Freestyle

Meine Mutti ist gestern hier angekommen und bleibt für ein paar Tage. Es ist einfach schön, sie hier zu haben, das findet natürlich auch ihr Enkelsohn. Er schläft wieder bei ihr, also im Reisebettchen in seinem Zimmer, sie daneben auf der Schlafcouch. In dem Reisebtt in seinem Zimmer macht er auch seinen Mittagsschlaf meistens. Nun überlegen wir, die Gelegenheit zu nutzen, und ihn nun auszuquartieren. Das heißt, wenn meine Mutti wieder weg ist, wollen wir ihn weiterhin abends in sein Zimmer legen und schauen, wie er es auffasst, dass er morgens allein ist. Nachts schläft er in den allermeisten Fällen durch. Sein richtiges Bett steht ja noch bei uns im Schlafzimmer, weil wir das schön finden. Deshalb fällt es uns auch schwer und wir hadern noch mit uns, ob wir das wirklich machen wollen. Wir sind einfach gerne zusammen, zu dritt, in der Nacht. Und es ist schön, wenn er morgens die Augen aufschlägt und ganz ruhig daliegt und uns beobachtet, bis wir auch die Augen aufmachen. Dann freut er sich und springt auf und will rüber zu uns ins Bett zum Kuscheln. Echt schön. Allerdings gehe ich ja bald wieder arbeiten und dann stehen MTM und ich um 5 auf, da wäre es sehr praktisch, wenn er nicht auch aufwacht vom Wecker und wir wenigstens noch ein paar Minuten haben. Aktuell wird er mal wach vom Wecker und mal nicht. Spätestens um 6, meistens eher halb 6, ist bei ihm eh die Nacht rum. Momentan ist aber eben noch Zeit zum Kuscheln und rumliegen da, ab Oktober muss er dann halt mit aufstehen. Nun, wie dem auch sei, wir werden es nun wohl mal probieren. Mit Babyfon auf dem Nachttisch und vielen Schritten, wenn doch mal was ist. Eigentlich will ich es nicht. Aber uneigentlich muss es wohl mal sein…

Gerade sind Mutti, MTM und der Kleine untewegs für ein paar Besorgungen. Die Gunst der Stunde nutze ich mal für einen schnellen Kaffee und diesen undurchdachten Blogeintrag, aber gleich muss ich wieder in die Küche, um das Mittagessen vorzubereiten. Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich über Muttis Besuch sehr freue? Gestern saßen wir lange auf dem Balkon mit unseren Weingläsern und haben geschwatzt. Heute wird das wahrscheinlich auch nicht anders werden. Wir werden abends essen gehen und es uns dann hier zu Hause gemütlich machen. Morgen ist dann ein großes Familientreffen angesagt, schon wieder verbunden mit einem Restaurantbesuch. Und am Montag und Dienstag hat MTM Urlaub, da hauen wir wieder ab, wie letztes Jahr. Das war damals unser erster kindfreier Ausflug mit Übernachtung, das erste Mal dass der Kleine eine Nacht nur mit seiner Oma verbracht hatte. Sie war auch damals extra deswegen angereist, um uns das zu ermöglichen. Diesmal ist es genauso. Wir fahren wieder nach Ulm, feiern uns die Ärsche ab, fallen ins Hotelbett und pennen richtig aus, denn Frühstück  haben wir extra nicht dazugebucht. Ich freu mich sehr auf die Zeit nur mit meinem Mann. ♥

