, möchte aber die blöde Windel weg sein, ich hab da keine Lust mehr drauf!“ Ätzend. Klar zweifelt man selbst auch und fragt sich, wie lange das eigene Kind eigentlich noch mit der Windel rumrennen soll. Man fühlt sich unter Druck gesetzt von anderen, schnelleren Kindern, hat Angst dass das beim eigenen NIE funktioniert… Da halfen dann nur noch die Erzieherinnen in der Kita, die das alles völlig entspannt sehen und die Freundinnen, die auch Söhne haben und es nicht nach der Lehre der älteren Generation (Töpfchentraining und früh genug anfangen und so) machten, sondern ebenfalls darauf vertrauten, dass das Kind sein Tempo schon vorgibt und das alles wird. All diese Jungs waren kurz nach dem 3. Geburtstag quasi von heute auf morgen trocken. Als sie bereit waren. Und so war es bei meinem Sohn auch und ich fühle mich in meinen mütterlichen Instinkten bestätigt, das tut mir echt gut. Ich hatte einfach keinen Bock auf Zwang und Stress, was einem ja auch gerne mal als mütterliche Faulheit oder, noch besser, Gleichgültigkeit ausgelegt wird. So wird das nie ausgesprochen, aber in den Diskussionen ist das zwischen den Zeilen klar erkennbar. Darum geht’s doch letztendlich, dass einem „Laissez-faire“ vorgeworfen wird, nur weil man um manche Themen nicht so ein Tamtam macht wie „früher“.

Naja, egal, ich hab die Klo-Entwicklung meines Kindes jedenfalls mal chronologisch festgehalten – so ein bisschen Tamtam muss eben trotzdem sein. ;)

Zwischen 2 und 3 hat er sporadisch mal ins Töpfchen gemacht (mehr klein als groß), aber eigentlich nur, wenn man ihn draufgesetzt hat (und er das zugelassen hat, war auch nicht immer der Fall). In der Kita wurde er monatelang immer wieder gefragt, ob er mit aufs Klo will, was er immer verneinte. Es war da einfach noch kein Interesse da, und das war okay und wurde akzeptiert. Ich denke, das war wichtig. Und dann ging es los:

2 Tage vor seinem 3. Geburtstag:
Zum ersten Mal ging er bei uns auf der Toilette pullern, das Töpfchen war damit (Gott sei Dank) Geschichte. Und er tat es noch 2x an diesem Tag, und hat alleine Bescheid gesagt!

1 Tag nach seinem 3. Geburtstag:
Zum ersten Mal machte er auch groß ins Klo, Meilenstein!

4 Tage nach seinem 3. Geburtstag:
Auf einmal ging er auch in der Kita aufs Klo, zwei Mal sogar! Und so zog es sich einen Monat mit einigen Unfällen und viiieeel Wechselsachen-Wäsche, dass es immer mal klappte mit dem Bescheid sagen, und oft halt auch nicht.

1 Monat nach seinem 3. Geburtstag:
Der erste unfallfreie Tag, sogar beim Mittagsschlaf! Es war ein Samstag, er war also den ganzen Tag zu Hause und mit uns zusammen.

1 Woche später:
Der erste unfallfreie Kitatag!

Und damit war es das dann eigentlich auch. Es hat nur wenige Wochen gedauert und kam uns vor, als wäre das über Nacht passiert. Inzwischen kann er auch gut einhalten, wenn das Klo nicht innerhalb von Sekunden aufgesucht werden kann. Selbst im Schwimmbad hat er brav Bescheid gesagt und eingehalten. Wir hatten schon zwei 6-Stunden-Autofahrten ohne Windel und ohne Malheur. Auch einen ganzen Tag in der Stadt hat er gut mitgemacht, inklusive Toilettengänge im Restaurant und im Buchladen. ;) Natürlich passieren ab und zu trotzdem noch kleine Unfälle, aber das Gröbste ist überstanden. Nachts trägt er zur Sicherheit noch eine Windel, aber ganz oft ist sie morgens trocken und darüber freut er sich genauso wie wir.

 

März!

März mit Ausrufezeichen, weil das Wetter zwar bisher zu wünchen übrig lässt, dafür aber die Highlights nicht. Ich hatte schon ein paar, und es folgen auch noch welche! Was für mich in dieser Zeit natürlich das Größte ist, ist der Höhepunkt der 5. Jahreszeit. Wie immer, verbrachte ich Karnevalsurlaub in meiner Brandenburger Heimat. Früher alleine, jetzt mit meinem Söhnchen. Da meine Mutti eine sehr gute und geliebte Babysitterin ist, kann ich zu Hause Karneval feiern wie eh und je (na gut, wie mit 20 eher nicht mehr, aber ich geb mein Bestes). Und seit 3 Jahren lasse ich sogar den Kinderkarneval nicht aus! ;)

Die schöne Zeit ist immer so schnell vorbei und ein bisschen Trübsal brachte die erste Märzwoche mir auch – nicht wegen Karnevalsende, sondern irgendwie einfach so. Könnte am Vitamin-D-Mangel liegen, der inzwischen bei mir festgestellt wurde. Wer weiß. Geht auch nun schon wieder besser. Und ich hab die Zeit mit guten Freunden, viel Familienzeit und persönlichen wie auch Ferngesprächen überbrückt.

Man muss es sich einfach immer ein bisschen schön machen. Isso.

 

Februar?!

So der Februar ist rum, ich hab nach meiner erleichterten Verabschiedung des Januar nix gebacken gekriegt hier im Blog. Dabei gab es wirklich viele schöne Erlebnisse. Naja, der Februar ist ja schließlich auch kürzer, kein Wunder dass man da nix schafft. ;)

Der Monat war jedenfalls, wie erwartet, viiieeel besser als der Januar. Regelrecht frühlingshaft! Die Laune war besser, man konnte schöne Sachen unternehmen und das Kind war pünktlich zum 1. Februar auch wieder halbwegs gesund. So konnten wir die Zeit mit meiner Mutti, die Ende Januar/Anfang Februar zu Besuch war, noch ganz gut nutzen, eine schöne Taufe miterleben, „Playdates“ mit Freunden und ihren Kindern haben und mein Sohn und ich hatten auch zwei herrliche Samstagabenddates zu zweit: Während der Papa auf die Piste ging, haben wir zusammen Pizza gemacht und sie vor der Glotze gegessen. Er durfte, wie immer, wenn einer von uns ausgeht, im „großen Bett“ schlafen und ich konnte mich später an ihn ranschmusen, während der Herr des Hauses seinen Rausch auf der Couch ausschlafen konnte. ;) Auch wenn dieses ganze Erziehungsding echt anstrengend ist – es ist ein schönes Alter; das Kind erlebt so viel so intensiv und versteht und genießt richtig. ♥

Und hier noch bisschen Februar-Sonne:

Ein toller Familientag in der Stadt, mit einem geilen Frühstück, bummeln, shoppen, picknicken… (Dass der Kleine dann in der Nacht sein und unser Bett komplett vollgekotzt hat und ich am darauffolgenden Sonntag den ganzen Tag unter anderem Daunen(!)betten waschen und trocknen musste, lasse ich mal unkommentiert so stehen.)

In dieser Gegend heißt es „Fasnet“, allemannische Fastnacht, und auch wenn unser Kind nicht sehr begeistert von den gruseligen Hexen ist, haben wir uns einen der Umzüge in der Gegend angeschaut bei bestem Wetter.

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Und manchmal haben wir einfach nur die Sonne und unsere unmittelbare Umgebung genossen. Zum Glück, denn der März ist wettertechnisch bisschen ungeil bisher. ;)

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