Zack! Themawechsel. Ich brauche eine neue Digitalkamera. Ich hatte diesen Kaventsmann hier, den ich echt super fand. Leider ist das Ding nach 3,5 Jahren kaputt gegangen, ich hab aber durch eine Garantieverlängerung und den Verkauf des defekten Geräts bei Ebay fast die Kohle wieder drin, die ich damals ausgegeben habe. Nun hatte ich überlegt, mir nur ein neues Handy zuzulegen (ich brauche da auch eins, meins hat die Spider-App) mit einer superduper Kamera drin. Meistens fotografiere ich eh damit. Aber da es mir ehrlich gesagt auf den Sack geht, ständig das Handy vor dem Kind in der Hand zu haben und vor allem auch erst rumzutippen, bevor die Kamera aufgeht, hab ich mich nun umentschieden. Die Smartphones, die mir zu Zeit vorschweben, sind sowieso unverschämt teuer, da warte ichmal noch bis zu meinem Geburtstag im Dezember, bis dahin hab ich noch bisschen Geld dafür gespart (mache ich per PayPal, ich spare alles Geld was ich durch Ebay-Verkäufe kriege) und kriege auch noch Geburtstagsgeld, vermute ich mal. So, jedenfalls will ich dann jetzt erstmal eine Kamera. Die Handyfotos sind eben auch nie so gut, wie sie mit einer Kamera geworden wären, das ist einfach so. Und natürlich renne ich nicht den ganzen Tag mit der Digicam rum, klar, aber Schnappschüsse mit dem Handy sind ja auch okay. Besondere Begebenheiten fotografiere ich jedoch lieber richtig: Feiern, Ausflüge, Urlaube. Und die „12 von 12“ übrigens auch. :D
Kann mir denn nun jemand helfen? Nutzt noch jemand eine Digicam und kann mir ein Modell empfehlen? Ich fand an der Sony den krassen Zoom super, aber ganz so viel muss es trotzdem nicht sein. Ich will tolle, klare Fotos und vor allem auch vernünftige Aufnahmen in dunkleren Räumen oder abends. Das konnte die Sony ganz gut, aber auch noch nicht so richtig gut. Sie war mir, so im Nachhinein betrachtet, dann doch auch etwas zu klobig. Ich hätte es gerne handlicher.

So. Nun muss ich in die Küche, die Pflicht ruft, gleich sind meine Leute wieder da und wollen reinspachteln. :D

Schon bessere Ideen gehabt

Gestern hatten wir ja einen Feiertag (Fronleichnam), also war MTM zu Hause. Morgens sind wir wie immer mit den Hühnern aufgestanden, weil das Kind einfach gnadenlos ist, wenn es kurz nach 5 Uhr wach ist. :) Wir entschieden, vormittags was in Familie zu unternehmen und nachmittags getrennte Wege zu gehen, weil ich noch die Koffer für den Kleinen und mich packen musste. Da wir beide Dauerkarten für die Wilhelma, den Stuttgarter Zoo, haben und meine Karte erst ein einziges Mal zum Einsatz kam, schlug ich also einen Vormittag und ein Mittagessen im Zoo vor. Kack Idee. Es war sowas von heiß, die Sonne bretterte gnadenlos runter, es waren natürlich Unmengen von Zoobesuchern vor Ort (Feiertag plus Ferien in Stuttgart, Parkhaus halb 10 schon fast voll, kannste echt knicken) und das Kind war fast durchweg grätig weil müde, schwitzend, überfordert von den Menschen, was weiß ich. Je grätiger das Kind wurde, desto angepisster wurden auch wir. Als die Zeit endlich reif fürs Mittagessen war, ließen wir uns nieder und gönnten uns ein Kantinenessen für 30€. Wasser hatten wir auch vergessen, außer für den Kleinen, da mussten auch noch mal 5€ für zwei kleine Glasflaschen liegenbleiben. Was wir durch die Dauerkarten gespart hatten, haben wir so wieder zunichte gemacht. Als wir endlich im klimatisierten Auto saßen und das Kind fast sofort einschlief, resümierten wir den Vormittag, stellten fest dass wir keinen einzigen schönen Moment hatten (hab dann aber noch ein Bild gefunden worauf der Kleine sich freut, immerhin) und lernten für die Zukunft:

Keine Aktivitäten bei Hitze, außer rumliegen/baden/chillen.

Im Zoo nur noch picknicken mit mitgebrachtem Futter.

Für jeden eine Trinkflasche für unterwegs kaufen und immer befüllt mitnehmen.

Feiertage/Sonntage/Ferien sind einfach kacke im Ballungsraum, weil alle gängigen Anlaufpunkte für Unternehmungen überfüllt sind und wir Drei offenbar Menschen hassen. ;)

Ich war dann echt ein wenig traurig; so richtig hinnehmen konnte ich nicht, dass die Hälfte des Tages so wenig erinnernswert war. Als das Kindchen im Auto schlief, entschieden wir spontan, die Schlafenszeit für eine Fahrt nach „nebenan“ zu nutzen –  auf einen schönen Eisbecher im schönen Ludwigsburg. Und das war dann wieder eine der besseren Ideen. ;) Wir saßen in einem tollen Eiscafé im Schatten, blickten auf den Marktplatz, aßen köstliches Eis und hatten uns alle wieder lieb. So wurde unser „Angrillen 2017“ abends auf dem Balkon auch total schön – der Kleine futterte wie ein Scheunendrescher und uns schmeckte es ebenfalls ganz hervorragend. Das Packen hab ich dann so nebenher erledigt, damit der Kleine und ich heute Morgen schön früh starten konnten. Wohin? Na, schon wieder in meine Heimat, zu meiner Mutti und seiner Omi. ♥

 

 

Sturmfreies Wochenende

Am Freitag um 14 Uhr fuhren meine beiden Männer ab für ein Wochenende am Bodensee. Heute gegen 18 Uhr kommen sie zurück. Das waren dann 52 Stunden ohne Kind und Mann in meiner geliebten kleinen Wohnung. Das war Freiheit pur. Das war auch Glück pur. Ich bringe jetzt keine Rechtfertigung, kein „aber“ an. Dass ich mein Kind und auch meinen Mann liebe und gerne um mich habe, versteht sich von selbst. Genauso gerne nehme ich so eine Gelegenheit in Anspruch und genieße sie in den vollsten Zügen und vermisse in diesen vergleichsweise wenigen Stunden nichts und niemanden, solange ich weiß dass es allen gut geht damit.

Und ich so? Was ich gemacht habe? Nun, ich habe in meiner imaginären Liste alles abgehakt, was an diesem Wochenende anlag:

  1. Nichts tun, worauf ich keine Lust habe.
  2. Nicht das Haus verlassen.
  3. Mädelsabend mit einer Freundin.
  4. Statt selbst einzukaufen von Rewe beliefern lassen.
  5. Kalten Wein trinken.
  6. Leckere Sünden essen.
  7. Nackig aufm Balkon sonnen.
  8. Lesen, lesen, lesen.
  9. Bloggen, bloggen, bloggen.
  10. Beide SATC-Filme gucken.
  11. Maniküre und Pediküre
  12. Restkörperbeautyprogramm
  13. Spät ins Bett gehen und spät aufstehen.

So, das war’s. Alles erledigt. Ich bin unglaublich erholt und entspannt und glücklich, dass ich so einen lieben Mann habe und dass meine beiden auch so eine schöne Papa-Sohn-Zeit zusammen hatten. Mit Fotos wurde ich reichlich versorgt. Und auch wenn ich bisschen traurig bin, dass die absolut selbstbestimmte Zeit schon wieder vorüber ist, so freu ich mich auch sehr, mein Kind gleich abzuknutschen. Ja natürlich, meinen Mann auch. ;)

 

Abriss: Ostertage / Heimatwoche

Blogmäßig war ich die letzten Tage ja ordentlich ausgeknockt. Freunde und Familie dürfen nicht zu kurz kommen, wenn ich in der Heimat bin. Also kommen andere Hobbys zu kurz, damit kann ich leben. Auch wenn ich in unserem schönen Gemeinschaftsblog der Ex-Blog.de-Blogger so viel verpasst habe. Da ist ganz schön was los zur Zeit (guckt ruhig mal rein), und ich kriege alles gerade nur am Rande mit. Doch erst einmal möchte ich meinen eigenen kleinen, geliebten Blog auf den neuesten Stand bringen, wenn auch nur mit einem kurzen und prägnanten Abriss. ;)

Zeit zu zweit: Restaurantbesuch zum Abendessen mit MTM; ruhige Nächte durch Zimmertausch mit meiner Mutti.
Familienoverkill: Karfreitagskaffee; Karfreitagsfeuer im Garten; Grillen am Samstag; Ostersonntagsbrunch bis nachmittags.
Party: Erster Besuch der heimatlichen Provinzdisse seit 2,5 Jahren (schräg).
Küchenfreuden: Täglich gemeinsam frühstücken und mittagessen mit Mutti, MTM und MTE; Muttis überraschende Kochkünste genießen (Spargel mit Schnitzel, Sauerbraten und DDR-Kindergartennudeln – ein Traum!); selbst die Familie verköstigen und gelobt werden.
Zeit für Freunde: Sechsstündiges Frühstück mit der Hühnergruppe; Samstagsfeuer bei einer Freundin; Familientreffen mit einer anderen Freundin; mit Letzterer noch ein Ewig-nicht-gesehen-Abend zu zweit von 18 bis 3 Uhr nachts (Sie redet wie ein Maschinengewehr und ich bin auch nicht ohne. :D).
Schönes mit Kind: Total spaßiges Radfahren mit Kind vorne im Sitz; Schaukel und Sandkasten ausprobieren; ständig Spielbesuch bekommen; mit Matschsachen den Garten unsicher machen; eeendlich Laufenlernen (sooo süß!).
Es ist nicht immer alles blumig: Lange Autofahrten mit dem Kleinen sind auch nicht mehr das was sie mal waren; mehrmals in den Regen/Hagel gekommen; Feiertagsstress ohne Familienfoto aber mit Tränen; Trotz- und Wutphasen des Kindes vom Feinsten; „aggressive Grundstimmung“ (O-Ton MTM) auch bei den zwei weiblichen Erwachsenen im Haus vertreten; Papa fehlt nun fast schon ein Jahr.

Die sieben Heimattage vergingen wie im Flug, wie immer. Ich freue mich, trotz des letzten Punktes, auf die nächste gemeinsame Zeit mit meiner kleinen Familie und meiner Mutti, dann sogar an der wundervollen Ostsee. Man kann immer etwas besser machen und was man nicht ändern kann, muss man eben akzeptieren. ♥

Familienfrühlingsabend

Der Samstag ist bei uns meistens dazu da, dass MTM Zeit mit MTE nachholt, die ihm unter der Woche fehlte und ich Zeit mit mir nachhole, die mir unter der Woche fehlte. Wir handhabten das auch wieder so tagsüber; Vater und Sohn waren einkaufen und ich konnte in Ruhe meinen Kaffee trinken und einen Blogeintrag tippen. Die Zubereitung des Mittagessens obliegt auch am Wochenende meistens mir, was ich aber auch genieße, weil ich das dann wenigstens ganz in Ruhe machen kann. Nach dem Mittagsschlaf des Kindchens fuhren die beiden nochmal los zu Mr. Wash, was ewig dauerte wegen des Andrangs, aber für den Kleinen total das Erlebnis war. Als die Jungs dann um 17 Uhr wieder zu Hause ankamen, hatte ich schon einen beachtlichen Teil meiner Zeit in die Körperpflege investiert (geht halt so auch nur am Wochenende) und sprang nur noch ins Auto. Wir fuhren nach Esslingen, wozu wir nur wenige Minuten brauchen. Eigentlich ein Unding, dass wir dort, in dieser echt schönen Stadt, so selten sind!

Natürlich hatten wir ein wenig die Zeit im Nacken, Abendessen und Schlafenlegen verschieben wir beim Kleinen ungern. Zu heilig ist uns unser ruhiger Abend. ;) Aber ein bisschen spazieren konnten wir noch durch den Teil Esslingens, den man auch „Klein-Venedig“ nennt. Die Straßen waren voller Menschen, die auch sonnen- und erlebnishungrig waren. Zum Glück bekamen wir gegen 18 Uhr noch einen Tisch bei dem Italiener mit den Wagenrad-Pizzen, bei dem sich MTM zu essen gewünscht hatte (in dem Haus auf dem Foto oben). Es ist ja immer ein bisschen spannend, ob das Kind so einen Restaurantbesuch gut mitmacht, vor allem abends wenn auch Müdigkeit eine Rolle spielt. Naja, das tut sie aber mittags ja auch. Der Kleine war jedenfalls extrem ungeduldig, denn das Sitzen im Hochstuhl bedeutet: Essen! Jetzt! leider kam MTMs superheiße Riesenpizza zuerst, und das Geheul war groß. Es wäre aber noch größer gewesen, wenn das Kind so ein heißes Stück im Mund gehabt hätte, das weiß ich aus Erfahrung. Zum Glück war es richtig schön laut im Restaurant, niemand dürfte sich gestört gefühlt haben vom Gemecker des Prinzen. ;) Seine Bambini-Pasta mit milder Tomatensauce kam dann auch bald und ich fragte mich schon, was daran bitte eine Kinderportion sein soll. Sein Teller war voller als meiner! Und der Hammer war, dass MTM und ich wirklich keinen Bissen abstauben konnten, weil das Kind seine Portion quasi inhaliert hat! :D Er durfte mit den Fingern essen und tat das auch sehr prima, die Sauerei war jedenfalls nicht groß, weil ja fast ausnahmslos alles in seinem Mund landete. Natürlich ist so ein Restaurantbesuch mit Kind nicht so entspannt wie alleine, aber wir genossen es trotzdem so gut wir konnten und freuten uns einfach, dass es so gut klappte. Meinen Wein musste ich dann zwar hinterkippen (spare ich mir beim nächsten Mal), aber was soll’s. Nach 45 Minuten hatten wir schon wieder gezahlt und hatten dann sogar noch etwas Zeit zum Spazieren in der Abendsonne über den Marktplatz.

Das Kind war dann doch etwas später als sonst im Bett, aber alles lief friedlich und wir konnten unseren Abend nach unseren Wünschen gestalten: Ich mit Sekt und in der Blogosphäre, er mit Bier und vor der Glotze. Wir gestehen uns solche getrennten Abende auch gerne mal zu, warum auch nicht. :)

Dance the night away

Leute, das war vorgestern vielleicht eine Nacht! Ich bin sowas von fertig aber auch sowas von begeistert, weil ich mir mal wieder so richtig den Arsch abgetanzt habe. Ja, ich weiß, gerade war noch Karneval und ich scheine den Hals nicht voll zu kriegen, aber jetzt ist echt erstmal’ne Pause angesagt. Mein Körper macht das ja auch nicht mehr so gut mit wie in jungen Jahren, jetzt braucht er schon zwei Tage zur Regeneration…

Aber gut, von vorne. Ich bin am Freitag wieder gut mit meinem Söhnchen in Stuttgart angekommen und die Wiedersehensfreude zwischen Papa und Sohn war wirklich rührend mit anzusehen. Der Abend und die Nacht liefen allerdings ein bisschen aus dem Ruder, was den Kleinen angeht. Solche Probleme haben wir selten, aber an diesem Abend schlief er schon sehr schlecht ein, wachte gegen halb 11 weinend auf und fand auch erst gegen 2 Uhr in unserer Mitte in den Schlaf. Da hab ich direkt mal ein bisschen Panik geschoben, denn am Samstag hatten wir Großes vor: MTM hatte mich dazu überredet, seine Tante erstmalig als abendliche Babysitterin anzuheuern, damit ich bei seinem Cousin- und Cousinentreffen in der Stadt dabei sein konnte. Das erste Mal sollte also nun jemand anderes als ich, MTM oder meine Mutti das Kind ins Bett bringen und hüten, solange wir fort sein würden. Oh man, und dann so eine Nacht vorher, da war mir echt ganz anders am Samstagabend, als sich die Tante mit zum Abendbrot an den Tisch zum Kleinen setzte und wir uns verdünnisierten. Wir trafen uns zu zehnt zum Abendessen in einem türkischen Restaurant und um kurz nach 7 bekamen wir schon die Nachricht, dass der Kleine friedlich schläft. Puh! Als wir dann den Anderen eröffneten, dass wir unser Heimkommen um 24 Uhr ausgemacht hatten, war die Empörung groß. Es wollten doch alle noch feiern gehen und man zählte scheinbar voll auf mich als alte Partysau. Oh man. :D Die Tochter der Tante war auch mit am Start und schlug für uns telefonisch bei ihrer Mutter gleich mal einer Verlängerung bis 1:30 Uhr raus.
Zuerst gingen wir in einen Insiderclub namens „1. Stock“, wo man sich quasi im Wohnzimmer einer Wohnung im 1. Stock sehr exklusiv vorkam. Alle mochten die Musik, Partysau Bellona aber nicht (Chillout, bäh, wie soll man dazu abgehen?). Das konnte natürlich so nicht bleiben, also zogen wir weiter in den nächsten Club und dort blieben wir bis zum bitteren Ende. Echt, was ich zum Karneval an Vernunft zeigte, war nun wie ausgelöscht. Ich hatte an dem Abend das Gefühl, ich hätte die Party meines Lebens. Wir bekamen sogar nochmal eine Verlängerung von der Tante, bis 2 Uhr. Und als es dann soweit war und wir aufbrechen mussten, schlug mir MTM vor, allein nach Hause zu fahren. Ja, hab ich angenommen. :D Bis die Lichter im Club angingen, haben wir getanzt. Es war bereits 4 Uhr nachts und wir wollten auch noch weiterziehen, aber als wir bei zwei Lokalitäten an den Türstehern scheiterten, sahen auch wir es ein: Wir sollten nach Hause gehen. Noch schnell eine Currywurst und dann ab ins Taxi.
Als ich auf der Couch (MTM hat mir schon mein Bettzeug dorthin gerichtet) lag, war mir schon klar, dass ich das ein oder andere Glas Wein noch bereuen würde. Mit so einem kleinen Kindchen hat man ja nun auch nicht mehr die Möglichkeit, ausgiebig seinen Kater auszuleben. Ja, war schon schwer. Aber MTM ging es sehr gut und gegen Mittag packte er den Kleinen für einen Ausflug ein und ließ mich allein. Und ich lag auf der Couch, regungslos, glotzte ein paar Folgen SATC, aß eine riesige Portion Nudeln, trank viel Wasser…und als die beiden dann zurückkamen, war alles wieder gut.

Es war echt schön, auch dass MTM und ich mal wieder zusammen unterwegs sein konnten abends. In knapp 3 Wochen haben wir wieder diese Möglichkeit, wenn meine Mutti hier ist und wir zu einer Hochzeit gehen. Da kommen wir dann aber nicht nachts nach Hause, sondern erst am nächsten Tag. :)

10 Tage „Normalität“

MTM ist nun seit zehn Tagen wieder arbeiten und irritierenderweise kommt mir seine 2-monatige Elternzeit vor, als wäre sie vor Ewigkeiten gewesen. Langweilig wurde mir jedenfalls nicht. Da war sofort am ersten Morgen ohne MTM ein Termin in der Kinderneurologie zum EEG (nicht der Rede wert, alles gut), davor hatte ich schon bisschen Respekt. Dann hatte MTE am Tag drauf seinen ersten Zahnarzttermin. Dann gab es ein Treffen und Mittagessen bei IKEA mit plärrendem Kind (Hunger verbunden mit Langsamkeit der Mutter) und die Freude über einen 20 Euro-Gutschein aus dem Adventskalender. MTMs Tante passte mal für 3 Stunden auf den Kleinen auf – erfreulicherweise ohne Probleme – während ich alleine einen Arzttermin (und heimlich noch ein Mittagessen beim Lieblingsdönermann mit meinem Buch :D) wahrnahm. Dann waren MTE und ich mal wieder beim „Krabbel-Babbel“, was er die letzten Wochen immer mit seinem Papa gemacht hat. Ich merkte dabei, dass ich in der Gruppe nicht wirklich Anschluss finde, was sehr untypisch für mich ist. Mit anderen Müttern tue ich mich echt schwer…
Was mich besonders freut: Mein Kind ist nun, da alles wieder seine geregelten Bahnen geht, ein Mittagschläfer! Es klappt einfach plötzlich, er kann ohne auszuflippen wach bleiben bis zum Mittagessen (außer wenn man im Auto oder mit Buggy unterwegs ist), er lässt sich hinlegen und schläft mal ohne Zetern ein und mal muss ich 2-3 Mal rein gehen. Nichts im Vergleich zu den Dramen, die sich hier schon abgespielt haben.
Ansonsten wäre noch erwähnenswert, dass ich innerhalb einer Woche überdurchschnittlich oft mit Kacke in Berührung kam. Also, öfter als so schon (wickeln und so…). Zunächst war in unserem Haus was verstopft und im Keller schwammen Klopapier und Exkremente. Wir müssen nicht weiter drauf eingehen, aber eins muss ich noch sagen: Eine Rohrreinigung reinigt Rohre. Und schmiert Kacke an Türen, grabscht mit den Kackeflossen alles an und lässt Kacke auf auf dem Boden kleben, wenn sie nicht von alleine wieder in die Untiefen der Kanalisation versickert. Handschuhe, Chlorreiniger, ein Schrubber den ich danach entsorgt habe – das war meine Ausrüstung, mit der ich dann den Keller wieder betrat. Und als wäre das nicht schon genug Scheiße für mindestens ein Jahr, hat mein Kind auch noch ein Häufchen ins Badewasser gemacht. Zum ersten Mal. Und ratet mal, wer mit drin saß. *lippenzittersmileyvonblog.de*

Und mit diesen Worten schließe ich den schriftlichen Teil dieses Eintrages und lasse euch mit euren Gedanken allein… :D Vielleicht hilft euch ja der bildliche Teil, schnell den Schleier des Vergessens drüber legen zu können. Und zwar zeige ich einfach mal ein paar Handyfotos der letzten 10 Tage. Die Idee hab ich von meiner Blogfreundin Culbia abgekupfert.

downloads

Blogeintrag! Um 9:04 Uhr!

Na, guten Morgen alle miteinander! Ich sitze hier mit meinem Kaffee am PC, wie früher, und blogge, wie früher. :D

Mein Mann ist mit dem Kleinen zum letzten Mal beim Babyschwimmen, obwohl er ja kein Baby mehr ist. Aber wir hatten noch eine Stunde offen und schon bezahlt, also plantscht MTE mit den ganzen kleinen Würmchen herum und wehrt sich gegen alle Übungen, weil er am liebsten sein Ding machen will. ;)

Ich bin ziemlich gut gelaunt, wahrscheinich weil der frühe Vogel doch den Wurm fängt. Heute haben wir nicht ewig zu dritt im Bett rumgekuschelt, sondern haben den Morgen gleich gestartet. Meine Erkältung, die sich gestern angekündigt hat, ist heute schon wieder nicht mehr so ätzend – wahrscheinlich haben mich die Stunden in der Wanne gestern Abend (beste Freundin am Telefon, Flasche Sekt, wisster Bescheid) ein bisschen kuriert.

MTMs Elternzeit ist nun fast vorbei, Montag ist der letzte Tag, und ich bin schon ganz schön traurig. Es waren tolle zwei Monate, mit Heimat, Urlaub, Familienzeit, Vater-Sohn-Zeit, Zeit für mich (!). Das wird mir ganz schön fehlen, dass ich die Jungs einfach allein in den Zoo oder in die Stadt schicken und hier mein Ding machen kann. Zu „meinem Ding“ gehört halt auch der Haushalt, ich schaukle mir hier ja nicht nur die Eier, aber auch die Erledigung dessen befriedigt mich und ist echt nicht so einfach, wenn so ein kleiner Quälgeist hier rumtobt. Das wird also nun wieder alles anders, bzw. normal, ich hab den ganzen Tag die Verantwortung, ziehe wieder meine Struktur durch, quäle mich durch jedes Mittagsschlafdrama und hinzu kommt nun neuerdings auch noch, dass ich kochen muss. Nix mehr mit Brei auftauen und los, das Kind isst am Familientisch mit und fordert das auch ein. Ein bisschen umstrukturieren muss ich deshalb nun auch, aber das kriege ich schon hin. Ich werde trotzdem ein bisschen wehmütig auf mein „Lotterleben“ der letzten zwei Monate zurückblicken. :)

Ich bin froh, dass MTM die Elternzeit genommen hat, auf mein Drängen hin. Und er ist auch froh, denke ich. Diese zwei Monate, gerade jetzt, wo der Kleine ein Jahr alt ist und so viel mitkriegt und so viel Neues lernt, waren wichtig für uns. Wir haben gemeinsam eine extreme Fremdelphase durchgestanden, ein paar Erkältungen und Magen-Darm, zwei Impfungen, eine plötzliche Einschlafproblem-Phase, unruhige Nächte.. Und auf der anderen Seite erlebten wir gemeinsam einen wunderschönen Urlaub, viele ruhige Nächte, MTEs erste Stehversuche ohne sich festzuhalten, die erste eigenständige Kontaktaufnahme zu anderen Kindern, neue Worte (Teddy, Wau Wau, Alle alle), Experimente am Familientisch, die erste Schlittenfahrt… MTM hat das Ganze sehr ernst genommen und sich wirklich wunderbar und ganz viel um unser Kind gekümmert in seiner Elternzeit. ♥

Heute hab aber mal wieder ich, nach dem Schwimmen, MTE-Dienst. MTM schreibt am Nachmittag an seiner Masterarbeit und geht abends zu einem Geburtstag. Ich bin auch gerne mal alleine abends, solange der Knirps mitspielt und ruhig pennt.

Vielleicht sitze ich dann ja wieder am PC, wie früher, und blogge, wie früher. :D

Geben und Nehmen

Schon vor einigen Monaten saßen meine Freundin (Mutti seit Juni 15) und ich (Mutti seit Januar 16) zusammen und träumten davon, mal EINEN Tag nur auf der Couch liegen zu können und Gilmore Girls zu gucken, wie früher, als wir noch keine Verantwortung hatten. Mittlerweile ist es bei mir so, dass ich mir am Tag eine Folge gönne, aber das geht auch nur wenn das Kind mitmacht. Naja, jedenfalls kam dann plötzlich diese Nachricht, dass es wirklich, nach neun Jahren, neue Folgen dieser Serie geben soll. Und so kam es: Vier neue Folgen auf einmal, aber nur auf Netflix. Die Entscheidung war schnell gefallen: Netflix-Probeabo geholt, Freundin eingeladen und Männer mit Kindern ausquartiert.

Die Männer haben bereitwillig mitgemacht, was wir beide echt toll von ihnen finden. Um 10:00 Uhr heut klatschten sich MTM und MTE mit meiner Freundin ab, die beiden gingen zum Babyschwimmen und dann zu den anderen beiden frauenlosen Männern. Die vier Jungs machten sich einen netten Tag auf Spielplätzen usw.; wir zwei Mädels schenkten direkt den Sekt ein und legten los. Wir waren sooo aufgeregt! Wir lagen da wie die Penner in Spielklamotten und ungeschminkt auf der Couch, aßen Chips und Pizza, tranken Sekt, heulten hier und da mal beim Gucken… Ein Traum. Jede Folge war so lang, dass wir leider nur drei davon schafften. Um 17:30 Uhr war unser traumhafter Weibertag schon wieder vorbei und die Rollen wurden getauscht: Wir übernahmen den Kinderdienst und die Männer sind nun zusammen unterwegs in der Stadt und machen Party. So muss es doch sein, oder nicht? Ein Geben und Nehmen, damit alle in der Familie zufrieden sind und bleiben. ♥

So, ich muss. Das Kind pennt endlich und Folge 4 wartet…

Muddi und Vaddi allein unterwegs

…und zwar, ganz romantisch, bei einem Fußballspiel. Wir hatten Freikarten für Stuggi gegen Bielefeld und hatten so richtig Bock auf einen Nachmittag in Freiheit und im Stadion! Also haben wir das Kind für 5 Stunden bei MTMs Tante geparkt, sind mit der Bahn zur Mercedes-Benz Arena gedüst, haben uns als erste Amtshandlung ein Bier geholt und als zweite einen VfB-Schal. Der war für mich, weil ich in dieser Saison schon das dritte Mal im Stadion war und dabei merkte, dass ich ganz schön mitfiebere für den Schwabenverein. Ich wohne ja hier und ich mag Stuggi, warum also nicht? Bayern und Dortmund kann ja jeder („Erfolgsfans“, höhö, sagt man so im Fußballfanjargon); ich bin, mit dem Abrutschen des VfB in die 2. Bundesliga, eben Fan trotz schlechterer Zeiten. Auch wenn der VfB Stuttgart zuletzt öfter mal gewonnen hat, so war ich doch auch dabei, als er die 5:0-Klatsche gegen Dynamo Dresden einstecken musste. Und trotzdem hab ich mir den Schal gekauft, schön nicht?! ;)

20161106_132754.jpg

Jedenfalls, wir zwei waren mal wieder als Ehepaar unterwegs und genossen einen tollen Nachmittag, während das Kind sich bei der Tante von der besten Seite zeigte. Unsere Stimmung haben wir uns nicht verhageln lassen (Wortspiel – es hagelte nämlich zwei mal auf’s Übelste, beide Male standen wir ungeschützt mittendrin), stattdessen gab’s wie schon erwähnt Bier, ’ne Stadionwurscht, Aufreger und schlussendlich Jubel á la „Siiiieeeeg!“. Gerne wären wir noch losgezogen danach, in die Sportsbar nebenan, auf ein paar XXL-Cocktails oder so. Aber es war ja erst Nachmittag und für einen nächtlichen Babydienst lasse ich nur meine Mutti ran, die ja bekanntlich 560km entfernt wohnt.

Aber ich glaube, das war nicht unser letzter Stadionbesuch in dieser Saison – ich hab ja nun auch den Schal. ;)